DE19854716A1 - Kolbenpumpe - Google Patents
KolbenpumpeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Kolbenpumpe zum Fördern von Hydraulikflüssigkeit, insbesondere für Fahrzeugbremsanlagen, mit einem in einem Pumpenraum (11) axial verschieblichen Stufenkolben (12), der mit einem Kolbenabschnitt den Pumpenraum (11) in eine Niederdruckkammer (33) und in eine Hochdruckkammer (26) mit variablem Kammervolumen unterteilt, wobei der Stufenkolben (12) einen Abschnitt (16) mit einer der Hochdruckkammer (26) zugewandten Schulter (18) umfaßt, die eine die Hochdruckkammer (26) gegen die Niederdruckkammer (33) dichtende Dichtung (19) hält und mit einer im Hochdruckraum (26) angeordneten Pumpenfeder (13). Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpenfeder (13) sich auf der Dichtung (19) abstützt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Kolbenpumpe zum Fördern von Hy
draulikflüssigkeit, insbesondere für Fahrzeugbremsanlagen,
mit einem in einem Pumpenraum axial verschieblichen Stufen
kolben, der mit einem Kolbenabschnitt den Pumpenraum in eine
Niederdruckkammer und in eine Hochdruckkammer mit variablem
Kammervolumen unterteilt, wobei der Stufenkolben einen Ab
schnitt mit einer der Hochdruckkammer zugewandten Schulter
umfaßt, die eine die Hochdruckkammer gegen die Niederdruck
kammer dichtende Dichtung hält und mit einer in der Hoch
druckkammer angeordneten Pumpenfeder.
Kolbenpumpen werden in Bremsanlagen eingesetzt. Sie fördern
die Bremsflüssigkeit in die Bremskreise von Radbremsen. Der
Druck in den Bremskreisen steigt dadurch an, bis ein Brems
eingriff an den Rädern eines Fahrzeugs erfolgt.
Der Kolben unterteilt den Pumpenraum dabei in zwei vonein
ander getrennte Pumpenkammern. Die eine Pumpenkammer steht
über einen Ansaugkanal mit einem Pumpeneinlaß und die andere
Pumpenkammer über einen Druckkanal mit einem Pumpenauslaß in
Verbindung. Die eine Pumpenkammer erhält nachfolgend die
Bezeichnung Niederdruckkammer und die andere Pumpenkammer
wird nachfolgend als Hochdruckkammer bezeichnet.
Kolbenpumpen der betreffenden Gattung sind in der DE 43 16 986 A1
beschrieben. Bei dieser bekannten Kolbenpumpe ist der
Stufenkolben als einstückiges Drehteil hergestellt, in dem
mehrere Ringnuten zur Realisierung von Pumpenkammern und zur
Aufnahme von Dichtungen eingestochen sind. Derartige
Einstiche lassen eine wirksame Stufung des Stufenkolbens
aufgrund des kritischen Querschnittes nicht zu. In der WO 98/12434
ist daher auf einer zur Hochdruckkammer gerichteten
Schulter des Stufenkolbens eine Buchse angeordnet, die eine
die Hochdruckkammer gegen die Niederdruckkammer dichtende
Dichtung hält.
Die den Stufenkolben nach Erreichen seiner oberen
Totpunktlage zurückstellende Pumpenfeder wirkt dabei über
einen, ein Saugventil aufnehmenden Saugventiltopf auf die
Stirnseite des Kolbens. Der Saugventiltopf weist hierzu
einen stufenförmig ausgebildeten Fuß mit einer kreisring
förmig die Stirnseite des Stufenkolbens umgebenden Auflage
auf, auf der sich die Pumpenfeder abstützt. Zwischen der
Auflage und der Buchse ist die Dichtung ohne Vorspannung so
angeordnet, daß ein Spalt zwischen der Dichtung und der
Auflage verbleibt. Im Betrieb der Kolbenpumpe befindet sich
das Saugventil in Schließstellung, wenn der Stufenkolben von
seiner unteren Totpunktlage aus Hydraulikflüssigkeit in der
Hochdruckkammer so lange komprimiert, bis ein die
Hochdruckkammer absperrendes Druckventil öffnet und einen
Pumpenausgang freigibt. Gleichzeitig vergrößert sich während
der Kolbenbewegung zur oberen Totpunktlage die
Volumenaufnahme in der Niederdruckkammer. Sobald sich der
Stufenkolben unter der Wirkung der Pumpenfeder von der
oberen Totpunktlage zur unteren Totpunktlage zurückbewegt,
wird während des in der Hochdruckkammer stattfindenden
Saughubes die in der Niederdruckkammer befindliche
Hydraulikflüssigkeit vorkomprimiert und nach Überwindung der
wirksamen Federöffnungskraft des Saugventils in die
Hochdruckkammer verdrängt. Mit Beginn des Kompressionshubes
ist durch die sich in der Hochdruckkammer einstellenden
Drücke bis 250 bar die Dichtung einer Dichtpressung durch
die Hydraulikflüssigkeit unterworfen, da der Druck in der
Hochdruckkammer wesentlich größer ist als in der
Niederdruckkammer. Die Druckdifferenz beaufschlagt die
Dichtung gleichmäßig gegen die Buchse und hält die Dichtung
in vorgegebener Lage auf der Buchse. Bei dem unter Wirkung
der Pumpenfeder in der Hochdruckkammer einsetzenden Saughub
baut sich jedoch in dem Spalt zwischen der Pumpenwand und
der Buchse beim Vorkomprimieren der Hydraulikflüssigkeit ein
Druck auf, der auf die Dichtung wirkt und diese dazu
veranlassen kann, sich in Richtung der Auflage des
Saugventiltopfes zu bewegen. Beim nachfolgenden
Kompressionshub wird die Dichtung wieder gegen die Buchse
gepreßt. Dabei entsteht eine kontinuierliche Walkbewegung,
die die Standzeit der Dichtung wesentlich verringert.
Eine lagestabilere Anordnung der Dichtung offenbart die
EP 0 637 690 A1, die den Saugventiltopf auf einer Schulter
des Kolbens so abstützt, daß eine umlaufende Ringnut
zwischen der Auflage für die Pumpenfeder und einer Schulter
des Kolbens gebildet wird.
Diese, einem Einstich für Ringdichtungen nachempfundene
Ausbildung vermindert zwar die mögliche Walkarbeit der
Dichtung, weil der Bewegungsraum der Dichtung verringert ist
und diese nur über eine Pressung axial bewegt werden kann.
Sie setzt jedoch die Ausbildung einer zusätzlichen Schulter
am Kolben voraus, was die Kosten der Herstellung und die
Komplexität des Fertigungsablaufs erhöht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stufenkolben
zu schaffen, der kostengünstig hergestellt werden kann und
auf dem die die Hochdruckkammer gegen die Niederdruckkammer
abdichtende Dichtung in einfacher Weise auf dem Stufenkolben
lagegerecht gehalten werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, daß eine ge
genüber den auf die Dichtung einwirkenden variablen Kompres
sionskräften zusätzliche Vorspannungskraft, die Dichtung in
vorgegebener Lage hält. Dabei wird die Funktion der vorhan
denen Pumpenfeder für die Vorspannung der Dichtung genutzt,
indem der Saugventiltopf mit der Auflage auf der Dichtung
aufliegt, wobei die auf der Auflage sich abstützende Pumpen
feder die Dichtung vorspannt. Die Vorspannung führt zu einer
Dichtpressung der Dichtung, die gleichzeitig über die Dicht
preßkraft in vorgegebener Lage gehalten wird.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, ist zwischen
der Dichtung und der Pumpenfeder ein den Abschnitt des Stu
fenkolbens umgebender Fuß eines Saugventiltopfes angeordnet,
der über ein Halteelement verschiebbar mit dem Stufenkolben
verbunden ist. Eine Ausführungsvariante sieht hierzu ein am
Saugventiltopf oder Stufenkolben angeordnetes vorstehendes
Halteelement vor, das in eine entsprechend im Saugventiltopf
oder Stufenkolben angeordnete Aussparung eingreift. Das Hal
teelement kann als als ein radial zum Innenraum des Saugven
tiltopfes sich erstreckender Abschnitt des Fußes sein, der
einen Bund des Stufenkolbens hintergreift, oder ein am Saug
ventiltopf oder Stufenkolben befestigter Stift, der in eine
entsprechende Längsnut des dem Stift gegenüberliegenden Bau
teils - Stufenkolben oder Saugventiltopf - eingreift. Durch
diese Ausbildung ist der Stufenkolben mit dem Saugventiltopf
verbunden. Dabei liegt der das Saugventil aufnehmende Saug
ventiltopf über die Ventilfeder an einer Wand des Bundes
bzw. der Aussparung bzw. der Längsnut des Stufenkolbens an.
