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DE202008007404U1 - Messvorrichtung zum Ermitteln der Kennlinie einer an einer Maschine eingebauten Wegmesssonde - Google Patents

Messvorrichtung zum Ermitteln der Kennlinie einer an einer Maschine eingebauten Wegmesssonde Download PDF

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DE202008007404U1 DE200820007404 DE202008007404U DE202008007404U1 DE 202008007404 U1 DE202008007404 U1 DE 202008007404U1 DE 200820007404 DE200820007404 DE 200820007404 DE 202008007404 U DE202008007404 U DE 202008007404U DE 202008007404 U1 DE202008007404 U1 DE 202008007404U1
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Abstract

Messvorrichtung zum Ermitteln der Kennlinie einer an einer Maschine eingebauten Wegmesssonde (1), die über ein Sondenkabel (25) und ein daran anschließendes Verbindungskabel (26) mit einem Oszillator (19) verbunden ist, an welchem mit einem Voltmeter eine Spannung, die dem Abstand S zwischen Sonde (1) und Messfläche (22) entspricht, messbar ist, wobei die Sonde (1) an einer Trägerhülse (2) mit deren Gewinde (4) in einem zum Maschinengehäuse (3) starren Gegengewinde in Richtung der Messfläche (22) einschraubbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Gewinde (4) um ein Feingewinde mit einer Steigung a < 1,5 mm pro Umdrehung handelt, dass auf einem starr mit dem Gehäuse verbindbaren Teil, beispielsweise einer Adapterschraube (8), konzentrisch zur Trägerhülse (2) eine Scheibe (104) mit einer kreisförmigen Skala (105) für verschiedene Winkelstellungen drehfest aufsetzbar ist, und dass an der Trägerhülse (2) eine Zeigevorrichtung (106) drehfest aufsetzbar ist, um aus einer Nullstellung, welche dem mechanischen Kontakt der Sonde...

Description

  • Die Erfindung handelt von einer Messvorrichtung zum Ermitteln der Kennlinie einer an einer Maschine eingebauten Wegmesssonde, die über ein Sondenkabel und ein daran anschließendes Verbindungskabel mit einem Oszillator verbunden ist, an welchem mit einem Voltmeter eine Spannung, die dem Abstand S zwischen Sonde und Messfläche entspricht, messbar ist, wobei die Sonde an einer Trägerhülse mit deren Gewinde in einem zum Maschinengehäuse starren Gegengewinde in Richtung der Messfläche einschraubbar ist.
  • So vertreibt die Firma Bently Nevada, LLC in 1631 Bently Parkway South, Minden, Nevada, USA, unter der Bezeichnung "TK3-2 Calibration Instrument" einen Koffer mit Kalibrierungsinstrumenten für Wegmesssonden. Aufgenommen wird beispielsweise die Kennlinie einer Wellenschwingungssonde, die nach dem Wirbelstromprinzip arbeitet. Wegmesssonden für Hülsenmontage sind dabei am Ende einer Trägerhülse eingebaut, durch welche das Sondenkabel nach außen aus dem Maschinengehäuse herausgeführt wird. Die Trägerhülse ist mit einem Außengewinde versehen, mit welchem sie zusammen mit der Sonde in einem zum Gehäuse starren Gewinde auf einen gewollten Sondenabstand So eingeschraubt wird. Das Wirbelstromprinzip beruht auf einer Impedanzmessung, an welcher neben der eigentlichen Sonde die Verbindungskabel zu der Sonde und ein Oszillator beteiligt sind. Am Oszillator wird eine für den Sondenabstand zu einer metallischen Messoberfläche charakteristische Spannung U abgegriffen und zudem mechanisch, beispielsweise mit einem Mikrometer ermittelten Sondenabstand S in Beziehung gebracht, um über mehrere Messpunkte eine Charakterisitk U = f(S) in einem Diagramm zu ermitteln.
