DE19732991C2 - Endoskop und Verfahren zum Montieren von Bauelementen eines optischen Systems - Google Patents
Endoskop und Verfahren zum Montieren von Bauelementen eines optischen SystemsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Endoskop mit einem Rohrschaft, in
dessen Innerem zumindest ein Bauelement, insbesondere Linsen,
Blenden, Filter, eines optischen Systems angeordnet ist, wobei
auf der Außenseite des Bauelementes zumindest ein das Bauele
ment zumindest teilweise umgebendes Stützelement aus schrumpf
fähigem Material vorhanden ist, das einen radialen Spalt zwi
schen der Außenseite des Bauelementes und der Innenseite des
Rohrschaftes ausfüllt.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Montieren von
Bauelementen, insbesondere von Linsen, Blenden, Filtern, eines
optischen Systems im Inneren eines Rohrschafts eines Endoskops,
bei dem auf die Außenseite des Bauelementes zumindest ein
das Bauelement zumindest teilweise umgebendes Stützelement aus
schrumpffähigem Material gebracht wird und dieser Zusammenbau
einer Wärmebehandlung unterzogen wird, durch die das Stützele
ment schrumpft und so das Bauelement fixiert, und bei dem nach
dem Einführen des Zusammenbaus in den Rohrschaft der radiale
Spalt zwischen der Außenseite des Bauelementes und der Innen
seite des Rohrschaftes von dem Stützelement ausgefüllt ist.
Ein derartiges Endoskop und, ein derartiges Verfahren sind aus
der DE 39 12 720 C2 bekannt.
Endoskope werden allgemein in der Chirurgie dazu verwendet,
Körperhohlräume und Hohlorgane zu inspizieren. Endoskope weisen
einen langerstreckten Rohrschaft auf, in dem Bauelemente eines
optischen Beobachtungssystems angeordnet sind. Häufig sind im
Inneren des Endoskopschafts weitere Vorrichtungen, meist eine
Lichtzuführvorrichtung, und ggf. Kanäle für Instrumente, Spül
flüssigkeit oder dgl. vorgesehen. Die Lichtzuführung erfolgt
meist über lichtleitende Glasfasern.
In diesem Fall ist das optische System in einem separaten In
nenrohr im Endoskopschaft aufgenommen.
Endoskope können starr oder flexibel ausgebildet sein, wobei
der Endoskopschaft entsprechend aus Metall oder einem flexiblen
Kunststoffmaterial hergestellt ist.
Die in Endoskopen vorgesehenen optischen Systeme sind aus ent
lang der Rohrschaftachse angeordneten Bauelementen wie Linsen,
insbesondere Stablinsen der sogenannten HOPKINS-Optik, Blenden,
Filtern und dgl. aufgebaut und haben die Aufgabe, eine klare
Abbildung eines möglichst großen Blickfelds mit großer Auflö
sung und hohem Kontrast wiederzugeben. Die wichtigste Voraus
setzung hierfür ist die präzise Anordnung der Bauelemente des
optischen Systems im Rohrschaft des Endoskops. Die relativen
Positionen der Bauelemente des optischen Systems sind nicht va
riabel, sondern genau definiert, denn jede Verschiebung der
Bauelemente relativ zueinander führt zu einer verminderten
Bildschärfe und Auflösung.
Demnach müssen die Bauelemente präzise und dort fest verblei
bend im Rohrschaft des Endoskops fixiert werden.
Üblicherweise werden die Bauelemente eines optischen Systems in
den Rohrschaft des Endoskops eingeschoben, untereinander durch
Distanzstücke auf Abstand gehalten und durch endseitige Ab
schlußelemente fixiert. Diese Art der Fixierung ist jedoch un
zureichend, da aufgrund von Toleranzen ein radiales Hin- und
Herbewegen erfolgen kann. Zwischen der Außenseite der Bauele
mente und Innenseite des Rohrschafts ist ein dünner Luftspalt
vorhanden, bzw. die Bauelemente liegen über ihre Außenseite an
der Innenseite des Rohrschafts an.
Außerdem können vor allem die aus Glasmaterial hergestellten
Linsen des optischen Systems bei der Handhabung des Endoskops,
bspw. wenn das Endoskop zu fest auf eine harte Unterlage gelegt
wird oder herabfällt, zerbrechen, da aufgrund des nur dünnen
Luftspaltes zwischen Bauelement und Rohrschaft schon bei gerin
gem Verbiegen des Rohrschafts Kräfte bzw. Momente auf die Bau
elemente einwirken, die bei Linsen zu Brüchen führen können.
Diesem Problem wurde bspw. bei den Stablinsen durch eine Kno
chenform der Linse begegnet, also einer Form, bei der die Enden
der Stablinse Verdickungen, sogenannte Randzylinder, aufweisen.
Die formschlüssige Verbindung zu dem Rohrschaft erfolgt dann
nur im Bereich der Randzylinder, der übrige Umfang der Stablin
se ist durch einen Spalt von dem Rohrschaft getrennt.
Bei Reinigung treten Erschütterungen auf (Spülmaschine, Ultra
schall), die dazu führen, daß die Linsen aufgrund Ihres Radial
spiels gegen das Innenrohr schlagen. Außerdem treten Stöße zwi
schen Linse und Abstandselement auf (Abtrieb, Verschmutzung).
