DE19857103A1 - Haushalt-Geschirrspülmaschine - Google Patents
Haushalt-GeschirrspülmaschineInfo
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Abstract
Um eine Haushalt-Geschirrspülmaschine (1) mit einem Spülbehälter (2) mit wenigstens zwei Sprüheinrichtungen (5, 6), die in dem Spülbehälter angeordnetes, zu reinigendes Gut mittels einer von einer Umwälzpumpe (7) geförderten Flüssigkeit beaufschlagen, mit einer an einer nicht beengenden Stelle angeordneten Umsteuereinrichtung (20) zur Beschickung von Sprüheinrichtungen (5, 6) zu schaffen, wird erfindungsgemäß die geförderte Flüssigkeit von der Umwälzpumpe (7) zu einem Zulaufstutzen (11) eines Durchlauferhitzers (10) und durch den Durchlauferhitzer (10) geleitet, wobei der Durchlauferhitzer (10) wenigstens zwei Ausgangsstutzen (12, 13) zur Zuleitung der Flüssigkeit zu jeweils unterschiedlichen Sprüheinrichtungen (5, 6) aufweist, die mittels einer am Durchlauferhitzer (10), in Strömungsrichtung vor den Ausgangsstutzen (12, 13) angeordneten Umsteuereinrichtung (20) derart geöffnet bzw. geschlossen werden können, daß entweder jeweils einer der Ausgangsstutzen (12, 13) oder eine Anzahl von Ausgangsstutzen (12, 13) oder alle Ausgangsstutzen (12, 13) abwechselnd nacheinander und/oder ständig geöffnet bzw. geschlossen sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Haushalt-Geschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter mit we
nigstens zwei Sprüheinrichtungen, die in dem Spülbehälter angeordnetes, zu reinigendes
Gut mittels einer von einer Umwälzpumpe geförderten Flüssigkeit beaufschlagen.
Eine Haushalt-Geschirrspülmaschine der eingangs genannten Art ist z. B. aus der
DE-OS 24 28 991 bekannt. Bei handelsüblichen Haushalt-Geschirrspülmaschinen werden
die wenigstens zwei Sprüheinrichtungen gleichzeitig mit der von einer Umwälzpumpe geför
derten Flüssigkeit beschickt. Bei der Haushalt-Geschirrspülmaschine nach der
DE-OS 24 28 991 wird aber zur Erzielung eines gleichen oder besseren Reinigungsergeb
nisses wie bei den vorgeschilderten handelsüblichen Haushalt-Geschirrspülmaschinen jede
Sprüheinrichtung wechselnd nacheinander mit der von einer Umwälzpumpe geförderten
Flüssigkeit beschickt, um so den vollen Druck der Umwälzpumpe nur an einer Sprüheinrich
tung wirken zu lassen und eine geringere Flüssigkeitsmenge und geringere Energie zum
Umwälzen und auch zum Erwärmen der umgewälzten Flüssigkeit zu benötigen. Zur Durch
führung eines derartigen Verfahrens der wechselweisen Beschickung der Sprüheinrichtun
gen werden Umsteuereinrichtungen, üblicherweise sogenannte Wasserweichen, verwendet.
Aus der EP-OS 05 47 011 ist beispielsweise bekannt, mittels eines hydraulisch betätigten,
zwischen Flüssigkeitszuleitungen zu den Sprüheinrichtungen angeordneten Klappenventils
wechselweise eine der Flüssigkeitszuleitungen zu öffnen und gleichzeitig die anderen Flüs
sigkeitszuleitungen zu schließen, wobei diese Umsteuereinrichtung ein gesondertes Gehäu
se besitzt und im Leitungszug der Flüssigkeitszuleitungen angeordnet ist.
Aus der EP-OS 02 37 994 ist weiterhin beispielsweise bekannt, mittels einer Kugel im Druck
stutzen der Umwälzpumpe, die bei Unterbrechung des Betriebes der Umwälzpumpe die La
ge ändert, wechselweise eine der Flüssigkeitszuleitungen zu öffnen und die andere gleich
zeitig zu schließen.
