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Die
Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Dosieren eines Beschichtungsfluids
in einer Verarbeitungsmaschine nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs.
Die Einrichtung eignet sich insbesondere zum Beschichten von Bedruckstoffen
mit einem Beschichtungsfluid, speziell in Form von Druckfarbe bzw.
Lack, in Druck- bzw. Lackiermaschinen.
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Eine
Einrichtung dieser Art ist aus EP-A-0 612 618 als zirkulierendes
Beschichtungs- und Waschsystem für
eine Druckmaschine bekannt. Eine Dosiereinrichtung besteht hierbei
aus einem Kammerrakel mit einer Auftragwalze, die einem Formzylinder
(Gummituchzylinder) zugeordnet ist. Der Dosiereinrichtung sind eine
Zuführleitung
und eine Rücklaufleitung
zugeordnet, welche mit einem Behälter
für ein
Beschichtungsfluid, beispielsweise Lack, gekoppelt sind. Zuführ- und
Rücklaufleitung
weisen vor und nach der Dosiereinrichtung Pumpen, insbesondere Peristaltikpumpen,
auf, welche die Zuführung
bzw. den Rückfluss
für das
Beschichtungsfluid gewährleisten.
Ein erstes Schaltventil ist in der Zuführleitung für das Beschichtungsfluid angeordnet und
ist weiterhin leitungsseitig mit einem bei Bedarf beheizbaren Behälter für die Aufnahme
von Wasser gekoppelt. Ein zweites Schaltventil ist in der Rücklaufleitung
für das
Beschichtungsfluid angeordnet und ist weiterhin leitungsseitig mit
einem Behälter
für die
Aufnahme von Abfall gekoppelt. Die Dosiereinrichtung ist für die Lackversorgung
oder die Versorgung mit Wasser (zwecks Reinigung der Einrichtung) über Ventile
umschaltbar.
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Aus
DE 200 12 101 U1 ist
eine Lackversorgungs- und Reinigungseinrichtung für eine Druckmaschine
bekannt. Die Einrichtung umfasst bevorzugt Lackzirkulationspumpen,
die den Lack aus Lackgebinden leitungsseitig zum Lackwerk der Druckmaschine
und wieder zurück
pumpen.
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Für spezielle
Lackanwendungen kann der Lack mittels Wärmetauscher gekühlt oder
erwärmt werden.
Im Nachgang zum Lackierprozess kann durch Umschaltventile das Lackzirkulationssystem mit
Waschwasser (Reinigungsfluid) durchspült und gereinigt werden. Die
Steuerung, Regelung und Überwachung
der Komponenten der Einrichtung wird zentral von einem Steuermodul übernommen.
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Aus
der Publikation KBA-Process, Nr. 3, Ausgabe 1/2006, S. 32 bis 35
sind Varianten zur Inline-Lackierung bekannt. Danach weist ein Lackturm zwei
getrennte Lackkreisläufe
vor, welche zwischen zwei Lacksorten umschaltbar sind. Optional
soll ein vollautomatisch arbeitendes und reinigendes Lackversorgungssystem
für Dispersions-
und UV-Lacke anschließbar
sein. Dabei wird der jeweilige Lack durch ein Aggregat zur Lackkonditionierung
geleitet bevor dieser die Dosiereinrichtung, hier ein Kammerrakel,
erreicht. Herausgeber der Publikation: Koenig & Bauer AG, Marketingabteilung, Friedrich-Koenig-Str.
4, 97080 Würzburg;
Internet am 02.Mai 2007: www. kbaprint.de/de/news/presseservice/download_kba_process.html.
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Aus
US-A-5,520,739 ist eine Vorrichtung zum Beschichten einer Oberfläche in einem
Druckprozess bekannt, die aus einem einzigen Vorratsbehälter, welcher
ein wässriges
Beschichtungsmittel beinhaltet, eine Beschichtungszusammensetzung
für verschiedene
Systeme zur Zufuhr der Beschichtungszusammensetzungen zu Druckprozessen
bereit stellt. Die Einrichtung zur Zufuhr der Beschichtungszusammensetzungen
ist als Reaktorbehälter beschrieben,
in dem die Temperatur und damit die Viskosität der Beschichtungszusammensetzung
beeinflusst werden kann. Dazu sind in dem Reaktorbehälter ein
Wärmetauscher
und eine Temperatursensorik sowie ein Viskosimeter zur Bestimmung
der vorher bestimmten Viskosität
der Beschichtungszusammensetzung vorgesehen. Die Zusammensetzung
kann nur im Vorgriff zum eigentlichen Beschichtungsprozess beeinflusst
werden. Die physikalischen Bedingungen zwischen Reaktorbehälter und
dem Beschichtungsprozess bleiben unberücksichtigt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Einrichtung der eingangs
genannten Art derart zu verbessern, dass die Verarbeitung des Beschichtungsfluids
prozessstabil gewährleistet
wird.
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Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Ausbildungsmerkmale von Anspruch 1 gelöst. Weiterbildungen
ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
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Ein
erster Vorteil der Dosiereinrichtung besteht darin, dass für den Beschichtungsprozess
die Verarbeitungstemperatur und damit die Viskosität des Beschichtungsfluids,
insbesondere Druckfarbe oder Lack, einstellbar und während des
Beschichtungsprozesses konstant gehalten werden kann. Ebenso können die
rheologischen Eigenschaften der im Beschichtungsprozess eingesetzten
Beschichtungsfluide beeinflusst werden. Das Verfahren sowie die
Dosiereinrichtung sind für
unterschiedliche, ein fließfähiges Beschichtungsfluid
auf den Bedruckstoff applizierende Druck-/Lackierverfahren einsetzbar.
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Der
zweite Vorteil ergibt sich daraus, dass durch die wählbare Verarbeitungstemperatur
die Beschichtungsqualität
auf dem Bedruckstoff verbessert wird. Beispielsweise kann beim Einsatz
von Lack als Beschichtungsfluid der Glanzgrad verbessert werden und
eine gleichmäßig hohe
Qualität
auf dem Bedruckstoff bzw. dem Druck-/Lackbild erzielt werden. Beispielsweise
kann beim Einsatz von Druckfarbe als Beschichtungsfluid die Schichtdicke
auf dem Bedruckstoff gleichmäßiger ausgebildet
werden und eine höhere
Farbbrillanz erzielt werden.
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Als
dritter Vorteil kann angeführt
werden, dass der Verbrauch von Beschichtungsfluid reduziert werden
kann. Durch die prozessstabile Viskosität sowie die prozessstabile
Verarbeitungstemperatur sind gleichmäßigere Schichtdicken, vorzugsweise
in einem Bereich von etwa 2 bis 5 μm, auf dem Bedruckstoff erzielbar.
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Als
vierter Vorteil kann aufgeführt
werden, dass gerechnet vom Start bis zum Erreichen der gewählten Solltemperatur
des Beschichtungsfluids mit dem Arbeitsverfahren bzw. der Einrichtung
eine spürbare
Zeiteinsparung (Rüstzeit)
erzielbar ist. Dies ist insbesondere relevant bei relativ kleinen
Auflagestärken
und damit einhergehenden häufigeren
Jobwechseln und/oder wechselnden Beschichtungs- bzw. Reinigungsmedien.