Bei der eingangs genannten, gattungsbildenden DE 39 12 720 C2
werden die Bauelemente, dort ein Relais-Linsensystem, in einen
Kunststoff-Schrumpfschlauch eingesetzt und in der richtigen
Stellung positioniert. Anschließend wird der Schrumpfschlauch
durch Anwendung von Wärme geschrumpft, so daß er die Linsen
hält, ohne daß eine Linsenfassung in herkömmlichem Sinne erfor
derlich wäre. Anschließend wird dieser Zusammenbau in den Rohr
schaft des Endoskopes eingeschoben.
Eine weitere Lösung, wie die Linsen eines optischen Systems in
einem Endoskop untereinander verbunden sein können, ist in der
US 4,148,550 beschrieben, der die DE-OS 28 12 369 entspricht.
Dort wird eine Verbindung zwischen den einzelnen Stablinsen
enden durch schlauchförmige Elemente hergestellt, die die Lin
senenden zumindest zwei benachbarter Linsen umschließen. Diese
Elemente bestehen aus einem flexiblen schlauchförmigen Materi
al. Die Befestigung bzw. Fixierung der durch die Stützelemente
verbundenen Stablinsen im Innenrohr in dem Endoskop erfolgt
durch Einklemmen. Es wird weiter vorgeschlagen, geeignete Kleb
stoffe einzusetzen.
Eine Stablinsenhalterung durch ringförmige Halterungsmittel,
z. B. aus Kunststoff, ist ferner aus der DE 34 31 631 C2 be
kannt.
Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfin
dung, ein Endoskop der eingangs genannten Art und ein Verfahren
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 16 derart weiterzubilden,
daß die Bauelemente des optischen Systems möglichst einfach und
dennoch sicher im Innern des Rohrschaftes fixiert und zudem
gegenüber äußeren Krafteinwirkungen bzw. Momenteinwirkungen ge
schützt werden können.
Die Aufgabe wird bei einem Endoskop gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 dadurch gelöst, daß der radiale Spalt nach dem
Schrumpfen des Stützelementes so ausgefüllt ist, daß das Bau
element über das geschrumpfte Stützelement an der Innenseite
des Rohrschaftes fixiert ist.
Die Aufgabe wird bei einem Verfahren gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 16 dadurch gelöst, daß der Zusammenbau vor der Wärme
behandlung in den Rohrschaft eingeführt wird, daß zwischen der
Außenseite des Bauelementes und der Innenseite des Rohrschaftes
vor der Wärmebehandlung ein radialer Spalt freigelassen wird,
der nach dem Schrumpfen des Stützelementes so ausgefüllt ist,
daß das Bauelement über das geschrumpfte Stützelement an der
Innenseite des Rohrschaftes fixiert ist.
Unter einem schrumpffähigen Material im Sinne der vorliegenden
Erfindung wird einerseits ein kaltgerecktes, thermoplastisches
Kunststoffmaterial verstanden, das sich bei Wärmebehandlung
wieder auf seinen Urzustand zusammenzieht. Der Schrumpfvorgang
beruht auf dem Bestreben der Kunststoffmoleküle, zu ihrer ur
sprünglichen spannungsfreien Anordnung zurückzukehren. Man
nennt dies auch Rückerinnerungsvermögen oder elastisches Form
gedächtnis. Beispiele für schrumpffähige Materialien sind PETP,
PE oder PVC.
Unter einem schrumpffähigen Material wird andererseits eine Me
tallegierung oder ein Kunststoffmaterial mit einem Memory-
Effekt verstanden, das zumindest zwei Zustände aufweist, wobei
ein Zustand über eine Materialschrumpfung erreicht wird. Bei
den für die Erfindung in Frage kommenden Materialien muß der
Memory-Effekt nach dem Schrumpfen aufgehoben sein.
Diese Art der Fixierung mit schrumpffähigen Stützelementen ist
denkbar einfach, da das Bauelement zunächst zusammen mit dem
Stützelement im ungeschrumpften, gereckten Zustand gerade pas
send in den Rohrschaft eingebracht und zutreffend positioniert
werden kann. Durch die Wärmebehandlung schrumpft das Material,
zieht sich also in Richtung der Rohrschaftachse zusammen und
wird in den Spalt zwischen Außenseite des Bauelements und In
nenseite des Rohrschafts gepreßt. Dabei paßt sich das erwärmte
Stützelement sowohl an die äußere Form des Bauelements als auch
an die innere Form des Rohrschafts unabhängig von deren indivi
dueller Ausgestaltung an. Nach Erkalten füllt das geschrumpfte
Material über gewisse axiale und umfängliche Bereiche hinweg in
radialer Richtung den Luftspalt zwischen Außenseite des Bauele
ments und Innenseite des Rohrschafts aus. Aufgrund der Tatsa
che, daß das Material beim Schrumpfen in diesem Spalt in axia
ler Richtung geschrumpft ist, sich also radial ausdehnen woll
te, dies aber wegen des dünnen Spaltes begrenzt ist, übt das
geschrumpfte Material einen radial beidseitig wirkenden Anpreß
druck aus, der für eine ausreichende Fixierung der axialen und
radialen Relativlage von Bauelement und Rohrschaft untereinan
der sorgt. Es sind weder Klebstoffe noch sonstige Befestigungs
mittel oder Klemmverbindungen notwendig, ebensowenig muß ein
genaues Einpassen der Bauelemente in den Rohrschaft erfolgen,
da hier das zunächst gereckte und danach erst in der ge
schrumpften Form vorliegende Stützelement die Fixierung sicher
stellt.
