DE20114382U1 - Befestigungsvorrichtung für scheibenförmige Bearbeitungswerkzeuge - Google Patents
Befestigungsvorrichtung für scheibenförmige BearbeitungswerkzeugeInfo
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Description
M 189a
Müller, Heinrich, Auf den Erlen 3, 57635 Wölmersen Befestigungsvorrichtung für scheibenförmige Bearbeitungswerkzeu-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Befestigen eines scheibenförmigen Bearbeitungswerkzeuges auf der Welle einer Antriebsmaschine, bestehend aus einem der Welle vorgeordneten Gewindezapfen und einer auf denselben aufdrehbaren Mutter.
Scheibenartige Bearbeitungswerkzeuge, dazu gehören beispielsweise Sägeblätter, Frässcheiben, Schleifscheiben und Trennscheiben, werden auf der Welle einer Antriebsmaschine aufgesteckt und dort mittels einer Gewindemutter befestigt. Dazu ist der Welle ein Gewindezapfen vorgeordnet, auf den eine Mutter aufgedreht wird. Um ein scheibenförmiges Bearbeitungswerkzeug sicher auf der Welle zu befestigen, wird die Mutter immer äußerst fest angezogen, so daß sie manchmal kaum, und wenn ja, nur mit großer Kraftanstrengung lösbar ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Befestigen eines scheibenförmigen Bearbeitungswerkzeuges auf der Welle einer Antriebsmaschine so auszugestalten, daß einerseits eine sichere Befestigung des scheibenförmigen Bearbeitungswerkzeuges gewährleistet und andererseits sichergestellt ist, daß dasselbe bei erheblich reduzierter Kraftanstrengung wieder gelöst und abgenommen oder ausgewechselt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung vorgeschlagen, daß die Mutter aus einem auf den Gewindezapfen der Welle aufbringbaren Schraubteil und einem gegen das Bearbeitungswerkzeug anpreßbaren Klemmteil besteht, daß das Schraubteil und das
Klemmteil mit axialem Spiel über mindestens drei auf einer Kreislinie bewegbare Kugeln drehbar miteinander verbunden sind und daß den Kugeln zumindest im anderen Teil der Mutter und/oder jeweils eine sich über einen vorgegebenen Winkel erstreckende Nut zugeordnet ist.
Bei der Befestigung, aber auch beim Lösen der auf dem Gewindezapfen der Welle aufdrehbaren Mutter müssen immer zwei unterschiedliche Reibungskräfte überwunden werden. Dies ist erstens immer die Reibung im Gewinde und zweitens die Reibung der Mutter an dem Bearbeitungswerkzeug bzw. an einer Spann- oder Zwischenscheibe . Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Mutter wird nun zunächst deren Schraubteil um einen vorgegebenen Winkel gelöst. Dabei findet über die Kugeln nur eine rollende Reibung zwischen dem Klemmteil und dem Schraubteil statt, die erheblich geringer als eine gleitende Reibung ist. Das Klemmteil behält dabei seine Lage. Erst nach diesem vorgegebenen Winkel, also dann, wenn das Schraubteil schon etwas gelöst ist, wird das Klemmteil über die Kugeln zusammen mit dem Schraubteil gelöst. Die für das Lösen der Mutter aufzubringende Kraft wird somit reduziert. Zunächst also wird der größte Teil der Reibung im Gewinde überwunden und erst dann, wenn für das Drehen des Schraubteiles nicht mehr eine so große Kraft erforderlich sind, wird auch das Klemmteil mitgedreht.
Weitere Merkmale einer Vorrichtung gemäß der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 und 4 offenbart.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dabei zeigen
Fig.l einen Halbschnitt durch eine Vorrichtung gemäß der Erfindung und
Fig.2 eine Ansicht auf das Klemmteil der Vorrichtung bei abgenommenen Schraubteil.
In der Fig.l der Zeichnung ist eine Vorrichtung gezeigt, die zum Befestigen eines scheibenförmigen Bearbeitungswerkzeuges 1 auf der Welle 2 einer nicht näher dargestellten Antriebsmaschine dient. Dazu ist der Welle 2 ein Gewindezapfen 3 vorgeordnet. Über diesen Gewindezapfen 3 wird nun zunächst das Bearbeitungswerkzeug 1 auf die Antriebswelle 2 aufgeschoben und dort an einem Kragen der Antriebswelle 2 zum Anliegen gebracht. Sodann wird in gleicher Weise eine Spannscheibe 4 aufgesteckt. Danach wird gegen diese Spannscheibe 4 eine Mutter 5 durch Drehung auf dem Gewindezapfen 3 gepreßt. Dadurch erhält das Bearbeitungswerkzeug 1 einen guten Halt auf der Welle 2.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist nun die Mutter 5 im wesentlichen aus zwei Teilen gebildet. Die Mutter 5 besteht dabei aus einem Schraubteil 6 und einem Klemmteil 7. Das Schraubteil 6 besitzt zunächst ein Innengewinde 6a, über das das Schraubteil 6 auf dem Gewindezapfen 3 aufgedreht werden kann. Zusätzlich besitzt das Schraubteil 6 auch eine Angriffsfläche 8 für ein Befestigungswerkzeug, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Sechskant ausgebildet ist.
Das Schraubteil 6 weist an seinem der Spannscheibe 4 zugewandten Ende einen abgestuften Abschnitt 9 auf, auf dem das Klemmteil 7 drehbar gehalten ist. Zur axialen Sicherung des Klemmteiles 7 auf dem Schraubteil 6 ist ein Sicherungsring 10 vorgesehen. Dieser Sicherungsring ist so angeordnet, daß das Klemmteil 7 ein geringfügiges ..axiales.. Spiel, gegenüber., dem .Sch^aubteil 6 besitzt. 3 Ii &igr;.. ••••••-'&lgr;· ····. «...
