DE19830396A1 - Scheinwerferanordnung für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Scheinwerferanordnung für KraftfahrzeugeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Scheinwerferanordnung (1) eines Kraftfahrzeugs mit einer Lichtquelle (2), einem Reflektor (3) und einem senkrecht zu der optischen Achse (4) des Reflektors (3) angeordneten Ablenkungssystem (5), wobei der Reflektor (3) von der Lichtquelle (2) ausgesandtes Licht über das Ablenkungssystem (5) auf die Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug reflektiert, und das Ablenkungssystem (5) mindestens zwei im wesentlichen senkrecht zu der optischen Achse (4), relativ zueinander verschiebbare und zueinander beabstandete Ablenkungselemente (5a, 5b) aufweist. Um bei einer derartigen Scheinwerferanordnung (1) eine adaptive Lichtverteilung zu ermöglichen und die Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug stets optimal ausleuchten zu können, schlägt die Erfindung vor, daß beide Ablenkungselemente (5a, 5b) auf imaginären Verschiebeachsen (6a, 6b) verschiebbar sind, die im wesentlichen senkrecht zueinander verlaufen, und daß die Ablenkungselemente (5a, 5b) jeweils eine Seite mit einer planen Oberfläche (5c) und eine gegenüberliegende Seite mit einer optisch aktiven Oberfläche (5d) aufweisen, wobei die plane Oberfläche (5c) des ersten Ablenkungselements (5a) der optisch aktiven Oberfläche (5d) des zweiten Ablenkungselements (5b) gegenüberliegt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine
Scheinwerferanordnung eines Kraftfahrzeugs mit einer
Lichtquelle, einem Reflektor und einem senkrecht zu der
optischen Achse des Reflektors angeordneten
Ablenkungssystem, wobei der Reflektor von der Lichtquelle
ausgesandtes Licht über das Ablenkungssystem auf die
Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug reflektiert, und das
Ablenkungssystem mindestens zwei im wesentlichen senkrecht
zu der optischen Achse, relativ zueinander auf imaginären
Verschiebeachsen verschiebbare und zueinander beabstandete
Ablenkungselemente aufweist.
Ein derartige Scheinwerferanordnung ist beispielsweise aus
der DE 30 37 107 A1 bekannt. Die dort offenbarte
Scheinwerferanordnung weist zwei zueinander beabstandete
Ablenkungselemente auf, die als flächige Linsenelemente mit
jeweils einer Seite mit einer planen Oberfläche und einer
gegenüberliegenden Seite mit einer optisch aktiven
Oberfläche ausgebildet sind. Die optisch aktive Oberflächen
sind bspw. als gewölbte Oberflächen mit einem zylindrischen
Profil oder als Oberflächen mit einer Fresnel-Struktur
ausgebildet. Die Struktur der optisch aktiven Oberflächen
der offenbarten Scheinwerferanordnung erstreckt sich in
einer Längsrichtung auf den Ablenkungselementen.
Bei den bekannten Scheinwerferanordnungen liegen die
optisch aktiven Oberflächen der beiden Ablenkungselemente
einander gegenüber. Die Strukturen der aktiven Oberflächen
der beiden Ablenkungselemente bilden eine Positivform und
eine dieser entsprechende Negativform, so daß die beiden
Ablenkungselemente in einer Grundstellung äquidistant
zueinander angeordnet sind.
Eines der beiden Ablenkungselemente ist im wesentlichen
senkrecht zu der optischen Achse und relativ zu dem anderen
Ablenkungselement auf einer imaginären Verschiebeachse
verschiebbar. Die Verschiebeachse verläuft senkrecht zu der
Erstreckung in Längsrichtung der Oberflächenstruktur des
Ablenkungselements.
In der DE 30 37 107 A1 wird vorgeschlagen, im Bereich der
Scheinwerferanordnung einen in Fahrtrichtung des
Kraftfahrzeugs gerichteten Lichtsensor anzuordnen, der
Gegenverkehr anhand des Scheinwerferlichts des
Gegenverkehrs erkennen kann. Um den Gegenverkehr nicht zu
blenden, wird eines der Ablenkungselemente derart
verschoben, daß das Lichtbündel der Scheinwerferanordnung
insgesamt oder teilweise in Richtung des eigenen
Fahrbahnrandes verlagert wird.