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Bei
Einsatz eines Vorsteuermodus oder eines Hilfs-/Regelmodus ist zusätzlich eine
weitere Rüstzeitverkürzung und
eine Reduzierung der Schwankungsbreite der Temperatur des Beschichtungsfluids,
speziell in einem Bereich, gebildet durch ein einer Temperiereinheit
in Förderrichtung
des Beschichtungsfluids nach geordnetes Kreislaufsystem und dem
Beschichtungsspalt, erzielbar. Von Vorteil ist dabei, dass durch
die reduzierte Schwankungsbreite der Temperatur die Qualität des Beschichtungsfluids
prozessstabil gewährleistet
ist. Beispielsweise ist ein Überhitzen
von Lack als Beschichtungsfluid vermeidbar. Das Beschichtungsfluid
hat bei Beendigung des Vorsteuermodus bzw. des Hilfsregelmodus etwa
Solltemperatur (erster Temperatur-Sollwert). Weiterhin ist unter
dem Aspekt der Energiekosten ein günstiges Anfahren der Temperiereinrichtung realisierbar,
da nach deren bevorzugt maximaler Temperierleistung die Solltemperatur
des Beschichtungsfluids (erster Temperatur-Sollwert) nur noch mit geringer
Temperierleistung aufrechterhalten, d.h. geregelt, werden muss.
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Die
Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden.
Dabei zeigen schematisch:
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1 eine
erste Einrichtung zum Beschichten mit einem Kreislaufsystem,
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2 eine
zweite Einrichtung zum Beschichten mit einem Kreislaufsystem,
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3 eine
Weiterbildung der 1 oder 2.
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Eine
Druckmaschine, alternativ eine Lackiermaschine, weist u. a. eine
Beschichtungseinrichtung zum Dosieren eines Beschichtungsfluids, insbesondere
Druckfarbe oder Lack, für
einen Bedruckstoff auf. Beispielsweise umfasst die Beschichtungseinrichtung
gemäß 1 eine
Dosiereinrichtung 1 mit einer Auftragwalze 3,
einen der Auftragwalze 3 zugeordneten Formzylinder 4 und
einen diesem zugeordneten, den Bedruckstoff in Förderrichtung 6 führenden
Gegendruckzylinder 5. Die Auftragwalze 3, der Formzylinder 4 sowie
der Gegendruckzylinder 5 sind in Kontakt bringbar angeordnet,
wobei Formzylinder 4 und Gegendruckzylinder 5 einen
Beschichtungsspalt 22 bilden.
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Beispielsweise
umfasst die Beschichtungseinrichtung gemäß 2 eine Dosiereinrichtung 1 mit
einer Auftragwalze 3 und einen der Auftragwalze 3 zugeordneten,
den Bedruckstoff in Förderrichtung 6 führenden
Gegendruckzylinder 5. Die Auftragwalze 3 kann
mit einem Drucksujet ausgestattet sein und ist mit dem Gegendruckzylinder 5 in
Kontakt bringbar angeordnet. Somit bilden Auftragwalze 3 und
Gegendruckzylinder 5 den Beschichtungsspalt 22.
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Gemäß der 1 bis 3 weist
die Dosiereinrichtung 1 eine Kammerrakel 2 auf,
welche mit der beispielsweise als Rasterwalze ausgebildeten Auftragwalze 3 in
Wirkverbindung ist. Alternativ kann die Dosiereinrichtung 1 ein
an sich bekanntes Walzensystem, beispielsweise nach dem Quetschwalzen- oder
Schöpfwalzenprinzip,
umfassen. Bei Einsatz eines Formzylinders 4 kann dieser
eine Druckform, einschließlich
Flexodruckform, eine Lackform oder ein Gummituch (vollflächig oder
ausgespart) tragen.
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Zum
Zirkulieren des Beschichtungsfluids ist die Dosiereinrichtung 1 mit
einem Kreislaufsystem gekoppelt. Bevorzugt umfasst das Kreislaufsystem eine
ein Reservoir 7 für
das Beschichtungsfluid einschließende Zuführ- und eine Rücklaufleitung 19, 20 nebst
integrierter Förderpumpe 11.
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In
vorliegender Ausführung
erfolgt die Einspeisung der Zuführleitung 19 in
das Gehäuse
der Kammerrakel 2. Vom Gehäuse der Kammerrakel 2 führt die
Rücklaufleitung 20 in
das Reservoir 7. Über die
Rücklaufleitung 20 kann
das Beschichtungsfluid nach dem Schwerkraftprinzip in das Reservoir 7 gefördert werden.
