DE19742652A1 - Infrarot-Strahlungsquelle oder Heizquelle mit einem Verbundstoff aus Molybdändisilicid-Keramik - Google Patents
Infrarot-Strahlungsquelle oder Heizquelle mit einem Verbundstoff aus Molybdändisilicid-KeramikInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Infrarot-Strahlungsquelle, in der heißgepreßtes Mo
lybdändisilicid, das mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärkt ist, als Leuchtkörper verwendet
wird, oder einer Heizquelle, in der heißgepreßtes Molbydändisilicid, das mit Siliciumcar
bid-Whiskern verstärkt ist, als Heizelement verwendet wird. Die Erfindung betrifft
insbesondere eine Infrarot-Strahlungsquelle oder Heizquelle, bei der eine bei niedriger
Temperatur stattfindende Oxidation der Endabschnitte des Leuchtkörpers oder Heizele
ments während des Gebrauchs der Infrarat-Strahlungsquelle oder Heizquelle verhindert
wird und so die Lebensdauer der Infrarot-Strahlungsquelle oder Heizquelle verlängert
wird. Diese Infrarot-Strahlungsquelle oder Heizquelle wird bei einer Infrarot-Analysevor
richtung, einer Heizvorrichtung in einem Industrieofen oder dergleichen zur Anwendung
gebracht.
Die Verwendung eines Molybdändisilicid-Leuchtkörpers in einer Strahlungsquelle in einer
Gasanalyse-Vorrichtung unter Verwendung von Infrarot-Strahlung wurde versucht, wobei
man Vorteil aus der Tatsache zog, daß eine hohe Leuchtdichte bzw. Luminanz durch
Aufheizen des Leuchtkörpers auf hohe Temperaturen garantiert werden kann. Da Molyb
dändisilicid einen niedrigen spezifischen Widerstand von 0,0003 Ω·cm aufweist, ist
jedoch eine große Menge an elektrischem Strom zum Aufheizen von Molybdändisilicid auf
eine hohe Temperatur erforderlich, was zum Verbrauch einer großen Energiemenge führt.
Molybdändisilicid schließt auch das praktische Problem ein, daß die Form eines aus
diesem Material hergestellten Leuchtkörpers oder Heizelements nicht aufrechterhalten
werden kann, da das Material bei hohen Temperaturen einer Kriechdeformation unterliegt.
Es wurde ein Heizelement, mit dem man in der Lage ist, den Energieverbrauch auf einen
niedrigen Wert zu reduzieren, das durch Formen von Molybdändisilicid in einen feinen
Draht hergestellt werden kann, um dadurch den scheinbaren Widerstand des Materials zu
erhöhen, entsprechend einem technischen Verfahren zur Lösung eines der vorstehend
aufgeführten Probleme in der japanischen offengelegten Patentanmeldung
Nr. 296,833/1993 vorgeschlagen.
Andererseits ist eine technische Verfahrensweise zum Verstärken von Molybdändisilicid-
Verbundmaterialien mit Siliciumcarbid-Whiskern als Verfahren zum Unterdrücken der
Kriechdeformation bei Molybdändisilicid bei hohen Temperaturen in der japanischen
offengelegten Patentanmeldung Nr. 198,680/1996 offenbart worden.
Inzwischen wird üblicherweise eine Gleichstrom-Quelle als Energiequelle zur Versorgung
eines Leuchtkörpers mit elektrischem Strom in einem Infrarot-Gasanalyse-Gerät verwendet,
da es wichtig ist, eine stabile Infrarot-Strahlung zu erzeugen. Im Rahmen der vorliegenden
Erfindung wurde gefunden, daß in vielen Fällen, in denen ein aus mit Siliciumcarbid-
Whiskern verstärktem Molybdändisilicid hergestellter Leuchtkörper auf eine Temperatur
aufgeheizt wird und bei dieser Temperatur gehalten wird, die für eine Infrarot-Analyse
erforderlich ist, z. B. auf eine Temperatur von 1300°C, indem man dem Leuchtkörper
elektrischen Gleichstrom zuführt, eine Oxidation eines Endabschnitts des Leuchtkörpers
auftritt, verbunden damit, daß mehr an Gleichstrom zugeführt werden muß. Dies geschieht
bei einem Erhitzen auf eine Temperatur im Bereich von 400 bis 800°C, die noch nicht
direkt in eine Emission von Infrarot-Strahlung involviert ist, insbesondere bei einer
Temperatur um 500°C herum, und führt vornehmlich zu einem Verlust des Strömens von
Elektrizität in diesem Bereich. Dadurch wird die Betriebs-Lebensdauer einer den Leucht
körper umfassenden Strahlungsquelle beendet.
Es ist jedoch erwünscht, daß eine Infrarot-Strahlungsquelle insbesondere eine Lebensdauer
von wenigstens 10 000 h aufweist.
Im Hinblick darauf wird davon ausgegangen, daß eine Strahlungsquelle, die aus Molybdän
disilicid hergestellt ist und in der Lage ist, eine hohe Leuchtdichte zu liefern und gleichzei
tig eine hohe Langzeit-Lebensdauer zu zeigen, dazu dienen kann, die Präzision einer
Infrarot-Gasanalyse-Vorrichtung zu verbessern und damit in starkem Maße zu einer
Aufweitung der Möglichkeiten der analytischen Chemie beizutragen.
Molybdändisilicid wird auch allgemein als Heizelement für Industrieöfen verwendet, in
denen ein Keramik-Material oder dergleichen an der Luft gebrannt wird. Auch in diesem
Fall bricht das Heizelement oft aufgrund einer bei niedriger Temperatur stattfindenden
Oxidation von Molybdändisilicid. Dies ist eine Molybdändisilicid eigene Eigenschaft und
läuft in einem Bereich niedriger Temperatur von höchstens 1000°C ab, insbesondere in
einem Temperaturbereich um 500°C herum. Um eine derartige, bei niedriger Temperatur
stattfindende Oxidation zu verhindern, wird das aus Molybdändisilicid hergestellte Heizele
ment üblicherweise vorab einer Vor-Oxidationsbehandlung bei einer hohen Temperatur von
wenigstens 1000°C zur Bildung eines dichten Siliciumoxid-Films auf dessen Oberfläche
unterworfen und kann danach benutzt werden.
