DE19713404A1 - Auslaufsicherung für ein mit einem Korken verschlossenes und mit einer Kapsel versehenes Behältnis, z.B. eine Weinflasche - Google Patents
Auslaufsicherung für ein mit einem Korken verschlossenes und mit einer Kapsel versehenes Behältnis, z.B. eine WeinflascheInfo
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- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
- B65D53/00—Sealing or packing elements; Sealings formed by liquid or plastics material
- B65D53/04—Discs
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- B65D41/00—Caps, e.g. crown caps or crown seals, i.e. members having parts arranged for engagement with the external periphery of a neck or wall defining a pouring opening or discharge aperture; Protective cap-like covers for closure members, e.g. decorative covers of metal foil or paper
- B65D41/62—Secondary protective cap-like outer covers for closure members
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Closures For Containers (AREA)
Description
Bestimmte Flüssigkeiten, z. B. Wein, werden in großen Mengen in Flaschen in
Verkehr gebracht, deren Mundstück durch einen zylindrischen Korken
verschlossen und mit einer heute zumeist aus Kunststoff bestehenden Kapsel
über dem Mundstück versehen ist, die der Dekoration oder auch der Werbung
dient und das Mundstück schützt. Die Dichtheit des Verschlusses wird dabei
durch den Korken gewährleistet, während die Kapsel auch dann, wenn sie - etwa
durch thermisches Schrumpfen des Kunststoffes - die Kontur des Mundstückes
annimmmt, keine sichere eigene Abdichtung ergibt.
Insbesondere für Weinflaschen hat dieser Verschluß mit Korken und Kapsel in
Deutschland Tradition und genießt allgemeine Wertschätzung als Zeichen für
Qualität und Seriosität.
Der Korken ist als Naturprodukt nicht immer von einheitlicher Qualität und kann
z. B. Strukturfehler enthalten, die die zu fordernde Dichtheit des Verschlusses in
Frage stellen.
Fehlende Dichtheit des Verschlusses aufgrund von Mängeln des Korkens oder
Fehlern im Korken kann dann zu Ausläufern schon bei abgefüllten und vor dem
Verkauf zwischengelagerten Flaschen führen, was weiteren Aufwand und damit
Kosten einerseits für die Kontrolle auf Ausläufer und andererseits für eine
gegebenenfalls notwendige Nachreinigung und eventuelle Neuetikettierung vor
der Auslieferung zur Folge hat.
Damit hat der Korken nicht nur über seinen Preis selbst einen keineswegs zu
vernachlässigenden Anteil an den Produktkosten insgesamt.
Es sind zwar, auch für Weine, bereits Ersatzlösungen bekannt, die vom bloßen
Kronenkorken bis zum speziellen System aus einem Kunststoffkörper in
Korkenform und zugehörigem "Korkenzieher" reichen.
Alle diese Lösungen des Dichtheitsproblems tragen jedoch nicht der zumindest
bei Wein unverminderten Wertschätzung des Publikums für die traditionelle, mit
einem Naturkork verschlossene und mit einer Kapsel "versiegelte" Flasche
Rechnung.
Dabei hat, wie oenologische Untersuchungen belegen, die Tatsache, daß diese
anderen Verschlüsse hermetisch dicht sind und ein sonst mögliches "Atmen" über
den Korken nicht stattfindet, keinen Einfluß auf die Qualität des Weines.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist entsprechend darin zu sehen,
unter Verwendung des traditionellen Verschlusses mit Korken und Kapsel die
Gefahr von Undichtigkeiten und Ausläufern aufgrund von Unzulänglichkeiten des
zum Verschluß verwendeten Korkens zu beseitigen.
Die Lösung dieser Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruchs 1
gegeben.
Weiterbildungen der Lösung nach der Erfindung enthalten die Unteransprüche.
Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung
beschrieben.
Die Figur zeigt einen erfindungsgemäßen Verschluß, bei dem ein übliches
Mundstück 1 mit einem in dessen Kontur ausgebildeten Band 1a durch einen
Korken 2 verschlossen ist.