Eine in die Zuführleitung 19 integrierte
Förderpumpe 11 bewirkt
die Zirkulation des Beschichtungsfluids. Eine Integration einer
Saugpumpe in die Rücklaufleitung 20 ist
bei Bedarf möglich,
jedoch nicht zwingend erforderlich.
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In
Förderrichtung
des Beschichtungsfluids ist vorzugsweise nach der Förderpumpe 11 der
Zuführleitung 19 eine
Temperiereinheit 8 zugeordnet. Die Temperiereinheit 8 umfasst
zumindest eine auf das Beschichtungsfluid wirkende Temperiereinrichtung 9. Bevorzugt
umfasst die Temperiereinheit 8 wenigstens die Temperiereinrichtung 9 sowie
ein Temperiermittel 18. Im vorliegenden Beispiel umfasst
die Temperiereinheit 8 einen ein Temperiermittel 18 und
eine vorzugsweise gewendelte Teilstrecke der Zuführleitung 19 aufnehmenden
Behälter 21 sowie
die auf das Temperiermittel 18 wirkende, als Heiz-/Kühleinrichtung
ausgebildete Temperiereinrichtung 9.
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Zum
verbesserten Durchmischen des Temperiermittels 18 in dem
Behälter 21 kann
bei Bedarf die Temperiereinheit 8 eine Mischvorrichtung 10 aufweisen.
Beispielsweise kann die Mischvorrichtung 10 als eine in
den Behälter 21 eintauchende
Rührvorrichtung 10 ausgebildet
sein. Die Mischvorrichtung 10 kann manuell oder mittels
einer Hauptregeleinrichtung 16 angesteuert sein. Bei einer
ein Temperiermittel umfassenden Temperiereinheit 8 wird
somit das Temperiermittel durchmischt.
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Zur
Niveauüberwachung
des Temperiermittels 18 kann dem Behälter 21 bei Bedarf
ein Füllstandssensor 15 zugeordnet
sein. Ein derartiger Füllstandssensor 15 kann
ebenso dem Reservoir 7 bei Bedarf zugeordnet sein.
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Die
Temperiereinheit 8 umfasst ferner zur Bestimmung der Temperaturen
in dieser, vorzugsweise während
der Zirkulation bzw. des Übertragens des
Beschichtungsfluids, einen ersten Temperatursensor 12.
Je nach Ausbildung der Temperiereinheit 8 ist der erste
Temperatursensor 12 bevorzugt in der Temperiereinheit 8 angeordnet,
beispielsweise in den Behälter 21 integriert
angeordnet.
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Weiterhin
umfasst die Einrichtung einen in einem Bereich, gebildet durch die
der Temperiereinheit 8 in Förderrichtung des Beschichtungsfluids nachgeordnete
Zuführleitung 19 und
den Beschichtungsspalt 22, angeordneten zweiten Temperatursensor 13.
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Dabei
sind die Förderpumpe 11,
die Temperatursensoren 12, 13 und die Temperiereinrichtung 9 schaltungs-
und datentechnisch mit einer Hauptregeleinrichtung 16 gekoppelt,
derart, dass wahlweise die Temperiereinrichtung 9 oder
die Förderpumpe 11 aktivierbar
ist.
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In
einer Weiterbildung können
die Temperiereinrichtung 9 und die Förderpumpe 11 mittels
der Hauptregeleinrichtung 16 gleichzeitig aktivierbar ausgebildet
sein. In einer weiteren Ausbildung kann in einem Bereich, gebildet
durch das Reservoir 7 und die – ausgehend vom Reservoir 7 – in Förderrichtung
des Beschichtungsfluids der Temperiereinheit 8 vorgeordnete
Zuführleitung 19,
ein dritter, schaltungs- und datentechnisch mit der Hauptregeleinrichtung 16 gekoppelter
Temperatursensor 14 angeordnet sein. Bevorzugt ist der
dritte Temperatursensor 14 im Reservoir 7 angeordnet.
