[go: up one dir, main page]

DE19945346C1 - Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberfläche von Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dgl. und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberfläche von Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dgl. und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens

Info

Publication number
DE19945346C1
DE19945346C1 DE1999145346 DE19945346A DE19945346C1 DE 19945346 C1 DE19945346 C1 DE 19945346C1 DE 1999145346 DE1999145346 DE 1999145346 DE 19945346 A DE19945346 A DE 19945346A DE 19945346 C1 DE19945346 C1 DE 19945346C1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tool
smoothing
smoothing tool
temperature
board
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE1999145346
Other languages
English (en)
Inventor
Lothar Tank
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1999145346 priority Critical patent/DE19945346C1/de
Priority to EP00120526A priority patent/EP1086791A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE19945346C1 publication Critical patent/DE19945346C1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N7/00After-treatment, e.g. reducing swelling or shrinkage, surfacing; Protecting the edges of boards against access of humidity

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

Abstract

Bei bekannten Verfahren sind hohe Arbeitsdrücke zwischen Glättwerkzeug und Bearbeitungsmaterial erforderlich, die Beschädigungen an der Bearbeitungskontur hervorrufen und zu einem hohen Verschleiß am Glättwerkzeug und an Maschinenelementen führen. Weiterhin sind die Art des Wärmeeintrages und Temperaturregelung nicht optimal. DOLLAR A Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird die Wärme durch Warmluft und Reibung zwischen dem Glättwerkzeug (2) und Bearbeitungsmaterial eingebracht, wobei das Bearbeitungsmaterial vorgewärmt wird. Die Fasern werden durch ein rotierendes Glättwerkzeug in das Bindemittel gerieben und die Prozeßtemperatur wird fortlaufend gemessen. DOLLAR A Die entsprechende Vorrichtung besteht aus einem drehbar mit der Werkzeugaufnahme (6) verbundenen Glättwerkzeug (2), wobei eine Warmluftdüse (12), eine Kaltluftdüse (13) und ein berührungslos arbeitender Wärmesensor (5) auf das Glättwerkzeug gerichtet sind.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberflächen von Bauteilen aus rauhen Span- oder Faser­ platten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Materialien nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine entsprechende Vor­ richtung zur Durchführung des Verfahrens nach dem Oberbe­ griffs des Anspruchs 5.
Verfahren und Vorrichtungen dieser Art werden vorwiegend in der holzverarbeitenden Industrie verwendet.
Aus Gründen eines besonderen Geschmackes erhalten bei­ spielsweise Türen aus den eingangs genannten Materialien besondere Verzierungen wie beispielsweise umlaufenden Nuten mit vielgestaltigem Profil. Solche Nuten werden mit Hilfe eines Formfräsers eingearbeitet. Die Oberflächen dieser ausgefrästen Nuten sind immer dann ausgesprochen rauh, wenn das bearbeitete Material aus Spänen oder Fasern besteht, die in ein Bindemittel eingebunden sind.
In der Praxis werden solche Nuten von Hand so lange ge­ schliffen, bis die aufrechten Fasern abgetragen oder umge­ bügelt wurden. Danach werden die Nuten mit einem Füllstoff gestrichen. Nach der Aushärtung des Füllstoffes wird so oft nachgeschliffen und nachgestrichen, bis die Fasern mehr oder weniger abgetragen sind und die Oberfläche dadurch glatt erscheint.
Dieses Verfahren erfordert einen hohen körperlichen Einsatz und ist wegen der starken Staubentwicklung sehr gesund­ heitsschädlich. Außerdem ist dieses Verfahren wegen des mehrmaligen Durchlaufes sehr zeitaufwendig und damit sehr teuer.
Aus der DE 198 10 148 C2 ist nun ein Verfahren zur finalen Oberflächenbehandlung von rauhen Span- oder Faserplatten, Kunsstoffplatten oder ähnlichen Bauteilen mit einer darin eingearbeiteten Struktur und eine Vorrichtung zur Durchfüh­ rung dieses Verfahrens bekannt.
