DE19816126A1 - Leiterplatte mit einem Kupplungselement einer Steckvorrichtung - Google Patents
Leiterplatte mit einem Kupplungselement einer SteckvorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Leiterplatte, insbesondere für ein Anzeigeinstrument in einem Kraftfahrzeug, mit einem Kupplungselement einer Steckvorrichtung und mit einer oder mehreren Ausnehmungen und einem oder mehreren die Ausnehmungen durchgreifenden Anschlußkontakten des Kupplungselementes, wobei das Kupplungselement einen mit der Leiterplatte verbundenen Sockel aufweist und wobei der oder die Anschlußkontakte auf der einem Kupplungsbereich des Kupplungselementes abgewandten Seite der Leiterplatte mit dieser elektrisch verbunden sind. DOLLAR A Um die Herstellung der Leiterplatte zu vereinfachen, schlägt die Erfindung vor, daß der Sockel des Kupplungselementes ein die Leiterplatte in einer Ausnehmung durchgreifendes und um eine in etwa senkrecht zu der Leiterplatte verlaufende Achse tordierbares, das Kupplungselement mit der Leiterplatte verrastendes Verbindungselement aufweist, das die von dem Verbindungselement durchgriffene Ausnehmung in einer zu der Leiterplatte in etwa parallelen Ebene unter einem Winkel zu dem Verbindungselement angeordnet ist und daß das Verbindungselement bei einem Einführen in die Ausnehmung tordiert wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Leiterplatte, insbesondere für ein Anzeigeinstrument
in einem Kraftfahrzeug, mit einem Kupplungselement einer Steckvorrichtung
und mit einer oder mehreren Ausnehmungen und einem oder mehreren die
Ausnehmungen durchgreifenden Anschlußkontakten des Kupplungselementes,
wobei das Kupplungselement einen mit der Leiterplatte verbundenen Sockel
aufweist und wobei der oder die Anschlußkontakte auf der einem Kupplungsbe
reich des Kupplungselementes abgewandten Seite der Leiterplatte mit dieser
elektrisch verbunden sind.
Derartige Leiterplatten sind z. B. in heutigen Kombinationsinstrumenten von
Kraftfahrzeugen allgemein verbreitet und daher bekannt. Ein als Steckerauf
nahme ausgebildetes Kupplungselement dient dabei dem elektrischen Verbin
den der Leiterplatte mit einem elektrischen Stecker, über welchen insbesondere
der Datenaustausch des Kombinationsinstrumentes mit einer Fahrzeugelektro
nik zur Ansteuerung der einzelnen Anzeigen des Kombinationsinstrumentes
erfolgt. Eine Befestigung der Steckeraufnahme auf der Leiterplatte und die er
forderliche Kontaktierung der elektrischen Leiter der Aufnahme mit Leiterbah
nen der Leiterplatte ist dabei aufwendig gestaltet. Es ist notwendig, Steckerauf
nahme und Leiterplatte exakt zueinander zu positionieren, zu fügen und zu ver
stemmen. Auf diese Weise wird eine mechanische Verbindung zwischen Lei
terplatte und Steckeraufnahme erzielt. Darüber hinaus sind noch die elektri
schen Leiter der Steckeraufnahme mit der Leiterplatte zu kontaktieren, was
beispielsweise mittels eines Wellenlötverfahrens durchgeführt wird. Insbeson
dere die erstgenannten Schritte des Fügens und Verbindens der Steckerauf
nahme mit der Leiterplatte sind kompliziert und zeitaufwendig und stellen ins
besondere bei einer automatisierten Massenfertigung in großen Stückzahlen
ein erhebliches Hindernis dar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leiterplatte mit einem Kupp
lungselement einer Steckervorrichtung der oben genannten Art zu schaffen, die
eine einfache und positionsgenaue Montage sowie eine sichere und dauerhafte
mechanische Verbindung der beiden Bauteile gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Sockel des
Kupplungselementes ein die Leiterplatte in einer Ausnehmung durchgreifendes
und um eine in etwa senkrecht zu der Leiterplatte verlaufende Achse tordierba
