DE19951787A1 - Rückwärtsganganordnung für ein Getriebe - Google Patents
Rückwärtsganganordnung für ein GetriebeInfo
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Abstract
Ein manuelles Schaltgetriebe (10) für die Verwendung bei Motorfahrzeugen hat eine Eingangswelle (20), eine Ausgangswelle (22) und mehrere ständig in Eingriff stehende Zahnradsätze (24 bis 32), die selektiv eingedrückt werden können, damit dadurch die entsprechenden Vorwärtsgänge eingelegt werden. Außerdem ist eine Rückwärtsganganordnung (14) vorgesehen, mit der der Rückwärtsgang eingelegt wird. Die Rückwärtsganganordnung (14) hat eine nicht drehbar gelagerte Zwischenwelle (104) in dem Gehäuse (18) des Getriebes (10). Ein Zwischenzahnrad (110) ist drehbar an der Zwischenwelle (104) gelagert. Das Zwischenzahnrad (110) ist linear verschiebbar, wodurch es in Eingriff mit einem Rückwärtseingangszahnrad (112) und einem Rückwärtsausgangszahnrad (114) bringbar ist. Die Zähne (118) des Rückwärtszwischenzahnrades (110) haben jeweils zwei einander sich schneidende Flankenradien (130, 132), die sich an der Zahnmittellinie (134) schneiden und zwischen denen ein Winkel eingeschlossen wird. Die Zähne (120, 132) des Eingangszahnrades (112) und des Ausgangszahnrades (114) sind ähnlich ausgebildet und haben jeweils zwei Flankenradien (136, 138; 144, 146), die einen Winkel einschließen. Das Rückwärtsausgangszahnrad (114) hat vorzugsweise wechselweise zurückversetzte Zahnköpfe, wodurch ein einzelner Zahn (118) des Zwischenzahnrades (110) das endgültige Einrücken steuern kann.
Description
Die Erfindung betrifft ein Mehrganggetriebe für Motorfahrzeuge. Genauer betrifft
die Erfindung eine Rückwärtsganganordnung für Mehrganggetriebe von Motor
fahrzeugen. Im einzelnen, aber ohne eine Beschränkung auf das konkrete Aus
führungsbeispiel und/oder die genaue Anwendung, die zum Zweck der Illustration
gezeigt und beschrieben ist, betrifft die Erfindung eine Rückwärtsganganordnung
für ein manuelles Schaltgetriebe mit einem Schiebezwischenrad für den Rück
wärtsgang. Die Rückwärtsganganordnung hat eine verbesserte Zahnkopfform, um
den Kraftaufwand beim Schalten zu reduzieren.
Es ist bekannt, daß der Gangwechsel in manuellen Schaltgetrieben durch Ein
rücken eines der Zahnradsätze bewirkt wird, wodurch die Ausgangswelle in einem
vorbestimmten Drehzahlverhältnis relativ zu der Eingangswelle angetrieben wird.
Die meisten Schaltgetriebe haben mehrere synchronisierte Zahnradsätze für die
Vorwärtsgänge. Für den Rückwärtsgang werden traditionell Schieberadgetriebe
verwendet. In letzter Zeit haben manuelle Schaltgetriebe häufig auch eine Syn
chronisationsanordnung für den Rückwärtsgang, damit die unerwünschten
Schleifgeräusche verhindert werden, die häufig bei konventionellen Schieberad
anordnungen auftreten. Ein Beispiel einer Getriebeanordnung mit einem synchro
nisierten Rückwärtsgang ist in US-A-5 722 291 gezeigt.
Die bekannten Rückwärtsganganordnungen erfüllen generell die ihnen zuge
dachten Funktionen. Alle diese bekannten Rückwärtsganganordnungen bringen
allerdings Nachteile mit sich. Wenn z. B. eine Rückwärtsganganordnung ein Zwi
schenzahnrad für den Rückwärtsgang verschiebt, um schließlich die Zähne des
Zwischenzahnrades mit der Eingangswelle und der Ausgangswelle in Eingriff zu
bringen, muß sich das Zwischenzahnrad zuerst in die korrekte Orientierung
schalten, damit seine Zähne sowohl in die Zahnabstände des Eingangszahnrades
als auch in die des Ausgangszahnrades passen. Bei bekannten Anordnungen mit
einem Schiebezwischenrad mit einer spitzen Geradverzahnung für den Rück
wärtsgang tritt ein Überkreuzen der Mittellinien der Zähne des Zwischenzahnra
des mit denen der Zahnspitzen der Ausgangswelle auf. Dieses Überkreuzen führt
zu einem Sperren und zu einem gesteigerten Kraftaufwand beim Schalten. Außer
dem sind synchronisierte Rückwärtsganganordnungen mit gesteigerten Kosten
verbunden.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Schaltanordnung mit einem Schiebezwischen
rad für den Rückwärtsgang zum Verwenden in einem manuellen Mehrgangschalt
getriebe anzugeben.