Das Vorsehen eines geschrumpften Stützelements aus einem Kunst
stoffmaterial hat den weiteren erheblichen Vorteil, daß es zu
sätzlich einen Schutz der Bauelemente des optischen Systems ge
gen äußere Krafteinwirkungen darstellt, da es elastisch ist und
Stöße daher dämpfen kann. So wird selbst bei einem Herabfallen
des Endoskops die Gefahr eines Zerbrechens der Bauelemente des
optischen Systems erheblich verringert.
Dabei können die Bauelemente des optischen Systems Linsen, Fil
ter, Blenden, Objektivpatronen oder alle sonstigen denkbaren
in Endoskopoptiken verwendeten Bauelemente sein. Als Linsen
kommen Stablinsen oder herkömmliche Linsen in Betracht, wobei
die Stablinsen als glatte Zylinder oder in Knochen-, Tonnen-
oder jeder weiteren möglichen Form vorgesehen sein können. Üb
licherweise besteht das optische System aus mehreren axial hin
tereinander angeordneten Bauelementen, die vorteilhafterweise
alle, ggf. jedoch auch nur zwei benachbarte, jeweils mit einem
erfindungsgemäßen geschrumpften Stützelement untereinander ver
bunden und zugleich im Rohrschaft befestigt werden können.
Unter einem Rohrschaft im Sinne der Erfindung wird jedes rohr
förmige Teil eines Endoskops verstanden, indem das optische
System angeordnet ist. Dies wird meist ein Innenrohr sein, das
zusammen mit weiteren Rohren für den Lichtleiter, Spülkanal
o. ä. von einem Außenrohr umschlossen ist. Wenn keine weiteren
Kanäle im Endoskopinneren vorgesehen sind, kann der Rohrschaft
jedoch auch der Außenschaft des Endoskops sein. Der Rohrschaft
eines erfindungsgemäßen Endoskops muß nicht starr sein, sondern
kann auch flexibel sein, denn das geschrumpfte Stützelement ist
selbst flexibel und folgt daher eine Biegung des Rohrschafts,
ohne daß die Fixierung des Bauelements an der Innenseite des
Rohrschafts sich lockert.
In einer bevorzugten Ausgestaltung besteht das Stützelement aus
einem Schlauchabschnitt, der einen Großteil der Außenseite des Bauele
ments bedeckt.
Das Vorsehen eines solchen Schrumpfschlauchabschnitts hat den Vorteil,
großflächig eine besonders feste und sichere Fixierung des Bau
elements an dem Rohrschaft zu erzielen, da der Schrumpfschlauchabschnitt
das Bauelement sozusagen in sich aufnimmt, also umfänglich um
schließt, und somit zusätzlich die Bauelemente allseitig gegen
Krafteinwirkungen von außen schützt.
Es versteht sich, daß auch Abstandshalter, wie bspw. aus Metall
oder Kunststoff bestehende Abstandsröhrchen, zur Sicherstellung
der definierten Abstände zwischen den Bauelementen des opti
schen Systems vorgesehen werden können, die dann ebenfalls
durch das erfindungsgemäße Stützelement fixiert werden. Derar
tige Abstandshalter können jedoch auch zwischen den über das
Stützelement fixierten Bauelementen ohne weitere Fixierung an
geordnet werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht
das Stützelement aus zumindest einem Ring.
Ein einziger Ring wird vorteilhafterweise zur Fixierung einer
in Knochenform vorliegenden Stablinse eingesetzt, die durch die
in den Endbereichen der Stablinsen vorgesehenen Randzylinder
zusätzlich in dem Rohrschaft kippfrei wird. Der Ring wird dann
vorteilhafterweise im mittleren Bereich der knochenförmigen
Stablinse angeordnet. Ringförmige Stützelemente sind ferner
dann besonders vorteilhaft, wenn schmale Linsen oder andere
schmale Bauelemente fixiert werden sollen. Der Ring umschließt
und fixiert dann den ganzen Umfang eines solchen schmalen Bau
elements.
In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung besteht
das Stützelement aus zwei Ringen, die an gegenüberliegenden En
den des Bauelements angeordnet sind.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß durch zwei axial voneinan
der beabstandete Stützelemente ein Verkippen des Bauelements
innerhalb des Rohrschafts sicher verhindert wird. Außerdem ist
vorteilhaft, daß ringförmige Stützelemente beim Zusammenbau des
Endoskops besonders einfach auf Stablinsen aufzuschieben sind.
Es versteht sich, daß auch mehr als zwei Ringe als Stützelemen
te eingesetzt werden können, vor allem bei sich langerstrecken
den Bauelementen.
In einer weiteren Ausgestaltung besteht das Stützelement aus
zumindest einem Halbring.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, auf materialsparende Art und
Weise die erfindungsgemäße Fixierung des Bauelements mit dem
Rohrschaft zu bewerkstelligen. Es versteht sich, daß auch meh
rere Halbringe, die ggf. alternierend auf gegenüberliegenden
Seiten des Bauelements angeordnet werden, vorgesehen sein kön
nen.
Dadurch, daß ein Bauelement nicht vollständig umfänglich vom
Stützelement umgriffen ist, erlaubt den axialen Durchtritt von
Gasen z. B. zum Druckausgleich oder den Durchtritt von Spülflüs
sigkeiten.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht das Stützele
ment aus zumindest zwei Streifen, die sich in Längsrichtung des
Rohrschafts erstrecken.
Solche Streifen sichern die Befestigung über deren gesamte Län
ge, so daß auch sich axial langerstreckende Hauteile wie
Stablinsen sicher fixiert werden können, auch wenn sie nicht in
Knochenform vorliegen, ohne daß ein Verkippen innerhalb des
Rohrschafts auftreten kann. Es versteht sich, daß auch mehr als
zwei Streifen vorgesehen werden können, wobei die Anordnung von
drei Streifen besonders vorteilhaft ist, wenn sie gleichmäßig
um den Umfang des Bauelements verteilt werden. Ein derartiger
erfindungsgemäßer Streifen muß sich selbstverständlich nicht
über die gesamte Länge des Bauelements erstrecken, sondern kann
auch wesentlich kürzer sein, bis hin zu sogenannten "Pads" aus
schrumpffähigem Material. Solche Pads könne beliebig auf der
Außenseite des Bauelements verteilt werden.
Ein Druckausgleich findet selbstverständlich auch bei der Ver
wendung von Streifen statt.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung besteht
das Stützelement aus einem schraubenlinienförmig gewundenen
Band.
Ein solches schraubenlinienförmig gewundenes Band schützt die
Außenseite das Bauelements umfänglich und sorgt zusätzlich für
die Möglichkeit eines Druckausgleichs zwischen den beiden axia
len Enden des Bauelements. Bei Luftdruckdifferenzen zwischen
den beiden Enden können nämlich Längskräfte auftreten, die sich
möglicherweise auf die axiale Position der Bauelemente auswir
ken.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Außenseite des
Bauelements glatt.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß bspw. schlauchförmi
ge Stützelemente einfach auf das Bauelement aufgeschoben werden
können.
In einer weiteren Ausgestaltung weist die Außenseite des Bau
elements zumindest eine umfängliche Nut auf, und das Stützelement ist im
Bereich der Nut angeordnet.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß eine besonders innige Ver
bindung der Außenseite des Bauelements mit dem geschrumpften
Material des Stützelements erreicht wird. Bei der für das
Schrumpfen des schrumpffähigen Materials notwendigen Wärmebe
handlung verkürzt sich das Material unter axialer Dickenzunah
me, wie bereits erläutert. Dabei wird die Nut von dem Stütz
element aufgefüllt. Das in die Nut eintretende Material sperrt,
nach Erkalten, eine axiale Relativverschiebung zwischen Stütz
element und Bauelement.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform weist die
Außenseite des Bauelements zumindest einen Steg auf, und das
Stützelement ist im Bereich des Stegs angeordnet.
Das geschrumpfte Schrumpfelement umschließt den Steg. Es können
auch mehrere Stege vorgesehen sein, zwischen denen das Stütze
lement angeordnet ist, wobei das Bauelement in diesem Fall zu
sätzlich über die Stege im Rohrschaft abgestützt wird. Es ver
steht sich, daß die Form des Stegs rechteckig, spitz oder rund
lich sein kann, je nach den Gegebenheiten des jeweiligen Bau
elements. Der in das Material hineinragende und von diesem um
schlossene Steg sperrt mechanisch eine Relativbewegung zwischen
Stützelement und Bauelement.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die Innenseite
des Rohrschafts glatt.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der Zusammenbau aus Stütz
element und Bauelement einfach in den Rohrschaft eingeschoben
werden kann.
In einer weiteren Ausführungsform weist die Innenseite des Rohr
schafts zumindest eine Nut auf, und das Stützelement ist im Be
reich der Nut angeordnet.
Auch bei einer an der Innenseite des Rohrschafts angeordneten
Nut kann sich das schrumpffähige Kunststoffmaterial des Stütz
elements während der Wärmebehandlung in die Nut hinein ausdeh
nen, diese auffüllen und dann eine axiale Relativbewegung zwi
schen Rohrschaft und Stützelement sperren.
In einer weiteren Ausgestaltung weist die Innenseite des Rohrschafts zumindest
eine nach außen gerichtete Ausbauchung in Form eines Kugelab
schnitts auf, und das Stützelement ist im Bereich der Ausbau
chung angeordnet.
Diese Maßnahme hat den erheblichen Vorteil, das Bauelement be
sonders gut vor Krafteinwirkungen von außen zu schützen, da ge
rade im Bereich der Auflagefläche der Rohrschaftwand, nämlich
über eine oder mehrere Ausbauchungen, eine besonders dicke
wulstartige Schicht des dämpfenden Materials zwischen dem Bau
element und der Rohrschaftwand vorhanden ist.
In einer weiteren Ausgestaltung weist die Innenseite des Rohr
schafts zumindest einen Ringflansch auf, und das Stützelement ist im
Bereich des Ringflanschs angeordnet.
In diesem Fall wird der Ringflansch von dem Stützelement umschlossen
und sperrt eine axiale Verschiebung des Stützelements relativ
zur Innenseite des Rohrschafts.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind mehrere Bau
elemente axial hintereinanderliegend im Inneren des Rohrschafts
längs der Rohrschaftachse angeordnet, das Stützelement er
streckt sich über die mehreren Bauelemente hinweg, und diese
sind in einer axialen Anordnung durch das geschrumpfte Stütz
element untereinander fixiert.