Bei diesem Verfahren wird das oberflächennahe Bindemittel der MDF-Platte durch eine über das Glättwerkzeug eingelei­ tete Wärmezufuhr aufgeschmolzen und die Faserpartikel durch die Druckwirkung (3 bis 10 bar) des Glättwerkzeuges in das leicht verflüssigte Bindemittel eingedrückt. Das Bindemit­ tel geht nach seiner kurzzeitigen und bereichsweisen Ver­ flüssigung unmittelbar wieder in den festen Zustand über, wobei die Faserpartikel vollständig eingeschlossen bleiben. Die Vorrichtung zu diesem Verfahren weist dabei ein Glätt­ werkzeug auf, das in einer Aufnahmehülse einer Werkzeugma­ schine gelagert ist, das eine Arbeitsfläche mit einer zur bearbeitenden Kontur komplementären Geometrie aufweist und in das ein Heizelement eingesetzt ist. Das Heizelement ist von einer Kühlkammer umgeben.
Die Nachteile dieses Verfahrens liegen in erster Linie im hohen Arbeitsdruck des Glättwerkzeuges begründet. Dies führt zu einem erhöhten Verschleiß am Glättwerkzeug und an den Bauteilen, die das Glättwerkzeug tragen und bewegen.
Das verteuert die Vorrichtung entscheidend. Zum anderen führt der hohe Arbeitsdruck zu Beschädigungen an der zu be­ arbeitenden Kontur, in dem sich Wulste an den Kanten bil­ den, die eine erhöhte Nacharbeit oder erhebliche Qualitätsmängel mit sich bringen.
Weiterhin ist die Temperaturregelung ungenau und zu träge, was zu Qualitätsunterschieden im Bereich der Bearbeitungs­ fläche, insbesondere am Anfang der Bearbeitungslinie, führt. Nachteilig ist außerdem, daß die Wärme nur über das Glättwerkzeug auf die Oberfläche übertragen wird und daher zur Gewährleistung einer ausreichenden Wärmeübertragung nur eine geringe Vorschubgeschwindigkeit gewählt werden kann. Höhere Vorschubgeschwindigkeiten lassen sich daher nur mit höheren Temperaturen am Glättwerkzeug realisieren, was wie­ der aus ökonomischen Gründen nachteilig ist.
Ökonomisch nachteilig ist auch, daß das Heizelement und der Kühlkreislauf in dem Glättwerkzeug integriert sind. Das verlangt einen hohen Platzbedarf und führt zu einer groß­ bauenden und komplizierten Vorrichtung. Dadurch wird auch der Installations- und Wartungsaufwand erheblich erhöht.
Es besteht daher die Aufgabe ein gattungsgemäßes Verfahren und eine entsprechende Vorrichtung zu entwickeln, die bei einer einfachen Bauweise des Glättwerkzeuges eine hohe Qua­ lität der bearbeiteten Oberflächen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird verfahrensmäßig durch die kennzeichnen­ den Merkmale des Anspruchs 1 und vorrichtungsseitig durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 5 gelöst. Zweckdienliche Ausgestaltungen zum Verfahren und zur Vor­ richtung ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 4 bzw. 6 bis 11.
Mit der Erfindung werden die genannten Nachteile des Stan­ des der Technik beseitigt.
Der besondere Vorteil des neuen Verfahrens und der neuen Vorrichtung liegt in der Gewährleistung einer hohen und gleichmäßigen Qualität der geglätteten Oberflächen. Auf Grund der nur geringen Drücke, die auf dem Glättwerkzeug liegen, treten keine Profil- oder Kantenverformungen an der Oberfläche auf. Das Glättwerkzeug ist federnd gelagert, wodurch Beschädigungen an der Oberfläche vermieden werden, wenn Unebenheiten an der Oberfläche auftreten. Bei Einsatz eines pneumatischen Kolben-Zylinder-Systems als Druckein­ heit wird der Druck während der Bearbeitung geregelt, es lassen sich verschiedene Drücke vorwählen und die Einspannung des Glättwerkzeuges wird vereinfacht. Die Qualitätsverbesserung wird auch durch die Drehbewegung des Glättwerkzeuges ermöglicht, weil dadurch das flüssige Bindemittel leichter und sauberer verrieben werden kann. Das Verfahren ist effektiv, weil die Drehbewegung des Glättwerkzeuges und die optimale Wärmeübertragung auf das Bearbeitungsmaterial sehr hohe Vorschubgeschwindigkeiten am Glättwerkzeug zulassen. Das ist in der Hauptsache darauf zurückzuführen, daß nicht nur der Kontaktbereich des Glätt­ werkzeuges, sondern auch das Umfeld, insbesondere der Be­ reich vor dem Glättwerkzeug erwärmt wird. Außerdem wird die hohe Glättqualität mit nur einem Bearbeitungsgang reali­ siert, was insbesondere gegenüber dem gebräuchlichen mehr­ maligen manuellen Schleifen und dem mehrmaligen maschinellen Farbgeben eine erhebliche Zeiteinsparung be­ deutet.
Die hohe Qualität der geglätten Oberflächen ist auch auf eine optimale Temperaturregelung zurückzuführen. Es hat sich gezeigt, daß die berührungslose Temperaturmessung in Verbindung mit der besonders geschwärzten Oberfläche des Glättwerkzeuges äußerst genaue Temperaturwerte liefert, die als Grundlage für die Beeinflussung der Temperatur am Bear­ beitungsmaterial dienen. Die entsprechende Steuer- und Re­ geleinheit kann äußerst genau arbeiten, weil zur Regelung der erforderlichen Temperatur mehrerer Parameter zur Verfü­ gung stehen. So kann die Temperatur durch die Temperatur des Warmluftstromes, der Wärme- und Kaltluftmenge und des Mischungsverhältnisses beider Luftströme, aber auch durch die Höhe der Vorschubgeschwindigkeit und der Umfangsge­ schwindigkeit des Glättwerkzeuges variiert werden.
Von Vorteil ist auch, daß durch die externe Wärmeversorgung das eigentliche Glättwerkzeug sehr klein ausgeführt werden kann, was Herstellungskosten spart und den Einsatzbereich solcher Glättwerkzeuge auch auf Miniaturwerkzeuge ausdehnt. Auch wird es dadurch möglich, die Leitungen und Aggregate für die Warmluft- und die Kaltluftversorgung und den Wärme­ sensor in eine gesonderte Haltevorrichtung zusammenzufas­ sen, um diese Haltevorrichtung auch an die verschiedensten Bearbeitungseinheiten anzupassen. Durch die getrennte Aus­ führung von Haltevorrichtung für die Temperaturaggregate und die eigentliche Werkzeugeinheit wird auch der Aufwand für die Wartung, für die Reparatur und für die Einrichtung verringert.
Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispieles nä­ her erläutert werden.
Dazu zeigt
Fig. 1 den schematischen Aufbau einer Vorrichtung zum Thermoreibglätten und
Fig. 2 den schematischen Aufbau einer Vorrichtung zum Thermoreibglätten mit pneumatischen Kolben-Zylinder- System.
Gemäß Fig. 1 besteht die Vorrichtung zum Thermoreibglätten von MFD-Materialien aus einer Werkzeugeinheit 1 mit einem Glättwerkzeug 2, einem externen Heißluftkanal 3, einem externen Kaltluftkanal 4, einem optischen Wärmesensor 5 und einer nicht dargestellten Steuer- und Regeleinheit für die Temperatur.
Die Werkzeugeinheit 1 ist einerseits in eine Werkzeugauf­ nahme 6 einer Bearbeitungseinheit eingespannt, wobei der Antrieb der Bearbeitungseinheit eine Drehbewegung und eine X-Y-Z-Verschiebung der Werkzeugaufnahme 6 realisiert. Die Werkzeugeinheit 1 ist rotationssymetrisch ausgeführt und besteht aus einer in der Werkzeugaufnahme 6 eingespannten Welle 7 und einem Halteteil 8 für das Glättwerkzeug 2. Da­ bei ist die Welle 7 mit einem Profilteil ausgerüstet und mit diesem Profilteil axial verschiebbar in eine entspre­ chende Profilbohrung 9 im Halteteil 8 eingesetzt. Damit ist die Welle 7 und das Halteteil 8 drehfest miteinander ver­ bunden. In der Profilbohrung 9 des Halteteiles 8 ist eine Metallfeder als Druckeinheit 10 eingesetzt, die die Welle 7 und das Halteteil 8 voneinander beabstanden. Andererseits der Profilbohrung 9 befindet sich im Halteteil 8 eine Aufnahmeöffnung 11 für das Glättwerkzeug 2, in der das Glättwerkzeug 2 lösbar aber starr verankert ist. Das Glättwerkzeug 2 hat eine Arbeitsfläche mit einer zur glättenden Kontur äquivalenten Geometrie und entspricht so einer Kopie des Fräskopfes, mit dem die zu glättende Oberfläche hergestellt wurde.
Der Warmluftkanal 3 ist mit einem Heizelement 12 und mit einer Warmluftdüse 13 ausgerüstet und der Kaltluftkanal 4 besitzt eine entsprechende Kaltluftdüse 14, wobei die Warm­ luftdüse 13 und die Kaltluftdüse 14 seitlich und getrennt voneinander auf das Glättwerkzeug 2 gerichtet sind. Dabei sind der Warmluftkanal 3 und der Kaltluftkanal 4 so an der Bearbeitungseinheit angebracht, daß sie sich mit der X-Y-Z- Verschiebungen der Werkzeugaufnahme 6 mitbewegen. Der Warmluftkanal 3 und der Kaltluftkanal 4 sind an einer nicht dargestellten Druckluftversorgungseinheit angeschlossen, wobei die Warm- bzw. Kaltluftmenge und die Temperatur der Warmluft durch eine Temperaturregeleinheit gesteuert wird, die ebenfalls nicht dargestellt ist. Diese Temperaturregel­ einheit ist funktionell mit dem optischen Wärmesensor 5 verbunden, der baulich mit dem Warmluftkanal 3 und dem Kaltluftkanal 4 in einer gemeinsamen Haltevorrichtung 15 angebracht ist und der die Temperatur des Glättwerkzeuges berührungslos erfaßt und zur Auswertung an die Temperatur­ regeleinheit weitergibt.
Für eine optimale Temperaturerfassung ist der Wärmesensor 5 in besonderer Weise unter einem Winkel von 40 bis 50° und mit einem vorbestimmten Abstand auf das Glättwerkzeug 2 gerichtet. Wesentlich für eine optimale Temperaturerfassung ist auch eine besondere Oberflächengestaltung des Glätt­ werkzeuges 2. So ist die Oberfläche mit einer hitzebestän­ digen und verschleißfesten Farbe geschwärzt. Vorzugsweise wird eine schwarze Einbrennlackfarbe mit einer Hitzebeständigkeit bis 650° verwendet, die auch in Sprayform erhältlich und damit leicht zu verarbeiten ist.
Mit dem Verfahren werden rauhe, nur grob vorbearbeitete MDF-Materialien mit einer darin eingearbeiteten Struktur mittels eines rotierenden und erhitzten Glättwerkzeuges un­ ter geringem Druck sowie voreingestellter, permanent gere­ gelter Temperatur und Vorschubsgeschwindigkeit thermisch bearbeitet. Dabei wird das Glättwerkzeug, welches eine zu der Form der zu bearbeitenden Kontur komplementäre Geome­ trie aufweist, zunächst auf eine Temperatur von etwa 230°C erwärmt und anschließend unter einer Drehbwegung mit einer vorbestimmten Umdrehungszahl in Kontakt mit der vorbearbei­ teten und zu glättenden Oberfläche gebracht. Dabei wird das Glättwerkzeug 2 allein durch die Kraft der Druckfeder 10 in der Art vorgespannt, daß über die gesamte Bearbeitungslinie ein ständiger Kontakt des Glättwerkzeuges 2 mit der Ober­ fläche gewährleistet ist. Ein darüber hinausgehender Druck ist nicht erforderlich. Mit dem Kontakt des Glättwerkzeuges 2 mit der Oberfläche kommt es zu einem Wärmeübergang vom Glättwerkzeug 2 auf die Oberfläche der MDF-Platte, wodurch das in der MDF-Platte befindliche Bindemittel zum Schmelzen gebracht wird. Dieser Erwärmprozeß des Bindemittels wird dadurch verbessert, daß die geregelte Warmluft am Glätt­ werkzeug 2 vorbei direkt auf die MDF-Platte gestrahlt wird. Außerdem erweitert sich dadurch die Erwärmzone an der MDF- Platte über den direkten Kontaktbereich des Glättwerkzeuges 2 hinaus, wodurch höhere Vorschubgeschwindigkeiten am Glättwerkzeug möglich sind. Unter diesen Bedingungen wird nun das Glättwerkzeug 2 mit seiner Drehbewegung und einer vorbestimmten Geschwindigkeit an der vorgesehenen Bearbei­ tungslinie vorgeschoben und dabei ständig die Temperatur des Glättwerkzeuges 2 erfaßt und die Meßwerte der Tempera­ turregeleinheit zugeführt. Hier wird die aktuelle Isttempe­ ratur mit der vorbestimmten Solltemperatur verglichen und bei einer Abweichung entsprechende Regelung der Erwärmungs­ bedingungen vorgenommen. Dabei kann die Temperatur des Warmluftstromes verändert werden, das Mischungsverhältnis von Warmluftstrom zu Kaltluftstrom verändert werden, aus­ schließlich mit einem Kaltluftstrom geblasen werden oder die Vorschubgeschwindigkeit und die Umfangsgeschwindigkeit des Glättwerkzeuges 2 angepaßt werden. Unter diesen gleichmäßigen Bedingungen richten sich zunächst die einzel­ nen Fasern aus dem leicht verflüssigten Bindemittel auf und werden nachfolgend durch das drehende Glättwerkzeug 2 wie­ der in das weiche Bindemittel eingerieben, wo sie nach der Erstarrung des Bindemittels vollständig eingeschlossen bleiben.
Aufstellung der Bezugszeichen
1
Werkzeugeinheit
2
Glättwerkzeug
3
Warmluftkanal
4
Kaltluftkanal
5
optischer Wärmesonsor
6
Werkzeugaufnahme
7
Antriebswelle
8
Halteteil
9
Profilbohrung
10
Druckeinheit
11
Aufnahmeöffnung
12
Heizelement
13
Warmluftdüse
14
Kaltluftdüse
15
Haltevorrichtung

Claims (11)

1. Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberflächen von Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dgl., bei dem die vorbearbeitete Oberfläche bis zur Schmelztemperatur eines im Bearbeitungsmaterials befindlichen Bindemittels erwärmt und diese Temperatur in Abhängigkeit von der Tempe­ ratur des Glättwerkzeuges (2) konstant gehalten wird und dabei die Fasern im Bearbeitungsmaterial niedergehalten und mit dem weichen Bindemittel verrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß
  • - die Niederhaltung der Fasern und die Verreibung mit dem Bindemittels durch ein drehendes Glättwerkzeug (2) erfolgt,
  • - die Oberfläche des Bearbeitungsmaterials durch einen in­ direkten Wärmeübergang vom erwärmten Glättwerkzeug (2), di­ rekt durch einen externen Warmluftstrom und direkt durch die Reibung zwischen dem sich bewegenden Glättwerkzeug und dem Bearbeitungsmaterial erwärmt wird und
  • - die Temperatur am drehenden Glättwerkzeug (2) berührungs­ los gemessen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Glättwerkzeug (2) und das Bearbeitungsmaterial vom gleichen Warmluftstrom erwärmt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erforderliche Temperatur am Bearbeitungsmaterial durch eine Temperaturregelung des Warmluftstromes oder durch eine Zuschaltung des Kaltluft­ stromes beeinflußt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erforderliche Temperatur am Bearbeitungsmaterial durch eine Regelung der Vorschubge­ schwindigkeit und/oder der Umfangsgeschwindigkeit beein­ flußt wird.
5. Vorrichtung zum Thermoreibglätten der Oberflächen von Produkten aus MDF-Marialien, Kunststoff oder dgl., mit ei­ nem Glättwerkzeug (2), das in einer Werkzeugaufnahme (6) einer Bearbeitungseinheit gelagert ist und das eine auf die zu bearbeitende Oberflächenstruktur abgestimmte Ar­ beitsfläche besitzt und von einer regelbaren Heizungsanlage erwärmbar ist und die Heizungsanlage mit einem die Tempe­ ratur des Glättwerkzeuges (2) ermittelnden Temperaturmeß­ fühler ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
  • - das Glättwerkzeug (2) über eine Antriebswelle (7) drehbar mit der Werkzeugaufnahme (6) verbunden ist und
  • - die Heizungsanlage für das Glättwerkzeug (2) aus einem Warmluftkanal (3) mit einer Warmluftdüse (12) und einem Kaltluftkanal (4) mit einer Kaltluftdüse (13) besteht und die Warmluftdüse (12) und die Kaltluftdüse (13) seitlich und getrennt voneinander auf das Glättwerkzeug (2) gerich­ tet sind und
  • - der Temperaturmeßfühler aus einem berührungslos arbeiten­ den Wärmesensor (5) besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Glättwerkzeug (8) gegenüber der Bearbeitungseinheit axial beweglich gelagert und von der Kraft einer Druckeinheit (10) belastet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckeinheit (10) eine Metallfeder oder ein regelbares, pneumatisches Kolben- Zylinder-System ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmesensor (5) unter einem Winkel von 40-50° auf das Glättwerkzeug (2) gerichtet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Warmluftkanal (3), der Kaltluftkanal (4) und der Wärmesensor (5) in einer Haltevorrichtung (15) erfaßt sind, die an der Werkzeugaufnahme (6) der Bearbeitungseinheit befestigt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Glättwerkzeug (2) mit einer feuerfesten und lichtabsorbierenden Schutzschicht überzogen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der geregelte Warmluftstrahl einen Strahldurchmesser besitzt, der über die Abmessungen des Glättwerkzeuges (2) hinausgeht.
DE1999145346 1999-09-22 1999-09-22 Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberfläche von Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dgl. und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens Expired - Fee Related DE19945346C1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1999145346 DE19945346C1 (de) 1999-09-22 1999-09-22 Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberfläche von Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dgl. und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
EP00120526A EP1086791A1 (de) 1999-09-22 2000-09-20 Verfahren und Vorrichtung zum Thermoreibglätten der Oberfläche von Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dergleichen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1999145346 DE19945346C1 (de) 1999-09-22 1999-09-22 Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberfläche von Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dgl. und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19945346C1 true DE19945346C1 (de) 2000-12-14

Family

ID=7922861

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1999145346 Expired - Fee Related DE19945346C1 (de) 1999-09-22 1999-09-22 Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberfläche von Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dgl. und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens

Country Status (2)

Country Link
EP (1) EP1086791A1 (de)
DE (1) DE19945346C1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2003099534A1 (de) * 2002-05-24 2003-12-04 IHD Institut für Holztechnologie Dresden GmbH Vorrichtung zum wechseln von beheizbaren werkzeugen
WO2010003418A1 (en) * 2008-07-10 2010-01-14 Si Holding Aulum Aps Process and apparatus for edge finishing of mdf boards
CN104085034A (zh) * 2013-08-19 2014-10-08 都江堰金祥装饰工程有限公司 封边机的仿形夹头

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006034098B4 (de) * 2006-07-20 2009-07-09 Flooring Technologies Ltd. Verfahren zum Umformen eines Bereichs von Holzwerkstoffplatten und Vorrichtung hierfür

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19521155A1 (de) * 1994-07-08 1996-01-11 Gottschild Gmbh Besäum-Vorrichtung
DE19533858A1 (de) * 1995-09-13 1997-07-03 Ihd Inst Fuer Holztechnologie Verfahren zum elektrostatischen Beschichten von Holz und Holzwerkstoffen
DE19810148C2 (de) * 1998-03-10 1999-06-24 Wendt Maschinenbau Gmbh & Co K Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen Span- oder Faserplatten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
SE501942C2 (sv) * 1992-12-11 1995-06-26 Swedwood Ab Förfarande och anordning för att åstadkomma ytjämnhet hos i fiberskivor skurna partier
DE19518365C2 (de) * 1995-05-22 2002-03-14 Ihd Inst Fuer Holztechnologie Verfahren zum Glätten von Holz und Holzwerkstoffen unter Verwendung von rotierenden schneidenlosen Werkzeugen
DE19518925A1 (de) * 1995-05-23 1996-11-28 Homag Maschinenbau Ag Verfahren und Vorrichtung zur Durchlauf-Bearbeitung von im wesentlichen flächigen oder leistenförmigen Werkstücken aus offenporigen Holzwerkstoffen und dergleichen im Kantenbereich
DE19653317C2 (de) * 1996-12-20 1999-01-21 Ima Montagetechnik Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten und Glätten von Oberflächen an Werkstücken aus Holz oder dergleichen

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19521155A1 (de) * 1994-07-08 1996-01-11 Gottschild Gmbh Besäum-Vorrichtung
DE19533858A1 (de) * 1995-09-13 1997-07-03 Ihd Inst Fuer Holztechnologie Verfahren zum elektrostatischen Beschichten von Holz und Holzwerkstoffen
DE19810148C2 (de) * 1998-03-10 1999-06-24 Wendt Maschinenbau Gmbh & Co K Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen Span- oder Faserplatten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2003099534A1 (de) * 2002-05-24 2003-12-04 IHD Institut für Holztechnologie Dresden GmbH Vorrichtung zum wechseln von beheizbaren werkzeugen
DE10222993B3 (de) * 2002-05-24 2004-01-29 IHD Institut für Holztechnologie Dresden gGmbH Vorrichtung zum Wechseln von beheizbaren Werkzeugen
AU2002317173B2 (en) * 2002-05-24 2008-06-19 Ihd Institut Fur Holztechnologie Dresden Ggmbh Device for replacing heatable tools
WO2010003418A1 (en) * 2008-07-10 2010-01-14 Si Holding Aulum Aps Process and apparatus for edge finishing of mdf boards
CN104085034A (zh) * 2013-08-19 2014-10-08 都江堰金祥装饰工程有限公司 封边机的仿形夹头

Also Published As

Publication number Publication date
EP1086791A1 (de) 2001-03-28

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4124340C2 (de) Verfahren zum Spannen, Abstützen, Anpassen oder zum Ausgleichen der Lage von geometrisch komplexen Werkstücken und Spannvorrichtung
DE3630175C2 (de)
DE102005029881A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Reibrührschweißen
DE19750428A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum beidseitigen Polieren optischer Linsen
DE4033727C1 (de)
DE19945346C1 (de) Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberfläche von Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dgl. und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
DE2820881A1 (de) Aufgiessverfahren und vorrichtung zu seiner durchfuehrung
EP0359304A2 (de) Verfahren zum Kopierschleifen von zylindrischen und sphärischen Oberflächen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE1561499B1 (de) Vorrichtung zum Herstellen von Wellpappe
DE19620485A1 (de) Werkzeugeinheit für eine Fräsmaschine
DE102011112042A1 (de) Rührreibschweißverfahren zur Verbindung von plattenförmigen Werkstücken sowie Vorrichtung hierfür
DE102020133920B4 (de) Verfahren zum thermischen Fügen thermoplastischer Kunststoffe
DE2233322A1 (de) Vorrichtung zum auftragen eines ueberzuges auf eine werkstueckkante
DE69102522T2 (de) Verfahren zur Herstellung eines aus einem bei Umgebungstemperatur nicht-schmiedbaren Material bestehenden Teiles, und entsprechendes Werkzeug.
EP0999925B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum bearbeiten von im wesentlichen flächigen oder leistenförmigen werkstücken, insbesondere aus holzwerkstoffen
WO2023208822A1 (de) Vorrichtung zum beschichten eines werkstücks
DE732156C (de) Maschine zur fortlaufenden Nahtbildung an Stoffbahnen aus warmformbaren Kunststoffen
DE19810148C2 (de) Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen Span- oder Faserplatten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
DE2307319C3 (de) Verfahren zum streifenweisen Flammhobeln von Metallflächen
DE2646999A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum markieren von rissen in stahlrohlingen
DE4403897A1 (de) Verfahren zum Warmeinziehen der Enden von hohlen Werkstücken mittels Rollieren
DE10222993B3 (de) Vorrichtung zum Wechseln von beheizbaren Werkzeugen
EP0777983A2 (de) Klebstoff-Auftragvorrichtung
DE3929829A1 (de) Verfahren zum abkuehlen eines zylindrischen hohlkoerpers
DE956162C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Grob- bis Feinstbearbeiten von Eisen-, Nichteisen- undkeramischen Metallen aller Art mittels elektrischen Lichtbogens

Legal Events

Date Code Title Description
8100 Publication of the examined application without publication of unexamined application
D1 Grant (no unexamined application published) patent law 81
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee