DE19712425A1 - Verbundanker - Google Patents
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16B—DEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
- F16B13/00—Dowels or other devices fastened in walls or the like by inserting them in holes made therein for that purpose
- F16B13/14—Non-metallic plugs or sleeves; Use of liquid, loose solid or kneadable material therefor
- F16B13/141—Fixing plugs in holes by the use of settable material
-
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
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- E21D20/02—Setting anchoring-bolts with provisions for grouting
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verbundanker insbesondere für eine Verankerung
in der Zugzone gemäß der Gattung des Anspruches 1.
Ein derartiger in der EP 0 448 952 A2 beschriebener Verbundanker verfügt
über eine Ankerstange mit mehreren Konusabschnitten, die mit einer
Beschichtung und einer Drahthülse als Abdeckelement versehen ist. Nach dem
Aushärten des Mörtels wird um die Ankerstange eine Mörtelschale gebildet, in
der sich die Ankerstange aufgrund der Beschichtung und der sich daraus
ergebenden günstigen Reibungsverhältnisse im Falle einer Rißbildung
verschieben kann, was zum Nachspreizen führt. Mit der über diese
Konusabschnitte gestülpten Drahthülse wird einerseits die Beschichtung vor
Beschädigung geschützt und andererseits eine zusätzliche Bohrlochreinigung
erzielt. Die in diesem System verwendete Masse ist in der EP 0 333 719 B1
beschrieben. Die Komponenten sind in einer Glaspatrone in der Weise
untergebracht, daß eine Kammer die Harzkomponente, die aus dem Ester
eines Epoxidharzes mit Acryl und/oder Methacrylsäure und einem ethylenisch
ungesättigten Monomer besteht, und die andere Kammer die
Härterkomponente aus einem organischen Peroxid enthält.
Die Glaspatrone wird im Bohrloch mittels einer rotierenden Ankerstange
zerstört und die Komponenten vermischt. Nach dem Vermengen der
Komponenten entsteht eine Verbundmasse mit einem Gehalt von inerten
Füllstoffen von 40-55 Gew.-%. Der bekannte Verbundanker ist aufgrund seiner
Nachspreizmöglichkeit für Verankerungen in der Zugzone geeignet, ist jedoch
wegen der erforderlichen Drahthülse und Beschichtung der Ankerstange sehr
teuer in der Herstellung. Ferner ist mit diesem System ein Setzen der
Ankerstange durch Einschlagen aufgrund der Drahthülse nicht möglich.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, einen für die Zugzone geeigneten Verbundanker der eingangs
genannten Art derart zu verbessern, daß dieser kostengünstig herstellbar und
auch in Schlagmontage setzbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen
Merkmale erreicht.
Durch die Reduzierung der Menge von Füllstoffen unter 5 Gew.-% entsteht eine
Verbundmasse, die eine gute Benetzung der Bohrlochwandung sichert und das
Setzen der Ankerstange durch Einschlagen von Hand ermöglicht. Die mit der
Verringerung der Füllstoffmenge einhergehende Reduzierung der
Verbundfestigkeit nach dem Aushärten der Verbundmasse wird dadurch
kompensiert, daß das Verhältnis der Bohrloch-Ringspaltfläche zum
Bolzenquerschnitt auf einen Wert zwischen 0,3 und 0,5 verringert wird.
Die Eignung des erfindungsgemäßen Verbundankers in der Zugzone hängt
davon ab, daß eine axiale Verschiebung der Ankerstange in der ausgehärteten
Mörtelschale und damit ein Nachspreizen ermöglicht wird. Bei der
Verschiebung rutschen die Konusabschnitte in den engeren Bereich der
Mörtelschale nach, so daß erneut eine formschlüssige Verspannung zwischen
Ankerstange und Mörtelschale eintritt.