Der Stufenkolben und der Saugventiltopf mit Saugventil bil
den eine selbständig handhabbare Baueinheit, die als vormon
tierte Baugruppe in den Pumpenraum eingesetzt werden kann.
Die axiale Bewegung des Saugventiltopfes durch die Pumpen
feder kann dabei durch entsprechende Ausbildung des Halte
elements und/oder der Aussparung bzw. der Längsnut begrenzt
werden, da der Verschiebeweg des Saugventiltopfes von der
Position des Halteelements zu den Begrenzungen der Ausspa
rung bzw. der Längsnut bestimmt wird.
Andere kraft-und/oder formschlüssige Verbindungen zwischen
dem Saugventiltopf und dem Stufenkolben, welche die gleiche
Funktion erfüllen, werden durch die Erfindung mitumfasst.
Gemäß dem Anspruch 3 ist zwischen der Dichtung und der Pum
penfeder ein den Abschnitt des Stufenkolbens umgebender Fuß
angeordnet, der einen in vorgegebenem Abstand zu der Stirn
fläche des Stufenkolbens angeordneten Anschlag zur Begren
zung der Saugventiltopfbewegung aufweist. Durch diese vor
teilhafte Ausbildung wird die Vorspannung der Dichtung auf
eine vorgegebene Pumpenfederkraft begrenzt, da sich der
Saugventiltopf bei der Hubbewegung des Stufenkolbens nach
vorgegebener Lageveränderung mit dem Anschlag an dem
Stufenkolben abstützt und damit die Dichtpressung der
Dichtung begrenzt. Durch diese Begrenzung der Vorspannung
der Dichtung wird beim Kompressionshub eine Quetschung der
Dichtung vermieden, jedoch beim Saughub eine ausreichend
hohe Dichtpressung gewährleistet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 ausschnittsweise einen Längsschnitt einer
Kolbenpumpe für eine Fahrzeugbremsanlage,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts A in
Fig. 1, mit der Begrenzung für die Bewegung des
Saugventiltopfes,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts A in
Fig. 1, mit der verschiebbaren Befestigung des
Saugventiltopfes
Die in Fig. 1 ausschnittsweise im Längsschnitt dargestellte
Kolbenpumpe zum Fördern von Hydraulikflüssigkeit ist
insbesondere als Pumpe in einer Bremsanlage eines Fahrzeugs
vorgesehen und wird beim Steuern des Drucks in
Radbremszylindern verwendet. Je nach Art der Bremsanlage
werden die Kurzbezeichnungen ABS bzw. ASR und dergleichen
verwendet. Die Kolbenpumpe weist einen Pumpenkörper 10 auf,
in dem ein zylinderförmiger Pumpenraum 11 ausgebildet ist.
Im Pumpenraum 11 ist ein Stufenkolben 12 axial verschieblich
geführt, der von einem angetriebenen, nicht näher
dargestellten Exzenter gegen die Rückstellkraft einer
Pumpenfeder 13 in eine hin- und hergehende Hubbewegung
angetrieben wird.
