DE2444016A1 - Bodengruppe eines fahrzeugs, insbesondere eines kraftfahrzeugs - Google Patents
Bodengruppe eines fahrzeugs, insbesondere eines kraftfahrzeugsInfo
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Description
- Bodengruppe eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs Die Erfindung betrifft eine Bodengruppe eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraf-tfahrzeugs, mit zwei sich zumindest annähernd in Pahrzeuglängsrichtung erstreckenden, Hohlprofile besitzenden Seitenträgern und zwischen diesen liegenden sowie mit diesen starr verbundenen Bodenblechen.
- Derartige Bodengruppen zeigen auch dann, wenn sie- in bekannter Weise beispielsweise durch querliegende Träger.
- und durch Einprägen von Sicken in die Bodenbleche versteift sind, eine insbesondere im Bereich der Fahrgastzelle sehr unerwunschte Nachgiebigkeit gegenüber dem seitlichen Eindringen von Hindernissen, beispielsweise Bäumen und Pfeilern, bei einem seitlichen Stoß.
- Eine Ursache hierfür ist darin zu sehen, daß die Seitenträger nur relativ wenig formstabil sind und sich kaum auf den Bodenblechen abstützen können.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bodengruppe der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie eine wesentlich höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Eindringen von Hindernissen bei einem seitlichen Stoß besitzt. Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß als äußere seitliche Begrenzungen der Bodengruppe auf den Seitenträgern zumindest ungefähr in Längsrichtung derselben verlaufende, nach außen weisende Stoßleisten solcher Auslegung vorgesehen sind, daß zumindest bei einem örtlich konzentrierten seitlichen Stoß vor einer Verformung des betroffenen Seitenträgers eine plastische Verformung der von diesem getragenen Stoßleiste auftritt.
- Die erfin&rngsgemäß vorgesehenen Stoßleisten dienen dabei nicht nur der Energieaufnahme bis zu einer bestimmten Intensität des seitlichen Stoßes, sondern verteilen auch die Stoßkräfte und versteifen zugleich den Seitenträger, auf dem sie angeordnet sind, so daß dieser einer Verformung seines Hohlprofils und damit einer Verringerung seines Widerstandsmoments einen größeren Widerstand entgegensetzt. Durch die plastische Verformung der Stoßleisten wird eine hinreichend "weiche" Verzögerung der Bodengriippe sichergestellt.
- Zwar beschreiben die deutschen Patentanmeldungen A 1070'und P 32300 sowie die deutsche Patentschrift 710 711, alle 63 9, 37/20, Bodengruppen mit Seitenträgern, die durch Hohlprofile mit nach außen abgebogenen Flanschen zur Herstellung von Schweißverbindungen beispielsweise mit dem Bodenblech gebildet sind. Infolge dieser Schweißverbindungen mit anderen Planverformen soll. Die französische Patentschrift 767 100 zeigt einen seitlich vorstehenden Flansch zur Bildung eines Trittbretts. Dieser Flansch verläuft jedoch unterhalb des Seitenträgers, so daß eine auf ihn einwirkende Stoßkraft bezüglich des Seitenträgers ein großes moment erzeugt. Bemgegenüber sind die erfindungsgemäßen Stoßleisten auf den Seitenträgern angeordnet,'und zwar vorzugsweise zumindest annähernd auf mittlerer Höhe derselben.
- Eine besonders einfache Fertigung ergibt sich, wenn die Seitenträger jeweils aus einem mit seinen Schenkeln nach außen weisenden U-Profil und einem T-Profil zusammengesetzt sind, dessen Mittelschenkel als Stoßleiste nach außen weist.
