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DR. STARK & PARTNER PATENTANWÄLTE · MOERSER STRASSE 140 · D-47803 KREFELD
Anwaltsakte: 99 296 / 2 th
Dr. Wolfgang Larbig, Buschstraße 151, 47800 Krefeld
Janßen & Angenendt Kunststoff-Rohstoffe GmbH, Elbestraße 29a, 47800 Krefeld
Spritzschutzband für Flanschverbindungen von Rohren
Die Erfindung bezieht sich auf ein Spritzschutzband für Flanschverbindungen von Rohren zur seitlichen Ablenkung von im Leckagefall austretenden Medien.
Durch derartige Spritzschutzbänder wird verhindert, dass durch schadhafte Dichtelemente, Unebenheiten in den Dichtflächen der Flanschverbindungen sowie unsachgemäß angezogene oder geschädigte Flanschschrauben senkrecht zur Längsachse der Rohrleitungen austretende Medien, insbesondere gefährliche Medien, zu erheblichen Sach- und/oder Personenschäden führen.
Derartige Spritzschutzbänder sind aus der DE 28 37 936 C2 bekannt. Sie weisen in das Band integrierte, an der dem Flansch zugewandten Seite in Abständen angebrachte Querstege auf, die als Abstandhalter zum Außenrand der Flanschverbindung dienen. Es sind ferner Halterungen gegen ein Verrutschen des Spritzschutzbandes vorgesehen.
Mit dem Spritzschutzband gemäß DE 28 37 936 C2 war es bereits gelungen, ein sicheres Spritzschutzband zu schaffen. Von Nachteil ist jedoch, dass die Bänder relativ breit
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ausgebildet werden müssen, um das Spritzschutzband gegen ein Verrutschen auf den Flanschverbindungen zu sichern. Zu dieser Sicherung waren als Halterung Haken vorgesehen, die sich an den Rändern des Spritzschutzbandes befinden und die die Flanschverbindung an ihren Enden randseitig umfassen. Das ist alles sehr aufwendig.
Auch hat das bekannte Spritzschutzband den Nachteil, dass es für die unterschiedlichsten Flanschverbindungen in verschiedenen Größen vorgehalten werden muss. Bandbreiten bis zu 200 mm waren erforderlich.
Schließlich können die an den Rändern vorgesehenen Haken eine ungewollte Richtungsänderung des bereits umgelenkten, rohrparallelen Leckagestrahls bewirken.
Von Nachteil kann es ferner sein, dass die Haken gegebenenfalls so weit in den Montageraum ragen, dass die Flanschschrauben nicht ohne Weiteres zugänglich sind. So müssen oftmals die Spritzschutzbänder erst abgenommen und hinterher wieder montiert werden, wenn zur Beseitigung kleinerer Leckagen die Flanschschrauben lediglich angezogen werden müssen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Spritzschutzband zu schaffen, das erheblich schmaler als das bekannte Spritzschutzband ausgebildet sein kann, bei dem keine Anpassung an die verschiedenen Flanschgrößen erforderlich ist, und dass eine noch größere Sicherheit sowie eine einfacherer Handhabung bietet als das bekannte Spri t &zgr; schut zband.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Halterungen gegen ein Verrutschen des Spritzschutzbandes nicht mehr
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als an den Rändern des Spritzschutzbandes vorgesehene Haken ausgebildet sind, sondern als im Wesentlichen mittig auf den Spritzschutzbändern angeordnete und in den Zwischenraum der Flanschverbindung eingreifbare Dorne oder Zapfen ausgebildet sind. Es hat sich überraschend herausgestellt, dass bereits Bänder in einer Breite von 20 bis 6 0 mm genügen, um den gewünschten Leckageschutz zu erreichen. Auch stellt dieses Spritzschutzband keine Behinderung beim Nachziehen der Flanschschrauben dar. Ferner ist keine Vorhaltung verschiedener Bandbreiten erforderlich, und es kann auch keine Richtungsänderung des bereits umgelenkten rohrparallelen Leckagestrahls auftreten.
Vorzugsweise sind die Dorne oder Zapfen konisch auslaufend ausgebildet. Dadurch wird einmal ein einfaches Einfassen der Dorne in den Zwischenraum der Flansche und zum anderen eine automatische Zentrierung beim Anlegen des Bandes erreicht .
Es ist ferner zweckmäßig, die Dorne oder Zapfen auf den Querstegen anzuordnen. Das hat einmal den Vorteil, dass die Dorne bzw. Zapfen nicht sehr lang ausgebildet werden müssen und zum anderen behindern sie auch nicht den Abfluss der austretenden Leckage, was insbesondere bei einer unter hohem Druck austretenden Leckage sehr gefährlich ist. Wären beispielsweise die Dorne im Abstand zwischen den Querstegen angeordnet, könnten gegebenenfalls Verwirbelungen der austretenden Leckage auftreten, was eventuell zu einem nicht geregelten rohrparallelen Abfluss führen kann.
Einem solchen geregelten Abfluss dient auch die weiterhin vorgesehene Maßnahme, dass die Querstege sich nach oben verjüngend ausgebildet sind. Sie dienen auf diese Weise
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als "Strömungsweiser", die einen rohrparallelen Austritt der Leckage ermöglichen.
Schließlich sieht die Erfindung vor, dass die Querstege sich nicht über die gesamte Breite des Spritzschutzbandes erstrecken, was zu einer gewissen Materialersparnis führt.
In bevorzugter Ausführung werden die Spritzschutzbänder als einstückige einheitliche Formkörper ausgebildet, was bei einer bevorzugten Herstellung der Spritzschutzbänder aus Kunststoff ohne Weiteres möglich ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1
Fig. 2
einen Abschnitt des Spritzschutzbandes in perspektivischer Darstellung und
einen Teilschnitt durch eine Flanschverbindung mit angelegtem Spritzschutzband.
In allen Figuren werden für gleiche bzw. gleichartige Bauteile übereinstimmende Bezugszeichen verwendet.
Das im Ganzen mit 1 bezeichnete und als einheitlicher Formkörper ausgebildete Spritzschutzband weist Querstege 2 auf, die sich nach oben verjüngen. Jeder Quersteg 2 besitzt einen mittig auf ihm angeordnete, sich ebenfalls konisch verjüngenden Dorn 3.
Wie aus der Schnittdarstellung in Fig. 2 ersichtlich ist, fassen die Dorne 3 bei angelegtem Spritzschutzband 1 in den Zwischenraum 4 einer aus den Flanschen 5, 6 bestehenden Flanschverbindung ein. Zwischen die Flansche 5, 6 ist
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eine Dichtung 7 eingelegt. Durch Flanschschrauben 8 sind die Flansche 5, 6 gegeneinander gezogen.