Ferner ist beispielsweise aus dem EP-PS 05 85 905 bekannt, mittels einer motorisch ange
triebenen, sich drehenden horizontalen Scheibe mit Bohrungen einen oder mehrere Zugän
ge zu Flüssigkeitszuleitungen zu öffnen und andere zu schließen, wobei diese Umsteuerein
richtung ein gesondertes Gehäuse besitzt und im Leitungszug der Flüssigkeitszuleitungen
angeordnet ist.
Die vorgenannten Lösungen der Umsteuereinrichtungen sind an schwer zugänglichen Stel
len der Haushalt-Geschirrspülmaschine angeordnet und damit schwer zu montieren
und/oder benötigen ein gesondertes Gehäuse, das an einer, die bei einer Haushalt-Geschirr
spülmaschine ohnehin beengten Platzverhältnisse, zusätzlich beengenden Stelle der Haus
halt-Geschirrspülmaschine, z. B. im Zuge der Flüssigkeitszuleitungen, angeordnet werden
muß.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Haushalt-Geschirrspülmaschine der
eingangs genannten Art mit einer an einer nicht beengenden Stelle angeordneten Umsteu
ereinrichtung zur Beschickung von Sprüheinrichtungen zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die geförderte Flüssigkeit von der
Umwälzpumpe zu einem Zulaufstutzen eines Durchlauferhitzers und durch den Durchlaufer
hitzer geleitet wird, wobei der Durchlauferhitzer wenigstens zwei Ausgangsstutzen zur Zu
leitung der Flüssigkeit zu jeweils unterschiedlichen Sprüheinrichtungen aufweist, die mittels
einer am Durchlauferhitzer, in Strömungsrichtung vor den Ausgangsstutzen angeordneten
Umsteuereinrichtung derart geöffnet bzw. geschlossen werden können, daß entweder je
weils einer der Ausgangsstutzen oder eine Anzahl von Ausgangsstutzen oder alle Aus
gangsstutzen abwechselnd nacheinander und/oder ständig geöffnet bzw. geschlossen sind.
Dadurch, daß die Umsteuereinrichtung direkt am Ausgang des ohnehin vorhandenen
Durchlauferhitzers praktisch in der Verlängerung des Ausgangsstutzens angeordnet ist, ist
die Umsteuereinrichtung an einer gut zugänglichen und nicht beengenden Stelle der Haus
halt-Geschirrspülmaschine angeordnet und damit leicht montierbar. Mit der Erfindung ist es
gelungen, eine Haushalt-Geschirrspülmaschine der eingangs genannten Art mit einer an ei
ner nicht beengenden Stelle angeordneten Umsteuereinrichtung zur Beschickung von Sprü
heinrichtungen zu schaffen. Durch die Anordnung mehrerer Ausgangsstutzen und deren
wechselseitigen als auch ständigen alternativen Öffnung bzw. Schließung mittels der Um
steuereinrichtung ist weiterhin ein sehr einfacher Aufbau der Umsteuereinrichtung möglich.
Zweckmäßigerweise entspricht die Anzahl der Ausgangsstutzen des Durchlauferhitzers der An
zahl der Sprüheinrichtungen oder gleichzeitig betriebener Gruppen von Sprüheinrichtungen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Durchlauferhitzer zwei Aus
gangsstutzen auf.