Mundstück 1 und Korken 2 sind von einer Kapsel 3 abgedeckt, die in einer
üblichen Ausführung aus Kunststoff besteht, strukturelle Elemente wie lokale
Materialschwächungen, ausgeformte Aufreißlaschen etc. enthält und durch thermisches Schrumpfen die Kontur des Mundstückes annimmt.
Durch Eingriff mit dem Band 1a des Mundstückes 1 oder grundsätzlich mit
Anpassung an die Kontur des Mundstückes 1 ist die Kapsel 3 durch das
thermische Schrumpfen auf dem Mundstück 1 sicher gehalten und fixiert, wobei
die Kapsel bei der ursprünglichen Konfektionierung vor dem Schrumpfen nur
locker auf das Mundstück 1 aufgesetzt wird.
Diese dem Bekannten entsprechende Konfiguration wird erfindungsgemäß durch
eine Einlage 4 ergänzt, die in der Kapsel 3 untergebracht ist, sich beim Aufsetzen
der Kapsel 3 auf das Mundstück 1 gegen dessen Rand 1b anlegt und beim
Schrumpfen der Kapsel 3 zwischen dem Rand 1b des Mundstückes 1 und der
umgebenden Kapsel 3 eine gewisse Vorspannung erfährt.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Verschluß besteht die Einlage 4 aus
einem Schichtkörper 5, der zum dichtenden Kontakt mit dem Rand 1b des
Mundstücks 1 eine Schicht 5a aus einem mit dem Inhalt des Behältnisses
verträglichen, elastisch weichen Material, z. B. ein geeigneter Kunststoff, und
darüber eine Schicht 5b aus einem bei Kontakt mit der Flüssigkeit in dem
Behältnis sein Volumen vergrößernden, aufquellenden Material hat.
Eine Vielzahl derartiger Materialien, die unter dem Einfluß z. B. von Feuchtigkeit
oder Wasser, Alkohol etc. physikalisch quellen oder auch eine stoffliche
Umwandlung mit Volumenvergrößerung erfahren, sind in der Fachwelt bekannt
und hier je nach dem Inhalt des Behältnisses einsetzbar.
Eine auf der Schicht 5b aufgebrachte Haftschicht 5c hält die Einlage 4 bis zum
Aufsetzen der Kapsel 3 auf das Mundstück 1 des Behältnisses in der Kapsel 3 in
der richtigen Position und verhindert ein Herausfallen bzw. Ablösen.
Nach dem Verschließen des Behältnisses durch Einsetzen des Korkens 2 wird die
Kapsel 3 mit dem darin gehaltenen Schichtkörper 5 als Einlage 4 über das
Mundstück 1 gestülpt und zur thermischen Schrumpfung örtlich aufgeheizt. Dabei
schrumpft der Kunststoff und paßt sich der Kontur des Mundstückes 1 mit seinem
Band 1a an.
Sollte nun der Korken 2 z. B. aufgrund von Fertigungstoleranzen oder von Fehlern
in der Struktur des Korken-Materials nicht dicht schließen, gelangt austretender
Inhalt des Behältnisses in den Raum zwischen dem Mundstück 1, dem Korken 2
und der dichtenden Schicht 5a aus inhaltsverträglichem Material des
Schichtkörpers 5.
Diese Schicht 5a aber liegt unter dichtender Vorspannung am Rand 1b des
Mundstücks 1 an, da der Schichtkörper 5 bei der Schrumpfung der Kapsel 3
gegen das Mundstück 1 vorgespannt worden ist.
Wenn nun bei besonders ungünstigen Umständen, etwa großen
Unregelmäßigkeiten in der Anlagefläche am Rand 1b des Mundstückes 1, auch
jetzt noch eine Undichtigkeit zwischen dem Rand 1b und der Schicht 5a auftritt,
gelangt die Leckflüssigkeit in Kontakt mit dem dann aufquellenden Material der
Schicht 5b des Schichtkörpers 5.
