DE19732225A1 - Kraftfahrzeugtür - Google Patents
KraftfahrzeugtürInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeugtür, mit einem
Türaußenblech, einem Türinnenblech mit Innenbrüstung und
einer Montageausnehmung für einen in den Türinnenraum ein
setzbaren Türaggregateträger mit mechanischen, elektrome
chanischen und elektronischen Aggregaten. - Bei diesen
Aggregaten kann es sich im Rahmen der Erfindung um bei
spielsweise Türschloß, Zentralverriegelung, Fensterheber,
Außenspiegel, Lautsprecher, Airbag, Steuergerät oder der
gleichen handeln.
In der Automobilindustrie ist es bekannt, im Bereich einer
Fahrzeugtür auftretende Funktionen in einer sogenannten
Fensterkassette zusammen zu fassen. Um eine solche Fenster
kassette einbauen zu können, ist die Fahrzeugtür im allge
meinen derart ausgebildet, daß die Fensterkassette die
Türinnenwand bildet. Die Montage einer derartigen
Fensterkassette ist jedoch problematisch und verlangt
mehrere Einbauschritte, wenn die aus der Fensterkassette
herausragende Fensterscheibe in einen Scheibenschacht
eingeschoben werden muß und die Fensterkassette darüber
hinaus mit dem Hebe- und Senkmechanismus für die
Fensterscheibe bestückt ist. Um eine vereinfachte Montage
zu erreichen, hat man daher für das Einsetzen der
Fensterkassette die Fensterscheibe mit ihren
Führungsschienen am unteren Rand der Fensterkassette durch
Gelenkelemente schwenkbar und im oberen Bereich der
Fensterkassette durch die Schwenkbewegung begrenzende Ver
bindungselemente befestigt (vgl. DE 44 26 426). Das ist
zumindest in fertigungstechnischer Hinsicht verhältnismäßig
aufwendig.
Außerdem kennt man eine Kraftfahrzeugtür, bei welcher das
Türaußenblech und das Türinnenblech als integrale Bestand
teile des Türrahmens ausgebildet sind. Unterhalb der Fen
steröffnung befindet sich eine Ausnehmung, die von einem
Modulträger vollständig abgedeckt wird. An dem Modulträger
befinden sich verschiedene Funktionsbauteile, beispiels
weise eine Fensterkurbel oder ein Elektromotor zur Fenster
verstellung, Bestandteile einer Zentralverriegelung, eine
Armlehne, Belüftungsklappen, Türgestänge oder dergleichen.
Auch die Fensterscheibe kann an dem Modulträger vormontiert
sein, jedoch unter Verwirklichung eines separaten Hebe- und
Senkmechanismus. Um den Eintritt von Feuchtigkeit in den
Türinnenraum zu vermeiden, kann der Modulträger eine ange
spritzte Dichtung oder ein anderes aufgebrachtes Dichtmit
tel aufweisen. Bei dieser bekannten Ausführungsform muß das
Türschloß in einer Vormontagelage mittels eines flexiblen
Verbindungselementes an dem Modulträger angelenkt sein, da
mit es nach Befestigung des Modulträgers auf dem Türinnen
blech in seine Gebrauchslage positioniert werden kann (vgl.
DE 195 24 232). Auf diese Weise will man die Montage von
vormontierten Modulträgern im Hinblick auf solche Bauteile
erleichtern, die im fertig eingebauten Zustand über die
Kontur des Modulträgers hinausragen und im fertig einge
bauten Zustand den Türrahmen hintergreifen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kraftfahr
zeugtür der eingangs beschriebenen Ausführungsform zu
schaffen, bei welcher die Handhabung und Montage des Türag
gregateträgers unter Berücksichtigung von Gewichts- und
Kostenersparnis nicht nur für den Automobilwerker erheblich
erleichtert wird, sondern darüber hinaus auch von einem Ro
boter vorgenommen werden kann.
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer gattungsgemäßen
Kraftfahrzeugtür dadurch, daß das Türinnenblech auf ein
Restinnenblech mit einem vorderen Rahmenteil (zur A-Säule),
einem unteren Rahmenteil (als Schweller) und einem hinteren
Rahmenteil (zur B-Säule) unter Fortfall der Innenbrüstung
reduziert ist, daß der Türaggregateträger mit der Innenbrü
stung ausgerüstet ist und am vorderen Randbereich Schar
nierzapfen aufweist, daß der Türaggregateträger mit diesen
Scharnierzapfen unter Scharnierbildung in Scharnierausneh
mungen im vorderen Rahmenteil des Restinnenblechs einhäng
bar und verschwenkbar gelagert ist, und daß die Scharnier
ausnehmungen einen sich nach einem Horizontalverlauf nach
unten/hinten erstreckenden (langlochartigen) Schrägverlauf
aufweisen und der Türaggregateträger nach unten/hinten in
seine endgültige Montageposition verschiebbar ist. - Diese
Maßnahmen der Erfindung haben zur Folge, daß der Türaggre
gateträger mit sämtlichen in Frage kommenden mechanischen,
elektromechanischen und elektronischen Aggregaten im Zuge
einer Vormontage bestückt werden kann und dennoch an
schließend eine einfache und schnelle Montage auf der
Türinnenseite möglich ist. Denn das scharnierartige Einhän
gen des Türaggregateträgers in die Fahrzeugtür ermöglicht
zunächst ein rechtwinkliges Verschwenken des Türaggrega
teträgers zur Türfläche, so daß die Aggregate auf beiden
Seiten des Türaggregateträgers zugänglich bleiben. Das
kommt dem Automobilwerker oder auch einer automatisierten
Montage sehr entgegen. Erst danach wird der Türaggrega
teträger eingeschwenkt bzw. gegen die Fahrzeugtür ange
klappt und nach unten/hinten - also schräg hinten - geführt
und in seine endgültige Montageposition überführt, in der
sich dann formschlüssige Verbindungen zwischen dem Türag
gregateträger und dem Restinnenblech der Fahrzeugtür ver
wirklichen lassen. Nach einem besonderen Vorschlag der Er
findung ist der Türaggregateträger als im wesentlichen
Kunststoffplatte oder -schale ausgebildet, wobei die Schar
nierzapfen an die Kunststoffplatte angeformt sind und folg
lich ein einteiliges Bauteil mit der Kunststoffplatte bil
den. In diesem Zusammenhang ist von besonderer Bedeutung,
daß die Kunststoffplatte auf ihrer dem Türaußenblech zuge
wandten Seite eingeformte Scheibenführungen zur Führung von
Scheibenträgern für eine Fensterscheibe aufweisen, so daß
die Scheibenführungen gleichsam integrierter Bestandteil
des Türaggregateträgers sind und nicht länger die getrennte
Montage von Führungsschienen verlangt. Außerdem ist von Be
deutung, daß die Kunststoffplatte an ihrem hinteren Randbe
reich einen abgewinkelten Montageflansch mit einer Durch
brechung für die Montage des Türschlosses und seine elek
trischen Kontaktierung aufweist, insoweit also das Tür
schloß im Wege einer Vormontage bereits integriert werden
kann. Weiter lehrt die Erfindung, daß die Kunststoffplatte
Ein- und Ausformungen und gegebenenfalls Sollbruch-Durch
brechungen für die Montage eines Elektromotors, z. B. Ge
triebemotors, für den Hebe- und Senkmechanismus der Fen
sterscheibe aufweist, ferner für die Lagerung eines elek
tronischen Steuergerätes bzw. Türsteuergerätes, eines Air
bags, eines oder mehrerer Lautsprecher sowie für die Lage
rung eines Türinnengriffs. Tatsächlich ist der Türaggre
gateträger so gestaltet, daß nicht nur die Scheibenführun
gen für die Fensterscheibe in die Kunststoffplatte einge
formt sind, sondern es können der Hebe- und Senkmechanismus
für die Fensterscheibe sowie der Motorantrieb direkt auf
der Kunststoffplatte montiert werden, so daß der klassische
Fensterheber entfällt, weil wesentliche Bauteile und Funk
tionen von dem Türaggregateträger übernommen werden. Wei
terhin ist der Türaggregateträger bzw. die Kunststoffplatte
mit einem Lager für den Türinnengriff ausgestaltet, so daß
auch die sonst typische Innenbetätigung entfällt und auf
einen Innengriffhebel reduziert werden kann. Tatsächlich
sieht die Erfindung vor, daß der Hebe- und Senkmechanismus
für die Fensterscheibe mit den Fensterträgern, Seilzügen,
Seilrollen, Seilspanner und Seilantrieb als Bestandteil des
Getriebemotors unmittelbar auf der Kunststoffplatte mon
tiert ist. Vorzugsweise sind auch das Innenbestätigungsge
stänge und das Innenverriegelungsgestänge für das Tür
schloß auf der Kunststoffplatte montiert und einerseits an
den Türinnengriff, andererseits an einen Verriegelungsknopf
angeschlossen. - Zweckmäßigerweise ist die Innenbrüstung
als Metallbrüstung aus einem Außenprofilteil und einem
Innenprofilteil ausgebildet und auf die Kunststoffplatte
aufgesetzt, z. B. mit Rastwirkung aufgeclipst. Nach Lehre
der Erfindung ist also die Türinnenbrüstung am Türinnen
blech entfernt und Bestandteil des Türaggregateträgers ge
worden, um die Anordnung und Montage der Fensterscheibe
einschließlich der Scheibendichtung zu erleichtern. Da je
doch aus Gründen der Türversteifung bzw. Stabilität auf die
Innenbrüstung nicht verzichtet werden kann, ist sie als Me
tallbrüstung in dem Türaggregateträger integriert.
Nach weiterer Empfehlung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Kunststoffplatte in ihrem unteren Randbereich eine
Mehrzahl von Befestigungspunkten zum Anschluß an das untere
Rahmenteil des Restinnenblechs der Fahrzeugtür aufweist,
wobei der eine äußerste und vorzugsweise hinterste Befesti
gungspunkt ein Festlager und die übrigen Festpunkte Losla
ger mit Bewegungsausgleich in Türlängsrichtung (X-Achse)
bilden. Auf diese Weise wird ein unterschiedliches Deh
nungsverhalten zwischen der Metalltür und dem Kunststoff
träger infolge von Temperatureinflüssen kompensiert. Nach
bevorzugt er Ausführungsform sind die Befestigungspunkte
durch trapezförmige Ausformungen mit Bohrungen zum Hin
durchführen von Nieten, Schrauben u. dgl. Befestigungs
mitteln gebildet, wobei die die Loslager bildenden Befesti
gungspunkte lediglich in Türlängsrichtung angeordnete
freibewegliche Trapezflanken mit reduzierter Wandstärke und
erhöhter Elastizität oder Flexibilität aufweisen und über
eine Befestigungsbasis mit der jeweiligen Bohrung verbunden
sind. - Zweckmäßigerweise weist die Kunststoffplatte eine
umlaufende Dichtung und weisen ihre Durchbrechungen, welche
für die Montage einiger Aggregate vorgesehen sind,
umlaufende Dichtungen auf, welche gegen das Restinnenblech,
die Innenbrüstung und die eingesetzten Aggregate abdichten.
Dadurch wird nach der Montage des Türaggregateträgers eine
gänzliche Teilung zwischen einem äußeren Naßraum und einem
inneren Trockenraum erreicht. Tatsächlich ist der Türaußen
bereich zum Fahrgastraum hin vollkommen abgedichtet, so daß
sonst so typische Schutzmaßnahmen wie der Einbau einer Was
serschutzfolie entfallen. In dem Naßraum sind jene Aggre
gate angeordnet, die sich unvermeidbar in diesem Bereich
befinden müssen, wie z. B. die Fensterscheibe, Scheibenfüh
rungen sowie der Hebe- und Senkmechanismus. Im Trockenraum
sind die übrigen Aggregate angeordnet, insbesondere die
gegen Wasser empfindlichen Aggregate wie der Elektromotor
als Antrieb für die Fensterscheibe, das elektronische
Steuergerät, die Stromführung usw.
