DE19915853A1 - Pumpensystem zum Fördern von kryogenen Flüssigkeiten - Google Patents
Pumpensystem zum Fördern von kryogenen FlüssigkeitenInfo
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Abstract
Es wird ein Pumpensystem zur Förderung kryogener Flüssigkeiten vorgeschlagen, das sich beispielsweise zur H¶2¶-Betankung von Kraftfahrzeugen eignet. Es besteht aus einem Behälter 1 zur Aufnahme der kryogenen Flüssigkeit, in dem mindestens eine Pumpe 2 angeordnet ist, die die kryogene Flüssigkeit in ein Druckgehäuse 3 fördert, welches über eine Abgabeleitung 4 mit einem Verbraucher, z. B. dem Kraftfahrzeug, in Verbindung steht. Durch Aufteilung des Behälters 1 in zwei, vorzugsweise durch das Druckgehäuse 3 getrennte Räume h und f sowie durch eine spezielle Anordnung des Flüssigkeitszulaufs i und der Gasrückführung j, wird eine automatische Konstanthaltung des Flüssigkeitsspiegels m im Behälter 1 und damit eine sichere Betriebsweise des Pumpensystems erreicht.
Description
Die Erfindung betrifft ein Pumpensystem zum Fördern von kryogenen Flüssigkeiten,
bestehend aus einem einen Flüssigkeitsraum und einen Gasraum bildenden Vorrats
tank für die kryogene Flüssigkeit und mindestens einer in einem Behälter angeordne
ten Pumpe, wobei der Behälter mit dem Vorratstank derart in Verbindung steht, daß im
Behälter ein Flüssigkeitsspiegel einstellbar ist.
Zur Förderung von kryogenen Flüssigkeiten mit Temperaturen von unter -200°C
werden bisher in der Regel einzylindrige Pumpen verwendet, welche von oben in ein
Isoliergefäß eingeführt werden. Aus montagetechnischen Gründen erfolgt auch die
Abführung des Förderstromes über diese obere Pumpenmontageöffnung im Isolier
gefäß. Die Befüllung der Gefäße mit den zu fördernden Medien erfolgt meistens von
einem großen Vorratstank aus, wobei die Bestimmung der maximalen Füllhöhe in die
sen Gefäßen durch Überlaufrohre (Peilrohre) oder Inhaltsanzeigen ermittelt wird. Die
Steuerung der maximalen Füllhöhe erfolgt meistens manuell oder über einen durch die
Flüssigkeit ausgelösten Kontakt, durch welchen ein Magnetventil in der Zu- oder Ab
gasleitung angesteuert wird. Da die Pumpen ohne Unterkühlung der Förderflüssigkeit
nicht betrieben werden können, besitzen diese großvolumigen Gefäße eine Druckauf
baueinrichtung, wodurch die Förderflüssigkeit kurzzeitig unterkühlt werden kann.
Da insbesondere Wasserstoff in verflüssigter Form immer mehr an Bedeutung gewinnt
und Kraftfahrzeuge bereits mit Wasserstoff betrieben werden, ist es notwendig, geeig
nete Pumpen zum Betanken dieser Fahrzeuge bereitzustellen.
Die bekannten Pumpen mögen für Laborexperimente mit kleinen Förderströmen und
großen zulässigen Druckpulsationen geeignet sein, für eine schnelle, pulsationsfreie
Kraftfahrzeugflüssigbetankung ist diese Art von Pumpen aber ungeeignet. Außerdem
müssen derartige "Tankstellenpumpen" jederzeit einsatzbereit sein (kaltgestellt), so
daß durch die konstruktiv erforderliche kompakte Bauweise bei den bekannten Pum
pen ein enormer Wärmefluß in die zu fördernde Flüssigkeit stattfindet und die dadurch
für die Funktion erforderliche Flüssigkeitsunterkühlung bald aufgehoben ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Pumpensystem der ein
gangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, mit dem auch größere Mengen an
kryogenen Flüssigkeiten, insbesondere auch flüssiger Wasserstoff, wirtschaftlich und
zuverlässig gefördert werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
- a) der Behälter in zwei Räume (h, f) aufgeteilt ist, wobei der eine Raum (h) vollstän dig unterhalb des Gasraums des Vorratstanks angeordnet ist und über eine Flüs sigkeitszufuhrleitung mit dem Flüssigkeitsraum des Vorratstanks in Verbindung steht, während der andere Raum (f) oberhalb des Raums (h) und zumindest teil weise ebenfalls unterhalb des Gasraums des Vorratstanks angeordnet ist, wobei der Raum (f) über eine Gasrückführleitung mit dem Gasraum des Vorratstanks in Verbindung steht,
- b) die Saugseite der Pumpe mit dem Raum (h) in Verbindung steht, während die Druckseite mit einer außerhalb des Behälters vorgesehenen Abgabestelle zur Ab gabe der kryogenen Flüssigkeit an einen Verbraucher in Verbindung steht,
- c) die Räume (h) und (f) über eine Verbindungsleitung miteinander verbunden sind un
- d) oberhalb des offenen Endes der im Raum (f) mündenden Gasrückführleitung ein Gasraum verbleibt.
Die vorgeschlagene Aufteilung des Behälters in zwei Räume, in Verbindung mit einer
Gasrückführleitung, ermöglicht eine selbständige Konstanthaltung des Flüssigkeits
niveaus in diesem Behälter, wobei die Flüssigkeit im Raum (f) immer im Siedezustand
ist.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Behälter
mittels eines Druckgehäuses in die Räume (h, f) aufgeteilt, welches einerseits mit der
Druckseite der Pumpe und andererseits mit der außerhalb des Behälters vorgesehe
nen Abgabestelle zur Abgabe der kryogenen Flüssigkeit an einen Verbraucherin Ver
bindung steht. An dieses Druckgehäuse sind zweckmäßigerweise mehrere, d. h. min
destens zwei Pumpen angeschlossen, wobei die Druckseiten der Pumpen mit dem
gemeinsamen Druckgehäuse in Verbindung stehen. Von Vorteil ist außerdem eine
thermische Trennung der Räume (h) und (f), was gemäß der bevorzugten Ausfüh
rungsform ebenfalls durch das Druckgehäuse erreicht wird.
Die Pumpe ist mit Vorteil als Kolbenpumpe mit Zugstange und Federrückholung aus
gebildet, wobei der Pumpendruckhub durch Ausüben von Zugkräften auf den Kolben
mittels der Zugstange durchführbar und der Kolben mittels Federn in eine Ausgangs
position rückholbar ist. Zweckmäßigerweise sind mehrere solcher Pumpen in den Be
hälter eingeführt. Aufgrund des möglichen Einzeleinbaus und der auf Zug arbeitenden
Pumpen werden die für die Wärmeleitung relevanten Querschnitte an den Pumpen
sowie am Behälter sehr klein gehalten, wodurch nur eine sehr geringe Wärmeein
bringung in die Behälterflüssigkeit erfolgt. Zur weiteren Verringerung der Wärme
einbringung in den Behälter ist die Zugstange vorzugsweise über eine Abdichtung aus
dem Behälter herausgeführt. Bei der besonders praktikablen Lösung, wonach die.
Pumpe von oben in den Behälter eingesetzt ist, ist die Zugstange über einen wärme
isolierten Behälterhals aus dem Behälter herausgeführt. Um die Gaswärmeleitung
weiter zu minimieren, kann in dem Behälterhals eine Isolierpatrone vorgesehen
werden.
Das erfindungsgemäße Pumpensystem ist für eine ganze Reihe von Anwendungen mit
Vorteil einzusetzen. In Verbindung mit einem entsprechenden Taumelscheibenantrieb
ist die Anzahl sowie der Durchmesser der einzelnen Pumpen in einem gemeinsamen
Druckgehäuse stark variabel, so daß die Pumpen nach diesem Konstruktionsprinzip
praktisch allen geforderten Fördermengen bei minimaler Druckpulsation angepaßt
werden können. Aufgrund der Vorzüge dieses Pumpenkonzeptes gegenüber dem bis
herigen ist der Einsatz solcher Pumpen auch als Bordpumpe bei der neuen Flugzeug
generation mit Wasserstoffantrieb denkbar. Aufgrund der geringen Massen des Pum
pensystems sind die Abkühlverluste sehr gering. Durch den sehr einfachen Konstruk
tionsaufbau wird eine sehr preiswerte, betriebssichere und technisch hochwertige
Pumpe zur Verfügung gestellt.
Im folgenden soll die Erfindung anhand von in den Figuren schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 den Einbau einer dreizylindrigen Wasserstoffpumpe in einen Behälter.
Fig. 2 einen Vollschnitt einer der drei in das Druckgehäuse eingeschobenen Pumpen.
In Fig. 1 ist ein Behälter 1 dargestellt, der zur Aufnahme und zur Befestigung der drei
von oben einzeln eingeschobenen Pumpen 2 ein fest integriertes, in die Vorratsflüssig
keit eingetauchtes Druckgehäuse 3 aufweist. Durch dieses Druckgehäuse sind die
Druckseiten der drei Pumpen 2 miteinander verbunden. Die Fortleitung der weitgehend
pulsationsfreien Druckflüssigkeit aus dem Druckgehäuse 3 erfolgt über eine ebenfalls
in den Behälter 1 integrierte Druckleitung 4. Durch den Einzeleinbau der auf Zug ar
beitenden Pumpen 2 können die für die Wärmeleitung relevanten Querschnitte an den
Pumpen 2 sowie dem Behälter 1 sehr klein gehalten werden. Dies wird insbesondere
durch die dünnen Zugstangen 29 und das dünnwandige und kleine Behälterhalsrohr 6
erreicht. Insbesondere für den Betrieb mit flüssigem Wasserstoff ist die mit der Erfin
dung erzielte verminderte Wärmeeinbringung von außergewöhnlicher Bedeutung, da
flüssiger Wasserstoff eine sehr tiefe Temperatur von ca. -253°C und sehr geringe Ver
dampfungswärme aufweist. Erschwerend kommt noch hinzu, daß die Pumpe als
"Tankstellenpumpe" immer betriebsbereit (kaltgestellt) sein muß und der durch Wär
meeinbringung entstehende Gasanfall als schädlich gewertet wird. Da Wasserstoffgas
den Höchstwert der Gaswärmeleitung aller technischen Gase besitzt, wird im Behälter
halsrohr 6 eine Isolierpatrone 7 aus dünnwandigem Glasgewebe-Epoxitharz mit Iso
lierschüttung mit den Durchführungen für die Zugstangen 29 verwendet. Durch diese
Maßnahme wird die Wärmeeinbringung in den Behälter weiter reduziert.
Das Druckgehäuse 3 dient im Behälter 1 nicht nur der Aufnahme der Pumpen 2, son
dem es teilt auch den Behälter 1 in zwei Räume h und f auf. Während der Raum h
unmittelbar über die Flüssigzulaufleitung i mit der Flüssigkeit im Vorratstank K in Ver
bindung steht, wird die Flüssigkeit in den Raum f über die Gasrückführleitung j einge
bracht. Hierzu mündet die Gasrückführleitung j in den Räumen h, f sowie im Gasraum
des Vorratstankes K, so daß bei o eintretende, mit dem Tank kommunizierende Flüs
sigkeit über die Rohrmündung p in den Raum f einströmt. Das beim Abkühlen der
Pumpe anfallende Gas wird dem Gasraum G des Vorratstanks K zugeführt. Steigt das
Flüssigkeitsniveau m über die Rohrmündung p, so erfolgt ein Flüssigkeitsverschluß
und das im Raum f befindliche Gas kann nicht entweichen. Da der Druck im Vorrats
behälter P1 um den Betrag P0 + Dichte der Flüssigkeit × Höhe größer ist als der Tank
druck P0, ist auch die sich im Behälter 1 befindende Flüssigkeit im Siedezustand um
diesen Betrag wärmer als im Vorratstank K. Beim Pumpbetrieb tritt, wie in Fig. 2 dar
gestellt, die zu fördemde Flüssigkeit über die Bohrungen c in die Pumpen ein. Da diese
Eintrittsbohrungen dem Raum h (Fig. 1) zugeordnet sind, wird aus diesem die zu för
demde Flüssigkeit entnommen. Dabei senkt sich der in der Gasrückführleitung j
stehende Flüssigkeitsspiegel n um den Betrag der Widerstände in der Flüssigkeits
zulaufleitung i ab. Die daraus resultierende Druckabsenkung im Behälter 1 bewirkt eine
Absenkung des Flüssigkeitsspiegels m, so daß der höhere Gasdruck P1 über die
Rohrmündung p so weit abgebaut wird, bis sich ein neuer Gleichgewichtszustand
einstellt und die Flüssigkeit wieder die Gasabfuhr versperrt. Da die aus dem vollen
Vorratstank K (hohe Flüssigkeitssäule) strömende Förderflüssigkeit jetzt nicht im
Gleichgewicht von Druck und Temperatur ist, sondern die niedrigere Temperatur des
Vorratstanks K bei P0 (Siedezustand) besitzt, erfolgt eine Abkühlung des Temperatur
niveaus im Raum h (die Pumpe fördert bei vollem Tank nur die ankommende kältere
Flüssigkeit). Aufgrund der räumlichen Aufteilung des Behälters 1 durch das Druckge
häuse 3 in zwei Räume h und f erfolgt ein immer konstantes, sich selbst einregelndes
Flüssigkeitsniveau m im Behälter 1 (auch beim Betrieb der Pumpe) sowie eine thermi
sche Trennung der Flüssigkeiten. Durch diese thermische Trennung beider Räume h
und f bleibt auch beim Pumpbetrieb die Flüssigkeit im oberen Raum f immer im Siede
zustand von P1 und der Wärmeeinfall über das Halsrohr 6 sowie die in Fig. 2 darge
stellte Ableitung der geringen Pumpenwärme über das Ventil 4 wird in Gasform über
den Flüssigkeitsverschluß p dem Vorratstank K zugeführt. Eine Nichtaufteilung des
Behälters hätte zur Folge, daß beim Pumpbetrieb und vollem Vorratstank K die nur
sehr geringe und schädliche Wärmeeinbringung über das Behälterhalsrohr 6 nicht aus
reichen würde, die ankommende kältere Flüssigkeit entsprechend dem Druck P1 in den
Siedezustand anzuwärmen. Aufgrund dieser Tatsache würde eine Einkondensation
von Gas erfolgen und die kalte Flüssigkeit würde im Behälter 1 immer höher steigen
und eine Vereisung des Behälteroberteils durch Überfluten verursachen.
In Fig. 2 ist ein Vollschnitt einer der drei in das Druckgehäuse eingeschobenen Pum
pen dargestellt. Die am Druckgehäuse (Fig. 1, Bezugsziffer 3) mittels Schrauben 30
befestigte Pumpe weist einen Pumpenzylinder 1 auf, welcher über ein Strömungsteil 2
mit einem Deckelflansch 10 verschraubt ist. Dabei wird ein Ringspalt d gebildet, in wel
chem ein mit einer Tellerfeder 8 belastetes Membran-Druckventil 6, 7 angebracht ist.
Durch das Vorhandensein dieses Ringspaltes d sowie dessen beidseitiger Abdichtung
27 wird der Einzeleinbau der Pumpen in das gemeinsame Druckgehäuse möglich.
Die drei Pumpen werden durch einen nicht dargestellten, am Behälterdeckel befestig
ten Taumelscheibenantrieb betätigt. Im Behälter, der nur wenige Liter Fassungsvermö
gen aufweist, befindet sich die zu fördernde kryogene Flüssigkeit. Die Übertragung der
Zugkräfte für den Pumpendruckhub vom Antrieb zu den in die Behälterflüssigkeit ein
getauchten Pumpen erfolgt über die im Behälterdeckel abgedichteten Zugstangen 29.
Bei Hubumkehr werden die Kolben 14, 17 durch die Kraft der Federn 23 in eine Aus
gangsposition entgegen dem Druckhub gebracht. Hierbei wird ein gehaltener, durch
Federn an den Pumpenzylinder 1 angedrückter Kolbenring 15, 16 an Stegen des Kol
benkörpers 14 zur Anlage gebracht. Über den sich so einstellenden Spalt wird die
Flüssigkeit aus dem vorausgegangenen Hubzyklus auf die Druckseite a des Kolbens
drucklos umgeschoben. Gleichzeitig wurde bei diesem Hubbeginn ein Ventil 4, in wel
chem eine Dichtung 5 zur Abdichtung der Zugstange 29 angebracht ist, durch die Zug
stange 29 über die Reibung zwingend geöffnet. Hierbei wurde die durch die Kolben
ringreibung erzeugte Wärme abgeführt, so daß hierdurch stets eine optimale Zylinder
füllung garantiert wird. Durch dieses Verfahren ändert sich auch die Temperatur der
Druckflüssigkeit gegenüber der Vorratsflüssigkeit nicht, was sich positiv auf die Mes
sung der Abgabemenge auswirkt.
Bei Hubumkehr wird durch die Zugstange 29 erst das Ventil 4 geschlossen, ehe der
Kolbenring 15, 16 den Spalt am Kolbenkörper 14 schließt und die Druckflüssigkeit über
das, durch die Feder 8 belastete Membran-Auslaßventil 6, 7 aus dem Pumpenzylinder
1 in das gemeinsame Druckgehäuse (Fig. 1, Bezugsziffer 3) geschoben wird.
Bei Überschreitung des Auslegedruckes (maximaler Förderdruck) wird durch den Kol
benring 15, 16 ein als Tellerfeder ausgebildeter Druckbegrenzer 17 vom Kolbenkörper
14 gedrückt und der Überdruck über die Bohrungen e abgebaut. Zum Zeitpunkt dieser
Hubumkehr wurde auch sofort ein am unteren Pumpenzylinderende befindliches Bo
denventil 20, welches über eine definierte Reibung einer Dichtung 21 auf dem unteren
Teil 18 der Zugstange 29 geöffnet wird, geöffnet. Es kann nun über die Bohrungen c
die Vorratsflüssigkeit, ohne ein Ventil öffnen zu müssen, druckverlustfrei in das vom
Kolben 14, 17 freigegebene Volumen b in den Pumpenzylinder nachströmen. Kurz vor
dem oberen Totpunkt wird aufgrund der Durchmesserverkleinerung der Zugstange 18
die Reibung zwischen dieser und dem Bodenventil 20 aufgehoben und das Bodenven
til 20 schließt durch das eigene Gewicht.
Mit der beschriebenen Pumpenanordnung ist es möglich, Flüssigkeiten auch mit klei
nen Verdampfungswärmen, wie z. B. flüssigen Wasserstoff im Siedezustand (ohne sta
tische Säule) mit gutem Förderwirkungsgrad zu pumpen. Da durch die Zwangsöffnung
des Ventils 4 die Erwärmung des Pumpenzylinders ausgeschlossen wird, erfolgt bei
jedem Hub eine optimale Zylinderfüllung, wobei die sonst übliche Anwärmung der För
derflüssigkeit verhindert wird.
Claims (7)
1. Pumpensystem zum Fördern von kryogenen Flüssigkeiten, bestehend aus einem
einen Flüssigkeitsraum (L) und einen Gasraum (G) bildenden Vorratstank (K) für
die kryogene Flüssigkeit und mindestens einer in einem Behälter (1) angeordneten
Pumpe (2), wobei der Behälter (1) mit dem Vorratstank (K) derart in Verbindung
steht, daß im Behälter (1) ein Flüssigkeitsspiegel (m) einstellbar ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß
- a) der Behälter (1) in zwei Räume (h, f) aufgeteilt ist, wobei der eine Raum (h) vollständig unterhalb des Gasraums (0) des Vorratstanks (K) angeordnet ist und über eine Flüssigkeitszufuhrleitung (i) mit dem Flüssigkeitsraum (L) des Vorratstanks in Verbindung steht, während der andere Raum (f) oberhalb des Raums (h) und zumindest teilweise ebenfalls unterhalb des Gasraums (G) des Vorratstanks (K) angeordnet ist, wobei der Raum (f) über eine Gasrückführlei tung (j) mit dem Gasraum (G) des Vorratstanks (K) in Verbindung steht,
- b) die Saugseite der Pumpe (2) mit dem Raum (h) in Verbindung steht, während die Druckseite mit einer außerhalb des Behälters (1) vorgesehenen Abgabe stelle zur Abgabe der kryogenen Flüssigkeit an einen Verbraucher in Verbin dung steht,
- c) die Räume (h) und (f) über eine Verbindungsleitung (q) miteinander verbunden sind und
- d) oberhalb des offenen Endes der im Raum (f) mündenden Gasrückführleitung (j) ein Gasraum (s) verbleibt.
2. Pumpensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1)
mittels eines Druckgehäuses (3) in die Räume (h, f) aufgeteilt ist, das einerseits
mit der Druckseite der Pumpe (2) und andererseits mit der außerhalb des Behäl
ters (1) vorgesehenen Abgabestelle zur Abgabe der kryogenen Flüssigkeit in Ver
bindung steht.
3. Pumpensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere,
d. h. mindestens zwei Pumpen (2) in dem Behälter (1) angeordnet sind, deren
Druckseiten mit dem gemeinsamen Druckgehäuse (3) in Verbindung stehen.
4. Pumpensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pumpe (2) als Kolbenpumpe mit Zugstange (29) und Federrückholung
ausgebildet ist, wobei der Pumpendruckhub durch Ausüben von Zugkräften auf
den Kolben (14, 17) mittels der Zugstange (29) durchführbar und der Kolben (14,
17) mittels Federn (23) in eine Ausgangsposition rückholbar ist.
5. Pumpensystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstange
(29) über eine Abdichtung (5) aus dem Behälter (1) herausgeführt ist.
6. Pumpensystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstange
(29) über einen wärmeisolierten Behälterhals (6) aus dem Behälter (1) herausge
führt ist.
7. Pumpensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Räume (h, f) weitgehend thermisch voneinander getrennt sind.
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