res, das Kupplungselement mit der Leiterplatte verrastendes Verbindungsele
ment aufweist, daß die von dem Verbindungselement durchgriffene Ausneh
mung in einer zu der Leiterplatte in etwa parallelen Ebene unter einem Winkel
zu dem Verbindungselement angeordnet ist und daß das Verbindungselement
bei einem Einführen in die Ausnehmung tordiert wird. Mit der erfindungsgemä
ßen Leiterplatte ist es nicht mehr erforderlich, das Kupplungselement und die
Leiterplatte in einem zusätzlichen Verfahrensgang durch Verstemmen, Ver
schrauben oder ähnlichem miteinander zu verbinden. Darüber hinaus entfällt
auch ein exaktes Positionieren vor dem Fügen der beiden Elemente, da durch
die Anordnung des Verbindungselementes und der Ausnehmung unter einem
Winkel zueinander eine automatische Lageausrichtung beim Zusammenführen
von Leiterplatte und Kupplungselement erfolgt. Weiterhin ist es günstig, daß die
Verbindung durch eine Verrastung gesichert wird, so daß Leiterplatte und
Kupplungselement gegebenenfalls wieder voneinander getrennt werden kön
nen, was z. B. bei einer Verstemmung nicht beschädigungslos möglich wäre.
Man könnte sich vorstellen, den Sockel des Kupplungselementes lediglich mit
tels eines einzigen Verbindungselementes mit der Leiterplatte zu verrasten. Die
Verbindung weist vorteilhaft jedoch eine besonders hohe Festigkeit und Lage
sicherheit auf, wenn zwei, an gegenüberliegenden Seiten des Sockels ange
ordnete Verbindungselemente vorgesehen sind.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die von dem
Verbindungselement durchgriffene Ausnehmung mit der oder mit einer der von
dem oder den Anschlußkontakten durchgriffenen Ausnehmungen eine gemein
same Ausnehmung bildend verbunden. Dabei kann z. B. eine Seite einer von
einem oder mehreren Anschlußkontakten durchgriffenen Ausnehmung derart
ausgebildet sein, daß sie als Durchgriff für das Verbindungselement dient. Auf
diese Weise wird die Bearbeitung der Leiterplatte erheblich vereinfacht und der
dafür notwendige Werkzeugaufwand reduziert.
Die Positioniergenauigkeit des Kupplungselementes wird vorzugsweise da
durch erhöht, daß der Sockel einen eine Ausnehmung der Leiterplatte in etwa
senkrecht durchgreifenden Zapfen aufweist. Dabei ist es von weiterem Vorteil,
wenn zwei, an gegenüberliegenden Seiten des Sockels angeordnete und je
weils eine Ausnehmung der Leiterplatte in etwa senkrecht durchgreifende
Zapfen vorgesehen sind, so daß insbesondere auch eine verdrehsichere Zu
ordnung des Kupplungselementes zu der Leiterplatte erreicht werden kann. Um
das Fügen der Bauteile zu erleichtern, ist es günstig, wenn der oder die Zapfen
an ihrem freien Ende sich entgegen der Fügerichtung konisch erweiternd aus
gebildet sind. Eine Kodierung der Einbaulage des Kupplungselementes an der
Leiterplatte ist in besonders einfacher Weise dadurch zu erreichen, daß die
Zapfen eine unterschiedliche Querschnittsform oder -größe aufweisen.
Bei einem Verbinden oder Trennen des Kupplungselementes, das zum Beispiel
als Steckerleiste ausgebildet sein kann, in welches Kupplungselement z. B. ein
als Buchsenleiste ausgebildeter Stecker als zweites Kupplungselement einge
führt wird, dürfen keine Kräfte auf den Verbindungsbereich der Anschlußkon
takte mit der Leiterplatte, die zu einer Zerstörung der Kontaktierung führen
können, übertragen werden. Daher weist der Sockel gemäß einer anderen
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einen in etwa parallel zu der Leiter
platte verlaufenden und an diese anlegbaren Flansch auf. Damit werden auf
den Sockel einwirkende äußere Kräfte direkt auf die Leiterplatte übertragen,
ohne die Kontaktierung der Anschlußkontakte zu belasten.
