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DE2542048A1 - Herabsetzung der brennbarkeit von polyurethan-schaumstoff - Google Patents

Herabsetzung der brennbarkeit von polyurethan-schaumstoff

Info

Publication number
DE2542048A1
DE2542048A1 DE19752542048 DE2542048A DE2542048A1 DE 2542048 A1 DE2542048 A1 DE 2542048A1 DE 19752542048 DE19752542048 DE 19752542048 DE 2542048 A DE2542048 A DE 2542048A DE 2542048 A1 DE2542048 A1 DE 2542048A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyurethane foam
polyol
sulphate
extinguishing
foam
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19752542048
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Prignitz
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Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19752542048 priority Critical patent/DE2542048A1/de
Publication of DE2542048A1 publication Critical patent/DE2542048A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/0066Use of inorganic compounding ingredients
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/30Sulfur-, selenium- or tellurium-containing compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2375/00Characterised by the use of polyureas or polyurethanes; Derivatives of such polymers
    • C08J2375/04Polyurethanes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Polyurethanes Or Polyureas (AREA)

Description

  • Herabsetzung der Brennbarkeit von Polyurethan-Schaumstoff.
  • Polyurethan-Schaumstoffe haben in der Technik eine weit verbreitete Anwendung gefunden. Ein besonders wichtiges Anwendungsgebiet sind Bauplatten aus Polyurethan-Hartschaumstoff. Diese zeichnen sich neben ihrem verhältnismäßig geringen Raumgewicht durch besonders günstige Wärme- und Schalldämmeigenschaften aus. Sie werden aus einem Gemisch von Polyol und Isocyanat sowie verschiedenen Zusatzmitteln hergestellt.
  • Durch die zwischen Polyol und Isocyanat ablaufende Polyadditionsreaktion werden Makromoleküle gebildet. Um dz zellige Struktur eines Schaumstoffes zu erhalten, wird dem Reaktionsgemisch ein Treibmittel zugesetzt.
  • Da die Polyurethan-Schaumstoffe aus organischen Grundstoffen bestehen, sind sie von Natur aus brennbar, was bei ihrer jeweiligen Verwendung berücksichtigt werden muß.
  • Es ist bereits versucht worden, Polyurethan-Hartschaumstoff durch bestimmte Zusätze, insbesondere durch Zusatz von Trichloräthylphosphat in Mengen bis zu 20 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile der Polyolkomponente, weniger brennbar zu machen. Solche bekannten Zusätze machen jedoch, da sie sich mit der Zeit verflüchtigen, den Polyurethan-Schaum nicht auf die Dauer selbstverlöschend. Außerdem wird durch einen solchen Zusatz das Produkt verteuert, da das Trichloräthylphosphat teurer ist als die Schaumkomponente Polyol und Isocyanat. Als weiterer Nachteil kommt hinzu, daß Trichloräthylphosphat auch als Weichmacher wirkt, was sich auf viele Folien, die zur Flachdachabdichtung benutzt werden, ungünstig auswirken kann, wenn Trichloräthylphosphat geschützter Polyurethan-Schaumstoff z.B. als Dachdämmung verwendet wird.
  • Es ist auch versucht worden durch feingemahlenen Phosphor die Brennbarkeit herabzusetzen (Shell Chemie, Frankfurt/Main, Druckschrift über Polyurethan-Hartschaum, 3. Aufl. Jan. 1969).
  • Dieses Phosphor-Präparat wird in Pastenform dem Polyol zugesetzt, verteuert aber den Schaumstoff erheblich.
  • Es ist ferner bekannt, zur Minderung der Feuersgefahr Ammoniumsulfat (NH4)2S04 zu verwenden. Z.B. werden Vorhang-und Dekorationsstoffe in Theatern oder Versammlungsräumen mit in Wasser gelöstem Ammonium-Sulfat getränkt, so daß sie später nicht lichterloh brennen, sondern höchstens verglimmen (s. Jacobi, Technische Chemie für Maschinenbauschulen, Springer Verlag, Berlin, 2. Aufl. 1920, S. 46).
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Polyurethan-Schaumstoffkörper auf möglichst beständige und wirtschaftliche Weise ohne Inkaufnahme unerwünschter Nebenauswirkungen zumindest selbstverlöschend zu machen.
  • Unter selbstverlöschend wird die Eigenschaft eines an sich brennbaren Stoffes verstanden, bei Wegnahme einer ihn entzündenden Flamme nicht selbständig weiterzubrennen.
  • Es wurde gefunden, daß Schaumstoff durch einen Zusatz des anorganischen Salzes Ammoniumsulfat (NH4)2S04 selbstverlöschend gemacht werden kann. Da Ammoniumsulfat auch als Düngemittel verwendet und zu diesem Zweck in großen Mengen gewonnen wird, ist es verhältnismäßig billig. In sehr fein gemahlenem Zustand fügt es sich leicht in den Aufbau der Zellsubstanz des Polyurethan-Schaumstoffs ein.
  • Die Erfindung besteht somit in der Verwendung von Ammoniumsulfat in möglichst fein gemahlenem Zustand zu dem Schaumstoffgemisch bei der Herstellung von Polyurethan-Schaumstoffkörpern, insbesondere in Form von Platten aus Polyurethan-Hartschaum als schall- und/oder wärmedämmende Baumaterialien, zur Erlangung der Eigenschaft des Selbstverlöschens.
  • Ein Verfahren zur Herstellung von Polyurethan-Schaumstoffkörpern mit einem Polyol als Schaumstoffkomponente ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß dem Schaumstoffgemisch fein gemahlenes Ammoniumsulfat in einer Menge von etwa 80 bis 40 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Polyols, zugesetzt wird.
  • Ammoniumsulfat, sehr fein gemahlen und mit den angegebenen nen Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile der Komponente Polyol, dem Schaumstoffgemisch bei der Herstellung von Polyurethan-Schaumstoffkörpern zugesetzt, ergibt einen flammwidrigen, selbstverlöschenden Schaum, der über einer starken Flamme zum Brennen gebracht werden kann, nach Herausnehmen aus der Flamme nur noch kurze Zeit nachbrennt und dann erlischt.
  • Wird der Gewichtsanteil des Ammoniumsulfats auf 80 oder noch mehr Gewichtsteile im Verhältnis zu 100 Gewichtsteilen Polyol in dem Polyurethan-Schaum erhöht, so brennt wohl noch der Schaum, wenn er einer direkten Flamme ausgesetzt wird, erlischt aber sofort, wenn er aus der Flamme genommen wird.
  • Diese Ergebnisse des Flammschutzes machen den Polyurethan-Schaum, insbesondere Polyurethan-Hartschaumstoffplatten, mit Hilfe eines Zusatzes von Ammoniumsulfat nicht nur für weite Verwendungsbereiche unbedenklicher, sondern verringern auch dessen Herstellungskosten, ohne seine sonstigen, technisch interessierenden Eigenschaften zu verschlechtern.
  • In der nachstehenden Tabelle werden drei Beispiele von Polyurethan-Schaumstoffzusammensetzungen in Verbindung mit einem Zusatz von Ammoniumsulfat angegeben.
  • I II III Gew.-Teile % Gew.-Teile % Gew.-Teile % Polyol 100 29,8 100 31,7 100 25,5 Glycerin 10 2,6 Diisocyanat 155 46,4 155 49,3 200 51,0 Ammoniumsulfat 80 23,8 60 19,0 80 20,9 335 100,0 315 100,0 390 100,0 Treibgas, z.B.
  • Monofluor-Trichlormethan (R 11) 35 35 35 370 350 425

