DE19835364C2 - Vorrichtung zum Einbau in einem Kraftwagen mit einem Ausziehteil - Google Patents
Vorrichtung zum Einbau in einem Kraftwagen mit einem AusziehteilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbau in einen Kraftwagen, mit einem Aus
ziehteil, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiges Ausziehteil kann beispielsweise ein Ablagefach sein, das nach Art einer
Schublade durch Herausziehen aus einer Grundstellung in eine Gebrauchsstellung be
wegbar ist. In der Grundstellung schließt das Ausziehteil im wesentlichen bündig mit
beispielsweise einem Armaturenbrett des Kraftwagens ab, in der Gebrauchsstellung ragt
das Ausziehteil in einen Fahrgastraum. Es kann beispielsweise auch eine Schwenk-
oder sonstige Führung vorgesehen sein, um das Ausziehteil aus der Grund- in die Ge
brauchsstellung bewegen zu können. Das Ausziehteil kann beispielsweise auch ein
Halter für einen Getränkebehälter wie eine Getränkedose, einen Getränkebecher oder
dgl. sein.
Bei einem Unfall des Kraftwagens können Beschleunigungen auf das Ausziehteil wirken,
die dieses selbsttätig und unerwünscht aus der Grund- in die Gebrauchsstellung be
wegen. Da das Ausziehteil in der Gebrauchsstellung in den Fahrgastraum vorsteht, be
steht eine erhöhte Verletzungsgefahr.
Um ein selbsttätiges Öffnen eines Ablagefachs bei einem Unfall zu verhindern ist aus
der DE 41 30 847 A1 eine Sicherheitsverriegelungseinrichtung bekannt, die das Ablage
fach bei hohen Beschleunigungen, wie sie bei einem Unfall auftreten, verriegelt und die
ansonsten, insbesondere Beschleunigungen, wie sie bei gewöhnlicher Fahrt auftreten,
nicht wirksam ist. Bei der bekannten Vorrichtung weist das Ablagefach eine Lasche mit
einem Loch auf, zu welchem koaxial verschiebbar ein Verriegelungsstift angeordnet ist.
Der Verriegelungsstift weist eine schiefe Ebene auf. Radial zum Verriegelungsstift ist ein
Bolzen verschiebbar angeordnet, an dem ein Massenkörper starr angebracht ist. Bei
einer hohen Beschleunigung wird der Bolzen mit dem Massenkörper beschleunigt und
verschiebt gegen die Kraft einer Feder den Verriegelungsstift über dessen schiefe
Ebene in das Loch in der Lasche des Ablagefachs, so daß das Ablagefach in der ge
schlossenen Stellung verriegelt ist. Die bekannte Vorrichtung hat den Nachteil, daß sie
verhältnismäßig aufwendig ist. Weiterer Nachteil ist, daß die bekannte Sicherheitsver
riegelungseinrichtung eine Zuhaltefeder benötigt, die das Ablagefach bei einem Unfall so
lange geschlossen hält, bis das Ablagefach vom Verriegelungsstift verriegelt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheitsverriegelungseinrichtung für
ein Ausziehteil, beispielsweise ein Ablagefach in einem Kraftwagen so auszubilden, daß
sie das Ausziehteil im Falle eines Unfalls unabhängig vom Vorhandensein einer Zuhalte
feder und selbst beim Vorhandensein eines Öffnungsfederelements gegen selbsttätiges
Öffnen sichert, wobei mit Öffnen das Verbringen aus der Grundstellung in die Ge
brauchsstellung gemeint ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die
erfindungsgemäße Vorrichtung weist eine Sicherheitsverriegelung mit einem Riegel auf.
Aufgrund der Massenträgheit gelangt der Riegel bei einem Auffahrunfall, einem Aufprall
des Kraftwagens auf ein Hindernis und dgl. in Eingriff mit dem in der Grundstellung be
findlichen Ausziehteil und verriegelt dieses. Der Riegel gelangt also durch eine Be
schleunigung, insbesondere eine negative Beschleunigung (Verzögerung) des Kraft
wagens in den das Ausziehteil in der Grundstellung verriegelnden Eingriff.