Nach einem Vorschlag der Erfindung, dem selbständige Bedeu
tung zukommt, ist vorgesehen, daß der Türaggregateträger
als komplettes Funktionsintegrationsmodul ausgebildet ist
und dazu die elektromechanischen und elektronischen Aggre
gate mittels einer auf der Kunststoffplatte befestigten
Leiterbahnfolie elektrisch kontaktiert sind und daß eine
Bordnetzkontaktierung im Bereich der A-Säule vorgesehen
ist. Durch die Komplettierung des Türaggregateträgers als
Funktionsintegralmodul wird eine besonders rationelle Fer
tigung und Montage erreicht, die einerseits kostensparend
ist und andererseits unter Berücksichtigung der Ausfüh
rungsform als Kunststoffplatte sich auch durch Gewichtsre
duzierung auszeichnet. Die Montage der Leiterbahnfolie kann
mittels solcher Befestigungseinrichtungen wie Clipse, Klem
men, Schrauben, Klettbänder oder dergleichen erfolgen.
Jedenfalls wird eine einwandfreie Stromführung zu sämt
lichen elektrischen Verbrauchern mittels der Leiterbahn
folie erreicht, ohne daß herkömmliche Verdrahtung und
Steckverbindungen erforderlich sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine noch im Rohbau befindliche Kraftfahrzeugtür in
Ansicht von innen,
Fig. 2 einen Türaggregateträger als Funktionsintegrations
modul in Ansicht auf die Innenseite und vor dem
Einsetzen in die Rohbautür nach Fig. 1,
Fig. 3 den Gegenstand nach Fig. 2 in Ansicht auf die
Außenseite,
Fig. 4 den Gegenstand nach Fig. 2 mit der durch Einsatz
einer Leiterbahnfolie angedeuteten Stromführung,
Fig. 5 eine Innenansicht auf eine erfindungsgemäße Kraft
fahrzeugtür nach der Montage des Türaggregateträ
gers,
Fig. 6 einen Vertikalschnitt durch den Gegenstand nach
Fig. 5 mit der Türinnenverkleidung, Naßraum und
Trockenraum, wobei im Naßraum lediglich die Fen
sterscheibe angedeutet ist,
Fig. 7 einen Ausschnitt aus dem Gegenstand nach Fig. 2 im
Bereich von Türinnengriff, Türschloß und Betäti
gungsgestänge,
Fig. 8 ausschnittsweise im Horizontalschnitt den Gegen
stand nach Fig. 7 im Bereich des Türschlosses,
Fig. 9 ausschnittsweise einen Horizontalschnitt durch ein
Festlager zur Befestigung des Türaggregateträgers
am unteren Rahmenteil des Restinnenblechs,
Fig. 10 eine Frontansicht auf den Befestigungspunkt nach
Fig. 9 ohne Restinnenblech,
Fig. 11 ausschnittsweise einen Vertikalschnitt durch den
Gegenstand nach Fig. 9,
Fig. 12 den Gegenstand nach Fig. 9 in der Ausführungsform
eines Loslagers und
Fig. 13 eine Frontansicht auf den Gegenstand nach Fig. 12
ohne Restinnenblech und
Fig. 14 die Kraftfahrzeugtür im Rohbauzustand im Zuge der
Montage des Türaggregateträgers vor der Montage der
Fensterscheibe und ihres Hebe- und Senkmechanismus.