Claims (2)

  1. Patentansprüche 1. Verwendung von Ammoniumsulfat in möglichst fein gemahlenem Zustand als Zusatz zu dem Schaumstoffgemisch bei der Herstellung von Polyurethan-Schaumstoffkörpern, insbesondere in Form von Platten aus Polyurethan-Hartschaum als schall- und/oder wärmedämmende Baumaterialien, zur Erlangung der Eigenschaft des Selbstverlöschens.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Polyurethan-Schaumstoffkörpern mit einem Polyol als Schaumstoffkomponente, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schaumstoffgemisch fein gemahlenes Ammoniumsulfat in einer Menge von etwa 80 bis 40 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des Polyols, zugesetzt werden.
DE19752542048 1975-09-20 1975-09-20 Herabsetzung der brennbarkeit von polyurethan-schaumstoff Withdrawn DE2542048A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4908161A (en) * 1988-06-23 1990-03-13 Harry Fischer Fire retardant for isocyanate-based foams comprising ammonium sulfate and a cyanuric acid derivative

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4908161A (en) * 1988-06-23 1990-03-13 Harry Fischer Fire retardant for isocyanate-based foams comprising ammonium sulfate and a cyanuric acid derivative
EP0347497A3 (de) * 1988-06-23 1990-03-21 Fischer, Harry A. Feuerhemmender Zusatz für auf Isocyanaten basierende Schäume

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