Zur Verschiebung der Ankerstange gegenüber der Mörtelschale ist es
erforderlich, daß sich die Mantelfläche der Ankerstange vollständig von der
Mörtelschale ablöst, während der Verbund zwischen der Mörtelschale und der
Bohrlochwandung erhalten bleibt. Ein optimales, die Ablösung der Ankerstange
sicherstellendes Verhältnis der Verbundfläche zur Konusfläche ergibt sich bei
einem Wert zwischen 3 und 4,5.
Durch das Zusammenwirken aller Merkmale kann bei der erfindungsgemäßen
Lösung auf eine Beschichtung der Konusflächen zur Verbesserung der
Gleiteigenschaften verzichtet werden. Da somit auch kein Schutz der
beschichteten Flächen durch ein Abdeckelement erforderlich ist, fällt bei der
Herstellung des erfindungsgemäßen Verbundankers sowohl die Beschichtung
als auch die teure Drahthülse zur Abdeckung der beschichteten
Konusabschnitte weg. Der erfindungsgemäße Verbundanker ist somit
kostengünstig herstellbar und in der zeitsparenden Schlagmontage auch in der
Zugzone bei gleichen Haltewerten wie die bekannten Verbundanker
verankerbar.
Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, die Ankerstange mit
mehreren gleichartigen beschichtungsfreien Konusabschnitten zu versehen,
deren Konuswinkel zwischen 12° bis 20° beträgt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 den in einem Bohrloch eingemörtelten Verbundanker und
Fig. 2 den in Fig. 1 abgegebenen Schnitt A-A.
Der in Fig. 1 und 2 dargestellte Verbundanker besteht aus einer Ankerstange
1, die mehrere den Verankerungsteil 3 bildenden Konusabschnitte 2 aufweist.
Die Konusabschnitte besitzen jeweils eine unbeschichtete Konusfläche 2a, die
in der Mörtelschale entsprechende Hohlräume ausbilden. Zwischen der
Mörtelschale und der die Verbundfläche 5 bildenden Bohrlochwandung
entsteht ein Verbund, der die Verankerung des Verbundankers im Bohrloch 6
des Befestigungsuntergrundes 7 bewirkt. Das Verhältnis der Verbundfläche 5
zur gesamten Konusfläche 2a aller Konusabschnitte 2 sollte
zweckmäßigerweise zwischen 3 und 4,5 liegen. Ebenso sollte das Verhältnis
der Bohrloch-Ringspaltfläche 8 zum Bolzenquerschnitt 9 - wie in Fig. 2
dargestellt - zwischen 0,3 und 0,5 liegen. Der Anteil der Füllstoffe in der
Verbundmasse beträgt weniger als 5 Gew.-%.
Die Harzkomponente der Verbundmasse basiert auf ungesättigten
Polyesterharzen und/oder Vinylurethanharzen und/oder Epoxidharzen
und/oder Polyurethanharzen und/oder Vinylesterharzen und/oder
mineralischen Bindemitteln. Nachstehend werden Beispiele für die Befestigung
einer Ankerstange dargestellt.