Bei dieser bekannten Scheinwerferanordnung hat sich jedoch
die unzureichende Flexibilität bei der Variation der
Lichtverteilung als nachteilig erwiesen. Lediglich eines
der beiden Ablenkungselemente ist verschiebbar, das andere
Ablenkungselement ist relativ zu dem Reflektor fest
angeordnet. Deshalb kann die Lichtverteilung nur in einer
Richtung, bspw. seitlich, variiert werden. Eine adaptive
Lichtverteilung, d. h. eine Steuerung der Lichtverteilung
anhand einer Vielzahl von Fahrzeug-Sensorsignalen, ist mit
der bekannten Scheinwerferanordnung nicht möglich.
Daraus ergibt sich die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Scheinwerferanordnung der eingangs genannten Art
dahingehend weiterzubilden, daß eine adaptive
Lichtverteilung ermöglicht und die Fahrbahn vor dem
Kraftfahrzeug stets optimal ausgeleuchtet wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ausgehend
von der Scheinwerferanordnung der eingangs genannten Art
vor, daß beide Ablenkungselemente auf imaginären
Verschiebeachsen verschiebbar sind, die im wesentlichen
senkrecht zueinander verlaufen, und daß die
Ablenkungselemente jeweils eine Seite mit einer planen
Oberfläche und eine gegenüberliegende Seite mit einer
optisch aktiven Oberfläche aufweisen, wobei die plane
Oberfläche des ersten Ablenkungselements der optisch
aktiven Oberfläche des zweiten Ablenkungselements
gegenüberliegt.
Die beiden Ablenkungselemente sind jeweils nur in eine
Richtung verschiebbar. Eine solche einfache translatorische
Bewegung kann durch einfach aufgebaute und zuverlässig
arbeitende Verschiebeeinheiten problemlos ausgeführt
werden. Obwohl die einzelnen Ablenkungselemente nur
translatorisch verschoben werden, kann mit dem gesamten
Ablenkungssystem dennoch die Lichtverteilung auf der
Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug nahezu beliebig variiert
werden. So kann das Lichtbündel der Scheinwerferanordnung
nicht nur seitlich verlagert werden, sondern auch in der
Höhe variiert werden, so daß sich unterschiedliche
Reichweiten ergeben. Mit einer geeigneten Auslegung der
optisch aktiven Oberflächen der Ablenkungselemente können
selektiv bestimmte Raumrichtungen ausgeleuchtet werden.
Dadurch kann eine stufenlose Verlagerung des Lichtbündels
in horizontaler und vertikaler Richtung erfolgen und die
Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug situationsgerecht
ausgeleuchtet werden.
Die beiden Ablenkungselemente sind derart zueinander
angeordnet, daß sie bei Bedarf eine reine Ablenkung des
Lichtbündels und keine unerwünschte Streuung oder andere
Verluste bewirken.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird
vorgeschlagen, daß die optisch aktive Oberfläche als
gewölbte Oberfläche mit zylindrischem Profil ausgebildet
ist und die imaginären Zylinderachsen der zylindrisch
gewölbten Oberflächen im wesentlichen senkrecht zueinander
verlaufen und jeweils im wesentlichen senkrecht zu der
Verschiebeachse des entsprechenden Ablenkungselements
verlaufen.
Vorteilhafterweise besteht die optisch aktive Oberfläche
zumindest eines der Ablenkungselemente aus mehreren
länglichen Teilsegmenten' wobei die imaginären Längsachsen
der Teilsegmente im wesentlichen senkrecht zu der
Verschiebeachse des Ablenkungselements verlaufen.
Vorteilhafterweise weisen die Teilsegmente unterschiedliche
optische Eigenschaften auf. Durch eine geeignete Auslegung
der Teilsegmente können selektiv bestimmte Fahrbahnbereiche
vor dem Kraftfahrzeug ausgeleuchtet werden.
Vorteilhafterweise weist die optisch aktive Oberfläche
zumindest eines der Ablenkungselemente eine Fresnel-
Struktur auf. Dadurch kann das Gewicht und die Baugröße der
Ablenkungselemente gering gehalten werden.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird
vorgeschlagen, daß die Scheinwerferanordnung eine
Steuereinheit aufweist, die das Ablenkungssystem abhängig
von Fahrzeug-Sensorsignalen ansteuert und die
Ablenkungselemente derart verschiebt, daß in jeder
Fahrzeug-Situation eine optimale Lichtverteilung gegeben
ist.
Als Fahrzeug-Sensorsignale, die von der Steuereinheit zur
Ansteuerung des Ablenkungssystems genutzt werden, kommen
bspw. die Fahrzeuggeschwindigkeit, die Motordrehzahl, der
eingelegte Gang, der Lenkwinkel, die Kraftfahrzeugneigung,
die Gierrate, die Federwege, die Stellung des Gaspedals,
die Stellung der Bremse, die Außentemperatur und/oder die
Luftfeuchtigkeit in Betracht. Grundsätzlich können alle
physikalischen Einflüsse auf den Fahrzeugzustand mittels
eines Sensors ermittelt und an die Steuereinheit
weitergeleitet werden. Aus dem Lenkwinkelverlauf kann bspw.
der Fahrbahnverlauf ermittelt werden, insbesondere können
Kurven erkannt werden und die Scheinwerferanordnung kann
die Kurven entsprechend ausleuchten. Aus den Federwegen
kann bspw. die Fahrbahnbeschaffenheit ermittelt und die
Lichtverteilung entsprechend gesteuert werden.
Aus den Fahrzeug-Sensorsignalen ermittelt die Steuereinheit
die Fahrzeug-Situation und steuert das Ablenkungssystem
entsprechend an. So deuten bspw. niedrige
Geschwindigkeiten, häufiges abwechselndes Betätigen des
Gas- und des Bremspedals und häufige Kurven auf eine
Stadtfahrt hin. Hohe Geschwindigkeiten über einen längeren
Zeitraum hinweg mit gelegentlichem geringfügigem
Lenkradeinschlag deuten auf Autobahnfahrt hin, mit
gelegentlichem stärkerem Lenkradeinschlag auf
Landstraßenfahrt hin. Weitere Fahrzeug-Situationen sind
bspw. die Fahrzeugneigung um die Längsachse bei Kurvenfahrt
oder um die Querachse beim Beschleunigen oder Abbremsen.
Außerdem sind Kurvenfahrten eine Fahrzeug-Situation, die
eine besondere Lichtverteilung erfordert. Schließlich kann
sich auch durch die Umgebungsbedingungen, Wetter- und
Umweltbedingungen, eine Fahrzeugsituation ergeben, die eine
besondere Lichtverteilung erfordert.
Eine optimale Lichtverteilung bedeutet, daß abhängig von
der jeweiligen Fahrzeug-Situation die gesetzlichen und
normativen Anforderungen einerseits erfüllt werden, aber
andererseits bezüglich der Lichtverteilung auch voll
ausgeschöpft werden.
Die erfindungsgemäße Scheinwerferanordnung kann die
Lichtverteilung situationsgerecht in Abhängigkeit von
Straßen-, Fahrer- und Fahrzeug-Situation steuern und somit
einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der
Straßensicherheit leisten. Bei geringen Geschwindigkeiten
sollte der Seitenbereich der Fahrbahn und ggf. auch der
Nahbereich vor dem Fahrzeug besser ausgeleuchtet werden,
während bei hohen Geschwindigkeiten die Streubreite
zurückgenommen und dafür die Sichtweite entlang der
Fahrbahn erhöht werden sollte. Ein verstärktes Seitenlicht
ist auch bei Abbiegevorgängen an Kreuzungen sowie bei einer
Fahrt auf kurviger Strecke vorteilhaft.
Vorteilhafterweise weist die Scheinwerferanordnung eine
Blende auf, über die von der Lichtquelle ausgesandtes
und/oder von dem Reflektor reflektiertes Licht zu einer
Linse gelangt, die das Licht auf die Fahrbahn vor dem
Kraftfahrzeug projiziert. Bei einer Scheinwerferanordnung
mit einem Projektionssystem kommen die Vorteile einer hohen
Flexibilität bei der Variation der Lichtverteilung auf der
Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug besonders zum Tragen.
Um bei der erfindungsgemäßen Scheinwerferanordnung Bauteile
einzusparen, wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung vorgeschlagen, daß das Ablenkungssystem als
die Linse der Scheinwerferanordnung ausgebildet ist. Das
Ablenkungssystem hat demnach eine doppelte Aufgabe. Einmal
muß es das Lichtbündel der Scheinwerferanordnung horizontal
oder vertikal verlagern und zum anderen muß es das von der
Lichtquelle ausgesandte und/oder von dem Reflektor
reflektierte Licht auf die Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug
projizieren.
Vorteilhafterweise ist die Lichtquelle als
Gasentladungslampe ausgebildet. Bei Gasentladungslampen mit
ihrer hohen Leuchtdichte kommen die Vorteile der Erfindung
besonders zum Tragen.
Nachfolgend werden anhand der Zeichnungen zwei bevorzugte
Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Scheinwerferanordnung gemäß
einer ersten Ausführungsform in perspektivischer
Ansicht und
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Scheinwerferanordnung gemäß
einer zweiten Ausführungsform in perspektivischer
Ansicht.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Scheinwerferanordnung
eines Kraftfahrzeugs in ihrer Gesamtheit mit dem
Bezugszeichen 1 gekennzeichnet. Die Scheinwerferanordnung 1
weist eine Lichtquelle 2, einen Reflektor 3 und ein
senkrecht zu der optischen Achse 4 des Reflektors 3
angeordnetes Ablenkungssystem 5 auf. Der Reflektor 3
reflektiert von der Lichtquelle 2 ausgesandtes Licht über
das Ablenkungssystem 5 auf die Fahrbahn vor dem
Kraftfahrzeug. Das Ablenkungssystem 5 weist zwei im
wesentlichen senkrecht zu der optischen Achse 4 angeordnete
zueinander beabstandete Ablenkungselemente 5a, 5b auf. Die
Ablenkungselemente 5a, 5b sind senkrecht zu der optischen
Achse 4 relativ zueinander auf imaginären Verschiebeachsen
6a, 6b verschiebbar. Die Verschiebeachsen 6a, 6b verlaufen
im wesentlichen senkrecht zueinander. Die
Ablenkungselemente 5a, 5b weisen jeweils eine Seite mit
einer planen Oberfläche 5c und eine gegenüberliegende Seite
mit einer optisch aktiven Oberfläche 5d auf. Die plane
Oberfläche 5c des ersten Ablenkungselements 5a liegt
gegenüber der optisch aktiven Oberfläche 5d des zweiten
Ablenkungselements 5b.
Die Scheinwerferanordnung 1 weist zwischen dem Reflektor 3
und dem Ablenkungssystem 5 eine Blende 7 auf, über die von
der Lichtquelle 2 ausgesandtes und/oder von dem Reflektor 3
reflektiertes Licht zu einer Linse gelangt, die das Licht
auf die Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug projiziert. Die
Linse wird durch das Ablenkungssystem 5 gebildet.
Die optisch aktiven Oberflächen 5d der Scheinwerferanord
nung 1 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel aus Fig. 1
sind als gewölbte Oberflächen mit zylindrischem Profil
ausgebildet. Die imaginären Zylinderachsen der zylindrisch
gewölbten Oberflächen 5d verlaufen im wesentlichen
senkrecht zueinander. Die imaginären Zylinderachsen
verlaufen außerdem jeweils im wesentlichen senkrecht zu der
Verschiebeachse 6a, 6b des entsprechenden
Ablenkungselements 5a, 5b.
In der Grundstellung der Ablenkungselemente 5a, 5b wird von
der Lichtquelle 2 ausgesandtes Licht entweder unmittelbar
oder über den Reflektor 3 über die Blende 7 von dem
Ablenkungssystem 5 auf die Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug
projiziert. Um nun in besonderen Fahrzeug-Situationen die
Lichtverteilung auf der Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug zu
variieren, werden die Ablenkungselemente 5a, 5b entlang der
Verschiebeachsen 6a, 6b verschoben. Durch Verschieben des
Ablenkungselements 5a auf der Verschiebeachse 6a wird die
Lichtverteilung in vertikaler Richtung verändert, d. h. die
Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug kann seitlich mehr oder
weniger stark ausgeleuchtet werden. Durch Verschieben des
Ablenkungselements 5b entlang der Verschiebeachse 6b kann
die Lichtverteilung in horizontaler Richtung variiert
werden, d. h. die Vorfeldausleuchtung kann erhöht oder
vermindert oder die Reichweite der Scheinwerferanordnung
erhöht oder vermindert werden.
Bei der in Fig. 2 dargestellten zweiten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Scheinwerferanordnung 1 werden für
übereinstimmende Bauteile die gleichen Bezugsziffern
verwendet. Die optisch aktiven Oberflächen 5d der
Ablenkungselemente 5a, 5b bestehen aus mehreren länglichen
Teilsegmenten 5e. Die imaginären Längsachsen der
Teilsegmente 5e verlaufen im wesentlichen senkrecht zu den
Verschiebeachsen 6a, 6b des entsprechenden
Ablenkungselements 5a, 5b. Es wäre denkbar, daß die
einzelnen Teilsegmente 5e einer optisch aktiven Oberfläche
5d unterschiedliche optische Eigenschaften aufweisen. Mit
einer geeigneten Auslegung der Teilsegmente 5e können
selektiv bestimmte Raumrichtungen ausgeleuchtet werden.
Dadurch kann eine stufenlose Lichtablenkung in horizontaler
und vertikaler Richtung erfolgen und die Fahrbahn
situationsgerecht ausgeleuchtet werden. In dem
Ausführungsbeispiel aus Fig. 2 ist die optisch aktive
Oberfläche 5d der Ablenkungselemente 5a, 5b jedoch aus
Fesnel-Struktur ausgebildet.
Die Lichtquelle 2 der erfindungsgemäßen
Scheinwerferanordnung 1 ist vorteilhafterweise als
Gasentladungslampe ausgebildet.
Claims (9)
1. Scheinwerferanordnung (1) eines Kraftfahrzeugs mit
einer Lichtquelle (2), einem Reflektor (3) und einem
senkrecht zu der optischen Achse (4) des Reflektors
(3) angeordneten Ablenkungssystem (5), wobei der
Reflektor (3) von der Lichtquelle (2) ausgesandtes
Licht über das Ablenkungssystem (5) auf die Fahrbahn
vor dem Kraftfahrzeug reflektiert, und das
Ablenkungssystem (5) mindestens zwei im wesentlichen
senkrecht zu der optischen Achse (4) , relativ
zueinander verschiebbare und zueinander beabstandete
Ablenkungselemente (5a, 5b) aufweist, dadurch
gekennzeichnet, daß beide Ablenkungselemente (5a, 5b)
auf imaginären Verschiebeachsen (6a, 6b) verschiebbar
sind, die im wesentlichen senkrecht zueinander
verlaufen, und daß die Ablenkungselemente (5a, 5b)
jeweils eine Seite mit einer planen Oberfläche (5c)
und eine gegenüberliegende Seite mit einer optisch
aktiven Oberfläche (5d) aufweisen, wobei die plane
Oberfläche (5c) des ersten Ablenkungselements (5a) der
optisch aktiven Oberfläche (5d) des zweiten
Ablenkungselements (5b) gegenüberliegt.
2. Scheinwerferanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die optisch aktiven Oberflächen
(5d) als gewölbte Oberflächen mit zylindrischem Profil
ausgebildet sind und die imaginären Zylinderachsen
der zylindrisch gewölbten Oberflächen (5d) im
wesentlichen senkrecht zueinander und jeweils im
wesentlichen senkrecht zu der Verschiebeachse (6a; 6b)
des entsprechenden Ablenkungselements (5a; 5b)
verlaufen.
3. Scheinwerferanordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die optisch aktive
Oberfläche (5d) zumindest eines der Ablenkungselemente
(5a; 5b) aus mehreren länglichen Teilsegmenten (5e)
besteht, wobei die imaginären Längsachsen der
Teilsegmente (5e) im wesentlichen senkrecht zu der
Verschiebeachse (6a; 6b) des entsprechenden
Ablenkungselements (5a; 5b) verlaufen.
4. Scheinwerferanordnung (1) nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Teilsegmente (5e)
unterschiedliche optische Eigenschaften aufweisen.
5. Scheinwerferanordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die optisch aktive
Oberfläche (5d) zumindest eines der Ablenkungselemente
(5a; 5b) eine Fresnel-Struktur aufweist.
6. Scheinwerferanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Scheinwerferanordnung (1) eine Steuereinheit aufweist,
die das Ablenkungssystem (5) abhängig von Fahrzeug-
Sensorsignalen ansteuert und die Ablenkungselemente
(5a, 5b) derart verschiebt, daß in jeder Fahrzeug-
Situation eine optimale Lichtverteilung gegeben ist.
7. Scheinwerferanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Scheinwerferanordnung (1) eine Blende (7) aufweist,
über die von der Lichtquelle (2) ausgesandtes und/oder
von dem Reflektor (3) reflektiertes Licht zu einer
Linse gelangt, die das Licht auf die Fahrbahn vor dem
Kraftfahrzeug projiziert.
8. Scheinwerferanordnung (1) nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ablenkungssystem (5) als die
Linse der Scheinwerferanordnung (1) ausgebildet ist.
9. Scheinwerferanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (2)
als Gasentladungslampe ausgebildet ist.
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