DE29520069U1 - Hydraulischer Durchsatzregler - Google Patents
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Description
Hydraulischer Durchsatzregler
Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Durchsatzregler, der insbesondere, aber nicht ausschließlich am Eingang eines
Magnetventils für den Wasserzulauf bei elektrischen Haushaltsgeräten verwendbar ist.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines einfach und wirtschaftlich
herzustellenden hydraulischen Durchsatzreglers, der insbesondere eine geringe Geräuschentwicklung während
des Betriebs aufweist.
Diese und weitere Ziele werden erfindungsgemäß mit einem hydraulischen Durchsatzregler erreicht, dessen Hauptmerkmale
in den beigefügten Ansprüchen festgelegt sind.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung hervor, in der anhand
der beigefügten Zeichnung ein Ausfuhrungsbeispiel erläutert wird. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen
hydraulischen Durchsatzreglers,
Figur 2 eine Ansicht eines längs der Linie II-II der Figur
1 geführten Schnitts,
Figur 3 ein Diagramm, das qualitativ die Regelkennlinie des erfindungsgemäßen hydraulischen Durchsatzreglers
wiedergibt und
die Figuren 4 bis 6 Querschnittansichten von abweichenden Ausführungsformen
.
Nach den Figuren 1 und 2 enthält ein erfindungsgemäßer hydraulischer
Durchsatzregler 1 einen außenliegenden Ring 2, der bestimmungsgemäß in Querrichtung in eine (mit 3 bezeichnete
und in Figur 2 gestrichelt dargestellte) Hydraulikleitung
zwischen einer Quelle eines unter Druck stehenden Hydraulikfluids und einer (nicht dargestellten) Verbrauchereinrichtung
eingebaut ist. Der Ring 2 ist mit einem axialen Rohrelement 4 über eine Reihe von Speichen 5 verbunden, zwischen
denen eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen 6 für das Fluid ausgebildet sind.
Das mittige Rohrelement 4 hat eine größere axiale Ausdehnung als die Dicke des Rings 2. Auf der Seite, die im Gebrauch
der Druckfluidquelle zugewandt ist, weist das Rohrelement
4 eine außenliegende radiale Schulter 7 auf, an die sich eine koaxiale rohrförmige Verlängerung 4a anschließt.
Das Ende des Rohrelements 4, das im Gebrauch der der Druckfluidquelle
entgegengesetzten Seite zugewandt ist, ist durch eine Querwand 8 abgeschlossen, in der eine Vielzahl von
kalibrierten Durchgangsöffnungen 9 (Figur 2) angeordnet sind.
Auf der Oberfläche des Rings 2, die im Gebrauch der Fluidquelle
zugewandt ist, ist eine Vielzahl von (im wesentlichen zylindrischen) Vorsprüngen 10 mit jeweils vorgegebenen, im
allgemeinen untereinander verschiedenen Höhen vorgesehen.
Um den vorspringenden Teil 4a des innenliegenden Rohrelements 4 ist ein ringförmiges. Regelorgan 11 aus elastisch verformbarem
Werkstoff, beispielsweise einem Elastomer, angebracht. Dieses Regelorgan ist auf den Teil 4a des Rohrelements 4
aufgepreßt und so angeordnet, daß es gegen die radiale Schulter 7 anschlägt (Figur 2).
Die radiale Ausdehnung des Regelorgans 11 ist derart, daß sein ümfangsbereich mindestens teilweise den Endoberflächen
der Vorsprünge 10 gegenüberliegt. Ist das Regelorgan 11 in Ruhelage, so hat es einen Abstand von den Deckflächen der
Vorsprünge 10. Im Gebrauch vermag es sich überdies infolge eines Druckunterschieds zwischen dem vor ihm und dem hinter
ihm gelegenen Bereich und in Abhängigkeit von diesem Druckunterschied elastisch in Richtung auf diese Vorsprünge 10
durchzubiegen.
Zweckmäßigerweise sind der Ring 2, die Speichen 5 und das
innenliegende Rohrelement 4 einstückig aus geformtem Kunststoff hergestellt.
Der vorbeschriebene Durchsatzregler arbeitet wie folgt.
