DE2032072C3 - Elektrostatisches Spinnverfahren zur Herstellung von Filtermaterial - Google Patents
Elektrostatisches Spinnverfahren zur Herstellung von FiltermaterialInfo
- Publication number
- DE2032072C3 DE2032072C3 DE19702032072 DE2032072A DE2032072C3 DE 2032072 C3 DE2032072 C3 DE 2032072C3 DE 19702032072 DE19702032072 DE 19702032072 DE 2032072 A DE2032072 A DE 2032072A DE 2032072 C3 DE2032072 C3 DE 2032072C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- fiber
- spinning
- electrode
- fibers
- production
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 14
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 11
- 239000000463 material Substances 0.000 title claims description 5
- 238000010041 electrostatic spinning Methods 0.000 title claims description 4
- 239000000835 fiber Substances 0.000 claims description 41
- 238000009987 spinning Methods 0.000 claims description 25
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 19
- YMWUJEATGCHHMB-UHFFFAOYSA-N Dichloromethane Chemical compound ClCCl YMWUJEATGCHHMB-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- 239000007921 spray Substances 0.000 claims description 11
- 239000002657 fibrous material Substances 0.000 claims description 5
- 238000005507 spraying Methods 0.000 claims description 5
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 4
- 239000004417 polycarbonate Substances 0.000 claims description 3
- 229920000515 polycarbonate Polymers 0.000 claims description 3
- 239000000654 additive Substances 0.000 claims description 2
- 230000005684 electric field Effects 0.000 description 10
- 239000004793 Polystyrene Substances 0.000 description 9
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 9
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 5
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 5
- 239000002904 solvent Substances 0.000 description 5
- OKKJLVBELUTLKV-UHFFFAOYSA-N Methanol Chemical compound OC OKKJLVBELUTLKV-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- ZMXDDKWLCZADIW-UHFFFAOYSA-N N,N-Dimethylformamide Chemical compound CN(C)C=O ZMXDDKWLCZADIW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 3
- 229920000642 polymer Polymers 0.000 description 3
- 229920002223 polystyrene Polymers 0.000 description 3
- 239000004753 textile Substances 0.000 description 3
- 238000000889 atomisation Methods 0.000 description 2
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 239000004745 nonwoven fabric Substances 0.000 description 2
- VZGDMQKNWNREIO-UHFFFAOYSA-N tetrachloromethane Chemical compound ClC(Cl)(Cl)Cl VZGDMQKNWNREIO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000009825 accumulation Methods 0.000 description 1
- 239000000443 aerosol Substances 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000009960 carding Methods 0.000 description 1
- 239000012876 carrier material Substances 0.000 description 1
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 description 1
- RCTFHBWTYQOVGJ-UHFFFAOYSA-N chloroform;dichloromethane Chemical compound ClCCl.ClC(Cl)Cl RCTFHBWTYQOVGJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000001427 coherent effect Effects 0.000 description 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 238000007590 electrostatic spraying Methods 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 238000001914 filtration Methods 0.000 description 1
- 239000012634 fragment Substances 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 1
- 230000035699 permeability Effects 0.000 description 1
- 229920002239 polyacrylonitrile Polymers 0.000 description 1
- 239000011148 porous material Substances 0.000 description 1
- 239000002244 precipitate Substances 0.000 description 1
- 238000001556 precipitation Methods 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 1
- 239000000758 substrate Substances 0.000 description 1
Description
40
Die Erfindung betrifft ein elektrostatisches Spinnverfahren zur Herstellung von Filtermaterial aus Spinnlösungen.