Für eine sichere Verbindung von Kupplungselement und Leiterplatte ist es
wichtig, daß das Verbindungselement eine hinreichende Torsionssteifigkeit
auch unter Einfluß schwankender Umgebungstemperaturen aufweist. Von be
sonderem Vorteil ist es, wenn das Verbindungselement aus Blech oder Kunst
stoff besteht und damit einfach und kostengünstig sowie in großen Stückzahlen
herstellbar ist.
Da das Verbindungselement sowohl einem zielgenauen Fügen von Kupplungs
element und Leiterplatte als auch einem Verrasten dieser Elemente und deren
sicherem Halt aneinander dient, ist es von besonderem Vorteil, wenn das Ver
bindungselement entgegen einer Einführrichtung in die Leiterplatte hintereinan
derliegend einen Einführ- und Halteabschnitt und einen Torsionsabschnitt auf
weist. Man könnte sich vorstellen, das Verbindungselement als mit dem Kupp
lungselement ein einziges Bauteil bildendes Bauelement auszuführen, wobei
als Werkstoff z. B. ein temperaturstabiler Kunststoff gewählt werden könnte. Für
eine bezüglich der Aufgaben der einzelnen Bauteile optimierte Werkstoffaus
wahl, wobei z. B. für das Verbindungselement ein Blech und für das Kupplungs
element ein Kunststoff gewählt wird, kann es jedoch notwendig sein, Verbin
dungselement und Kupplungselement als einzelne Bauteile zu gestalten, die
jedoch miteinander verbunden werden müssen. Hierbei ist es von besonderem
Vorteil, wenn das Verbindungselement entgegen der Einführrichtung an den
Torsionsabschnitt anschließend einen Befestigungsabschnitt aufweist, um sei
ne Anordnung an dem Kupplungselement zu ermöglichen. Dabei ist diese An
ordnung vorteilhaft besonders einfach, wenn der Sockel eine Ausnehmung
aufweist, in welche der Bestigungsabschnitt des Verbindungselementes ein
fügbar ist.
Einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung entsprechend weist
das Verbindungselement im Bereich des Torsionsabschnittes eine Ein
schnürung auf. Auf diese Weise wird eine besonders gute Tordierbarkeit des
Verbindungselementes erreicht und eine aufwendige Gestaltung des Torsions
abschnittes ist nicht erforderlich.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn gemäß einer anderen Weiterbildung der Er
findung der Einführ- und Halteabschnitt in Einführrichtung keilförmig ist. Da
durch erfolgt beim Einführen des Verbindungselementes in die Ausnehmung
der Leiterplatte eine selbsttätige Zentrierung, wodurch sich dieser Fügevorgang
in besonders vorteilhafter Weise automatisieren und somit maschinell durchfüh
ren läßt.
Um einen sicheren und festen Sitz des Kupplungselementes an der Leiterplatte
zu gewährleisten, ist eine exakte Tolerierung des Kupplungselementes, des
Verbindungselementes, der Ausnehmung sowie der Höhe der Leiterplatte er
forderlich. Dieses bedeutet einen hohen Fertigungsaufwand. Um auf einfache
Weise einen festen Sitz des Kupplungselementes an der Leiterplatte bei
gleichzeitigem Toleranzausgleich zu ermöglichen, ist es besonders vorteilhaft,
wenn der Einführ- und Halteabschnitt entgegen der Einführrichtung keilförmig in
den Torsionsabschnitt übergeht. Auf diese Weise ist immer eine straffe und
zentrierte Zuordnung von Kupplungselement und Leiterplatte gegeben.
Es wäre beispielsweise denkbar, das Verbindungselement dreidimensional
auszubilden, was aber einen erheblichen Fertigungsaufwand bedingen würde.
Der Herstellaufwand für das Verbindungselement ist vorteilhaft besonders ge
ring und der Materialaufwand niedrig, wenn das Verbindungselement in etwa
eben ist.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die von dem
Verbindungselement durchgriffene Ausnehmung schlitzförmig. Die einander
gegenüberliegenden, parallelen Seitenkanten des Schlitzes gewährleisten da
bei eine besonders präzise Führung eines Verbindungselementes, dessen
Einführ- und Halteabschnitt in Einführrichtung keilförmig ist. Gleiches gilt für
den verrasteten Zustand des Verbindungselementes, wenn dessen Einführ-
und Halteabschnitt entgegen der Einführrichtung keilförmig in den Torsionsab
schnitt übergeht.
Eine besonders leichte aber für ein sicheres Halten hinreichend große Tordie
rung des Verbindungselementes bei seinem Einführen in die Ausnehmung der
Leiterplatte wird vorteilhaft erreicht, wenn der Winkel zwischen der von dem
Verbindungselement durchgriffenen Ausnehmung und dem Verbindungsele
ment in etwa 20° beträgt.
Das Kupplungselement ist von besonders großer Stabilität, wenn es vorzugs
weise eine oder mehrere Ausnehmungen aufweist, in die der oder die An
schlußkontakte einfügbar sind. Die Ausnehmungen dienen dabei gleichzeitig
als stabilisierende Führungen der Anschlußkontakte.
Es wäre denkbar, geradlinige Anschlußkontakte vorzusehen, die mit der Leiter
platte z. B. durch Schwallöten verbunden werden. Gemäß einer anderen Wei
terbildung der Erfindung ist es jedoch besonders vorteilhaft, wenn der oder die
Anschlußkontakte L-förmig sind, wobei ein erster Schenkel des L mit der Lei
terplatte kontaktiert ist und der zweite Schenkel des L im Kupplungsbereich des
Kupplungselementes endet. Somit kann mittels des mit der Leiterplatte kontak
tierten Schenkels des L sowohl ein Toleranzausgleich der Baueinheit erzielt
werden als auch eine mechanische Belastung der Verbindung zwischen An
schlußkontakten und Leiterplatte zusätzlich weitestgehend vermieden werden.
Für ein Löten von Anschlußkontakten und Leiterplatte in Infrarot- oder Konvek
tionsöfen, die vorzugsweise bei einer Verlötung von SMD-Bauteilen verwendet
werden, ist es vorteilhaft, wenn der mit der Leiterplatte kontaktierte Schenkel im
Bereich der Kontaktierung eine Punkt- oder senkrecht zu der Erstreckungs
richtung des Schenkels eine Linienberührung der Leiterplatte bildend in Er
streckungsrichtung des Schenkels gewölbt ist.
Das mit der Leiterplatte verbundene Kupplungselement ist vorzugsweise be
sonders sicher und dauerhaft mit einer Gegenkupplung verbindbar, wenn das
Kupplungselement in seinem Kupplungsbereich eine zumindest teilweise um
laufende Nut aufweist, in die ein Klammerbügel einfügbar ist. Durch diesen
Klammerbügel sind die beiden Kupplungselemente miteinander verriegelbar.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung durchgreift das
Kupplungselement die Leiterplatte in einer Ausnehmung vollständig. Dabei
kann das Kupplungselement mit einem Flansch seines Sockels von der Seite
der Leiterplatte, auf der die Anschlußkontakte mit dieser zu verbinden sind, ge
gen die Leiterplatte angelegt und der übrige Teil des Kupplungselementes
durch die Leiterplatte hindurchgeführt werden. Dieses ist besonders dann gün
stig, wenn L-förmige Anschlußkontakte vorgesehen sind, deren zu kontaktie
rende Enden auf diese Weise einfach gegen Leiterbahnen der Leiterplatte an
gelegt werden können.