Erfindungsgemäß ist der Riegel der Sicherheitsverriegelung um einen begrenzten
Schwenkwinkel um eine Schwenkachse schwenkbar im Kraftwagen angebracht. Die
Eingriffstelle des Riegels, mit der der Riegel bei einem Unfall in Eingriff mit dem in der
Grundstellung befindlichen Ausziehteil gelangt, weist Abstand von der Schwenkachse
auf. Ein Massenmittelpunkt des Riegels befindet sich zwischen der Schwenkachse und
der Eingriffstelle des Riegels. Bei einem Unfall bewegen sich aufgrund der auf den
Kraftwagen einwirkenden Beschleunigung (Verzögerung) sowohl das Ausziehteil als
auch der Riegel relativ zum Kraftwagen. Dabei kann angenommen werden, daß sich das
Ausziehteil und der Massenmittelpunkt des Riegels mit zumindest näherungsweise der
selben Geschwindigkeit relativ zum Kraftwagen bewegen. Da die Eingriffstelle des Rie
gels einen größeren Abstand von dessen Schwenkachse als der Massenmittelpunkt des
Riegels hat, bewegt sich die Eingriffstelle mit größerer Geschwindigkeit als das Auszieh
teil relativ zum Kraftwagen. Durch diese größere Geschwindigkeit der Eingriffstelle des
Riegels gegenüber dem Ausziehteil wird erreicht, daß der Riegel bei einem Unfall
schnell in Eingriff mit dem Ausziehteil gelangt und dieses verriegelt, das Ausziehteil be
wegt sich dabei fast nicht aus seiner Grundstellung. Die Erfindung hat den Vorteil, daß
sich das Ausziehteil bei einem Unfall nicht öffnet, also nicht aus der Grund- in die Ge
brauchsstellung bewegt, die Verletzungsgefahr wird dadurch verringert.
Die Erfindung ist insbesondere für eine Schublade oder dgl. Ablage vorgesehen, in die
Gegenstände einlegbar sind. Hier ist es besonders wichtig, daß die Schublade bei einem
Unfall in ihrer geschlossenen Grundstellung verbleibt, damit eingelegte Gegenstände
nicht herausfliegen und Fahrgäste verletzen können.
In bevorzugter Ausgestaltung weist der Riegel eine vergrößerte Masse im Bereich sei
nes Massenmittelpunktes auf. Die vergrößerte Masse kann beispielsweise durch einen
vergrößerten Querschnitt des Riegels im Bereich des Massenmittelpunktes gebildet
sein. Insbesondere kann auch ein Gewicht mit einem den Riegel bildenden Kunststoff
umspritzt sein. Die Lage des Massenmittelpunktes des Riegels läßt sich durch die Wahl
des Ortes am Riegel, an dem die vergrößerte Masse angeordnet ist, festlegen.
Insbesondere ist die erfindungsgemäße Vorrichtung für ein Ausziehteil vorgesehen, das
mit einer an sich bekannten Push-Push-Verriegelungseinrichtung in seiner Grundstel
lung verriegelt ist und nach Entriegelung von einem Öffnungsfederelement in die Ge
brauchsstellung bewegt wird. Die auch Herzkurvenmechanik genannte Push-Push-
Verriegelungseinrichtung wird durch einen Druck auf eine Frontseite des Ausziehteils
entriegelt, der das Ausziehteil um einen kurzen Weg in das Armaturenbrett oder dgl. des
Kraftwagens hineindrückt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung verhindert, daß sich die
Push-Push-Verriegelungseinrichtung aufgrund der bei einem Unfall auftretenden Be
schleunigungen selbsttätig entriegeln kann, indem sie das Ausziehteil stoppt, bevor sich
die Push-Push-Verriegelungseinrichtung entriegelt. Auch kann die erfindungsgemäße
Vorrichtung die Push-Push-Verriegelungseinrichtung bei einem Unfall des Kraftwagens
blockieren, so daß sich die Push-Push-Verriegelungseinrichtung nicht entriegeln kann.
