DE19928483A1 - Übertragungsnetzwerk mit reduntanten Übertragungsstrecken - Google Patents
Übertragungsnetzwerk mit reduntanten ÜbertragungsstreckenInfo
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Abstract
Ein Übertragungsnetzwerk umfaßt eine Mehrzahl von Sender-/Empfangsmodulen, die über zwei Netze mit identischer Struktur bildende Übertragungsstrecken und Knoten miteinander verbunden sind. Ein Sender-/Empfängermodul für ein solches Übertragungsnetzwerk hat zwei Schnittstellen zum Anschließen an jeweils eines der zwei Netze, wobei die Schnittstellen von einer Zentraleinheit des Moduls gelieferte Nutzdaten in gleicher Weise senden, aber nur eine der Schnittstellen empfangene Nutzdaten an die Zentraleinheit liefert.
Description
Die Erfindung betrifft ein Übertragungsnetzwerk mit
einer Mehrzahl von Sender-/Empfängermodulen, von
Übertragungsstrecken zum Übertragen von Daten zwi
schen den Sender-/Empfängermodulen und von die
Übertragungsstrecken miteinander verbindenden Kno
ten zum selektiven Weiterleiten der Daten von einer
Übertragungsstrecke auf eine andere. Die Übertra
gungsstrecken sind teilweise redundant, so daß eine
Übertragung von Daten zwischen den Sender-/Empfän
germodulen auf unterschiedlichen Wegen durch
das Übertragungsnetzwerk möglich ist.
Solche redundanten Übertragungsstrecken dienen da
zu, die Fortsetzung des Datenverkehrs zwischen al
len Sender-/Empfängermodulen des Netzwerks ermögli
chen zu können, auch wenn einzelne Übertragungs
strecken gestört sind.
Eine Redundanz aller Übertragungsstrecken des Netz
werks beziehungsweise ihre Ersetzbarkeit durch eine
andere ist nicht zu erreichen, solange die einzel
nen Sender-/Empfängermodule nur über jeweils eine
einzelne Übertragungsstrecke an die Knoten des
Netzwerks angebunden sind. Wenn man aber eine An
bindung der Module an die Knoten über jeweils we
nigstens zwei Übertragungsstrecken vorsieht, so er
gibt sich das Problem, sicherzustellen, daß ein von
einem Sendermodul über eine oder beide seiner Über
tragungsstrecken gesendetes Datenpaket vom Empfän
germodul mit Sicherheit einmal, keinesfalls aber
zweimal empfangen wird.
Eine einfache Lösung dieses Problems bietet ein
Übertragungsnetzwerk der eingangs genannten Art,
dessen Übertragungsstrecken und Knoten zwei Netze
mit identischer Struktur bilden, wobei die
Sender-/Empfängermodule mit jedem der zwei Netze über je
weils eine Schnittstelle verbunden sind. Indem je
des Sendermodul ein an ein Empfängermodul zu über
tragendes Nutzdatenpaket in gleicher Weise an beide
Netze ausgibt, ist sichergestellt, daß - bei ord
nungsgemäßem Funktionieren der Netze - das Nutzda
tenpaket das Empfängermodul an seinen beiden
Schnittstellen in gleicher Weise erreicht, worauf
hin die Schnittstellen von zwei einander entspre
chenden Paketen jeweils eines verwerfen. Im Stö
rungsfalle erreicht aber immer noch eines der Pake
te das Empfängermodul und kann dort ausgewertet
werden.
Da eine solche Verwerfung überzähliger Datenpakete
in einfacher Weise am Empfängermodul ausgeführt
werden kann, können die zwei Netze empfangene Daten
in einfacher Weise unabhängig voneinander übertra
gen. Eine Koordination der Netze untereinander ist
nicht erforderlich.
Die einander entsprechenden Knoten der zwei Netze
sind vorzugsweise durch sogenannte vertikale Über
tragungsstrecken verbunden. Diese ermöglichen im
Falle einer Störung die Übertragung von Datenpake
ten von Sendermodulen oder für Empfängermodule, die
von einer Störung der Übertragungsstrecke betroffen
sind, über die vertikale Verbindungsstrecke.
Des weiteren ist bevorzugt, daß die Knoten mitein
ander und/oder mit den Sender-/Empfängermodulen
Prüfdatenpakete austauschen, um Störungen von Ver
bindungsstrecken zu erfassen. In Kenntnis dieser
Störungen sind die Knoten dann in der Lage, eine
Datenübertragung zwischen zwei Modulen im Störungs
fall automatisch auf eine redundante Übertragungs
strecke umzuleiten. Insbesondere können sie solche
Daten über eine vertikale Übertragungsstrecke von
einem Netz in das andere übertragen.
Die Erfindung sieht ferner ein Sender-/Empfän
germodul vor, das insbesondere in einem
Übertragungsnetzwerk der oben beschriebenen Art
einsetzbar ist, das eine Zentraleinheit als Quelle
und/oder Senke von Daten und zwei parallel an die
Zentraleinheit angeschlossene Schnittstellen zum
Anschließen an Verbindungsstrecken des Übertra
gungsnetzwerks umfaßt, wobei die Schnittstellen von
der Zentraleinheit gelieferte Nutzdaten in gleicher
Weise senden, empfangene Nutzdaten aber nur von ei
ner der Schnittstellen an die Zentraleinheit gelie
fert und von der anderen verworfen werden. Dabei
sollte die Zentraleinheit zweckmäßigerweise über
Mittel verfügen, um zu bestimmen, welche der
Schnittstellen Nutzdaten an sie liefert, und welche
die empfangenen Nutzdaten verwirft. Falls eine der
zwei Übertragungsstrecken, über die das Modul ange
schlossen ist, gestört ist, kann die Zentraleinheit
somit diejenige Schnittstelle als Lieferant von Da
ten auswählen, die von der Störung nicht betroffen
ist.
Falls das Übertragungsnetzwerk, in dem ein solches
Sender-/Empfängermodul eingesetzt wird, für die
Übertragung von Broadcastdaten eingerichtet ist,
also von Daten, die an eine Mehrzahl von Empfänger
modulen gleichzeitig adressiert sind, ist es zweck
mäßig, daß jede Schnittstelle über Mittel verfügt,
um empfangene, spezifisch an das Modul adressierte
Daten von Broadcastdaten zu unterscheiden und letz
tere zu verwerfen. Dies erlaubt einen einfachen
Aufbau des Moduls, bei dem die Zentraleinheit und
die beiden Schnittstellen gemeinsam an einen Bus
angeschlossen sind. Indem Broadcastdaten von der
Daten an die Zentraleinheit liefernden Schnittstel
le nicht auf den Bus durchgelassen werden, wird
vermieden, daß die andere Schnittstelle sie von dem
Bus aufnimmt, und, da sie die Daten nicht von von
der Zentraleinheit gesendeten Daten zu unterschei
den vermag, erneut aussendet.
Für spezielle Betriebsarten, zum Beispiel für Si
tuationen, wo ein Modul in kurzer Zeit große Daten
mengen auf dem Übertragungsnetzwerk senden oder von
diesem empfangen muß, ist es zweckmäßig, das Modul
mit Mitteln auszustatten, mit denen die Zentralein
heit selektiv den Empfang beziehungsweise das Sen
den von Daten durch die Schnittstelle zu sperren
vermag, so daß diese für die jeweils andere Tätig
keit vollständig zur Verfügung steht.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausfüh
rungsbeispielen mit Bezug auf die Figuren.
Fig. 1 zeigt ein Blockdiagramm eines er
findungsgemäßen Übertragungsnetz
werks;
Fig. 2 zeigt die zwei Schnittstellen eines
der Module aus Fig. 1; und
Fig. 3 zeigt eine Variante einer Schnitt
stelle für ein Modul aus Fig. 1.
Fig. 1 zeigt zwei Sender-/Empfängermodule 1, 2, die
jeweils zwei Schnittstellen 10, 10' beziehungsweise
20, 20' zu Übertragungsstrecken 11, 11' beziehungs
weise 21, 21' des Übertragungsnetzwerks besitzen.
Die Übertragungsstrecken sind an ihren anderen En
den mit Schnittstellen 41, 42 beziehungsweise
41', 42' von Knoten 4, 4' verbunden. Weitere Schnitt
stellen 43, 43' können in im wesentlichen beliebiger
Zahl zum Anschließen weiterer, nicht dargestellter
Sender-/Empfängermodule an die Knoten 4, 4' vorgese
hen sein.
Eine Übertragungsstrecke 51 verläuft zwischen
Schnittstellen 44, 44' der zwei Knoten. Zur Unter
scheidung von den Übertragungsstrecken
11, 11', 21, 21' werden letztere im folgenden als ho
rizontal, die Verbindungsstrecke 44 als vertikal
bezeichnet.
Die Knoten 4, 4' zusammen mit den daran angeschlos
senen horizontalen Verbindungsstrecken bilden je
weils zwei Netze mit identischer Struktur. Dies ist
zwar ein sehr einfaches Beispiel einer Netzstruk
tur, ist aber zur Erläuterung der Prinzipien der
Erfindung ausreichend.
Die Module 1, 2 sowie die Knoten 4, 4' verfügen je
weils über eine Zentraleinheit 3 beziehungsweise 6,
die mit den Schnittstellen jeweils über einen Bus 5
kommuniziert. Die Struktur der Module und der Kno
ten ist insofern weitgehend ähnlich, und es ist
durchaus ein Übertragungsnetzwerk denkbar, in dem
ein und dieselbe Funktionseinheit gleichzeitig
Funktionen eines Moduls und eines Knotens innehat.
Die Module 1, 2 verfügen ferner über eine Anzahl von
an den Bus angeschlossenen Ports 7 für den Daten
austausch mit Endgeräten wie etwa Telefonen, Work
stations etc.
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt aus dem Modul 1 mit
einem Stück des Busses 5 und den daran angeschlos
senen Schnittstellen 10, 10'. Ein Adreßdecoder 30
der Schnittstelle 10 ist direkt an den Bus 5 ange
schlossen und extrahiert aus auf dem Bus auftreten
den Datenpaketen Adreßinformation, die eine Bestim
mungsadresse des Datenpakets angibt. Diese Informa
tion wird anhand von in Registern des Adreßdecoders
30 gespeicherter Information über die Topologie des
Übertragungsnetzwerks ausgewertet, um zu entschei
den, ob das betreffende Datenpaket auf der an die
Schnittstelle angeschlossenen Übertragungsstrecke
11 weitergeleitet werden muß. Wenn dies der Fall
ist, steuert der Adreßdecoder 30 einen Sendepuffer
31 an, der daraufhin das Paket vom Bus 5 aufnimmt
und zu einer geeigneten Zeit auf der Übertragungs
strecke 11 sendet.
Ein weiterer Decoder wird als Steuerdecoder 32 be
zeichnet, da seine wesentliche Aufgabe ist, aus
über die Übertragungsstrecke 11 eintreffenden Da
tenpaketen Steuerinformation zu extrahieren und an
hand dieser Steuerinformation zum Beispiel spezi
fisch an das Modul adressierte Datenpakete von
Broadcastdatenpaketen sowie von Prüfdatenpaketen zu
unterscheiden und anhand des Unterscheidungsergeb
nisses, hier durch Ansteuern eines Gatters 33, zu
bestimmen, ob das empfangene Datenpaket in einen
Empfangspuffer 34 und schließlich zum Bus 5 durch
gelassen wird, oder ob es verworfen wird, um zu
verhindern, daß die jeweils andere Schnittstelle
des Moduls ein solches Paket, wenn es auf dem Bus 5
erscheint, mit einem in dem Modul erzeugten Paket
"verwechselt" und aufgrund dessen erneut sendet.
Der Steuerdecoder 32 verfügt über eine Mehrzahl von
Signaleingängen 351 durch die er mit von der Zen
traleinheit 3 erzeugten Steuersignalen beschaltbar
ist. Eines dieser Steuersignale, das über eine Lei
tung 36 zugeführt wird, bestimmt, ob sich die
Schnittstelle in einem aktiven Zustand befindet, in
dem der Steuerdecoder 32 von der Übertragungsstrecke
11 empfangene Nutzdatenpakete zum Empfangspuffer
37 durchläßt, oder ob sie sich in einem passiven
Zustand befindet, in dem sie diese Datenpakete
nicht durchläßt. Der entsprechende Signaleingang 35
der Schnittstelle 10 ist an die Steuerleitung 36
direkt angeschlossen, wohingegen der Signaleingang
des Steuerdecoders der Schnittstelle 10' über eine
Negationsschaltung 37 angeschlossen ist. So ist ge
währleistet, daß sich von den zwei Schnittstellen
10, 10' immer eine im passiven und die andere im ak
tiven Zustand befindet. Weitere Signaleingänge 35
empfangen Steuersignale, die die Sperrung der Ge
stelle für Broadcastpakete oder die vollständige
Sperrung des Empfangs bewirken. Über einen entspre
chenden Steuereingang des Adreßdecoders ist die
Zentraleinheit 3 in der Lage, auch das Senden von
Datenpaketen zu sperren, wenn etwa die betreffende
Schnittstelle zeitweilig für den ununterbrochenen
Empfang von Daten freigehalten werden soll.