Die Aufgabe wird durch eine Rückwärtsganganordnung mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst. Die Zwischenradanordnung nach der Erfindung hat
eine verbesserte Zahnkopfform, wodurch der Effekt des Überkreuzens der Zahn
mitten der Zähne des Zwischenzahnrades mit denen der Ausgangsmuffe, was bei
bekannten Anordnungen zu einem Sperren führt, ausgeschlossen wird. Durch das
Ausschließen der Sperr- oder Überkreuzungsbedingungen läßt sich der Kraftauf
wand oder der Schalthebelwiderstand beim Schalten in den Rückwärtsgang für
den Anwender auf ein Minimum reduzieren, ohne daß eine komplexe Synchroni
sieranordnung notwendig wird. Es wird dadurch, daß der Kraftaufwand beim
Schalten in den Rückwärtsgang nahezu gleich dem beim Schalten in einen Vor
wärtsgang wird, ein reduzierter Kraftaufwand beim Schalten erhalten.
Weitere Merkmale und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegen
stand der Unteransprüche. Sie werden an Hand der nachfolgenden Beschreibung
zusammen mit den zugehörigen Figuren deutlich. Im folgenden wird ein Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung an Hand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht eines Mehrganggetriebes mit einer Rückwärts
ganganordnung als ein Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 eine vergrößerte Teilansicht von Fig. 1, die die Komponenten der
Rückwärtsganganordnung im Detail zeigt,
Fig. 3 eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Zwischenzahnrades
von Fig. 1,
Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht eines Zahnes des Zwischenzahnrades für
den Rückwärtsgang in Richtung des Pfeils 4 in Fig. 2,
Fig. 5 eine Seitenansicht einer ersten Schaltmuffe für den Rückwärtsgang,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der ersten Schaltmuffe von Fig. 5,
Fig. 7 eine Draufsicht auf die Schaltmuffe von Fig. 5,
Fig. 8 den Schnitt 8-8 aus Fig. 7,
Fig. 9 eine vergrößerte Ansicht eines Zahnes der Schaltmuffe,
Fig. 10 eine vergrößerte Darstellung der Eingangswelle von Fig. 1 und 2,
und
Fig. 11 eine vergrößerte Darstellung eines Zahnes des Rückwärtseingangs
zahnrades in Richtung des Pfeils A in Fig. 10.
Fig. 1 zeigt ein Mehrganggetriebe 10 der transaxle Variante, das besonders für
die Verwendung bei einem Motorfahrzeug mit Vorderradantrieb vorgesehen ist.
Generell hat das Getriebe 10 einen Mehrganggetriebezug 12, eine Rückwärts
ganganordnung 14 und einen Kraftübertragungsmechanismus 16, die in einem
Getriebegehäuse 18 befestigt sind. Der Getriebezug 12 hat eine Eingangswelle
20, die von der Ausgangswelle (nicht gezeigt) des Motors des Motorfahrzeugs
angetrieben wird. Die Eingangswelle 20 ist mit der nicht gezeigten Ausgangswelle
des Motors durch Einrücken einer manuell betätigbaren Kupplung (nicht gezeigt)
verbindbar. Der Getriebezug 12 hat außerdem eine Ausgangswelle 22 und eine
Reihe ständig in Eingriff stehender Zahnradsätze bzw. -paare 24, 26, 28, 30 und
32. Jeder Zahnradsatz 24 bis 32 läßt sich selektiv zum Koppeln der Ausgangs
welle 22 an die Eingangswelle 20 einrücken, wodurch fünf verschiedene Vor
wärtsübersetzungsverhältnisse (d. h. fünf Vorwärtsgänge) ausgebildet werden.
