DE19945346C1 - Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberfläche von Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dgl. und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberfläche von Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dgl. und Vorrichtung zur Durchführung dieses VerfahrensInfo
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Abstract
Bei bekannten Verfahren sind hohe Arbeitsdrücke zwischen Glättwerkzeug und Bearbeitungsmaterial erforderlich, die Beschädigungen an der Bearbeitungskontur hervorrufen und zu einem hohen Verschleiß am Glättwerkzeug und an Maschinenelementen führen. Weiterhin sind die Art des Wärmeeintrages und Temperaturregelung nicht optimal. DOLLAR A Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird die Wärme durch Warmluft und Reibung zwischen dem Glättwerkzeug (2) und Bearbeitungsmaterial eingebracht, wobei das Bearbeitungsmaterial vorgewärmt wird. Die Fasern werden durch ein rotierendes Glättwerkzeug in das Bindemittel gerieben und die Prozeßtemperatur wird fortlaufend gemessen. DOLLAR A Die entsprechende Vorrichtung besteht aus einem drehbar mit der Werkzeugaufnahme (6) verbundenen Glättwerkzeug (2), wobei eine Warmluftdüse (12), eine Kaltluftdüse (13) und ein berührungslos arbeitender Wärmesensor (5) auf das Glättwerkzeug gerichtet sind.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Thermoreibglätten
der Oberflächen von Bauteilen aus rauhen Span- oder Faser
platten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Materialien nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine entsprechende Vor
richtung zur Durchführung des Verfahrens nach dem Oberbe
griffs des Anspruchs 5.
Verfahren und Vorrichtungen dieser Art werden vorwiegend in
der holzverarbeitenden Industrie verwendet.
Aus Gründen eines besonderen Geschmackes erhalten bei
spielsweise Türen aus den eingangs genannten Materialien
besondere Verzierungen wie beispielsweise umlaufenden Nuten
mit vielgestaltigem Profil. Solche Nuten werden mit Hilfe
eines Formfräsers eingearbeitet. Die Oberflächen dieser
ausgefrästen Nuten sind immer dann ausgesprochen rauh, wenn
das bearbeitete Material aus Spänen oder Fasern besteht,
die in ein Bindemittel eingebunden sind.
In der Praxis werden solche Nuten von Hand so lange ge
schliffen, bis die aufrechten Fasern abgetragen oder umge
bügelt wurden. Danach werden die Nuten mit einem Füllstoff
gestrichen. Nach der Aushärtung des Füllstoffes wird so oft
nachgeschliffen und nachgestrichen, bis die Fasern mehr
oder weniger abgetragen sind und die Oberfläche dadurch
glatt erscheint.
Dieses Verfahren erfordert einen hohen körperlichen Einsatz
und ist wegen der starken Staubentwicklung sehr gesund
heitsschädlich. Außerdem ist dieses Verfahren wegen des
mehrmaligen Durchlaufes sehr zeitaufwendig und damit sehr
teuer.
Aus der DE 198 10 148 C2 ist nun ein Verfahren zur finalen
Oberflächenbehandlung von rauhen Span- oder Faserplatten,
Kunsstoffplatten oder ähnlichen Bauteilen mit einer darin
eingearbeiteten Struktur und eine Vorrichtung zur Durchfüh
rung dieses Verfahrens bekannt.
Bei diesem Verfahren wird das oberflächennahe Bindemittel
der MDF-Platte durch eine über das Glättwerkzeug eingelei
tete Wärmezufuhr aufgeschmolzen und die Faserpartikel durch
die Druckwirkung (3 bis 10 bar) des Glättwerkzeuges in das
leicht verflüssigte Bindemittel eingedrückt. Das Bindemit
tel geht nach seiner kurzzeitigen und bereichsweisen Ver
flüssigung unmittelbar wieder in den festen Zustand über,
wobei die Faserpartikel vollständig eingeschlossen bleiben.
Die Vorrichtung zu diesem Verfahren weist dabei ein Glätt
werkzeug auf, das in einer Aufnahmehülse einer Werkzeugma
schine gelagert ist, das eine Arbeitsfläche mit einer zur
bearbeitenden Kontur komplementären Geometrie aufweist und
in das ein Heizelement eingesetzt ist. Das Heizelement ist
von einer Kühlkammer umgeben.
Die Nachteile dieses Verfahrens liegen in erster Linie im
hohen Arbeitsdruck des Glättwerkzeuges begründet. Dies
führt zu einem erhöhten Verschleiß am Glättwerkzeug und an
den Bauteilen, die das Glättwerkzeug tragen und bewegen.
Das verteuert die Vorrichtung entscheidend. Zum anderen
führt der hohe Arbeitsdruck zu Beschädigungen an der zu be
arbeitenden Kontur, in dem sich Wulste an den Kanten bil
den, die eine erhöhte Nacharbeit oder erhebliche
Qualitätsmängel mit sich bringen.
Weiterhin ist die Temperaturregelung ungenau und zu träge,
was zu Qualitätsunterschieden im Bereich der Bearbeitungs
fläche, insbesondere am Anfang der Bearbeitungslinie,
führt. Nachteilig ist außerdem, daß die Wärme nur über das
Glättwerkzeug auf die Oberfläche übertragen wird und daher
zur Gewährleistung einer ausreichenden Wärmeübertragung nur
eine geringe Vorschubgeschwindigkeit gewählt werden kann.
Höhere Vorschubgeschwindigkeiten lassen sich daher nur mit
höheren Temperaturen am Glättwerkzeug realisieren, was wie
der aus ökonomischen Gründen nachteilig ist.
Ökonomisch nachteilig ist auch, daß das Heizelement und der
Kühlkreislauf in dem Glättwerkzeug integriert sind. Das
verlangt einen hohen Platzbedarf und führt zu einer groß
bauenden und komplizierten Vorrichtung. Dadurch wird auch
der Installations- und Wartungsaufwand erheblich erhöht.
Es besteht daher die Aufgabe ein gattungsgemäßes Verfahren
und eine entsprechende Vorrichtung zu entwickeln, die bei
einer einfachen Bauweise des Glättwerkzeuges eine hohe Qua
lität der bearbeiteten Oberflächen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird verfahrensmäßig durch die kennzeichnen
den Merkmale des Anspruchs 1 und vorrichtungsseitig durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 5 gelöst.
Zweckdienliche Ausgestaltungen zum Verfahren und zur Vor
richtung ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 4 bzw. 6 bis
11.
Mit der Erfindung werden die genannten Nachteile des Stan
des der Technik beseitigt.
Der besondere Vorteil des neuen Verfahrens und der neuen
Vorrichtung liegt in der Gewährleistung einer hohen und
gleichmäßigen Qualität der geglätteten Oberflächen. Auf
Grund der nur geringen Drücke, die auf dem Glättwerkzeug
liegen, treten keine Profil- oder Kantenverformungen an der
Oberfläche auf. Das Glättwerkzeug ist federnd gelagert,
wodurch Beschädigungen an der Oberfläche vermieden werden,
wenn Unebenheiten an der Oberfläche auftreten. Bei Einsatz
eines pneumatischen Kolben-Zylinder-Systems als Druckein
heit wird der Druck während der Bearbeitung geregelt, es
lassen sich verschiedene Drücke vorwählen und die
Einspannung des Glättwerkzeuges wird vereinfacht.
Die Qualitätsverbesserung wird auch durch die Drehbewegung
des Glättwerkzeuges ermöglicht, weil dadurch das flüssige
Bindemittel leichter und sauberer verrieben werden kann.
Das Verfahren ist effektiv, weil die Drehbewegung des
Glättwerkzeuges und die optimale Wärmeübertragung auf das
Bearbeitungsmaterial sehr hohe Vorschubgeschwindigkeiten am
Glättwerkzeug zulassen. Das ist in der Hauptsache darauf
zurückzuführen, daß nicht nur der Kontaktbereich des Glätt
werkzeuges, sondern auch das Umfeld, insbesondere der Be
reich vor dem Glättwerkzeug erwärmt wird. Außerdem wird die
hohe Glättqualität mit nur einem Bearbeitungsgang reali
siert, was insbesondere gegenüber dem gebräuchlichen mehr
maligen manuellen Schleifen und dem mehrmaligen
maschinellen Farbgeben eine erhebliche Zeiteinsparung be
deutet.
Die hohe Qualität der geglätten Oberflächen ist auch auf
eine optimale Temperaturregelung zurückzuführen. Es hat
sich gezeigt, daß die berührungslose Temperaturmessung in
Verbindung mit der besonders geschwärzten Oberfläche des
Glättwerkzeuges äußerst genaue Temperaturwerte liefert, die
als Grundlage für die Beeinflussung der Temperatur am Bear
beitungsmaterial dienen. Die entsprechende Steuer- und Re
geleinheit kann äußerst genau arbeiten, weil zur Regelung
der erforderlichen Temperatur mehrerer Parameter zur Verfü
gung stehen. So kann die Temperatur durch die Temperatur
des Warmluftstromes, der Wärme- und Kaltluftmenge und des
Mischungsverhältnisses beider Luftströme, aber auch durch
die Höhe der Vorschubgeschwindigkeit und der Umfangsge
schwindigkeit des Glättwerkzeuges variiert werden.
Von Vorteil ist auch, daß durch die externe Wärmeversorgung
das eigentliche Glättwerkzeug sehr klein ausgeführt werden
kann, was Herstellungskosten spart und den Einsatzbereich
solcher Glättwerkzeuge auch auf Miniaturwerkzeuge ausdehnt.
Auch wird es dadurch möglich, die Leitungen und Aggregate
für die Warmluft- und die Kaltluftversorgung und den Wärme
sensor in eine gesonderte Haltevorrichtung zusammenzufas
sen, um diese Haltevorrichtung auch an die verschiedensten
Bearbeitungseinheiten anzupassen. Durch die getrennte Aus
führung von Haltevorrichtung für die Temperaturaggregate
und die eigentliche Werkzeugeinheit wird auch der Aufwand
für die Wartung, für die Reparatur und für die Einrichtung
verringert.
Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispieles nä
her erläutert werden.
Dazu zeigt
Fig. 1 den schematischen Aufbau einer Vorrichtung zum
Thermoreibglätten und
Fig. 2 den schematischen Aufbau einer Vorrichtung zum
Thermoreibglätten mit pneumatischen Kolben-Zylinder-
System.
Gemäß Fig. 1 besteht die Vorrichtung zum Thermoreibglätten
von MFD-Materialien aus einer Werkzeugeinheit 1 mit einem
Glättwerkzeug 2, einem externen Heißluftkanal 3, einem
externen Kaltluftkanal 4, einem optischen Wärmesensor 5 und
einer nicht dargestellten Steuer- und Regeleinheit für die
Temperatur.
Die Werkzeugeinheit 1 ist einerseits in eine Werkzeugauf
nahme 6 einer Bearbeitungseinheit eingespannt, wobei der
Antrieb der Bearbeitungseinheit eine Drehbewegung und eine
X-Y-Z-Verschiebung der Werkzeugaufnahme 6 realisiert. Die
Werkzeugeinheit 1 ist rotationssymetrisch ausgeführt und
besteht aus einer in der Werkzeugaufnahme 6 eingespannten
Welle 7 und einem Halteteil 8 für das Glättwerkzeug 2. Da
bei ist die Welle 7 mit einem Profilteil ausgerüstet und
mit diesem Profilteil axial verschiebbar in eine entspre
chende Profilbohrung 9 im Halteteil 8 eingesetzt. Damit ist
die Welle 7 und das Halteteil 8 drehfest miteinander ver
bunden. In der Profilbohrung 9 des Halteteiles 8 ist eine
Metallfeder als Druckeinheit 10 eingesetzt, die die Welle 7
und das Halteteil 8 voneinander beabstanden. Andererseits
der Profilbohrung 9 befindet sich im Halteteil 8 eine
Aufnahmeöffnung 11 für das Glättwerkzeug 2, in der das
Glättwerkzeug 2 lösbar aber starr verankert ist. Das
Glättwerkzeug 2 hat eine Arbeitsfläche mit einer zur
glättenden Kontur äquivalenten Geometrie und entspricht so
einer Kopie des Fräskopfes, mit dem die zu glättende
Oberfläche hergestellt wurde.
Der Warmluftkanal 3 ist mit einem Heizelement 12 und mit
einer Warmluftdüse 13 ausgerüstet und der Kaltluftkanal 4
besitzt eine entsprechende Kaltluftdüse 14, wobei die Warm
luftdüse 13 und die Kaltluftdüse 14 seitlich und getrennt
voneinander auf das Glättwerkzeug 2 gerichtet sind. Dabei
sind der Warmluftkanal 3 und der Kaltluftkanal 4 so an der
Bearbeitungseinheit angebracht, daß sie sich mit der X-Y-Z-
Verschiebungen der Werkzeugaufnahme 6 mitbewegen. Der
Warmluftkanal 3 und der Kaltluftkanal 4 sind an einer nicht
dargestellten Druckluftversorgungseinheit angeschlossen,
wobei die Warm- bzw. Kaltluftmenge und die Temperatur der
Warmluft durch eine Temperaturregeleinheit gesteuert wird,
die ebenfalls nicht dargestellt ist. Diese Temperaturregel
einheit ist funktionell mit dem optischen Wärmesensor 5
verbunden, der baulich mit dem Warmluftkanal 3 und dem
Kaltluftkanal 4 in einer gemeinsamen Haltevorrichtung 15
angebracht ist und der die Temperatur des Glättwerkzeuges
berührungslos erfaßt und zur Auswertung an die Temperatur
regeleinheit weitergibt.
Für eine optimale Temperaturerfassung ist der Wärmesensor 5
in besonderer Weise unter einem Winkel von 40 bis 50° und
mit einem vorbestimmten Abstand auf das Glättwerkzeug 2
gerichtet. Wesentlich für eine optimale Temperaturerfassung
ist auch eine besondere Oberflächengestaltung des Glätt
werkzeuges 2. So ist die Oberfläche mit einer hitzebestän
digen und verschleißfesten Farbe geschwärzt. Vorzugsweise
wird eine schwarze Einbrennlackfarbe mit einer
Hitzebeständigkeit bis 650° verwendet, die auch in
Sprayform erhältlich und damit leicht zu verarbeiten ist.
Mit dem Verfahren werden rauhe, nur grob vorbearbeitete
MDF-Materialien mit einer darin eingearbeiteten Struktur
mittels eines rotierenden und erhitzten Glättwerkzeuges un
ter geringem Druck sowie voreingestellter, permanent gere
gelter Temperatur und Vorschubsgeschwindigkeit thermisch
bearbeitet. Dabei wird das Glättwerkzeug, welches eine zu
der Form der zu bearbeitenden Kontur komplementäre Geome
trie aufweist, zunächst auf eine Temperatur von etwa 230°C
erwärmt und anschließend unter einer Drehbwegung mit einer
vorbestimmten Umdrehungszahl in Kontakt mit der vorbearbei
teten und zu glättenden Oberfläche gebracht. Dabei wird das
Glättwerkzeug 2 allein durch die Kraft der Druckfeder 10 in
der Art vorgespannt, daß über die gesamte Bearbeitungslinie
ein ständiger Kontakt des Glättwerkzeuges 2 mit der Ober
fläche gewährleistet ist. Ein darüber hinausgehender Druck
ist nicht erforderlich. Mit dem Kontakt des Glättwerkzeuges
2 mit der Oberfläche kommt es zu einem Wärmeübergang vom
Glättwerkzeug 2 auf die Oberfläche der MDF-Platte, wodurch
das in der MDF-Platte befindliche Bindemittel zum Schmelzen
gebracht wird. Dieser Erwärmprozeß des Bindemittels wird
dadurch verbessert, daß die geregelte Warmluft am Glätt
werkzeug 2 vorbei direkt auf die MDF-Platte gestrahlt wird.
Außerdem erweitert sich dadurch die Erwärmzone an der MDF-
Platte über den direkten Kontaktbereich des Glättwerkzeuges
2 hinaus, wodurch höhere Vorschubgeschwindigkeiten am
Glättwerkzeug möglich sind. Unter diesen Bedingungen wird
nun das Glättwerkzeug 2 mit seiner Drehbewegung und einer
vorbestimmten Geschwindigkeit an der vorgesehenen Bearbei
tungslinie vorgeschoben und dabei ständig die Temperatur
des Glättwerkzeuges 2 erfaßt und die Meßwerte der Tempera
turregeleinheit zugeführt. Hier wird die aktuelle Isttempe
ratur mit der vorbestimmten Solltemperatur verglichen und
bei einer Abweichung entsprechende Regelung der Erwärmungs
bedingungen vorgenommen. Dabei kann die Temperatur des
Warmluftstromes verändert werden, das Mischungsverhältnis
von Warmluftstrom zu Kaltluftstrom verändert werden, aus
schließlich mit einem Kaltluftstrom geblasen werden oder
die Vorschubgeschwindigkeit und die Umfangsgeschwindigkeit
des Glättwerkzeuges 2 angepaßt werden. Unter diesen
gleichmäßigen Bedingungen richten sich zunächst die einzel
nen Fasern aus dem leicht verflüssigten Bindemittel auf und
werden nachfolgend durch das drehende Glättwerkzeug 2 wie
der in das weiche Bindemittel eingerieben, wo sie nach der
Erstarrung des Bindemittels vollständig eingeschlossen
bleiben.
1
Werkzeugeinheit
2
Glättwerkzeug
3
Warmluftkanal
4
Kaltluftkanal
5
optischer Wärmesonsor
6
Werkzeugaufnahme
7
Antriebswelle
8
Halteteil
9
Profilbohrung
10
Druckeinheit
11
Aufnahmeöffnung
12
Heizelement
13
Warmluftdüse
14
Kaltluftdüse
15
Haltevorrichtung
Claims (11)
1. Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberflächen von
Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dgl., bei
dem die vorbearbeitete Oberfläche bis zur Schmelztemperatur
eines im Bearbeitungsmaterials befindlichen Bindemittels
erwärmt und diese Temperatur in Abhängigkeit von der Tempe
ratur des Glättwerkzeuges (2) konstant gehalten wird und
dabei die Fasern im Bearbeitungsmaterial niedergehalten und
mit dem weichen Bindemittel verrieben wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Niederhaltung der Fasern und die Verreibung mit dem Bindemittels durch ein drehendes Glättwerkzeug (2) erfolgt,
- - die Oberfläche des Bearbeitungsmaterials durch einen in direkten Wärmeübergang vom erwärmten Glättwerkzeug (2), di rekt durch einen externen Warmluftstrom und direkt durch die Reibung zwischen dem sich bewegenden Glättwerkzeug und dem Bearbeitungsmaterial erwärmt wird und
- - die Temperatur am drehenden Glättwerkzeug (2) berührungs los gemessen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Glättwerkzeug (2) und das
Bearbeitungsmaterial vom gleichen Warmluftstrom erwärmt
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die erforderliche Temperatur am
Bearbeitungsmaterial durch eine Temperaturregelung des
Warmluftstromes oder durch eine Zuschaltung des Kaltluft
stromes beeinflußt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die erforderliche Temperatur am
Bearbeitungsmaterial durch eine Regelung der Vorschubge
schwindigkeit und/oder der Umfangsgeschwindigkeit beein
flußt wird.
5. Vorrichtung zum Thermoreibglätten der Oberflächen von
Produkten aus MDF-Marialien, Kunststoff oder dgl., mit ei
nem Glättwerkzeug (2), das in einer Werkzeugaufnahme (6)
einer Bearbeitungseinheit gelagert ist und das eine auf die
zu bearbeitende Oberflächenstruktur abgestimmte Ar
beitsfläche besitzt und von einer regelbaren Heizungsanlage
erwärmbar ist und die Heizungsanlage mit einem die Tempe
ratur des Glättwerkzeuges (2) ermittelnden Temperaturmeß
fühler ausgerüstet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - das Glättwerkzeug (2) über eine Antriebswelle (7) drehbar mit der Werkzeugaufnahme (6) verbunden ist und
- - die Heizungsanlage für das Glättwerkzeug (2) aus einem Warmluftkanal (3) mit einer Warmluftdüse (12) und einem Kaltluftkanal (4) mit einer Kaltluftdüse (13) besteht und die Warmluftdüse (12) und die Kaltluftdüse (13) seitlich und getrennt voneinander auf das Glättwerkzeug (2) gerich tet sind und
- - der Temperaturmeßfühler aus einem berührungslos arbeiten den Wärmesensor (5) besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Glättwerkzeug (8) gegenüber
der Bearbeitungseinheit axial beweglich gelagert und von
der Kraft einer Druckeinheit (10) belastet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckeinheit (10) eine
Metallfeder oder ein regelbares, pneumatisches Kolben-
Zylinder-System ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmesensor (5) unter einem
Winkel von 40-50° auf das Glättwerkzeug (2) gerichtet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Warmluftkanal (3), der
Kaltluftkanal (4) und der Wärmesensor (5) in einer
Haltevorrichtung (15) erfaßt sind, die an der
Werkzeugaufnahme (6) der Bearbeitungseinheit befestigt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Glättwerkzeug (2) mit einer
feuerfesten und lichtabsorbierenden Schutzschicht überzogen
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der geregelte Warmluftstrahl
einen Strahldurchmesser besitzt, der über die Abmessungen
des Glättwerkzeuges (2) hinausgeht.
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Publications (1)
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| DE1999145346 Expired - Fee Related DE19945346C1 (de) | 1999-09-22 | 1999-09-22 | Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberfläche von Produkten aus MDF-Materialien, Kunststoff oder dgl. und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
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