In den Figuren ist eine Kraftfahrzeugtür 1 mit einem
Türaußenblech 2 und einer Außenbrüstung 3, mit einem Türin
nenblech mit einer Innenbrüstung 4 und einer Montageaus
nehmung 5 für einen in den Türinnenraum einzusetzenden
Türaggregateträger 6 als gleichsam vormontierte Baueinheit
mit mechanischen, elektromechanischen und elektronischen
Aggregaten 7 dargestellt. Das Türinnenblech ist auf ein
Restinnenblech 8 mit einem vorderen Rahmenteil 8a zur A-
Säule, einem unteren Rahmenteil 8b als Schweller und einem
hinteren Rahmenteil 8c zur B-Säule unter Fortfall der
Innenbrüstung 4 reduziert. Der Türaggregateträger 6 ist mit
der Innenbrüstung 4 ausgerüstet und weist am vorderen Rand
bereich Scharnierzapfen 9 auf. Der Türaggregateträger 6 ist
mit diesen Scharnierzapfen 9 unter Scharnierbildung in
Scharnierausnehmungen 10 im vorderen Rahmenteil 8a des
Restinnenblechs 8 einhängbar und verschwenkbar gelagert.
Die Scharnierausnehmungen 10 weisen einen sich an einen
Horizontalverlauf 10a nach unten/hinten erstreckenden lang
lochartigen Schrägverlauf 10b auf, so daß der Türaggrega
teträger 6 nach unten/hinten in seine endgültige Montage
position verschiebbar ist. Der Türaggregateträger ist als
Kunststoffplatte 6 oder -scheibe ausgebildet. Die Schar
nierzapfen 9 sind an die Kunststoffplatte 6 angeformt und
bilden mit der Kunststoffplatte 6 ein einteiliges Bauteil.
Die Kunststoffplatte 6 weist auf ihrer dem Türaußenblech 2
zugewandten Seite angeformte Schiebeführungen 11 zur Füh
rung von Scheibenträgern 12 für eine Fensterscheibe 13 auf.
Die Kunststoffplatte 6 besitzt an ihrem hinteren Randbe
reich einen abgewinkelten Montageflansch 14 mit einer
Durchbrechung 15 für die Montage des Türschlosses 16 und
seine elektrische Kontaktierung 17. Außerdem weist die
Kunststoffplatte 6 Ein- und Ausformungen 18 mit ggf. Soll
bruchstellen für die Montage eines Elektromotors 19, z. B.
Getriebemotors, für einen Hebe- und Senkmechanismus 20 der
Fensterscheibe 13 auf, ferner für die Lagerung eines elek
tronischen Steuergerätes 21, eines Airbags 22, einer oder
mehrerer Lautsprecher 23 sowie für die Lagerung eines
Türinnengriffs 24. Die als Einformung ausgebildete Lagerung
für den Türinnengriff 24 ist mit einer Blende 25 ausgelegt.
Bei dem Steuergerät 21 handelt es sich vorzugsweise um ein
Türsteuergerät für die einzelnen Tür-, Fenster- und Schloß
funktionen aber auch zum Verstellen der Außenspiegel usw.
Der Hebe- und Senkmechanismus 20 für die Fensterscheibe ist
mit den Scheibenträgern 12, Seilzügen 26, Seilrollen 27,
Seilspanner 28 und Seilantrieb als Bestandteil des Getrie
bemotors 19 unmittelbar auf der Kunststoffplatte 6
montiert. Ferner ist auf der Kunststoffplatte 6 ein Innen
betätigungsgestänge 29 und ein Innenverriegelungsgestänge
30 für das Türschloß 16 montiert. Das Innenbetätigungsge
stänge 29 ist an den Türinnengriff 24 angeschlossen, wäh
rend das Innenverriegelungsgestänge 30 an einen Verriege
lungsknopf 31 angeschlossen ist.
Die Innenbrüstung 4 ist als Metallbrüstung aus einem Außen
profilteil 4a und einem Innenprofilteil 4b ausgebildet und
auf die Kunststoffplatte 6 aufgesetzt, z. B. mit Rastwir
kung aufgeclipst. Die Kunststoffplatte 6 weist in ihrem
unteren Randbereich eine Mehrzahl von Befestigungspunkten
32 zum Anschluß an das untere Rahmenteil 8b des Restinnen
blechs 8 der Fahrzeugtür auf. Dabei ist der eine äußerste
hinterste Befestigungspunkt ein Festlager 32a, während die
übrigen Befestigungspunkte 32b Loslager mit Bewegungsaus
gleich in Türlängsrichtung bilden. Die Befestigungspunkte
32 sind durch trapezförmige Ausformungen mit Bohrungen 33
zum Hindurchführen von nach dem Ausführungsbeispiel Nieten
34 als Befestigungsmittel gebildet. Die die Loslager bil
denden Befestigungspunkte 32b weisen lediglich in Tür
längsrichtung angeordnete freibewegliche Trapezflanken 35
mit reduzierter Wandstärke und erhöhter Elastizität bzw.