Als weiteres kommt in Betracht, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung bei einem Unfall
des Kraftwagens das Ausziehteil in seiner Grundstellung verriegelt, unabhängig davon,
ob die Push-Push-Verriegelungseinrichtung ver- oder entriegelt ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausfüh
rungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Grundstellung in Seiten
ansicht;
Fig. 2 die Vorrichtung aus Fig. 1 in einer Gebrauchsstellung;
Fig. 3 die Vorrichtung aus Fig. 1 in der Gebrauchsstellung in perspektivischer
Darstellung;
Fig. 4 ein Gehäuse der Vorrichtung aus Fig. 1 in perspektivischer Darstellung;
und
Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Boden des Gehäuses der Vorrichtung aus Fig.
1.
Die in Fig. 1 bis 3 dargestellte, erfindungsgemäße Vorrichtung 10 weist ein kasten
förmiges Gehäuse 12 mit offener Frontseite 14 auf. Die Vorrichtung 10 ist zum Einbau
beispielsweise in ein nicht dargestelltes Armaturenbrett eines Kraftwagens vorgesehen.
Das Gehäuse 12 wird versenkt und mit dem Armaturenbrett bündiger Frontseite 14 ein
gebaut. Im Gehäuse 12 ist ein nachfolgend als Schublade 16 bezeichnetes Ablagefach
aufgenommen.
Die Vorrichtung 10 weist eine Führung auf, mit der die Schublade 16 aus einer in Fig. 1
dargestellten, in das Gehäuse 12 eingeschobenen Grundstellung in eine in Fig. 2
und 3 dargestellte Gebrauchsstellung verschiebbar ist, in der die Schublade 16 aus dem
Gehäuse 12 vorsteht. Die Führung der Schublade 16 weist einen plattenförmigen Schie
ber 18 auf einem Boden 20 des Gehäuses 12 auf (Fig. 4). Der Schieber 18 greift seit
lich in Nuten 22 des Gehäusebodens 20 ein und ist dadurch verschieblich auf dem Ge
häuseboden 20 geführt. Mittels einer Zapfenverbindung 24 (Fig. 2) ist die Schublade 16
schwenkbar an einem vorderen Rand 26 des Schiebers 18 angebracht. An seinen Sei
tenwänden 28 weist das Gehäuse 12 Kulissenbahnen 30 auf, in die Kulissenzapfen 32
eingreifen, die seitlich an einer Rückseite von der Schublade 16 abstehen. Die Kulissen
führung mit den Kulissenbahnen 30 und den Kulissenzapfen 32 bewirkt, daß ein vor
deres Ende der Schublade 16 beim Ausziehen in die Gebrauchsstellung nach unten
schwenkt, so daß die Schublade 16 in der Gebrauchsstellung eine nach unten geneigte
Lage einnimmt, in der ihr Innenraum gut zugänglich ist.
Die Verschiebung der Schublade 16 in die Gebrauchsstellung erfolgt durch ein Öff
nungsfederelement. Das Öffnungsfederelement ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
eine Schenkelfeder 23, die am Boden 20 des Gehäuses 12 angebracht ist und die
Schublade 16 an deren Schieber 18 in die Gebrauchsstellung drückt. Das Schließen der
Schublade, also das Verschieben in die Grundstellung in das Gehäuse 12 hinein, erfolgt
gegen die Federkraft der Schenkelfeder 23. Die Verschiebebewegung der Schublade 16
wird von einem an sich bekannten Rotationsdämpfungselement 34 gedämpft, das seit
lich im hinteren Bereich an der Schublade 16 angebracht ist. Ein Zahnrad 36 des Rota
tionsdämpfungselements 34 kämmt mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten
Zahnstange an einer Innenseite einer Seitenwand 28 des Gehäuses 12.
In der Grundstellung ist die Schublade 16 mit einer an sich bekannten Push-Push-Ver
riegelungseinrichtung (Herzkurvenmechanik) 29 verriegelt, die an der Unterseite des
Schiebers 18 angeordnet ist. Die Push-Push-Verriegelungseinrichtung 29 wird durch
Druck gegen eine Frontblende 38 der Schublade 16 entriegelt, also durch ein Drücken
der Schublade 16 ein kurzes Stück über die Grundstellung hinweg in das Gehäuse 12
hinein. Nach der Entriegelung der Push-Push-Verriegelungseinrichtung 29 öffnet die
Schenkelfeder 23 die Schublade 16, d. h. die Schenkelfeder 23 verschiebt die Schub
lade 16 in die Gebrauchsstellung.