Bei dieser Ausgestaltung würde sich normaler Weise das Klemmteil 7 unbegrenzt auf dem Schraubteil 6 drehen lassen. Um dies jedoch auszuschließen, sind mindestens drei, im gezeichneten Ausführungsbeispiel jedoch vier Kugeln 11 vorgesehen. Diese Kugeln 11 wirken als Mitnehmer und werden einerseits von getrennten Aussparungen 12 im Schraubteil 6 ausgenommen und greifen andererseits in jeweils eine Nut 13 ein, die an der der Ausnehmung 12 zugewandten Fläche des Klemmteiles 7 ausgebildet ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Nuten 13 über einen Winkel von 45°. Die Ausnehmungen 12 im Schraubteil 6 können bedarfsweise auch als Nuten ausgebildet sein. Der Querschnitt der Ausnehmungen 12 und der Nuten 13 entspricht jeweils dem halben Querschnitt der Kugeln 11 und ist in seiner Tiefe geringfügig kleiner, so daß also das Schraubteil 6 und das Klemmteil 7 nicht über eine gleitende, sondern nur durch eine rollende Reibung aneinander anliegen.
Wird nun die Mutter 5 für das Befestigen des scheibenförmigen Bearbeitungswerkzeuges 1 im Uhrzeigersinn gedreht, wird über das Schraubteil 6 das Klemmteil 7 sofort mitgedreht. Beim Lösen der Mutter 5 sieht dieser Bewegungsvorgang jedoch anders aus. Hier kann zunächst das Schraubteil 6 gemäß der Fig.2 um einen Winkel von 45° entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht werden, ohne daß sich das Klemmteil 7 dreht. Dabei ist ausschließlich eine rollende Reibung zwischen Schraubteil 6 und Klemmteil 7 zu überwinden. Erst danach wird auch das Klemmteil 7 mitgedreht. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß zuerst das Schraubteil 6 auf dem Gewindezapfen 3 um einem vorbestimmten Betrag gelöst wird, bevor dann auch das Klemmteil 7 gedreht wird. Dadurch wird die für das Lösen der Mutter 5 erforderliche Kraft erheblich reduziert.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist in dem Klemmteil 7 eine weitere, auf einem. Tei-1 einer Kreislinie, verlaufende Nut 14 vor-
gesehen, in der sich eine über einen Teil einer Kreislinie erstreckende, vorgespannte Feder befindet. Diese Feder ist über Stifte einerseits im Klemmteil 7 und andererseits im Schraubteil 6 gehalten und trägt dazu bei, daß im unbenutzten Zustand der Mutter 5 das Klemmteil 7 immer in einer vorgegebenen Lage zum Schraubteil 6 gehalten wird. Dies bedeutet, daß das Klemmteil 7 und die Kugel 11 des Schraubteiles 6 immer zunächst die Grundstellung gemäß Fig.2 einnehmen.
In Abänderung des gezeichneten Ausführungsbeispieles ist es möglich nur drei oder mehr als vier Kugeln 11 und Nuten 13 vorzusehen. Bei einer Reduzierung der Anzahl der Kugeln 11 und Nuten 13 muß der Drehwinkel, der als sogenannter Freiweg bezeichnet werden kann, vergrößert und bei einer größeren Anzahl von Kugeln 11 und Nuten 13 verkleinert werden.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Befestigen eines scheibenförmigen Bearbeitungswerkzeuges auf der Welle einer Antriebsmaschine, bestehend aus einem der Welle vorgeordneten Gewindezapfen und einer auf denselben aufdrehbaren Mutter, dadurch gekennzeichnet, daß die Mutter (5) aus einem auf den Gewindezapfen (3) der Welle (2) aufbringbaren Schraubteil (6) und einem gegen das Bearbeitungswerkzeug (2) anpreßbaren Klemmteil (7) besteht, daß das Schraubteil (6) und das Klemmteil (7) mit axialem Spiel über mindestens drei auf einer Kreislinie bewegbare Kugeln (11) drehbar miteinander verbunden sind und daß den Kugeln (11) zumindest im anderen Teil der Mutter (6 und/oder 7) jeweils eine sich über einen vorgegebenen Winkel erstreckende Nut (13) zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Nuten (13) zumindest über einen Winkel von 10° erstrecken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmteil (7) drehbar auf einem abgestuften Abschnitt (9) des Schraubteiles (6) angeordnet und durch einen Ring (10) gesichert ist.
4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Schraubteil (6) und/oder in dem Klemmteil (7) eine auf einem Teil einer Kreislinie verlaufende Nut (14) zur Aufnahme einer zwischen den beiden Teilen(6, 7) vorgespannten Feder ausgebildet ist.
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|---|---|---|---|
| DE20114382U DE20114382U1 (de) | 2001-09-01 | 2001-09-01 | Befestigungsvorrichtung für scheibenförmige Bearbeitungswerkzeuge |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE20114382U1 true DE20114382U1 (de) | 2001-11-29 |
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Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE20114382U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112428142A (zh) * | 2020-11-19 | 2021-03-02 | 东台市飞花砂轮有限公司 | 一种高速超高速磨削用cfrp砂轮 |
| CN117642252A (zh) * | 2022-06-29 | 2024-03-01 | 李重昊 | 砂轮机用刀片紧固连接件 |
-
2001
- 2001-09-01 DE DE20114382U patent/DE20114382U1/de not_active Expired - Lifetime
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