DE19826618C2 - Anhängekupplung - Google Patents
AnhängekupplungInfo
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- B60D1/00—Traction couplings; Hitches; Draw-gear; Towing devices
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Description
Die Erfindung betrifft eine bei Nichtgebrauch einziehbare An
hängekupplung für ein Fahrzeug, mit einem mit einem fahr
zeugfesten Träger fest verbindbaren Kupplungsgehäuse zur
Aufnahme des zugfahrzeugseitigen Endes einer Kupplungsstange,
an deren äußerem Ende ein Kupplungselement vorgesehen ist, das
mit einem Gegenkupplungselement eines anzukuppelnden Anhängers
zusammenwirken kann, wobei die Kupplungsstange zwischen einer
vom Fahrzeugheck weg gerichteten Arbeitsstellung und einer am
Fahrzeugheck versenkten Ruhestellung in dem Kupplungsgehäuse
begrenzt in Vertikalrichtung verschieblich und um die im
wesentlichen vertikal ausgerichtete Längsmittelachse des
Kupplungsgehäuses bzw. die Längsmittelachse des
fahrzeugseitigen Endes der Kupplungsstange begrenzt schwenkbar
geführt ist, wobei Mittel zur Arretierung der Kupplungsstange
in der Arbeitsstellung vorgesehen sind, wobei weiterhin Mittel
zur Überführung der Kupplungsstange von der Arbeitsstellung in
die Ruhestellung und umgekehrt vorgesehen sind, wodurch beim
Übergang der Kupplungsstange von der Arbeitsstellung in die
Ruhestellung zunächst das fahrzeugseitige Ende der Kupplungs
stange in dem Kupplungsgehäuse nach unten verschoben und dann
in der Nähe der am weitesten abgesenkten Stellung der
Kupplungsstange diese um etwa 90° um die Längsmittelachse des
Kupplungsgehäuses bzw. die Längsmittelachse des fahrzeug
seitigen Endes der Kupplungsstange zum Fahrzeugheck hin ge
schwenkt wird.
Eine derartige Anhängekupplung ist aus der DE 195 21 896 A1 be
kannt.
Bei der bekannten Anhängekupplung ist eine Kupplungsstange in
einem Kupplungsgehäuse um eine horizontale Achse verschwenkbar
aufgenommen und wird mittels einer Keilmutter, die mit einer
von einem Elektromotor angetriebenen Spindel im Eingriff steht,
in der Arbeitsstellung formschlüssig arretiert. Um die
Kupplungsstange von der Arbeitsstellung in einer eingezogenen
Ruhestellung, in der sich die Kupplungsstange um 90°
verschwenkt unter der Heckschürze eines Fahrzeuges befindet, zu
überführen, wird die Gewindespindel mittels des Elektromotors
in Drehung versetzt, wodurch die Keilmutter auf dem unteren,
mit einem Linksgewinde versehenen Abschnitt der Gewindespindel
nach oben wandert, während eine Kupplungsmutter, die mit einem
Rechtsgewinde auf dem oberen Teil der Spindel im Eingriff
steht, nach unten wandert und schließlich in einer Ausnehmung
am oberen Ende der Keilmutter kuppelnd eingreift. Dadurch wird
die Kupplungsstange dann von der Drehbewegung der Spindel
mitgenommen, um 90° verschwenkt und anschließend in der
eingezogenen Ruhestellung verriegelt.
Die bekannte Anhängekupplung besitzt einen relativ
komplizierten Aufbau und ermöglicht kein Hochfahren der
Kupplungsstange in der Ruhestellung in Vertikalrichtung, so daß
kein vollständiges Versenken in einer Heckschürze oder einer
Stoßstange am Fahrzeugheck ermöglicht ist.
Eine weitere aus der DE 295 20 254 U1 bekannte Anhängekupplung
weist eine Kupplungsstange auf, die aus einer eingefahrenen
Ruhestellung in Richtung der Längsachse des Fahrzeugs
kraftbetätigt in eine Arbeitsstellung ausfahrbar ist. Hierbei
kann eine Wendenut an der Kupplungsstange vorgesehen sein,
mittels derer die Kupplungsstange beim Ausfahren um 90° nach
oben verschwenkt wird. In alternativer Ausführung ist die
Kupplungsstange aus ihrer Ruhestellung vertikal nach unten in
ihre Arbeitsstellung verschwenkbar ausgeführt.
Die bekannte Anhängekupplung weist den Nachteil auf, daß am
Fahrzeugheck bzw. an der Stoßstange eine relativ große Aus
nehmung vorgesehen sein muß, aus der die Kupplungsstange ausge
fahren werden kann, bzw. ausgeschwenkt werden kann. Dies er
fordert für einen verdeckten Einbau der Kupplung eine Klappe
oder dergleichen am Fahrzeugheck bzw. an der Stoßstange, die
zur Benutzung der Kupplung geöffnet werden muß und nach Ein
fahren der Kupplung in ihre Ruhestellung wieder geschlossen
werden muß. Außerdem benötigt die bekannte Anhängekupplung
einen relativ großen Raum zum Einbau.
Anhängekupplungen ähnlicher Bauart sind aus der
DE 34 19 322 A1, aus der EP 0 151 099 A2 und aus der
US 2 804 316 bekannt. Auch diese Anhängekupplungen weisen die
vorstehend beschriebenen Nachteile auf.
Eine weitere aus der DE 33 28 524 A1 bekannte Anhängekupplung
für Fahrzeuge weist einen in einem Querträger um eine vertikale
Achse schwenkbar gelagerten Kugelhals auf, der aus einer recht
winklig vom Querträger abragenden Arbeitsstellung in eine in
die Flucht des Querträgers fallende Ruhestellung überführbar
ist. Am Querträger ist ein nach unten offenes, zylindrisches
Führungsgehäuse angeordnet, das dessen untere Wandung durch
setzt und in dem der lagerseitige Teil des Kugelhalses geführt
ist, wobei der Kugelhals nach Lösen einer Spannvorrichtung, die
ihn in der Arbeitsstellung mit dem Führungsgehäuse spielfrei
verspannt, gegenüber dem Führungsgehäuse abwärts gerichtet ver
schiebbar, aus einer unteren Endlage in die Flucht des Quer
trägers einschwenkbar und anschließend zur Überführung in eine
arretierte Ruhestellung aufwärts gerichtet verschiebbar ist.
Auch diese Anhängekupplung benötigt einen relativ großen Platz
für den Einbau und ist für einen automatischen Betrieb weit
gehend ungeeignet.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine ver
besserte Anhängekupplung für ein Fahrzeug zu schaffen, die im
Fahrzeugheck bzw. der Stoßstange des Fahrzeugs versenkt aufge
nommen werden kann und aus einer Ruhestellung in eine Arbeits
stellung ausgefahren werden kann und umgekehrt, wobei der
äußere optische Eindruck des Fahrzeughecks bzw. der Stoßstange
möglichst wenig verändert wird. Außerdem soll die Anhänge
kupplung möglichst für eine automatische Betriebsweise geeignet
sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Anhängekupplung
gemäß der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Mittel
zur Überführung der Kupplungsstange dazu ausgebildet sind, die
Kupplungsstange anschließend an den Schwenkvorgang zum Fahr
zeugheck in dem Kupplungsgehäuse nach oben in die endgültige
Ruhestellung zu verschieben, wobei in der Oberfläche des fahr
zeugseitigen Endes der Kupplungsstange eine Führungsnut vorge
sehen ist, die aus zwei geraden Abschnitten und einem die
beiden geraden Abschnitte in ihrem oberen Bereich verbindenden,
um etwa 180° gekrümmten Abschnitt besteht, wobei die beiden ge
raden Abschnitte bezogen auf die Längsmittelachse zueinander
auf der Oberfläche des fahrzeugseitigen Endes der Kupplungs
stange um etwa 90° versetzt sind, und wobei in die Führungsnut
eine entsprechende gehäusefeste Führungsnase eingreift, wodurch
die Kupplungsstange beim Verschwenken von der Arbeitsstellung
in die Ruhestellung und umgekehrt entlang der Führungsnut
zwangsgeführt wird.
Erfindungsgemäß läßt sich die Kupplungsstange mit Hilfe einer
kombinierten Schwenk- und Verschiebebewegung aus ihrer Ruhe
stellung in die Arbeitsstellung überführen und umgekehrt, ohne
daß hierzu die Kupplungsstange durch eine entsprechend geformte
Öffnung aus dem Fahrzeugheck bzw. der Stoßstange herausgefahren
bzw. aus dieser herausgeschwenkt werden muß. Erfindungsgemäß
kann nämlich die Kupplungsstange so ausgeführt sein, daß diese
im Fahrzeugheck bzw. der Stoßstange versenkt aufgenommen ist
und lediglich über eine Öffnung an der Unterseite des Fahrzeug
hecks bzw. der Stoßstange, die von außen nicht sichtbar sein
muß, herausgefahren wird und in der Arbeitsstellung um die
Außenkante des Fahrzeughecks bzw. um die Stoßstange herum nach
außen hervorsteht. Sofern das Kupplungselement sich in der
Arbeitsstellung in einer größeren Höhe befinden muß, als durch
das Herausfahren aus dem Fahrzeugheck bzw. der Stoßstange am
Fahrzeugheck ermöglicht ist, kann die Kupplungsstange nach dem
Herausfahren nochmals in Vertikalrichtung nach oben verfahren
werden, bis sich das Kupplungselement in der geeigneten Höhe
zum Ankuppeln eines Anhängers befindet. Die Kupplungsstange
selbst kann hierzu eine geeignete Form aufweisen, die sich um
den unteren Abschluß am Fahrzeugheck bzw. an der Stoßstange
herum nach oben erstreckt und somit eine etwa hakenartige Form
aufweist. Je nach Form, Größe und Ausgestaltung des Fahrzeug
hecks bzw. der Stoßstange am Fahrzeugheck kann die Form der
Kupplungsstange und des Kupplungsgehäuses entsprechend angepaßt
werden, um trotz eines verdeckten Einbaus ein Verfahren bis in
die geeignete Höhe für die Arbeitsstellung zu ermöglichen.
Die erfindungsgemäß an der Kupplungsstange vorgesehene
Führungsnut ermöglicht durch ihre Ausgestaltung in Verbindung
mit der gehäusefesten Führungsnase eine einfache automatische
Betätigung der Kupplungsstange, um diese aus der Ruhestellung
in die Arbeitsstellung auszufahren und umgekehrt.
In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist im Kupplungs
gehäuse eine Führungshülse in Vertikalrichtung beweglich ge
führt, in der die Kupplungsstange beweglich geführt ist.
Durch diese Maßnahme kann die Einbauhöhe der Kupplung erheblich
verkürzt werden, so daß ein vollständig versenkter Einbau an
einer Stoßstange am Fahrzeugheck auch bei kleineren Stoßstangen
ermöglicht wird, wobei außerdem das Kupplungselement der Kupp
lungsstange selbst bei relativ tief liegenden Stoßstangen in
die gewünschte Arbeitshöhe für die Arbeitsstellung gebracht
werden kann.
In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist zwischen der
Ruhestellung und der Arbeitsstellung eine Zwischenstellung vor
gesehen, in der die Kupplungsstange nach unten aus dem Kupp
lungsgehäuse ausgefahren und um einen Winkel, der vorzugsweise
etwa der Hälfte des Schwenkwinkels zwischen der Ruhestellung
und der Arbeitsstellung entspricht, gegenüber der Ruhestellung
verschwenkt ist.
In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist ein Steuer
element vorgesehen ist, das ein Weiterlaufen der Führungsnase
von einer der beiden Führungsnuten in die jeweils andere
Führungsnut über den gemeinsamen Wendepunkt bei einer Umkehrung
der Bewegungsrichtung bewirkt.
In zusätzlicher Weiterbildung dieser Ausführung ist das Steuer
element als zwischen einer ersten und einer zweiten Winkelstel
lung drehbewegliche Steuerscheibe ausgebildet, in der eine
dreieckförmige Ausnehmung vorgesehen ist, in der die Führungs
nase derart geführt ist, daß bei der Bewegung der Führungsnase
bis in die Spitze des Dreiecks und einer anschließenden Umkehr
der Bewegung eine Umlenkung in die jeweils andere Führungsnut
und eine anschließende Verkippung der Steuerscheibe in die je
weils andere Winkelstellung erfolgt.
Durch diese Maßnahmen läßt sich eine automatische Überführung
aus der Ruhestellung in die Zwischenstellung und in die Ar
beitsstellung, als auch umgekehrt, auf besonders einfache Weise
erreichen, ohne daß hierzu aufwendige Verschiebe- bzw. Ver
schwenkmechanismen vorgesehen werden müssen. Vielmehr reicht
lediglich eine Bewegung der Kupplung in Vertikalrichtung aus,
um die notwendige Verschwenkung zwischen der Arbeitsstellung
und der Ruhestellung bzw. umgekehrt zu ermöglichen.