Diese Ausgestaltung hat den erheblichen Vorteil, daß das Stütz
element nicht nur die Fixierung der Bauelemente an der Innen
seite des Rohrschafts gewährleistet, sondern daß die einzelnen
axial hintereinander angeordneten Bauelemente des optischen
Systems auch relativ zueinander fixiert werden. So kann nicht
nur eine axiale Verschiebung der einzelnen Bauelemente in dem
Rohrschaft verhindert werden, sondern der für ein einwandfreies
Funktionieren des optischen Systems notwendige Abstand der ein
zelnen Bauelemente des Systems wird zusätzlich fixiert und ge
sichert. Auf diese Weise erfüllt das erfindungsgemäße Stütz
element eine dreifache Funktion: Zum ersten werden die Bau
elemente an der Innenseite des Rohrschafts fixiert, zum zweiten
werden die Bauelemente untereinander verbunden und relativ zu
einander fixiert, und zum dritten werden die Bauelemente über
deren gesamte Länge vor äußeren Krafteinwirkungen geschützt, da
diese durch das elastische Material gedämpft werden. Eine Bewe
gung der Bauelemente des optischen Systems im Rohrschaft, die
die Optik beeinträchtigen, ist somit praktisch ausgeschlossen.
Das Verfahren zum Montieren von Bauelementen gemäß dem Anspruch
16 ist besonders einfach, denn das Stützelement aus schrumpf
fähigem Material wird zunächst außerhalb des Rohrschafts auf
das Bauelement gebracht, oder die Bauelemente werden in dieses
eingeschoben, und erst dann wird der Zusammenbau in den Rohr
schaft eingeführt, wobei genügend radiales Spiel vorhanden ist,
um diese Montage ohne weiteres zuzulassen. Das schrumpffähige
Material kann in diesem Zustand ein dünner Film sein. Erst
durch die dann durchgeführte Wärmebehandlung nimmt das
schrumpffähige Material in seiner Dicke zu und stellt den inni
gen Kontakt zwischen der Innenseite des Rohrschafts und der Au
ßenseite des Bauelements her. Wenn gemäß den Unteransprüchen
Nuten, Stege, Erhebungen oder sonstiges auf einer der beteilig
ten Oberflächen vorgesehen sind, so werden diese von dem
schrumpffähigen Material, das sich unter Wärmebehandlung in
einem gummiartigen Zustand befindet, sozusagen "umschlossen"
und "ausgefüllt".
In einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens werden mehrere Bauelemente axial hintereinander längs
der Rohrschaftachse angeordnet, und ein sich über die mehreren
Bauelemente hinweg erstreckendes Stützelement wird derart auf
gebracht, daß die Bauelemente nach der Wärmebehandlung zusätz
lich in der axialen Anordnung relativ zueinander fixiert sind.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, ohne zusätzliche Maßnahmen die
Fixierung der Bauelemente im Inneren des Rohrschafts sowie de
ren Verbinden und Fixierung relativ zueinander zu gewähr
leisten. Eine Aufreihung der Bauelemente außerhalb des Rohr
schafts kann vorgenommen werden und dann mit dem Stützelement
in Verbindung gebracht werden, was besonders einfach ist, da
die Sicht nicht durch den Rohrschaft behindert wird. Erst an
schließend wird der Zusammenbau in den Rohrschaft hineingescho
ben.
Durch die Wärmebehandlung und die Materialeigenschaften des
schrumpffähigen Materials wird eine gegen axiale und radiale
Verschiebungen gesicherte Anordnung der Bauelemente innerhalb
des Rohrschafts gewährleistet. So wird eine doppelte Fixierung
der Bauelemente erreicht, nämlich die Fixierung an den Rohr
schaft und die Fixierung relativ zueinander.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung werden nach
stehend unter Bezugnahme auf die Figuren erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht eines En
doskops nach der Erfindung;
Fig. 2 einen Ausschnitt des Endoskops von Fig. 1 im Längs
schnitt in einer ersten Ausführungsform;
Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Ausschnitt eines
Endoskops nach der Erfindung im Längsschnitt in einer
zweiten Ausführungsform;
Fig. 4 einen der Fig. 2 entsprechenden Ausschnitt eines
Endoskops nach der Erfindung im Längsschnitt in einer
dritten Ausführungsform;
Fig. 5a einen Querschnitt eines Stützelements in Ringform;
Fig. 5b einen Längsschnitt des Stützelements von Fig. 5a;
Fig. 6a einen Querschnitt eines Stützelements in Form eines
Halbrings;
Fig. 6b einen Längsschnitt des Stützelements von Fig. 6a;
Fig. 7a einen Querschnitt von Stützelementen in Form von
drei Längsstreifen;
Fig. 7b einen Längsschnitt der Anordnung von Fig. 7a;
Figur Ba eine Frontansicht eines Stützelements in Form eines
schraubenlinienförmig gewundenen Bandes;
Fig. 8b eine abschnittsweise, Seitenansicht des Bandes von
Fig. 8a;
Fig. 9 bis 13
ausschnittsweise Längsschnitte von verschiedenen
weiteren Ausführungsformen eines
Endoskops nach der Erfindung;
Fig. 14 einen ausschnittsweisen Längsschnitt einer weiteren
Ausführungsform eines Endoskops nach der Erfindung.
Ein in Fig. 1 und 2 dargestelltes Endoskop ist in seiner Ge
samtheit mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.
Das Endoskop 10 weist einen langerstreckten rohrförmigen Schaft
12 auf, an dessen proximalem Ende ein Gehäuse 14 angeordnet
ist. Im Gehäuse ist ein Okular 16 mit einer Okularmuschel 18
vorgesehen.