Alternativ kann dieser Temperatursensor 14 im Bereich zwischen
Reservoir 7 und Temperiereinheit 8 der Zuführleitung 19 zugeordnet
bzw. in diese integriert sein oder in der Förderpumpe 11 angeordnet
sein.
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In
einer Weiterbildung ist eine Hilfsregeleinrichtung 23 mit
der übergeordneten
Hauptregeleinrichtung 16 schaltungs- und datentechnisch
gekoppelt. Dabei sind die Temperiereinrichtung 9 und der erste
Temperatursensor 12 der Temperiereinheit 8 mit
der Hilfsregeleinrichtung 23 schaltungs- und datentechnisch
gekoppelt. Alternativ kann die Hilfsregeleinrichtung 23 schaltungs-
und datentechnisch in die Hauptregeleinrichtung 16 integriert
angeordnet sein.
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Gemäß 1 und 3 ist
der zweite Temperatursensor 13 beispielsweise innerhalb
der Kammerrakel 2 integriert angeordnet. Alternativ kann
dieser zweite Temperatursensor 13 dem Walzenmantel der
Auftragwalze 3 zugeordnet sein. Bei Walzensystemen kann
der Temperatursensor 13 einem Walzenmantel oder einem Walzenspalt
oder einem das Beschichtungsfluid aufnehmenden Behälter (mit
eintauchender Schöpfwalze)
zugeordnet sein. Zusammengefasst kann der zweite Temperatursensor 13 im
Bereich der Dosiereinrichtung 1 angeordnet sein.
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Gemäß 2 ist
der zweite Temperatursensor 13 beispielsweise in Förderrichtung 6 nach
dem Beschichtungsspalt 22 angeordnet. Alternativ kann der
zweite Temperatursensor 13 auch in Förderrichtung 6 vor
dem Beschichtungsspalt 22 angeordnet sein. Der zweite Temperatursensor 13 kann
auf den Formzylinder 4 (bei Ausbildung gem. 1)
bzw. die Auftragwalze 3 oder den Bedruckstoff (auf dem
Gegendruckzylinder 5) zwecks Erfassung der Temperaturwerte
des Beschichtungsfluids gerichtet angeordnet sein.
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Sämtliche
Temperatursensoren 12 bis 14, die Füllstandssensoren 15,
die Mischvorrichtung 10, die Temperiereinrichtung 9 sowie
die Förderpumpe 11 sind
mit der Hauptregeleinrichtung 16 schaltungstechnisch und
datentechnisch gekoppelt. Die Hauptregeleinrichtung 16 ist
bevorzugt mit einer Schnittstelle 17, beispielsweise zu
einer übergeordneten Maschinensteuerung
oder einer Auftragsdatenbearbeitungseinrichtung, der Verarbeitungsmaschine schaltung- und datentechnisch
gekoppelt. Alternativ kann die Hauptregeleinrichtung 16 oder
die Schnittstelle 17 mit einem manuell bedienbaren Panel
schaltungs- und datentechnisch gekoppelt sein. Über die Schnittstelle 17 sind
Daten, vorzugsweise Auftragsdaten, Daten bezüglich der Beschichtungsfluide,
Daten zur Voreinstellung etc. eingebbar oder einlesbar.
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Das
Arbeitsverfahren ist wie folgt: An der Hauptregeleinrichtung 16 erfolgt
eine Vorwahl für
einen ersten Temperatur-Sollwert des Beschichtungsfluids in einem
Bereich, gebildet durch das einer Temperiereinheit 8 in
Förderrichtung
des Beschichtungsfluids nachgeordnete Kreislaufsystem (Zuführleitung 19 zwischen
Temperiereinheit 8 und Dosiersystem 1) und den
Beschichtungsspalt 22. Die Förderpumpe 11 wird
gestartet und das Beschichtungsfluid wird in Richtung Beschichtungsspalt 22 gefördert.
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Anschließend bzw.
zeitgleich wird in der Temperiereinheit 8 ein erster Temperatur-Istwert
der Temperiereinheit 8 mittels des Sensors 12 und
in dem durch das der Temperiereinheit 8 nachgeordnete Kreislaufsystem
und den Beschichtungsspalt 22 gebildeten Bereich ein zweiter
Temperatur-Istwert des Beschichtungsfluids mittels des Sensors 13 jeweils
erfasst und mindestens je ein Signal an die Hauptregeleinrichtung 16 übermittelt.
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Danach
wird der zweite Temperatur-Istwert mittels der Hauptregeleinrichtung 16 einem
Soll-/Istwert-Vergleich unterzogen und in Abhängigkeit des ersten erfassten
Temperatur-Istwerts anschließend von
der Hauptregeleinrichtung 16 zumindest ein Steuersignal
- – an
eine Temperiereinrichtung 9 der Temperiereinheit 8 zugeführt und
mittels Temperiereinrichtung 9 das Beschichtungsfluid temperiert
(erhitzt oder gekühlt),
oder
- – an
die Förderpumpe 11 zugeführt und
der Volumenstrom des Beschichtungsfluids mittels Förderpumpe 11 verändert.
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In
einer weiteren Ausbildung kann von der Hauptregeleinrichtung 16 jeweils
ein Steuersignal an die Temperiereinrichtung 9 und die
Förderpumpe 11 zugeführt werden
und Temperiereinrichtung 9 und Förderpumpe 11 gleichzeitig
aktiviert werden.
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In
einer weiteren Ausbildung kann die Temperiereinrichtung 9 bei
konstantem Volumenstrom des Beschichtungsfluids aktiviert werden.
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In
einer weiteren Ausbildung kann der Volumenstrom des Beschichtungsfluids
bei konstanter Temperatur der Temperiereinrichtung 9 verändert werden.
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In
einer Weiterbildung kann die Temperiereinrichtung 9 nach
der Vorwahl des ersten Temperatur-Sollwertes an der Hauptregeleinrichtung 16 und vor
dem Starten der Förderpumpe 11 in
einem Vorsteuermodus abhängig
von einem in einem Bereich, gebildet durch das Reservoir 7 und
das in Förderrichtung
des Beschichtungsfluids der Temperiereinheit 8 vorgeordnete
Kreislaufsystem, mittels Sensor 14 erfassten dritten Temperatur-Istwerts
des Beschichtungsfluids temporär
aktiviert werden.
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In
einer Weiterbildung kann die Temperiereinrichtung 9 vor
der Vorwahl des ersten Temperatur-Sollwertes an der Hauptregeleinrichtung 16 und vor
dem Starten der Förderpumpe 11 in
einem Vorsteuermodus abhängig
von einem in der Hauptregeleinrichtung 16 abgelegten zweiten
Temperatur-Sollwert und einem in einem Bereich, gebildet durch das Reservoir 7 und
das in Förderrichtung
des Beschichtungsfluids der Temperiereinheit 8 vorgeordnete Kreislaufsystem,
mittels Sensor 14 erfassten dritten Temperatur-Istwert
des Beschichtungsfluids temporär
aktiviert werden.
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Dabei
kann im jeweiligen Vorsteuermodus die Temperiereinrichtung 9 mit
maximaler Temperierleistung, d.h. Kühl- oder Heizleistung, betrieben
werden.
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In
einer weiteren Ausbildung können
die Temperiereinrichtung 9 oder die Förderpumpe 11 periodisch
aktiviert werden. Ebenso können
die Temperiereinrichtung 9 und die Förderpumpe 11 gleichzeitig periodisch
aktiviert werden.
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In
einer weiteren Ausbildung kann nach der Vorwahl des ersten Temperatur-Sollwertes oder des zweiten
Temperatur-Sollwertes an der Hauptregeleinrichtung 16 im
Vorsteuermodus die Aktivierung der Förderpumpe 11 in Abhängigkeit
des mittels Sensor 14 erfassten dritten Temperatur-Istwertes
des Beschichtungsfluids temporär
verzögert
werden.
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In
einer Weiterbildung kann nach dem Starten der Förderpumpe 11 die Hauptregeleinrichtung 16 in
einem Regelmodus (Hilfsregelmodus) einen aus dem zweiten Temperatur-Istwert
(erfasst mittels zweitem Temperatursensor 13) berechneten Hilfs-Sollwert
periodisch einer Hilfsregeleinrichtung 23 vorgeben und
von der Temperiereinheit 8 ein mittels Sensor 12 erfasster
erster Temperatur-Istwert der Hilfsregeleinrichtung 23 zugeführt werden,
dass die Hilfsregeleinrichtung 23 den Hilfs-Sollwert mit dem
mittels Sensor 12 erfassten ersten Temperatur-Istwert vergleicht
und danach die Temperiereinrichtung 9 aktiviert oder deaktiviert.
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Die
Wirkungsweise der Einrichtung ist wie folgt: Die der Zuführleitung 19 zugeordnete
Temperiereinheit 8, speziell deren Temperiereinrichtung 9 sowie
das Temperiermittel 18, wirkt auf das Beschichtungsfluid
in der Zuführleitung 19 ein.
Die Temperiereinheit 8 umfasst den ersten Temperatursensor 12,
welcher den ersten Temperatur-Istwert des Beschichtungsfluids in
der Temperiereinheit 8 erfasst und diesen der Hauptregeleinrichtung 16 übermittelt. Der
bevorzugt im Bereich der Dosiereinrichtung 1 angeordnete
zweite Temperatursensor 13 erfasst den zweiten Temperatur-Istwert
des Beschichtungsfluids und übermittelt
diesen der Hauptregeleinrichtung 16. Nachdem zu Beginn
an der Hauptregeleinrichtung 16 ein Temperatur-Sollwert
des Beschichtungsfluids vorgewählt
wurde führt
die Hauptregeleinrichtung 16 einen Soll-Istwert-Vergleich durch und
aktiviert vorzugsweise über
die Schnittstelle 17 bevorzugt die Maschinensteuerung derart,
dass wahlweise die Temperiereinrichtung 9 oder die Förderpumpe 11 aktiviert
ist.
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In
einer weiteren Ausbildung können
Temperiereinrichtung 9 und Förderpumpe 11 gemeinsam mittels
der Hauptregeleinrichtung 16 aktiviert werden.
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Für den Einsatz
eines zweiten Beschichtungsfluids oder eines Reinigungsfluids kann
ein weiteres Reservoir 7' bereit
gestellt sein. Hierbei sind lediglich die Zuführ- und Rücklaufleitung 19, 20 und
bei Bedarf der dritte Temperatursensor 14 aus dem Reservoir 7 zu
entfernen und in das Reservoir 7' als Zuführ- und Rücklaufleitung 19', 20' und Temperatursensor 14' einzusetzen.
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- 1
- Dosiereinrichtung
- 2
- Kammerrakel
- 3
- Auftragwalze
- 4
- Formzylinder
- 5
- Gegendruckzylinder
- 6
- Förderrichtung
- 7
- Reservoir
- 8
- Temperiereinheit
- 9
- Temperiereinrichtung
(Heiz-/Kühleinrichtung)
- 10
- Mischvorrichtung
- 11
- Förderpumpe
- 12
- erster
Temperatursensor
- 13
- zweiter
Temperatursensor
- 14
- dritter
Temperatursensor (Reservoir)
- 15
- Füllstandssensor
- 16
- Hauptregeleinrichtung
- 17
- Schnittstelle
- 18
- Temperiermittel
- 19
- Zuführleitung
- 20
- Rücklaufleitung
- 21
- Behälter
- 22
- Beschichtungsspalt
- 23
- Hilfsregeleinrichtung