- Während die erfindungsgemäßen Stoßleisten gleichsam dem äußeren Schutz der Längsträgerprofile und der Energieaufnahme bei begrenzten Seitenst-ößen dienen, beziehen sich weitere maßnahmen auf eine zonenweise Zusammensetzung der zwischen den Seitenträgern liegenden Bereiche der Bodengruppe in der Weise, daß eine Stützung der Seitenträger bei Seitenstößen vorgenommen wird. Die entsprechende Weiterbildungcer Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein in der Symmetrieachse liegendes, mit den Bodenblechen starr verbundenes Mittenprofil vorhanden und dieses sowie die Bodenbleche derart ausgelegt sind, daß bei einem seitlichen Stoß eine plastische Verformung des Mittenprofils auftritt vor einer Verformung der sich anschließenden,Bodenbleche und jeweils einen der Seitenträger enthaltenden, als liegende hochstegige Träger wirkenden Hälften der Bodengruppe.
- Bie dieser Ausbildung der erfindungsgemäßen Bodengruppe liegen also - von außen nach innen betrachtet - vier Zonen vor, nämlich die bei schlagartiger Beanspruchung sich plastisch verformende und dadurch für eine weichere Verzögerung der übrigen Teile der Bodengruppe sorgende Stoßleiste, der vorzugsweise ein Kastenprofil besitzende Seitenträger, der im wesentlichen durch Druckspannungen in Längsrichtung beansprucht wird, das durch Schubspannungen sowie in der Nähe der Krafteinleitung durch Druckspannungen quer zur Fahrzeuglängsrichtung beanspruchte Bodenblech und eine im wesentlichen durch Zugspannungen in Längsrichtung beanspruchte mittlere Zone. Dabei wird man die Auslegung der verschiedenen Zonen so treffen, daß die Bodenbleche die steifsten Bestandteile der Bodengruppe bilden. Bei üblichen seitlichen Stoßkräften erfolgt dann eine Verformung lediglich im Bereich der Stoßleisten und des Mittenprofils, erst bei wesentlich höheren Stoßkräften erfolgt auch eine Verformung des Profils des betroffenen Seitenträgers. Dagegen bleiben die Bodenbleche und damit weitgehend die Abstände zwischen den beiden Seitenträgern erhalten.
- Um in dieser Weise steife Bodenbleche zu erhalten, wird man diese mit zumindest annähernd quer zur Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden Wellen versehen, die sich bis zu dem jeweiligen Seitenträger, diesen abstützend, erstrecken. Man hat dann trotz eines blechförmigen Materials eine flächige Abstützung des jeweiligen Seitenträgers entsprechend den Scheitelabständen der Wellen.
- Demgegenüber wird man die Wellen vor dem Mittenprofil enden und die Bodenbleche dort in eine ebene Zone auslaufen lassen.
- Selbstverständlich sind die Bodenbleche sowohl mit den Seitenträgern als auch mit dem Mittenprofil in üblicher Weise, also in der Regel durch Schweißungen, fest verbunden. Auch sei erwähnt, daß verständlicherweise zusätzliche Querträger oder Sicken zur Versteifung vorhanden sein können, wie dies jedem Fachmann bekannt ist.
- Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bodengruppe zeigt perspektivisch die Figur.
- Die Bodengruppe enthält zwei Seitenträger, von denen in der Figur nur der mit 1 bezeichnete dargestellt ist, da die Darstellung rechts von dem Mittenprofil 2 abbricht.
- Wie unmittelbar aus der Figur ersichtlich, besitzt der Seitenträger 1 ein Kastenprofil, das herstellungsmäßig durch Zusammensetzen des U-Profils 3 mitdem v-Profil 4 gewonnen ist. Der Mittelschenkel des D-Profils stellt erfindungsgemäß eine nach außen weisende Stoßleiste 5 dar, deren Querschnitt in Richtung nach außen abnimmt.