Jedoch findet die bei niedriger Temperatur stattfindende Oxidation, wie sie vorstehend
erwähnt wurde, vornehmlich an einem Endabschnitt des Leuchtkörpers auf der Seite der
Plus-Elektrode statt, obwohl ein Schutzfilm aus Siliciumoxid auf der Oberfläche im
Rahmen der Verfahrensweise der vorab durchgeführten Oxidation gebildet wurde, wie sie
für das Heizelement eines Industrieofens vorab durchgeführt wurde. Diese bei niedriger
Temperatur stattfindende Oxidation führt zu einem Bruch des Siliciumoxid-Schutzfilms und
wandert weiter nach innen.
Dementsprechend ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Infrarot-Strahlungs
quelle zu schaffen, die einen aus Molybdändisilicid, das mit Siliciumcarbid-Whiskern
verstärkt wurde, hergestellten Leuchtkörper umfaßt und die eine lange Lebensdauer
aufweist, sowie eine Heizquelle zu schaffen, die ein aus Molybdändisilicid, das mit
Siliciumcarbid-Whiskern verstärkt wurde, hergestelltes Heizelement umfaßt und die eine
lange Lebensdauer hat, indem man das bei niedriger Temperatur ablaufende Oxidations
phänomen des Materials unterdrückt, das in einem Endabschnitt des Materials abläuft, wo
das Material mit dem Plus-Pol einer Gleichstrom-Energiequelle verbunden ist.
Wie oben beschrieben, kann Molybdändisilicid als hitzebeständiges Material in einer Luft
umfassenden Atmosphäre bis zu einer hohen Temperatur von 1800°C verwendet werden,
da der Schutzfilm aus Siliciumoxid eine exzellente Oxidationsbeständigkeit in der Atmo
sphärenumgebung zeigen kann. Wenn das Material jedoch in einem Bereich niedriger
Temperatur von weniger als 1000°C verwendet wird, insbesondere in einem Temperatur
bereich um 500°C herum, findet eine bei niedriger Temperatur ablaufende Oxidation, wie
sie Molybdändisilicid eigen ist, unter Brechen des Molybdändisilicids statt. Im Hinblick
darauf wurde bisher ein Verfahren, bei dem Molybdändisilicid vorab einer Vor-Oxidations-
Behandlung bei einer hohen Temperatur von wenigstens 1000°C unterworfen wird und so
ein dichter Siliciumoxid-Film auf der Oberfläche des Molybdändisilicids gebildet wird, im
Hinblick darauf angewendet, eine bei niedriger Temperatur stattfindende Oxidation des
Molybdändisilicids zu verhindern. Jedoch kann eine lange Lebensdauer des Molybdändi
silicids mit diesem Verfahren nicht garantiert werden.
Speziell dann, wenn die Infrarot-Strahlungsquelle verwendet wird, die einen aus Molyb
dändisilicid hergestellten Leuchtkörper umfaßt, der mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärkt
ist, wird das Leuchtmittel auf die erforderliche Strahlungsquellen-Temperatur mittels einer
Gleichstrom-Quelle aufgeheizt. In diesem Fall unterliegt ein Endabschnitt des Leucht
körpers auf der Seite der Plus-Elektrode, wo die Temperatur bei einem niedrigen Wert um
500°C bleibt, einem schnellen Fortschreiten der bei niedriger Temperatur ablaufenden
Oxidation trotz des Vorhandenseins des dichten Siliciumoxid-Films auf der Oberfläche des
Leuchtkörpers. Dadurch wird die Betriebs-Lebensdauer der Strahlungsquelle in starkem
Maße beeinträchtigt. Daher besteht ein Bedarf dafür, Maßnahmen zur Verlängerung der
Lebensdauer einer einen Leuchtkörper umfassenden Infrarot-Strahlungsquelle zu ergreifen.
Das Niedertemperatur-Oxidationsverhalten steht auch in Beziehung mit der zur theoreti
schen Dichte relativen Dichte des Materials und dem Zustand des auf der Oberfläche des
Materials gebildeten Siliciumoxid-Films. Dieses Verhalten ist darüber hinaus von Jah
reszeit zu Jahreszeit unterschiedlich. Da die Geschwindigkeit der bei niedriger Temperatur
ablaufenden Oxidation im Sommer größer ist als im Winter, wurde auch vermutet, daß die
Luftfeuchtigkeit ein weiterer Faktor dafür sein kann, der die bei niedriger Temperatur
ablaufende Oxidation in starkem Maße beeinträchtigt.
In einem ersten Aspekt der Erfindung wird eine Infrarot-Strahlungsquelle geschaffen, die
einen Leuchtkörper umfaßt, der einen Leuchtkörper-Abschnitt und Endabschnitte aufweist,
die aus heißgepreßtem Molybdändisilicid hergestellt sind, das mit Siliciumcarbid-Whiskern
verstärkt ist und die einen dichten Siliciumoxid-Schutzfilm einer Dicke von 5 bis 20 µm
auf einer Oberfläche gebildet aufweisen, wobei die Stromdichte in den Endabschnitten
höchstens 12 A/mm² ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Stromdichte höchstens 10 A/mm².
In einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Infrarot-Strahlungsquelle
geschaffen, die einen Leuchtkörper mit einem Leuchtkörper-Abschnitt und Endabschnitten
umfaßt und aus heißgepreßtem Molybdändisilicid, das mit Siliciumcarbid-Whiskern
verstärkt ist, hergestellt ist und einen dichten Siliciumoxid-Schutzfilm einer Dicke von
5 bis 20 µm auf einer Oberfläche gebildet aufweist, wobei wenigstens die Endabschnitte
in trockener Luft mit einer relativen Feuchtigkeit bei 25°C von höchstens 30% (absolute
Feuchtigkeit: 0,00588) angeordnet sind. In einer bevorzugten Ausführungsform kann der
ganze Körper des Leuchtkörpers in einer Umhüllung enthalten sein, in der trockene Luft
entweder verschlossen ist oder strömend angeordnet ist und die mit einem Fenster versehen
ist, um es zu ermöglichen, daß Infrarot-Strahlung daraus austritt.
Erfindungsgemäß weiter bevorzugt ist es, daß wenigstens die Endabschnitte in trockener
Luft mit einer absoluten Feuchtigkeit von im wesentlichen Null angeordnet sind. Dabei
kann der gesamte Körper des Leuchtkörpers in einer Umhüllung enthalten sein, in der
trockene Luft entweder eingeschlossen ist oder strömt und die mit einem Fenster versehen
ist, das es erlaubt, daß Infrarot-Strahlung daraus austritt.
In einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Infrarot-Strahlungsquelle
geschaffen, die einen Leuchtkörper umfaßt, der einen Leuchtkörper-Abschnitt und End
abschnitte aufweist und aus heißgepreßtem Molybdändisilicid, das mit Siliciumcarbid-
Whiskern verstärkt ist, hergestellt ist und der einen dichten Siliciumoxid-Schutzfilm einer
Dicke von 5 bis 20 µm auf seiner Oberfläche gebildet aufweist, wobei die Stromdichte in
den Endabschnitten höchstens 12 A/mm² ist und wenigstens die Endabschnitte in trockener
Luft angeordnet sind, die eine relative Feuchtigkeit bei 25°C von höchstens 30% auf
weist (absolute Feuchtigkeit: 0,00588).
Bevorzugterweise kann der gesamte Körper des Leuchtkörpers in einer Umhüllung enthal
ten sein, in der trockene Luft entweder eingeschlossen ist oder fließt und die mit einem
Fenster versehen ist, das es ermöglicht, daß Infrarot-Strahlung daraus austritt.
Erfindungsgemäß ist es weiter bevorzugt, daß der Leuchtkörper ein gesinterter Verbund
körper ist, der aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem Molybdändisilicid hergestellt
ist, das erhalten wurde durch Heißpressen unter einem Druck von 200 bis 500 kg/cm² bei
einer Temperatur von 1700 bis 1850°C über eine Zeitdauer von 10 min bis 5 h und der
eine relative Dichte, bezogen auf den theoretischen Wert, von wenigstens 98% aufweist.
Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann der Siliciumoxid-
Schutzfilm dadurch erhalten werden, daß man das mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärkte,
heißgepreßte Molybdändisilicid einer Vor-Oxidations-Behandlung in einer Luft umfassen
den Atmosphäre bei einer Temperatur von 1500 bis 1700°C unterwirft.
In einem vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Heizquelle geschaffen, die
ein Heizelement umfaßt, das einen Heizabschnitt und Endabschnitte aufweist, aus mit
Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem, heißgepreßtem Molybdändisilicid hergestellt ist und
einen dichten Siliciumoxid-Schutzfilm einer Dicke von 5 bis 20 µm auf einer Oberfläche
gebildet aufweist, wobei die Stromdichte in den Endabschnitten höchstens 12 A/mm²
beträgt.
Bevorzugterweise beträgt die Stromdichte höchstens 10 A/mm².
In einem fünften Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Heizquelle geschaffen, die
ein Heizelement mit einem Heizabschnitt und Endabschnitten umfaßt, das aus mit Silicium
carbid-Whiskern verstärktem, heißgepreßtem Molybdändisilicid hergestellt ist und einen
dichten Siliciumoxid-Schutzfilm einer Dicke von 5 bis 20 µm auf einer Oberfläche gebildet
aufweist, wobei wenigstens die Endabschnitte in trockener Luft mit einer relativen Feuch
tigkeit bei 25°C von höchstens 30% angeordnet sind (absolute Feuchtigkeit: 0,00588).
Bevorzugterweise kann der gesamte Körper des Heizelements in einer Umhüllung enthalten
sein, in der trockene Luft entweder eingeschlossen ist oder fließt und die mit einem
Fenster versehen ist, um es zu gestatten, daß Infrarot-Strahlung durch dieses nach außen
austritt.
Weiter bevorzugt ist es erfindungsgemäß, daß wenigstens die Endabschnitte in trockener
Luft angeordnet sind, die eine absolute Feuchtigkeit von im wesentlichen Null aufweist.
Dabei kann der gesamte Körper des Heizelements in einer Umhüllung angeordnet sein, in
der trockene Luft entweder eingeschlossen ist oder fließt und die mit einem Fenster
versehen ist, um es zu ermöglichen, daß durch dieses Infrarot-Strahlung nach außen
austritt.
In einem sechsten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Heizquelle geschaffen, die
ein Heizelement mit einem Heizabschnitt und Endabschnitten umfaßt, das aus mit Silicium
carbid-Whiskern verstärktem, heißgepreßtem Molybdändisilicid hergestellt ist und einen
dichten Siliciumoxid-Schutzfilm einer Dicke von 5 bis 20 µm auf einer Oberfläche gebildet
aufweist, wobei die Stromdichte in den Endabschnitten höchstens 12 A/mm² beträgt und
wenigstens die Endabschnitte in trockener Luft mit einer relativen Feuchtigkeit bei 25°C
von höchstens 30% angeordnet sind (absolute Feuchtigkeit: 0,00588).
Weiter bevorzugt ist es, daß der gesamte Körper des Heizelements in einer Umhüllung
angeordnet sein kann, in der trockene Luft entweder eingeschlossen ist oder fließt und die
mit einem Fenster versehen ist, um es zu ermöglichen, daß durch dieses Infrarot-Strahlung
nach außen austritt.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das Heizelement ein
gesinterter Verbundkörper sein, der aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem Molyb
dändisilicid hergestellt ist und erhalten wurde durch Heißpressen unter einem Druck von
200 bis 500 kg/cm² bei einer Temperatur von 1700 bis 1850°C über eine Zeitdauer von
10 min bis 5 h und der eine relative Dichte, bezogen auf den theoretischen Wert, von
wenigstens 98% aufweist.
Weiter bevorzugt ist es erfindungsgemäß, daß der Siliciumoxid-Schutzfilm dadurch
erhalten werden kann, daß man das mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärkte, heißgepreßte
Molybdändisilicid einer Vor-Oxidations-Behandlung in einer Luft umfassenden Atmosphäre
bei einer Temperatur von 1500 bis 1700°C unterwirft.
Wie oben beschrieben, wird gemäß der vorliegenden Erfindung bei einer Infrarot-Strah
lungsquelle oder Heizquelle, die einen Leuchtkörper oder ein Heizelement umfaßt, der/das
aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem, heißgepreßtem Molybdändisilicid hergestellt
ist, das Phänomen der Oxidation des Materials bei niedriger Temperatur unterdrückt, das
sonst vorzugsweise in einem dem Plus-Pol benachbarten Endbereich des Materials ablaufen
würde, wo die Temperatur des Materials in einen Temperaturbereich von um die 500°C
unter Gleichstrom-Bedingungen fallen würde, wodurch die Betriebs-Lebensdauer der
Infrarot-Strahlungsquelle oder Heizquelle verlängert werden kann, die den Leuchtkörper
oder das Heizelement umfaßt. Die derart in bezug auf die Betriebs-Lebensdauer verbes
serte Infrarot-Strahlungsquelle dient zur Verbesserung der Präzision einer Infrarot-Gas
analyse-Vorrichtung und trägt in starkem Maße zu einer Verbesserung der Arbeitsmöglich
keiten im Bereich der analytischen Chemie bei. Die Betriebs-Lebensdauer der Strahlungs
quelle kann auch in maximalem Ausmaß verlängert werden.