Ähnlich läßt sich die Rückwärtsganganordnung 14 selektiv zum Koppeln der Aus
gangswelle 20 an die Eingangswelle 20 einrücken, wodurch ein Rückwärtsüber
setzungsverhältnis (d. h. ein Rückwärtsgang) ausgebildet wird.
Der Kraftübertragungsmechanismus 16 wird von der Ausgangswelle 22 drehan
getrieben und hat eine Differentialanordnung 34, die ein Drehmoment mittels
zweier Kegelräder 36 auf zwei Vorderradantriebswellen (nicht gezeigt) übertragen
kann. Ein Antriebszahnrad 38 ist an dem Gehäuse 40 der Differentialanordnung
34 gelagert und steht ständig in Eingriff mit einem Ausgangszahnrad 42 an der
Ausgangswelle 22. Auf bekannte Weise bewirkt ein Drehantreiben des Gehäuses
40 ein Drehantreiben der Kegelräder 36, wobei ein Unterschied der Drehzahl zwi
schen beiden möglich ist. Wie zu sehen ist, sind die Eingangswelle 20, die Aus
gangswelle 22, die Rückwärtsganganordnung 14 und die Differentialanordnung
34 jeweils mittels geeigneter Lager drehbar in dem Gehäuse 18 gelagert.
Wie weiterhin in Fig. 1 gezeigt, hat das erste Zahnradpaar 24 ein erstes Ein
gangszahnrad 44 an der Eingangswelle 20 und ein erstes Ausgangszahnrad 46,
das drehbar an der Ausgangswelle 22 gelagert ist. Das erste Eingangszahnrad 44
steht ständig mit dem ersten Ausgangszahnrad 46 in Eingriff, wodurch ein erster
Kraftübertragungspfad von der Eingangswelle 20 zu der Ausgangswelle 22 be
stimmt wird, der das erste Übersetzungsverhältnis zwischen diesen beiden oder
den ersten Vorwärtsgang bildet. Das zweite Zahnradpaar 26 hat ein zweites Ein
gangszahnrad 48 an der Eingangswelle 20 und ein zweites Ausgangszahnrad 50,
das drehbar an der Ausgangswelle 22 gelagert ist. Das zweite Eingangszahnrad
48 steht ständig mit dem zweiten Ausgangszahnrad 50 in Eingriff, wodurch ein
zweiter Kraftübertragungspfad von der Eingangswelle 20 zu der Ausgangswelle
22 bestimmt wird, der das zweite Übersetzungsverhältnis zwischen den beiden
bestimmt. Das dritte Zahnradpaar 28 hat ein drittes Eingangszahnrad 52, das
drehbar an der Eingangswelle 20 gelagert ist und ständig in Eingriff mit einem
dritten Ausgangszahnrad 54 steht, das an der Ausgangswelle 22 befestigt ist. Da
durch wird ein dritter Kraftübertragungspfad von der Eingangswelle 20 zu der
Ausgangswelle 22 und somit ein drittes Übersetzungsverhältnis zwischen diesen
beiden bestimmt. Das vierte Zahnradpaar 30 hat ein viertes Eingangszahnrad 56,
das drehbar an der Eingangswelle 20 gelagert ist und ständig mit einem vierten
Ausgangszahnrad 58 in Eingriff steht, das an der Ausgangswelle 22 befestigt ist,
wodurch ein vierter Kraftübertragungspfad mit einem vierten Übersetzungsverhält
nis zwischen der Eingangswelle 20 und der Ausgangswelle 22 gebildet wird. Das
fünfte Zahnradpaar 32 hat ein fünftes Eingangszahnrad 60, das drehbar auf der
Eingangswelle 20 gelagert ist und ständig mit einem fünften Ausgangszahnrad 62
in Eingriff steht, das an der Ausgangswelle 22 befestigt ist. Dadurch wird ein
fünfter Kraftübertragungspfad und das fünfte Übersetzungsverhältnis zwischen
der Eingangswelle 20 und der Ausgangswelle 22 gebildet.