Fig. 3 zeigt eine Abwandlung der Schnittstellen
aus Fig. 2, bei der die Steuerung der Funktion der
Decoder 30,32 erleichtert ist. Bei dieser Variante
ist keine spezielle Signalleitung wie die Leitung
36 zwischen einem der Decoder 30,32 und der Zen
traleinheit 3 vorgesehen, stattdessen ist die Zen
traleinheit 3 eingerichtet, um spezielle Datenpake
te zu erzeugen, die Steuerinformationen für die
Schnittstellen enthalten, und sie an diese zu
adressieren. Der Adreßdecoder 30 erkennt die Tatsa
che, daß ein Paket für ihn bestimmte Steuerinforma
tion enthält, an einem bestimmten Bit im Header des
Pakets, und, gemäß einer weiterentwickelten Varian
te, zusätzlich daran, daß er zuvor über den Bus ein
spezielles Datenpaket empfangen hat, das allein da
zu dient, ein bevorstehendes Paket mit Steuerinfor
mation anzukündigen. Der Adreßdecoder 30 wertet die
Steuerinformation des Paketes aus und trägt Infor
mation, die für seine eigene Arbeitsweise relevant
ist, in ein Register 38 ein, mit dem er für
Schreib- und Lesezugriff verbunden ist. In dieses
Register kann zum Beispiel ein Bit eingetragen wer
den, das den Adreßdecoder 30 veranlaßt, keine Pake
te mehr in den Sendepuffer 31 einzulassen, so daß
die Schnittstelle ausschließlich für den Empfang
von Daten zur Verfügung steht.
Steuerinformationen, die die Funktionsweise des
Steuerdecoders 32 betreffen, werden in ein Register
39 eingetragen, dessen Ausgänge an die Signalein
gänge 35 des Steuerdecoders 35 angeschlossen sind
und die dessen Arbeitsweise in der gleichen Weise
wie oben mit Bezug auf Fig. 2 beschrieben, bestim
men.
Es soll nun die Arbeitsweise eines Übertragungs
netzwerks beschrieben werden, das mit Schnittstel
len gemäß Fig. 3 ausgestattet ist. Bei Aufnahme
des Betriebs sendet die Zentraleinheit 3 eines je
den Moduls 1, 2 ein Paket mit Steuerinformation an
ihre Schnittstelle 10 beziehungsweise 20, welches
diese veranlaßt, ihren aktiven Zustand einzunehmen,
in dem sie über eine Übertragungsstrecke empfangene
Nutzdatenpakete auf den Bus 5 weitergibt. Entspre
chend erhält die Schnittstelle 10' beziehungsweise
20' ein Datenpaket, das sie veranlaßt, den passiven
Zustand einzunehmen. Auf dem Bus 5 des Moduls 1
auftretende Datenpakete werden von den Schnittstel
len 10, 10' in gleicher Weise aufgenommen und an die
Knoten 4 beziehungsweise 4' und von dort an die
Schnittstellen 20, 20' eines Empfängermoduls 2 wei
tergeleitet, die nach dem gleichen Verfahren ini
tialisiert sind. Ein eintreffendes Nutzdatenpaket
wird so in der Schnittstelle 20' abgefangen, von
der Schnittstelle 20 aber auf den Bus des Empfän
germoduls 2 durchgelassen.
Zur Überwachung der Unversehrtheit des Übertra
gungsnetzwerks werden zwischen den Zentraleinheiten
3 und 6 der Module und der Knoten regelmäßig Prüf
pakete ausgetauscht. Ein von dem Knoten 4 gesende
tes Prüfpaket wird von der Schnittstelle 10 in der
gleichen Weise wie ein Nutzdatenpaket durchgelas
sen, woraufhin die Zentraleinheit 3 ein Antwort-
Prüfpaket an den Knoten 4 adressiert und auf dem
Bus ausgibt. Das Antwort-Prüfpaket wird von der
Schnittstelle 10 zurück zum Knoten 4 gesendet; und
dessen Zentraleinheit 6 erkennt am Eintreffen des
Pakets, daß die Verbindungsstrecke 11 intakt ist.