Es sind Verfahren bekannt, nach denen Spinnfasern verschiedener Art auf Textilmaschinen wie Krempelmaschinen
oder Nadelmaschinen zu Faservliesen verarbeitet werden, deren Faserstruktur so beschaffen ist, daß
Staubteilchen, die in einem das Vlies durchströmenden Gas enthalten sind, von den Fasern zurückgehalten
werden, woraus sich eine Verwendung solcher Vliese als Luftfilter ableiten läßt. Die Wirksamkeit solcher Filter
ist zu einem wesentlichen Teil von der Feinheit und Dichte der Fasern abhängig. Einen anderen bedeutenden
Einfluß auf die Filterwirkung hat die elektrostatisehe
Aufladung der Fasern, die im Inneren des Vlieses starke, inhomogene elektrische Felder erzeugt, durch
die geladene und aucii ungeladene Staubteilchen zur Abscheidung an der Faseroberfläche gebracht werden,
wo sie durch Haftkräfte festgehalten werden. Aufladungen dieser Art können z. B. durch Reibung des
Fasermaterials während der Verarbeitung zum Vlies erzeugt werden. Es ist bekannt, daß man zu diesem
Zweck auch Fasergemische verwendet, die aus verschiedenartigem Material bestehen, das sich bei gegenseitiger
Reibung unterschiedlich auflädt, wobei Potentialunterschiede und inhomogene elektrische Felder zwischen
den Fasern entstehen.
Aus der deutschen Patentschrift 6 89 870 geht hervor, daß die Herstellung von Fasern aus faserbildenden
Flüssigkeiten mit Hilfe elektrischer Felder im Prinzip schon seit längerer Zeit bekannt ist Insbesondere
befaßt sich die DT-PS 6 89 870 mit dem Problem, wie man durch Verspinnen in elektrischen Feldern parallelorientierte
Faserbündel erzeugen kann, die zur Weiterverarbeitung für textile Zwecke geeignet sind. Dieses
Problem wird im wesentlichen dadurch gelöst, daß an der Gegenelektrode eine so hohe Feldstärke erzeugt
wird, daß kurz vor der Gegenelektrode ein Abstoßungseffekt
eintritt, so daß ein Anlagern der Fasern an der Gegenelektrode verhindert wird. Dieses Verfahren geht
im übrigen von einem Stand der Technik aus, wie er z. B. in der US-PS 19 75 504 beschrieben ist. Die US-PS
19 75 504 ist ebenfalls auf die Herstellung von bündeiförmigen Garnen gerichtet. Es werden verschiedene
Ausführungsformen beschrieben, die zu einem Fadenbündel mit parallel orientierten Einzelfasern
führen. Als fasererzeugende Elektrode wird ein umlaufendes, von der Spinnlösung benetztes Zahnrad
verwendet. Es liegt auf der Hand, daß man auf diesem Wege kein gleichmäßiges Vlies herstellen kann. Da es in
beiden Patentschriften um die Herstellung von textlien Garnen geht, wird dieses Problem auch gar nicht
angeschnitten.
Aus der US-PS 34 06 660 ist ferner eine ringförmige Sprühelektrode zur Zerstäubung von Flüssigkeiten
bekannt. Die Anordnung findet Verw.ndung zur Übertragung des Bildfarbstoffes bei der Elektrophotographie.
Während es hier um die ultrafeine Zerstäubung geht, muß beim Spinnvorgang darauf geachtet werden,
daß ein zusammenhängender Faden erzeugt wird. Ein Spinnprozeß, bei dem die Fäden häufig abreißen, so daß
es zu einer Anhäufung von fadenfragmenten kommt, wäre technisch unbrauchbar. Aus diesem Grunde muß
ein Zerstäubungseffekt, wie es in der US-PS 34 06 660 beschrieben ist, beim Verspinnen im elektrischen Feld
auf alle Fälle vermieden werden. Die Aerosolherstellung durch elektrostatisches Versprühen und das Verspinnen
von Polymerlösungen in elektrischen Feldern sind physikalisch grundverschieden. Die in der US-PS
34 06 660 enthaltene Lehre ist daher auf das vorliegende Problem nicht anwendbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eineF Filtermaterials mit
höchster Faserfeinheit und hoher elektrostatischer Aufladung in einem einzigen Arbeitsgang zu entwickeln.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß erfindungsgemäß die Spinnlösung durch leitfähig
machende Zusätze auf einen Leitfähigkeitswert im Bereich von 10 q Ohm-' cm-' bis 104 Ohm1 cm1
eingestellt und ein flächiges Wirrvlies gleichmäßiger Dicke abgeschieden wird.