Nach einem bevorzugten Merkmal der Erfindung kann eine jedem Ausgangsstutzen vorgela
gerte Ausgangsöffnung des Durchlauferhitzers mittels eines in Strömungsrichtung vor den
Ausgangsöffnungen angeordneten Drehschiebers der Umsteuereinrichtung verschlossen wer
den. Die eingangs beschriebenen, bekannten Umsteuereinrichtungen weisen auch den Nach
teil auf, daß sie kompliziert aufgebaut und daher leicht störungsanfällig sind. Dieser Nachteil
wird mit dem bevorzugten Merkmal der Erfindung überwunden, da auch z. B. Verschmutzungs
ablagerungen eine Schließfunktion des Drehschiebers nicht stören können, da sie von dem
sich drehenden Drehschieber weggeschoben werden.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Drehschieber wenigstens ei
nen geschlossenen Bereich und wenigstens einen durch eine Bohrung offenen Bereich auf,
wodurch eine einfache Herstellung des Drehschiebers erreicht wird.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Drehschieber in
Umlaufrichtung jeweils abwechselnd nach einem offenen Bereich einen geschlossenen Bereich
auf, zwischen denen ein unausgefüllter Abstand besteht wodurch eine weitere Vereinfachung
der Herstellung des Drehschiebers und eine einfache Steuerung des Umlaufes des Drehschie
bers erreicht wird.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Drehschieber mittels
einer Antriebseinrichtung in wenigstens eine Stellung gebracht, in der der wenigstens eine ge
schlossene Bereich oder eine Anzahl von geschlossenen Bereichen die wenigstens eine Aus
gangsöffnung oder eine Anzahl von Ausgangsöffnungen verschließt und/oder in der sämtliche
Ausgangsöffnungen geöffnet sind. Damit ist der Drehschieber für alle möglichen Beschic
kungsarten der Sprüheinrichtungen verwendbar.
Vorteilhafterweise weist der Drehschieber die Form eines Propellerflügels mit zwei sich gegen
überliegenden Bereichen auf, der mittels der Antriebseinrichtung in eine Stellung gebracht wird,
in der der geschlossene Bereich eine Ausgangsöffnung verschließt und der offene Bereich die
jeweils andere Ausgangsöffnung geöffnet hält. Dies ist die einfachste Steuerung für den ein
fachsten Fall bei einer Haushalt-Geschirrspülmaschine mit der wechselweisen Beschickung der
Sprüheinrichtungen, nämlich mit zwei Sprüheinrichtungen.
In besonders vorteilhafter Weise weist der Drehschieber auf den Bereichen umlaufende, in
Einbaulage in Richtung auf die Ausgangsöffnungen hochragende Rippen auf, die einen halb
kreisförmigen Querschnitt aufweisen. Mit dieser Maßnahme wird eine gute eine Ausgangsöff
nung umgebende Anlage des Drehschiebers auf der Innenwand des Durchlauferhitzers und
damit eine gute Abdichtung der zu verschließenden Ausgangsöffnung erreicht.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
die Antriebseinrichtung ein Motor mit Getriebe. Ein Motor mit Getriebe ist eine für den kontinu
ierlichen Wechsel in der Beschickung der Sprüheinrichtungen ebenso wie für einen zeitlich län
geren Wechsel oder für eine ständige Öffnung eines oder mehrerer Zuführleitungen zu den
Sprüheinrichtungen äußerst einfach steuerbare Antriebseinheit der Umsteuereinrichtung, womit
eine weitere Vereinfachung der Umsteuereinrichtung erzielt wurde.
