DE19746931C1 - Fahrzeugachsaufhängung mit Lenkern - Google Patents
Fahrzeugachsaufhängung mit LenkernInfo
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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- B60G21/00—Interconnection systems for two or more resiliently-suspended wheels, e.g. for stabilising a vehicle body with respect to acceleration, deceleration or centrifugal forces
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fahrzeugachsaufhängung mit
Lenkern gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Aufhängung ist aus der DE-OS 16 30 134
bekannt.
Bei herkömmlichen Fahrzeugen, bei denen das Kurvenfahrverhalten
im Vordergrund steht, werden häufig Schräglenkeraufhängungen
für die Hinterachse gewählt, da sie durch die negative
Sturzänderung beim Einfedern des kuvenäußeren Rades eine
abstützende und damit seitenhaftungssteigernde Wirkung zeigen.
Das Momentanzentrum um welches sich das Fahrzeug beim seitlichen
Kippen dreht, ist etwas höher gelegen, als z. B. bei
Längslenkern, was der Kurvenseitenneigung entgegenwirkt. Zudem
kann durch Neigung der Anlenkachse der Schräglenker gegenüber
der Horizontalen das Spurverhalten der Räder beim Einfedern
gezielt gesteuert werden. Die gezielte Steuerung der Spur- und
Sturzänderung beim Schräglenker erweist sich jedoch bei
unterschiedlichen Beladungszuständen als nachteilig weil nun
das beladene Fahrzeug auch bei Geradeausfahrt mit ungewolltem
Sturz und Spur fährt. Dasselbe gilt für das Überfahren von
Unebenheiten mit beiden Rädern, wo seitliche Radbewegungen
keinen Nutzen darstellen. Daher werden bei leichten Fahrzeugen
mit Heckklappe und relativ großem Gepäckraum (großem Nutzlast/
Eigengewicht-Verhältnis) gerne Lösungen mit Längslenkern oder
Verbundlenkerachsen gewählt, bei denen Sturz und Spur
unabhängig vom Beladungszustand sind. Jedoch sind die
Steuerungsmöglichkeiten von Spur und Sturz bei
Kurvenseitenneigung begrenzt. Beim Längslenker ist die Spur
immer durch die Fahrzeuglängsachse und der Sturz durch die
Fahrzeugneigung bestimmt, was den in Kuren ungewünschten
positiven Sturz des äußeren Rades mit sich bringt. Diesem
Phänomen kann bei Verbundlenkern nur teilweise durch gezielte
Verdrillung der gesamten Achse bei Seitenneigung entgegenwirkt
werden. Bei der Hinterachsaufhängung nach DE 32 07 109 C2
weicht der beweglich gelagerte Hilfsträger geringfügig nach
oben, wenn bei Kurvenfahrt auf das kurvenäußere Rad horizontale
Kräfte wirken, was wiederum eine unerwünschte positive
Sturzänderung mit sich bringt.
Die DE-OS 22 19 998 zeigt eine Fahrzeugachsaufhängung mit
Lenkern, bei der die Lenker an drei Punkten, nämlich einem
äußeren und zwei inneren, wobei die beiden inneren Punkte
vorn und hinten liegen. Dabei sind jedoch die die
Schräglenkerachse definierenden Punkte kinematisch
gekoppelt.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, das Kurvenverhalten
wie bei der Schräglenkeraufhängung gezielt beeinflussen zu
können, ohne daß sich daraus Konsequenzen für den beladenen
Zustand ergeben oder seitliche Radbewegungen beim
Überfahren von Unebenheiten mit beiden Rädern folgen.
Dieses Ziel wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1
genannten Merkmale erreicht.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in
den Ansprüchen 2 und 3 dargestellt.
Durch die Anmeldung wird eine weitgehende Trennung der
Radbewegung bei gemeinsamen und bei gegensätzlichen Einfedern
ermöglicht, da die Lenker um je eine im wesentlichen
querliegende Achse durch die äußeren und vorderen Lagerpunkte
gemeinsam einfedern können, wie Längslenker, und bei
gegensätzlichen Einfederbewegungen um eine schräg liegende
Achse durch die äußeren und hinteren Lagerpunkte einfedern
können, wie Schräglenker. Die erzielten Vorteile bestehen
darin, daß er sich bei unterschiedlichen Beladungszuständen
oder Überfahren von Hindernissen mit beiden Rädern der Achse
ebenso verhält, wie Längslenker- oder
Verbundlenkeraufhängungen, jedoch bei gegenläufigen
Einfederbewegungen, wie sie bei seitlichen Kippbewegungen bei
Kurvenfahrten vornehmlich auftreten, die Lenker nur um ihre
Schräglenkerachsen einfedern können, mit den nun gewünschten
Sturz- und Spuränderungen.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand mehrerer
Ausführungsbeispiele mit Hilfe der Abb. 1 bis 4
erläutert:
Abb. 1 zeigt einen gewöhnlichen Achsträger 5 in dem an beiden
Seiten die Lenker 1 an äußeren Lagerpunkten 2 um alle Achsen
gelenkig gelagert sind und in der Mitte um eine quer liegende
Achse 9, welche ungefähr auch durch die beiden äußeren
Lagerpunkte 2 verläuft, drehbar ein beweglicher Achsträger 6
gelagert ist. An diesem beweglichen Achsträger 6 sind die
Lenker 1 mit hinteren Lagerpunkten 3 nahe der
Fahrzeugmittelebene um je eine schräge Achse 10, wie sie bei
Schräglenkern üblich ist, durch diese hinteren Lagerpunkte 3
und die äußeren Lagerpunkte 2 drehbar gelagert. Im festen
Achsträger 5 ist zudem um eine längs liegende Achse in der
Fahrzeugmittelebene oberhalb der quer liegenden Achse 9 drehbar
ein zur Fahrzeugmittelebene symmetrischer Wipphebel 7 gelagert,
dessen beiden Hebelenden über vorderen Lagerpunkten 4 der
Lenker 1, welche in der Nähe der quer liegenden Achse 9 und
näher an der Fahrzeugmittelebene, als bei den äußeren
Lagerpunkten 2 angeordnet sind, liegen. Diese Hebelenden des
Wipphebels 7 sind über beidseitig gelenkig gelagerte Stangen
mit den vorderen Lagerpunkten 4 verbunden, welche vorwiegend
die Vertikalen Bewegungen übertragen.
Abb. 2 zeigt eine Anordnung, bei welcher die Lenker 1 in
gleicher Weise mit den äußeren Lagerpunkten 2 im Festen
Achsträger 5 gelagert sind. Die hinteren Lagerpunkte 3 fallen
in einen Punkt zusammen, in dem sie in einem kombiniertem
Zwischenstück 11 gelenkig um alle Achsen gelagert sind. Dieses
Zwischenstück 11 ist in einem Punkt in Fahrzeugmittelebene nahe
der quer liegenden Achse 9 gelenkig um alle Achsen im festen
Achsträger 5 gelagert und übernimmt die Funktion von
beweglichem Achsträger 6 und Wipphebel 7, indem es mit zwei zur
Fahrzeugmittelebene symmetrischen Hebelenden über Gelenke,
welche vornehmlich nur die vertikale Bewegung übertragen, mit
den vorderen Lagerpunkten 4 der Lenker 1 verbunden sind.
Abb. 3 zeigt eine Anordnung, bei welcher die hinteren
Lagerpunkte 3 der Lenker 1 in einem Punkt zusammenfallen und
weiter nicht abgestützt sind, so daß die Lenker 1 in diesem
Punkt gelenkig miteinander verbunden sind, das Gelenk muß
kleine Bewegungen zwischen den Lenkern 1 in Querrichtung
zulassen. Zwei Winkelhebel 12 sind um eine quer liegende Achse,
welche vor der quer liegenden Achse 9 liegt, drehbar gelagert,
so daß jedoch auch kleine Drehungen um die anderen Achsen durch
einen Punkt vor dem vorderen Lagerpunkten 4 der Lenker 1 in der
Schwenkachse der Winkelhebel 12 möglich sind. Die anderen Enden
der Winkelhebel ragen nach oben und sind durch Gelenke, welche
alle Drehungen und Verschiebungen in vertikaler Richtung
zulassen, mit den beiden Enden des Wipphebels 7 verbunden,
welcher um eine vertikale Achse in Fahrzeugmittelebene drehbar
im festen Achsträger 5 gelagert sind.
Abb. 4 zeigt eine Anordnung, bei der die Lenker 1 in den
hinteren Lagerpunkten 3 in gleicher Weise, wie in Abb. 3
verbunden sind. Die vorderen Lagerpunkte 4 sind mit Gelenken,
welche außer allen Drehungen auch Verschiebung in Querrichtung
zulassen, direkt mit den Enden des Wipphebels 7 verbunden,
welcher um eine längs liegende Achse in Fahrzeugmittelebene und
durch die quer liegende Achse 9 verlaufend, drehbar im festen
Achsträger gelagert ist.
Claims (3)
1. Fahrzeugachsaufhängung mit Lenkern, wobei die Lenker (1)
außer je einem äußeren Lagerpunkt (2) zwei innere Lager
punkte (3, 4) aufweisen, von denen jeweils zusammen mit
dem äußeren Lagerpunkt (2) ein vorderer Lagerpunkt (4)
eine im wesentlichen querliegende Achse (9), wie bei
einem Längslenker und ein hinterer Lagerpunkt (3) eine
im wesentlichen horizontale und schräg zur Querachse
liegende Achse (10), wie bei einem Schräglenker,
festlegt, um welche die Lenker (1) mit den Rädern
einfedern können,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine gleichsinnige Bewegung der hinteren Lagerpunkte
(3) durch gemeinsame Lagerung in einem Element (6, 11)
oder durch Ausbildung als ein Gelenk mit allen
rotatorischen Freiheitsgraden zwischen den Lenkern (1)
erreicht wird.
2. Fahrzeugachsaufhängung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die vorderen Lagerpunkte (4) in vertikaler
Richtung nur gegenläufige und keine gleichsinnigen Bewegungen
ausführen können.
3. Fahrzeugachsaufhängung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die gegensinnige Bewegung der vorderen
Lagerpunkte 4 durch einen Wipphebel (7, 11), welcher mit seiner
Wippachse im Fahrzeug gelagert ist, oder so, daß die Lage
seiner Wippachse zur Verbindungslinie zwischen den äußeren
Lagerpunkten (9) und zu den hinteren Lagerpunkten (3) im
wesentlichen gleich bleibt, und gegebenenfalls
zwischengeschaltete Übertragungselemente (8, 12) erreicht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997146931 DE19746931C1 (de) | 1997-10-23 | 1997-10-23 | Fahrzeugachsaufhängung mit Lenkern |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997146931 DE19746931C1 (de) | 1997-10-23 | 1997-10-23 | Fahrzeugachsaufhängung mit Lenkern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19746931C1 true DE19746931C1 (de) | 1999-06-10 |
Family
ID=7846452
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| DE1997146931 Expired - Fee Related DE19746931C1 (de) | 1997-10-23 | 1997-10-23 | Fahrzeugachsaufhängung mit Lenkern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19746931C1 (de) |
Cited By (5)
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| DE10028648B4 (de) * | 1999-12-10 | 2005-03-31 | Hyundai Motor Company | Verriegelungsvorrichtung einer Fahrzeugheckklappe |
| DE102007062509A1 (de) | 2007-12-20 | 2009-06-25 | Zf Friedrichshafen Ag | Achsaufhängung für ein Fahrzeug |
| US8114524B2 (en) | 2002-09-26 | 2012-02-14 | Industrial Origami, Inc. | Precision-folded, high strength, fatigue-resistant structures and sheet therefor |
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| DE3207109C2 (de) * | 1982-02-27 | 1985-09-26 | Adam Opel AG, 6090 Rüsselsheim | Hinterachse für Kraftfahrzeuge |
-
1997
- 1997-10-23 DE DE1997146931 patent/DE19746931C1/de not_active Expired - Fee Related
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Legal Events
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