- Die Stoßleiste 5 befindet sich zumindest ungefähr in der mittleren Höhe des Seitenträgers 1. Mit dieser mittleren Höhe fällt auch die mittlere Höhe des Bodenblechs 6 zusammen, das mit Wellen versehen ist, deren in der Figur erhabene Halbwellen mit 7 bezeichnet sind.Die Wellen stoßen unmittelbar an den mittleren Bereich des U-Profils 3 des Seitenträgers 1 an und sind mit diesem verschweißt. Dadurch ergibt sich also eine biege steife Abstützung des Seitenträgers 1 durch das mit Wellen versehene Bodenblech 6. Es sei darauf hingewiesen, daß die Wellen auch schräg verlaufen können. Sie stellen eine biegesteife Verbindung mit dem ihnen benachbarten Seitenträger 1 her, so daß man den Seitenträger 1 zusammen mit dem mit ihm verschweißten Bodenblech 6 gleichsam als hochstegigen, sehr steifen Bodenträger bezeichnen kann. Ein entsprechender Bodenträger erstreckt sich rechts von dem Mittenprofil 2; von dieser rechten Hälfte der erfindungsgemäßen Bodengruppe ist bei 8 lediglich das Bodenblech angedeutet.
- Während also die Wellen 7 des Bodenblechs Ó - und spiegelbildlich verlaufende Wellen im anderen Bodenblech 8 -mit ihren äußeren Enden gleichsam stumpf an den Seitenträger 1 anstoßen und mit diesem verschweißt sind, laufen sie in der kette bereits vor dem Mittenprofil 2 aus, so daß das Bodenblech dort eine ebene Zone 9 besitzt. Dort setzt sich das Bodenblech 6 - ebenso wie das mit ihm einstückige Bodenblech 8 - fort in dem etwa rinnenförmigen Oberteil 10 des Mittenprofils 2, das durch das aufgeschweißte Unterteil 11 geschlossen ist.
- Infolge der bodenträgerartigen Ausbildung und Verbindung der Teile 1 und 6 erfolgt bi einem seitlichen Aufprall zunächst eine Verformung der Stoßleiste 5 und eine Verformung des Mittenträgers 2, während die durch die Teile 1 und 6 gebildete steife Konfiguration erhalten bleibt. Ziel der Erfindung ist also nicht etwa eine besonders steife Ausbildung der Bodengruppe auch im Bereich des Mittenprofils 2, sondern dieses ist vielmehr so "eich" ausgelegt, daß bei einem seitlichen Stoß nur jeweils eine - nämlich die dem Stoß zugekehrte -Hälfte. der Bodengruppe hohe Beschleunigungen erfährt und damit die Belastung durch in der Bodengruppe wirkende Massenkräfte vermindert wird.
- Verständlicherweise können die Stoßleisten auch als selbstständige Teile auf die Seitenträger aufgebracht sein. In jedem Falle is-t es besonders zweckmäßig, die Anordnung so zu tS'fen, daß die mittleren Höhen von Seitenträger, Stoßleiste und Bodenblech zumindest- annähernd zusammenfallen.
- Jeder Seitenträger kann auch mit zwei parallelen Stoßleisten versehen sein. Zu diesem Zweck setzt man beispielsweise zwischen die Schenkel eines U-Trägers einen Steg so, daß die Enden der Schenkel als freie Stoßleisten nach außen über den Steg überstehen.
Claims (9)
- B.rJSPRÜCBE1 Bodengruppe eines Fahrzeugs, insbesondere eines traftfahrzeugs, mit zwei sich zumindest annähernd in Fahrzeuglängsrichtung erstreckenden, Hohlprofile besitzenden Seitenträgern und zwischen diesen liegenden sowie mit diesen starr verbundenen Bodenblechen, dadurch gekennzeichnet, daß als äußere seitliche Begrenzungen der Bodengruppe auf den Seitenträgern (1) zumindest ungefähr in Längsrichtung derselben verlaufende, nach außen weisende Stoßleisten (5) solcher Auslegung vorgesehen sind, daß zumindest bei einem örtlich konzen -trierten seitlichen Stoß vor einer Verformung des betroffenen Seitenträgers (1) eine plastische Verformung der von diesem getragenen Stoßleiste (5) auftritt.