Der Stufenkolben 12 besteht aus einem zylinderförmigen
Kolbenschaft 14 und einer auf dem Kolbenschaft 14
festgehaltenen Stützscheibe 15. Der zylinderförmige
Kolbenschaft 14 weist einen durchmesserkleineren
Zylinderabschnitt 16 und einen durchmessergrößeren
Zylinderabschnitt 17 auf, an deren Übergang eine radial
verlaufende Schulter 18 ausgebildet ist. Die Stützscheibe
15 ist auf dem durchmesserkleineren Zylinderabschnitt 16
aufgepreßt und stützt sich an der Schulter 18 ab. Eine
ebenfalls auf den Zylinderabschnitt 16 aufgeschobene
Elastomer-Dichtung 19 dichtet den Stufenkolben 12 gegenüber
der Zylinderwand 20 des Pumpenraums 11 ab. Zwischen der
Stützscheibe 15 und der Dichtung 19 ist ein Backring
angeordnet, der eine Verschleißreduzierung der Dichtung 19
bewirkt.
Die Fig. 1 läßt eine koaxiale Hintereinanderschaltung des
Saugventils 22 und des Druckventils 23 innerhalb des
Pumpenraumes 11 und damit innerhalb des Pumpenkörpers 10
erkennen. Das Saugventil 10 wird infolge der Wirkung einer
Ventilfeder 24 in Richtung auf den am Stufenkolben 12
angeordneten Ventilsitz gedrückt. Eine weitere, parallel
zur ersten Druckfeder angeordnete Pumpenfeder 13 innerhalb
des Kompressionsraums 26 kontaktiert zum Zwecke der
Kolbenrückstellung den radial verlaufenden Fuß 27 eines
Saugventiltopfes 28, in dem das Saugventil mit der
Ventilfeder 24 angeordnet ist. Die Ventilfeder 24 stützt
sich am Boden 29 des Saugventiltopfes 28 und die
Pumpenfeder 13 mit ihren entgegengesetzten Windungsenden am
Ventilsitz-Körper 30 des Druckventils 23 ab. Der Fuß 27 des
Saugventiltopfes 28 wird von der Pumpenfeder 13
beaufschlagt und preßt die Elastomer-Dichtung 19, den
Backring 21 und die
Stützscheibe 15 gegen die Schulter 18 des Kolbenschaftes 14
und stellt damit den Stufenkolben 12 zurück.
Die den Stufenkolben 12 nach Erreichen seiner oberen
Totpunktlage zurückstellende Pumpenfeder 13 wirkt dabei über
den stufenförmig ausgebildeten Fuß 27 mit seiner
kreisringförmig die Stirnseite des Stufenkolbens 12
umgebenden Auflage 31 auf die Elastomer-Dichtung 19.
Im Betrieb der Kolbenpumpe befindet sich das Saugventil 22
in Schließstellung, wenn der Stufenkolben 12 von seiner
unteren Totpunktstellung aus Hydraulikflüssigkeit in der
Hochdruckkammer 26 komprimiert, bis das Druckventil 23
öffnet und den Pumpenausgang 32 freigibt. Gleichzeitig
vergrößert sich während der Kolbenbewegung zur oberen
Totpunktlage die Volumenaufnahme in der Niederdruckkammer
33. Sobald sich der Stufenkolben 12 unter der Wirkung der
Pumpenfeder 13 von der oberen Totpunktlage zu der unteren
Totpunktlage zurückbewegt, wird während des in der
Hochdruckkammer 26 stattfindenden Saughubes die in der
Niederdruckkammer 33 befindliche Hydraulikflüssigkeit
vorkomprimiert und nach Überwindung der wirksamen
Federöffnungskraft des Saugventils 22 in die Hochdruckkammer
26 verdrängt. Mit Beginn des Kompressionshubes durch die
sich in der Hochdruckkammer 26 einstellenden Drücke bis 250
bar ist die Dichtung 19 einer Dichtpressung durch die
Hydraulikflüssigkeit unterworfen, da der Druck in der
Hochdruckkammer 26 wesentlich größer ist als in der
Niederdruckkammer 33. Die Druckdifferenz beaufschlagt die
Dichtung 19 gegen die Stützscheibe 15 und hält diese in
vorgegebener Position. Bei dem unter Wirkung der Pumpenfeder
13 einsetzenden Saughub zur unteren Totpunktlage bewirkt die
sich entspannende Pumpenfeder 13 eine Dichtpressung der
Elastomer-Dichtung 19 und ersetzt damit die Dichtpressung
durch die Hydraulikflüssigkeit im Kompressionshub. Ein sich
beim Vorkomprimieren der Hydraulikflüssigkeit in der
Niederdruckkammer 33 aufbauender Druck zur Überwindung der
Federöffnungskraft der Ventilfeder 24 führt nicht zu
Undichtigkeiten zwischen der Pumpenwand und der Stützscheibe
15. Die auf die Dichtung 19 wirkende Pumpenfeder 13 preßt
die Dichtung während der Phase der Vorkomprimierung und hält
die Dichtung in vorgegebener Lage.
Wie Fig. 2 zeigt, weist der Saugventiltopf 28 zur
Vermeidung einer Überbeanspruchung der Dichtung 19 während
des Kompressionshubes eine Begrenzung bzw. einen Anschlag 34
auf. Der Anschlag 34 begrenzt den Verpreßweg 35 des Fußes
27, indem ein um den Verpreßweg 35 radial verlaufender
Abschnitt des Saugventiltopfes über der Stirnfläche 36 des
Stufenkolbens 12 verläuft und damit die Dichtpressung der
Dichtung 19 durch die Pumpenfeder 13 begrenzt. Bewegt sich
der Stufenkolben 12 im Kompressionshub zu seiner oberen
Totpunktlage, wird die Dichtung 19 durch die
federbeaufschlagte Auflage 31 so lange einer Dichtpressung
unterworfen, bis der Anschlag 34 auf der Stirnfläche 36
aufsitzt und den Preßvorgang bei konstantem Druck aufrecht
erhält. Durch die Begrenzung der Dichtpressung der Dichtung
19 wird die Reibung zwischen der Dichtung 19 und der
Zylinderwand 20 auf ein vorgegebenes Maß begrenzt, das
einerseits beim Vorkomprimieren der Hydraulikflüssigkeit in
der Niederdruckkammer 33 die Dichtfunktion aufrechterhalten
bleibt und andererseits eine Beschädigung der Dichtung 19
vermieden wird.
In Fig. 3 ist eine weitere Ausbildung des Ausschnitts A der
Fig. 1 schematisch dargestellt, bei der im Unterschied zur
Fig. 2 der Saugventiltopf 28 verschiebbar mit dem
Stufenkolben 12 verbunden ist. Eine Ausführungsvariante
sieht hierzu ein am Saugventiltopf 28 oder Stufenkolben 12
angeordnetes vorstehendes Halteelement 50 vor, das in eine
entsprechend im Saugventiltopf oder Stufenkolben angeordnete
Aussparung 52 eingreift. Das Halteelement 50 kann als als
ein radial zum Innenraum 51 des Saugventiltopfes sich
erstreckender Abschnitt 53 des Fußes 27 sein, der einen Bund
54 des Stufenkolbens 12 hintergreift, oder ein am
Saugventiltopf oder Stufenkolben befestigter Stift, der in
eine entsprechende Längsnut des dem Stift gegenüberliegenden
Bauteils - Stufenkolben oder Saugventiltopf - eingreift.