Wie eingangs beschrieben, wird eine kontinuierliche, wechselweise Beschickung der Sprühein
richtungen insbesondere zur Einsparung von Wasser eingesetzt. Bei geringerer Einfüllmenge
kommt es aber, auch bei kurzzeitigem Betrieb beider Sprüheinrichtungen, zu einem schnellen
Leerpumpen der Ansaugkammer der Umwälzpumpe, was dann aufgrund der Ansaugung von
Luft zu einer unangenehmen und unerwünschten Geräuschentwicklung der Umwälzpumpe
führt. Um diesem vorzubeugen, wird in besonders vorteilhafter Weise bei einer kontinuierlichen,
wechselweisen Beschickung der Sprüheinrichtungen in den Zeiträumen in denen beide Aus
gangsöffnungen geöffnet sind, die Drehzahl der Umwälzpumpe verringert. Die beschriebene
Geräuschentwicklung aufgrund der Ansaugung von Luft kann mit dieser Maßnahme nicht ein
treten, da die Ansaugleistung der Umwälzpumpe soweit herabgesetzt wird, daß ein Leersaugen
des Ansaugraumes der Umwälzpumpe nicht eintritt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungs
beispiel erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Haushalt-Geschirrspülmaschine in einer
schematischer Darstellung,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung der Seitenansicht eines Durchlauferhitzers mit
der erfindungsgemäßen Umsteuereinrichtung,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung der Draufsicht des Durchlauferhitzers mit der
erfindungsgemäßen Umsteuereinrichtung entsprechend den Schnitt
linien III-III in Fig. 2 und
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung eines Teils der erfindungsgemäßen
Umsteuereinrichtung entsprechend der Einzelheit IV in Fig. 2.
Eine erfindungsgemäße Haushalt-Geschirrspülmaschine 1 weist einen Spülbehälter 2 auf, in
den nicht dargestelltes, zu reinigendes Gut, z. B. verschmutztes Geschirr und Besteck, übli
cherweise in Geschirrkörbe 3, 4 eingefüllt wird. In dem Spülbehälter 2 sind erfindungsgemäß
wenigstens zwei Sprüheinrichtungen, in den gezeigten Ausführungsbeispielen zwei Sprühein
richtungen 5, 6 angeordnet, die das in dem Spülbehälter 2 angeordnete, zu reinigende Gut mit
Flüssigkeit beaufschlagen. Diese Flüssigkeit, üblicherweise Spülflotte genannt, wird mittels ei
ner Umwälzpumpe 7 in Flüssigkeitszuleitungen 8, 9 zu den Sprüheinrichtungen 5, 6 gefördert.
Üblicherweise wird die in Haushalt-Geschirrspülmaschinen 1 geförderte Flüssigkeit zumindest
in einem Teilprogrammabschnitt eines Spülprogrammes erwärmt, wozu die erfindungsgemäße
Haushalt-Geschirrspülmaschine 1 einen Durchlauferhitzer 10 aufweist. Die in der erfindungs
gemäßen Haushalt-Geschirrspülmaschine 1 geförderte Flüssigkeit wird von der Umwälzpumpe
7 zu einem Zulaufstutzen 11 des Durchlauferhitzers 10 und durch den Durchlauferhitzer 10 ge
leitet. Erfindungsgemäß weist der Durchlauferhitzer 10 wenigstens zwei Ausgangsstutzen,
nämlich eine der Anzahl der Sprüheinrichtungen oder gleichzeitig betriebener Gruppen von
Sprüheinrichtungen entsprechende Anzahl von Ausgangsstutzen, in den gezeigten Ausfüh
rungsbeispielen zwei Ausgangsstutzen 12, 13 auf. Von den Ausgangsstutzen 12, 13 des
Durchlauferhitzers 10 wird die Flüssigkeit über die schon erwähnten Flüssigkeitszuleitungen 8,
9 den jeweils unterschiedlichen Sprüheinrichtungen 5, 6 zugeleitet. Die zur Erwärmung der
Flüssigkeit in dem Durchlauferhitzer 10 notwendigen Heizstäbe sind mit 16 bezeichnet.