Im Endoskop 10 ist ein optisches System aufgenommen, das dazu
dient, um ein am distalen Ende erfaßbares Bild zum proximalen
Ende zu bringen. Im Rohrschaft 12 ist üblicherweise ein hier
nicht näher bezeichnetes Lichtleitsystem in Form von Glasfasern
angeordnet, die über einen seitlich vom Gehäuse 14 abführenden
Ansatz 20 mit einer hier nicht dargestellten Lichtquelle ver
bunden sind. Im Rohrschaft 12 ist ein Innenrohr 22 angeordnet,
das zahlreiche Bauelemente 23 des optischen Systems aufnimmt.
Distalseitig bildet ein Fenster 24 einen dichten Abschluß der
distalen Seite des Innenrohrs 22, über das die Bildinformation
in das optische System eindringt.
Im Innenrohr 22 sind zahlreiche Linsen 26, 27, 28, unter ande
rem auch stabförmige Linsen 30, wie das bspw. bei einer soge
nannten HOPKINS-Optik der Fall ist, enthalten.
In Fig. 2 ist ein Abschnitt des Innenrohrs 22 dargestellt, in
dem die stabförmige Linse 30 montiert ist. Die Stablinse 30
weist an ihren gegenüberliegenden Enden jeweils eine optische
Fläche 33 bzw. 35 auf. Über ihre glatte Außenseite 31 ist ein
Stützelement 32 in Form eines Schlauchabschnitts 34 geschoben.
Der Schlauchabschnitt 34 besteht aus einer Schlauchfolie aus
kaltgerecktem PVC.
Bei der Montage wird zunächst der Schlauchabschnitt 34, der als
relativ dünne Folie ausgebildet ist, über die Stablinse 30 ge
schoben. Anschließend wird der Zusammenbau aus Stablinse 30 und
aufgeschobenem Schlauchabschnitt 34 in das Innenrohr 22 einge
schoben und in die in Fig. 2 dargestellte axiale Lage gebracht.
Entsprechend kann dann mit den anderen Bauelementen des opti
schen Systems verfahren werden.
Anschließend wird der Zusammenbau aus Innenrohr, Stützelement
32 und Stablinse 30 einer solchen Wärmebehandlung unterworfen,
bei der das schrumpffähige Material des Schlauchabschnitts 34
schrumpft. Bei diesem Schrumpfvorgang hat das Material die Ten
denz, sich axial zusammenzuziehen und sich dabei radial etwas
auszudehnen. Dadurch wird der Spalt 36 zwischen der Außenseite
31 der Stablinse 30 und der Innenseite 13 des Innenrohrs 22
vollständig mit dem erweichten schrumpfenden Material ausge
füllt. Dadurch entsteht ein Preßdruck, der radial zwischen In
nenseite 13 des Innenrohrs 22 und Außenseite 31 der Stablinse
30 wirkt, so daß die Linse 30 axial unverrückbar im Innenrohr
22 fixiert ist. Nach Erkalten des Materials wird dies relativ
steif, bleibt jedoch elastisch, so daß ein elastischer Mantel
die Stablinse 30 umgibt. Durch diesen elastischen Mantel werden
dann auch äußere Krafteinwirkungen abgefedert und dadurch die
Bruchgefahr der Stablinse 30 erheblich herabgesetzt.
Aus Fig. 3 ist zu erkennen, daß es auch möglich ist, die
Stablinse 30 über zwei an ihrem jeweiligen Endbereich angeord
nete Ringe 38 und 40 zu montieren (siehe auch Fig. 5a, 5b).
Diese Zwei-Punktauflage erlaubt ebenfalls eine kippsichere und
axial unverschiebliche Fixierung. In diesem Fall ist dann über
einen langen axialen Bereich ein Luftspalt 36 zwischen der Au
ßenseite 31 der Stablinse 30 und der Innenseite 13 des Innen
rohrs 22 vorhanden.
Die Ringe 38 und 40 sowie die nachfolgend weiteren noch zu be
schreibenden Stützelemente sind durchweg aus einem schrumpffä
higen Material hergestellt, und die Montageweise ist gleich wie
zuvor beschrieben.
Aus Fig. 4 in Zusammenhang mit den Fig. 8a und 8b ist zu erken
nen, daß auch die Möglichkeit besteht, das Stützelement in Form
eines schraubenlinienförmigen Bandes 42 um die Außenseite 31
der Stablinse 30 zu legen. Dadurch wird ein durchgehender
schraubenlinienförmiger Spaltkanal 43 freigelassen, so daß ein
Druckausgleich in den Bereichen beidseits der gegenüberliegen
den Enden der Stablinse 30 möglich ist.
Aus Fig. 6a und 6b ist zu erkennen, daß ein Stützelement auch
in Form eines Halbrings 44 oder, wie aus Fig. 7a und 7b zu er
kennen ist, in Form von mehreren längsverlaufenden Streifen 46,
47 und 48 ausgebildet sein kann. Die beiden zuletzt genannten
Konstruktionen erlauben ebenfalls eine ausreichende Abstützung
und Fixierung und zugleich einen Druckausgleich oder auch den
Durchtritt von Spülflüssigkeiten oder dgl.
In den Fig. 9 bis 13 sind nun verschiedene Varianten der Ausge
staltung der Außenseite der Linsen bzw. der Innenseite des In
nenrohrs dargestellt, um die eingangs erwähnte zusätzliche me
chanische Verzahnung zu erzielen.
