-
Orthopädische Fusseinbettung sowie Verfahren und Vorrichtung zu ihrer
Herstellung Die Erfindung bezieht sich auf eine orthopEdisehe Fusseinbettung, die
aus einem sohlenartigen Teil, bei dem fliessfähiges Medium, insbesondere Luft im
Inneren einer undurchlässigen, ringsum geschlossenen Hülle gehalten und in einer
porösen Lage, insbesondere einer Schaumstofflage geführt ist, und aus den zur Anpassung
an den jeweiligen Fuss erforderlichen Abstützungen besteht.
-
Es ist bekannt, zur Behandlung von Fussdeformitäten und deren Vorbeugen
mittels Modellherstellung der Pussform im Abdruckverfahren relativ starre Einlagen,
Gelenkstützen u.dgl. anzufertigen. Dies hat aber dei esentlichen Nachteil, dass
der elastischen Einheit des Pusses, insbesondere beim Gehen, starre Elemente entgegengesetzt
werden, die den psychologischen Federungseffekt des Fussgewölbes hemmen.
-
Es sind auch Schaumstoffeinlagen mit fertiger Gelenkstütze bekannt,
die aber nicht den Erfordernissen entsprechen, da ihre Elastizität mit der Zeit
an Wirkung einbüsst und die Einlagen keine individuelle, jeder Fussform entsprechende
Gestaltung annehmen können.
-
Eine weiter vorgeschlagene Einlegesohle besteht aus porösem Gummi
mit einem ueberzug aus wenig elastischem und möglichst glattem Material bei einem
standartisierten Oberflächenprofil.
-
Bei dieser Einlegesohle fehlt die Funktion der selbsttägen Anpassung
an die jeweilige Fussform.
-
Als Senkfusseinlage ist auch schon eine Einlegesohle vorgeschlagen
worden, bei welcher zwei an den Rändern miteinander verschweisste Kunststoffschichten
im Bereich des Pusagewölbes ein mit einem Luftdruckventil ausgestattetes Luftkissen
besitzen,
das mit einer keilförmigen elastischen Gummieinlage ausgestatet
ist. Eine weitere bekannte orthopädische Schuheinlegesohle besteht aus einer luftdurchlässigen,
elastischien Hülle aus Kunststoff, in der Luft in dosierter Menge gespeichert ist.
Um dabei eine bestimmte Strömungsbahn der Luft innerhalb der Einlage zu erzielen,
ist deren Hohlraum durch linienförmig geführte Schweissnähte in Kammern unterteilt.
-
Es ist schliesslich eine Schuheinlage bekannt, die aus einer undurchlässigen
Hülle aus elastischem Material besteht, die mit einem dosierten, gasförmigen oder
flüssigem Medium gefüllt und mit einem Ventil versehen sein soll. Diese bekannte
Schuheinlegesohle soll eine nicht vollständig durchgehende oder unterbrochene Schweissnaht
-aufweisen, die zwar eine gewisse Kammerunterteilung hervorruft, aber diese Kammern
nicht vollständig-voneinander abtrennt. Hierdurch soll eine bestimmte Strömungsbahn
für das eingeschlossene Medium im Inneren des Schaumstoffpolsters von einer Kammer
zur anderen erzielt werden. Diese bekannte Schuheinlage ist -aber mit einer Reihe
von Mängeln behaftet, insbesondere fehsl der Abstützung-seffékt. Darüberhinaus ist
beiden bekannten Schuheinlegesohlen durchweg der Mangel -gegeben, dass die Ränder
zur Erzielung der vollständig sicheren Abdichtung verhältnismässig breit ausgebildet
sind und dadurch Druckstellen bilden.
-
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine orthopädische
Fusseinbettung zu schaffen, die eine dem jeweiligen Puss entsprechende Abstimmung
und Abstützung ermöglicht und darüberhinaus ein besonders bequemes Tragen gewährleistet.
Die Fuss einbettung soll ausserdem eine gewisse massierende Wirkung an der Unterseite
des Fusses ausüben.