Erfindungsgemäß können die Ausgangsstutzen 12, 13 mittels einer am Durchlauferhitzer 10, in
Strömungsrichtung vor den Ausgangsstutzen 12, 13 angeordneten Umsteuereinrichtung 20
derart geöffnet bzw. geschlossen werden, daß entweder jeweils einer der Ausgangsstutzen 12,
13 oder eine Anzahl von Ausgangsstutzen 12, 13 oder alle Ausgangsstutzen 12, 13 abwech
selnd nacheinander und/oder ständig geöffnet bzw. geschlossen sind. Bei dem gezeigten Aus
führungsbeispiel können die zwei Ausgangsstutzen 12, 13 des Durchlauferhitzers 10 mittels der
Umsteuereinrichtung 20 derart geöffnet bzw. geschlossen werden, daß entweder jeweils einer
der Ausgangsstutzen 12, 13 oder beide Ausgangsstutzen 12, 13 abwechselnd nacheinander
und/oder ständig geöffnet bzw. geschlossen sind. Hierzu ist ein Drehschieber 21 der Umsteu
ereinrichtung 20 in Strömungsrichtung vor jedem Ausgangsstutzen 12, 13 vorgelagerten Aus
gangsöffnungen 14, 15 des Durchlauferhitzers 10 angeordnet, durch den jeweils eine der Aus
gangsöffnungen 14, 15 des Durchlauferhitzers 10 verschlossen werden kann. Die eingangs be
schriebenen, bekannten Umsteuereinrichtungen weisen auch den Nachteil auf, daß sie kompli
ziert aufgebaut und daher leicht störungsanfällig sind. Dieser Nachteil wird mit dem Drehschie
ber 21 überwunden, da auch z. B. Verschmutzungsablagerungen eine Schließfunktion des
Drehschiebers 21 nicht stören können, da sie von dem sich drehenden Drehschieber 21 weg
geschoben werden. Der Drehschieber 21 weist die Form eines Propellerflügels mit zwei sich
gegenüberliegenden Bereichen 22, 23 auf, wobei der Drehschieber 21 einen geschlossenen
Bereich 22 und einen durch eine Bohrung offenen Bereich 23 aufweist. Erfindungsgemäß wird
der Drehschieber 21 mittels einer Antriebseinrichtung 30 in wenigstens eine Stellung gebracht,
in der der wenigstens eine geschlossene Bereich 22 oder eine Anzahl von geschlossenen Be
reichen 22 die wenigstens eine Ausgangsöffnung 14, 15 oder eine Anzahl von Ausgangsöff
nungen 14, 15 verschlossen und/oder in der sämtliche Ausgangsöffnungen 14, 15 geöffnet
sind. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Drehschieber 21 zwei sich gegenüber
liegenden Bereiche 22, 23 auf, einen geschlossenen Bereich 22 und einen offenen Bereich 23.
Der Drehschieber 21 wird mittels der Antriebseinrichtung 30 in eine Stellung gebracht, in der
der geschlossene Bereich 22 eine Ausgangsöffnung 15 verschließt und der offene Bereich 23
die andere Ausgangsöffnung 14 geöffnet hält. In Fig. 2 ist eine derartige Stellung dargestellt.
Wie in Fig. 4 am besten zu erkennen ist weist der Drehschieber 21 auf den Bereichen 22, 23
umlaufende, in Einbaulage in Richtung auf die Ausgangsöffnungen 14, 15 hochragende Rippen
24, 25 auf, die einen halbkreisförmigen Querschnitt aufweisen und zur besseren Anlage des
Drehschiebers 21 auf der Innenwand des Durchlauferhitzers 10 dienen. Die Antriebseinheit 30
ist ein Motor 31, z. B. ein Elektromotor, mit einem in Fig. 2 nur schematisch dargestellten Ge
triebe 32, z. B. einem Zahnradgetriebe. Der Drehschieber 21 ist mit dem Getriebe 32 mittels ei
ner Welle 33 verbunden, die im Gehäuse des Durchlauferhitzers 10 geführt ist. Der Motor 30
und das Getriebe 32 sind durch einen auf einem hochgezogenen Rand 17 des Durchlauferhit
zers 10 sitzenden Deckel 18 geschützt. Der Deckel 18 weist auch Lagerstellen für das Getriebe
32 auf, von denen nur ein hochgezogener Lagerzapfen 19 als Lager für die Welle 33 gezeigt
ist.