Unter Einsatzbedingungen, die in Figur 2 gezeigt sind, wird der Durchsatzregler 1 von einem Druckfluidstrom beaufschlagt,
der von einer Quelle aus der in dieser Figur mit den Pfeilen F bezeichneten Richtung kommt. Ein Teil dieses Fluidstroms
tritt in das Rohrelement 4 ein und fließt durch die kalibrierten Bohrungen 9 in den hinter dem Durchsatzregler ge-
legenen Bereich. Ein weiterer Teil des Fluidstroms bestreicht
das Regelorgan 11, das sich in Richtung auf die Vorsprünge 10 des Rings 2 durchbiegt. Die Durchbiegung ist
um so ausgeprägter, je größer der Druckunterschied zwischen dem Bereich vor und dem Bereich nach diesem Regelorgan ist.
Die Durchbiegung dieses Regelorgans bewirkt eine Verengung des Durchflussquerschnitts für das zu den Durchgangsöffnungen
6 im Ring 2 strömende Fluid. Daraus ergibt sich eine Regelwirkung auf den Durchsatz des Fluids, das in den Bereich
hinter dem Regler 1 gelangt.
Mittels der Kalibrierung der Höhen der Vorsprünge 10 des Rings 2 ist es möglich, dem Regler 1 Insgesamt eine Betriebskennlinie
der in Figur 3 gezeigten Art zu geben.
In dieser Figur ist der Verlauf des Durchsatzes Q (auf der Ordinate) in Abhängigkeit vom Druck P des Fluids (auf der
Abszisse) gezeigt. Die Kennlinie enthält einen Anfangsbereich (A), in dem der Durchsatz Q mit wachsendem Druck P
ansteigt, und einen Zwischen- und Endbereich (B), in dem sich der Durchsatz Q bei einem Wert Q0 stabilisiert, der
bei Änderungen des Drucks P im· wesentlichen konstant bleibt.
Die kalibrierten Bohrungen 9 .in der Abschlußwand des rohrförmigen
Teilbereichs 4 des Reglers ermöglichen es, den Fluidstrom, der durch dieses Rohrelement fließt, in eine
Vielzahl von Strömungsfäden aufzuteilen, was eine Erniedrigung der Reynoldsschen Zahl und eine sehr geringe Geräuschentwicklung
während des Betriebs zur Folge hat.
In Figur 4 ist eine erste abweichende Ausführungsform gezeigt.
In dieser Figur sind bereits im Zusammenhang mit Figur 2 beschriebenen Teilen und Bestandteilen wiederum die
gleichen alphanumerischen Bezugszahlen zugeordnet worden.
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Bei der abweichenden Ausführungsform der Figur 4 weisen die zwischen den Speichen 5 befindlichen Durchgangsöffnungen
6 jeweils Querwände 81 auf, in denen kalibrierte Durchgangsbohrungen
61 angeordnet sind. Diese Bohrungen 6' teilen
die Fluidströme, die die Durchgangsöffnung 6 durchströmen, in eine Vielzahl von Strömungsfäden auf, was eine weitere
Verringerung der Geräuschentwicklung während des Betriebs zur Folge hat.
Bei der in Figur 5 gezeigten abweichenden Ausführungsform
ist das axiale Teil 4 massiv und weist eine Vielzahl von in Längsrichtung verlaufenden Durchgangsbohrungen 9 mit kalibriertem
Querschnitt auf. Auch bei der Ausführungsform nach Figur 5 können die zwischen den Speichen 5 vorhandenen Durchgangsöffnungen
6 mit Loch-Querwänden versehen sein, siehe Figur 4.
Figur 6 zeigt eine weitere abweichende Ausführungsform, bei
der das axiale Teil 4 massiv ist und lediglich als Träger für das biegsame Regelorgan 11 dient. Der Ring 2 hat eine
größere radiale Ausdehnung und weist in seinem ümfangsbereich, der außerhalb des Bereichs gelegen ist, dem das biegsame
Regelorgan 11 gegenüberliegt, eine Reihe von Durchgangsöffnungen 9 auf. Vorzugsweise.bestehen diese Durchgangsöffnungen
aus kalibrierten Bohrungen, um die Geräuschentwicklung während des Betriebs zu verringern.
Es sei überdies angemerkt, daß Bohrungen oder Durchgangsöffnungen in dem äußeren Teil des Ringelements 2 auch in
den abweichenden Ausführungsformen nach den Figuren 2, 4
und 5 vorhanden sein können.