-
Die gestellte Aufgabe wird gemäss der Erfindung durch die Kombination
der folgenden Merkmale gelöst: a) dass die vordere Abschlussnaht der Hülle knapp
hinter oder knapp vor detn durch den vorderen Endbereich der Mittelfussknochen bestimmten
beiden vorderen Hauptauftrittpunkten des Fusses angeordnet und entsprechend der
vorderen Enden der Mittelfussknochen kurvenförmig ausgebildet ist; b) dass die die
Hülle ringsum verschliessenden Nähte als schmale, von der Hüllenwand überrollbare
Trennschweissnähte ausgebildet sind und c) dass die Abstützelemente ausserhalb des
sohlenartigen Teiles an dessen Unterseite befestigt sind.
-
Die orthopädische Fusseinbettung gemäss der Erfindung bietet
den
Vorteil, dass sie sich ohne weiteres den verschiedensten Anforderungen anpassen
lässt. Sie ist nicht allein zur Behandlung fon Fussdeformitäten und deren Vorbeugung
anwendbar, sondern lässt sich ebenso gut auöh zum bequemen Tragen am normalen Fuss
einrichten. Durch das an der Unterseite des Fusses anliegendesohlenartige Teil,
das mit fliessfähigem Medium gefüllt ist, wird während des Gehens eine ständige
Massagewirkung an der Fussunterseite, insbesondere im Bereich der so massierten
Eussteile wesentlich verbessert.
-
Der sohlenartige Teil kann sich in Art einer Einlegesohle rückwärts
bis unter die Ferse und über den durch die Ferse bestimmten-hinteren Hauptauftrittspunkt
des Fusses hinaus erstrecken.
-
In Verbindung mit der Erfindung können die verschiedensten ansich
bekannten Abstützelemente benutzt werden, beispielsweise eine längsgewölbestütze
aus relativ festem Kunststoff. Es ist auch möglich, ein Abstützelement in Art einer
unter dem mittleren Teil des Fusses a-ngeordneten Einlageschale zu benutzen, die
eine gewisse federnde, nachgiebige Wirkung aufweist. Die Einlageschale kann auch
mit hochgezogenen Seitenwänden ausgebildet- sein. Zusätzlich zu diesen ansich bekannten
AbstUtzelementen können noch je nach Bedarf Supinationskeile an der Unterseite des
Abstützelementes befestigt werden.
-
In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist der sohlenartige
Teil in Art einer Pelotte, deren Vordernaht knapp vor dem vorderen Hauptauftrittspunkten
des Pusses, jedoch in Abstand hinter den Auftrittspunkten der Zehenballen angeordnet
ist und deren rückwärtige Naht hinter den vorderen Hauptauftrittspunkten des Fusses
etwa dreieckförmig in den Mittelfussbereich verläuft, ausgebildet und mittels flacher,
flexibler Einlageteile dem hinteren oder vorderen Teil des Schuhes angepasst.
-
Solche aus Pelotte und Anpassungsstück gebildeten Fusseinbettungen
eignen sich insbesondere in solchen Fällen, wenn die erforderlichen Abstützelemente
schon in dem Fußbett des Schuhes selbst angebracht sind oder solche Abstützungselemente
nicht benötigt werden.
-
Die Füllung des sohlenartigen Teiles mit fliessfähigem Medium und
Schaumstoff ist im Rahmen der Erfindung in verschiedener, von Fall zu Fall vorher
bestimmter Dicke innerhalb eines Bereiches von etwa 4 bis 16 mm ausgebildet.
-
Für die Herstellung von sohlenartigen Teilen für orthopädische Fusseinbettungen
gemäss der Erfindung eignet sich insbesondere ein Herstellungsverfahren, bei dem
eine flexible Folie aus undurchlässigem, thermoplastischem Kunststoff, mindestens
eine
Lage von thermoplastischem Schaumstoff und eine zweite flexible
Folie aus undurchlässigem, thermoplastischem Kunststoff übereinandergelegt werden
und der sohlenartige Teil an dem seiner vorherbestimmten Form entsprechenden Rand
durch Trennschweissen unter dichtem Verschweissen der beiden Folien und des zwischengelegten
Schaumstoffes entlang einer schmalen, ringsum dichten Naht ausgeschnitten wird.