  • Es ist eine Schwäche des Wirbelstrommesssystems, dass die Messung sowohl durch die Länge der Kabel als auch durch die Art der metallischen Oberfläche, gegen welche die Sonde misst, beeinflusst wird. Aus Abgleichgründen bieten die Hersteller daher nur fixe Kabellängen an und beschränken sich oftmals auf ein bestimmtes Objektmaterial (z. B. Wellenstahl SAE 4140). D. h., im eingebauten Zustand ist die Sondenmessung oftmals bereits mit einem systematischen Messfehler behaftet.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kennlinie zu ermitteln. Dies wird mit den Kennzeichen des Anspruchs 1 erreicht, indem bei dem Gewinde ein Feingewinde mit einer Steigung a < 1,5 mm pro Umdrehung vorgesehen ist, indem auf einem starr mit dem Gehäuse verbindbaren Teil, beispielsweise einer Adapterschraube, konzentrisch zur Trägerhülse eine Scheibe mit einer kreisförmigen Skala für verschiedene Winkelstellungen drehfest aufsetzbar ist, und indem an der Trägerhülse eine Zeigevorrichtung drehfest aufsetzbar ist, um aus einer Nullstellung, welche dem mechanischen Kontakt der Sonde zu der Messfläche entspricht, bei verschiedenen Markierungen, welche mit ihrem Zwischenwinkel durch die Gewindesteigung a vorgegebenen Abständen S der Sonde zur Wellenoberfläche entsprechen, ein zugehöriges elektrisches Spannungssignal für den Sondenabstand ermittelbar und so über Messpunkte die Lage und den Anstieg für eine Kennlinie U = f(S) der Sonde im eingebauten Zustand registrierbar zu machen.
  • Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass die Messung im eingebauten Zustand der Sonde erfolgt, dass also weder vertauschte Kabellängen, noch unterschiedliche Materialien, gegen welche die Sonde misst, die Messung verfälschen können. Die Spannung, welche am Oszillator des Systems messbar ist, wird zu einem Messwert für den Sondenabstand notiert, um eine Kennlinie aus den Messpunkten zu ermitteln.
  • Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass die Verstellung des Drehwinkels der Trägerhülse auf einem so großen Durchmesser einer Skala ablesbar ist, dass die Ablesung auf 1° genau erfolgt. In Kombination mit einem Feingewinde, welches eine Steigung von weniger als 1,5 mm pro Umdrehung, beispielsweise 1 mm pro Umdrehung, entspricht dies theoretisch einer Veränderung des Sondenabstandes um weniger als 3 μm. Wenn man das in axialer Richtung für die Gängigkeit des Gewindes notwendige axiale Spiel aufhebt, beispielsweise durch einen radial dichtenden O-Ring, dessen Reibung bei der axialen Zustellung der Trägerhülse überwunden werden muss, dann lässt sich auch in der Praxis ein immer aus der gleichen Richtung angefahrener Sondenabstand in einer Genauigkeit von +/–2 μm anfahren. Wegmesssonden mit einem typischen Durchmesser von 8 mm haben einen Messbereich von 2 mm, was bei einer Steigung von 1 mm pro Umdrehung ganzen zwei Umdrehungen entspricht. Um die Genauigkeit der bislang praktizierten Einstellung mittels externer Mikrometerschraube zu erreichen, reicht es, die Markierungen auf der Skala mit einer Genauigkeit von +/–1,5° anzubringen, was technisch absolut problemlos ist.
  • Eine passende Sondenhalterung ist in einer Parallelanmeldung beschrieben. Grundsätzlich lassen sich jedoch alle Sondenhalterungen, bei denen die Sonde über eine Trägerhülse mit Gewinde in eine Nulllage gebracht wird, mit einer erfindungsgemäßen Messeinrichtung bestücken.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen sind in den Ansprüchen 2 bis 4 aufgeführt.
  • So ist es vorteilhaft, wenn das Anbringen von Scheibe und Skala ohne Eingriff an der eigentlichen Sondenhalterung erfolgt, sei es, dass die Scheibe einen Schlitz mit einer größeren Breite als dem Durchmesser der Trägerhülse aufweist, damit sie seitlich über die Trägerhülse aufschiebbar und dann auf einer Adapterschraube aufsetzbar ist; sei es, dass die Scheibe aus mehreren Teilen um die Trägerhülse zusammengesetzt und an der Adapterschraube befestigt wird.
