DE19951505A1 - Klemmvorrichtung zur Anbringung von Lichtwellenleitern - Google Patents
Klemmvorrichtung zur Anbringung von LichtwellenleiternInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung zur Anbringung mindestens eines Lichtwellenleiters (1) an Sende- oder Empfangselementen eines Gehäuses (2) mit mindestens einem Klammerelement (3) zur kraftschlüssigen Kontaktierung des aufzunehmenden Lichtwellenleiters (1). Über Kontaktflächen (5, 6) an einer Abdeckung (4) und Gegenkontaktflächen (7, 8) am Klammerelement (3) wird der Lichtwellenleiter (3) klemmend erfaßt und an die Oberfläche (13) des Gehäuses (2) herangeführt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung zur Anbringung
von Lichtwellenleitern mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Patentanspruchs 1.
Bei optischen Sende- oder Empfangselementen, deren Signale
mittels Lichtwellenleiter übertragen werden, stellt sich das
Problem, den aufzunehmenden Lichtwellenleiter direkt am Sen
de- oder Empfangselemente anzubringen, um Übertragungsverlu
ste zu vermeiden. Bei herkömmlichen Klemmvorrichtungen wurde
der aufzunehmende Lichtwellenleiter manuell an die Oberfläche
des optischen Bauelements herangeführt und sodann festge
klemmt und arretiert. Eine derartige Anbringung von Lichtwel
lenleitern an optischen Bauelementen ist jedoch unpraktikabel
und unzuverlässig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Klemmvorrich
tung zur Anbringung von Lichtwellenleitern an Sende- oder
Empfangselementen anzubieten, bei welcher der aufzunehmende
Lichtwellenleiter zuverlässig direkt an der Oberfläche der
Sende- oder Empfangselemente angebracht wird.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils
des Patentanspruchs 1 in Verbindung mit den Merkmalen des
Oberbegriffs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Er
findung werden durch die Unteransprüche 2-12 realisiert.
Bei der erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung wird der aufzuneh
mende Lichtwellenleiter selbsttätig klemmend erfaßt und di
rekt an die Oberfläche des optischen Bauelementes herange
führt. Damit wird der bisherige zweistufige und manuelle Mon
tagevorgang, der zunächst ein manuelles Heranführen des
Lichtwellenleiters an das optische Bauelement und darauffolgend
eine klemmende Erfassung des Lichtwellenleiters vorgese
hen hat, selbsttätig zusammengefaßt und durchgeführt.
Hierzu sind in der Abdeckung, welche auf dem Gehäuse mit den
Klammerelementen zur Aufnahme der Lichtwellenleiter ange
bracht wird, Kontaktflächen vorgesehen, welche bei der An
bringung der Abdeckung auf dem Gehäuse auf Gegenkontaktflä
chen am Klammerelement einwirken. Somit wird eine Klemmung
des Lichtwellenleiters durch das Klammerelement und eine Her
anführung des Lichtwellenleiters an die Oberfläche des opti
schen Bauelements erreicht.
Es sind erste Kontaktflächen an der Abdeckung vorgesehen,
welche das Klammerelement in einer ersten Stufe der Anbrin
gung der Abdeckung am Gehäuse derart beaufschlagen, daß ein
bereits dem Klammerelement zugeführter aufzunehmender Licht
wellenleiter zunächst klemmend erfaßt wird.
Bei weiterer Befestigung (Verschiebung) der Abdeckung am Ge
häuse wirken nun weitere Kontaktflächen an der Abdeckung,
welche den im Klammerelement bereits klemmend aufgenommenen
Lichtwellenleiter insbesondere durch elastische Banspruchung
des Klammerelements direkt an die Oberfläche der Sende- oder
Empfangselemente heranführen.
Damit wird durch ein Aufsetzen und Verschieben der Abdeckung
auf dem Gehäuse zunächst eine Klemmung und dann eine Heran
führung des Lichtwellenleiters an die Sende- oder Empfangs
elemente selbsttätig erreicht.
Im Montagezustand ist die Abdeckung auf dem Gehäuse ange
bracht und befindet sich der Lichtwellenleiter klemmend im
Klammerelement.
Vorteilhafterweise besitzt das Klammerelement Klemmbacken,
zwischen denen der aufzunehmende Lichtwellenleiter eingeführt
und bei Aktivierung des Klammerelementes klemmend aufgenommen
wird.
Eine weitere Sicherung des aufgenommenen Lichtwellenleiters
kann erzielt werden, wenn die Klemmbacken Ausnehmungen auf
weisen, welche der Kontur des Lichtwellenleiters entsprechen.
Hierdurch wird der Lichtwellenleiter besonders positionssi
cher auf genommen.
Vorteilhafterweise besitzen die Klemmbacken Gegenkontaktflä
chen, die mit den Kontaktflächen der Abdeckung korrespondie
ren, so daß beim Aufsetzen bzw. beim Verschieben der Abdec
kung sich jeweilige korrespondierende Kontakt- und Gegenkon
taktflächen von Abdeckung und Klemmbacken kontaktieren und
gegenseitig beaufschlagen, so daß die geschilderten klemmen
den und annähernden Bewegungen der Klemmbacken mit dem aufge
nommenen Lichtwellenleiter erfolgen.
Zur Druckbeaufschlagung durch die Kontaktflächen der Ab
deckung sind die Gegenkontaktflächen der Klemmbacken federnd
ausgebildet.
Die Klemmbacken sind beabstandet gegenüber der Oberfläche des
Gehäuses angebracht, so daß bei Anbringung der Abdeckung auf
dem Gehäuse eine Annäherung der Klemmbacken und damit auch
des aufgenommenen Lichtwellenleiters an die Oberfläche des
Gehäuses und damit die im Gehäuse integrierten Sende- und
Empfangselemente stattfinden.
Ferner sind die Klemmbacken vorteilhafterweise beabstandet
zueinander angeordnet, so daß zwischen den Klemmbacken der
Lichtwellenleiter aufgenommen werden kann und zusätzlich
durch Druckbetätigung der Klemmbacken der aufgenommene Licht
wellenleiter mit erhöhter Klemmkraft sicher erfaßt und in der
zweiten Stufe der Anbringung der Abdeckung auf dem Gehäuse
auch an das Gehäuse herangeführt wird.
Bei der Anbringung der Abdeckung am Gehäuse verringert sich
somit sowohl der Abstand zwischen den Klemmbacken zur Erfas
sung des aufgenommenen Lichtwellenleiters mit erhöhter Klemm
kraft als auch zwischen den Klemmbacken und der Oberfläche
des Gehäuses, wodurch der klemmende bereits aufgenommene
Lichtwellenleiter an die Oberfläche des Gehäuses herangeführt
wird.
Um die beschriebene zweistufige Beaufschlagung der gegensei
tigen Kontaktflächen zwischen Abdeckung und Klemmbacken zu
erreichen, ist die Abdeckung vorteilhafterweise verschiebbar
am Gehäuse angeordnet. Dabei wird die Abdeckung zunächst über
an sich bekannte Schnapphaken am Gehäuse befestigt, wodurch
gleichzeitig eine Betätigung der Klemmbacken und eine klem
mende Erfassung des aufgenommenen Lichtwellenleiters mit er
höhter Klemmkraft stattfindet.
Bei Verschiebung der aufgesetzten Abdeckung am Gehäuse können
nun die Klemmbacken mit aufgenommenen Lichtwellenleiter durch
Beaufschlagung gegenseitiger Kontaktflächen von Abdeckung und
Klemmbacken an die Oberfläche des Gehäuses herangeführt wer
den, um den direkten zwischenraumfreien Übergang zwischen
Lichtwellenleiter und den Sende- und Empfangselementen des
Gehäuses zu erreichen.
Damit wird gleichzeitig die beabsichtigte selbsttätige Klem
mung und direkte Verbindung zwischen Lichtwellenleiter und
Sende- und Empfangselementen erreicht.
Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus den Ausführungs
beispielen in den Zeichnungsfiguren hervor. Es zeigen:
Fig. 1 eine Gesamtansicht der Klemmvorrichtung mit Gehäuse
mit angebrachter gelöster Abdeckung,
Fig. 2 eine Gesamtansicht der Klemmvorrichtung mit Gehäuse
mit angebrachter befestigter Abdeckung,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Klemmvorrichtung,
Fig. 4 eine Einzelheit Z aus Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht der Unterseite der Abdeckung sowie
Fig. 6 eine teilgeschnittene Ansicht der Klemmvorrichtung
zur Verdeutlichung der Funktionsweise.
Fig. 1 zeigt das Gehäuse 2 der Klemmvorrichtung mit angebrach
ten Klammerelementen 3 und auf einer Seite des Gehäuses 2
über Schnapphaken 20 angebrachter Abdeckung 4. Im Gehäuse 2
befinden sich unter der Oberfläche 13 Sende- und Empfangsele
mente (nicht abgebildet) z. B. zur Auswertung von Signalen der
angebrachten Lichtwellenleiter 1 (z. B. für optische Nähe
rungsschalter). Der abgebildete Lichtwellenleiter 1 ist in
Ausnehmungen 11, 12 der Klemmbacken 9, 10 eines von der Ab
deckung 4 abgedeckten Klammerelementes 3 aufgenommen (vgl.
Fig. 2 und 6). In der Abdeckung 4 sind vier längliche Ausneh
mungen 17 vorgesehen, durch welche der Lichtwellenleiter 1
oder weitere befestigte Lichtwellenleiter 1 hindurchgeführt
werden, um in den darunterliegenden Klemmbacken 9, 10 der
Klammerelemente 3 aufgenommen zu werden.
In Fig. 1 sind auf der Gehäuseseite ohne Abdeckung 4 vier
Klammerelemente 3a bis d vorgesehen, die paarweise (3a und 3d
sowie 3b und 3c) über Fußelemente 16 an der Oberfläche 13 des
Gehäuses 2 angebracht sind.
Beim Anbringen der Abdeckung 4 am Gehäuse 2 (Fig. 1) ist die
Abdeckung 4 in Richtung 18 verschoben, so daß sich der Licht
wellenleiter 1 am unteren Ende der länglichen Ausnehmung 17
befindet. Hierbei ist die Klemmung und Heranführung des
Lichtwellenleiters an die Oberfläche 13 des Gehäuses 1 aufge
hoben und die Abdeckung 4 kann aufgelegt oder abgenommen wer
den. In der Position nach Fig. 2 ist die Abdeckung 4 in Rich
tung 19 auf dem Gehäuse 2 verschoben und der Lichtwellenlei
ter 1 befindet sich am oberen Ende der länglichen Ausnehmung
17. Damit ist der Lichtwellenleiter 1 klemmend aufgenommen
und direkt an die Oberfläche 13 des Gehäuses 2 herangeführt.
Gemäß der Seitenansichten nach Fig. 3 und Fig. 4 (Längsschnitt
durch Abdeckung 4 nach Fig. 1 oder Fig. 2) sind die Klemmbacken
9 mit dem Abstand 15 zur Oberfläche 13 über das Fußelement 16
am Gehäuse 2 befestigt. Die Klemmbacken 9 weisen Gegenkon
taktflächen 8 auf, welche von korrespondierenden Kontaktflä
chen 6 (vgl. Fig. 5) der Abdeckung 4 bei Verschiebung in Ver
schieberichtung 19 beaufschlagt werden, so daß bei gegensei
tiger Kontaktierung eine Verringerung des Abstandes 15 er
folgt und der aufgenommene Lichtwellenleiter 1 an die Ober
fläche 13 des Gehäuses 2 herangeführt wird, wodurch der ge
wünschte direkte Kontakt zwischen Lichtwellenleiter 1 und der
Oberfläche 13 des Gehäuses 2 hergestellt wird.
Aus der Ansicht der Unterseite der Abdeckung 4 gemäß Fig. 5
gehen die Kontaktflächen 5, 6 der Abdeckung 4 hervor, welche
die korrespondierenden Gegenkontaktflächen 7, 8 der Klemmbac
ken 9, 10 des Klammerelementes 3 beaufschlagen.
Das Zusammenwirken der geschilderten Kontaktflächen 5 und 7
sowie 6 und 8 geht aus Fig. 6 hervor, welche ein einzelnes
Klammerelement 3 mit Klemmbacken 9, 10 (im Abstand 14) mit
aufgenommenem Lichtwellenleiter 1 abbildet. Die Abdeckung 4
ist auf der Oberfläche 13 des Gehäuses 1 aufgesetzt und wird
nun in Richtung 19 verschoben, wodurch der Lichtwellenleiter
1 vom linken zum rechten Ende der länglichen Ausnehmung 17
wandert.
Bei der Verschiebung der Abdeckung 4 in Richtung 19 kontak
tieren sich zunächst die Kontaktflächen 5 der Abdeckung 4 und
Gegenkontaktflächen 7 der Klemmbacken 9 und 10. Hierdurch
wird der Lichtwellenleiter 1 klemmend zwischen den Klemm
backen 9 und 10 aufgenommen.
Beim weiteren Verschieben der Abdeckung 4 in Richtung 19 kon
taktieren sich nun auch die Kontaktflächen 6 der Abdeckung 4
und die Gegenkontaktflächen 8 der Klemmbacken 9 und 10, so
daß die Klemmbacken 9 und 10 unter Verringerung des Abstandes
15 (vgl. Fig. 4) an die Oberfläche 13 des Gehäuses 2 mit dem
Lichtwellenleiter 1 herangeführt werden. Die Klemmbacken 9
und 10 weichen elastisch nach unten gegenüber der stationären
Abdeckung 4 aus und bringen damit den aufgenommenen Lichtwel
lenleiter 3 direkt an die Oberfläche 13 heran. Hierzu sind
die Klemmbacken 9 und 10 elastisch am Fußelement 16 ange
bracht.
Die Kontaktflächen 5 und 6 der Abdeckung 4 sind versetzt zu
einander angebracht und wirken nacheinander auf die Gegenkon
taktflächen 7 und 8 der Klemmbacken 9 und 10. Durch das auf
einanderfolgende Zusammenwirken der Kontakt/Gegenkontakt
flächen 5 und 7 sowie 6 und 8 wird die selbstätige Klemmung
und Heranführung des Lichtwellenleiters 1 an die Oberfläche
13 des Gehäuses 2 erreicht.
Damit besteht kein Zwischenraum zwischen Lichtwellenleiter 1
und der Oberfläche 13 mit den darunter angeordneten Sende-
und Empfangselementen.
Claims (12)
1. Klemmvorrichtung zur Anbringung mindestens eines Licht
wellenleiters (1) an Sende- oder Empfangselementen eines Ge
häuses (2) mit mindestens einem Klammerelement (3) zur kraft
schlüssigen Kontaktierung des anzubringenden Lichtwellenlei
ters (1) sowie einer Abdeckung (4), die lösbar am Gehäuse (2)
befestigbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ab
deckung (4) Kontaktflächen (5, 6) zur Beaufschlagung korre
spondierender Gegenkontaktflächen (7, 8) des Klammerelements
(3) aufweist, wobei beim gegenseitigen Kontaktieren der Kon
taktflächen (5, 6) und der Gegenkontaktflächen (7, 8) eine
Klemmung des aufgenommenen Lichtwellenleiters (1) durch das
Klammerelement (3) und eine Annäherung des aufgenommenen
Lichtwellenleiters (1) an die Sende- oder Empfangselemente
erfolgt.
2. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Klam
merelement (3) Klemmbacken (9, 10) zur Aufnahme des Lichtwel
lenleiters (1) aufweist.
3. Klemmvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Klemm
backen (9, 10) Ausnehmungen (11, 12) zur Aufnahme des Licht
wellenleiters (1) aufweisen.
4. Klemmvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Klemm
backen (9, 10) federnd zueinander angeordnet sind.
5. Klemmvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Klemm
backen (9, 10) beabstandet gegenüber einer Oberfläche (13)
des Gehäuses (2) angebracht sind.
6. Klemmvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Klemm
backen (9, 10) über ein Fußelement (16) an der Oberfläche
(13) angebracht sind.
7. Klemmvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gegen
kontaktflächen (7, 8) an den Klemmbacken (9, 10) angebracht
sind.
8. Klemmvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ab
stand (14) der Klemmbacken (9, 10) voneinander bei angebrach
ter Abdeckung (4) geringer ist als bei abgenommener Abdeckung
(4).
9. Klemmvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ab
stand (15) zwischen den Klemmbacken (9, 10) und der Oberflä
che (13) bei angebrachter Abdeckung (4) geringer ist als bei
abgenommener Abdeckung (4).
10. Klemmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß am Gehäuse
(2) mehrere Klammerelemente (3) angebracht sind.
11. Klemmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abdec
kung (4) verschiebbar am Gehäuse (2) angebracht ist.
12. Klemmvorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abdec
kung (4) mindestens eine längliche Ausnehmung (17) zur Hin
durchführung des aufgenommenen Lichtwellenleiters (1) auf
weist.
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