DE303539C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D18/00—Pressure casting; Vacuum casting
- B22D18/02—Pressure casting making use of mechanical pressure devices, e.g. cast-forging
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Casting Devices For Molds (AREA)
Description
KAISERLICHE'^
Die Erfindung bezieht sich auf das Pressen von flüssigem Metallguß, welches vorgenommen
wird, um durchweg dichte, blasenfreie Gußstücke zu erhalten. Eine . hierfür besonders
geeignete Gießform ist durch das Patent 303006 geschützt. Das Eigenartige an dieser Form
besteht darin, daß auf ihren metallischen Wänden bzw. der Druckfläche des Preßstempels
Isoliermaterial angebracht ist, um ein vorzeitiges Erstarren der äußeren Gußschichten infolge von Wärmeentziehung durch die
Metall wände der Form zu verhüten, weil sonst die entstehende, bis unter den Preßstempel
reichende harte Kruste das vollständige Auspressen der Gußmasse verhindern würde. Sind
die erforderlichen Gasaustrittsöffnungen als Löcher in den Formwänden oder im Preßstempel
vorgesehen, so werden beim Fehlen einer Isolierschicht zwischen Gußmasse und Formwand beim Erstarren der äußeren Gußschichten
außerdem noch die erwähnten Löcher verschlossen, so daß die Gase überhaupt keinen
Ausweg aus der Form mehr finden können. Selbstverständlich muß ein solches isoliererides
Futter gasdurchlässig, d. h. porös sein, damit die Gase zu den Austrittsöffnungen
in der Formwand gelangen können. Als Material für das Futter verwendet man daher
vorzugsweise Sand.
Eine solche Gießform hat nun freilich den Nachteil, daß für jeden neuen Guß die eigent
liehe, aus Sand o. dgl. bestehende Hohlform neu hergestellt werden muß, was ihre Anwendung für die Massenfabrikation von Gußstücken,
für welche man sonst dauernde For- 3i>
men verwendet, in. vielen Fällen aus wirtschaftlichen Gründen ausschließen wird. Dieser
Nachteil wird durch die vorliegende Erfindung beseitigt. Danach besitzt die Gießform verhältnismäßig
dünne metallische1 Wände, und das Isoliermaterial wird auf der Außenseite
dieser Formwände angebracht. Auf diese Weise erhält man eine für das Pressen von
flüssigem Guß geeignete dauernde Form, da der Hohlraum derselben jetzt nicht mehr von
Sand oder einer anderen plastischen Masse, sondern von metallischen Wänden umschlossen
wird.
Die Gußmasse kommt jetzt zwar, mit den
metallischen Formwänden unmittelbar in Berührung, .doch vermag die geringe Masse der
dünnen und durch die äußere Isolierschicht gegen Wärmeausstrahlung geschützten Formwände
dem flüssigen Guß nicht so viel Wärme zu entziehen, um den Guß vor Beendigung
des Pressens in seinen äußeren Schichten zum Erstarren zu bringen; die Gußmasse bleibt
vielmehr, wie Versuche gezeigt haben, zum mindesten in ihren gashaltigen und als Weg
für die entweichenden Gase in Betracht kommenden Teilen mehr als genügend lange Zeit
flüssig.
Die dünnwandige Metallform würde freilich namentlich bei anderer als zylindrischer oder
konischer Gestalt dem ^erforderlichen Preßdruck für sich allein kaum standhalten können;
doch bietet es keine Schwierigkeiten, sie durch äußere Streben, Rippen o. dgl. soviel
als nötig zu versteifen. In vielen Fällen wird es sogar ausreichen, ein Isoliermaterial von
genügender Stützkraft anzuwenden, indem
ίο man z. B. den Zwischenraum zwischen der
Metallform und dem Formkasten mit Gips ausfüllt und diesen vor dem Pressen fest werden
läßt. .
Zweckmäßig wird man in der dünnwandigen, dauernden Metallform keine Durchbohrungen
für den Gasaustritt anbringen, da der Guß in diese Durchbohrungen eindringen und
folglich nach dem Erstarren stiftartige Ansätze besitzen würde, die durch ihren Eingriff
in die Dauerform das Herausnehmen des Gußstückes aus der Form zumindest sehr erschweren,
unter Umständen sogar nur mit Beschädigung der schwachen Form bewerkstelligen lassen würden. Außerdem würde
das Gußstück eine ganz unebene Oberfläche erhalten, so daß eine starke Nachbearbeitung
stattfinden müßte. :
Man wird die ausgepreßten Gase daher um - den Preßstempel herum oder durch diesen
hindurch austreten lassen, was sich als vollkommen ausreichend erwiesen hat.
Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung in Fig. 1 im
Längsschnitt, und in Fig. 2 in einem Querschnitt dargestellt. Fig. 3 zeigt den Preßstempel
in der Aufsicht.
Als Beispiel ist eine Gießform zur Herstellung von zylindrischen Hohlkörpern gewählt.
Ein dünnwandiges Eisenrohr a, die eigentliche Dauerform, ist konzentrisch in einen anderen
Eisenzylinder b von größerem Durchmesser und mit starken Wänden hineingestellt, und
der Zwischenraum zwischen den beiden Zylindern ist mit einer Isoliermasse c, wie Sand,
Gips ο. dgl., ausgefüllt. Zur besseren Versteifung des schwachen Innenzylinders α können
beispielsweise noch radiale Längsversteifungen d angeordnet sein. Der Kern der Form ist
nach demselben Prinzip ■ wie diese selbst ausgebildet und besteht aus einem dünnwandigen
Eisenrohr e, dessen Hohlraum ebenfalls eine Füllung f von Sand o. dgl. enthält. Die flüssige
Gußmasse g kommt also sowohl außen wie innen nur mit durch Isoliermasse warmgehaltenen
Eisenwänden in Berührung, so daß keine das vollständige Herauspressen der Gase verhindernde vorzeitige Erstarrung der äußeren
Gußschichten eintreten kann. r Der Kern β, f ist, um ihm einen Halt zu geben, etwas
in die Grundplatte h eingelassen. Eine niedrige Sandschicht i schützt die Platte k vor
der Zerstörung durch das beim Eingießen in die Form aus beträchtlicher Höhe herabstürzende
flüssige Metall.
Der Preßstempel besteht aus einem oben abgeschlossenen doppelwandigen Hohlzylinder.
In den ringförmigen Zwischenraum Z zwischen den beiden Wänden k und k1 ist Sand eingestampft,
und in der Deckplatte m des Stempels sind bis auf die Sandfüllung herabreichende
Bohrungen η angebracht. Der Gasaustritt beim Pressen findet also durch die
poröse Sandfüllung des Preßstempels und die Kanäle in seiner Deckplatte hindurch statt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Gießform zur Herstellung eines dichten Gusses mittels Pressung nach Patent 303006, gekennzeichnet durch dünne metallische Formwände, auf deren Außenseite Isoliermaterial angebracht ist, wobei der Gasaustritt vorzugsweise nur am Preßstempel stattfindet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE303539C true DE303539C (de) |
Family
ID=557245
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT303539D Active DE303539C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE303539C (de) |
-
0
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