Aus Fig. 9 ist zu erkennen, daß die Stablinse 50 im Gegensatz
zu der Stablinse 30 eine umfänglich in ihre Außenseite 51 ein
geschnittene Nut 52 aufweist. Ein Stützelement in Form eines
Rings 54 weist eine solche axiale Länge auf, daß es sich beid
seits über die Nut 52 hinaus erstreckt. Die Innenseite 13 des
Innenrohrs 22 ist glatt. In dieser Ausgestaltung ist die Monta
ge sehr einfach, denn der Ring 54 muß lediglich auf die Linse
50 geschoben werden, bis er an dessen Nut 52 gelangt. Nach Ein
schieben des Zusammenbaus und Durchführen der Wärmebehandlung
schrumpft der Ring 54 und preßt sich besonders fest in den Rin
graum zwischen Nut 52 und Innenseite 13 des Innenrohrs 22 hin
ein. Dadurch entsteht eine mechanische Verzahnung, die eine
axiale Relativbewegung zwischen Ring 54 und Linse 50 sperrt.
In Fig. 10 wird ein solches Verzahnen dadurch erreicht, daß an
einer Außenseite 61 einer Stablinse 60 ein umlaufender Steg 62
vorgesehen ist. Auch hier ist die Innenseite 13 des Innenrohrs
22 glatt. Auch hier entsteht nach der Wärmebehandlung eine in
tensive mechanische Verzahnung zwischen einem Ring 64 und dem
Steg 62, die eine axiale relative Verschiebung dieser beiden
Bauelemente zueinander sperrt.
Aus Fig. 11 ist zu erkennen, daß an der Innenseite 67 des In
nenrohrs 66 ein radial nach innen vorspringender Ringflansch 68
vorgesehen ist. Ein um die Außenseite 31 der glatten Stablinse
30 gelegter Ring 70 geht eine innige mechanische Verzahnung mit
dem Ringflansch 68 nach der Wärmebehandlung ein. Dadurch wird
eine Relativverschiebung in axialer Richtung zwischen Ring 70
und Innenrohr 66 mechanisch gesperrt.
Eine ähnliche mechanische Sperrung wird auch mit der Ausgestal
tung von Fig. 12 erzielt. In diesem Fall ist im Innenrohr 72
eine nach außen gerichtete Ausbauchung 74 vorgesehen, in die
sich ein Ring 76 nach der Wärmebehandlung formschlüssig ein
schmiegt. In diesem Fall kann ebenfalls die Stablinse 30 mit
der glatten Außenseite montiert werden.
In Fig. 13 ist ein Innenrohr 78 dargestellt, in dem zwei axial
voneinander beabstandete Sicken 80 und 82 vorgesehen sind. Im
Innenrohr 78 ist die bereits in Zusammenhang mit Fig. 9 be
schriebene Stablinse 50 mit der umfänglich eingeschnittenen Nut
52 montiert.
Dazu ist über die Stablinse 50 ein Schlauchstück 84 aus dem zu
vor beschriebenen schrumpffähigen Material geschoben, dessen
axiale Länge so gewählt ist, daß er sowohl die Nut 52 als auch
die Sicken 80 und 82 axial überragt.
Nach der Wärmebehandlung besteht eine intensive mechanische
Verzahnung zwischen dem Schlauchstück 84 und den Sicken 80 und
82, wodurch eine Relativverschiebung in axialer Richtung zwi
schen Innenrohr 78 und Schlauchstück 84 gesperrt ist. Gleich
zeitig hat sich eine innige mechanische Verzahnung zwischen dem
Schlauchstück 84 und der Nut 52 ausgebildet, wodurch eine Rela
tivverschiebung zwischen Schlauchstück 84 und Linse 50 gesperrt
ist. Dadurch ist der Zusammenbau bzw. die Linse 50 besonders
sicher in axialer Lage fixiert. Diese mehreren Verzahnungsstel
len ermöglichen auch, Endoskope mit relativ großem Durchmesser
mit relativ dünnen Schlauchstücken 84 bzw. relativ dünnen Foli
en zu fixieren.
In Fig. 14 ist dargestellt, wie mehrere Knochenlinsen 88 hin
tereinanderliegend mon
tiert werden können.
Jede Knochenlinse 88 weist einen Randzylinder 89 bzw. 90 auf.
Endseitig sind die optischen Flächen 91 vorgesehen. Zwischen
den beiden Knochenlinsen 88 ist ein Distanzstück 92 in Form ei
nes Rohrstückes gelegt, das für eine axiale Beabstandung sorgt.
Über den Zusammenbau aus Knochenlinsen 88 und Distanzstück 92
ist ein Stützelement entsprechend der vorliegenden Erfindung in
Form eines Schlauches 94 geschoben bzw. diese Element wurden
nach und nach in den Schlauch eingeschoben.
Nachdem dieser Zusammenbau in bspw. das Innenrohr 22 eingescho
ben wurde, bewirkt die Schrumpfkraft den weiteren Vorteil, daß
die beiden Knochenlinsen 88 etwa aufeinander zu gedrückt wer
den, wie das durch Pfeile 95 und 97 angedeutet ist, somit auch
die Relativlage unter einem zusätzlichen Anpreßdruck fixiert
wird. Aus Fig. 14 ist zu erkennen, daß die Randzylinder 89 und
90 sich nunmehr auf dem Schlauch 94 abstützen und nicht mehr
direkt auf Innenseite 13 des Innenrohrs 22.
Damit die Knochenlinsen 88 in dem gewünschten Abstand der axia
len Länge des Distanzstückes 92 zueinander zum Liegen kommen,
ist es dann notwendig, am proximalen und distalen Ende des In
nenrohrs, bei der Montage entsprechend dem Stand der Technik,
einen entsprechenden Anpreßdruck aufzubringen.
Dies wird nunmehr zusätzlich durch die Schrumpfbewegung der Fo
lie unterstützt.
Claims (17)
1. Endoskop (10) mit einem Rohrschaft (22), indessen Innerem
zumindest ein Bauelement (23), insbesondere Linsen (26,
27, 28, 30; 50; 60; 88), Blenden, Filter, eines optischen
Systems angeordnet ist, wobei auf der Außenseite (31, 51,
61) des Bauelements (23) zumindest ein das Bauelement (23)
zumindest teilweise umgebendes Stützelement (32) aus
schrumpffähigem Material vorhanden ist, das einen radialen
Spalt (36) zwischen der Außenseite (31, 51, 61) des Bau
elementes (23) und der Innenseite (13) des Rohrschaftes
(22) ausfüllt, dadurch gekennzeichnet, daß der radiale
Spalt (36) nach dem Schrumpfen des Stützelementes (32) so
ausgefüllt ist, daß das Bauelement über das geschrumpfte
Stützelement (32) an der Innenseite (13) des Rohrschaftes
(22) fixiert ist.
2. Endoskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stützelement aus einem Schlauchabschnitt (34, 84) besteht,
der einen Großteil der Außenseite (31) des Bauelements
(23)bedeckt.
3. Endoskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stützelement aus zumindest einem Ring (38, 40; 54, 64, 70,
76) besteht.
4. Endoskop nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stützelement aus zwei Ringen (38, 40) besteht, die an ge
genüberliegenden Enden des Bauteils angeordnet sind.
5. Endoskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stützelement aus zumindest einem Halbring (44) besteht.
6. Endoskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stützelement aus zumindest zwei Streifen (46, 47, 48) be
steht, die sich in Längsrichtung des Rohrschafts (22) er
strecken.
7. Endoskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stützelement aus einem schraubenlinienförmig gewundenen
Band (42) besteht.
8. Endoskop nach einem der Anspüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Außenseite (31) des Bauelements glatt
ist.
9. Endoskop nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß in die Außenseite des Bauelements zumindest
eine umfängliche Nut (52) eingeschnitten ist und das Stüt
zelement im Bereich der Nut (52) angeordnet ist.
10. Endoskop nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß an der Außenseite des Bauelements zumindest
ein Steg (62) vorgesehen ist und daß das Stützelement im
Bereich des Stegs (62) angeordnet ist.
11. Endoskop nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Innenseite (13) des Rohrschafts (22)
glatt ist.
12. Endoskop nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Innenseite des Rohrschafts zumindest
eine Nut aufweist und das Stützelement im Bereich der Nut
angeordnet ist.
13. Endoskop nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Innenseite des Rohrschafts (72) zu
mindest eine nach außen gerichtete Ausbauchung (74) in
Form eines Kugelabschnitts aufweist und das Stützelement
im Bereich der Ausbauchung (74) angeordnet ist.
14. Endoskop nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß an der Innenseite (67) des Rohrschafts
(66) zumindest ein Ringflansch (68) vorgesehen ist und das
Stützelement im Bereich des Ringflansches (68) angeordnet
ist.
15. Endoskop, nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß mehrere Hauelemente axial hintereinan
derliegend im Inneren des Rohrschafts (22) längs der Rohr
schaftachse angeordnet sind, daß das Stützelement sich
über die mehreren Bauelemente hinweg erstreckt und daß
diese durch das geschrumpfte Stützelement in einer axialen
Anordnung untereinander fixiert sind.
16. Verfahren zum Montieren von Bauelementen, insbesondere von
Linsen (26, 27, 28, 30; 50; 60; 88), Blenden, Filtern ei
nes optischen Systems im Inneren eines Rohrschafts (22)
eines Endoskops (10), bei dem auf die Außenseite (31) des
Bauelements (23) zumindest ein das Bauelement (32) zumin
dest teilweise umgebendes Stützelement (32) aus schrumpf
fähigem Material gebracht wird und dieser Zusammenbau ei
ner Wärmebehandlung unterzogen wird, durch die das Stütze
lement (32) schrumpft und so das Bauelement (23) fixiert,
und bei dem nach dem Einführen des Zusammenbaus in den
Rohrschaft (22) der radiale Spalt (36) zwischen der Außen
seite (31, 51, 61) des Bauelementes (23) und der Innensei
te (13) des Rohrschaftes (22) von dem Stützelement (32)
ausgefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusammen
bau vor der Wärmebehandlung in den Rohrschaft (22) einge
führt wird, daß zwischen der Außenseite (31, 51, 61) des
Bauelementes (23) und der Innenseite (13) des Rohrschaftes
(22) vor der Wärmebehandlung ein radialer Spalt (36) frei
gelassen wird, der nach dem Schrumpfen des Stützelementes
(32) so ausgefüllt ist, daß das Bauelement über das ge
schrumpfte Stützelement (32) an der Innenseite (13) des
Rohrschaftes (22) fixiert wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Bauelemente axial hintereinander längs der Rohr
schaftachse angeordnet werden und ein sich über die mehre
ren Bauelemente hinweg erstreckendes Stützelement (92)
derart aufgebracht wird, daß die Bauelemente nach der Wär
mebehandlung zusätzlich in der axialen Anordung relativ
untereinander fixiert sind.
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