Dabei liegt der das Saugventil 22, 24 aufnehmende
Saugventiltopf 28 über die Ventilfeder 24 an einer Wand des
Bundes 54 bzw. der Aussparung 53 bzw. der Längsnut des
Stufenkolbens 12 an. Der Stufenkolben und der Saugventiltopf
mit Saugventil bilden eine selbständig handhabbare
Baueinheit, die als vormontierte Baugruppe in den Pumpenraum
eingesetzt werden kann. Die axiale Bewegung des
Saugventiltopfes 28 durch die Pumpenfeder 13 kann dabei
durch entsprechende Ausbildung des Halteelements 50 und/oder
der Aussparung 53 bzw. der Längsnut begrenzt werden, da der
Verschiebeweg des Saugventiltopfes 28 von der Position des
Halteelements zu den Begrenzungen der Aussparung bzw. der
Längsnut bestimmt wird.
Der zylinderförmige Kolbenschaft 14 ist in der
Niederdruckkammer mit einer auf der Schulter 37 des
Pumpenkörpers 10 angeordneten Ringdichtung 38 gegenüber dem
nicht näher dargestellten Exzenterraum abgedichtet. Ein
vorzugsweise als Feder 39 ausgebildetes elastisches Mittel
hält die Dichtung 38 in axialer Richtung auf der Schulter
37, wobei die Feder 39 die Dichtung 38 vorspannt. Die Feder
39 stützt sich gegen die Stützscheibe 15 des Stufenkolbens
12 so ab, daß eine Federkraft bei jeder Hubbewegung in
Richtung der Schulter wirkt. Zwischen der Feder 39 und der
Dichtung 38 ist im Bereich des Pumpeneinlasses 40 ein Filter
41 angeordnet. Damit kann in dem Ansaugbereich die
angesaugte Hydraulikflüssigkeit abgefiltert werden.
Bevorzugt ist das Filter 41 mit zwei Stützringen 42, 43
versehen, die zwischen Feder und Filter bzw. zwischen
Dichtung und Filter angeordnet sind. Durch die Ausbildung
des Filters 41 mit den Stützringen 42, 43 als Baueinheit wird
die Teilevielfalt verringert und die Montage wesentlich
erleichtert.
Claims (5)
1. Kolbenpumpe zum Fördern von Hydraulikflüssigkeit,
insbesondere für Fahrzeugbremsanlagen, mit einem in
einem Pumpenraum axial verschieblichen Stufenkolben,
der mit einem Kolbenabschnitt den Pumpenraum in eine
Niederdruckkammer und in eine Hochdruckkammer mit
variablem Kammervolumen unterteilt, wobei der
Stufenkolben einen Abschnitt mit einer der
Hochdruckkammer zugewandten Schulter umfaßt, die eine
die Hochdruckkammer gegen die Niederdruckkammer
dichtende Dichtung hält und mit einer in der
Hochdruckkammer angeordneten Pumpenfeder, dadurch
gekennzeichnet, daß die Pumpenfeder (13) sich auf der
Dichtung (19) abstützt.
2. Kolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Dichtung (19) und der Pumpenfeder (13)
ein den Abschnitt (16) des Stufenkolbens (12)
umgebender Fuß (27) eines Saugventiltopfes (28)
angeordnet ist, der über ein Halteelement (50, 54)
verschiebbar mit dem Stufenkolben (12) verbunden ist.
3. Kolbenpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwischen der Dichtung (19) und der
Pumpenfeder (13) ein den Abschnitt (16) des
Stufenkolbens (12) umgebender Fuß (27) eines
Saugventiltopfes (28) angeordnet ist, der ein in
vorgegebenem Abstand (35) zu der Stirnfläche (36)
angeordnetes Begrenzungsmittel (34) für die
Saugventiltopfbewegung aufweist.
4. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Begrenzungsmittel (34)
einstückig mit dem Saugventiltopf (28) verbunden ist.
5. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Stützscheibe (15) und
der Dichtung (19) ein Backring (21) angeordnet ist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998154716 DE19854716B4 (de) | 1998-11-26 | 1998-11-26 | Kolbenpumpe |
Publications (2)
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| DE19854716A1 true DE19854716A1 (de) | 2000-05-31 |
| DE19854716B4 DE19854716B4 (de) | 2006-06-22 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19854716B4 (de) |
| WO (1) | WO2000031415A1 (de) |
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