DE29607387U1 - Dämmelement - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Dämmelement im wesentlichen plattenförmiger Ausgestaltung aus Mineralwolle, insbesondere
Steinwolle zur Wärmedämmung von im Querschnitt polygonal, insbesondere rechteckig, vorzugsweise quadratisch
ausgebildeten Rohrleitungen, insbesondere von Rohrleitungen für die Abführung von bei der Verbrennung von
fossilen Brennstoffen in Heizungsanlagen entstehenden Abgasen.
Aus dem Stand der Technik sind derartige Dämmelemente bekannt. Sie dienen insbesondere der Wärmedämmung von dreischaligen
Schornsteinen, die aus einem Rauchrohr, einer Dämmschicht und Mantelsteinen bestehen. Hierbei ist das
Rauchrohr, welches aus übereinander angeordneten Rohrschüssen besteht, innerhalb der Mantelsteine angeordnet.
Zwischen den Mantelsteinen und den Rohrschüssen des Rauchrohres, welches im übrigen auch einstückig ausgebildet
sein kann, sind Dämmelemente angeordnet, die aus Mineralwolle, insbesondere Steinwolle bestehen und plattenförmig
ausgebildet sind.
Das Rauchrohr besteht insbesondere aus grobkeramischen Materialien, wie beispielsweise Schamotte und kann im Querschnitt
rund oder im wesentlichen polygonal, vorzugsweise rechteckig, insbesondere quadratisch ausgebildet sein,
0 wobei die Kanten eines im Querschnitt polygonal ausgebildeten Rauchrohres aus strömungstechnischen und aus werkstofftechnischen
Gründen abgerundet sind. Die Montage dieser Hausschornsteine erfolgt in der Weise, daß zunächst Mantelsteine
unter Verwendung von Mörtel aufeinandergesetzt werden. Die Zahl der aus Gewichtsgründen kürzeren Mantelsteine
ist abhängig von der Länge der Rauchrohrsegmente,
d. h. der Rohrschüsse, welche unter Zwischenlage der Dämmelemente
in den Mantelsteinen angeordnet werden. Hierzu werden normalerweise vier Platten des Dämmelements in den
Zwischenraum zwischen den Mantelsteinen und den Rauchrohr-Segmenten
angeordnet. Die Dämmelemente stützen das Rauchrohr gegen den Mantelstein ab und müssen sehr genau eingepaßt
werden, so daß eine vollständige Wärmedämmung er-zielt wird, die nicht durch Unstetigkeitsstellen im Bereich der
Dämmelemente, d. h. zwischen benachbarten Dämmelementen beeinträchtigt wird. Derartige Dämmelemente haben in der
Regel eine Materialstärke von 3 bis 5 cm, so daß es sich
hier um verhältnismäßig dünne Platten handelt. Durch den hohen Reibungskoeffizient des Dämmstoffs auf der Mantelsteinoberfläche
bzw. der Oberfläche des Rauchrohres kann es zu Beschädigungen der Dämmelemente kommen. Es ist auch
möglich, daß der hohe Reibungskoeffizient eine Stauchung der eingeschobenen Dämmelemente verursacht, so daß benachbarte
Dämmelemente nicht mit ihren vollständigen Kanten aneinanderliegen. Darüberhinaus neigen diese dünnen Dämmstoffplatten
dazu abzuknicken, so daß zwischen Mantelstein und Rauchrohr Bereiche entstehen können, die nicht ausreichend
wärmegedämmt sind, da offene Fugen an den Stoßstellen der Platten den Wärmedurchlaßwiderstand der Dämmschicht
deutlich reduzieren.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Dämmelement zu
schaffen, welches für den hier in Rede stehenden Einsatz gute Wärmedämmeigenschaften hat, ausreichend stabil und für
0 die Umwicklung von im Querschnitt polygonalen Rohrleitungen geeignet ist, wobei insbesondere ein hoher Wärmedurchiaßwiderstand
erzielt werden soll.
Die Lösung dieser Aufgabenstellung sieht ein
Dämmelement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vor.
• · I
Bei einem erfindungsgemäßen Dämmelement ist somit vorgesehen, daß in einer Hauptfläche mehrere im wesentlichen
parallel verlaufende Ausnehmungen angeordnet sind, die in mehreren, nämlich der Anzahl der Außenflächen der Rohrleitungen
entsprechenden und zueinander beabstandeten Gruppen angeordnet sind. Hierdurch wird ein Wärmedämmelement
geschaffen, das in einfacher Weise um eine Rohrleitung, nämlich ein Rauchrohr gelegt werden kann, welche
Rohrleitung im Querschnitt polygonal ausgebildet ist. Die Ausnehmungen kommen hierbei insbesondere im Bereich der
Kantenbereiche der Rohrleitung zur Anlage, wobei die Ausnehmungen es ermöglichen, das Dämmelement entsprechend der
Außenkontur der Rohrleitung derart anzupassen, daß eine dichte Wärmedämmstoffschicht erzielt wird, die einen hohen
Wärmedurchlaßwiderstand aufweist. Hierbei erstrecken sich die Ausnehmungen über die gesamte Länge bzw. Breite des
Dämmelementes.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, 0 daß jede Gruppe Ausnehmungen mindestens zwei und vorzugsweise
vier Ausnehmungen hat. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, vier Ausnehmungen parallel nebeneinander
anzuordnen, wobei der Abstand zwischen den Ausnehmungen gleich groß ausgebildet ist. Zwischen den Gruppen der Ausnehmungen
ist ein Abstand angeordnet, der ein Vielfaches des Abstandes zwischen zwei benachbarten Ausnehmungen
beträgt und welcher auf die Breite einer Fläche des Rauchrohres abgestimmt ist.
Vorzugsweise sind die Ausnehmungen als im Querschnitt V-förmige
Kerben ausgebildet. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß bei der Anordnung des Dämmelementes auf dem
Rauchrohr die beiden sich gegenüberliegenden Flanken der V-förmigen Kerben sich aufeinanderzubewegen und aufeinanderaufliegen,
so daß ein dichter Verbund der Mineralwolle entsteht.
Weiterhin ist vorgesehen, daß das Däramelement aus
Mineralwolle mit einer Rohdichte von 75 bis 180 besteht. Vorzugsweise weist die der Hauptfläche mit den
Ausnehmungen gegenüberliegend angeordnete Hauptfläche eine Kaschierung und / oder Beschichtung aus einem nicht brennbaren
Material, wie beispielsweise Glasvlies, Glasgewebe, Glasgittergewebe oder dergleichen auf. Diese Kaschierung
und / oder Beschichtung dient der Verstärkung des Dämmelementes, so daß bei der Verarbeitung des Dämmelementes
auch dann keine Unstetigkeitsstellen in der Wärmedämmung entstehen, wenn die einzelnen Dämmelemente in den Zwischenraum
zwischen den Mantelsteinen und dem Rauchrohr eingeschoben werden.
Schließlich ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß die Ausnehmungen eine Breite und eine Tiefe
haben, die auf die Dicke der Mineralwolle und / oder den Krümmungsradius der abgerundeten Kantenbereiche der zu
ummantelnden Rohrleitung abgestimmt ist.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Dämmelementes dargestellt ist.
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In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Abschnitt eines Dämmelementes in Seitenansicht und
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Fig. 2 das in einem dreiteiligen Schornstein zwischen Mantelstein und Rauchrohr eingesetzte Dämmelement
gemäß Fig. 1 in einer Draufsicht.
Ein in Fig. 1 dargestelltes Dämmelement 1 besteht aus einem Mineralwollevlies 2, welches zwei Hauptflächen 3 und 4 hat.
Das Mineralwollevlies 2 hat eine Rohdichte zwischen 75 und
140 kg/m3 und dient der Wärmedämmung von im Querschnitt
quadratisch ausgebildeten Rohrleitungen, beispielsweise eines in Fig. 2 dargestellten Rauchrohres 5, welches aus
Schamotte besteht.
5
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Das Rauchrohr 5 ist aus mehreren übereinander angeordneten Rohrschüssen aufgebaut, die innerhalb von Mantelsteinen 6
(Fig. 2) angeordnet sind. Zwischen dem Rauchrohr 5 und den Mantelsteinen 6 ist ein Zwischenraum angeordnet, der mit
dem Dämmelement 1 ausgefüllt ist. Hierbei liegt die Außenfläche des Rauchrohres 5 an der Hauptfläche 3 und die
Innenfläche des Mantelsteins 6 an der Hauptfläche 4 des Mineralwollevlieses 2 an.
Das Dämmelement 1 ist hierbei derart bemessen, daß es einteilig den gesamten Umfang des Rauchrohres 5 abdeckt. Um
die Montage des Dämmelementes 1 am Rauchrohr 5 zu vereinfachen und insbesondere eine stabile und einen hohen Wärmedurchlaßwiderstand
aufweisende Dämmschicht zu erzielen, ist 0 bei dem Dämmelement 1 vorgesehen, daß in der Hauptfläche 3
des Mineralwollevlieses 2 vier Gruppen 7 von als im Querschnitt V-förmige Kerben ausgebildete Ausnehmungen 8 angeordnet
sind. Zwischen diesen Ausnehmungen 8 sind im Querschnitt trapezförmig ausgebildete Rippen 9 aus Mineralwolle
5 angeo rdnet.
In Fig. 1 ist zu erkennen, daß jede Gruppe 7 drei Ausnehmungen 8 bzw. zwei Rippen 9 aufweist. Die Gruppen 7 sind
zueinander in gleichem Abstand über die Länge des Mineralwollevlieses
2 angeordnet. Dieser Abstand ist in Fig. 1 mit dem Maß SL dargestellt.
Wie in der Fig. 2 zu erkennen ist, stoßen die beiden freien Kanten des Mineralwollevlieses 2 an einer Fuge 10 aufeinander,
wobei im Kantenbereich des Dämmelementes 1 Stoßfalze vorgesehen sein können, die eine weitere Verbesserung der
Abdichtung bzw. Erhöhung des Wärmedurchlaßwiderstandes des
• · t t · ·
• *
Dämmelementes 1 ermöglichen. Die Fuge 10 ist hierbei annähernd in der Mitte zwischen zwei Gruppen 7 des Dämmelementes
1 angeordnet, so daß sich hieraus ergibt, daß die erste und die letzte Gruppe 7 mit einem Abstand Sa vom Kantenbereich
des Mineralwollevlieses 2 angeordnet ist. Hierbei entspricht der Abstand Sa ungefähr der Hälfte des Abstandes
SL.
Ferner ist in der Fig. 1 noch der Abstand Sp angegeben, der die Distanz zweier benachbarter Ausnehmungen 8 in ihrem
Nutgrund bezeichnet. Der Abstand Sp ist um ein Vielfaches
geringer als der Abstand SL.
Die Ausnehmungen 8 haben eine Breite und eine Tiefe k, die
auf die Dicke des Mineralwollevlieses und den Krümmungsradius der abgerundeten Kantenbereiche des Rauchrohres 5
abgestimmt ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Ausnehmungen 8 sehr tief in das Mineralwollevlies 2
eingeschnitten. Um das Mineralwollevlies 2 insbesondere im Bereich der Ausnehmungen 8 zu verstärken, ist auf die
Hauptfläche 4 eine Kaschierung 12 aufgebracht, die aus
einem nicht brennbaren Material, beispielsweise eine Glasvlies, einem Glasgewebe oder einem Glasgittergewebe
besteht.
Schließlich sind in der Fig. 2 noch die Breiten des auf dem Rauchrohr 5 aufgebrachten Dämmelementes 1 sowie des Rauchrohres
5 dargestellt und einerseits mit der Bemaßung bm (Dämmelement 1) und andererseits mit der Bemaßung ra
(Rauchrohr 5) dargestellt. Die Differenz zwischen dem Abstand bm und dem Abstand ra entspricht dann wieder der
Materialstärke rm des Mineralwollevlieses.
Claims (6)
1. Dämmelement (1) im wesentlichen plattenförmiger Ausgestaltung aus Mineralwolle, insbesondere Steinwolle
zur Wärmedämmung von im Querschnitt polygonal, insbesondere rechteckig, vorzugsweise quadratisch
ausgebildeten Rohrleitungen, insbesondere von Rohrleitungen für die Abführung von bei der Verbrennung
von fossilen Brennstoffen in Heizungsanlagen entstehenden Abgasen, wobei in einer Hauptfläche (3)
mehrere, im wesentlichen parallel verlaufende Ausnehmungen (8) angeordnet sind, die in mehreren,
nämlich der Anzahl der Außenflächen der Rohrleitung entsprechenden und zueinander beabstandeten Gruppen
(7) angeordnet sind.
2. Dämmelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Gruppe {7) mindestens zwei und vorzugsweise
vier Ausnehmungen (8) hat.
3. Dämmelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (8) als im Querschnitt V-förmige
Kerben ausgebildet sind.
4. Dämmelement nach Anspruch I1
gekennzeichnet durch eine Rohdichte der Mineralwolle von 75 bis 14o kg/m3.
5. Dämmelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die der Hauptfläche (3) mit den Ausnehmungen (8) gegenüberliegend angeordnete Hauptfläche (3, 4) eine Kaschierung (12) und / oder Beschichtung aus einem
dadurch gekennzeichnet, daß die der Hauptfläche (3) mit den Ausnehmungen (8) gegenüberliegend angeordnete Hauptfläche (3, 4) eine Kaschierung (12) und / oder Beschichtung aus einem
nicht brennbaren Material, wie beispielsweise Glasvlies, Glasgewebe, Glasgittergewebe od. dgl. aufweist
6. Dämmelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen {8) eine Breite und eine Tiefe (k) haben, die auf die Dicke (rm) der Mineralwolle und / oder den Krümmungsradius der abgerundeten Kantenbereiche (11) der zu ummanteltenden Rohrleitung abgestimmt ist.
dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen {8) eine Breite und eine Tiefe (k) haben, die auf die Dicke (rm) der Mineralwolle und / oder den Krümmungsradius der abgerundeten Kantenbereiche (11) der zu ummanteltenden Rohrleitung abgestimmt ist.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29607387U DE29607387U1 (de) | 1996-04-24 | 1996-04-24 | Dämmelement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29607387U1 true DE29607387U1 (de) | 1996-07-25 |
Family
ID=8023021
Family Applications (1)
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Country Status (2)
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| DE (1) | DE29607387U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19941746A1 (de) * | 1999-09-02 | 2001-03-08 | Porextherm Daemmstoffe Gmbh | Dämmformkörper und Verfahren zu dessen Herstellung |
| WO2004001291A1 (de) | 2002-06-22 | 2003-12-31 | Deutsche Rockwool Mineralwoll Gmbh & Co. Ohg | Vorrichtung zur führung und ausleitung von abluft |
| DE102007023368A1 (de) | 2007-05-18 | 2008-11-27 | Deutsche Rockwool Mineralwoll Gmbh + Co Ohg | Verfahren zur Herstellung eines Dämmstoffelementes und Dämmstoffelement |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3623071A1 (de) * | 1986-07-09 | 1988-01-21 | Otavi Minen Ag | Mehrschaliger montageschornstein |
| DE19509890C1 (de) * | 1995-03-17 | 1996-09-26 | Gruenzweig & Hartmann | Schornstein-Dämmelement |
-
1996
- 1996-04-24 DE DE29607387U patent/DE29607387U1/de not_active Ceased
-
1997
- 1997-04-18 AT AT0066897A patent/AT404630B/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT404630B (de) | 1999-01-25 |
| ATA66897A (de) | 1998-05-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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Effective date: 19960905 |
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| R165 | Request for cancellation or ruling filed | ||
| R168 | Utility model cancelled |
Effective date: 19980728 |