Ein in gleicher Weise vom Knoten 4' gesendetes
Prüfpaket erreicht die passive Schnittstelle 10',
wird von dessen Steuerdecoder 32 als Prüfpaket er
kannt und deshalb trotz des passiven Status der
Schnittstelle auf den Bus 5 durchgelassen. Die Zen
traleinheit 3 erzeugt wiederum ein Antwort-
Datenpaket, diesmal an den Knoten 4' adressiert, an
dem die Zentraleinheit 6' erkennt, daß die Übertra
gungsstrecke 11' intakt ist.
Wenn ein solches Antwort-Datenpaket zum Beispiel
die Zentraleinheit 6 nicht innerhalb einer vorgege
benen Zeitspanne erreicht, erkennt die Zentralein
heit 6 daran eine Störung der Übertragungsstrecke
11 und sendet über die vertikale Übertragungsstrecke
51 eine Mitteilung an die Zentraleinheit 6', um
diese zu veranlassen, über die zweite Übertragungs
strecke 11' des Moduls 1 empfangene Datenpakete
über die vertikale Verbindungsstrecke 51 zum Knoten
4 zu übertragen, wo sie in gleicher Weise weiter
verarbeitet werden, wie wenn sie direkt über die
Übertragungsstrecke 11 empfangen worden wären. So
erreichen vom Modul 1 gesendete Datenpakete trotz
der Störung die aktive Schnittstelle 20 des Empfän
germoduls 2. Dessen Arbeitsweise ändert sich somit
durch die Störung in keiner Weise.
Wenn die Zentraleinheit 3 des Moduls 1 während ei
ner vorgegebenen Zeitspanne keine Prüfpakete vom
Knoten 4 erhält, kann vorgesehen werden, daß sie
daran ihrerseits eine Störung der Übertragungs
strecke 11 erkennt und daraufhin die Schnittstelle
10 in den passiven und die Schnittstelle 10' in den
aktiven Zustand umschaltet.
Falls die Schnittstelle 10 eine Schnittstelle nach
Fig. 3 ist, besteht ferner die Möglichkeit, daß
die Zentraleinheit 6' als Prüfdatenpaket gekenn
zeichnete Pakete mit Steuerinformation an das Modul
1 sendet, die an dessen Schnittstelle 10 oder 10'
adressiert sind. Infolge ihrer Kennzeichnung läßt
die Schnittstelle 10' diese Pakete durch zum Bus 5,
und der direkt an den Bus angeschlossene Adreßde
coder 30 einer der beiden Schnittstellen erkennt
das Paket als an sich adressiert und wertet die
darin enthaltende Steuerinformation aus. So ist es
zum Beispiel möglich, ohne direkte Beteiligung der
Zentraleinheit 3 die Betriebszustände der Schnitt
stellen 10, 10' zu vertauschen. Die Zentraleinheit
braucht daher auf die aufgetretene Störung nicht zu
reagieren; die Rekonfigurierung des Übertragungs
netzwerks kann ohne ihre Beteiligung stattfinden.
Claims (12)
1. Übertragungsnetzwerk mit einer Mehrzahl von Sen
der-/Empfängermodulen (1, 2), von Übertragungsstrecken
(11, 11', 21, 21') zum Übertragen von Daten zwi
schen den Sender-/Empfängermodulen und von die
Übertragungsstrecken miteinander verbindenden Kno
ten (4, 4') zum selektiven Weiterleiten der Daten
von einer Übertragungsstrecke auf eine andere, wo
bei die Übertragungsstrecken teilweise redundant
sind, um die Übertragung der Daten auf unterschied
lichen Wegen zu ermöglichen, dadurch gekennzeich
net, daß die Übertragungsstrecken (11, 11'; 21, 21')
und die Knoten (4, 4') zwei Netze
(11, 21, 4; 11', 21', 4') mit identischer Struktur bil
den, und daß die Sender-/Empfängermodule (1, 2) mit
jedem der zwei Netze über jeweils eine Schnittstel
le (10, 10'; 20, 20') verbunden sind.
2. Übertragungsnetzwerk nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Sendermodul (1) ein an
ein Empfängermodul (2) zu übertragendes Nutzdaten
paket in gleicher Weise an beide Netze ausgibt.
3. Übertragungsnetzwerk nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die zwei Netze empfangene Daten
unabhängig voneinander übertragen.
4. Übertragungsnetzwerk nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Empfängermodul (2) von
zwei in gleicher Weise über beide Netze empfangenen
Nutzdatenpaketen nur eines berücksichtigt.
5. Übertragungsnetzwerk nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kno
ten (4, 4') der zwei Netze durch als vertikal be
zeichnete Übertragungsstrecken (51) verbunden sind.
6. Übertragungsnetzwerk nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Knoten (4, 4') Datenpakete
von Sendermodulen (1) oder für Empfängermodule (1),
die von einer Störung einer Übertragungsstrecke be
troffen sind, über die vertikale Verbindungsstrecke
(51) übertragen.
7. Übertragungsnetzwerk nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kno
ten (4, 4') miteinander und/oder mit den
Sender-/Empfängermodulen (1, 2) Prüfdatenpakete austau
schen, um Störungen von Verbindungsstrecken zu er
fassen.
8. Sender-/Empfängermodul für ein Übertragungsnetz
werk, insbesondere nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Zen
traleinheit (3) als Quelle und/oder Senke von Daten
und zwei parallel an die Zentraleinheit (3) ange
schlossene Schnittstellen (10, 10') zum Anschließen
an Verbindungsstrecken (11, 11') des Übertragungs
netzwerks umfaßt, wobei die Schnittstellen (10, 10')
von der Zentraleinheit (3) gelieferte Nutzdaten in
gleicher Weise senden, wohingegen nur eine der
Schnittstellen (10) empfangene Nutzdaten an die
Zentraleinheit liefert und die andere (10') sie
verwirft.
9. Sender-/Empfängermodul nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß es über Mittel (35, 36, 37; 39)
verfügt, um zu bestimmen, welche der Schnittstellen
(10, 10') Nutzdaten liefert, und welche sie ver
wirft.
10. Sender-/Empfängermodul nach einem der Ansprüche
8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schnitt
stelle (10, 10') über Mittel (32) verfügt, um emp
fangene Nutzdaten von Prüfdaten zu unterscheiden
und Prüfdaten auch dann an die Zentraleinheit (3)
zu liefern, wenn sie Nutzdaten verwirft.
11. Sender-/Empfängermodul nach einem der Ansprüche
8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schnitt
stelle (10, 10') über Mittel 32 verfügt, um empfan
gene, spezifisch an das Modul (1) adressierte Daten
von Broadcastdaten zu unterscheiden und letztere zu
verwerfen.
12. Sender-/Empfängermodul nach einem der Ansprüche
8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es über Mit
tel (35; 39) zum selektiven Sperren des Sendens
und/oder Empfangs von Nutzdaten über jede Schnitt
stelle (10, 10') verfügt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19928483A DE19928483A1 (de) | 1999-02-15 | 1999-06-22 | Übertragungsnetzwerk mit reduntanten Übertragungsstrecken |
| EP00112114A EP1071244A3 (de) | 1999-06-22 | 2000-06-06 | Übertragungsnetzwerk mit redundanten Übertragungsstrecken |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29907372 | 1999-02-15 | ||
| DE19928483A DE19928483A1 (de) | 1999-02-15 | 1999-06-22 | Übertragungsnetzwerk mit reduntanten Übertragungsstrecken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19928483A1 true DE19928483A1 (de) | 2000-08-17 |
Family
ID=8072706
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19928483A Withdrawn DE19928483A1 (de) | 1999-02-15 | 1999-06-22 | Übertragungsnetzwerk mit reduntanten Übertragungsstrecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19928483A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10249592A1 (de) * | 2002-10-24 | 2004-06-17 | Abb Research Ltd. | Datenverarbeitungsknoten für ein Leitsystem |
-
1999
- 1999-06-22 DE DE19928483A patent/DE19928483A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10249592A1 (de) * | 2002-10-24 | 2004-06-17 | Abb Research Ltd. | Datenverarbeitungsknoten für ein Leitsystem |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: TENOVIS GMBH & CO. KG, 60326 FRANKFURT, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |