DE19747594A1 - Verpackungsmaschine mit bewegbaren Organen - Google Patents
Verpackungsmaschine mit bewegbaren OrganenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, insbesondere eine Ver
packungsmaschine, mit bewegbaren Organen, die einseitig bzw. in
einem Teilbereich einer Verschleißbeanspruchung ausgesetzt
sind.
Maschinen und Vorrichtungen aller Art weisen feststehende oder
bewegbare Organe auf, die aufgrund ihrer Funktion örtlich, näm
lich in einem Teilbereich, einer erhöhten Verschleißbean
spruchung ausgesetzt sind. Ein wichtiges Beispiel ist ein Hal
teorgan bzw. eine Andrückstange einer Verpackungsmaschine für
die Herstellung von Zigarettenpackungen, bei der Zuschnitte aus
Verpackungsmaterial zeitweilig durch das Halteorgan bzw. die
Andrückstange an einer Falthilfe, nämlich einem sogenannten
Faltdorn, fixiert werden. Das Halteorgan, insbesondere die An
drückstange, liegt mit einem Teilbereich an dem Zuschnitt und
mit diesem an der Falthilfe, nämlich am Faltdorn, an. Durch die
Häufigkeit der Arbeitstakte wird eine Verschleißbeanspruchung
auf das bewegbare Halteorgan, nämlich die Andrückstange, ausge
übt. Die Verschleißbeanspruchung ist vor allem dann nachteilig,
wenn das Halteorgan bzw. die Andrückstange mit Anlagebereichen
aus elastischem Werkstoff versehen ist, beispielsweise mit
einer Anzahl von in Axialrichtung auf der Andrückstange mit Ab
stand voneinander angeordneten Gummiringen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Vorrichtungen be
liebiger Art, insbesondere bei Verpackungsmaschinen, bewegbare
Organe, die einseitig bzw. in einem Teilbereich einer Ver
schleißbeanspruchung ausgesetzt sind, so auszubilden, daß die
nachteiligen Auswirkungen des Materialverschleißes aufgehoben
bzw. reduziert sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
dadurch gekennzeichnet, daß das bewegbare Organ von Zeit zu
Zeit verstellbar ist, derart, daß ein anderer Teilbereich der
Verschleißbeanspruchung ausgesetzt ist.
Die Erfindung geht aus von der Erkenntnis, daß die Verschleiß
beanspruchung nicht vermeidbar ist. Statt aber das der Ver
schleißbeanspruchung unterliegende Organ nach verhältnismäßig
kurzer Betriebsdauer auszuwechseln, wird eine (automatisch ge
steuerte) Verstellung des betreffenden Organs durchgeführt,
derart, daß dieses mit einem anderen Flächenbereich der Ver
schleißbeanspruchung ausgesetzt ist.
Das geschilderte Problem tritt besonders auf bei Verpackungsma
schinen für Zigaretten, insbesondere für die Herstellung von
Zigarettenpackungen des Typs Weichbecher. Bei hierfür ent
wickelten Verpackungsmaschinen sind Falthilfen an einem Faltre
volver angeordnet, nämlich Faltdorne. Zuschnitte aus Ver
packungsmaterial werden an die Außenseite dieser Faltdorne an
gelegt und durch Halteorgane zeitweilig fixiert, insbesondere
durch jeweils eine sich in Längsrichtung des Faltdorns an des
sen Außenseite erstreckende Andrückstangen. Diese liegen zum
Fixieren des Zuschnitts zeitweilig am Faltdorn an. Hierdurch
entstehen bei der Vielzahl der Arbeitstakte Verschleißbean
spruchungen. Erfindungsgemäß wird das Halteorgan bzw. die An
drückstange von Zeit zu Zeit in Umfangsrichtung gedreht, und
zwar um einen verhältnismäßig kleinen Drehwinkel, so daß ein
nicht beanspruchter Umfangsbereich der Andrückstange oder eines
anderen zylindrischen Halteorgans als Andrückfläche bzw. -be
reich wirkt. Auf diese Weise kann dasselbe Halte- bzw. Andrück
organ über eine vielfach längere Betriebsdauer bei voller Funk
tionsfähigkeit eingesetzt werden.
Die Erfindung schlägt ein selbsttätig steuerbares Betätigungs
getriebe vor, mit dessen Hilfe das Halteorgan verstellt bzw.
die Andrückstange um einen Winkel gedreht werden kann. Das Ge
triebe ist auf lang dauernde, zuverlässige Betriebsweise einge
richtet.
Weitere Einzelheiten der Erfindung beziehen sich auf das Ver
stellen eines Halte- bzw. Andrückorgans, insbesondere auf das
Stellgetriebe.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Teilbereich einer Verpackungsmaschine für
Weichbecherpackungen in schematischer Seitenansicht,
Fig. 2 ein Maschinendetail der Vorrichtung gemäß Fig. 1,
nämlich einen Faltrevolver, ebenfalls in vereinfach
ter Darstellung,
Fig. 3 ein Organ des Faltrevolvers, nämlich eine Andrück
stange, in stark vergrößertem Maßstab,
Fig. 4 die Andrückstange im Querschnitt bzw. in Queransicht
in Andrückstellung,
Fig. 5 ein Betätigungsgetriebe für die Andrückstange in
Seitenansicht bzw. im Radialschnitt, nochmals ver
größert,
Fig. 6 das Getriebe gemäß Fig. 5 in einer Queransicht mit
einem Schnitt durch die Andrückstange.
Das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel befaßt
sich mit einer Verpackungsmaschine für die Fertigung von Ziga
rettenpackungen 10 des Typs Weichbecher. Die anderweitig aus
führlich beschriebene Verpackungsmaschine weist einen Faltre
volver 11 auf. Diesem werden Zigarettengruppen 12 durch eine
Taschenkette 13 zugeführt. Die Zigarettengruppen 12 werden im
Bereich des Faltrevolvers 11 von einem ersten, inneren Zu
schnitt 14 umhüllt, der üblicherweise aus Papier oder Stanniol
besteht. Des weiteren wird eine äußere Umhüllung angebracht,
nämlich ein Becher aus einem Papierzuschnitt (nicht gezeigt).
Für die Umhüllung der Zigarettengruppen 12 ist der Faltrevolver
11 längs des Umfangs mit einer Vielzahl von in Abständen von
einander angeordneten Aufnahmen für Zigarettengruppen 12 verse
hen, nämlich mit langgestreckten Faltdornen 15. Es handelt sich
dabei um dünnwandige Hohlkörper, die an beiden Enden offen
sind. Die Zigarettengruppe 12 wird in Längsrichtung in den
Faltdorn 15 eingeschoben. An der Außenseite des Faltdorns 15
werden nacheinander der Zuschnitt 14 (Innenumhüllung) und ein
Papierzuschnitt für den Weichbecher gefaltet. Die Einheit aus
den gefalteten Zuschnitten 14 und der Zigarettengruppe 12 wird
dann gemeinsam in Längsrichtung aus dem Faltdorn 15 ausgescho
ben bzw. von diesem abgezogen.
Für den Faltvorgang werden bei kontinuierlicher Drehbewegung
des Faltrevolvers 11 im Bereich einer ersten und zweiten Zu
schnittstation 16, 17 jeweils einzelne Zuschnitte 14 bereitge
halten und in die Umlaufbahn der Faltdorne 15 eingeführt. Die
Zuschnitte 14 werden dabei jeweils so positioniert, daß eine in
Drehrichtung des Faltrevolvers vornliegende (schmale) Seiten
wand 18 des Faltdorns einen Zuschnitt 14 erfaßt. Der Zuschnitt
legt sich sodann U-förmig an den Faltdorn 15 an.
Der Zuschnitt 14 wird an der Außenseite des Faltdorns 15 je
weils durch Halteorgane zeitweilig fixiert, nämlich bis zur Be
endigung von Faltschritten. Bei dem vorliegenden Ausführungs
beispiel ist jedem Faltdorn 15 ein am Faltrevolver 11 angeord
netes Andrückorgan zugeordnet, nämlich eine Andrückstange 19.
Diese erstreckt sich benachbart zur Seitenwand 18 des Falt
dorns. Zwischen den in Umfangsrichtung benachbarten Faltdornen
15 ist deshalb jeweils mindestens eine Andrückstange 19 als
Halteorgan positioniert.
Die Andrückstange 19 ist jeweils an einem Schwenkhebel 20 ange
bracht. Auch diese sind am Faltrevolver 11 gelagert, rotieren
also mit diesem. Die Schwenkhebel 20 bewegen die Andrückstangen
19 zwischen einer zurückgezogenen Ausgangsposition für die Zu
führung eines Zuschnitts 14 und einer Andrückstellung, in der
die Andrückstange 19 mit dem Zuschnitt an der Seitenwand 18 des
Faltdorns 15 anliegt (Fig. 4). Wie aus Fig. 2 ersichtlich, be
findet sich die Andrückstange 19 bei Übernahme eines Zuschnitts
14 durch einen Faltdorn 15 in der zurückgezogenen und unmittel
bar danach in einer Andrückstellung.
Während der weiteren Drehbewegung des Faltrevolvers 11 bleibt
die Andrückstange 19 in der Halteposition, bis die Faltschritte
abgeschlossen und der weitere, äußere Zuschnitt zugeführt wird,
nämlich im Bereich der Zuschnittstation 17. Rechtzeitig vorher
wird die Andrückstange 19 durch entsprechende Bewegung des
Schwenkhebels 20 in eine zurückgezogene Stellung bewegt, so daß
der weitere Zuschnitt zugeführt werden kann. Danach kehrt die
Andrückstange 19 erneut in die Halteposition unter Anlage am
Faltdorn 15 zurück.
Die Andrückstange 19 ist in besonderer Weise ausgebildet, näm
lich mit mehreren in axialem Abstand voneinander angeordneten
elastischen Andrückkörpern versehen. Es handelt sich dabei im
vorliegenden Falle um kreisförmige bzw. zylindrische Ringe 21.
Diese bestehen vorzugsweise aus Gummi und sind durch Aufvulka
nisieren auf der Andrückstange 19 befestigt. In der Andrück
stellung (Fig. 4) liegen die elastischen Ringe 21 an dem Zu
schnitt 14 (außen) an und drücken diesen an den Faltdorn 15,
nämlich an dessen Seitenwand 18. Die elastischen Ringe 21 wer
den bei diesem Andrückvorgang verformt, nämlich unter Bildung
einer Andrückfläche abgeplattet (Fig. 4).
Die Vielzahl der Arbeitstakte aufgrund der hohen Leistung der
artiger Verpackungsmaschinen führt zu einer Verschleißbean
spruchung der Andrückstange 19, und zwar insbesondere der Ringe
21. Diese werden im Bereich der Anlage an dem Zuschnitt 14 bzw.
am Faltdorn 15 bei jedem Andrücktakt einer Verschleißbean
spruchung ausgesetzt. Diese führt nach längerer Betriebsdauer
zu einer unerwünschten Veränderung des Organs bzw. der Ringe
21.
Es ist deshalb vorgesehen, daß nach einer bestimmten, am besten
empirisch festgelegten Betriebsdauer die Relativstellung des
Andrückorgans verändert wird. Im vorliegenden Falle wird die
Andrückstange 19 um einen Winkel in Umfangsrichtung verstellt,
nämlich gedreht. Dadurch gelangt ein anderer Umfangsbereich der
Ringe 21 in eine Position benachbart zum Faltdorn 15. Dieser
"neue" Umfangsbereich wird dann Andrückbereich der Ringe 21 am
Faltdorn 15.
Zur Durchführung dieser Stellbewegung ist die Andrückstange 19
drehbar im bzw. am Schwenkhebel 20 gelagert. Die Drehbewegung
um einen Winkelbetrag wird durch ein mechanisches Getriebe
vollzogen, welches auf ein auf der Andrückstange 19 angebrach
tes Zahnrad 22 wirkt. Das Zahnrad 22 ist unmittelbar neben dem
Schwenkhebel 20 auf der Andrückstange 19 gelagert und mit die
ser unverdrehbar verbunden. Eine Drehbewegung des Zahnrads 22
bewirkt eine entsprechende Drehbewegung der Andrückstange 19
mit den Ringen 21. Als Beispiel kann ein Bewegungstakt von 36°
vorgesehen sein. Bei diesem Beispiel ist das Zahnrad 22 so aus
gebildet, daß längs des Umfangs zehn Zähne 23 angeordnet sind.
Die Zähne 23 sind mit stark konvergierenden Zahnflanken ausge
bildet. Das Zahnrad 22 wird nach einer Betriebsdauer von bei
spielsweise 500 h weitergeschaltet, und zwar um einen Zahn 23,
also um 36°.
Zur Verstellung der Andrückstange 19 bzw. des Zahnrads 22 ist
ein Stellgetriebe 24 vorgesehen, welches ortsfest außerhalb des
Bewegungsbereichs des Faltrevolvers 11 bzw. der Faltdorne 15
angeordnet ist. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist das Stellge
triebe 24 im Anschluß an die zweite, im oberen Bereich des
Faltrevolvers 11 positionierte Zuschnittstation 17 angebracht.
Das Stellgetriebe 24 bringt zur Durchführung eines Stell
schritts einen (einzelnen) Schaltzahn 25 in Eingriff mit dem
Zahnrad 22. Der Schaltzahn 25 wird dabei zunächst aus einer
oberen, zurückgezogenen Position außerhalb des Bewegungsbe
reichs des Zahnrads 22 durch Abwärtsbewegung bzw. durch annä
hernde Radialbewegung in bezug auf das Zahnrad 22 an dieses an
genähert, so daß der Schaltzahn 25 in den Bereich zwischen zwei
benachbarten Zähnen 23 eintritt. Durch annähernde Tangentialbe
wegung führt sodann der Schaltzahn 25 die begrenzte Drehbewe
gung des Zahnrads 22, nämlich um einen Zahn 23, aus. Danach
wird der Schaltzahn 25 zurückgezogen in eine vom Zahnrad 22
entferntliegende Ausgangsstellung.
Der Schaltzahn 25 ist zu diesem Zweck an der freien Seite eines
Schieberkopfes 26 angebracht. Der Schieberkopf 26 wiederum ist
am freien Ende einer Kolbenstange 27 eines Druckmittelzylinders
28 befestigt. Zur Betätigung des Stellgetriebes 24 wird die
Kolbenstange 27 durch den Druckmittelzylinder 28 ausgefahren.
Für die Bewegung des Schaltzahns 25 in Eingriff und Außerein
griff mit dem Zahnrad 22 ist der Schieberkopf 26 mit einer Füh
rung 29 des Stellgetriebes 24 verbunden. In einem Führungskör
per ist eine als Nut ausgebildete Kulisse 30 eingeformt, in der
bei den hin- und hergehenden Bewegungen des Schieberkopfes 26
eine mit diesem verbundene Tastrolle 31 läuft. Die Tastrolle 31
ist über einen quergerichteten Zapfen 32 drehbar mit dem Schie
berkopf 26 verbunden, nämlich mit einem seitlich angebrachten
Ansatz 33.
Die Nut bzw. Kulisse 30 in der Führung 29 ist so ausgebildet,
daß bei einer Ausfahrbewegung der Kolbenstange 27 und ent
sprechender Bewegung des Schieberkopfes 26 dieser zunächst aus
einer in Radialrichtung zurückgezogenen Stellung an das Zahnrad
herangeführt wird und sodann der Schaltzahn 25 in den Bereich
zwischen zwei Zähnen 23 eintritt. Sodann erfolgt eine Querver
schiebung bzw. eine annähernde Tangentialbewegung, die den
eigentlichen Schalttakt bewirkt.
Die Verstellung des Andrückorgans, hier der Andrückstange 19,
wird zweckmäßigerweise bei einer zeitweiligen Betriebsunter
brechung der Verpackungsmaschine durchgeführt, nämlich während
des Leerfahrens der Verpackungsmaschine, wenn also die (rest
lichen) Packungen nacheinander aus der Verpackungsmaschine
herausgefördert werden. Dabei ergeben sich Stillstandsphasen
des Faltrevolvers. Währenddessen kann bei jedem Andrückorgan
bzw. bei jeder Andrückstange 19 die Stellbewegung durchgeführt
werden. Beim Wiederanfahren der Verpackungsmaschine arbeitet
dadurch die Andrückstange mit einem verschleißfreien Bereich
der Ringe 21.
Das Andrückorgan, nämlich die Andrückstange 19, ist in besonde
rer Weise mit einem freien Ende in einer Halterung bzw. im oder
am Schwenkhebel 20 gelagert (Fig. 5). Zu diesem Zweck ist ein
an das Zahnrad 22 anschließendes freies Ende der Andrückstange
19 als Kegel 34 ausgebildet. Dieser Kegel 34 bildet einen La
gerkörper der Andrückstange 19 in einem entsprechenden - hier
ebenfalls kegelförmigen - Lagerauge 35 des Schwenkhebels 20.
Während des Betriebs der Verpackungsmaschine bzw. der Andrück
stange 19 ist diese unverdrehbar an dem Schwenkhebel 20 ange
bracht, im vorliegenden Falle durch entsprechende Lagerung des
Kegels 34 im Lagerauge 35. Die verdrehungsfreie Lagerung wird
dadurch erreicht, daß auf den Lagerkörper der Andrückstange 19,
nämlich den Kegel 34, eine axiale Zugkraft ausgeübt wird, so
daß die äußere (kegelförmige) Lagerfläche des Kegels 34 unter
Spannung an der ebenfalls kegelförmigen Lagerfläche des La
gerauges 35 anliegt. Die axial gerichtete Spannung wird durch
einen Schraubenbolzen 36 bewirkt, der in Axialrichtung mittig
von der freien Seite her in den Kegel 34 eintritt und außerhalb
desselben bzw. außerhalb des Lagerauges 35 am Schwenkhebel 20
verspannt ist. Der Schraubenbolzen 36 übt eine elastische Zug
kraft auf den Kegel 34 aus.
Die Zugkraft des Schraubenbolzens 36 wird im vorliegenden Fall
durch eine in Axialrichtung wirkende Feder erzeugt, und zwar
durch eine vorgespannte Tellerfeder 37. Diese stützt sich
einerseits an einer Seitenfläche des Schwenkhebels 20 ab und
andererseits an einem Gegenlager 38 am Ende des Schraubenbol
zens 36. Die Tellerfeder 37 drückt demnach den Kegel 34 gegen
bzw. in das Lagerauge 35. Das Gegenlager 38 wirkt dabei wie ein
verbreiteter Schraubenkopf.
Bei der Durchführung einer Stellbewegung für das Andrückorgan,
nämlich die Andrückstange 19, wird die führende und zentrie
rende Positionierung im Lagerauge 35 des Schwenkhebels 20 zeit
weilig gelöst. Zu diesem Zweck ist ein Druckorgan vorgesehen,
welches durch einen nicht gezeigten Druckmittelzylinder an der
Maschine im Bereich des Stellgetriebes 24 betätigt wird. In
Fig. 5 ist ein Druckkopf 39 dieses Betätigungsorgans gezeigt.
Der Druckkopf 39 ist zum Lösen der Fixierung in Axialrichtung
der Andrückstange 19 bewegbar. Dadurch wird der Schraubenbolzen
36 samt Kegel 34 gegen den Druck der Feder 37 in Axialrichtung
verschoben, so daß sich der Kegel 34 von der Anlage am La
gerauge 35 löst. Die Andrückstange 19 kann nun in der beschrie
benen Weise gedreht werden.
Der Druckkopf 39 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
mit einer gehärteten Kugel 40 als Anlageorgan am Schraubenbol
zen 36 bzw. am Gegenlager 38 versehen. Die Kugel 40 kommt mit
tig am Gegenlager 38 zur Anlage und bewirkt so eine verkan
tungsfreie Verschiebung. Um den Kegel 34 zu lösen, ist dabei
lediglich eine geringe Axialbewegung erforderlich.
Die Verstellung des (bewegbaren) Organs, also insbesondere der
Andrückstange 19 zur Veränderung der verschleißbeaufschlagten
Bereiche kann auch von Hand erfolgen. Bei dem gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel kann ein Werkzeug, zum Beispiel ein Schrauben
schlüssel, im Bereich des entsprechend ausgebildeten Gegenla
gers 38 angesetzt werden.
10
Zigarettenpackung
11
Faltrevolver
12
Zigarettengruppe
13
Taschenkette
14
Zuschnitt
15
Faltdorn
16
Zuschnittstation
17
Zuschnittstation
18
Seitenwand
19
Andrückstange
20
Schwenkhebel
21
Ring
22
Zahnrad
23
Zahn
24
Stellgetriebe
25
Schaltzahn
26
Schieberkopf
27
Kolbenstange
28
Druckmittelzylinder
29
Führung
30
Kulisse
31
Tastrolle
32
Zapfen
33
Ansatz
34
Kegel
35
Lagerauge
36
Schraubenbolzen
37
Tellerfeder
38
Gegenlager
39
Druckkopf
40
Kugel
Claims (11)
1. Vorrichtung, insbesondere Verpackungsmaschine, mit Orga
nen, die einseitig bzw. in einem Teilbereich einer Verschleiß
beanspruchung ausgesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das
Organ, insbesondere eine Andrückstange (19), von Zeit zu Zeit
verstellbar ist, derart, daß ein anderer Teilbereich der Ver
schleißbeanspruchung ausgesetzt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein bewegbares Halteorgan, insbesondere ein Andrückhebel bzw.
die Andrückstange (19) zum Halten von Zuschnitten (14) am
Packungsinhalt bzw. an einer Falthilfe - Faltdorn (15) - nach
einer einstellbaren Taktzahl oder Arbeitsdauer verstellbar,
insbesondere drehbar ist, derart, daß ein anderer Umfangsbe
reich der Andrückstange (19) als Andrückbereich bzw. Andrück
fläche dient.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Andrückstange (19) mehrere in axialem Abstand voneinan
der angeordnete Ringe (21) aus elastischem Werkstoff, insbeson
dere Gummi, als Andrückbereiche angeordnet sind, wobei die Rin
ge (21) vorzugsweise durch Drehen der Andrückstange (19) um die
eigene Längsachse um einen Drehwinkel drehbar sind zur Verän
derung der Andrückbereiche.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das einer Verschleißbean
spruchung ausgesetzte Organ, insbesondere eine Andrückstange
(19), durch ein vorzugsweise ortsfest gelagertes Stellgetriebe
(24) verstellbar ist, derart, daß nacheinander unterschiedliche
Teilbereiche des Organs Verschleißbeanspruchungen ausgesetzt
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellgetriebe (24) ein
bewegbares Kupplungsorgan aufweist zur zeitweiligen Verbindung
des Stellgetriebes mit dem Organ, insbesondere der Andrück
stange (19), wobei vorzugsweise das Kupplungsorgan ein bewegba
rer Schaltzahn (25) ist, der zur Verstellung des Organs bzw.
zur Drehung der Andrückstange (19) mit einem an der Andrück
stange (19) angebrachten Zahnrad (22) in Eingriff bringbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeich
net, daß auf der Andrückstange (19) das Zahnrad (22) befestigt
und der Schaltzahn (25) von außen - etwa in Radialrichtung - in
Eingriff mit dem Zahnrad (22) bewegbar und sodann in Richtung
einer Drehbewegung des Zahnrads (22) um vorzugsweise einen Zahn
(23) bewegbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltzahn (25) als
Kupplungsorgan an einem durch einen Druckmittelzylinder (28)
bewegbaren Schieberkopf (26) angebracht ist, dessen Bewegung
durch eine mechanische Führung (29) vorgegeben ist, insbeson
dere durch eine in eine Kulisse (30) eintretende Tastrolle
(31).
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Faltrevolver (11)
zur Fertigung von Zigarettenpackungen (10) eine Mehrzahl von
Faltdornen (15), je mit einer Andrückstange (19) angeordnet
ist, wobei alle Andrückstangen (19) des Faltrevolvers (11)
durch ein gemeinsames Stellgetriebe (24) verstellbar sind, wel
ches außerhalb der Bewegungsbahn des Faltrevolvers (11) posi
tioniert und zur Verstellung der Andrückstange (19) dieser zu
stellbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegbare Organ, ins
besondere die Andrückstange (19), lösbar - nämlich zur Durch
führung von Stellbewegungen - mit einer Halterung verbunden
ist, insbesondere mit einem Schwenkhebel (20).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückstange (19) mit
einem Ende am Schwenkhebel (20) durch eine Kupplung fixiert
ist, die zur Durchführung von Stellbewegungen lösbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
das freie Ende der Andrückstange (19) als Kegel (34) ausgebil
det ist, der in einem angepaßten, kegelförmigen Lagerauge (35)
des Schwenkhebels (20) gelagert und durch Anpressen an Lager
flächen des Lagerauges (35) fixiert ist, vorzugsweise durch
einen in Axialrichtung wirkenden Schraubenbolzen (36), der
durch eine Feder, insbesondere eine Tellerfeder (37), beauf
schlagt ist.
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