  • Dadurch, dass die Zeigevorrichtung mit einer Schnappvorrichtung und mit einem vorgegebenen Haltemoment aufsetzbar ist, lässt sie sich einerseits von Hand in eine Nullstellung der Skala drehen, welche dem mechanischen Kontakt der Sonde auf der Messfläche entspricht und andererseits lässt sich die Zeigevorrichtung durch Drehen an der Trägerhülse um einen einem Abstand der Sonde zur Messfläche entsprechenden Winkel ohne Durchrutschen mitnehmen. Durch Drehen der Trägerhülse wird die Zeigevorrichtung aus der Nullstellung auf verschiedene Markierungen der Skala eingestellt, welche bestimmten Abständen der Sonde zu der Messfläche entsprechen, um bei diesen Markierungen, die Ablesung am Voltmeter und den zugehörigen Sondenabstand beispielsweise in einem Messprotokoll zu registrieren und eine Ausgleichsgerade im eigentlichen, späteren Messbereich als Kennlinie festzulegen. Der Vorteil dieser Vorrichtung und Methode liegt darin, dass sie die Steilheit und die absolute Lage der Kennlinie in der echten Umgebung der Messsonde wiedergeben. Eine derartige Messvorrichtung ist kostengünstig, einfach zu bedienen und nimmt wenig Platz und Gewicht ein. Ihr größter Vorteil besteht im Ausschalten von Risiken und in der Zeitersparnis, wenn man bedenkt, dass an einer Anlage, beispielsweise an einer Turboanlage, ohne Weiteres bis zu 20 Sonden installiert sein können.
  • Die Messeinrichtung kann an bereits installierten Sonden ohne Demontage von Sonde und Trägerhülse zu Kontrollmessungen verwendet werden. Die Trägerhülse und ein darauf fixierter Anschlusskopf werden vorsichtig um beispielsweise etwa eine Drehung in die Nulllage der Sonde mit mechanischem Kontakt zur Messfläche eingeschraubt, die Zeigevorrichtung wird auf die Nullstellung der Skala gebracht und anschließend wird die Trägerhülse um beispielsweise zwei Umdrehungen zurückgeschraubt, wobei die zueinander gehörigen Werte von Skala und Voltmeter registriert werden. Anschließend wird die Trägerhülse auf ihren Sollabstand So um beispielsweise etwa eine Umdrehung wieder eingeschraubt und mit einer Kontermutter gesichert. Da sich die ganze Verdrehung von Trägerhülse und Anschlusskopf innerhalb eines Bereichs von beispielsweise +/–1 Umdrehung abspielt, kann dies bezüglich Torsion des Verbindungskabels ohne Weiteres durch momentane Schlaufenbildung am Verbindungskabel ausgeglichen werden.
  • Der Anschlusskopf und das Sondenkabel verbleiben dabei unangetastet in ihrer Lage zur Trägerhülse. Falls das Verbindungskabel mit seinem Schutzschlauch so fixiert ist, dass eine Schlaufenbildung ausgeschlossen ist, kann man den Deckel am Anschlusskopf und Halter für die Steckverbindung lösen, damit diese eine Umdrehung innerhalb der abgelegten Wicklungen aufgefangen wird.
  • Im Folgenden werden die Messeinrichtung und das Messverfahren anhand von einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es zeigen:
  • 1: Schematisch eine Sondenhalterung mit einer Wegmesssonde nach dem Wirbelstromprinzip und daran angeschlossen eine erfindungsgemäße Messeinrichtung,
  • 2: Schematisch einen Ausschnitt aus 1 mit einer zusammensetzbaren Scheibe und einer beispielsweise in der EP 1 831 648 B1 gezeigten Sondenhalterung, und
  • 3: Schematisch ein Protokollblatt für die Eintragung der Messwerte und eine vorbereitete Grafik für die Eintragung der Messpunkte U = f(S) und einer Ausgleichsgeraden als echte Kennlinie.
  • In den nachfolgenden Beispielen sind Elemente gleicher Funktion mit gleichen Hinweiszeichen versehen.