Es ist jedoch auch vorstellbar, daß vorteilhaft das Kupplungselement auf die
seinem Kupplungsbereich zugewandte Seite der Leiterplatte aufsetzbar ist,
wobei der oder die Anschlußkontakte die Leiterplatte in einer gemeinsamen
oder in jeweils einer Ausnehmung durchgreifen. Diese Ausführungsform bietet
sich beispielsweise an, wenn aus verfahrenstechnischen Gründen bei der Her
stellung der Leiterplatte eine Zuführung des Kupplungselementes auf der dem
Kupplungsbereich gegenüberliegenden Seite der Leiterplatte nicht möglich ist.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutli
chung ihres Grundprinzips ist eine davon anhand eines in der beigefügten
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Leiterplatte mit einem Kupplungselement
einer Steckvorrichtung in einer perspektivischen Ansicht,
Fig. 2 das Kupplungselement aus Fig. 1 mit einem zweiten, korrespon
dierenden Kupplungselement der Stellvorrichtung in einer Explo
sionsdarstellung,
Fig. 3 zwei ineinandergesteckte Kupplungselemente nach Fig. 2 ohne
Leiterplatte und
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Leiterplatte aus Fig.
1.
In Fig. 1 ist ein Ausschnitt einer Leiterplatte 1 eines Kombinationsinstrumentes
eines Kraftfahrzeugs dargestellt. Die Leiterplatte 1 weist in einer Ausnehmung
4 ein Kupplungselement 2 einer Steckvorrichtung auf. Das Kupplungselement 2
ist hierbei als Steckerleiste ausgeführt. Darüber hinaus sind in der Leiterplatte 1
Ausnehmungen 35 zu erkennen, die der Aufnahme von nicht dargestellten
Leuchtelementen, z. B. Glühbirnen, zur Beleuchtung von Anzeigen des Kombi
nationsinstrumentes dienen.
Das Kupplungselement 2 ist in seinem Innern mit einer Mehrzahl von An
schlußkontakten 5, deren erste Endbereiche in einem Kupplungsbereich 7 des
Kupplungselementes 2 angeordnet sind, zur elektrischen Verbindung mit einem
hier nicht dargestellten korrespondierenden Kupplungselement, das in den
Kupplungsbereich 7 des Kupplungselementes 2 einführbar ist, versehen. Dar
über hinaus weist das Kupplungselement 2 einen Sockel 6 auf, der der mecha
nischen Verbindung des Kupplungselementes 2 mit der Leiterplatte 1 dient. Der
Sockel 6 besitzt an zwei gegenüberliegenden Seiten jeweils einen Flansch 15,
wobei sich die Flansche 15 in etwa parallel zu der Leiterplatte 1 erstrecken, an
dieser anliegen und so das Kupplungselement 2 an der Leiterplatte 1 abstüt
zen. Auf den Flanschen 15 des Sockels 6 ist darüber hinaus jeweils ein Zapfen
14 vorhanden, der in eine korrespondierende Ausnehmung 13 der Leiterplatte
1 eingreift und so das Kupplungselement 2 zentriert. Um den Zusammenbau
von Kupplungselement 2 und Leiterplatte 1 zu vereinfachen, weist das freie
Ende 26 der Zapfen 14 eine in Einführrichtung des Kupplungselementes 2 in
die Leiterplatte 1 konisch zulaufende Form auf, so daß eine automatische Posi
tionierung des Kupplungselementes 2 erfolgt. Im eingebauten Zustand liegen
die Flansche 15 des Sockels 6 an der dem Kupplungsbereich 7 des Kupp
lungselementes 2 abgewandten Seite 8 der Leiterplatte 1 an. Die Leiterplatte 1
ist zumindest auf dieser, dem Kupplungsbereich 7 abgewandten Seite 8 ka
schiert, das heißt mit hier nicht dargestellten Leiterbahnen versehen. Darüber
hinaus kann zusätzlich auch eine Kaschierung auf einer dem Kupplungsbereich
7 zugewandten Seite 9 der Leiterplatte 1 vorgesehen sein.
Außerdem sind Fig. 1 zwei schlitzförmige Ausnehmungen 10 zu entnehmen,
deren Ausrichtung von Mittelachsen 36 beschrieben wird und die jeweils ein
Verbindungselement 12 des Kupplungselementes 2 aufnehmen. Die Mittelach
se 36 einer Ausnehmung 10 ist dabei unter einem Winkel α von in etwa 20° zu
der Quererstreckung des in etwa ebenen Verbindungselementes 12 angeord
net.
Die Gestalt des Verbindungselementes 12 geht aus Fig. 2 hervor. Das Ver
bindungselement 12 ist keilförmig ausgebildet und weist an seinem der Spitze
gegenüberliegenden Ende einen Befestigungsabschnitt 18 auf, mit dem es in
einen Schlitz 19 des Sockels 6 des Kupplungselementes 2 eingefügt ist. Das
Verbindungselement 12 kann z. B. aufgrund einer leichten Eigenwölbung
selbsttätig in dem Schlitz 19 gehalten werden, es kann aber zusätzlich mit
Klebstoff fixiert sein. Im vorliegenden Beispiel ist das Verbindungselement 12
ein Blech-Bauteil, und das als Steckerleiste ausgebildete Kupplungselement 2
ist aus einem Kunststoff gespritzt; seitlich an dem Befestigungsabschnitt 18
vorhandene Nasen 41 graben sich beim Fügen von Kupplungselement 2 und
Verbindungselement 12 daher in den Kunststoff des Kupplungselementes 2 ein
und halten das Verbindungselement 12 sicher. Das Kupplungselement wird in
einer Einführrichtung E in die Leiterplatte 1 eingefügt. Dabei durchgreift der
Sockel 6 die Ausnehmung 4 der Leiterplatte 1, die Zapfen 14 fassen in die
Ausnehmungen 13 und die Verbindungselemente 12 in die schlitzartigen Aus
nehmungen 10. Dabei läuft jedes Verbindungselement 12 mit Einführkanten 39
und 40 eines Einführ- und Halteabschnitts 16 auf Seitenkanten der schlitzför
migen Ausnehmung 10 auf. Aufgrund der Anordnung unter Winkel α von Aus
nehmung 10 und Verbindungselement 12 wird letzteres um eine in seiner
Längsrichtung verlaufende Torsionsachse 11 verdreht. Diese Verdrehung in in
Fig. 1 eingezeichneter Verdrehrichtung T findet hauptsächlich in einem zwi
schen Befestigungsabschnitt 18 und Einführ- und Halteabschnitt 16 angeord
neten Torsionsabschnitt 17 des Verbindungselementes 12 statt. Wenn der
Einführ- und Halteabschnitt 16 die Ausnehmung 10 vollständig durchgriffen hat
erfolgt eine selbsttätige Rückdrehung aufgrund der Federeigenschaften des
Verbindungselementes 12. Dabei kommen Abstützkanten 37 und 38 (vgl. Fig.
4) des Einführ- und Halteabschnitts 16 auf Seitenkanten der Ausnehmung 10
zur Anlage. Der Einführ- und Halteabschnitt 16 geht entgegen der Einführrich
tung E des Kupplungselementes 2 in die Leiterplatte 1 keilförmig in den Tor
sionsabschnitt 17 über, so daß die Abstützkanten 37 und 38 unter einem Win
kel von mehr als 90° in Einführrichtung E gegenüber einer Längsachse des
Verbindungselementes 12 verlaufen. Dadurch ist gewährleistet, daß das
Kupplungselement 2 und die Leiterplatte 1 vollständig auf Block liegen und es
folglich keinerlei Spiel zwischen diesen beiden Bauteilen gibt.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, weist das Kupplungselement 2 in Längsrichtung
eine Vielzahl von durchgehenden Ausnehmungen 20 auf, in die L-förmige An
schlußkontakte 5 eingefügt und in Nuten 27 stabilisiert sind. Im montierten Zu
stand des Kupplungselementes 2 ist ein erster Schenkel 21 des L-förmigen An
schlußkontaktes 5 mit einer hier nicht dargestellten Leiterplatte kontaktiert und
ein zweiter Schenkel 22 des L endet im Kupplungsbereich 7 des Kupplungs
elementes 2. Um eine definierte Auflage des ersten Schenkels 21 auf der Lei
terplatte zu gewährleisten, ist der mit der Leiterplatte kontaktierte Schenkel 21
im Bereich der Kontaktierung mit einer Biegung 25 versehen, so daß er mit ei
ner Punkt- oder senkrecht zu der Erstreckungsrichtung des Schenkels 21 mit
einer Linienberührung an der Leiterplatte anliegt. Eine definierte Anlage der
Anschlußkontakte 5 an der Leiterplatte 1, die durch die oben beschriebene
spielfreie Anordnung von Kupplungselement 2 und Leiterplatte 1 erreicht wird,
ist notwendig, um eine exakte Verlötung der Anschlußkontakte 5 mit der Leiter
platte 1 durchführen zu können. Hierfür ist es wichtig, daß die Anschlußkon
takte 5 mit ihrer Biegung 25 definiert in eine zuvor auf die Leiterplatte aufge
brachte Lötpaste eindrücken.
In Fig. 2 ist darüber hinaus auch ein zweites, als Buchsenleiste ausgeführtes
Kupplungselement 28 dargestellt, das mit dem ersten Kupplungselement 2 kor
respondiert und in dieses einführbar ist. Dazu weist das zweite Kupplungsele
ment 28 eine Mehrzahl von längsgerichteten Ausnehmungen 29 auf. Die Aus
nehmungen 29 besitzen senkrecht zu ihrer Erstreckungsrichtung jeweils eine
zusätzliche Ausnehmung 32. In die Ausnehmungen 29 sind Anschlußkontakte
30 eingefügt, welche zur Kontaktierung mit Anschlußkontakten 5 des ersten
Kupplungselementes 2 dienen. Die Anschlußkontakte 30 sind jeweils in einem
Seitenbereich mit einer Federlasche 31 versehen, die in die seitliche Ausneh
mung 32 der Ausnehmungen 29 eingreift und die Anschlußkontakte 30 sicher
in dem Kupplungselement 28 verriegelt. Darüber hinaus werden die Anschluß
kontakte 30 noch zusätzlich mittels eines Riegels 34, der in eine auf der Au
ßenseite des Kupplungselementes 28 teilweise umlaufende Nut 33 eingescho
ben wird, verriegelt.
Das erste Kupplungselement 2 weist in seinem Kupplungsbereich 7 eine teil
weise umlaufende Nut 23 auf, in die ein Klammerbügel 24 eingefügt ist. Der
Bügel 24 verriegelt das erste Kupplungselement 2 und das zweite Kupplungs
element 28, wenn diese zusammengefügt sind.
Eine entsprechende Steckverbindung 3 mit dem ersten Kupplungselement 2
und dem darin eingeführten zweiten Kupplungselement 28 ist, der Übersicht
lichkeit halber jedoch ohne Leiterplatte, in Fig. 3 dargestellt.
Claims (22)
1. Leiterplatte, insbesondere für ein Anzeigeinstrument in einem Kraftfahr
zeug, mit einem Kupplungselement einer Steckvorrichtung und mit einer
oder mehreren Ausnehmungen und einem oder mehreren die Ausneh
mungen durchgreifenden Anschlußkontakten des Kupplungselementes,
wobei das Kupplungselement einen mit der Leiterplatte verbundenen
Sockel aufweist und wobei der oder die Anschlußkontakte auf der einem
Kupplungsbereich des Kupplungselementes abgewandten Seite der Lei
terplatte mit dieser elektrisch verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sockel (6) des Kupplungselementes (2) ein die Leiterplatte (1) in
einer Ausnehmung (10) durchgreifendes und um eine in etwa senkrecht
zu der Leiterplatte (1) verlaufende Achse (11) tordierbares, das Kupp
lungselement (2) mit der Leiterplatte (1) verrastendes Verbindungsele
ment (12) aufweist, daß die von dem Verbindungselement (12) durchgrif
fene Ausnehmung (10) in einer zu der Leiterplatte (1) in etwa parallelen
Ebene unter einem Winkel (α) zu dem Verbindungselement (12) angeord
net ist und daß das Verbindungselement (12) bei einem Einführen in die
Ausnehmung (10) tordiert wird.
2. Leiterplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei, an
gegenüberliegenden Seiten des Sockels (6) angeordnete Verbindungs
elemente (12) vorgesehen sind.
3. Leiterplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
von dem Verbindungselement (12) durchgriffene Ausnehmung (10) mit
der oder mit einer der von dem oder den Anschlußkontakten (5) durch
griffenen Ausnehmungen (4) eine gemeinsame Ausnehmung bildend ver
bunden ist.
4. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Sockel (6) einen eine Ausnehmung (13) der Lei
terplatte (1) in etwa senkrecht durchgreifenden Zapfen (14) aufweist.
5. Leiterplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei, an
gegenüberliegenden Seiten des Sockels (6) angeordnete und jeweils eine
Ausnehmung (13) der Leiterplatte (1) in etwa senkrecht durchgreifende
Zapfen (14) vorgesehen sind.
6. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Sockel (6) einen in etwa parallel zu der Leiter
platte (1) verlaufenden und an diese anlegbaren Flansch (15) aufweist.
7. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Verbindungselement (12) aus Blech oder Kunst
stoff besteht.
8. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Verbindungselement (12) entgegen einer Einführ
richtung (E) in die Leiterplatte (1) hintereinanderliegend einen Einführ- und
Halteabschnitt (16) und einen Torsionsabschnitt (17) aufweist.
9. Leiterplatte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Ver
bindungselement (12) entgegen der Einführrichtung (E) an den Torsions
abschnitt (17) anschließend einen Befestigungsabschnitt (18) aufweist.
10. Leiterplatte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Sockel
(6) eine Ausnehmung (19) aufweist, in welche der Befestigungsabschnitt
(18) des Verbindungselementes (12) einfügbar ist.
11. Leiterplatte nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeich
net, daß das Verbindungselement (12) im Bereich des Torsionsabschnit
tes (17) eine Einschnürung aufweist.
12. Leiterplatte nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeich
net, daß der Einführ- und Halteabschnitt (16) in Einführrichtung (E) keil
förmig ist.
13. Leiterplatte nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeich
net, daß der Einführ- und Halteabschnitt (16) entgegen der Einführrich
tung (E) keilförmig in den Torsionsabschnitt (17) übergeht.
14. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Verbindungselement (12) in etwa eben ist.
15. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die von dem Verbindungselement (12) durchgriffene
Ausnehmung (10) schlitzförmig ist.
16. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Winkel (α) zwischen der von dem Verbindungs
element (12) durchgriffenen Ausnehmung (10) und dem Verbindungsele
ment (12) in etwa 20° beträgt.
17. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Kupplungselement (2) eine oder mehrere Aus
nehmungen (20) aufweist, in die der oder die Anschlußkontakte (5) ein
fügbar sind.
18. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß der oder die Anschlußkontakte (5) L-förmig sind, wo
bei ein erster Schenkel (21) des L mit der Leiterplatte (1) kontaktiert ist
und wobei der zweite Schenkel (22) des L im Kupplungsbereich (7) des
Kupplungselementes (2) endet.
19. Leiterplatte nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der mit
der Leiterplatte (1) kontaktierte Schenkel (21) im Bereich der Kontaktie
rung eine Punkt- oder senkrecht zu der Erstreckungsrichtung des Schen
kels eine Linienberührung der Leiterplatte (1) bildend in Erstreckungs
richtung des Schenkels gewölbt (Biegung 25) ist.
20. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Kupplungselement (2) in seinem Kupplungsbe
reich (7) eine zumindest teilweise umlaufende Nut (23) aufweist, in die ein
Klammerbügel (24) einfügbar ist.
21. Leiterplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Kupplungselement (2) die Leiterplatte (1) in einer
Ausnehmung (4) vollständig durchgreift.
22. Leiterplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeich
net, daß das Kupplungselement auf die seinem Kupplungsbereich zuge
wandte Seite der Leiterplatte aufsetzbar ist, wobei der oder die Anschluß
kontakte die Leiterplatte in einer gemeinsamen oder in jeweils einer Aus
nehmung durchgreifen.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19816126A DE19816126A1 (de) | 1998-04-09 | 1998-04-09 | Leiterplatte mit einem Kupplungselement einer Steckvorrichtung |
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