Die Vorrichtung 10 weist eine Sicherheitsverriegelungseinrichtung auf, die die Schublade
16 bei einem Unfall des Kraftwagens in der Grundstellung verriegelt. Die Sicherheits
verriegelungseinrichtung ist in Fig. 4 und 5 dargestellt. Die Schublade 16 ist der
klaren Darstellung der Sicherheitsverriegelungseinrichtung wegen in diesen beiden
Figuren nicht gezeichnet.
Die Sicherheitsverriegelungseinrichtung weist einen Riegel 40 in Form eines gestreck
ten, an einem Ende gekröpften Hebels auf. Der Riegel 40 ist schräg unter einem Winkel
von ca. 45° zur Schieberichtung der Schublade 16 und seitlich vom Schieber 18 auf dem
Gehäuseboden 20 angeordnet. An seinem dem Schieber 18 fernen Ende weist der Rie
gel 40 einen in der Zeichnung nicht sichtbaren Schwenkzapfen auf, der in ein Zapfen
loch am Gehäuseboden 20 eingreift. Der Riegel 40 ist dadurch um eine Schwenkachse
42 schwenkbar auf den Gehäuseboden 20 gelagert.
Mit kurzem Abstand von der Schwenkachse 42 weist der Riegel 40 ein Gewicht 44 auf,
das mit einem den Riegel 40 bildenden Kunststoff umspritzt ist. Im Bereich des Gewichts
44 befindet sich ein Massenmittelpunkt des Riegels 40. Auf einer der Schwenkachse 42
abgewandten Seite des Gewichts 44 erstreckt sich der Riegel 40 bis an eine Seite des
Schiebers 18. Das der Schwenkachse 42 ferne Ende des Riegels 40 bildet eine Ein
griffstelle 46. Der Abstand der Eingriffstelle 46 von der Schwenkachse 42 ist wesentlich
größer als der Abstand des Gewichts 44 von der Schwenkachse 42. Der Schwenkwinkel
des Riegels 40 ist begrenzt, er läßt sich zwischen einem Grundanschlag 48 und einem
Endanschlag 50, die beide auf dem Gehäuseboden 20 angeordnet sind, hin- und her
schwenken. Eine Schenkelfeder 52 drückt den Riegel 40 gegen den Grundanschlag 48,
diese Stellung des Riegels 40 ist in Fig. 4 und Fig. 5 mit durchgezogenen Linien dar
gestellt. Die am Endanschlag 50 anliegende Stellung des Riegels 40 ist in Fig. 5 mit
Strichlinien angedeutet. In der am Grundanschlag 48 anliegenden Stellung befindet sich
der Riegel 40 mit seiner Eingriffstelle 46 außerhalb der Bahn des Schiebers 18 der
Schublade 16. Liegt der Riegel 40 am Endanschlag 50 an, ragt seine Eingriffstelle 46 in
die Bahn einer vom Schieber 18 nach oben abstehenden Nase 54, so daß der Schieber
18 nur ein kurzes Stück über die Grundstellung hinweg in das Gehäuse 12 verschiebbar
ist. Dieser Verschiebeweg ist so kurz bemessen, daß er eine Entriegelung der Push-
Push-Verriegelungseinrichtung 29 der Schublade 16 verhindert.
Die Funktion der Sicherheitsverriegelungseinrichtung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung 10 ist folgende: Im Falle beispielsweise eines Auffahrunfalles oder des Aufpralls auf
ein Hindernis wirkt eine hohe Beschleunigung (Verzögerung) auf den nicht dargestellte
Kraftwagen. Diese den Kraftwagen stark verzögernden Beschleunigung bewirkt, daß
sich der Riegel 40 und die Schublade 16 mit ihrem Schieber 18 relativ zum Kraftwagen
und damit zum Gehäuse 12 der Vorrichtung 10 bewegen. Die Bewegung des Riegels 40
und der Schublade 16 mit dem Schieber 18 verläuft in Richtung einer Rückwand 54 des
Gehäuses 12, in Fig. 5 also nach oben. Der Riegel 40 gelangt dadurch in die in Fig. 5
mit Strichlinien angedeutete Stellung, in der er am Endanschlag 50 anliegt. Die Eingriff
stelle 46 des Riegels 40 ragt in die Bahn der Nase 54 des Schiebers 18 und blockiert
dadurch die Bewegung des Schiebers 18 in das Gehäuse 12 hinein, bevor diese Bewe
gung die Push-Push-Verriegelungseinrichtung 29 der Schublade 16 entriegelt. Die
Schublade 16 bleibt dadurch in ihrer in das Gehäuse 12 eingeschobenen Grundstellung
verriegelt, so daß in die Schublade 16 eingelegte Gegenstände nicht herausfallen kön
nen. Das Gewicht 44 des Riegels 40 bewegt sich bei einem Unfall in etwa mit derselben
Geschwindigkeit wie die Schublade 16 mit ihrem Schieber 18. Die Eingriffstelle 46 des
Riegels 40 bewegt sich mit wesentlich höherer Geschwindigkeit als das Gewicht 44, da
ihr Abstand von der Schwenkachse 42 größer ist. Die Geschwindigkeit, mit der sich die
Eingriffstelle 46 bei einem Unfall bewegt, ist also wesentlich größer als die Geschwindig
keit des Schiebers 18. Dadurch ist sichergestellt, daß die Eingriffstelle 46 bei einem Un
fall in die Bahn der Nase 54 des Schiebers 18 ragt, bevor die Nase 54 die Eingriffstelle
46 des Riegels 40 überfährt. Dadurch ist sichergestellt, daß die Eingriffstelle 46 den
Schieber 18 bei einem Unfall so früh blockiert, daß die Push-Push-Verriegelungseinrich
tung 29 der Schublade 16 nicht entriegelt wird.
Die Federkraft der Schenkelfeder 52 des Riegels 40 ist so gewählt, daß sie den Riegel
40 bei den beim normalen Fahrbetrieb und auch bei scharfem Bremsen auftretenden
Beschleunigungen gegen den Grundanschlag 48 gedrückt hält, so daß die Schublade 16
beim normalen Fahrbetrieb jederzeit geöffnet werden kann und der Riegel 40 keine
Klappergeräusche erzeugt. Des weiteren ist die Schenkelfeder 52 so schwach ausge
bildet, daß sich aufgrund der bei einem Unfall auftretenden Beschleunigungen, die er
heblich größer als die beim normalen Fahrbetrieb auftretenden Beschleunigungen sind,
die Eingriffstelle 46 schneller relativ zum Gehäuse 12 bewegt als die Schublade 16 mit
ihrem Schieber 18.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Einbau in einen Kraftwagen, mit einem Ausziehteil, das mit einer
Führung aus einer Grundstellung in eine Gebrauchsstellung und umgekehrt be
wegbar geführt ist, und mit einer Sicherheitsverriegelungseinrichtung, die einen
beweglichen Riegel aufweist, der durch eine Beschleunigung in einen das Aus
ziehteil in der Grundstellung verriegelnden Eingriff mit dem Ausziehteil bringbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (40) mit einem Schwenkgelenk um
einen begrenzten Schwenkwinkel schwenkbar ist, daß eine Eingriffstelle des Rie
gels (40), die einen Abstand von einer Schwenkachse (42) des Riegels (40) auf
weist, in einen das Ausziehteil (16) in der Grundstellung verriegelnden Eingriff mit
dem Ausziehteil (16) bringbar ist, und daß ein Massenmittelpunkt des Riegels
(40) sich zwischen der Schwenkachse (42) und der Eingriffstelle (46) des Riegels
(40) befindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausziehteil
eine Schublade (16) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (40)
eine vergrößerte Masse (44) im Bereich seines Massenmittelpunktes aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausziehteil
(16) mit einer entriegelbaren Push-Push-Verriegelungseinrichtung in der Grund
stellung verriegelt ist und von einem Öffnungsfederelement in die Gebrauchs
stellung bewegt wird.
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