In zusätzlicher Weiterbildung dieser Ausführung sind Mittel zur
Hemmung der Drehbeweglichkeit der Steuerscheibe vorgesehen.
Durch diese Hemmung, die vorzugsweise einstellbar beispielswei
se mit Hilfe einer Schraube ausgeführt sein kann, wird gewähr
leistet, daß sich das Steuerelement nicht versehentlich oder
durch äußere Einflüsse selbständig verstellt, so daß immer ge
währleistet ist, daß die Kupplungsstange beim Verfahren in Ver
tikalrichtung in die gewünschte Richtung weitergefahren bzw.
verschwenkt wird.
In zusätzlicher Weiterbildung dieser Ausführung ist für den
Fall, daß die Führungsnase an der Führungshülse vorgesehen ist,
die axiale Länge der Führungsnuten so bemessen, daß die Füh
rungshülse sowohl in der Arbeitsstellung als auch in der Ruhe
stellung vollständig in das Kupplungsgehäuse eingefahren ist.
Auf diese Weise kann mit einfachen Mitteln gewährleistet wer
den, daß die Führungshülse sich sowohl in der Arbeitsstellung
als auch in der Ruhestellung vollständig versenkt im Kupp
lungsgehäuse befindet, so daß vermieden wird, daß außer der
Kupplungsstange selbst, die natürlich in der Arbeitsstellung
nach außen unter dem Fahrzeugheck bzw. der Stoßstange nach oben
hervorstehen muß, zusätzlich noch die Führungshülse sichtbar
ist, was aus Gründen der Optik unerwünscht ist.
In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist in der Kupp
lungsstange in der Arbeitsstellung zumindest eine Bohrung am
fahrzeugseitigen Ende der Kupplungsstange vorgesehen, in die
ein im Kupplungsgehäuse geführter Dorn formschlüssig eingreift.
Durch eine derartige Ausführung läßt sich eine außerordentlich
stabile Arretierung der Kupplungsstange in der Arbeitsstellung
und auch in der Ruhestellung auf besonders einfache Weise er
reichen, da hierzu lediglich eine Bohrung und ein Dorn aufein
ander abgestimmt werden müssen. Aus Sicherheitsgründen werden
vorzugsweise übereinander zwei Dorne vorgesehen, die in der Ar
beitsstellung jeweils in eine Bohrung formschlüssig eingreifen.
In entsprechender Weise kann eine Sicherung der Kupplungsstange
in der Ruhestellung erreicht werden, indem zumindest einer der
Dorne in eine Bohrung der Kupplungsstange eingreift. Hierbei
ist jedoch kein Formschluß notwendig.
In bevorzugter Weiterbildung dieser Ausführung ist der Dorn in
der zumindest einen der Bohrung selbstzentrierend ausgebildet.
Auf diese Weise kann auch bereits in einer Position, in der die
Arbeitsstellung der Kupplungsstange noch nicht vollständig er
reicht ist, der Arretierungsvorgang eingeleitet werden.
In bevorzugter Weiterbildung dieser Ausführung ist die zumin
dest eine Bohrung als Radialbohrung mit konischer Form ausge
bildet.
In zusätzlicher Weiterbildung dieser Ausführung umfaßt diese
Bohrung einen Konuswinkel zwischen etwa 10° und 30°, vorzugs
weise von etwa 20°.
Hierbei ist der Dorn vorzugsweise ferner durch ein Federelement
in Richtung auf die Kupplungsstange vorgespannt.
Durch diese Maßnahmen wird mit besonders einfachen Mitteln eine
zuverlässige Sicherung der Kupplungsstange in der Arbeitsstel
lung und in der Ruhestellung erreicht. Durch den gewählten Ko
nus für die Bohrung und durch den gewählten Konuswinkel wird es
gewährleistet, daß auf die Kupplungsstange einwirkende Querbe
lastungen während des Betriebes nicht zur Lösung der Arretie
rung wirken können, sondern statt dessen die formschlüssige Ar
retierung des Dorns weiterhin bestehen bleibt. Durch den ge
wählten Konuswinkel wird ferner sichergestellt, daß keine
Selbsthemmung des Dorns in der Bohrung auftritt, so daß der
Dorn auch nach längerem Betrieb ohne weiteres wieder zurückge
zogen werden kann, um die Arretierung der Kupplungsstange zu
lösen.
Hierbei wird ferner durch das Federelement erreicht, daß der
Dorn bei Bewegung der Kupplungsstange in die zu arretierende
Stellung unter Wirkung der Feder automatisch in die Bohrung
eingleitet und somit die Kupplungsstange in der Arbeitsstellung
bzw. in der Ruhestellung arretiert.
In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung reicht das Eigenge
wicht der Kupplungsstange aus, um nach Lösen der Arretierung
ein Ausfahren aus der Ruhestellung bzw. der Arbeitsstellung in
die Zwischenstellung zu bewirken.
Durch diese Maßnahme wird eine automatische Überführung der
Kupplungsstange aus der Ruhestellung in die Zwischenstellung
auf besonders einfache Weise ermöglicht.
In zusätzlicher Weiterbildung dieser Ausführung sind Mittel zur
Hemmung des Ausfahrens der Führungshülse aus dem Kupplungsge
häuse nach unten vorgesehen.
Ferner ist die Kupplungsstange gemäß einem weiteren Merkmal der
Erfindung in der Ruhestellung und in der Arbeitsstellung durch
ein Federelement nach unten vorgespannt.
Durch die zusätzliche Vorspannung der Kupplungsstange nach un
ten wird auch unter ungünstigen Bedingungen z. B. unter Einwir
kung von Verschmutzung, Kälte oder dergleichen in jedem Falle
ein sicheres Ausfahren der Kupplungsstange aus der Arbeitsstel
lung bzw. der Ruhestellung nach unten gewährleistet, wobei es
ausreichend ist, wenn das Federelement der Kupplungsstange le
diglich einen Impuls zur Einleitung der Bewegung nach unten
gibt, da das Eigengewicht der Kupplungsstange ausreichend groß
ist, um durch die Trägheit auch unter ungünstigen Verhältnissen
ein vollständiges Ausfahren nach unten bis in die Zwischenstel
lung zu gewährleisten.
Durch die Mittel zur Hemmung des Auffahrens der Führungshülse
aus dem Kupplungsgehäuse wird verhindert, daß sich die Füh
rungshülse schneller als die Kupplungsstange nach unten bewegt,
so daß die Funktion des Steuerelementes in jedem Fall gewähr
leistet ist.