Zur Durchführung dieses Verfahrens eignet sich eine Vorrichtung, die aus einer Auflageplatte
aus festem elektrisch isolierendem Material und einem beheizten lrennschweissstempel
mit einem der Form des herzustellenden Sohlenteiles entsprechenden Schweissrand
besteht. Gemäss der Erfindung ist der Rand des Schweisstempels in Art einer Schneide
ausgebildet, deren nach dem Sohlenteil gerichteter Profilschenkel steil und nach
dem Abfall gerichteter-Profilschenkel flach angestellt sind.
-
Einige Ausführungsformen der Erfindung werden im folgenden anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Figur 1: ein Fussabdruekbild mit szchematischer
Darstellung der diesem Fuss entsprechenden sohlenartigen Zeile; Figur 2 einen längeren
sohlenartigen Teil gemäss der Erfindung in Draufsicht-;
Figur 3:
einen kürzeren sohlenartigen Teil gemäss der Erfindung in Draufsicht; Figur 4. einen
Schnitt nach der Linie IV-IV der Figur 3; Figur 5: einen Teilschnitt V-V der Figur
3 in vergrössertem Masstab bei überolltem Umfangsrand des sohlenartigen Teiles;
die Figuren 6 bis 8: Schnittdarstellungen entsprechend der Linie VI-VI der Figur
2 mit verschiedenen Abstüt zungselementen; Figur 9: einen sohlenartigen Teil gemäss
der Erfindung in Ausbildung als Pelotte mit rückwärtiger hpassungssunge für den
Schuh; Figur 10: einen sohlenartigen Teil gemäß der Erfindung in Form einer Pelotte
mit vorderer Anpassungszunge für den Schuh; Figur 11: eine schematische Schnittdarstellung
der Herstellungs vorrichtung in geöffnetem Zustand und
Figur 12:
eine schematische Schnittdarstellung der Herstellungsvorrichtung in geschlossenem
Zustand.
-
Wie aus dem in Figur 1 gezeigten Fussabdruck ersichtlich, weist der
menschliche Puss drei Hauptauftrittspunkte A, B-und C auf, wie sie in Figur 1 angedeutet
sind. Der Hauptauftrittspunkt A liegt im Bereich des vorderen Capitulum des 1. Mittelfussknochens
und zwar im wesentlichen unterhalb der dort liegenden Sesambeine. Der zweite Hauptauftrittspunkt
B liegt etwa unterhalb des Capitulum des 5. Mittelfussknochens. Die dazwischen-liegenden
vorderen Oapitular des zweiten, dritten und vierten Mittelfussknochens liegen, wie
es etwa durch die punktierte Linie D in Sigur 1 angedeutet ist. Diese Capitular
des zweiten, dritten und vierten Mittelfusskhochens sind aber durch die Querwölbung
des Fusses gegenüber denjenigen des ersten und fünften Mittelfussknochens angehoben,
sodass dort normalerweise kein Hauptauftrittspunkt liegt. Der dritte Hauptauftrittspunkt
C liegt im Bereich unterhalb des Fersenbeines.
-
Aus diesen anatomischen Voraussetzungen sind gemäss der Brfindung
sohlenartige Teile für die orthopädische Fusseinbettung wie folgt zu entwickeln:
1. Ein langes sohlenartiges Element entlang der gestrichelten
Linie
E. Diese Linie E überschreitet die voll ausgezogene Fussumfangslinie F am inneren,
hinteren Bereich, weil dort Abstützelemente unter dem sohlenartigen Element anzuordnen
sind. Nach vorn erstreckt sich dieses lange sohlenartige Element, wie der vordere
Bereich der gestrichelten Linie E zeigt, über die Hauptauftrittspunkte A, und B
und die punktierte Linie D hinaus. Es endet aber vor den Aufdruckstellen der Fusszehen.