Flexibilität auf und sind über eine Befestigungsbasis 36
mit der jeweiligen Bohrung 33 verbunden. Darüber hinaus
sind weitere Befestigungspunkte vorgesehen, die im einzel
nen nicht gezeigt sind.
Die Kunststoffplatte 6 besitzt eine umlaufende Dichtung 37
und auch ihre Durchbrechungen für die Montage verschiedener
Aggregate 7 weisen umlaufende Dichtungen 37 auf, welche
gegen das Restinnenblech 8, die Innenbrüstung 4 und die
eingesetzten Aggregate 7 abdichten, so daß nach der Montage
des Türaggregateträgers 6 ein Naßraum 38 zwischen dem
Türaußenblech 2 und dem Türaggregateträger 6 und ein
Trockenraum 39 zwischen dem Türaggregateträger 6 und der
Türinnenverkleidung 40 entstehen. Die Türinnenverkleidung
40 läßt sich nach der Montage des Türaggregateträgers 6 in
herkömmlicher Weise auf dem Restinnenblech 8 befestigen.
Der Türaggregateträger 6 ist als ein komplettes Funktions
integrationsmodul ausgebildet. Dazu sind die elektromecha
nischen und elektronischen Aggregate 7 und folglich sämt
liche elektrischen Verbraucher mittels einer auf der Kunst
stoffplatte befestigten Leiterbahnfolien 41 elektrisch
kontaktiert. Im Bereich der A-Säule ist eine Bordnetzkon
taktierung 42 für die Stromversorgung der Leiterbahnfolie
41 vorgesehen und lediglich angedeutet.
Claims (11)
1. Kraftfahrzeugtür (1), mit einem Türaußenblech (2), mit
einem Türinnenblech mit Innenbrüstung (4) und einer Monta
geausnehmung (5) für einen in den Türinnenraum einsetzbaren
Türaggregateträger (6) mit mechanischen, elektromechani
schen und elektronischen Aggregaten (7), dadurch
gekennzeichnet, daß das Türinnenblech auf ein
Restinnenblech (8) mit einem vorderen Rahmenteil (8a),
einem unteren Rahmenteil (8b) und einem hinteren Rahmenteil
(8c) unter Fortfall der Innenbrüstung (4) reduziert ist,
daß der Türaggregateträger (6) mit der Innenbrüstung (4)
ausgerüstet ist und am vorderen Randbereich Scharnierzapfen
(9) aufweist, daß der Türaggregateträger (6) mit diesen
Scharnierzapfen (9) unter Scharnierbildung in Scharnier
ausnehmungen (10) im vorderen Rahmenteil (8a) des Restin
nenblechs (8) einhängbar und verschwenkbar gelagert ist,
und daß die Scharnierausnehmungen (10) einen sich nach
einem Horizontalverlauf (10a) nach unten/hinten erstrecken
den Schrägverlauf (10b) aufweisen und der Türaggregateträ
ger (6) nach unten/hinten in seine endgültige Montageposi
tion verschiebbar ist.
2. Kraftfahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Türaggregateträger als Kunststoffplatte (6)
oder -schale ausgebildet ist, daß die Scharnierzapfen (9)
an die Kunststoffplatte (6) angeformt sind, daß die Kunst
stoffplatte (6) auf ihrer dem Türaußenblech (2) zugewandten
Seite angeformte Scheibenführungen (11) zur Führung von
Scheibenträgern (12) für eine Fensterscheibe (13) aufweist.
3. Kraftfahrzeugtür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kunststoffplatte (6) an ihrem hinteren
Randbereich einen abgewinkelten Montageflansch (14) mit
einer Durchbrechung (15) für die Montage des Türschlosses
(16) aufweist.
4. Kraftfahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Kunststoffplatte (6) Ein- und
Ausformungen (18) mit ggf. Sollbruchstellen für die Montage
eines Elektromotors (19), z. B. Getriebemotors, für einen
Hebe- und Senkmechanismus (20) der Fensterscheibe (13), für
die Lagerung eines elektronischen Steuergerätes (21), eines
Airbags (22), eines oder mehrerer Lautsprecher (23), sowie
für die Lagerung eines Türinnengriffs (24) aufweist.
5. Kraftfahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der Hebe- und Senkmechanismus
(20) für die Fensterscheibe (13) mit den Scheibenträgern
(12) , Seilzügen (26) , Seilrollen (27), Seilspanner (28) und
Seilantrieb unmittelbar auf der Kunststoffplatte (6)
montiert ist.
6. Kraftfahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß ein Innenbetätigungsgestänge (29)
und ein Innenverriegelungsgestänge (30) für das Türschloß
(16) auf der Kunststoffplatte (6) montiert sind.
7. Kraftfahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Innenbrüstung (4) als Metall
brüstung aus einem Außenprofilteil (4a) und einem Innen
profilteil (4b) ausgebildet und auf die Kunststoffplatte
(6) aufgesetzt, z. B. mit Rastwirkung aufgeclipst ist.
8. Kraftfahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Kunststoffplatte (6) in ihrem
unteren Randbereich eine Mehrzahl von Befestigungspunkten
(32) zum Anschluß an das untere Rahmenteil (8b) des Restin
nenblechs (8) der Fahrzeugtür aufweist, wobei der eine
äußerste Befestigungspunkt (32a) ein Festlager und die
übrigen Befestigungspunkte (32b) Loslager mit Bewegungs
ausgleich in Türlängsrichtung bilden.
9. Kraftfahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die Befestigungspunkte (32) durch
trapezförmige Ausformungen mit Bohrungen (33) zum Hin
durchführen von Nieten (34), Schrauben o. dgl. Befesti
gungsmitteln gebildet sind und daß die die Loslager bilden
den Befestigungspunkte (32b) lediglich in Türlängsrichtung
angeordnete freibewegliche Trapezflanken (35) mit reduzier
ter Wandstärke und erhöhter Elastizität oder Flexibilität
aufweisen und über eine Befestigungsbasis (36) mit der
Bohrung (33) verbunden sind.
10. Kraftfahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß die Kunststoffplatte (6) eine um
laufende Dichtung (37) und ihre Durchbrechungen umlaufende
Dichtungen (37) aufweisen, welche gegen das Restinnenblech
(8), die Innenbrüstung (4) und die eingesetzten Aggregate
(7) abdichten.
11. Kraftfahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und
unabhängig davon, dadurch gekennzeichnet, daß der Türag
gregateträger (6) als Funktionsintegrationsmodul ausgebil
det ist und dazu die elektromechanischen elektronischen
Aggregate (7) mittels einer auf der Kunststoffplatte (6)
befestigten Leiterbahnfolie (41) elektrisch kontaktiert
sind, und daß eine Bordnetzkontaktierung (42) im Bereich
der A-Säule vorgesehen ist.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE19732225A DE19732225B4 (de) | 1997-07-26 | 1997-07-26 | Kraftfahrzeugtür |
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| FR9809482A FR2766428B1 (fr) | 1997-07-26 | 1998-07-24 | Porte de vehicule automobile |
| US09/122,414 US5906072A (en) | 1997-07-26 | 1998-07-24 | Motor-vehicle door |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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|---|---|
| DE19732225A1 true DE19732225A1 (de) | 1999-02-11 |
| DE19732225B4 DE19732225B4 (de) | 2004-05-19 |
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|---|---|---|---|
| DE19732225A Expired - Fee Related DE19732225B4 (de) | 1997-07-26 | 1997-07-26 | Kraftfahrzeugtür |
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