In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist zur Bewegung
der Kupplungsstange aus der Zwischenstellung in die Arbeits
stellung oder in die Ruhestellung ein automatisch betätigbares
Zugelement zum Hochziehen der Kupplungsstange vorgesehen.
Auf diese Weise kann ein besonders einfacher Betätigungsmecha
nismus für eine automatische Betätigung der Anhängekupplung
realisiert werden.
In entsprechender Weise ist in zusätzlicher Weiterbildung der
Erfindung zum Lösen der Arretierung der Kupplungsstange ein au
tomatisch betätigbares Zugelement vorgesehen.
Hierbei ist das Zugelement bevorzugt als ein motorisch über ein
Untersetzungsgetriebe angetriebener Seilzug ausgebildet.
Auf diese Weise wird auf besonders einfache und kostengünstige
Weise eine automatische Betätigung der Kupplung zur Überführung
aus der Zwischenstellung in die Ruhestellung bzw. der Arbeits
stellung erreicht bzw. ein automatisches Lösen der Arretierung
der Kupplungsstange in der Arbeitsstellung oder Ruhestellung
ermöglicht.
Es versteht sich, daß an Stelle des vorstehend erläuterten Be
tätigungsmechanismus, der besonders einfach und zuverlässig
aufgebaut ist, die Kupplungsstange auch auf beliebige andere
Weise zwischen Ruhestellung und Arbeitsstellung und umgekehrt
überführt werden kann, also beispielsweise mit Hilfe von
hydraulischen oder pneumatischen, elektrischen, elektromotori
schen Betätigungselementen, wobei gegebenenfalls auch am Fahr
zeug vorhandene Systeme, wie ein Hydrauliksystem, ein Pneu
matiksystem oder auch z. B. der Unterdruckspeicher einer Zen
tralverriegelung ausgenutzt werden können, sofern dies
erwünscht ist.
Weitere Besonderheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgen
den Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 ein Einbaubeispiel einer erfindungsgemäßen Kupplung
in der Stoßstange am Fahrzeugheck, wobei die
Kupplungsstange in der ausgefahreren Arbeitsstellung
dargestellt ist und auch eine Zwischenstellung, in
der sich die Kupplungsstange unterhalb der
Stoßstange in einer halb verschwenkten Position
befindet,
als auch die Ruhestellung, in der die Kupplungsstan
ge innerhalb der Stoßstange versenkt aufgenommen
ist, angedeutet sind;
Fig. 2 die Zwischenstellung der Kupplungsstange in einer
gegenüber Fig. 1 vergrößerten Darstellung, aus der
ferner die Betätigungsorgane zum Bewegen der Kupp
lungsstange ersichtlich sind;
Fig. 3 eine Ansicht der Kupplungsstange von hinten in der
Richtung der Längsachse des Fahrzeugs, aus der zu
sätzlich Mittel zur Arretierung der Kupplungsstange
ersichtlich sind;
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des Steuerelementes zur
Steuerung der Bewegung der Kupplungsstange gemäß
Fig. 2; und
Fig. 5 einen Querschnitt durch das Steuerelement gemäß
Fig. 4, jedoch ohne Befestigungsschraube, mit zu
sätzlicher Darstellung einer Unterlegscheibe.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Anhängekupplung schematisch
dargestellt und insgesamt mit der Ziffer 10 bezeichnet. Die An
hängekupplung 10 ist in einer Stoßstange 22 am Fahrzeugheck 23
vollständig verdeckt eingebaut und mittels Verbindungselementen
25, 26 an einem fahrzeugseitigen Träger, der durch die Ziffer
24 angedeutet ist, in ausreichend stabiler Weise befestigt.
Die Anhängekupplung 10 weist ein Kupplungsgehäuse 20 von etwa
zylindrischer Form auf, das mit seiner Längsachse 21 in Verti
kalrichtung innerhalb der Stoßstange 22 eingebaut ist. Inner
halb des Kupplungsgehäuses 20 ist eine zylindrische Führungs
hülse 28 in Vertikalrichtung nach unten ausfahrbar geführt, in
der wiederum eine Kupplungsstange 12 mit ihrem fahrzeugseitigen
Ende 18, das als gerader, zylindrischer Abschnitt ausgeführt
ist, in Richtung ihrer Vertikalachse 13 nach unten ausfahrbar
ist.
Die Kupplungsstange 12 ist zwischen drei verschiedenen Stellun
gen bewegbar, nämlich zwischen einer Ruhestellung 17, die in
Fig. 1 gestrichelt dargestellt ist, und in der die Kupplungs
stange 12 vollständig innerhalb der Stoßstange 22 versenkt auf
genommen ist, ferner zwischen einer Zwischenstellung, die in
Fig. 1 gleichfalls gestrichelt dargestellt ist, und in der die
Kupplungsstange 12 aus einem entsprechend geformten Schlitz an
der Unterseite der Stoßstange 22 nach unten ausgefahren ist und
ferner um einen Winkel von etwa 45° nach hinten in Richtung auf
die Längsachse des Fahrzeugs verschwenkt ist, und schließlich
einer Arbeitsstellung, die mit der Ziffer 15 angedeutet ist und
in der die Kupplungsstange 12 in ihre ausgezogen gezeichnete
Stellung ausgefahren und in dieser verriegelt ist, so daß die
Kupplungsstange 12 mit der Längsachse des Fahrzeugs ausgerich
tet ist, so daß ein Anhänger oder ein sonstiges Element ange
kuppelt werden kann.
Durch eine automatische Betätigungseinrichtung, die nachfolgend
noch an Hand der Fig. 2 und 3 erläutert wird, wird hierbei
ein automatisches Ausfahren der Kupplungsstange 12 aus der Ru
hestellung 17 über die Zwischenstellung 16 und gleichzeitiges
Verschwenken bis in die Arbeitsstellung 15 und umgekehrt ge
währleistet.
Gemäß Fig. 2 ist innerhalb des zylindrischen Kupplungsgehäuses
20 eine zylindrische Führungshülse 28 in Richtung der Längsach
se 21 des Kupplungsgehäuses 20 verschieblich geführt aufgenom
men und kann nach unten ausgefahren werden. Die Führungshülse
28 ist von einer Bohrung 27 durchsetzt, innerhalb derer die
Kupplungsstange 12 mit ihrem fahrzeugseitigen Ende 18 in Rich
tung der Längsachse 13 verschieblich geführt aufgenommen ist.
