DE19917794C2 - Siebdruckmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Anordnung eines Zwischendrucktisches zur Einführung einer Papierbahn unter die Siebschablone zum Zweck der Reinigung derselben ist bei bekannten Bauarten wegen der Anordnung zusätzlicher Führungen und Antriebe aufwendig. DOLLAR A Es wird vorgeschlagen, den Zwischendrucktisch (9) als einen parallel zur Führungsbahn (4) des Drucktisches (5) einschwenkbaren Tisch auszubilden, der beim Druckvorgang unterhalb der Führung des Drucktisches liegt und nur für den Zwischendruck unter die Siebschablone hochgeschwenkt wird. DOLLAR A Verwendung für Siebdruckmaschinen zur Herstellung von Leiterplatten.
Description
Die Erfindung betrifft eine Siebdruckmaschine, insbesondere
zur Herstellung bedruckter Leiterplatten, mit einem unterhalb
des Rahmens für ein Rakelwerk und eine Siebschablone auf ei
ner linearen Führung hin- und herbewegbaren und nach einer
Vorderseite zum Auflegen und zur Entnahme des Druckgutes aus
fahrbaren Drucktisch sowie mit einem Zwischendrucktisch und
einer diesem zugeordneten Papierzuführeinrichtung für einen
zur Reinigung der Siebschablone dienenden Zwischendruck.
Siebdruckmaschinen dieser Art zur Herstellung bedruckter Lei
terplatten sind bekannt (Prospekt Siebdruckmaschinen für die
Leiterplattenfertigung Modellreihe 444 PC der Firma E. M. Mül
ler KG, 74226 Nordheim). Bei solchen, zur Herstellung von
Leiterplatten vorgesehenen Siebdruckmaschinen werden soge
nannten Papierzwischendruckeinrichtungen vorgesehen, um zu
vermeiden, daß bei Siebdrucken auf Materialien mit Durchbrü
chen oder Bohrungen, wie sie bei der Leiterplattenherstellung
vorhanden sind, die im Bereich dieser Durchbrüche an der Un
terseite der Schablone auftretenden Tropfen beim nächsten
Druck zu Verschmierungen im Randbereich der Durchbrüche und
in den Durchbrüchen selbst führen.
Diese bekannten Papierzwischendruckeinrichtungen sehen dabei
einen zweiten Drucktisch hinter oder seitlich von der Führung
des eigentlichen Drucktisches vor. Dieser Zwischendrucktisch
wird dabei parallel mit dem Drucktisch von hinten oder recht
winklig zu der Führung des Drucktisches in eine Druckposition
unter der Schablone eingefahren. Vom Zwischendrucktisch wird
bei dieser Einfahrbewegung von einer Papierrolle jeweils ein
Stück unbedrucktes Papier miteingezogen, das in der Stellung,
in der eine bedruckte Leiterplatte vom ausgefahrenen Druck
tisch entnommen und eine noch unbedruckte Leiterplatte auf
dem Drucktisch angelegt wird, als sogenannter Zwischendruck
bedruckt wird, so daß dabei alle auf der Unterseite der Scha
blone befindlichen Farbtropfen beseitigt werden. Das so be
druckte Papier wird bei der Rückführung des Zwischendruck
tisches mitzurückgezogen und auf einer zweiten Papierrolle
aufgewickelt. Die Schablone ist für den nächsten Druck auf
einer Leiterplatte gesäubert.
Die bekannten Siebdruckmaschinen der eingangs genannten Art
weisen dabei alle gewisse Nachteile auf. Es ist nämlich not
wendig für den Zwischendrucktisch, jeweils separate Führungen
und einen separaten Antrieb vorzusehen, was aufwendig ist und
zwar sowohl bezüglich der vorzusehenden Einrichtungen, als
auch im Hinblick auf den Platzbedarf. Wird der Zwischendruck
tisch dagegen, wenn er in der gleichen Richtung wie der
Drucktisch bewegt wird, mit dem Drucktisch gekoppelt, dann
wird zwar einer zweiter Antrieb nicht notwendig. Dennoch ist
eine gesonderte Führung für den Zwischendrucktisch notwendig,
und es muß der Drucktischantrieb entsprechend verstärkt wer
den. Durch die mechanische Kopplung von Drucktisch und Zwi
schendrucktisch werden beide Tische stets gleichzeitig be
wegt, gleichgültig, ob ein Zwischendruck auf Papier nach je
dem oder erst nach mehreren Druckvorgängen erfolgen soll.
