DE19943852A1 - Vorrichtung zur Eliminierung von Störeinflüssen an einer Auslösevorrichtung für Aufprallschutz-Einrichtungen (Airbag) an Kraftfahrzeugen - Google Patents
Vorrichtung zur Eliminierung von Störeinflüssen an einer Auslösevorrichtung für Aufprallschutz-Einrichtungen (Airbag) an KraftfahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Unterdrückung von Störeinflüssen an einer
automatischen gefahrenabhängigen Sensibilisierungsvorrichtung für Aufprallschutz-
Einrichtungen an Kraftfahrzeugen, in Verbindung mit einer entsprechenden Vorrich
tung zur Feststellung und sicherheitstechnischen Auswertung von Brems- oder
Beschleunigungsvorgängen, entsprechend Patentschrift DE 196 10 684 C2.
Diese nach Patentschrift DE 196 10 684 C2 bekannte Vorrichtung mit einem Basis
sensor und, parallel geschaltet dazu, einem Paniksensor, welcher nur während einer
Panikbremsung von der Vorrichtung zur Auswertung von Bremsvorgängen akti
vierbar ist und durch seine wesentlich niedrigere Auslöseschwelle eine Über
brückung des Basissensors bei einer Frontalkollision bewirkt und die Frontairbags
früher zur völligen Entfaltung bringt als dies nur mittels des Basissensors erfolgen
würde, kann während solcher Panikbremsungen durch die erhöhte Sensibilisierung
unter bestimmten Umständen für Störeinflüsse anfälliger sein.
Hauptsächlich betrifft dies Störeinflüsse, die während einer solchen Panikbremsung
auftreten können, wenn beispielsweise im Zusammenhang mit einer bereits
entstandenen Kollision vorausfahrender Fahrzeuge verlorengegangene Teile auf der
Fahrbahn liegend überfahren werden.
Dabei nimmt das Fahrzeug vom Boden kommende Stöße auf, die zwar in der Regel
eine vektorielle Wirkrichtung aufweisen, die scheinbar im 90°-Winkel zur Wirkrichtung
der Frontairbag-Sensorik stehen und somit eigentlich keinen störenden Einfluss
ausüben. Jedoch ist es nicht auszuschließen, dass eine Stoßrichtung auch so erfolgt,
indem eine entsprechend resultierende Komponente in Wirkrichtung des Paniksen
sors abfällt.
In außergewöhnlichen Situationen könnte daher befürchtet werden, dass die
Auslöseschwelle des Paniksensors - der in bezug genommenen Vorrichtung nach
Patentschrift DE 196 10 684 C2 - während solcher Panikbremsungen möglicher
weise überschritten wird, mit der Folge einer Fehlauslösung der Frontairbags.
Außerdem könnten derartig wirksame Stöße auch beim zu schnellen Überfahren von
Schlaglöchern sowie Schwelten und Rampen auftreten, wie diese zur Verkehrs
beruhigung häufig anzutreffen sind. Und zwar aber nur dann, wenn der Fahrer das
rechtzeitige Abbremsen versäumte und möglicherweise eine Bremsintensität
entsprechend einer Panikbremsung einlegt, jedoch mangels ausreichender Distanz
diese Panikbremsung über eine solche Fahrbahn-Stoßstelle fahrend beibehält.
Es ist zwar anzunehmen, dass in derartigen Fällen einer eventuellen Fehlauslösung
kaum gravierende Verletzungen auftreten, weit während dieser Panikbremsungen
sowieso erhöhte Anspannung bzw. Aufmerksamkeit des Fahrers bzw. der Fahrerin
unter instinktiven Vorsichtsmaßnahmen auch bezüglich der Körperhaltung besteht,
und auch ein sich plötzlich öffnender Airbag eher erwartet wird. Jedoch verursacht
ein unnötiges Auslösen mithin nicht unerhebliche Instandsetzungskosten, die nach
Möglichkeit zu vermeiden sind.
Zu erwähnen als eventuell auftretende Störeinflüsse wären fernerhin noch seitliche
bzw. in einem seitlichen Winkel zur Fahrtrichtung auftretende Stoßreaktionen,
beispielsweise während der Panikbremsung stattfindende stärkere Reibberührungen
beteiligter Fahrzeuge, die entsprechend resultierende Komponenten in Wirkrichtung
des Paniksensors erzeugen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aufgezeigten und haupt
sächlich relevanten Störeinflüsse bei der erhöhten Sensibilisierung des Paniksensors
während einer Panikbremsung zu eliminieren oder zumindest weitestgehend
einzuschränken.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die entsprechenden Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst.
Kern der vorliegenden Erfindung ist es, dass ein zusätzlicher Sensor als
Bodensensor vorgesehen ist, der mit seiner Wirkrichtung (z. B. Piezoquarz-Sensor,
richtungsabhängig) in Übereinstimmung mit der statistisch auftretenden Wirkrichtung
der vom Boden kommenden Stöße ausgerichtet ist und daher ein Maximum an
elektrischer Reaktionsspannung initiiert.
Der so erzeugte Spannungsanstieg kann erfahrungsgemäß analog oder digital zu
Steuerungs- und Regelungszwecken genutzt werden, etwa grundlegend in der
Weise, dass durch den einsetzenden Stoß aus der Bodenrichtung der Bodensensor
eine signifikante Spannungsdifferenz zum Paniksensor aufweist und dieser infolge
dessen sowie währenddessen keine Auslösung der Frontairbags bewirken kann, weil
er somit gesperrt ist.
Indifferente Verhältnisse zwischen Boden- und Paniksensor, hervorgerufen etwa
durch entsprechend gleichzeitig auftretende Stoßeinflüsse, die möglicherweise zur
Irritation der Auslöseelektronik führen könnten, haben jedoch auf Grund des
permanent und unabhängig aktivierten Basissensors, der sodann eine möglicher
weise eintretende Auslösung übernehmen kann, sicherlich keine gravierende
Bedeutung.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung lassen sich Störeinflüsse durch schwache
seitliche Stoßeinwirkungen während einer Panikbremsung auch dahingehend elimi
nieren bzw. weitestgehend einschränken,
indem der Einflusswinkel (hierzu Zeichnung Seite 1) des Paniksensors sehr viel
enger im Verhältnis zum betreffenden Einflusswinkel des Basissensors ausgelegt
wird. Diese Möglichkeit ist insbesondere gegeben durch die getrennte Funktion von
Basis- und Paniksensor, so dass hierdurch Einflussmöglichkeiten mit eventuellen
Fehlauslösungen, beispielsweise aus seitlichen Reibberührungen, erheblich einge
schränkt werden.
Schließlich soll im Sinne weiterer Ausgestaltungsmöglichkeiten noch vorgeschlagen
werden, die Sensibilisierung der Auslösung bei Panikbremsung nicht bis zum
Fahrzeugstillstand aufrecht zu erhalten, weil dies auch eher unnötige Auslösungen
der Airbags mit sich bringen kann.
Daher empfiehlt es sich, nach Unterschreiten einer empirisch ermittelten
"Restgeschwindigkeit" von z. B. 20 km/h die Aktivierung des Paniksensors wieder
durch die Steuerung zurückzunehmen, zumal erforderlichenfalls anschließend eine
Auslösung auch mittels des Basissensors erfolgen kann.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Eliminierung von Störeinflüssen an einer Auslösevorrichtung für
Aufprallschutz-Einrichtungen (Airbag) an Kraftfahrzeugen,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Zusatzsensor als Bodensensor vorgesehen ist,
dass dieser mit seiner Wirkrichtung in Richtung der vom Boden einwirkenden
Stöße ausgerichtet ist,
dass die durch die Stöße erzeugten Reaktionen, wie die einer piezoelektrischen
Spannung, zur Ansteuerung genutzt werden mit dem Ziel der Sperrung der
Auslösung der Frontairbags durch den Paniksensor während der Zeit der Stoß
einwirkung.
2. Vorrichtung zur Eliminierung von Störeinflüssen, nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass der Einflusswinkel des Paniksensors bezogen auf den
des Basissensors unterschiedlich, somit wesentlich enger, ausgeführt werden
kann.
3. Vorrichtung zur Eliminierung von Störeinflüssen, nach den vorgehenden An
sprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung die Deaktivierung des
Paniksensors während einer Panikbremsung bereits vor dem Fahrzeugstillstand
vornimmt, nach Unterschreitung einer bestimmten sowie festgelegten und
unerheblichen "Restgeschwindigkeit".
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999143852 DE19943852A1 (de) | 1999-09-13 | 1999-09-13 | Vorrichtung zur Eliminierung von Störeinflüssen an einer Auslösevorrichtung für Aufprallschutz-Einrichtungen (Airbag) an Kraftfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE19943852A1 true DE19943852A1 (de) | 2001-03-22 |
Family
ID=7921879
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19943852A1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE4332205A1 (de) * | 1993-09-22 | 1995-03-23 | Hs Tech & Design | Dreipunkt-Sicherheitsgurtsystem für ein Kraftfahrzeug |
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-
1999
- 1999-09-13 DE DE1999143852 patent/DE19943852A1/de not_active Withdrawn
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