Wie vorstehend erläutert, ist der Getriebezug 12 so angeordnet, daß selektiv ein
Antriebsdrehmoment von der Eingangswelle 20 über einen von fünf verschiede
nen Kraftübertragungspfaden auf die Ausgangswelle 22 übertragen werden kann,
wodurch fünf verschiedene Vorwärtsgänge gebildet werden. Hierzu ist jeder
Zahnradsatz des Getriebezuges 12 einer selektiv einrückbaren Synchronisations
kupplung zugeordnet. Im einzelnen ist eine erste Synchronisationskupplung 64
betätigbar zwischen dem ersten Zahnradsatz 24 und dem zweiten Zahnradsatz 26
angeordnet. Die erste Synchronisationskupplung 64 hat eine erste Nabe 66, die
an der Ausgangswelle 22 befestigt ist, eine erste Schaltmuffe 68 und zwei Syn
chronisatoren 70a und 70b des Doppelkonustyps. Die erste Synchronisations
kupplung 64 gehört zu der doppelt wirkenden Variante. Dabei ist die erste
Schaltmuffe 68 so gelagert, daß sie sich gemeinsam mit der ersten Nabe 66 dreht
und bidirektional axial auf dieser verschoben werden kann. Dadurch läßt sich se
lektiv der erste Zahnradsatz 24 oder der zweite Zahnradsatz 26 jeweils mit der
Ausgangswelle 22 einrücken, wodurch entweder der erste oder der zweite Vor
wärtsgang eingelegt wird. Im einzelnen betätigt eine axial vorwärts gerichtete Be
wegung der ersten Schaltmuffe 68 aus ihrer gezeigten Neutralstellung den Syn
chronisator 70a, der wiederum eine Drehzahlangleichung zwischen dem ersten
Zahnradsatz 24 und der Ausgangswelle 22 bewirkt. Nach dem Angleichen der
Drehzahl rückt die erste Schaltmuffe in die Kupplungszähne 72 auf dem ersten
Ausgangszahnrad 46 ein, wodurch der erste Kraftübertragungspfad eingerückt
und der erste Vorwärtsgang eingelegt wird. In ähnlicher Weise betätigt ein axial
rückwärtiges Bewegen der ersten Schaltmuffe 68 den Synchronisator 70b, wo
durch eine Drehzahlangleichung zwischen dem zweiten Zahnradsatz 26 und der
Ausgangswelle 22 bewirkt wird. Nach dem Angleichen der Drehzahl rückt die er
ste Schaltmuffe 68 in die Kupplungszähne 74 auf dem zweiten Ausgangszahnrad
50 ein, wodurch der zweite Kraftübertragungspfad eingerückt und der zweite Vor
wärtsgang eingelegt wird.
Eine zweite Synchronisationskupplung 76 ist zwischen dem dritten Zahnradsatz
28 und dem vierten Zahnradsatz 30 angeordnet. Die zweite Synchronisations
kupplung 76 hat eine zweite Nabe 78, die an der Eingangswelle 20 befestigt ist,
eine zweite Schaltmuffe 80 und zwei Synchronisatoren 82a und 82b des Ko
nustyps. Die zweite Synchronisationskupplung 76 ist ebenfalls eine doppelt wir
kende Anordnung. Dabei ist die zweite Schaltmuffe 80 so auf der zweiten Nabe
78 gelagert, daß sie sich gemeinsam mit der zweiten Nabe 78 dreht und auf die
ser bidirektional in Axialrichtung verschoben werden kann. Dadurch lassen sich
der dritte Zahnradsatz 28 oder der vierte Zahnradsatz 30 jeweils selektiv mit der
Eingangswelle 20 einkuppeln, wodurch entweder der dritte oder der vierte Vor
wärtsgang eingelegt wird. Im einzelnen bewirkt das axial Vorwärtsbewegen der
zweiten Schaltmuffe 80 aus ihrer gezeigten Neutralstellung die Drehzahlanglei
chung zwischen dem dritten Zahnradsatz 28 und der Eingangswelle 20, wodurch
sich letztlich ein Einrücken der zweiten Schaltmuffe 80 in die Kupplungszähne 84
auf einem Kupplungsring 86 ergibt, der auf dem dritten Eingangszahnrad 52 befe
stigt ist. Dadurch greift der dritte Kraftübertragungspfad ein, und der dritte Vor
wärtsgang wird eingerückt. Ein Zurückbewegen in Axialrichtung der zweiten
Schaltmuffe 80 bewirkt ein Angleichen der Drehzahl zwischen dem vierten Zahn
radsatz 30 und der Eingangswelle 20 und letztlich ein Einrücken der zweiten
Schaltmuffe 80 in die Kupplungszähne 88 eines Kupplungsringes 90, der auf dem
vierten Eingangszahnrad 56 befestigt ist. Dadurch wird der vierte Kraftübertra
gungspfad eingerückt, und der vierte Vorwärtsgang wird eingelegt.
Eine dritte Synchronisationskupplung 92 des doppelt wirkenden Typs ist neben
dem fünften Zahnradsatz 32 angeordnet und hat eine dritte Nabe 94, die auf der
Eingangsweile 20 befestigt ist, einen Synchronisator 96 und eine dritte Schalt
muffe 98. Die dritte Schaltmuffe 98 ist so gelagert, daß sie zusammen mit der
dritten Nabe 94 drehbar und zu dieser axial verschiebbar ist, wodurch selektiv der
fünfte Zahnradsatz 32 mit der Eingangswelle 20 eingerückt werden kann, wodurch
der fünfte Vorwärtsgang eingelegt wird. Im einzelnen bewirkt ein axiales Bewegen
der dritten Schaltmuffe 98 aus ihrer gezeigten Neutralstellung nach vorne ein An
gleichen der Drehzahl zwischen dem fünften Zahnradsatz 32 und der Eingangs
welle 20. Als Ergebnis rückt die dritte Schaltmuffe 98 in die Kupplungszähne 100
auf einem Kupplungsring 102 ein, der an dem fünften Eingangszahnrad 60 befe
stigt ist, wodurch der fünfte Kraftübertragungspfad einrückt und der fünfte Vor
wärtsgang eingelegt wird. Wie in Fig. 1 zu sehen ist, ist jede der Schaltmuffen 68,
80 und 98 in einer mittleren oder nicht eingerückten Stellung angeordnet, wo
durch ein Neutralzustand ausgebildet ist, in dem kein Antriebsdrehmoment von
der Eingangswelle 20 auf die Ausgangswelle 22 durch einen der Zahnradsätze
übertragen wird. Bei dem vorstehend beschriebenen Aufbau können die Synchro
nisatoren jeden derzeit für manuelle Schaltgetriebe bekannten Aufbau haben.
Außerdem sind alle alternativen Anordnungen möglich, die eine dazu vergleich
bare Wirkung haben.
Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Rückwärtsganganordnung 14 zum Bereitstellen eines
Rückwärtsganges hat eine Zwischenwelle 104, die fest an dem Gehäuse 18 gela
gert ist, und einen Rückwärtszahnradsatz 108. Der Rückwärtszahnradsatz 108
hat ein Zwischenzahnrad 110, das drehbar auf der Zwischenwelle 104 gelagert
ist. Das Zwischenzahnrad 110 ist linear zwischen einer ersten Stellung oder aus
gerückten Stellung (in Fig. 1 und 2 mit durchgezogenen Linien gezeigt) und einer
zweiten Stellung oder eingerückten Stellung (in Fig. 1 und 2 mit gestrichelten Li
nien gezeigt) verschiebbar. Obwohl es in der Fig. 1 und 2 zum Zwecke der besse
ren Klarheit anders dargestellt ist, ist dem Fachmann der Aufbau und die Wirkung
eines Schiebezwischenzahnrades bekannt. In diesem Zusammenhang ist dem
Fachmann geläufig, daß das Umkehrzwischenzahnrad 110 zwischen der ersten
und der zweiten Stellung auf bekannte Weise verschiebbar ist. In der eingerück
ten Stellung steht das Zwischenzahnrad 110 mit einem Rückwärtseingangszahn
rad 112 in Eingriff, das an der Eingangswelle 20 ausgebildet ist. Wenn sich die
erste Schaltmuffe 68 in ihrer Neutralstellung befindet, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt,
steht das Zwischenzahnrad 110 dann außerdem mit einem Rückwärtsausgangs
zahnrad 114 in Eingriff, das von der ersten Schaltmuffe 68 getragen wird. Folglich
treibt das Rückwärtseingangszahnrad 112 der Eingangswelle 20 das Zwischen
zahnrad 110 an, wenn dieses in seine eingerückte Position verschoben worden
ist. Das Zwischenzahnrad 110 treibt dann wiederum das Rückwärtsausgangs
zahnrad 114 und somit über die erste Nabe 66 die Ausgangswelle 22 in Rück
wärtsrichtung an.