Die Volumenvergrößerung der Schicht 5b führt zu einer Erhöhung der dichtenden
Vorspannung zwischen dem Rand 1b und der Schicht 5a, die dann unter
Verformung unter der erhöhten Vorspannung auch entsprechend größere
Unregelmäßigkeiten in der Kontaktfläche am Rand 1b abdichtend aufnehmen
bzw. ausgleichen kann.
Claims (9)
1. Verschluß für ein Mundstück (1) eines mit einem Korken (2) und einer Kapsel
(3) versehenen Behältnisses, z. B. einer Weinflasche, mit folgenden Merkmalen:
- a) der Korken (2) ist in bekannter Weise in das Mundstück (1) eingesetzt,
- b) die Kapsel (3) ist in bekannter Weise auf das Mundstück (1) aufgesetzt und auf diesem gehalten,
- c) zwischen Mundstück (1) und Kapsel (3) ist eine Einlage (4) vorgesehen, die das Mundstück (1) über dessen Rand (1b) abdeckt und durch über die Kapsel (3) am Mundstück (1), z. B. über ein Band (1a) des Mundstücks (1), abgestützte Dichtkräfte (F) eine Abdichtung des Mundstückes bewirkt.
2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (4) aus
einem geeigneten Kunststoff besteht.
3. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (4) vor
dem Aufsetzen der Kapsel (3) auf das Mundstück (1) in die Kapsel (3) eingelegt
und in der Kapsel (3) gehalten ist.
4. Verschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (4) in
der Kapsel (3) eingeklebt ist.
5. Verschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (4) aus
in die Kapsel (3) eingespritztem Werkstoff besteht.
6. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (4)
funktionell durch den Werkstoff der Kapsel (4) selbst gebildet ist.
7. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (4) aus
einem Schichtkörper (5) gebildet ist, der aus einer Dichtschicht (5a) zur,Auflage
auf dem Rand (1b) des Mundstückes (1) und einer Quellschicht (5b) besteht, die
unter der Wirkung von austretendem Inhalt des Behältnisses ihr Volumen
vergrößert, und der über einen Kleber innen an der Kapsel (3) gehalten wird.
8. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß die Dichtkraft (F)
durch bekanntes Schrumpfen einer Kapsel (3) aus entsprechendem Kunststoff
erzeugt wird.
9. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtkraft (F)
durch Aufquellen und entsprechende Form- und Dickenänderung der Einlage (4)
innerhalb der Kapsel (3) unter der Wirkung von bei undichtem Korken (2)
austretendem Inhalt des Behältnisses erzeugt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997113404 DE19713404A1 (de) | 1997-04-01 | 1997-04-01 | Auslaufsicherung für ein mit einem Korken verschlossenes und mit einer Kapsel versehenes Behältnis, z.B. eine Weinflasche |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997113404 DE19713404A1 (de) | 1997-04-01 | 1997-04-01 | Auslaufsicherung für ein mit einem Korken verschlossenes und mit einer Kapsel versehenes Behältnis, z.B. eine Weinflasche |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19713404A1 true DE19713404A1 (de) | 1998-10-08 |
Family
ID=7825118
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997113404 Withdrawn DE19713404A1 (de) | 1997-04-01 | 1997-04-01 | Auslaufsicherung für ein mit einem Korken verschlossenes und mit einer Kapsel versehenes Behältnis, z.B. eine Weinflasche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19713404A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2015144710A1 (de) * | 2014-03-27 | 2015-10-01 | Khs Gmbh | Kronkorkenverschluss und verschlussverfahren |
Citations (5)
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-
1997
- 1997-04-01 DE DE1997113404 patent/DE19713404A1/de not_active Withdrawn
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| US10730673B2 (en) | 2014-03-27 | 2020-08-04 | Khs Gmbh | Crown cork closure and closing method |
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