  • Im Beispiel von 1 wird eine Sondenhalterung gezeigt, die in ihren Details in einer Parallelanmeldung beschrieben ist. Eine Wellenschwingungssonde 1 nach dem Wirbelstromprinzip ist an einer Trägerhülse 2 angebaut und steht in einem Abstand S zu einer Wellenoberfläche 22. Die Sondenhalterung 100 besteht im Wesentlichen aus einer Gehäuseschraube 11, welche mit einem konischen NPT-Gewinde endgültig in einem Gehäuse 3 verschraubt ist und welche auf ihrer Innenseite in einer Gewindebohrung 10 und einem daran anschließenden Durchbruch eine Adapterschraube 11 und die in der Adapterschraube mit einem Feingewinde 4 eingeschraubte Trägerhülse 2 aufnimmt. Ein O-Ring 13, der in der Trägerhülse 2 eingelassen ist, dichtet radial zu einer zylindrischen Innenfläche der Adapterschraube 8. Ein zweiter O-Ring 14 ist in einer stirnseitigen Ringfläche 12 der Adapterschraube eingelassen und dichtet in axialer Richtung zu einer Gegenfläche 15 der Gehäuseschraube 11. Ein Sondenkabel 25 führt im Innern der Trägerhülse 2 in einen Anschlusskopf 20, welcher auf der Trägerhülse aufgeschraubt ist und dort mit einer Kontermutter 18 fixiert ist. Innerhalb des Anschlusskopfes 20 mit Deckel 31 befindet sich eine Steckverbindung 32 zwischen dem Sondenkabel 25 und einem Verlängerungskabel 26, welches das Messsignal für den Sondenabstand S zur Auswertung an einen Oszillator 19 abgibt, wo ein entsprechender Spannungswert für den Sondenabstand S mit einem Voltmeter 48 abgegriffen wird. Eine Kontermutter 17, die normalerweise eine feste Verbindung zwischen Trägerhülse 2 und Adapterschraube 8 sicherstellt, ist gelöst und locker nach oben in die Nähe der Kontermutter 18 geschraubt worden, um Platz für die eigentliche Messvorrichtung zu schaffen. Eine Drehung von Trägerhülse und Anschlusskopf wird kompensiert, indem der Deckel abgenommen wird, die Steckverbindung 32 aus dem Halter 30 herausgezogen wird und der Halter 30 aus dem Anschlusskopf 20 herausgezogen wird, damit die Drehung innerhalb der abgelegten Windungen ausgeglichen wird.
  • Die Messvorrichtung besteht aus einer Scheibe 104 mit Skala 105, welche ortsfest konzentrisch zur Trägerhülse 2 verankerbar ist und aus einer Zeigevorrichtung 106, welche an der Trägerhülse 2 verankerbar ist. Die Scheibe 104 besitzt einen Schlitz 108, welcher breiter als der Durchmesser der Trägerhülse ist, um die Scheibe in eine Position konzentrisch zur Trägerhülse einzufahren und anschließend ohne Kontakt zur Trägerhülse 2 auf der Adapterschraube 8 drehfest zu befestigen. Die Adapterschraube 8 endet nach oben als Sechskant 36, auf den die Scheibe 104 mit einer passenden Aussparung 119 aufgesteckt und verankert ist. In der Draufsicht auf die Scheibe 104 erkennt man den Schlitz 108 und die Aussparung 119 sowie die kreisförmige Skala 105 mit an der Peripherie verteilten Markierungen 110 in Zehntelmillimeter für eine dem Feingewinde 4 entsprechende axiale Verstellung. Über der Scheibe ist in einem Abstand eine Zeigevorrichtung 106 an der Trägerhülse 2 angebracht. Die Zeigevorrichtung 106 besteht aus einem Zeiger 101, welcher an einer Schnappvorrichtung 111 in Form einer gebogenen Biegefeder 102 befestigt ist. Die gebogene Biegefeder 102 bildet mit zwei gegenüberliegenden Schenkeln eine Öffnung, durch welche sie seitlich auf die Trägerhülse 2 aufsteckbar ist und auf der Trägerhülse unter einer vorgegebenen Anpresskraft festgeklemmt ist. Die in axialer Richtung an der Trägerhülse 2 verlaufenden Berührungslinien 112 sorgen für eine selbstjustierende Ausrichtung der Zeigevorrichtung.