An Hand der Fig. 1 und 2 und zusätzlich an Hand der Fig. 2 bis 11 wird das Zwi
schenzahnrad 110 näher erläutert. Das Zwischenzahnrad 110 hat mehrere Zähne
118, die mit mehreren Zähnen 120 an dem Eingangszahnrad 112 und mit mehre
ren Zähnen 122 an dem Rückwärtsausgangszahnrad 114 in Eingriff stehen. Da
das Schalten in den Rückwärtsgang üblicherweise das Rückwärtszwischenzahn
rad 110 verschiebt, um letztlich das Einrücken der Zähne 118 des Zwischenzahn
rades 110 mit den Eingangszähnen 120 und mit den Ausgangszähnen 122 zu
bewirken, muß das Zwischenzahnrad 110 zunächst in eine geeignete Stellung
gebracht werden, damit seine Zähne 118 in die Zwischenräume sowohl zwischen
den Eingangszähnen 120 als auch zwischen den Ausgangszähnen 122 passen.
Bei dem Ausführungsbeispiel wird dieses Einstellen der Orientierung mittels einer
verbesserten Zahnkopfform erreicht, wie im folgenden näher erläutert wird.
Im einzelnen zeigt Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht eines der Zähne 118 des
Rückwärtszwischenzahnrades 110. Bei dem beispielhaft dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel hat das Rückwärtszwischenzahnrad 110 neunundzwanzig Zähne
118. Das Rückwärtszwischenzahnrad 110 kann aber abhängig von der jeweiligen
Anwendung auch eine andere Anzahl Zähne 118 haben. Die einzelnen Zähne
118 des Rückwärtszwischenzahnrades 110 sind im wesentlichen identisch.
Jeder Zahn 118 des Rückwärtszwischenzahnrades 110 hat zwei sich schnei
dende Flankenradien 130 und 132. Die beiden Flankenradien 130 und 132
schneiden einander an der Zahnmittellinie 134. Bei dem Ausführungsbeispiel be
trägt der Radius der Krümmung des jeweiligen Flankenradius 130 und 132 etwa
11,7 mm bis 12,3 mm. Weiterhin schließen die Flankenradien 130 und 132 bei
dem Ausführungsbeispiel einen Winkel von etwa 110° ein. Die Flankenradien 130
und 132 und der eingeschlossene Winkel werden mit bekannten Herstellungs
verfahren für Geradverzahnungen hergestellt.
An Hand der Fig. 10 und 11 werden nun die Zahnflanken der Zähne 120 des
Rückwärtseingangszahnrades 112 beschrieben. Das Rückwärtseingangszahnrad
112 hat zwölf im wesentlichen identische Zähne 120. Der jeweilige Zahn 120 des
Rückwärtseingangszahnrades 112 hat zwei Flankenradien 136 und 138, die ein
ander bei der Zahnmittellinie 140 schneiden. Der von den Flankenradien 136 und
138 eingeschlossene Winkel ist im wesentlichen gleich dem von den Flankenra
dien 130 und 132 der Zähne 118 des Zwischenzahnrades 110 eingeschlossenen
Winkels. Bei dem Ausführungsbeispiel ist der von den Flankenradien 136 und
138 eingeschlossene Winkel der Zähne 120 des Eingangszahnrades 112 etwa
114°.
An Hand der Fig. 5 bis 9 werden im folgenden die Zahnflanken des Rück
wärtsausgangszahnrades 114 beschrieben. Wie in Fig. 5 zu sehen ist, ist das
Rückwärtsausgangszahnrad 114 einstückig mit der Schaltmuffe 68 ausgebildet.
Bei dem Ausführungsbeispiel hat das Rückwärtsausgangszahnrad 114 einund
vierzig Zähne 122. Die Zähne 122 des Rückwärtsausgangszahnrades 114 haben
im wesentlichen gleiche Zahnflanken.
Fig. 9 zeigt eine vergrößerte Ansicht eines Zahnes 122 des Rückwärtsausgangs
zahnrades 114. Der jeweilige Zahn 122 hat zwei Flankenradien 144 und 146, die
einander bei der Zahnmittellinie 148 schneiden. Der Radius der Krümmung der
Flankenradien 144 und 146 ist ein Ergebnis der Bearbeitung, die für das Erzeu
gen des vorgegebenen Mittellinienradius und des eingeschlossenen Winkels
verwendet wird. Vorzugsweise ist der von den Flankenradien 144 und 146 einge
schlossene Winkel kleiner als der eingeschlossene Winkel des Zwischenzahnra
des 110. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der eingeschlossene Winkel
der Zähne 122 des Ausgangszahnrades 114 etwa 90°.
Das gezeigte Rückwärtsausgangszahnrad 114 hat vorzugsweise eine Zahnkopf
versatzanordnung, die es einem einzelnen Zahn 118 des Zwischenzahnrades 110
ermöglicht, das endgültige Einrücken zu steuern. Wie im einzelnen in Fig. 5 und 6
gezeigt, wechseln die Zähne 122 des Rückwärtsausgangszahnrades 114 zwi
schen Zähnen 122a mit einer ersten Länge und Zähnen 122b mit einer zweiten
kürzeren Länge ab. In diesem Zusammenhang ist zu sehen, daß die Zahnköpfe
der Zähne 122b mit der kürzeren Länge gegen die Zahnköpfe der benachbarten
Zähne 122a mit der größeren Länge zurückversetzt sind. Bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel haben die längeren Zähne 122a eine Länge von etwa 10 mm.
Die kürzeren Zähne 122b haben eine Länge von etwa 9 mm. Die Längenun
terschiede ergeben ein Zurückversetzen eines jeden zweiten Zahnes um etwa
1 mm. Da das Rückwärtsausgangszahnrad 114 bei dem Ausführungsbeispiel eine
ungerade Anzahl Zähne 122 hat, haben zwei benachbarte Zähne 122 gleiche
Längen.
Wenn bei dem Getriebe 10 nach der Erfindung der Rückwärtsgang durch Ver
schieben des Zwischenzahnrades 110 zu dem Rückwärtseingangszahnrad 112
und dem Rückwärtsausgangszahnrad 114 hin (d. h. die gestrichelten Linien in Fig.
2) eingelegt wird, ist der verfügbare Mittellinienradius der Zahnflanke reduziert,
der zum Überkreuzen mit demselben des Zielzahnes zur Verfügung steht. Ein
scharfer (kleiner) Mittellinienradius der Zähne 120 des Rückwärtseingangszahn
rades 112 ist aus dem gleichen Grund ähnlich abgeschrägt wie bei den Zähnen
118 des Zwischenzahnrades 110. Der geringfügig größere eingeschlossene Win
kel bei dem Eingangszahnrad 112 dient zum Verlangsamen der Axialverschie
bung des Zwischenzahnrades 110 beim Ausrichten zu dem Rückwärtsausgangs
zahnrad 114. Die Versatzanordnung der Flanken des Rückwärtsausgangszahn
rades 114 der ersten Schaltmuffe 68 ermöglicht es einem einzelnen Zahn 118 des
Zwischenzahnrades 110, das endgültige Einrücken zu steuern. Die Anordnung
der Zähne 122 auf dem Umfang der Schaltmuffe ermöglicht es dem Zwischen
zahnrad 110, zwei Zähne 122 beim Positionieren und in Eingriff Verschieben zu
berühren. Die abwechselnde Zahnlänge der Zähne 122 des Rückwärtsausgangs
zahnrades 114 reduziert die Führung zunächst auf die Hälfte. Anschließend ergibt
sich dann die vollständige Führung der alternierenden Zähne. Somit wird ein
Zahnwechsel in Drehrichtung vorwärts, rückwärts und wieder vorwärts verhindert.
Das ermöglicht ein weiches Verschieben, wobei ein einzelner Zahn 118 des Zwi
schenzahnrades 110 den Eingriff der Schaltmuffe 68 steuert. Dadurch läßt sich
der Rückwärtsgang mit einem minimalen Kraftaufwand schalten und die Tendenz
zum Sperren (d. h. das Überkreuzen der Zahnmittellinien) weitgehend reduzieren.
Vorstehend ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
Die hierin beschriebene Rückwärtsganganordnung läßt sich einfach auch für an
dere Mehrganggetriebezüge verwenden, die sowohl für Vorderradantrieb als auch
für Hinterradantrieb bei Fahrzeuganwendungen eingesetzt werden können.
Claims (11)
1. Getriebe mit einem Gehäuse (18), einer drehbar in dem Gehäuse (18) gela
gerten ersten Welle (20), die ein erstes Zahnrad (112) trägt, einer drehbar in
dem Gehäuse (18) gelagerten zweiten Welle (22), die ein zweites Zahnrad
(114) trägt, einer in dem Gehäuse (18) gelagerten dritten Welle (104), und
mit einem drehbar auf der dritten Welle (104) gelagerten dritten Zahnrad
(110), das linear zwischen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung
verschiebbar ist, in der es das erste Zahnrad (112) selektiv mit dem zweiten
Zahnrad (114) koppelt, und das mehrere Zähne (118) hat, die jeweils zwei
einander schneidende Flankenradien (130, 132) haben.
2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Zahn
rad (112) mehrere Zähne (120) mit jeweils zwei einander schneidenden
Flankenradien (136, 138) hat.
3. Getriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite
Zahnrad (114) mehrere Zähne (122) mit jeweils zwei einander schneidenden
Flankenradien (144, 146) hat.
4. Getriebe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Flan
kenradien (144, 146) der Zähne (122) des zweiten Zahnrades (114) einen
zweiten Winkel einschließen, und daß die beiden Flankenradien (130, 132)
der Zähne (118) des dritten Zahnrades (110) einen dritten Winkel ein
schließen, der größer ist als der zweite Winkel.
5. Getriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Flan
kenradien (136, 138) der Zähne (120) des ersten Zahnrades (112) einen er
sten Winkel einschließen, der größer ist als der zweite Winkel.
6. Getriebe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Winkel
in etwa gleich dem ersten Winkel ist.
7. Getriebe nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
einander benachbarte Zähne (122a, 122b) des zweiten Zahnrades (114)
abwechselnd eine erste bzw. eine zweite Länge haben, wodurch jeder
zweite Zahn (122b) des zweiten Zahnrades (114) einen in Axialrichtung ge
gen die Zahnköpfe benachbarter Zähne (122a) zurückversetzten Zahnkopf
hat.
8. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die erste Welle eine Eingangswelle (20), das erste Zahnrad
ein Rückwärtseingangszahnrad (112), die zweite Welle eine Ausgangswelle
(22), das zweite Zahnrad ein Rückwärtsausgangszahnrad (114), die dritte
Welle eine Zwischenwelle (104) und das dritte Zahnrad ein Zwischenzahn
rad (110) ist.
9. Getriebe nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch mindestens einen Vor
wärtszahnradsatz (24, 26), der ein erstes Vorwärtseingangszahnrad (44, 48)
hat, das an der Eingangswelle (20) befestigt ist und mit einem ersten Vor
wärtsausgangszahnrad (46, 50) in Eingriff steht, das drehbar an der Aus
gangswelle (22) gelagert ist, durch eine von der Ausgangswelle (22) ange
triebene Synchronisationskupplung (64), die selektiv an das erste Vor
wärtsausgangszahnrad (46, 50) koppelt, um einen Vorwärtsgang einzule
gen, und die eine Nabe (66) und eine Schaltmuffe (68) hat, die so an der
Nabe (66) gelagert ist, daß sie sich gemeinsam mit ihr dreht und gegen
diese axial verschiebbar ist, und durch ein von der Schaltmuffe (68) getra
genes Rückwärtsausgangszahnrad (114).
10. Getriebe nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch einen weiteren Vorwärts
zahnradsatz (28, 30, 32) mit einem drehbar auf der Eingangswelle (20) ge
lagerten zweiten Vorwärtseingangszahnrad (52, 56, 60), das mit einem an
der Ausgangswelle (22) befestigten zweiten Vorwärtsausgangszahnrad (54,
58, 62) in Eingriff steht, und durch eine weitere Synchronisationskupplung
(76, 92) zum selektiven Kuppeln des zweiten Vorwärtseingangszahnrades
(52, 56, 60) an die Eingangswelle (20), um einen weiteren Vorwärtsgang
einzulegen.
11. Getriebe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine
Synchronisationskupplung (64, 76) in zwei verschiedene Richtungen betä
tigbar ist, wodurch zwei verschiedene Vorwärtsgänge eingelegt werden kön
nen.
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