-
2. Ein kürzeres solienartiges Element, das im rückwärtigen Teil wie
das längere sohlenartige Element durch die Linie E bis zu den Punkten G und H bestimmt
ist. Zwischen den Punkten G und H ist eine kurvenförmige vordere Kante I gebildet,
die hinter den Hauptauftrittspunkten A und B liegt, sich aber etwa entsprechend
der Linie D nach vorn zwischen die Hauptauftrittspunkte A und B erstreckt, um die
Querwölbung des Fusses zu unterstützen. Dieses kürzere sohlenartige Element liegt
somit nur unter dem Hauptauftrittspunkt C an der Ferse.
-
3. Ein pelottenartiges Sohlenelement, das unter die Hauptauftrittspunkte
A und B zu legen ist und an seiner vorderen Abgrenzung durch den vorderen Teil der
gestrichelten Linie E des langen sohlenartigen Elementes bestimmt und in seinem
rückwärtigen, etwa dreieckförmigen, sich unter den Mittelfuss legenden Teil zwischen
den Punkten s und L durch die
strichpunktierte Linie M bestimmt
ist. Das in Figur 2 gezeigte elängere sohlenartige Element 1 ist entapreohand den
oben anhand der gestrichelten Kontur E erläuterten Gesichtspunkten ausgebildet mit
dem unwesentlichen Unterschied. einer durch die -Fussform des. Trägers bestimmten
schmaleren Ausbildung. Das.
-
Sohlenelement 1 ist, wie in Figur 4 dargestellt, aus einer luftundurchlässigen
Hülle und in dieser Hülle angeordnetem Schaumstoff als Träger eines flies-sfähigen
Mediums beispielsweise Luft gebildet. Die Luftundurchlässige Hülle- besteht im dargestellten
Beispiel aus einer Deckfolie 2 und. einer Bodenfolie 5, zwischen die der gewünschten
Dicke des sohlenartigen Elementes 1 ents-prechend eine ode-r mehrere Lagen 4 aus
Schaumstoff eingelegt ist. Der Schaumstoff und die in ihm getragene.
-
Luft sind dadurch gegenüber der Aussenluft abgeschlossen, dass die
Deckfolie 2, die Bodenfolíe 3 und der Schaumstoff 4 rings um an diner schmalen Trennschweissnaht
5 dicht miteinand-er verschweisst sind. Da die Deckfolie 2 und die Bodenfolie 3.
-
flexible Kunststoffolien sind, passt sich die Deckfolie 2 insbesondere
in den Hauptauftrittspunkten A, 3 und C des Fussesder Fussform an, während sich
die -Bodenfoie 3 dem Fussbe.tt des Schuhes und unter dem sohlenartigen Teil 1 angebrachten
Abstützelementen anpasst. Durch den ringsum dichten Abschluss ist in dem sohlenartigen
Element 1 nicht die Schaumstoffschicht 4, sondern die Luft tragendes Element, das
verhindert, dass
die Schaumstoffschicht 4 vollständig fest zusammengedrückt
werden kann.
-
In Figur 3 ist ein kurzes, sohlenartiges Element 6 gezeigt, das abgesehen
von schmalerer Ausbildung entsprechend dem hinteren Teil der Kontur E und der Kurve
I in Figur 1 ausgebildet ist. Der Aufbau des kürzeren sohlenartigen Elementes 6
ist der gleiche, wie er oben anhand der Figur 4 für das längere sohlenartige Element
1 e-rläutert worden ist.
-
Figur 5 zeigt in etwas vergrösserter Darstellung einen Ausschnitt
V-V der Figur 3, wenn die Deckfolie 2 des sohlenartigen Elementes 6 während der
Bewegung des Fusses etwas nach vorn geschoben worden ist. Durch ihre sehr schmale
Ausbildung wird die Trennschweissnaht 5 beim Verschieben der Deckfolie 2 nach unten
gegen den Rand der Bodenfolie 3 gerollt. Die Oberseite des sohlenartigen Elementes
6 bleibt im Randbereich glatt und abgerundet, sodass keinerlei Druckstellen am Fuss
entsteht.
-
Die in Figur 5 gezeigte Randabrundung 7 des sohlenartigen Xlementes
6 tritt auch ein, wenn das sohlenartige Element längere Zeit in Gebrauch gewesen
ist und sich seine Deckfolie 2 durch die Belastung durch den Fuss etwas gedehnt
hat. Die in Figur all-5 gezeigte Randausrundung 7 tritt nicht siñ am vorderen Rand,
sondern
auch an den Seitenrändern und den rückwärtigen Randbereich des sohlenartigen Elementes
6 und auch in gleicher Weise an den Rändern des längeren sohlenartigen Elementes
1 und des weiter unten erläuterten pelottenartigen Sohlenelementes auf.
-
Die Deckfolie 2 und die Bodenfolie 3 bestehen aus thermoplastischem
Kunststoff und sind gut fltexibel. An ihrer Aussenseite sind sie ausserdem etwas
genarbt, um eine bessere Auflage des Strumpfes zu gewährleisten. Die Schaumstoffschjcht
4 besteht vorzugsweise aus aufgeschäumten Kunststoff auf Polyvinylchloridbasis.
-
Im Beispiel der Figur 6 ist ein sdlenartiges Element 1 bzw. 6 in Verbindung
mit einer Längsgewölbestütze 8 aus nachgiebigem Kunststoff auf Polyesterbasis oder
Polyvinylchloridbasis. Die Längsgewölbestütze 8 ist in bekannter Weise den Anforderungen
an den jeweiligen Fuss durch Bearbeiten, beispielsweise Schleifen an der Seitenfläche
und der Unterfläche-angepasSt und mit der oberen Fläche-an die Unterseite des sohlenartigen
Blementes 1 bzw. 6 angeklebt. Falls erforderlich, können unter der Längsgewölbe
stütze noch ein oder mehrere Supinationskeile 9 angebracht insbesondere anteklebt~werden.
-
Figur 7 zeigt ein sohlenartiges Element 1 bzw. 6 in Verbindung mit
einer Einlageschale 10, die ebenfalls aus nachgiebigem Kunststoff auf Polyesterbasis
oder Polyvinylchloridbasis hergestellt ist und selbst in Längsrichtung des Fusses
brückenartig gewölbt und entsprechend dem Pfeil 11 nach unten elastisch verformbar
ist. Die Einlageschale 10 ist an der Innenseite des Fusses mit einer Längsgewölbestütze
12 und an der Aussenseite des Fusses mit einer Antitorsionsstütze 13 ausgebildet.
Die Einlageschale 10 ist an ihren Aussenflächen und ihrer Unterseite tzur Anpassung
an den jeweiligen Fuss verarbitet, insbesondere geschliffen und mit ihrer oberen
Fläche an die Unterseite des sohlenartigen Elementes 1 bzw. 6 angeklebt.
-
Figur 8 zeigt ein sohlenartiges Element 1 bzw. 6 in Verbindung mit
einer Einlageschale 14, die sich von der in Figur 7 gezeigten Einlageschale 10 durch
höhere Ausbildung der Längsgewölbestütze 15 und durch wesentlich erhöhte Antitorsionsstütze
16 unterscheidet. In solchem Fall wird insbesondere eine besonders breite Ausführung
des sohlenartigen Elementes 1 bzw. 6 benötigt, um sowohl die Längsgewölbestütze
15 als auch die Antitorsionsstütze 16 voll zu überdecken.
-
In den Beispielen der Figuren 9 und 10 sind pelottenartige Sohlenelemente
17 benutzt. Die Pelotten 17 sind in ihrem Aufbau gleich wie die sohlenartigen Elemente
1 und 6. Ihr Querschnitt ist der gleiche, wie er anhand Figur 4 beschrieben wurde.