  • Um die Messpunkte paarweise für eine Kennlinie aufzunehmen, wird zunächst die Trägerhülse 2 von Hand an zwei gegenüberliegenden Flächen 6 gegriffen und soweit eingeschraubt, bis die Sonde die Wellenoberfläche 22 berührt. Diese Position gilt als Nullstellung. Danach wird der Zeiger 101 in eine Nullstellung 109 auf der Skala 105 gedreht. Anschließend wird die Trägerhülse 2 mit dem daran befestigten Zeigevorrichtung 106 in Schritten entsprechend zwei Zehntel Millimetern zurückgeschraubt und bei einer zugehörigen Markierung 110 ein entsprechender Spannungswert in Volt abgelesen und zusammen mit dem jeweiligen Abstandswert S in einem Protokoll (siehe 3) notiert. Nachdem ein vorgegebener Bereich von beispielsweise 2 mm durchfahren ist, werden Zeigevorrichtung 106 und Scheibe 104 abgenommen. Die Trägerhülse 2 wird wieder soweit eingeschraubt bis der Spannungswert Uo angezeigt wird. In dieser Position wird die Trägerhülse 2 mit der Kontermutter 17 festgesetzt.
  • Ein Beispiel für ein Messprotokoll ist in 3 gezeigt. Die zur Messung gehörenden Maschinendaten 116 sind in einer Gruppe zusammengefasst. Daneben existiert eine Tabelle 117, in welcher zu dem auf der Skala 105 eingestellten Sondenabstand S jeweils die Ablesung der Spannung U einzutragen ist. In einem Diagramm 118 ist die zu erwartende Kennlinie in einem Messbereich von 0,2 bis 2,0 mm als Gerade mit einer Steigung von 8 V/mm eingetragen. In diesem Diagramm werden die Messpunkte mit den ermittelten Wertepaaren eingetragen und es wird eine Ausgleichsgerade als echte Kennlinie durch die Messpunkte gelegt, um zukünftige Messungen während des Betriebs interpretieren zu können.
  • In 2 ist eine weitere Ausführung der Messvorrichtung 100 gezeigt. Eine geteilte Scheibe 104 ist bei einer Sondenhalterung 100 auf einen Hals 120 aufgeklemmt, welcher starr mit dem Maschinengehäuse 3 verbunden ist. Eine Kontermutter 17, die normalerweise die Trägerhülse 2 festsetzt, ist gelöst und in so großem Abstand gedreht, dass die Nullstellung, d. h. Anliegen des Sondenkopfes auf der Welle tatsächlich erreicht werden kann. Das Gewinde 4 der Trägerhülse 2 ist in einem ortsfesten Gegengewinde (hier nicht gezeigt) der Sondenhalterung im Hals 120 geführt. Oberhalb der Kontermutter 17 ist eine Schnappvorrichtung 111 in Form der oben beschriebenen Biegefeder 102 auf dem Gewinde 4 der Trägerhülse 2 aufgesetzt und trägt einen Zeiger 101, welcher mit der Biegefeder gegen ein vorgegebenes Drehmoment auf der Trägerhülse 2 drehbar ist. Die beiden Scheibenhälften 104 sind mit zwei Pass-Schrauben 113 zueinander geführt und zusammengepresst. Die Fixierung der Scheibe auf dem Hals 120 erfolgt mit dem Anziehen der beiden Pass-Schrauben 113, wobei jede Scheibenhälfte mit einem Prisma 103 versehen ist, um die Scheibe zum Hals 120 auszurichten und anzupressen.
  • Die Skala 105 ist ebenfalls mit Markierungen 110 versehen, welche bei einer Steigung des Feingewindes 4 von 1 mm pro Umdrehung jeweils Abstandsänderungen der Sonde von 0,1 mm entsprechen. Der Messvorgang selbst erfolgt wie unter 1 beschrieben ist.