Im folgenden wird die Funktion der erfindungsgemäßen Umsteuereinrichtung 20 an dem ge
zeigten Ausführungsbeispiel erläutert. Wenn eine kontinuierliche, wechselweise Beschickung
der Sprüheinrichtungen 5, 6 gewünscht wird, so wird der Anschluß des Motors 31 der Antriebs
einrichtung 30 an die Versorgungsspannung von einem nicht näher erläuterten Programmsteu
ergerät der Haushalt-Geschirrspülmaschine 1 eingeleitet und der Drehschieber 21 beginnt sich
zu drehen. Dadurch wird der geschlossene Bereich 22 des Drehschiebers 21 so lange gedreht,
bis dieser auf einer der Ausgangsöffnungen 14, 15, in Fig. 2 auf der Ausgangsöffnung 15,
dichtend aufliegt. Damit wird die Zuführung der durch den Durchlauferhitzer 10 strömenden
Flüssigkeit in diesem Fall zu der unteren Sprüheinrichtung 6 unterbrochen und die Zuführung
zu der oberen Sprüheinrichtung 5 geöffnet. Bei der kontinuierlichen, wechselweisen Beschic
kung der Sprüheinrichtungen 5, 6 dreht der Motor 31 kontinuierlich weiter, wodurch nach einer
Drehung des Drehschiebers 21 um im Ausführungsbeispiel 180° der geschlossene Bereich 22
auf der Ausgangsöffnung 14 dichtend aufliegt. Damit wird die Zuführung zu der oberen Sprü
heinrichtung 5 unterbrochen und die Zuführung zu der unteren Sprüheinrichtung 6 geöffnet.
Beim kontinuierlichen Weiterdrehen des Motors 31 kommt nun wieder der geschlossene Be
reich 22 zur Anlage auf der Ausgangsöffnung 15 und der Vorgang setzt sich wie vorgeschildert
fort. Die Dauer der Öffnungs- bzw. Schließzeiten der einzelnen Zuführungen zu den Sprühein
richtungen 5, 6 ist bei dieser Antriebsart der Umsteuereinrichtung direkt abhängig von der ge
wählten Drehzahl des Motors 31 bzw. der Auslegung des Getriebes 32. Da der Drehschieber
21 in Umlaufrichtung jeweils abwechselnd nach einem offenen Bereich 23 einen geschlossenen
Bereich 22 aufweist, zwischen denen ein unausgefüllter Abstand besteht, kommt, wie in Fig. 3
deutlich zu erkennen ist, der Drehschieber 21 bei seiner Drehung in eine Lage in der beide
Ausgangsöffnungen 14, 15 geöffnet sind, wobei die Lage der in dieser Ansicht nicht sichtbaren
Ausgangsöffnungen 14, 15 mit strichpunktierten Linien angedeutet ist. Dies bedeutet, daß für
eine, abhängig von der Drehzahl des Drehschiebers 21, relativ kurze Zeitdauer die Zuführung
der durch den Durchlauferhitzer 10 strömenden Flüssigkeit zu beiden Sprüheinrichtungen 5, 6
stattfindet. Wie eingangs beschrieben, wird eine kontinuierliche, wechselweise Beschickung der
Sprüheinrichtungen 5, 6 insbesondere zur Einsparung von Wasser eingesetzt. Bei der gewähl
ten geringeren Einfüllmenge kommt es aber bei Betrieb beider Sprüheinrichtungen 5, 6, auch
bei kurzzeitigem Betrieb beider Sprüheinrichtungen 5, 6, zu einem schnellen Leerpumpen der
Ansaugkammer der Umwälzpumpe 7, was dann aufgrund der Ansaugung von Luft zu einer un
angenehmen und unerwünschten Geräuschentwicklung der Umwälzpumpe 7 führt. Um diesem
vorzubeugen, wird in den Zeiträumen in denen beide Ausgangsöffnungen 14, 15 geöffnet sind,
die Drehzahl der Umwälzpumpe 7 verringert, d. h. deren Ansaugleistung verringert, so daß die
beschriebene Geräuschentwicklung nicht eintreten kann, da die Ansaugleistung der Umwälz
pumpe 7 soweit herabgesetzt wird, daß ein Leersaugen des Ansaugraumes der Umwälzpumpe
7 nicht eintritt.