Dies führt zu unnötigen Bewegungen. Da außerdem bei solchen
Lösungen die doppelte Masse bewegt wird, muß das gesamte Ma
schinengestell dieser erhöhten Belastung angepaßt werden, so
daß auch dadurch ein erhöhter Aufwand notwendig wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei
einer Siebdruckmaschine der eingangs genannten Art für eine
einfachere Konstruktion zu sorgen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Siebdruckmaschine
der eingangs genannten Art vorgesehen, daß der Zwischendruck
tisch derart schwenkbar gelagert ist, daß er bei eingefahre
nem Drucktisch in eine abgesenkte Position unterhalb der Füh
rung des Drucktisches abgeschwenkt und bei ausgefahrenem
Drucktisch für einen Reinigungszwischendruck in eine angeho
bene Position unterhalb der Siebschablone hochgeschwenkt ist.
Durch diese Maßnahme wird eine Führungsbahn für den Zwischen
drucktisch, die quer zur Führungsbahn des Drucktisches oder
in ihrer Verlängerung liegt, überflüssig. Der Platzbedarf kann
entscheidend verringert werden, weil der Zwischendrucktisch
während der Bewegungen des eigentlichen Drucktisches im Raum
unterhalb von dessen Führungsbahn gehalten ist und nur für
den Fall eines Reinigungsdruckes in die Druckstellung nach
oben fahrbar ist.
In Weiterbildung der Erfindung kann der Zwischendrucktisch
dabei als eine einseitig an einem Gestell gelagerte abkragen
de Platte ausgebildet sein, die schwenkbar, verschiebbar und
höhenverstellbar am Gestell geführt ist. Diese Ausgestaltung
bringt den Vorteil mit sich, daß die Bewegungen des Zwischen
drucktisches im wesentlichen durch einen Schwenkvorgang um
eine außerhalb des Maschinengestelles der Siebdruckmaschine
liegende Achse bewirkbar ist. Dabei kann in Weiterbildung der
Erfindung das Gestell zur Lagerung des Zwischendrucktisches
so nahe als möglich an dem Rahmen für die Siebschablone und
das Rakelwerk angeordnet sein, damit der Raumbedarf so klein
als möglich wird. Das Gestell zur Lagerung des Zwischendruck
tisches kann auch lösbar mit dem Maschinengestell der Sieb
druckmaschine verbunden sein, so daß die Siebdruckmaschine
ohne großen Aufwand für den Einsatz zum Bedrucken von Leiter
platten umgerüstet werden kann oder umgekehrt. Dabei kann die
Lagerung des Zwischendrucktisches in Weiterbildung der Erfin
dung so ausgelegt sein, daß sie eine Verschwenkung, eine Ver
schiebung und ein Anheben des Zwischendrucktisches unter die
Siebschablone erlaubt. Solche Verstellmechanismen zu reali
sieren macht keine Schwierigkeiten.
Besonders einfach wird der Verstellmechanismus, wenn an den
von der Schwenkachse abgewandten Ende des Zwischendruckti
sches ein Schwenkhebel gelagert ist, der am anderen Ende über
seine Anlenkachse hinaus mit einem weiteren Hebelteil als An
griffspunkt für einen Antrieb versehen ist und wenn die
Schwenkachse des Zwischendrucktisches durch zwei seitliche
Rollen gebildet ist, die auf einer schrägen Ebene aufliegen.
Durch den Antrieb am Schwenkhebel kann der Zwischendrucktisch
so verschwenkt, verschoben und angehoben werden.
In Weiterbildung der Erfindung kann auf der gelagerten Seite
des Zwischendrucktisches auch die Halterung für zwei die Pa
pierbahn für den Zwischendruck aufnehmende Wickelrollen zuge
ordnet sein, und es kann die Halterung für die Wickelrollen
auf der von dem abkragenden Zwischendrucktisch abgewandten
Seite der Lagerung vorgesehen werden, um auch auf diese Weise
schon einen gewissen Gewichtsausgleich zwischen Papierrollen
einerseits und abkragendem Drucktisch andererseits zu errei
chen.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 die schematische Darstellung einer Siebdruckmaschine
nach der Erfindung in einer Seitenansicht und in der
Lage mit eingefahrenem Drucktisch in einer ersten
Ausführungsform,
Fig. 2 die Siebdruckmaschine der Fig. 1, jedoch in der
Stellung mit ausgefahrenem Drucktisch und hochge
schwenktem Zwischendrucktisch zur Reinigung der
Schablone,
Fig. 3 eine Siebdruckmaschine ähnlich Fig. 1, jedoch in ei
ner zweiten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 4 die Siebdruckmaschine nach Fig. 3 in der Stellung
mit hochgeschwenktem Zwischendrucktisch und
Fig. 5 eine vergrößerte schematische Darstellung einer Sei
tenansicht der Ausführungsform des Zwischendruckti
sches der Fig. 3 und 4.
Aus Fig. 1 ist zu ersehen, daß an einem Maschinengestell 1
einer Siebdruckmaschine ein Rahmen 2 für ein Rakelwerk 3 und
eine unterhalb des Rakelwerkes anzuordnende, nicht gezeigte,
Siebschablone vorgesehen ist. Dem Maschinengestell 1 zugeord
net ist eine Führung 4 für einen Drucktisch 5, die sich nach
links in einen Teil 4a erstreckt, der vor dem Rahmen 2 der
Siebdruckmaschine liegt. Die Bewegung des Drucktisches 5 er
folgt in Richtung der Pfeile 6 aus der in der Fig. 1 gezeig
ten Position in die Position 5' nach Fig. 2. Steuereinrich
tungen für die Bewegung des Drucktisches 5 und für das Rakel
werk 3 sind in einem Schaltschrank 7 einschließlich der not
wendigen Antriebe untergebracht.
In den Bereich unterhalb der Führung 4 ragt nach Fig. 1 ein
von seiner Lagerung 8 aus frei nach links abkragender Zwi
schendrucktisch 9 herein, der um eine an der Lagerung 8 ange
ordnete Schwenkachse (nicht gezeigt) im Gegenuhrzeigersinn
nach unten so abgeschwenkt ist, daß er die Einfahrbewegung
des Drucktisches 5 in die nach Fig. 1 gezeigte Lage nicht be
hindert. Dieser Zwischendrucktisch 9 ist über seine Lagerung
8 hinaus nach rechts verlängert und ist dort mit einer Halte
rung 10 für zwei Papierwickelrollen 11 und 12 versehen, von
denen aus eine Papierbahn über dem Zwischendrucktisch 9 zu
einer Umlenkwalze 13 und von dort unter dem Zwischendruck
tisch 9 zurück zur anderen Papierwickelwalze geführt ist. Die
Papierwickelwalze 12 kann dabei in an sich bekannter Weise
mit einem Antrieb versehen sein, durch den gerade so viel Pa
pier aufgewickelt wird, wie auf der Oberseite des Zwischen
drucktisches 9 für einen Zwischendruck erforderlich ist, auf
dessen Bedeutung noch eingegangen wird.
Die Lagerung 8 ist außerdem so ausgestaltet, daß der Zwi
schendrucktisch 9 um den Betrag a angehoben und um den Betrag
b von seiner Schwenkachse aus nach links verschoben werden
kann. Die Funktion der Siebdruckmaschine nach der Erfindung
ist folgende:
Gemäß Fig. 1 wird z. B. eine auf dem Drucktisch 5 gehaltene
Leiterplatte durch die Betätigung des Rakelwerkes bedruckt.
Stellt sich nach diesem Druckvorgang oder auch erst nach dem
Bedrucken von zwei oder drei Leiterplatten heraus - was empi
risch ermittelbar ist - daß die im Rahmen 2 gehaltene Sieb
schablone an der Stelle, wo die Leiterplatte mit Öffnungen
oder Durchbrüchen versehen ist, durch Farbtropfen zu sehr
verschmiert ist, die bei einem weiteren Druck zu Druckfehlern
führen könnten, dann wird in bekannter Weise ein sogenannter
Papierzwischendruck ausgeführt.
Zu diesem Zweck wird der Zwischendrucktisch 9 aus der in der
Fig. 1 gezeigten Stellung um die nicht gezeigte Schwenkachse
der Lagerung 8 im Uhrzeigersinn verschwenkt und gleichzeitig
um den Betrag a angehoben und um den Betrag b von der Schwen
kachse aus nach links verschoben, so daß er in die Stellung
nach Fig. 2 kommt. Gleichzeitig mit diesen Zustellbewegungen
des Zwischendrucktisches wird ein Papiertransport durchge
führt, so daß sich auf dem Drucktisch ein Abschnitt der noch
unbedruckten und von der Rolle 11 abgezogenen Papierbahn be
findet. Durch Betätigung des Rakelwerkes erfolgt dann ein
Zwischendruck auf Papier, durch den die Schablone ausreichend
gereinigt werden kann, so daß anschließend wieder ein Druck
vorgang mit einer neuen Leiterplatte in der Stellung nach
Fig. 1 vorgenommen werden kann, nachdem der Zwischendruck
tisch aus seiner Stellung 9' wieder in die Stellung 9 nach
Fig. 1 zurückgeschwenkt worden ist. Der Zwischendrucktisch
wird wieder in die Lage nach Fig. 2 eingeschwenkt, wenn eine
neue Reinigung der Schablone erforderlich ist.
Die Lagerung 8 für den Zwischendrucktisch 9 befindet sich an
einem von dem Maschinengestell 1 der Siebdruckmaschine unab
hängigen Gestell 14, das dem Maschinengestell 1 lösbar zuge
ordnet werden kann, wenn der Anbau und der Einsatz eines Zwi
schendrucktisches notwendig wird. An diesem Gestell 14 ist
die Lagerung 8 mit den Verstelleinrichtungen zum Anheben,
Verschieben des Zwischendrucktisches 9 angebracht. Wie aus
den Figur ohne weiteres ersichtlich ist, ist dabei die Halte
rung 10 für die Papierwickelrollen 11 und 12 auf der von dem
Zwischendrucktisch 9 abgewandten Seite der Lagerung 8 vorge
sehen. Das Gewicht der Papierrollen 11 und 12 wirkt daher dem
vom Gewicht des Zwischendrucktisches 9 bewirkten Drehmoment
entgegen, so daß durch diese Ausgestaltung ein relativ guter
Momentenausgleich an der Lagerung 8 erreicht werden kann. Die
notwendigen Einrichtungen zur Verschwenkung des Zwischen
drucktisches 9 brauchen daher nicht sehr aufwendig ausgestal
tet zu werden. Anstelle der beschriebenen Arbeitsweise, bei
der die Papierwickelrolle 12 mit einem Antrieb versehen wird
und die Papierförderung daher von der Rolle 11 zur Rolle 12
erfolgt, könnte natürlich auch eine umgekehrte Arbeitsweise
vorgesehen werden, bei der das jeweils zum Zweck der Reini
gung bedruckte Papier von der Oberseite des Zwischendruckti
sches 9 zur Aufwickelrolle 11 und ein unbedruckter Abschnitt
von der Unterseite des Zwischendrucktisches her nach oben ge
fördert wird.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Abwandlung des Ausführungsbei
spieles nach Fig. 1 und 2 insofern, als hier das freie, von
der Lagerung 8 mit der nicht gezeigten Schwenkachse abgewandte
Ende des Zwischendrucktisches 9 mit einem Schwenkhebel 15
verbunden ist, der mit seinem anderen Ende an einem Befesti
gungsarm 14b des Gestelles 14a angelenkt ist. Wie Fig. 4
zeigt, dient dieser Schwenkarm 15 dazu, den Zwischendruck
tisch in die Stellung 9' anzuheben, wenn er in seine Stellung
15' gebracht ist. Diese Ausführungsform erlaubt eine Unter
stützung des Zwischendrucktisches 9 in der Druckposition
auch am freien Ende. Natürlich könnte anstelle des Schwenk
hebels 15 auch eine Kulissenführung vorgesehen sein.