- 2. Bodengruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßeisten (5) zumindest annähernd auf mittlerer Höhe der Seitenträger (1) liegen.
- 3. Bodengruppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeSohnet, daß die Stoßleisten (5) einen in Richtung nach außen abnehmenden Querschnitt besitzen.
- 4. Bodengruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenträger (1) jeweils aus einem mit seinen Schenkeln nach außen weisenden U-Profil (3) und einem T-Profil (4) zusammengesetzt sind, dessen Mittelschenkel als Stoßleiste (5) nach außen weist.
- 5. Bodengruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein in der Symmetrieachse liegendes, mit den Bodenblechen (6, 8) starr verbundenes Mittenprofil (2) vorhanden und dieses sowie die Bodenbleche (6, 8) derart ausgelegt sind, daß bei einem seitlichen Stoß eine plastische Verformung des Mittenprofils (2) auftritt vor einer Verformung der sich anschließenden, Bodenbleche (6, 8) und jeweils einen der Seitenträger (1) enthaltenden, als liegende hochstegige Träger wirkenden Hälften der Bodengruppe.
- 6. Bodengruppe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenbleche (6, 8) mit zumindest annähernd quer zur Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden Wellen (7) versehen sind, die sich bis zu dem jeweiligen Seitenträger (1), diesen abstützend, erstrecken.
- 7. Bodengruppe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellen (7) vor dem Mittenprofil (2) enden und die Bodenbleche (6, 8) dort in eine ebene Zone (9) auslaufen.
- 8. Bodengruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenbleche (6, 8) die steifsten Bestandteile der Bodengruppe bilden.
- 9. Bodengruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Höhe der Bodenbleche (6, 8) zumindest annähernd gleich der mittleren Höhe der Seitenträger (1) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2444016A DE2444016A1 (de) | 1974-09-14 | 1974-09-14 | Bodengruppe eines fahrzeugs, insbesondere eines kraftfahrzeugs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE2444016A DE2444016A1 (de) | 1974-09-14 | 1974-09-14 | Bodengruppe eines fahrzeugs, insbesondere eines kraftfahrzeugs |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2444016A1 true DE2444016A1 (de) | 1976-03-25 |
Family
ID=5925754
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE2444016A Withdrawn DE2444016A1 (de) | 1974-09-14 | 1974-09-14 | Bodengruppe eines fahrzeugs, insbesondere eines kraftfahrzeugs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2444016A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4601511A (en) * | 1982-07-13 | 1986-07-22 | Nissan Motor Company, Limited | Roof structure with reinforcement therefor for automotive vehicle |
| DE4342396A1 (de) * | 1993-12-13 | 1995-06-29 | Daimler Benz Ag | Fahrzeugkarosserie |
| CN1040414C (zh) * | 1993-11-18 | 1998-10-28 | 洛尔工业公司 | 由带孔钢板构成的平板构件 |
| EP2062805A1 (de) | 2007-11-24 | 2009-05-27 | H.C.F. Porsche Aktiengesellschaft | Karosserieaufbau |
| CN111819129A (zh) * | 2018-03-13 | 2020-10-23 | 日本制铁株式会社 | 地板构造 |
-
1974
- 1974-09-14 DE DE2444016A patent/DE2444016A1/de not_active Withdrawn
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4601511A (en) * | 1982-07-13 | 1986-07-22 | Nissan Motor Company, Limited | Roof structure with reinforcement therefor for automotive vehicle |
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| EP2062805A1 (de) | 2007-11-24 | 2009-05-27 | H.C.F. Porsche Aktiengesellschaft | Karosserieaufbau |
| DE102007056673A1 (de) | 2007-11-24 | 2009-05-28 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Karosserieaufbau |
| US8973979B2 (en) | 2007-11-24 | 2015-03-10 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Bodywork |
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