Wenn aber eine kontinuierliche, wechselweise Beschickung der Sprüheinrichtungen 5, 6 ge
wünscht wird, bei der die Beschickung der einzelnen Sprüheinrichtungen 5, 6 länger als über
die mit dem vorbeschriebenen Verfahren dauern soll, so wird mittels einer nicht näher be
schriebenen Sensorik die Drehlage des Drehschiebers 21 festgestellt und über das Programm
steuergerät für eine vorgegebene Dauer der Motor 31 abgeschaltet, so daß die jeweilige Dreh
lage des Drehschiebers 21 über diese Dauer gehalten wird.
Wird aber eine ständige Öffnung nur der Zuführung z. B. zu der oberen Sprüheinrichtung 5 ge
wünscht - ein sogenanntes Oberkorbspülen, so wird die vorbeschriebene Sensorik dazu be
nutzt, den Motor 31 nur so lange zu betreiben, bis die Stellung der Öffnung der Ausgangsöff
nung 14 für den Ausgangsstutzen 12 zu der Flüssigkeitszuleitung 8 zu der oberen Sprühein
richtung 5 erreicht ist und dann über das komplette Spülprogramm diese Stellung einzubehal
ten, da der Motor 31 nicht mehr weiter betrieben wird.
Wird letztlich der ununterbrochene Betrieb beider Sprüheinrichtungen gewünscht, so läßt sich
wieder mittels der vorbeschriebenen Sensorik die Zwischenstellung der Öffnung beider Aus
gangsöffnungen 14, 15 feststellen und diese Stellung über das komplette Spülprogramm bei
behalten, da der Motor 31 nicht mehr weiter betrieben wird (siehe Fig. 3). Die Füllmenge mit
Spülflüssigkeit wird entsprechend erhöht.
Durch die Anordnung der Umsteuereinrichtung 20 an dem Durchlauferhitzer 10 ist es mit der
Erfindung gelungen, eine Haushalt-Geschirrspülmaschine 1 mit einer an einer nicht beengen
den Stelle angeordneten Umsteuereinrichtung 20 zur Beschickung von Sprüheinrichtungen 5, 6
zu schaffen. Durch die Anordnung mehrerer Ausgangsstutzen 12, 13 an dem Durchlauferhitzer
10 und deren wechselseitigen als auch ständigen alternativen Öffnung bzw. Schließung mittels
der Umsteuereinrichtung 20 ist weiterhin ein sehr einfacher Aufbau der Umsteuereinrichtung 20
möglich.
1
Haushalt-Geschirrspülmaschine
2
Spülbehälter
3
Geschirrkörbe
4
Geschirrkörbe
5
Sprüheinrichtungen
6
Sprüheinrichtungen
7
Umwälzpumpe
8
Flüssigkeitszuleitungen
9
Flüssigkeitszuleitungen
10
Durchlauferhitzer
11
Zulaufstutzen
12
Ausgangsstutzen
13
Ausgangsstutzen
14
Ausgangsöffnung
15
Ausgangsöffnung
16
Heizstäbe
17
hochgezogenen Rand
18
Deckel
19
Lagerzapfen
20
Umsteuereinrichtung
21
Drehschieber
22
Geschlossener Bereich
23
Offener Bereich
24
Rippe
25
Rippe
30
Antriebseinrichtung
31
Motor
32
Getriebe
33
Welle
Claims (11)
1. Haushalt-Geschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter mit wenigstens zwei Sprüh
einrichtungen, die in dem Spülbehälter angeordnetes, zu reinigendes Gut mittels ei
ner von einer Umwälzpumpe geförderten Flüssigkeit beaufschlagen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die geförderte Flüssigkeit von der Umwälzpumpe (7) zu einem Zulaufstutzen (11)
eines Durchlauferhitzers (10) und durch den Durchlauferhitzer (10) geleitet wird, wobei
der Durchlauferhitzer (10) wenigstens zwei Ausgangsstutzen (12, 13) zur Zuleitung der
Flüssigkeit zu jeweils unterschiedlichen Sprüheinrichtungen (5, 6) aufweist, die mittels
einer am Durchlauferhitzer (10), in Strömungsrichtung vor den Ausgangsstutzen (12,
13) angeordneten Umsteuereinrichtung (20) derart geöffnet bzw. geschlossen werden
können, daß entweder jeweils einer der Ausgangsstutzen (12, 13) oder eine Anzahl von
Ausgangsstutzen (12, 13) oder alle Ausgangsstutzen (12, 13) abwechselnd nacheinan
der und/oder ständig geöffnet bzw. geschlossen sind.
2. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anzahl der Ausgangsstutzen (12, 13) des Durchlauferhitzers (10) der Anzahl der Sprüh
einrichtungen (5, 6) oder gleichzeitig betriebener Gruppen von Sprüheinrichtungen (5, 6)
entspricht.
3. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Durchlauferhitzer (10) zwei Ausgangsstutzen (12, 13) aufweist.
4. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine jedem Ausgangsstutzen (12, 13) vorgelagerte Ausgangsöffnung (14,
15) des Durchlauferhitzers (10) mittels eines in Strömungsrichtung vor den Aus
gangsöffnungen (14, 15) angeordneten Drehschiebers (21) der Umsteuereinrichtung
(20) verschlossen werden kann.
5. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehschieber (21) wenigstens einen geschlossenen Bereich (22) und wenigstens einen
durch eine Bohrung offenen Bereich (23) aufweist.
6. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Drehschieber (21) in Umlaufrichtung jeweils abwechselnd nach einem offenen Be
reich (23) einen geschlossenen Bereich (22) aufweist, zwischen denen ein unausgefüll
ter Abstand besteht.
7. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüch 4 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Drehschieber (21) mittels einer Antriebseinrichtung (30) in wenigstens
eine Stellung gebracht wird, in der der wenigstens eine geschlossene Bereich (22) oder
eine Anzahl von geschlossenen Bereichen (22) die wenigstens eine Ausgangsöffnung
(14, 15) oder eine Anzahl von Ausgangsöffnungen (14, 15) verschlossen und/oder in
der sämtliche Ausgangsöffnungen (14, 15) geöffnet sind.
8. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Drehschieber (21) die Form eines Propellerflügels mit zwei sich ge
genüberliegenden Bereichen (22, 23) aufweist, der mittels der Antriebseinrichtung (30)
in eine Stellung gebracht wird, in der der geschlossene Bereich (22) eine Ausgangsöff
nung (14, 15) verschließt und der offene Bereich (23) die jeweils andere Ausgangsöff
nung geöffnet hält.
9. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Drehschieber (21) auf den Bereichen (22, 23) umlaufende, in Ein
baulage in Richtung auf die Ausgangsöffnungen (14, 15) hochragende Rippen (24, 25)
aufweist, die einen halbkreisförmigen Querschnitt aufweisen.
10. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Antriebseinrichtung (30) ein Motor (31) mit Getriebe (32) ist.
11. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei einer kontinuierlichen, wechselweisen Beschickung der Sprüheinrich
tungen (5, 6) in den Zeiträumen in denen beide Ausgangsöffnungen (14, 15) geöffnet
sind, die Drehzahl der Umwälzpumpe (7) verringert wird.
Priority Applications (8)
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|---|---|---|---|
| DE19857103A DE19857103A1 (de) | 1998-12-10 | 1998-12-10 | Haushalt-Geschirrspülmaschine |
| EP99966925A EP1137362B1 (de) | 1998-12-10 | 1999-12-07 | Haushalt-geschirrspülmaschine |
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