  • 1
    Sonde
    2
    Trägerhülse
    3
    Gehäuse
    4
    Feingewinde
    6
    Fläche
    8
    Adapterschraube
    10
    Gewindebohrung
    11
    Gehäuseschraube
    12
    Ringfläche
    13
    O-Ring
    14
    O-Ring
    15
    Gegenfläche
    17
    Kontermutter
    18
    Kontermutter
    19
    Oszillator
    20
    Anschlusskopf
    22
    Messfläche
    25
    Sondenkabel
    26
    Verbindungskabel
    30
    Halter
    31
    Deckel
    36
    Sechskant
    100
    Sondenhalterung
    101
    Zeiger
    102
    Biegefeder
    103
    Prisma
    104
    Scheibe
    105
    Skala
    106
    Zeigevorrichtung
    107
    Kennlinie
    108
    Schlitz
    109
    Null-Lage
    110
    Markierung
    111
    Schnappvorrichtung
    112
    Berührungslinien
    113
    Pass-Schraube
    115
    Soll-Kennlinie
    116
    Maschinendaten
    117
    Tabelle
    118
    Diagramm
    119
    Aussparung
    120
    Hals
    U
    Spannung [Volt]
    S
    Sondenabstand [mm]
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 1831648 B1 [0015]

Claims (4)

  1. Messvorrichtung zum Ermitteln der Kennlinie einer an einer Maschine eingebauten Wegmesssonde (1), die über ein Sondenkabel (25) und ein daran anschließendes Verbindungskabel (26) mit einem Oszillator (19) verbunden ist, an welchem mit einem Voltmeter eine Spannung, die dem Abstand S zwischen Sonde (1) und Messfläche (22) entspricht, messbar ist, wobei die Sonde (1) an einer Trägerhülse (2) mit deren Gewinde (4) in einem zum Maschinengehäuse (3) starren Gegengewinde in Richtung der Messfläche (22) einschraubbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Gewinde (4) um ein Feingewinde mit einer Steigung a < 1,5 mm pro Umdrehung handelt, dass auf einem starr mit dem Gehäuse verbindbaren Teil, beispielsweise einer Adapterschraube (8), konzentrisch zur Trägerhülse (2) eine Scheibe (104) mit einer kreisförmigen Skala (105) für verschiedene Winkelstellungen drehfest aufsetzbar ist, und dass an der Trägerhülse (2) eine Zeigevorrichtung (106) drehfest aufsetzbar ist, um aus einer Nullstellung, welche dem mechanischen Kontakt der Sonde (1) zu der Messfläche (22) entspricht, bei verschiedenen Markierungen (110), welche mit ihrem Zwischenwinkel durch die Gewindesteigung a vorgegebenen Abständen S der Sonde zur Wellenoberfläche (22) entsprechen, ein zugehöriges elektrisches Spannungssignal für den Sondenabstand ermittelbar und so über Messpunkte die Lage und den Anstieg für eine Kennlinie (107) U = f(S) der Sonde (1) im eingebauten Zustand registrierbar zu machen.
  2. Messvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (104) einen Schlitz (108) aufweist, mit welchem sie seitlich über die Trägerhülse (2) einfahrbar ist, und dass sie bei einem anschließenden Absenken eine drehsichere, formschlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindung zu dem starr mit dem Gehäuse verbindbaren Teil beispielsweise zu einer Adapterschraube (8) herstellt.
  3. Messvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (104) in einem Abstand um die Trägerhülse (2) zusammensetzbar ist und dass sie konzentrisch zur Trägerhülse eine drehsichere, formschlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindung zu dem starr mit dem Gehäuse verbindbaren Teil beispielsweise zu der Adapterschraube (8) herstellt.
  4. Messvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeigevorrichtung (106) mit einer Schnappvorrichtung (111) auf die Trägerhülse (2) aufsetzbar ist, die ein vorgegebenes Haltemoment gegen Drehung erzeugt, wobei die Zeigevorrichtung durch Überschreiten des Haltemoments in eine Null-Lage (109) der Skala (105) der Scheibe drehbar ist.
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