Die oben beschriebenen und anderen Aufgaben, Wirkungen, Merkinale und Vorteile der
vorliegenden Erfindung werden für Fachleute in diesem technischen Bereich noch deutli
cher aus der nachfolgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfin
dung, zusammen mit den beigefügten Figuren. Es zeigen:
Fig. 1A eine Darstellung, die den Elektronenfluß in einer
Differential-Temperaturzelle zeigt;
Fig. 1B eine Darstellung, die den Elektronenfluß zeigt, wenn Gleichstrom
eingespeist wird;
Fig. 1C eine Darstellung, die den Elektronenfluß in einer
Differentialtemperaturzelle zeigt, wenn Gleichstrom durch die Zelle fließt;
Fig. 2 ein Diagramm, das ein Beispiel eines Leuchtkörpers in einer
Infrarot-Strahlungsquelle zeigt; und
Fig. 3 ein Diagramm, das ein Beispiel der Umgebung einer
Infrarot-Strahlungsquelle zeigt.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Figuren im einzelnen beschrieben. Eine
Untersuchung, die zur Vervollständigung der vorliegenden Erfindung geführt hat, wird nun
weiter im einzelnen beschrieben. Dabei wird in der nachfolgenden Erläuterung zum Teil
nur auf den Leuchtkörper oder das Heizelement Bezug genommen. In jedem Fall beziehen
sich jedoch die Erläuterungen auf beide Elemente, mit Ausnahme der bevorzugten Aus
führungsformen der Beispiele und mit Ausnahme der Fälle, in denen dies speziell angege
ben ist.
Die Betriebs-Lebensdauer eines Widerstands-Heizelements oder eines Widerstands-Leucht
körpers steht allgemein in enger Beziehung mit der Oberflächenbeladung und der Strom
dichte; üblicherweise ist ein Heizelement derart ausgelegt, daß es eine vorbestimmte
Oberflächenbeladung und/oder vorbestimmte Stromdichte nicht übersteigt.
Andererseits sind für den Fall, daß ein Gleichstrom in den Leuchtkörper eingespeist wird,
als Möglichkeiten des Elektronenflusses ein Elektronenfluß vom Leuchtkörper-Abschnitt
in Richtung sowohl auf den Plus-Endabschnitt als auch auf den Minus-Endabschnitt als
auch ein Elektronenfluß von der Minus-Elektrode zur Plus-Elektrode denkbar. Der
erstgenannte Fall des Elektronenflusses entsteht bei Bildung einer Differential-Temperatur
zelle, wie sie in Fig. 1A gezeigt ist, und der zweitgenannte Fall wird entwickelt bei
Einspeisung eines Gleichstroms, wie er in Fig. 1B gezeigt ist.
Eine Kombination von Fig. 1A mit Fig. 1B macht es verständlich, daß mehr Elektronen
in den Endabschnitt auf der Seite der Plus-Elektrode strömen als in den Endabschnitt auf
der Seite der Minus-Elektrode, wie dies in Fig. 1C gezeigt ist. Dadurch wird eine elek
trochemische Reaktion, wie beispielsweise eine Oxidationsreaktion in dem erstgenannten
Endabschnitt, stärker beschleunigt. Es wurde weiter bestätigt, daß diese Oxidationsreak
tion, die von Jahreszeit zu Jahreszeit unterschiedlich stark ist, in bezug auf die Oxidations
geschwindigkeit im Sommer höher als im Winter ist.
Unter Berücksichtigung der vorgenannten Erscheinung wurde im Rahmen der vorliegenden
Erfindung gefunden, daß im Fall der Wahl von heißgepreßtem Molybdändisilicid, das mit
Siliciumcarbid-Whiskern verstärkt ist, als Material für die Strahlungsquelle oder Heizquelle
die Lebensdauer L entweder einer Infrarot-Strahlungsquelle, die mit einem Leuchtkörper
versehen ist, der aus heißgepreßtem Molybdändisilicid hergestellt ist, das mit Siliciumcar
bid-Whiskern verstärkt ist, oder einer Heizquelle, die mit einem Heizelement versehen ist,
das aus heißgepreßtem Molybdändisilicid hergestellt ist, das mit Siliciumcarbid-Whiskern
verstärkt ist, durch die folgende empirische Formel (1) wiedergegeben werden kann:
L = A/{f(Id)·g(m)} (1),
worin f(Id) eine monoton ansteigende Funktion der Stromdichte in dem Leuchtkörper oder
in dem Heizelement ist, g(m) eine monoton ansteigende Funktion des Feuchtigkeitsgehalts
der Luft ist und A eine Konstante ist.
Folglich wird die Oxidationsreaktion bei einer niedrigen Temperatur unter Verlängerung
der Lebensdauer der Strahlungsquelle unterdrückt, wenn die Stromdichte in dem End
abschnitt so gesteuert wird, daß sie so niedrig wie möglich ist und/oder wenn der End
abschnitt in einer Atmosphäre mit geringer Feuchtigkeit angeordnet wird.
Natürlich beruht dies auf der Voraussetzung, daß vorab ein dichter Siliciumoxid-Film zum
Schutz der Oberfläche durch eine Vor-Oxidations-Behandlung bei hoher Temperatur
gebildet wird.
Eine erste Ausführungsform der Erfindung, die auf der Grundlage der vorstehend be
schriebenen Untersuchungen zum Abschluß gebracht wurde, ist eine Infrarot-Strahlungs
quelle, die unter Verwendung von heißgepreßtem Molybdändisilicid als deren Leucht
körper hergestellt wurde, das mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärkt ist, wobei die Infrarot-
Strahlungsquelle dadurch gekennzeichnet ist, daß die Stromdichte so eingestellt wird, daß
sie in einem Bereich, in dem die Temperatur bei 400 bis 800°C bleibt, speziell in einem
Endabschnitt des Leuchtkörpers, höchstens 12 A/mm² ist. Wenn die Stromdichte in dem
Endabschnitt 12 A/mm² übersteigt, ist die bei niedriger Temperatur ablaufende Oxidation
des Endabschnitts so schnell, daß die erforderliche Betriebs-Lebensdauer der Infrarot-
Strahlungsquelle nicht in zufriedenstellender Weise erreicht werden kann.
Die Infrarot-Strahlungsquelle wird vorzugsweise unter solchen Bedingungen verwendet,
daß die Stromdichte bei höchstens 10 A/mm² liegt. Um die Stromdichte zu erniedrigen,
wird die Querschnittsfläche des Endabschnitts erhöht (es wird die Dicke des Endabschnitts
erhöht, da allgemein die Breite größer ist als die Dicke). Dies kann aus Sicht des Energie
verbrauchs als unvorteilhaft angesehen werden wegen eines Rückgangs des Widerstands für
eine Erhöhung der Querschnittsfläche; innerhalb des Bereichs von höchstens 30 W ist dies
jedoch nicht in besonderer Weise ein Problem.
Eine besondere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in Fig. 2 gezeigt. Darin
bezeichnet die Bezugsziffer 1 einen Leuchtkörper, der aus mit Siliciumcarbid-Whiskern
verstärktem Molybdändisilicid hergestellt ist. Anschlußdrähte 2a und 2b aus Platin sind mit
beiden Enden des Leuchtkörpers 1 unter Bildung einer Elektrode verschweißt. Der Leucht
körper 1 ist in einem Keramikrohr 4, das beispielsweise aus Aluminiumoxid hergestellt ist,
mit einem hitzebeständigen Kleber 3 befestigt. Ein Abschnitt 5 des Leuchtkörpers 1 ist der
Leuchtabschnitt, während die Abschnitte 6 des Leuchtkörpers 1 Endabschnitte sind. Wenn
daher elektrischer Strom durch den Leuchtkörper über die Anschlußdrähte 2a und 2b
geleitet wird, erhitzt sich der Leuchtkörper 1 und emittiert Infrarot-Strahlung.
Eine zweite Ausführungsform der Erfindung ist eine Infrarot-Strahlungsquelle, die unter
Verwendung von mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem, heißgepreßtem Molybdändi
silicid als Leuchtkörper hergestellt wurde und die dadurch gekennzeichnet ist, daß wenig
stens ein Endabschnitt des Leuchtkörpers in einer trockene Luft umfassenden Atmosphäre
mit einer relativen Feuchtigkeit bei 25°C von höchstens 30% verwendet wird (absolute
Feuchtigkeit: 0,00588). Im Zusammenhang mit der vorliegenden Beschreibung und den
Patentansprüchen wird der Wert der absoluten Feuchtigkeit x wiedergegeben durch die
folgende Formel (2), die gezeigt ist in der Druckschrift "KAITEI 3 PAN NETSU KANRI
BINRAN (REVISED EDITION 3 HEAT CONTROL MANUAL), Seite 90, veröffentlicht
von Maruzen K.K. am 20. Januar 1986, Herausgeber: Energy Saving Center":
x = 0,622 {ΦPs/(P-ΦPs)} (2),
worin Φ die relative Feuchtigkeit ist, P der Gesamtdruck ist und Ps der Sättigungsdruck
von Wasserdampf ist.
In einer Atmosphäre mit einer relativen Feuchtigkeit über 30% bei 25°C wird der
Endabschnitt so schnell bei niedriger Temperatur oxidiert, daß die erforderliche Lebens
dauer der Infrarot-Strahlungsquelle nicht in zufriedenstellender Weise erreicht werden
kann. Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, daß der Endabschnitt in trockener Luft mit einer
absoluten Feuchtigkeit verwendet wird, die im wesentlichen nahe bei 0% ist.
Um den Einfluß von Feuchtigkeit in der Luft zu vermeiden, die in starkem Maße die
Niedertemperatur-Oxidation des Endabschnitts auf der Seite der Plus-Elektrode des
Leuchtkörpers, der aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem Molybdändisilicid
hergestellt ist, fördert, stellt die vorliegende Erfindung weiter eine Infrarot-Strahlungs
quelle bereit, in der trockene Luft um die Infrarot-Strahlungsquelle gespült wird und so die
Umgebung frei von Feuchtigkeit gehalten wird. Noch genauer gesagt, wird in Überein
stimmung mit der vorliegenden Erfindung eine Infrarot-Strahlungsquelle geschaffen, die
einen Leuchtkörper und eine Umhüllung umfaßt, die den gesamten Körper des Leucht
körpers enthält, wobei in der Umhüllung trockene Luft entweder eingeschlossen ist oder
strömt und die Umhüllung mit einem Fenster versehen ist, um es zu ermöglichen, daß
Infrarot-Strahlung durch das Fenster nach außen hindurchtritt.
Noch konkreter gesagt, sind - wie in Fig. 3 gezeigt - ein Halter 8 für den Leuchtkörper,
der in Kontakt mit der Umhüllung 7 ist, und der gesamte Körper des Leuchtkörpers 9 in
der Umhüllung 7 enthalten. Nur das geeignete Fenster 10 ist in Richtung auf das Austreten
von Infrarot-Strahlung offen, während alle Abschnitte der Umhüllung außer dem Fenster
verschlossen sind. Wenn die Strahlungsquelle aufleuchtet, ist der Bereich um die Strah
lungsquelle herum vollständig mit trockener Luft gefüllt, oder man läßt trockene Luft in
die Umgebung um die Strahlungsquelle herum über einen Gaszufuhr-Einlaß 11 strömen.
Obwohl die erste Ausführungsform der Erfindung und die zweite Ausführungsform der
Erfindung unabhängig voneinander sind, kann eine Kombination der Bedingungen für beide
Ausführungsformen der Erfindung weiter die Lebensdauer der Strahlungsquelle verlängern.
Die Erfordernisse für eine Beschränkung der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend
im einzelnen beschrieben.
Eine Vorbedingung für die erste Ausführungsform der Erfindung und die zweite Aus
führungsform der Erfindung ist, daß ein dichter Siliciumoxid-Film zum Schutz der Ober
fläche mit einer Dicke von 5 bis 20 µm auf der Oberfläche des Leuchtkörpers zur Ver
wendung in der Infrarot-Strahlungsquelle durch eine Vor-Oxidations-Behandung bei hoher
Temperatur gebildet werden muß. Wenn die Dicke des Siliciumoxid-Oberflächenschutz
films geringer ist als 5 µm, bricht der Oberflächen-Schutzfilm aus Siliciumoxid vergleichs
weise früh und ermöglicht das Fortschreiten der Oxidation bei niedriger Temperatur. So
wird die erforderliche Lebensdauer der Infrarot-Strahlungsquelle nicht erreicht. Wenn
andererseits die Dicke des Siliciumoxid-Oberflächenschutzfilms 20 µm übersteigt, entsteht
ein Problem einer unvorteilhaften Abschälung des Schutzfilms.
Der Siliciumoxid-Oberflächenschutzfilm wird vorzugsweise dadurch gebildet, daß man eine
Vor-Oxidations-Behandlung in einer Luft umfassenden Atmosphäre bei einer Temperatur
von 1500 bis 1700°C über eine erforderliche Zeitspanne hinweg durchführt. Eine Tempe
ratur unter 1500°C ist unrealistisch, da die Dicke des Schutzfilms aus Siliciumoxid nicht
5 µm oder mehr erreichen kann, selbst wenn die Oxidationsbehandlung über eine lange
Zeit von 10 h hinweg durchgeführt wird. Andererseits schließt - wie in den folgenden
experimentellen Beispielen beschrieben - eine über 1700°C liegende Temperatur eine
Schwierigkeit bei der Bildung eines dichten und homogenen Siliciumoxid-Films ein, da die
Geschwindigkeit der Oxidation zu schnell ist.
Ein Mischpulver aus Molybdändisilicid in Kombination mit Siliciumcarbid-Whiskern in
einer Menge von 25 Vol.-% wurde unter den in Tabelle 1 gezeigten Bedingungen heißge
preßt. Die relative Dichte, bezogen auf den theoretischen Wert, des resultierenden Ver
bundmaterials ist ebenfalls in Tabelle 1 gezeigt.
Es versteht sich aus Tabelle 1, daß eine relative Dichte, bezogen auf den theoretischen
Wert von wenigstens 98%, durch Heißpressen unter einem Druck von wenigstens
300 kg/cm² bei 1750°C für die Zeit von 1 h sichergestellt werden kann, während extreme
Schwierigkeiten beim Erhalt eines hochdichten, gesinterten Verbundstoffs ohne Anwen
dung des Heißpreß-Verfahrens auftreten. Wenn darüber hinaus die Sintertemperatur unter
1750°C lag, war der resultierende gesinterte Verbundkörper nicht in ausreichendem Maße
verdichtet, selbst wenn das Heißpreß-Verfahren angewendet wurde.
Ein Keramik-Verbundstoff-Strahlungsquellen-Material (mit Siliciumcarbid-Whiskern
verstärktes Molybdändisilicid) mit einem Wert der Dichte von 98,6% der theoretischen
Dichte und ein Keramik-Verbundstoff-Strahlungsquellen-Material (mit Siliciumcarbid-
Whiskern verstärktes Molybdändisilicid) mit einem Wert der Dichte von 95,8% der
theoretischen Dichte wurden jeweils einer Vor-Oxidations-Behandlung bei einer Tempera
tur von 1400°C bis 1700°C für die Zeit von 2 bis 10 h unterworfen und so ein Silicium
oxid-Film gebildet, dessen Dicke in Tabelle 2 gezeigt ist.
In dem Strahlungsquellen-Material aus einem keramischen Verbundstoff erhöht sich die
Dicke des Siliciumoxid-Films auf der Materialoberfläche, wenn die Temperatur der Vor-
Oxidations-Behandlung angehoben oder erhöht wird. Wenn ein Material mit einer Dichte
von 98,6% des theoretischen Werts einer Vor-Oxidations-Behandlung bei 1600°C über
eine Zeit von 5 h unterworfen wird, kann ein Film mit einer einheitlichen und gegebenen
Dicke gebildet werden. Andererseits kann im Fall eines Materials, das eine relativ niedrige
Dichte aufweist (Vergleichsbeispiel 5), ein Film mit einer vorbestimmten Dicke erhalten
werden, der jedoch in unvorteilhafter Weise einer schnellen Oxidation bei niedriger
Temperatur unterliegt, sobald der Film einmal gebrochen ist.
Aus dem obengenannten Grund ist die Erhöhung der relativen Dichte, bezogen auf den
theoretischen Wert des Materials, wirksam, um zu verhindern, daß das Molybdändisilicid-
Material einer Oxidation bei niedriger Temperatur unterliegt. Um die relative Dichte,
bezogen auf den theoretischen Wert, des Molybdändisilicids, das mit Siliciumcarbid-
Whiskern verstärkt ist, auf wenigstens 98% anzuheben, muß ein Mischpulver aus Silici
umcarbid-Whiskern und Molybdändisilicid unter einem Druck von 200 bis 500 kg/cm² bei
einer Temperatur von 1700 bis 1850°C über eine Zeitdauer von 10 min bis 5 h heißge
preßt werden. Das Material der aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärkten Molybdändi
silicid hergestellten Infrarot-Strahlungsquelle wir vorzugsweise nach dem vorstehend
beschriebenen Heißpreß-Verfahren hergestellt und weist dann eine relative Dichte, bezogen
auf den theoretischen Wert, von wenigstens 98% auf.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung weiter im Detail.
Mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktes Molybdändisilicid wurde zu einer Scheibe mit
einem Durchmesser von 50 mm und einer Dicke von 2 mm und mit einer relativen Dichte,
bezogen auf den theoretischen Wert, von wenigstens 98% heißgepreßt. Die Platte wurde
dann zu einer dünnen Platte mit einer Dicke von 0,5 mm oberflächenpoliert, die dann zu
einem Leuchtkörper 1 geformt wurde, wie er in Fig. 2 gezeigt ist. Dies geschah mit
einem Präzisionsbearbeitungsverfahren, wie beispielsweise Schneiden mit einem Draht.
Die in Fig. 2 gezeigten Dimensionen waren wie folgt: a = 0,25 mm; b = 0,3 mm;
H = 18 mm; L = 3,5 mm, t = 0,5 mm; und w = 1,0 mm. Der durch ein derartiges
Präzisions-Mikrobearbeitungs-Verfahren geformte Leuchtkörper wurde einer Vor-Oxida
tions-Behandlung in einem Luftofen bei 1600°C für die Zeit von 5 h unterworfen,
wodurch ein Siliciumoxid-Schutzfilm einer Dicke von 9 µm auf der Oberfläche des
Leuchtkörpers gebildet wurde.
Wenn der resultierende Leuchtkörper auf 1300°C erhitzt wurde, betrug der Wert des
elektrischen Stroms 5 A und die Spannung betrug 3 V bei einem Energieverbrauch von
15 W. Es wurde durch Umrechnung gefunden, daß die Stromdichte in den Endabschnitten
10 A/mm² betrug. Als Ergebnis des kontinuierlichen Leuchtens unter derartigen Bedingun
gen betrug die Lebensdauer des Leuchtkörpers 11 060 h.
Die in diesen Test einbezogene Umgebung war derart, daß die Temperatur 23°C betrug
und die relative Feuchtigkeit 60% betrug.
Ein Leuchtkörper wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 gebildet, mit der Ausnahme,
daß die Dicke des Leuchtkörpers auf 0,7 mm festgesetzt wurde. Wenn der Leuchtkörper
in derselben Weise wie in Beispiel 1 auf 1300°C erhitzt wurde, betrug der elektrische
Strom 5,9 A und die Spannung war 2,2 V. Es wurde durch Umrechnung gefunden, daß
die Stromdichte in den Endabschnitten 8,4 A/mm² betrug. Wenn der Leuchtkörper kon
tinuierlich unter den obengenannten Bedingungen erleuchtet wurde, betrug die Lebensdauer
des Leuchtkörpers 13 230 h.
Ein Leuchtkörper wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 gebildet, mit der Ausnahme,
daß die Dicke des Leuchtkörpers auf 0,25 mm festgesetzt wurde. Wenn der Leuchtkörper
in derselben Weise wie in Beispiel 1 auf 1300°C erhitzt wurde, betrug der elektrische
Strom 3,6 A und die Spannung betrug 3,9 V. Es wurde durch Umrechnung gefunden, daß
die Stromdichte in den Endabschnitten 14,4 A/mm² betrug. Wenn der Leuchtkörper
kontinuierlich unter den obengenannten Bedingungen erleuchtet wurde, war die Lebens
dauer des Leuchtkörpers 6900 h.
Es wurden jeweils Leuchtkörper in derselben Weise wie in Beispiel 1 und 2 und Ver
gleichsbeispiel 1 gebildet und anschließend einem kontinuierlichen Beleuchtungstest unter
im wesentlichen denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 unterworfen, mit der Ausnahme,
daß die in den Test einbezogene Umgebung derart war, daß die Temperatur 25°C betrug
und die relative Feuchtigkeit 20% war. Die Lebensdauern der in diesem Test getesteten
Leuchtkörper sind in Tabelle 3 gezeigt.
Ein Leuchtkörper wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 gebildet und dann einem
kontinuierlichen Beleuchtungstest unter im wesentlichen denselben Bedingungen wie in
Beispiel 1 unterworfen, mit der Ausnahme, daß der gesamte Körper des Leuchtkörpers in
trockener Luft angeordnet wurde, die eine absolute Feuchtigkeit von im wesentlichen nahe
0 hatte. Die Lebensdauer des Leuchtkörpers betrug 23 400 h.
In Beispiel 7 und Vergleichsbeispiel 2 wurden dieselben Leuchtkörper wie in Beispiel 5
und Vergleichsbeispiel 5 (Tabelle 2) einem Oxidationsbeständigkeitstest unterworfen, der
durchgeführt wurde, indem man die Leuchtkörper auf 1300°C in derselben Weise wie in
Beispiel 1 erhitzte, mit der Ausnahme, daß die in den Test einbezogene Umgebung derart
war, daß die Temperatur 30°C betrug. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 gezeigt. Darin
ist die Zeit des Beginns der Oxidation ein Zeitpunkt, zu dem der dichte Siliciumoxid-Film,
der die Oberfläche des Endabschnitts des Leuchtkörpers auf dessen Plus-Elektroden-Seite
bedeckte und dessen Temperatur bei einem niedrigen Wert um 500°C herum bleibt,
zerstört zu werden begann, und die Oxidationsgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit, mit
der der Endabschnitt dünner und dünner wurde, wobei die bei niedriger Temperatur
ablaufende Oxidation fortschritt.
Der Zeitpunkt des Beginns der Oxidation, d. h. die Zeit, zu der der Bruch des Silicium
oxid-Films beginnt, hängt von der Dicke, Reinheit und Dichte des Siliciumoxid-Films ab,
während die Geschwindigkeit der Oxidation hauptsächlich von der relativen Dichte,
bezogen auf den theoretischen Wert, des keramischen Verbundmaterials abhängt.
Die vorliegende Erfindung wurde im einzelnen unter Bezugnahme auf verschiedene
Ausführungsformen beschrieben. Aus der Beschreibung wird es nun offenbar für Fachleute
in diesem technischen Bereich, daß Änderungen und Modifikationen vorgenommen werden
können, ohne von der Erfindung in ihren breiteren Aspekten abzuweichen. Die Erfindung,
wie sie in den nachfolgenden Patentansprüchen beansprucht wird, soll damit alle derartigen
Änderungen und Modifikationen abdecken, die im Bereich der vorliegenden Erfindung
liegen.
Claims (20)
1. Infrarot-Strahlungsquelle, umfassend einen Leuchtkörper mit einem Leuchtkörper-
Abschnitt und Endabschnitten, der aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem, heißge
preßtem Molybdändisilicid hergestellt ist und auf seiner Oberfläche einen dichten Silicium
oxid-Schutzfilm einer Dicke von 5 bis 20 µm gebildet aufweist, wobei die Stromdichte in
den Endabschnitten höchstens 12 A/mm² ist.
2. Infrarot-Strahlungsquelle nach Anspruch 1, worin die Stromdichte in den Endab
schnitten höchstens 10 A/mm² ist.
3. Infrarot-Strahlungsquelle, umfassend einen Leuchtkörper mit einem Leuchtkörper-
Abschnitt und Endabschnitten, der aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem, heißge
preßtem Molybdändisilicid hergestellt ist und auf seiner Oberfläche einen dichten Silicium
oxid-Schutzfilm einer Dicke von 5 bis 20 µm gebildet aufweist, wobei wenigstens die
Endabschnitte in trockener Luft angeordnet sind, die eine relative Feuchtigkeit bei 25°C
von höchstens 30% aufweist (absolute Feuchtigkeit: 0,00588).
4. Infrarot-Strahlungsquelle nach Anspruch 3, worin der gesamte Körper des Leucht
körpers in einer Umhüllung enthalten ist, in der trockene Luft entweder eingeschlossen ist
oder strömt und die mit einem Fenster versehen ist, um es zu ermöglichen, daß Infrarot-
Strahlung daraus nach außen austritt.
5. Infrarot-Strahlungsquelle nach Anspruch 3, worin wenigstens die Endabschnitte in
trockener Luft angeordnet sind, die eine absolute Feuchtigkeit von im wesentlichen Null
aufweist.
5. Infrarot-Strahlungsquelle nach Anspruch 5, worin der gesamte Körper des Leucht
körpers in einer Umhüllung enthalten ist, in der trockene Luft entweder eingeschlossen ist
oder strömt und die mit einem Fenster versehen ist, um es zu ermöglichen, daß Infrarot-
Strahlung daraus nach außen austritt.
7. Infrarot-Strahlungsquelle, umfassend einen Leuchtkörper mit einem Leuchtkörper-
Abschnitt und Endabschnitten, der aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem, heißge
preßtem Molybdändisilicid hergestellt ist und auf seiner Oberfläche einen dichten Silicium
oxid-Schutzfilm einer Dicke von 5 bis 20 µm gebildet aufweist, wobei die Stromdichte in
den Endabschnitten höchstens 12 A/mm² ist und wenigstens die Endabschnitte in trockener
Luft mit einer relativen Feuchtigkeit bei 25°C von höchstens 30% (absolute Feuchtigkeit:
0,00588) angeordnet sind.
8. Infrarot-Strahlungsquelle nach Anspruch 7, worin der gesamte Körper des Leucht
körpers in einer Umhüllung enthalten ist, in der trockene Luft entweder eingeschlossen ist
oder strömt und die mit einem Fenster versehen ist, um zu ermöglichen, daß Infrarot-
Strahlung daraus nach außen austritt.
9. Infrarot-Strahlungsquelle nach einem der Ansprüche 1 bis 8, worin der Leuchtkörper
ein gesinterter Verbundkörper ist, der aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem
Molybdändisilicid hergestellt ist, durch Heißpressen unter einem Druck von 200 bis 500
kg/cm² bei einer Temperatur von 1700 bis 1850°C über eine Zeitdauer von 10 min bis 5
h erhalten wurde und eine relative Dichte, bezogen auf den theoretischen Wert, von
wenigstens 98% aufweist.
10. Infrarot-Strahlungsquelle nach einem der Ansprüche 1 bis 9, worin der Siliciumoxid-
Schutzfilm dadurch erhalten wurde, daß man das mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärkte,
heißgepreßte Molybdändisilicid einer Vor-Oxidations-Behandlung in einer Luft umfassen
den Atmosphäre bei einer Temperatur von 1500 bis 1700°C unterwarf.
11. Heizquelle, umfassend ein Heizelement mit einem Heizabschnitt und Endabschnitten,
das aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem, heißgepreßtem Molybdändisilicid
hergestellt ist und einen dichten Siliciumoxid-Schutzfilm einer Dicke von 5 bis 20 µm auf
seiner Oberfläche gebildet aufweist, wobei die Stromdichte in den Endabschnitten höch
stens 12 A/mm² ist.
12. Heizquelle nach Anspruch 11, worin die Stromdichte in den Endabschnitten höch
stens 10 A/mm² ist.
13. Heizquelle, umfassend ein Heizelement mit einem Heizabschnitt und Endabschnitten,
das aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem, heißgepreßtem Molybdändisilicid
hergestellt ist und auf seiner Oberfläche einen dichten Siliciumoxid-Schutzfilm einer Dicke
von 5 bis 20 µm gebildet aufweist, wobei wenigstens die Endabschnitte in trockener Luft
mit einer relativen Feuchtigkeit bei 25°C von höchstens 30% (absolute Feuchtigkeit:
0,00588) angeordnet sind.
14. Heizquelle nach Anspruch 13, worin der gesamte Körper des Heizelements in einer
Umhüllung enthalten ist, in der trockene Luft entweder eingeschlossen ist oder strömt und
die mit einem Fenster versehen ist, um zu ermöglichen, daß Infrarot-Strahlung daraus nach
außen austritt.
15. Heizquelle nach Anspruch 13, worin wenigstens die Endabschnitte in trockener Luft
mit einer absoluten Feuchtigkeit von im wesentlichen Null angeordnet sind.
16. Heizquelle nach Anspruch 15, worin der gesamte Körper des Heizelements in einer
Umhüllung enthalten ist, in der trockene Luft entweder eingeschlossen ist oder strömt und
die mit einem Fenster versehen ist, um zu ermöglichen, daß Infrarot-Strahlung daraus nach
außen dringt.
17. Heizquelle, umfassend ein Heizelement mit einem Heizabschnitt und Endabschnitten,
das aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem, heißgepreßtem Molybdändisilicid
hergestellt ist und auf seiner Oberfläche einen dichten Siliciumoxid-Schutzfilm einer Dicke
von 5 bis 20 µm gebildet aufweist, wobei die Stromdichte in den Endabschnitten höchstens
12 A/mm² ist und wenigstens die Endabschnitte in trockener Luft mit einer relativen
Feuchtigkeit bei 25°C von höchstens 30% (absolute Feuchtigkeit: 0,00588) angeordnet
sind.
18. Heizquelle nach Anspruch 17, worin der gesamte Körper des Heizelements in einer
Umhüllung enthalten ist, in der trockene Luft entweder eingeschlossen ist oder strömt und
die mit einem Fenster versehen ist, um es zu ermöglichen, daß Infrarot-Strahlung daraus
nach außen dringt.
19. Heizquelle nach einem der Ansprüche 11 bis 18, worin das Heizelement ein gesinter
ter Verbundstoff ist, der aus mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärktem Molybdändisilicid
hergestellt ist, durch Heißpressen unter einem Druck von 200 bis 500 kg/cm² bei einer
Temperatur von 1700 bis 1850°C über eine Zeitdauer von 10 min bis 5 h erhalten wurde
und eine relative Dichte, bezogen auf den theoretischen Wert, von wenigstens 98%
aufweist.
20. Heizquelle nach einem der Ansprüche 11 bis 19, worin der Siliciumoxid-Schutzfilm
dadurch erhalten wurde, daß man das mit Siliciumcarbid-Whiskern verstärkte, heißgepreß
te Molybdändisilicid einer Vor-Oxidations-Behandlung in einer Luft umfassenden Atmo
sphäre bei einer Temperatur von 1500 bis 1700°C unterwarf.
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