-
In Figur 9 ist eine rechte Schuheinlage dargestellt, bei der an den
rückwärtigen Teil der Pelotte 17 eine dünne Lederzunge 18 angeklebt ist. Diese Federzunge
18 dient im wesentlichen zum Anpassen an-die Schuhform und zur Gewährleistung, dass
die Pelotte 17 ihre richtige Lage innerhalb des Schuhes einnimmt. Unter der P6btte
17 sind entsprechend den Erfordernissen des jeweiligen Fusses Abstützelemente, beispielsweise
Metatarsal-Abstützelemente anzubringen, die wiederum aus Kunststoff auf Polyesterbasis
oder Polyvinylchloridbasis bestehen und entsprechend dem jeweiligen Fuss bearbeitbar
sind. Solche Abstätzelemente sind analog den Beispielen nach den Figuren 6 bis 8
an der Unterseite der Pelotte ansukleben.
-
Im Beispiel der Figur iO ist die Pelotte 17'auf eine'dünne, flexible
Federzunge 19 geklebt, die dem vorderen Teil des Schuhes angepasst ist, sodass die
Pelotte 17 auf diese Weise eine deffinierte Lage im Inneren des Schuhes einnimmt.
Abstützelemente können in solchem Beispiel zwischen der Pelotte 17 und der Lederzunge
19 eingeklebt werden.
-
In allen Ausführungsbeispielen kann das sohlenartige Element 1 bzw.
6 bzw. 17 in verhältnismässig weiten Bereich seiner Dicke entsprechend den jeweiligen
Gegebenheiten variiert werden, beispielsweise in Dicken zwischen etwa 4 mm und etwa
16 mm.
-
Wie die Figuren 11 und 12 zeigen, wird zunächst eine Deckfolie 2 mit
ihrer späteren oberen Fläche auf die Oberseite einer elektrisch isolierenden Platte
20 aus Venolharz-Schichtstoff, beispielsweise mit Papier oder Textilstoff als Harzträger
gelegt.
-
ueber die Deckfolie 2 wird dann entsprechend der gewünschten späteren
Gesamtdicke des sohlenartigen Elementes eine oder mehrere Schaumstofflagen 4 gelegt.
Die Schaumstofflagen 4 werden dann mit einer Bodenfolie 3 abgedeckt, in der Weise,
dass die Aussenfläche der Bodenfolie 3 nach oben kommt. Auf diese Materialaufschichtung
2, 4, 3 wird von oben her ein Trennschweisswerkzeug 21 im Sinne des Pfeiles 22 gedrückt.
Dieses Drennschweisswerkzeug ist im wesentlichen in Art eines Stempels ausgebildet,
der einen beheizten aus mehreren Lagen aus Messing oder Kupfer gebildeten Umfangsrand
23 enthält. Dieser Umfangsrand 23 ist an seiner unteren Stirnfläche nach aussen
und oben bei 24 abgeschrägt, sodass er an der Innenkante eine scharfe, ringsum geschlossene
Trennschweisskante 25 bildet. Diese Urennschweisskante 25 ist genau der gewünschten
Form des herzustellenden
sohlenartigen Elementes angepasst. Imd
Inneren des Umfangsrandes 23 ist ein Abstützrand 26 angebracht, der sich bei dickerer
Schaumstoffanordnung 4 beim Absenken auf die Bod-enfolie 3 abstützt und die sichere
Verschweissung von Bodenfolie 3 und Dicke folie 2 auch bei dicken Schaumstofflagen
4 gewährleistet.
-
Durch die scharfkantige Ausbildung-der Trennschweisskante 25 und die
Anordnung der Abschrägung 24 nach dem äusseren, also nach dem Abfallteil des Materials
hin, wird die Ausbildung einer sehr schmalen Drennschweissnaht 5 am Umfang des herzustellenden
sohlenartigen Elementes 1 bzw. 6 bzw. 17 erzielt. Der wesentlich breitere Teil der
Trennschweissnaht entsteht im Bereich der Abschrägung 24 und liegt,-- wie Figur
12 verdeutlicht, im Bereich des Abfallmaterials.
-
Alle, in der Beschreibung, den Patentansprüchen und der Zeichnung
wiedergegebenen Merkmale des Anmeldungsgegenstandes können für sich allein oder
in jeder denkbaren Kombination von wesentlicher Bedeutung für die Erfindung s-ein.
-
Patentansprüche: