DE19900612A1 - Vorrichtung zum Aufhängen von Gegenständen an Deckenverkleidungen - Google Patents
Vorrichtung zum Aufhängen von Gegenständen an DeckenverkleidungenInfo
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Description
Die vielfältigen im Bereich der Innenraumausstattung verwendeten Deckenkonstruktionen und
Deckenverkleidungen wie Profilholzdecken, Kassettendecken und Deckengestaltungen mit
Hilfe von Holz- und Kunststoffpaneelen besitzen an den Verbindungsstellen der einzelnen
Elemente üblicherweise horizontale Spalte welche sich unter Zuhilfenahme von geeigneten
Vorrichtungen hervorragend zur beschädigungslosen Befestigung unterschiedlichster Gegen
stände, insbesondere von Dekorationsgegenständen eignen.
Derartige Vorrichtungen sind schon in den Schriften G 93 10 148.1 und DE 43 05 766
beschrieben.
Den bekannten Vorrichtungen ist jedoch gemein, daß diese sich nur dann relativ sicher für eine
Befestigung von Gegenständen eignen, wenn der zur Verfügung stehende Spalt in der entspre
chenden Verbindungsnut gerade etwas kleiner als die Materialdicke der Vorrichtungen ist,
so daß diese lediglich durch die beim Einschieben entstehende Klemmkraft, zumindest für eine
gewisse Zeit, sicher in dem Spalt gehalten werden.
Ist die zur Verfügung stehende Breite des Spaltes jedoch größer als die Materialstärke der
Aufhängevorrichtungen so finden diese keinen sicheren Halt in der Nut.
Aufhängevorrichtungen so finden diese keinen sicheren Halt in der Nut.
Da nicht davon ausgegangen werden kann, daß die aufzuhängenden Gegenstände stets
bewegungslos an der Aufhängevorrichtung hängen, besteht sodann stets die Gefahr, daß diese
Vorrichtungen aus der Nut rutschen können und die aufgehängten Gegenstände zu Boden
fallen.
Andererseits darf die Materialstärke der Aufhängevorrichtungen auch nicht zu groß sein, da
sonst ein Einschieben in relativ schmale Spalte gar nicht oder nur unter Beschädigung der
Deckenelemente möglich ist.
Der Anwendungsbereich obiger Vorrichtungen ist daher stark eingeschränkt!
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, auch über einen relativ großen
Toleranzbereich der für eine beschädigungslose Befestigung von Gegenständen geeigneten
Spaltbreiten S innerhalb der Verbindungsstellen unterschiedlichster Deckerkonstruktionen,
einen sicheren Halt der Aufhängevorrichtung zu gewährleisten.
Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe wird hier beispielhaft mit Hilfe der Darstellungen
in den Fig. 1 bis 3 beschrieben.
Fig. 1 zeigt ausschnittsweise die Nut- und Federverbindung einer Deckenverkleidung.
Der verbleibende Spalt 1 mit der Breite S zwischen der Nutwange 2 des Elementes 3 und der
eingeschobenen Feder 4 nimmt die Einstecklasche 5 der Aufhängevorrichtung 6 auf.
Die Aufhängevorrichtung ist als Blechbiegeteil aus möglichst dünnwandigem und relativ
hochfestem Material hergestellt (z. B. Federstahl 1.4310 in 0,3 mm Dicke).
Die mit FG bezeichnete Gewichtskraft des aufzuhängenden Gegenstandes greift am hakenför
mig aufgebogenen Ende 7 der Aufhängevorrichtung an.
Durch die Formgebung der Aufhängevorrichtung ergibt sich zwischen der Wirkungslinie der
Gewichtskraft FG und der Auflagekante 8 ein Abstand A der bewirkt, daß in die Vorrichtung
um die Auflagekante 8 als Drehpunkt ein Drehmoment M von der Größe FG.A eingeleitet
wird, welches sich mit der Anlagestelle 9 der Vorrichtung gegen die Feder 4 abstützt.
Die Höhe der Abstützkraft FA ergibt sich aus dem zuvor errechneten Drehmoment M dividiert
durch den Abstand B zwischen der Auflagekante 8 und der Anlagestelle 9.
Die vom Betrag her gleiche jedoch entgegengesetzt wirkende Reaktionskraft FR der Abstütz
kraft FA addiert sich an der Aufagekante 8 zu der dort ebenfalls wirkenden Gewichtskraft
FG.
Beide Kräfte zusammen bewirken, daß die besonders scharfkantig ausgebildete Auflagekante 8
(z. B. ausgeprägter Stanzgrat) in die Nutwange eingedrückt wird und damit für einen beson
ders sicheren Halt der Aufhängevorrichtung in der Nutwange der Deckenverkleidung sorgt.
Es ist leicht einzusehen, daß sich durch eine geeignete Wahl des Abstandes A und des Abstan
des B die zusätzliche Klemmkraft und der nutzbare Toleranzbereich bezüglich der Breite S des
Spaltes 1 für einen relativ großen Einsatzbereich auslegen lassen.
In den Fig. 4 bis 6 ist die erfindungsgemäße Aufhängevorrichtung nochmals mit einem
hakenförmigen Aufnahmebereich für die aufzuhängenden Gegenstände dargestellt.
Hier ist der Teil 11 des Bereiches 9 ebenfalls scharfkantig ausgeführt und etwas ausgestellt,
so daß sich die Vorrichtung bei Belastung auch an dieser Stelle in die entsprechenden Teile der
Deckenverkleidung verkrallen kann, wodurch ein Herausrutschen aus dem Spalt noch sicherer
verhindert wird.
Die Fig. 7 und 8 zeigen die erfindungsgemaße Vorrichtung mit einer Öse 10 zur Aufnahme
der aufzuhängenden Gegenstände. Dies könnte besonders dann von Vorteil sein, wenn diese
Aufhängevorrichtung stets unverlierbar an einem aufzuhängenden Gegenstand verbleiben soll,
weil dieser "alle Jahre wieder" an einem Deckenelement befestigt wird.
In Fig. 9 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Federklammer 12 ausgestattet, mit
deren Hilfe geeignete Gegenstände besonders schnell und einfach befestigt werden können.
Dazu ist die Aufhängevorrichtung 18 mit Laschen 16 versehen in deren Bohrung 15 der Hebel
13 drehbar gelagert ist. Die Druckfeder 14 halt die so gebildete Klammer in Schließposition.
Durch Zusammendrücken der Feder 14 über die Teile 13 und 18 kann diese Klammer an der
Stelle 17 zur Aufnahme diverser Gegenstände geöffnet werden.
Die Fig. 10 und 11 zeigen eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wie sie
insbesondere für extrem leichte Gegenstände vorteilhaft sein könnte.
Da bei solchen Gegenständen die Klemmwirkung der Vorrichtung im Spalt der Deckenverklei
dung durch die Gewichtskraft nur sehr gering ist, könnten heftige Windturbolenzen dennoch
dazu führen, daß eine solche Vorrichtung aus dem Spalt herausrutscht.
Damit dieses nicht passieren kann ist der federelastische vordere Teil 19 des in den Spalt 1
einzuschiebenden Teiles 20 um die Höhe H aufgebogen.
Die Höhe H plus der Materialstärke der Vorrichtung sollten dann stets größer als die Breite S
des Spaltes 1 sein.
Dadurch wird dieser Teil der Vorrichtung beim Einführen im Spalt der Deckenverkleidung
federelastisch vorgespannt und erzeugt so eine weitere Sicherung gegen Herausrutschen.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Aufhängen von Gegenständen in den horizontalen Spalten an den
Verbindungsstellen der Elemente unterschiedlicher Deckenverkleidungen, dadurch
gekennzeichnet, daß durch die Gewichtskraft der aufzuhängenden Gegenstände ein
Drehmoment um die Auflagekante (8) in die Vorrichtung eingebracht und durch die
dadurch hervorgerufene Klemmwirkung auch bei unterschiedlich breiten zur Verfü
gung stehenden Spalten eine hohe Sicherheit gegen Herausrutschen erreicht wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagekante (8)
besonders scharfkantig ausgebildet wird, so daß diese sich unter der Einwirkung der
Gewichtskraft (FG) des aufzuhängenden Gegenstandes und der Klemmkraft (FR)
resultierend aus dem eingeleiteten Moment (M) in das Deckenelement verkrallen kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auch ein Teil (11)
des Anlagebereiches (9) der Vorrichtung, welcher durch das eingeleitete Moment
angehoben und mit der Kraft (FA) gegen ein weiteres Deckenelement (4) gedrückt
wird, ebenfalls scharfkantig ausgebildet ist, wodurch die Sicherheit gegen Herausrut
schen nochmals erhöht wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich zur
Aufnahme des aufzuhängenden Gegenstandes hakenförmig (7) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich zur
Aufnahme des aufzuhängenden Gegenstandes als Öse (10) ausgeführt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich zur
Aufnahme des aufzuhängenden Gegenstandes mit einer Federklammer (12) ausgestat
tet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumin
dest ein Teil (19) des in den Spalt der Deckenverkleidung einzuschiebenden Teils (20)
zur zusätzlichen Sicherung gegen Herausrutschen um ein bestimmtes Maß (H) federe
lastisch aufgebogen ist.
Priority Applications (1)
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| DE1999100612 DE19900612C2 (de) | 1999-01-11 | 1999-01-11 | Vorrichtung zum Aufhängen von Gegenständen an Deckenverkleidungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999100612 DE19900612C2 (de) | 1999-01-11 | 1999-01-11 | Vorrichtung zum Aufhängen von Gegenständen an Deckenverkleidungen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19900612A1 true DE19900612A1 (de) | 1999-06-17 |
| DE19900612C2 DE19900612C2 (de) | 2003-02-27 |
Family
ID=7893882
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999100612 Expired - Fee Related DE19900612C2 (de) | 1999-01-11 | 1999-01-11 | Vorrichtung zum Aufhängen von Gegenständen an Deckenverkleidungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19900612C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1999
- 1999-01-11 DE DE1999100612 patent/DE19900612C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19900612C2 (de) | 2003-02-27 |
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