Die Fig. 5 schließlich zeigt nun, daß bei der Ausführungsform
nach den Fig. 3 und 4 der Schwenkhebel 15 auch als ein über
seine Schwenkachse 16 hinausgehender und mit einem weiteren
Hebelteil 17 versehener Doppelhebel ausgebildet sein kann,
der wiederum am freien Ende mit einem als pneumatischer oder
hydraulischer Druckzylinder 18 ausgebildeten Antrieb versehen
werden kann, der den Schwenkhebel 15, 17 im Uhrzeigersinn in
die Stellung 15', 17' verschwenken kann, durch den der Zwi
schendrucktisch 9 in seine - in Fig. 5 gestrichelt darge
stellte - Abschwenkposition kommt, in der er unterhalb der
nicht gezeigten Führung für den Drucktisch 5 liegt.
Das vom Schwenkhebel 15 abgewandte Ende des Zwischendruckti
sches 9 ist bei dieser Ausführungsform mit zwei seitlich an
geordneten Rollen 19 versehen, die jeweils auf einem keilför
mig ausgebildeten und an seiner Oberseite eine schräge Ebene
bildenden Führungsstück 20 aufliegen, das schraffiert deut
lich gemacht ist und beispielsweise über die Laschen 21 je
weils seitlich im Stützfuß 14a des Gestelles 14 befestigt
ist. Im freien Ende ist außerdem noch die Halterung 10' den
Papierrollen 11' und 12' zugeordnet.
Der gesamte Schwenk- und Verstellantrieb des Zwischendruckti
sches 9 erfolgt bei einer solchen Ausführungsform ausschließ
lich über den Antrieb 18. Wie die Fig. 5 ohne weiteres erken
nen läßt, kann der Zwischendrucktisch aus seiner abgeschwenk
ten Lage 9 in die hochgestellte Lage 9' durch die Verschwen
kung des Doppelschwenkhebels 15, 17 im Gegenuhrzeigersinn ge
bracht werden. Das freie Ende des Zwischendrucktisches 9 mit
der Anlenkachse 22 und den Schwenkhebeln 15, 17 wird bei ei
ner solchen Bewegung der Betrag b nach links bewegt. Das von
der Anlenkachse 22 abgewandte Ende des Zwischendrucktisches 9
mit der durch die Rollen 19 bestimmten Auflageachse, das sich
ebenfalls um den Betrag b aus der ersten Stellung 19' in die
zweite Stellung 19 bewegt, wird dabei durch den Antrieb 18
über die schräge Ebene der Führungsstücke 20 auch um den Be
trag a in der Höhe angehoben, so daß auf diese Weise relativ
einfach die schon anhand der Fig. 1 und 2 beschriebenen Ver
stellbewegungen des Zwischendrucktisches erreicht werden kön
nen.
Das Gestell 14 kann, wie die Zeichnungen verdeutlichen, bei
allen Ausführungsformen relativ nahe an das Maschinengestell
1 angesetzt werden, so daß der für den Zwischendrucktisch und
die Papierzuführeinrichtung notwendige Platzbedarf sehr ge
ring ist. Vorteilhaft ist es auch, daß das Gestell 14 mit dem
Zwischendrucktisch entfernbar ist, wenn die Siebdruckmaschine
nicht für die Herstellung von Leiterplatten oder ähnlichen
Gegenständen verwendet werden soll, bei deren Bedruckung die
vorher erwähnten Farbreste zu Druckfehlern führen können.
Claims (10)
1. Siebdruckmaschine, insbesondere zur Herstellung be
druckter Leiterplatten, mit einem unterhalb des Rahmens (2)
für ein Rakelwerk (3) und eine Siebschablone auf einer linea
ren Führung (4) hin- und herbewegbaren und nach einer Vorder
seite zum Auflegen und zur Entnahme des Druckgutes ausfahrba
ren Drucktisch (5) sowie mit einem Zwischendrucktisch (9) und
einer diesem zugeordneten Papierzuführeinrichtung (11, 12)
für einen zur Reinigung der Siebschablone dienenden Zwischen
druck,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Zwischendrucktisch (9) derart schwenkbar gelagert ist,
daß er bei eingefahrenem Drucktisch (5) in eine abgesenkte
Position unterhalb der Führung (4) des Drucktisches (5) abge
schwenkt und bei ausgefahrenem Drucktisch (5') für einen Rei
nigungszwischendruck in eine angehobene Position (9') unter
halb der Siebschablone hochgeschwenkt ist.
2. Siebdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Zwischendrucktisch (9) als eine einseitig
an einem Gestell (14) an einer Schwenkachse (19) gelagerte,
abkragende Platte ausgebildet ist, die schwenkbar, verschieb
bar und höhenverstellbar in einer Lagerung (8) am Gestell
(14) geführt ist.
3. Siebdruckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gestell (14) zur Lagerung des Zwischen
drucktisches (9) so nahe als möglich an dem Rahmen (2) für
die Siebschablone und das Rakelwerk angeordnet ist.
4. Siebdruckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gestell (14) zur Lagerung des Zwischen
drucktisches (9) lösbar mit dem Maschinengestell (1) der
Siebdruckmaschine verbunden ist.
5. Siebdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Lagerung (8) des Zwischendrucktisches
(9) so ausgelegt ist, daß sie eine Verschwenkung, eine Ver
schiebung und ein Anheben des Zwischendrucktisches (9) unter
die Siebschablone erlaubt.
6. Siebdruckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß an dem von der Schwenkachse (19) abgewandten
Ende des Zwischendrucktisches (9) ein Schwenkhebel (15) gela
gert ist, der mit seinem anderen Ende an einem Arm (14b) an
gelenkt ist.
7. Siebdruckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Schwenkhebel (15) über seine Anlenkachse
(16) am Gestell (14) hinaus mit einem weiteren Hebelteil (17)
versehen ist, der von einem Antrieb (18) beaufschlagbar ist.
8. Siebdruckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schwenkachse (19) des Zwischendrucktisches
(9) von Rollen oder Gleitstücken gebildet ist, die auf einer
schrägen Ebene eines Führungstückes (20) aufliegen, das am
Gestell (14) befestigt ist.
9. Siebdruckmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß dem Zwischendrucktisch (9) eine Halterung
(10, 10') für zwei die Papierbahn für den Zwischendruck auf
nehmende Wickelrollen (11, 12, 11', 12') zugeordnet ist.
10. Siebdruckmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Halterung (10) für die Wickelrollen (11,
12) auf der von dem abkragenden Zwischendrucktisch (9) abge
wandten Seite der Schwenkachse (19) der Lagerung angeordnet
ist.
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| DE (1) | DE19917794C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2004048098A1 (de) | 2002-11-27 | 2004-06-10 | Thieme Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur reinigung der siebschablone einer siebdruckeinrichtung und siebdruckmaschine zur durchführung des verfahrens |
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- 1999-04-20 DE DE1999117794 patent/DE19917794C2/de not_active Expired - Fee Related
Non-Patent Citations (1)
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| Prospekt "Siebdruckmaschinen für die Leiterplattenfertigung, Modellreihe 444 PC" der Firma E.M. Müller KG, 74226 Northeim * |
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| DE10256326A1 (de) * | 2002-11-27 | 2004-06-17 | Thieme Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Reinigung der Siebschablone einer Siebdruckeinrichtung und Siebdruckmaschine zur Durchführung des Verfahrens |
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