Als Spinnflüssigkeiten werden dabei Lösungen von Hochpolymeren in leicht verdampfenden organischen
Lösungsmitteln eingesetzt. Es wurde festgestellt, daß die Faserdicke durch die elektrische Leitfähigkeit der
Spinnflüssigkeit beeinflußt werden kann. Die Faserdicke wird größer bei kleinerer Leitfähigkeit der Spinnflüssigkeit.
Die Leitfähigkeit kann durch angemessene Zugabe ionenbildender organischer Salze zur Spinnflüssigkeit in
den meisten Fällen auf den gewünschten Wert eingestellt werden. Auch durch geeignete Wirkung
verschiedener Lösungsmittel oder der gelösten Substanzen kann die Leitfähigkeit verändert werden.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man sehr dünne und stark elektrisch aufgeladene Fasern in
großer Zahl, die sich gleichmäßig verteilt auf dem
leitfähigen Träger niederschlagen und dort ein fertiges Vlies bilden, das nach dem Abschalten der Anlage
abgehoben werden kann. Es lassen sich auf diesem Wege Fasern mit Stärken unter 1 μ herstellen. Die
,"asern sind häufig bandförmig ausgebildet und zeigen im Elektronenmikroskop eine stark poröse Oberflächenstruktur.
Zürn Verspinnen der Flüssigkeiten wird zweckmäßig eine rotierende Ringelektrode verwendet, die mit ihrem
unteren Teil in die Flüssigkeit eintaucht und fortlaufend benetzt wird. Die von der Lackspritztechnik her
bekannten Elektrodenformen, wie rotierende Glocken, Scheiben oder feststehende Sprühkanten sind für das
Spinnverfahren nicht geeignet, da der Abs>prühVorgang
nach kurzer Zeit durch die am Sprührand eingetrocknete Flüssigkeit blockiert wird. Bei der hier verwendeten
Ringelektrode wird die benutzte Oberfläche immer wieder vollständig durch das Flüssigkeitsbad gezogen,
von angetrockneten Rückständen gereinigt und neu benetzt.
Da Vliese aus sehr dünnen Fasern weich und berührungsempfindlich sind, ist es in vielen Fällen
vorteilhaft, die obere und untere Grenzschicht durch dünnere gasdurchlässige Trägerschichten zu schützen.
Zu diesem Zweck wird das Fasermaterial auf Niederschlagselektroden «.„ beiden Seilen der Ringelektrode
abgeschieden und die Oberfläche der Niederschlagselektroden mit einer selbsttragenden, gasdurchlässigen
Trägerschicht bedeckt. Die Trägerschicht besteht dabei vorteilhaft aus einem Gewebe oder Faservlies gröberer
Struktur, das in konventioneller Weise hergestellt wird. Bei der erfindungsgeinäßen Filterherstellung wird die
Niederschlagselektrode mit diesem Gewebe abgedeckt und dann direkt mit der Feinfaser auf elektrostatischem
Weg besprüht.
Die Filterwirkung der Faservliese für kleinste Staubteilchen beruht zu einem bedeutenden Anteil auf
der Wirkung elektrischer Felder zwischen den Fasern. Zur Erhöhung der Feldstärke ist es notwendig, größere
Potentialunterschiede innerhalb des Vlieses zu erzeugen. Gemäß einer Weiterentwicklung der Erfindung
lassen sich die größten Potentialunterschiede dadurch herstellen, daß die Filterschicht aus Faserteilschichten
mit positiver und negativer Ladung zusammengesetzt wird, wobei die Ladung der Teilschichten durch
Versprühen der Fasersubstanz mit wechselnder Polarität der Sprühelektrode erzeugt wird.
Wegen der schlechten Leitfähigkeit der trockenen dünnen Faser bleiben die auf diese Weise erzeugten
Ladungen innerhalb der Schichten über Monate erhalten.
Die Wirksamkeit der Faserfilter läßt sich weiterhin dadurch verbessern, daß grobe und feine Fasern in das
Vlies eingearbeitet werden, wobei die groben Fasern ein mechanisch festeres Gerüst und die feinen Fasern
überwiegend den für die Filterung wirksamen Anteil liefern. Diesen Effekt kann man dadurch erzielen, daß
nacheinander verschiedene Spinnlösungen mit höherer und niedrigerer Leitfähigkeit versprüht und die
gebildeten Fasern auf der gleichen Unterlage niedergeschlagen werden.
Als Spinnlösung hat sich eine Lösung von Polycarbonat in Methylenchlorid bewährt. Andere geeignete
Hochpolymere sind z. B. Polystyrol oder Celluloseester. Als Lösungsmittel können neben Methylenchlorid auch
Chloroform oder Tetrachlorkohlenstoff eingesetzt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren soll an Hand von Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigt
F i g. 1 eine Anlage zur Herstellung von Faservliesen unter Einwirkung starker elektrischer Felder und
F i g. 2 die ringförmige Sprühelektrode.
Grundsätzlich besteht die gesamte Anlage aus einer Sprühelektrode 1, von der die Sprühflüssigkeit abgesprüht
wird, und Niederschlagselektroden 2, auf denen sich die elektrisch geladene Faser niederschlägt. Die
Spannung zwischen den Elektroden liegt bei Werten zwischen 50 und 200 kV. Die elektrische Versorgung der
Anlage erfolgt aus der Hochspannungsquelle 3. Das niedergeschlagene Fasermaterial 4 wird auf beweglichen
Elektroden, z. B. Transportbändern 5 aus der Sprühzone herausgeführt. Der Abstreifer 6 dient zur
kontinuierlichen Entfernung des niedergeschlagenen Fasermaterials. Die zu verspinnenden Lösungen befinden
sich im Vorratsbehälter 7, aus dem die Spinnflüssigkeit von der Ringelektrode 8 kontinuierlich entnommen
und in den Sprühraum 9 geführt wird, wo der Spinnvorgang stattfindet. Die entstehenden Lösungsmitteldämpfe
werden durch einen Abzugskanal 10 abgezogen.
Fig.2 zeigt die Ringelektrode in Seitenansicht. Die
Ringelektrode 8 ist auf Rollen 11, 12, 13 drehbar gelagert und taucht mit dem unteren Teil in die Spinnflüssigkeit
14 ein. Der Antrieb erfolgt durch die isolierende Welle 15 mit Hilfe des Getriebes 16 (F i g. 1).
Bei der Rotation in Pfeilrichtung wird eine dünne Flüssigkeitsschicht an der Ringoberfläche in den
Außenraum getragen und kann dort unter dem Einfluß des elektrischen Feldes abgesprüht werden. Am
freiliegenden Teil des Ringes bilden sich unter der Einwirkung des Feldes auf die Flüssigkeitshaut zahlreiche
Flüssigkeitsspitzen 17 aus, die am Ende in dünne Spinnfäden übergehen. Die Spinnfäden lösen sich ab
und verfestigen sich durch Verdunstung des Lösungsmittels. Beim Ablösen sind die Fäden stark aufgeladen
und bewegen sich infolge ihrer Ladung im elektrischen Feld auf die Niederschlagselektrode hi.i, wo sie
abgeschieden werden und sich zu einem Vlies formieren.
Auf die Ausbildung dünner, trockener Fäden hat ferner die Lufttemperatur und relative Luftfeuchtigkeit
einen deutlichen Einfluß. So wurde festgestellt, daß die günstigsten Bedingungen für die Herstellung guter
Filtervliese bei Lufttemperaturen zwischen 2O0C und 300C mit einer relativen Feuchte von weniger als 40%
liegen.
Eine Spinnflüssigkeit wird aus einer 10%igen Lösung von Polystyrol (Molekulargewicht- 180 000) in Methylenchlorid
angesetzt. Die elektrische Leitfähigkeit der Lösung liegt bei κ = 2.10~7 Ohm-'cm '. Als Sprühelektrode
wird eine Ringelektrode nach F i g. 2 mit dem Durchmesser von 1 m verwendet. Der Abstand zu den
beiderseits des Ringes angeordneten Niederschlagselektroden beträgt je 0,5 m. Zwischen Ring und
Niederschlagselektroden liegt eine Spannung von 12OkV, wobei der Ring positiv ist. Während des
Sprühvorganges rotiert der Ring mit der Geschwindigkeit von 30 Umdr./Min. Auf den Niederschlagselektroden,
die mit dünnen, gut luftdurchlässigen, in herkömmlicher Weise vorgefertigten Vliesen aus Cellulose
bedeckt sind, entsteht nach wenigen Minuten ein 2 bis 3 mm dickes Vlies aus trockenen, porösen Polystyrolfasern
unterschiedlicher Stärke, im Mittel ca. 20 μηι stark.
Durch Abnehmen des so beschichteten Trägervüeses
von den Elektroden und durch Aufeinanderlegen zweier Schichten derart, daß sich die von dem Trägervlies nicht
bedeckten Flächen berühren, erhält man ein sofort einsatzfähiges Luftfilter, dessen Durchlässigkeit für
Raumluftstaub mit einem Teilchendurchmesser größer als 0,5 μιη verschwindend ist.
Eine 12%ige Lösung von Polycarbonat (Molekulargewicht um 50 000) in Methylenchlorid hat eine Leitfähigkeit
von κ = 1.10-8OhIn-1Cm"1. Durch Zugabe weniger
Tropfen einer konzentrierten Lösung von Dimethylu. tradezylbenzylammoniumbromit in Methanol zu I I
Spinnflüssigkeit wird die Leitfähigkeit auf I.IO-6
Ohm-'cm-' erhöht. Diese Spinnflüssigkeit wird in der
Vorrichtung nach Beispiel 1 versprüht. Man erhält ein Faserfilter, dessen Faserstärke im Mittel bei 5 bis '10 μιη
liegt und dessen Fasern bandförmiges Aussehen haben. Die Oberfläche jeder Faser ist von Poren von 0,1 bis
0,2 μιη Größe durchsetzt. Die Filterwirkung ist praktisch
vollkommen für Staubteilchen größer als 0,3 μ.
ίο Eine 12%ige Lösung von Polyacrylnitril in Dimethylformamid
besitzt die extrem hohe Leitfähigkeit von 1.10 4 Ohm1 cm-'. Mit positiver Ringelektrode nach
Beispiel 1 versprüht, liefert die Spinnflüssigkeil ein äußerst feinfasriges Vlies mit Faserslärken von 0,4 μιη
und sehr guter Filterwirkung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Elektrostatisches Spinnverfahren zur Herstellung von Filtermaterial aus Spinnlösungen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spinnlösung durch leitfähig machende Zusätze auf einen Leitfähigkeitswert
im Bereich von 10~9 Ohm-' cm"1 bis
10"4 Ohm-' cm*1 eingestellt und ein flächiges
Wirrvlies gleichmäßiger Dicke abgeschieden wird.
Z Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Versprühen der Flüssigkeiten eine
rotierende Ringelektrode verwendet wird, die mit ihrem unteren Teil in die Flüssigkeit eintaucht und
fortlaufend benetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fasermaterial auf Niederschlagselektroden
zu beiden Seiter, der Ringelektrode abgeschieden wird und die Oberfläche der
Niederschlagselektroden mit einer selbstiragenden, gasdurchlässigen Trägerschicht bedeckt ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterschicht aus Faserteilschichten
mit positiver und negativer Ladung zusammengesetzt wird, wobei die Ladung der Teilschichtcn durch Versprühen der Fasersubstanz
mit wechselnder Polarität der Sprühelektrode erzeugt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß nacheinander verschiedene
Spinnlösungen mit höherer und niedrigerer Leitfähigkeit versprüht und die gebildeten Fasern auf der
gleichen Unterlage niedergeschlagen werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangssubstanz eine
Lösung von Polycarbonat in Methylenchlorid verwendet wird.
Priority Applications (9)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702032072 DE2032072C3 (de) | 1970-06-29 | Elektrostatisches Spinnverfahren zur Herstellung von Filtermaterial | |
| GB2941971A GB1346231A (en) | 1970-06-29 | 1971-06-23 | Filter made of electrostatically spun fibres |
| CA116651A CA937827A (en) | 1970-06-29 | 1971-06-25 | Filter made of electrostatically spun fibres |
| JP4640971A JPS5328548B1 (de) | 1970-06-29 | 1971-06-28 | |
| CH944571A CH537205A (de) | 1970-06-29 | 1971-06-28 | Verfahren zur Herstellung von Faserfiltern |
| FR7123785A FR2100056A5 (de) | 1970-06-29 | 1971-06-29 | |
| NL7108974A NL169908C (nl) | 1970-06-29 | 1971-06-29 | Werkwijze voor het electrostatisch vervaardigen van een vezelvlies. |
| US05/416,316 US4069026A (en) | 1970-06-29 | 1973-11-15 | Filter made of electrostatically spun fibres |
| US05/813,720 US4143196A (en) | 1970-06-29 | 1977-07-07 | Fibre fleece of electrostatically spun fibres and methods of making same |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702032072 DE2032072C3 (de) | 1970-06-29 | Elektrostatisches Spinnverfahren zur Herstellung von Filtermaterial |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2032072A1 DE2032072A1 (de) | 1972-01-05 |
| DE2032072B2 DE2032072B2 (de) | 1976-07-29 |
| DE2032072C3 true DE2032072C3 (de) | 1977-03-17 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4402857A1 (de) * | 1994-01-31 | 1995-08-03 | Freudenberg Carl Fa | Verfahren zum Herstellen eines Mikrofaser-Vliesstoffs, Mikrofaser-Vliesstoff und dessen Verwendung |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4402857A1 (de) * | 1994-01-31 | 1995-08-03 | Freudenberg Carl Fa | Verfahren zum Herstellen eines Mikrofaser-Vliesstoffs, Mikrofaser-Vliesstoff und dessen Verwendung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1409775B1 (de) | Vorrichtung zur herstellung von fasern in einem elektrostatischen spinnverfahren | |
| DE3788821T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer nicht gewebten Faserfolie. | |
| US4143196A (en) | Fibre fleece of electrostatically spun fibres and methods of making same | |
| DE69935264T2 (de) | Filtermaterial und Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung | |
| US4069026A (en) | Filter made of electrostatically spun fibres | |
| US4592815A (en) | Method of manufacturing an electret filter | |
| DE2512885C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines elektrisch geladenen Faserfilters | |
| DE69520604T2 (de) | Corona-aufladung von nach dem flash-spinnverfahren hergestellten plexus-fadenartigen film-fibrillen eines gewebes in einer umgebung mit schlechten ladungsbedingungen | |
| DE2356157C3 (de) | Selbstentladende Antistatikfolie | |
| DE10136255A1 (de) | Vorrichtung zum Herstellen von Fasern mit verbesserter Anordnung der Absprühelektroden | |
| CH642277A5 (de) | Elektret in form von fasrigem bahnmaterial. | |
| Schreuder-Gibson et al. | Cooperative charging effects of fibers from electrospinning of electrically dissimilar polymers | |
| WO2002068734A1 (de) | Filtermaterialien mit bipolarer beschichtung | |
| DE2844163B2 (de) | Verfahren zur Beseitigung der Oberflächenklebrigkeit von aus einer Spinnlösung aus Cellulose in einem Gemisch aus Aminoxyd und Wasser extrudierten Fäden | |
| US20090294733A1 (en) | Process for improved electrospinning using a conductive web | |
| JPH0663176B2 (ja) | エレクトレツト製造方法及びその生成物 | |
| EP0137094B1 (de) | Chirurgische Gesichtsmaske | |
| WO2019192837A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines textilen gebildes mit elektrostatisch geladenen fasern und textiles gebilde | |
| DE4241514C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines mit Dipolen beladenen Flächengebildes und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE69822127T2 (de) | Verbesserungen zum Herstellen van Vliesstoffen mit einem elektrostatischen geladenen Transportband | |
| DE2032072C3 (de) | Elektrostatisches Spinnverfahren zur Herstellung von Filtermaterial | |
| DE2839941C2 (de) | Elektrostatische Beflockungseinrichtung für die Herstellung von Flockgarn | |
| DE4402857C2 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Mikrofaser-Vliesstoffs, Mikrofaser-Vliesstoff und dessen Verwendung | |
| DE2032072B2 (de) | Elektrostatisches spinnverfahren zur herstellung von filtermaterial | |
| JPH02104765A (ja) | エレクトレット不織布の製造方法 |