Natürlich erstreckt sich die Erfindung auf alle Ausführungsformen,
die dank der gleichen Erfindungsgedanken den gleichen Nutzeffekt erzielen.
Bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen strömt das Fluid teils durch die Durchgangsöffnungen 9, bei denen
der Durchsatz nicht durch die Einwirkung des Regelorgans beeinflußt wird, teils durch die Durchgangsöffnungen 6, 6',
bei denen diese Einwirkung gegeben ist.
Die Erfindung umfaßt übrigens auch Ausführungen, bei denen das Fluid nur durch die Durchgangsöffnungen strömt, bei
denen der Durchsatz vom Regelorgan beeinflußt wird. Eine solche Ausführung entspricht beispielsweise der in Figur 4
gezeigten, wenn die Nabe 4 massiv und ohne Durchgangsbohrungen 9 für die Flüssigkeit ausgebildet ist.
Die Erfindung umfaßt schließlich Durchsatzregler mit einem nicht aus Elastomer hergestellten oder allgemein nicht ringförmigen
oder kreisrunden Regelorgan, das allgemein mit Oberflächen zusammenwirkt, die nicht notwendigerweise mit
den Vorsprüngen 10 gemäß obiger Beschreibung versehen sind.
Wichtige Punkte der Erfindung sind die folgenden:
Der Regler (1) ist bestimmungsgemäß zwischen einer Quelle eines
unter Druck stehenden Hydraulikfluids und einer Verbrauchereinrichtung
in eine Rohrleitung (3) eingebaut und enthält einen Aufbau (2, 4, 5), in dem mindestens eine Durchgangsöffnung
(6, 9; 61) für das Fluid vorgesehen ist. In diesen
Aufbau ist ein Regelorgan (11) eingebaut, das sich unter der Einwirkung des Fluids so elastisch zu verformen vermag,
daß es in vorbestimmter Weise den Durchsatz des Fluids in Abhängigkeit von der Druckdifferenz zwischen den Bereichen·
vor und nach diesem Regelorgan (11) verändert. Diese Durchgangsöffnung (6, 9; 6') enthält eine Vielzahl von engen
kalibrierten Bohrungen (9, 6'), die so in dem Aufbau (2, 4, 5) angebracht sind, daß sie strömungsmäßig parallel verlaufen.
Diese kalibrierten Bohrungen ermöglichen eine Senkung der Reynoldsschen Zahl und eine geringe Geräuschentwicklung
während des Betriebs.
Claims (14)
1. Hydraulischer Durchsatzregler (1), der bestimmungsgemäß in eine Rohrleitung (3) zwischen einer Quelle eines
unter Druck stehenden Hydraulikfluids und einer Verbrauchereinrichtung
eingebaut ist und einen Aufbau (2, 4, 5) enthält, in dem zumindest eine Durchgangsöffnung (6, 9;
6') für das Fluid vorgesehen ist und in den ein Regelorgan (11) eingebaut ist, das sich unter der Einwirkung
des Fluids derart elastisch zu verformen vermag, daß der Fluiddurchsatz durch diesen Aufbau (2, 4, 5) in einer
vorbestimmten Weise in Abhängigkeit vom Druckunterschied zwischen den Bereichen vor und nach diesem Regelorgan (11)
verändert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsöffnung (6, 9;
6') eine Vielzahl von engen kalibrierten Bohrungen (9, 6') enthält, die so in dem Aufbau (2, 4, 5) ausgeführt sind,
daß sie im Hinblick auf ihre Fluiddurchstromung parallel angeordnet sind.
2. Hydraulischer Durchsatzregler (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelorgan (11) in der Weise
in den Aufbau (2, 4, 5) eingebaut ist, daß es bei einer Änderung des genannten Druckunterschieds einen Strömungsquerschnitt
des Fluids verändert, der mit der Durchgangsöffnung (6, 6') in Reihe geschaltet ist.
3. Hydraulischer Durchsatzregler (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Aufbau (2, 4, 5) eine
erste und eine zweite Durchgangsöffnung (6, 9) ausgebildet
sind, die strömungsmäßig untereinander parallel sind,
und das Regelorgan (11) derart in den Aufbau (2,4,5) eingebaut ist, daß es bei einer Veränderung des erwähnten Druckunterschieds
einen Strömungsquerschnitt des Fluids verändert, der mit der ersten oder zweiten Durchgangsöffnung
(6, 9) hintereinandergeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die erste'oder die zweite Durchgangsöffnung
(6, 9) eine Vielzahl von engen kalibrierten, untereinander parallelen Bohrungen (6, 9) enthält.
4. Hydraulischer Durchsatzregler (1) nach irgendeinem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
kalibrierten Bohrungen (61; 9) einen Querschnitt von
0,2 mm2 oder weniger und vorzugsweise von 0,07 mm2 oder weniger aufweisen.
5. Hydraulischer Durchsatzregler (1) nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufbau (2, 4, 5) ein im
wesentlichen ringförmiges Querelement (2) und ein Axialelement (4) enthält, das mit dem Ringelement (2) verbunden
ist und auf der Seite, die im Gebrauch der Quelle zugewandt ist, über dieses Ririgelement vorsteht, wobei
zwischen dem Ringelement (2) und dem Axialelement (4) mindestens eine Durchgangsöffnung (6) für das Hydraulikfluid
vorgesehen ist, wobei ferner eine Vielzahl von Vorsprüngen (10) mit jeweils vorbestimmten Höhen auf der Oberfläche
des Ringelements (2) angeordnet sind, die beim Gebrauch der Quelle zugewandt ist, und wobei außerdem das Regelorgan
(11) um den vorspringenden Teil (4a) des axialen Elements (4) herum angebracht ist und eine solche radiale
Ausdehnung hat, daß es mindestens teilweise den Vorsprüngen (10) gegenüberliegt, und wobei schließlich das Regelorgan
(11) so angeordnet ist, daß es in Ruhestellung sich in einem Abstand von den Oberseiten der Vorsprünge (10)
befindet und sich im Gebrauch wegen des Druckunterschieds
zwischen den Bereichen vor und hinter ihm und in Abhängigkeit von diesem Druckunterschied elastisch ■ in Richtung
zu den Vorsprüngen (10) hin durchzubiegen vermag.
6. Hydraulischer Durchsatzregler (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Axialelement (4) rohrförmig
ist und eine innere Querwand (8) aufweist, in der eine Vielzahl von kalibrierten Durchgangsbohrungen (9) vorgesehen
sind.
7. Hydraulischer Durchsatzregler (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwand (8) an dem Ende
des Rohrelements (4) vorgesehen ist, das beim Gebrauch der der Quelle entgegengesetzten Seite zugewandt ist.
8. Hydraulischer Durchsatzregler (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Axialelement (4) massiv ist
und eine Vielzahl von in Längsrichtung verlaufenden Durchgangsbohrungen (9) mit kalibriertem Querschnitt aufweist.
9. Hydraulischer Durchsatzregler'(1) nach irgendeinem der
Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Ringelement (2) in seinem radialen Bereich, der außerhalb des
Bereichs liegt, dem das biegsame Regelorgan (11) gegenüberliegt, eine Vielzahl von kalibrierten Durchgangsbohrungen
(9) aufweist.
10. Hydraulischer Durchsatzregler (1) nach irgendeinem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem äußeren Ringelement (2) und dem Axialelement (4) eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen (6) für das Fluid ausgebildet
sind.
11. Hydraulischer Durchsatzregler {1) nach irgendeinem der
Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem äußeren Ringelement (2) und dem Axialelement (4)
eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen vorhanden sind, die aus kalibrierten Durchgangsbohrungen (6') bestehen.
12. Hydraulischer Durchsatzregler (1) nach irgendeinem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
äußere Ringelement (2) mit dem Axialelement (4) über eine Vielzahl von Speichen (5) verbunden ist, zwischen
denen entsprechend eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen
(6) ausgebildet ist.
13. Hydraulischer Durchsatzregler {1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsöffnungen (6)
zwischen den Speichen (5) jeweils Querwände (81) aufweisen,
in denen kalibrierte Durchgangsbohrungen (61) vorgesehen sind.
14. Hydraulischer Durchsatzregler (1) nach irgendeinem der
vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufbau {2, 4, 5) einstückig aus geformtem Kunststoff
hergestellt ist.
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