Dabei sind die Passungen zwischen der Innenwand des Kupplungs
gehäuses 20, der Außenwand der Führungshülse 28, der Innenwand
der Bohrung 27 und der Außenwand des fahrzeugseitigen Endes 18
der Kupplungsstange 12 derart ausgeführt, daß das Eigengewicht
der Kupplungsstange 12 bzw. der Führungshülse 28 ausreicht, um
die Kupplungsstange 12 aus dem eingezogenen Zustand in der Ru
hestellung 17 vollständig nach unten bis in die Zwischenstel
lung 16 gemäß Fig. 2 ausfahren zu lassen. Dabei ist die Kupp
lungsstange 12 an einem Zugelement 30, das etwas als Zugseil
aus Draht ausgeführt sein kann, in Vertikalrichtung gehalten
und kann nach oben bewegt werden, bis die Kupplungsstange 12
mit ihrem fahrzeugseitigen Ende 18 wieder vollständig versenkt
im Kupplungsgehäuse 20 aufgenommen ist.
Am unteren Ende des Kupplungsgehäuses 20 ist ein Querstift 29
vorgesehen, der in einer Längsnut 32 an der Führungshülse 28
verschieblich geführt ist. Die Führungshülse 28 ist somit ver
drehgesichert innerhalb des Kupplungsgehäuses 20 geführt und
kann zwischen der vollständig ausgefahrenen Zwischenstellung
gemäß Fig. 2 und der vollständig in das Kupplungsgehäuse 20
eingefahrenen Ruhestellung bewegt werden.
Um das Ausfahren in der Kupplungsstange 12 aus der vollständig
in das Kupplungsgehäuse 20 eingefahrenen Ruhestellung 17 gemäß
Fig. 1 zu unterstützen, kann zusätzlich an der Stirnfläche am
oberen Abschluß des Kupplungsgehäuses 34 ein Federelement 33
versenkt aufgenommen sein, so daß die Kupplungsstange 12 in der
vollständig in das Kupplungsgehäuse 20 eingefahrenen Ruhestel
lung oder in der teilweise in das Kupplungsgehäuse 20 eingefah
renen Arbeitsstellung nach unten federnd beaufschlagt ist. Das
Federelement 33 reicht aus, um auch unter ungünstigen Um
welteinflüssen, wie Staubeinwirkung, Kälte, Eis und dergleichen
die Kupplungsstange 12 aus der Ruhestellung bzw. Arbeitsstel
lung nach Lösen einer entsprechenden Arretierung, die nachfol
gend noch näher beschrieben wird, nach unten in Bewegung zu
versetzen. Das Eigengewicht der Kupplungsstange 12 und die er
hebliche Trägheitsmasse der Kupplungsstange 12 reichen aus, um
selbst unter ungünstigen Umweltflüssen eine Fortbewegung nach
unten bis eine vertikale Endlage, die durch die vollständig
nach unten ausgefahrene Führungshülse 28 und durch das Zugele
ment 30 vorgegeben ist, zu gewährleisten. Dabei kann ferner
noch ein Endanschlag in der Führungshülse 28 vorgesehen sein.
Diese maximal nach unten ausgefahrene Stellung der Kupplungs
stange 12 entspricht der Zwischenstellung 16, die in Fig. 2 ge
zeigt ist. Zum Hochbewegen der Kupplungsstange 12 aus dieser
Zwischenstellung 16 in die Ruhestellung 17 bzw. in die Arbeits
stellung 15 dient das Zugelement 30, zu dessen Antrieb vorzugs
weise ein Elektromotor vorgesehen ist, der mit einem Unterset
zungsgetriebe gekoppelt ist.
Die Kupplungsstange 12 weist nun an ihrem fahrzeugseitigen Ende
18 eine Führungseinrichtung auf, durch die gleichzeitig mit der
Bewegung beim Ausfahren nach unten bzw. beim Hochfahren nach
oben ein gleichzeitiges Verschwenken der Kupplungsstange 12 um
die Längsachse 21 des Kupplungsgehäuses 20 bzw. die Längsachse
13 des vertikalen Endes 18 der Kupplungsstange 12 in die ge
wünschte Richtung zwangsweise gewährleistet wird.
Hierzu ist im Bereich des unteren Endes der Führungshülse 28
eine Führungsnase 46 befestigt, die als Querstift ausgebildet
ist und die in Führungsnuten 42 bzw. 43 an der Oberfläche des
fahrzeugseitigen Endes 18 der Kupplungsstange 12 eingreift.
Diese beiden Führungsnuten 42, 43 weisen jeweils einen geraden
Abschnitt auf, wobei die beiden geraden Abschnitte in Bezug auf
die Längsachse 13 des fahrzeugseitigen Endes 18 der Kupplungs
stange 12 um einen Mittelpunktswinkel von 90° zueinander ver
setzt angeordnet sind. Nach oben hin gehen die beiden Führungs
nuten 42, 43 aus ihrem geraden Abschnitt in einen gekrümmten
Abschnitt über und laufen über einem an der Kupplungsstange 12
drehbar gelagerten Steuerelement 48 in einem gemeinsamen Wende
punkt 44 zusammen.
Wird die Kupplungsstange 12 an der Führungsnase 46 etwa im ge
krümmten Abschnitt der linken oder ersten Führungsnut 42 nach
unten bewegt, so dreht sich somit dabei die Kupplungsstange 12
bis zum Erreichen des Wendepunktes 44 nach links. Wird die
Kupplungsstange 12 nunmehr ausgehend von dem Wendepunkt 44
durch den gekrümmten Abschnitt der zweiten oder rechten Füh
rungsnut 43 wieder nach oben bewegt, so wird dabei die Kupp
lungsstange 12 ein weiteres Mal nach links verschwenkt. In ent
sprechender Weise wird die Kupplungsstange 12 bei einer Bewe
gung vom geraden Abschnitt der zweiten Führungsnut 43 aus nach
unten bis zum Wendepunkt 44 um 45° nach rechts verschwenkt und
bei einer Weiterbewegung vom Wendepunkt 44 aus nach oben in die
erste Führungsnut 42 um einen weiteren Betrag von 45° nach
rechts verschwenkt.
Um nun zu gewährleisten, daß die Kupplungsstange 12 von ihrer
vollständig eingefahrenen Ruhestellung 17 aus, in der sich die
Führungsnase 46 in der kürzer ausgebildeten linken oder ersten
Führungsnut 42 an deren Ende befindet, bis in die Zwischenstel
lung 16 und beim anschließenden Wiederhochfahren in die Ar
beitsstellung 15 gemäß Fig. 3 beides Mal nach rechts ver
schwenkt und bei einem anschließenden Verfahren aus der Ar
beitsstellung 15 in die Zwischenstellung 16 und bei einem an
schließenden Wiederhochfahren in die Ruhestellung 17 in der ge
wünschten Weise zweimal um einen Winkel von jeweils 45° nach
links verschwenkt, ist das Steuerelement an der Kupplungsstange
12 befestigt, das mit der Führungsnase 46 zusammenwirkt.
Das Steuerelement 50, dessen Form aus den Fig. 4 und 5 näher
ersichtlich ist, weist die Form einer Scheibe auf, innerhalb
derer eine dreieckförmige Ausnehmung 49 vorgesehen ist, die
sich ausgehend von einer Spitze 50 an einem Rand der Scheibe
jeweils bis zum gegenüberliegenden Umfang der Scheibe er
streckt. Die Spitze kann einen Winkel in der Größenordnung von
etwa 50 bis 70° aufweisen, wobei je nach der Geometrie auch ab
weichende Winkel möglich sind. Während die Flanken der dreieck
förmigen Ausnehmung in Fig. 4 gerade dargestellt sind, können
diese je nach der gewünschten Geometrie auch einen gekrümmten
Verlauf haben. Zur Befestigung des Steuerelementes 48 an der
Führungshülse 28 ist eine Schraube vorgesehen, die gemäß Fig. 4
als Schlitzschraube ausgeführt ist und die in einer entspre
chend geformten Bohrung 53 mit Ansenkung versenkt aufgenommen
ist.
Das Steuerelement 48 ist mittels der Schraube 51 und einer un
tergelegten Scheibe 52, die etwa als Kunststoffscheibe oder
auch als Federring ausgebildet sein kann, gegen einen gewissen
Widerstand verdrehbar an der Kupplungsstange 12 befestigt.
Die Geometrie des Steuerelementes 48 und der dreieckförmigen
Ausnehmung 49, der Führungsnase 46 und der gekrümmten Abschnit
te der Führungsnuten 42, 43 sind nun so aufeinander abgestimmt,
daß das Steuerelement 48 eine Umlenkung aus dem gekrümmten Ab
schnitt der ersten Führungsnut 42 über den Wendepunkt 44 in den
gekrümmten Abschnitt der zweiten Führungsnut 43 bewirkt und um
gekehrt.
Während sich der gemeinsame Wendepunkt 44 in der Mitte zwischen
den Führungsnuten 42, 43 befindet, ist das Steuerelement 50 so
angeordnet, daß sich die Spitze 50 je nach Winkelstellung ent
weder links gemäß Fig. 2 oder rechts davon befindet, so daß bei
einer Bewegung der Kupplungsstange 12 nach unten bis in die
Zwischenstellung 16 die Führungsnase 46 bis in die Spitze 50
jenseits des Wendepunktes 44 gelangt, was bei einer nachfolgen
den Umkehrung der Bewegungsrichtung zum Weiterlaufen in der je
weils anderen Führungsnut führt.
Befindet sich beispielsweise die Kupplungsstange 12 in der Zwi
schenstellung 16, in der sich die Führungsnase 46 am Wendepunkt
44 zwischen den beiden Führungsnuten 42 und 43 befindet, und
ist das Steuerelement 50, wie in Fig. 2 dargestellt, nach links
verkippt, bis es mit seinem linken Ende 63 an der Führungsnut
42 anschlägt, und wird ausgehend von dieser Stellung aus die
Kupplungsstange 12 durch das Zugelement 30 nach oben gezogen,
so bewirkt das Steuerelement 48, daß die Führungsnase 46 in der
ersten Führungsnut 42 läuft und daß während des Durchlaufens
der Führungsnase 46 durch die dreieckförmige Ausnehmung 49 das
Steuerelement 48 nach rechts um etwa 28° im gezeigten Beispiel
umgesteuert wird. Somit erfolgt beim Bewegen aus der Zwischen
stellung 16 ein Verschwenken der Kupplungsstange 12 nach rechts
um einen Winkel von 45°, bis die Arbeitsstellung 15 gemäß den
Fig. 1 und 3 erreicht ist, in der die Kupplungsstange 12 mit
ihrem fahrzeugseitigen Ende nur teilweise in das Kupplungsge
häuse 20 eingefahren ist, die Führungshülse 28 jedoch vollstän
dig in das Kupplungsgehäuse 20 eingefahren ist, was durch die
kürzere Ausbildung der ersten Führungsnut 42 erreicht wird.
Die Führungsnuten 42, 43 und das Steuerelement 50 werden vor
zugsweise als Einsatzteil auf der Kupplungsstange 12 montiert.
Hierzu wird also zunächst ein entsprechend großer Ausschnitt
aus der Oberfläche des fahrzeugseitigen Endes 18 der Kupplungs
stange 12 ausgefräst. Dann wird eine geeignete Vertiefung er
zeugt, in die das Steuerelement 50 unter Zwischenlage der
Scheibe 52 oder eines Federrings eingeschraubt wird. Darüber
wird dann das Einsatzteil mit den Führungsnuten 42, 43 z. B.
durch Schrauben befestigt. Zur Vereinfachung kann auch auf die
Schraube 51 verzichtet werden und die Befestigung des Steuere
lementes lediglich durch die Befestigung des Einsatzteiles mit
den Führungsnuten 42, 43 erfolgen.
In der Arbeitsstellung 15 gemäß Fig. 1 erstreckt sich die Kupp
lungsstange 12 aus der Öffnung an der Unterseite der Stoßstange
42 nach unten und schließlich in einem Bogen nach oben, so daß
sich das als Kugelkopf ausgebildete Kupplungselement 14 in der
gewünschten Höhe der Arbeitsposition befindet. In dieser Stel
lung wird die Kupplungsstange 12 in nachfolgend noch an Hand
von Fig. 3 beschriebener Weise arretiert.
Wird die Arretierung gelöst, so bewegt sich die Kupplungsstange
12 ausgehend von dieser Arbeitsstellung 15 unter der Wirkung
ihres Eigengewichts und mit zusätzlicher Unterstützung des Fe
derelementes 33 wieder nach unten bis in die Zwischenstellung
16, wobei eine Verschwenkung um 45° nach links erfolgt. Nach
Erreichen des Wendepunktes 44 mit der Führungsnase 46 wird die
Bewegung wieder durch das Steuerelement 48 umgesteuert, so daß
bei einem anschließenden Hochziehen der Kupplungsstange 12 über
das Zugelement 30 eine weitere Verschwenkung der Kupplungsstan
ge 12 nach links erreicht wird, während sich die Führungsnase
46 durch den gekrümmten Abschnitt der zweiten Führungsnut 43
bewegt. Die axiale Länge der zweiten Führungsnut 43 ist nun so
bemessen, daß Kupplungsstange 12 und die Führungshülse 28 beim
anschließenden Erreichen der Ruhestellung 17 vollständig ver
senkt im Kupplungsgehäuse 20 aufgenommen sind.
Um zu gewährleisten, daß sich beim Ausfahren aus der Ruhestel
lung 17 nach unten nicht die Führungshülse 28 schneller nach
unten bewegt als die Kupplungsstange 12, was dazu führen würde,
daß das Steuerelement 48 funktionslos würde, können die Passun
gen zwischen Kupplungsgehäuse 20 und Führungshülse 28 und zwi
schen der Bohrung 27 und dem fahrzeugseitigen Ende 18 der Kupp
lungsstange 12 in geeigneter Weise aufeinander abgestimmt sein.
Zusätzlich kann, wie in Fig. 2 dargestellt, beispielsweise eine
Stellschraube 35 in der Wand des Kupplungsgehäuses 20 vorgese
hen sein, mit der ein einstellbarer Widerstand auf die Außen
seite der Führungshülse 28 ausgeübt werden kann, wobei gegebe
nenfalls noch ein Kunststoffteil als Gleitelement dazwischenge
schaltet sein kann. Wie bereits erwähnt, dient diese einstell
bare Hemmung lediglich dazu, die Bewegungen beim Ausfahren von
Führungshülse 28 und Kupplungsstange 12 nach unten so aufeinan
der abzustimmen, daß die Funktion des Steuerelementes 48 in je
dem Falle sichergestellt ist.
Zur Arretierung der Kupplungsstange 12 innerhalb des Kupplungs
gehäuses 20 sowohl in der Arbeitsstellung als auch in der Ruhe
stellung sind zwei übereinander liegende Dorne 54 bzw. 58 vor
gesehen, die in Querbohrungen des Kupplungsgehäuses 20 geführt
sind und jeweils mit einer kegelförmigen Spitze 55 bzw. 59 in
entsprechend geformte und positionierte Bohrungen 40 bzw. 41 am
fahrzeugseitigen Ende 18 der Kupplungsstange 12 eingreifen.
Diese Dorne sind durch Federelemente 56 bzw. 60 in Richtung auf
die Kupplungsstange 12 vorgespannt, so daß eine sichere Arre
tierung immer dann gewährleistet ist, wenn die Dorne 54 bzw. 58
in die Bohrungen 40 bzw. 41 eingreifen.
In den Fig. 2 und 3 sind die Bohrungen 40 bzw. 41 darge
stellt, die für die Arbeitsstellung 15 vorgesehen sind.
Zur Arretierung in der Ruhestellung 17 sind in entsprechender
Weise in geeigneter Lage um 90° gegenüber den beiden anderen
Bohrungen 40, 41 versetzte Bohrungen angeordnet, in die die
Dorne 54, 58 in der Ruhestellung 17 eingreifen, um die Kupp
lungsstange 12 zu arretieren. Hierzu ist jedoch kein Formschluß
erforderlich. Es reicht auch eine zylindrische Bohrung z. B. mit
einer Ausfräsung aus, in die lediglich ein Dorn eingreift.
Zum Lösen der Arretierung müssen die Dorne 54, 58 nach außen
aus den Bohrungen der Kupplungsstange 12 herausgezogen werden,
was gegen die Kraft der Federelemente 56, 60 erfolgt. Hierzu
können beide Dorne 54, 58 etwa über ein gemeinsames Zugelement
62 wiederum mit Hilfe eines Seilzuges, eines Elektromotors und
eines geeigneten Untersetzungsgetriebes betätigt werden, wozu
ein gemeinsamer Hügel 61 verwendet werden kann.
Zur Steuerung der Zugelemente 30 bzw. 62 und zur Funktionsüber
wachung ist eine geeignete elektronische Steuerung 36 vorgese
hen, die über eine entsprechende Leitungen, die mit den Ziffern
37, 38 und 39 lediglich schematisch angedeutet sind, mit den
einzelnen Funktionselementen, und gegebenenfalls zusätzlichen
Sensoren und Anzeige- und Schaltelementen etwa am Armaturen
brett verbunden ist.
Claims (18)
1. Bei Nichtgebrauch einziehbare Anhängekupplung für ein
Fahrzeug, mit einem mit einem fahrzeugfesten Träger (24)
fest verbindbaren Kupplungsgehäuse (20) zur Aufnahme des
zugfahrzeugseitigen Endes (18) einer Kupplungsstange (12),
an deren äußerem Ende ein Kupplungselement (14) vorgesehen
ist, das mit einem Gegenkupplungselement eines
anzukuppelnden Anhängers zusammenwirken kann, wobei die
Kupplungsstange (12) zwischen einer vom Fahrzeugheck weg
gerichteten Arbeitsstellung (15) und einer am Fahrzeugheck
(23) versenkten Ruhestellung (17) in dem Kupplungsgehäuse
(20) begrenzt in Vertikalrichtung verschieblich und um die
im wesentlichen vertikal ausgerichtete Längsmittelachse
(21) des Kupplungsgehäuses (20) bzw. die Längsmittelachse
(13) des fahrzeugseitigen Endes (18) der Kupplungsstange
(12) begrenzt schwenkbar geführt ist, wobei Mittel (54,
55, 56, 58, 59, 60) zur Arretierung der Kupplungsstange
(12) in der Arbeitsstellung (15) vorgesehen sind, wobei
weiterhin Mittel (30, 42, 43) zur Überführung der
Kupplungsstange (12) von der Arbeitsstellung (15) in die
Ruhestellung (17) und umgekehrt vorgesehen sind, wodurch
beim Übergang der Kupplungsstange (12) von der
Arbeitsstellung (15) in die Ruhestellung (17) zunächst das
fahrzeugseitige Ende (18) der Kupplungsstange (12) in dem
Kupplungsgehäuse (20) nach unten verschoben und dann in
der Nähe der am weitesten abgesenkten Stellung der
Kupplungsstange (12) diese um etwa 90° um die Längsmittel
achse (21) des Kupplungsgehäuses (20) bzw. die Längs
mittelachse (13) des fahrzeugseitigen Endes (18) der
Kupplungsstange (12) zum Fahrzeugheck (23) hin geschwenkt
wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel (30, 42, 43) zur Überführung der Kupplungs stange (12) dazu ausgebildet sind, die Kupplungsstange (12) anschließend an den Schwenkvorgang zum Fahrzeugheck (23) in dem Kupplungsgehäuse (20) nach oben in die end gültige Ruhestellung (17) zu verschieben, wobei in der Oberfläche des fahrzeugseitigen Endes (18) der Kupplungs stange (12) eine Führungsnut (42, 43, 44) vorgesehen ist, die aus zwei geraden Abschnitten (42, 43) und einem die beiden geraden Abschnitte (42, 43) in ihrem oberen Bereich verbindenden, um etwa 180° gekrümmten Abschnitt besteht, wobei die beiden geraden Abschnitte (42, 43), bezogen auf die Längsmittelachse (13), zueinander auf der Oberfläche des fahrzeugseiten Endes (18) der Kupplungsstange (12) um etwa 90° versetzt sind und wobei in die Führungsnut (42, 43, 44) eine entsprechende gehäusefeste Führungsnase (46) eingreift, wodurch die Kupplungsstange (12) beim Verschwenken von der Arbeitsstellung (15) in die Ruhestellung (17) und umgekehrt entlang der Führungsnut (42, 43, 44) zwangsgeführt wird.
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel (30, 42, 43) zur Überführung der Kupplungs stange (12) dazu ausgebildet sind, die Kupplungsstange (12) anschließend an den Schwenkvorgang zum Fahrzeugheck (23) in dem Kupplungsgehäuse (20) nach oben in die end gültige Ruhestellung (17) zu verschieben, wobei in der Oberfläche des fahrzeugseitigen Endes (18) der Kupplungs stange (12) eine Führungsnut (42, 43, 44) vorgesehen ist, die aus zwei geraden Abschnitten (42, 43) und einem die beiden geraden Abschnitte (42, 43) in ihrem oberen Bereich verbindenden, um etwa 180° gekrümmten Abschnitt besteht, wobei die beiden geraden Abschnitte (42, 43), bezogen auf die Längsmittelachse (13), zueinander auf der Oberfläche des fahrzeugseiten Endes (18) der Kupplungsstange (12) um etwa 90° versetzt sind und wobei in die Führungsnut (42, 43, 44) eine entsprechende gehäusefeste Führungsnase (46) eingreift, wodurch die Kupplungsstange (12) beim Verschwenken von der Arbeitsstellung (15) in die Ruhestellung (17) und umgekehrt entlang der Führungsnut (42, 43, 44) zwangsgeführt wird.
2. Anhängekupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im Kupplungsgehäuse (20) eine Führungshülse (28) in
Vertikalrichtung beweglich geführt ist, in der die
Kupplungsstange (12) beweglich geführt ist.
3. Anhängekupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwischen der Ruhestellung (17) und der
Arbeitsstellung (15) eine Zwischenstellung (16) vorgesehen
ist, in der die Kupplungsstange (12) nach unten aus dem
Kupplungsgehäuse (20) ausgefahren und um einen Winkel, der
vorzugsweise etwa der Hälfte des Schwenkwinkels zwischen
der Ruhestellung (17) und der Arbeitsstellung (15) ent
spricht, gegenüber der Ruhestellung (17) verschwenkt ist.
4. Anhängekupplung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Steuerelement (48) vorgesehen ist, das
ein weiterlaufen der Führungsnase (46) von einer der
beiden Führungsnuten (42, 43) in die jeweils andere
Führungsnut (42, 43) über einen gemeinsamen Wendepunkt
(44) bei einer Umkehrung der Bewegungsrichtung bewirkt.
5. Anhängekupplung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuerelement (48) als zwischen einer ersten und
einer zweiten Winkelstellung drehbewegliche Steuerscheibe
ausgebildet ist, in der eine dreieckförmige Ausnehmung
(49) vorgesehen ist, in der die Führungsnase (46) derart
geführt ist, daß bei der Bewegung der Führungsnase (46)
bis in die Spitze (50) des Dreiecks und einer anschließen
den Umkehr der Bewegung eine Umlenkung in die jeweils
andere Führungsnut (42, 43) und eine anschließende Ver
kippung der Steuerscheibe in die jeweils andere Winkel
stellung erfolgt.
6. Anhängekupplung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß Mittel (52) zur Hemmung der Drehbeweglichkeit der
Steuerscheibe vorgesehen sind.
7. Anhängekupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnase (46) an der
Führungshülse (28) vorgesehen ist und daß die axiale Länge
der Führungsnuten (42, 43) so bemessen ist, daß die
Führungshülse (28) sowohl in der Arbeitsstellung (15) als
auch in der Ruhestellung (17) vollständig in das
Kupplungsgehäuse (20) eingefahren ist.
8. Anhängekupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Arretierung der Kupplungs
stange (12) in der Arbeitsstellung (15) zumindest eine
Bohrung (40, 41) am fahrzeugseitigen Ende (18) der
Kupplungsstange (12) vorgesehen ist, in die ein im
Kupplungsgehäuse (12) geführter Dorn (54, 58) form
schlüssig eingreift.
9. Anhängekupplung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Dorn (54, 58) in der zumindest einen
Bohrung (40, 41) selbstzentrierend ausgebildet ist.
10. Anhängekupplung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die zumindest eine Bohrung (40, 41) als Radialbohrung
mit konischer Form ausgebildet ist.
11. Anhängekupplung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die zumindest eine Bohrung einen Konuswinkel zwischen
etwa 10° und 30°, vorzugsweise von etwa 20° umfaßt.
12. Anhängekupplung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Dorn (54, 58) vorzugsweise durch
ein Federelement (56, 60) in Richtung auf die Kupplungs
stange (12) vorgespannt ist.
13. Anhängekupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Eigengewicht der
Kupplungsstange (12) ausreicht, um nach lösen der Arretie
rung ein ausfahren aus der Ruhestellung (17) oder der
Arbeitsstellung (15) in die Zwischenstellung (16) zu be
wirken.
14. Anhängekupplung nach Anspruch 4 und 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß Mittel (35) zur Hemmung des Ausfahrens der
Führungshülse (28) aus dem Kupplungsgehäuse (20) nach
unten vorgesehen sind.
15. Anhängekupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsstange (12) in
der Ruhestellung (17) und in der Arbeitsstellung (15)
durch ein Federelement (33) nach unten vorgespannt ist.
16. Anhängekupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewegung der Kupplungs
stange (12) aus der Zwischenstellung (16) in die Arbeits
stellung (15) oder die Ruhestellung (17) ein automatisch
betätigbares Zugelement (30) zum Hochziehen der Kupplungs
stange (12) vorgesehen ist.
17. Anhängekupplung nach einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß zum Lösen der Arretierung der
Kupplungsstange (12) ein automatisch betätigbares Zug
element (62) vorgesehen ist.
18. Anhängekupplung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Zugelement (30, 62) ein motorisch über
ein Untersetzungsgetriebe angetriebener Seilzug ist.
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