Außenpatrone: 0,8 g Härterkomponente in Pulverform mit einem Gehalt
Di-Benzoylperoxid von 25 Gew.-% phlegmatisiert im Gips
Innenpatrone: 5,6 g Vinylesterharz, das aus einem Di-ethoxylierten
Innenpatrone: 5,6 g Vinylesterharz, das aus einem Di-ethoxylierten
| Bisphenol-A-dimethacrylat | 80,00 Gew.-% |
| Butandioldimethyacrylat | 10,00 Gew.-% |
| 2-Hydroxyethylmethacrylat | 8,70 Gew.-% |
| Di-Methylparatoluidin | 1,28 Gew.-% |
| tert-Butylbrenzcatechin | 0,02 Gew.-% |
| 100,00 Gew.-% |
besteht. Ankerstange gesetzt mit 4 Hammerschlägen
Ankerstange mit 5 Konen
Anschlußgewinde M12
Bohrlochdurchmesser: 14 mm
Verankerungstiefe: 100 mm
Konuswinkel: 14°
Spreizfläche: 1.300 mm2
Ankerstange mit 5 Konen
Anschlußgewinde M12
Bohrlochdurchmesser: 14 mm
Verankerungstiefe: 100 mm
Konuswinkel: 14°
Spreizfläche: 1.300 mm2
Verbundfläche: 4.400 mm2
Verhältnis Verbundfläche/Spreizfläche: 3,4
Aushärtezeit: 0,5 h
gerissener Beton B25
Istfestigkeit: 38,37 N/mm2
Aushärtezeit: 0,5 h
gerissener Beton B25
Istfestigkeit: 38,37 N/mm2
Rißbreite: 0,3 mm mittlerer Auszugswert 67,2 kN
Versagen: Stahlbruch
Rißbreite: 0,5 mm mittlerer Auszugswert 58,6 kN
Versagen: Herausziehen der Ankerstange aus der Mörtelschale ungerissener Beton B25
Istfestigkeit: 24,5 N/mm2
Versagen: Stahlbruch
Rißbreite: 0,5 mm mittlerer Auszugswert 58,6 kN
Versagen: Herausziehen der Ankerstange aus der Mörtelschale ungerissener Beton B25
Istfestigkeit: 24,5 N/mm2
mittlerer Auszugswert 68,2 kN
Versagen: Stahlbruch
Versagen: Stahlbruch
Innenpatrone:
| 5,6 g Mischharz aus ungesättigtem Polyesterharz auf Basis von Neopentylglykol | 20,00 Gew.-% |
| - ethoxyliertes Bisphenol-A-dimethyacrylat mit einem Kondensationsgrad 1,3 | 30,00 Gew.-% |
| - Oligoetheracrylat, das ein ethoxyliertes Polymonohydroxytriacrylat ist | 25,00 Gew.-% |
| Di-2-hydroxyethyl-toluidin | 0,98 Gew.-% |
| tert-Butylbrenzcatechin | 0,02 Gew.-% |
| 100,00 Gew.-% |
| Außenpatrone: | 0,6 g Härterkomponente in Pulverform mit einem Gehalt Di-benzoylperoxid von 30 Gew.-% phlegmatisiert im Gips |
| - 0,25 g Quarzsand Korngröße 0,08-0,2 mm |
Ankerstange gesetzt mit 5 Hammerschlägen
Ankerstange mit 5 Konen
Anschlußgewinde M12
Bohrlochdurchmesser: 14 mm
Verankerungstiefe: 100 mm
Konuswinkel: 12°
Spreizfläche: 1.465 mm2
Ankerstange mit 5 Konen
Anschlußgewinde M12
Bohrlochdurchmesser: 14 mm
Verankerungstiefe: 100 mm
Konuswinkel: 12°
Spreizfläche: 1.465 mm2
Verbundfläche: 4.400 mm2
Verhältnis Verbundfläche/Spreizfläche: 3
Aushärtezeit: 0,5 h
gerissener Beton B25
Istfestigkeit: 33,4 N/mm2
Aushärtezeit: 0,5 h
gerissener Beton B25
Istfestigkeit: 33,4 N/mm2
Rißbreite 0,5 mm mittlerer Auszugswert 54,6 kN
Versagen: Herausziehen der Ankerstange aus der Mörtelschale
Versagen: Herausziehen der Ankerstange aus der Mörtelschale
| AL=L<Vorratszylinder 1 | ||
| 50 g Härterkomponente, Dibenzoylperoxid | 20,00 Gew.-% | |
| - Bisphenol A-epoxidharz mit einem Epoxidäquivalent 175 | 50,00 Gew.-% | |
| - Gips | 28,00 Gew.-% | |
| - pyrogene Kieselsäure, hydrophobiert | 2,00 Gew.-% | |
| 100,00 Gew.-%@@ AL=L CB=3<Vorratszylinder 2@ | 750 g Harzkomponente wie im Beispiel 1 | 94,40 Gew.-% |
| - Flugasche Korngröße bis 0,25 mm | 1,60 Gew.-% | |
| - pyrogene Kieselsäure, hydrophobiert | 0,40 Gew.-% |
Ankerstange wird von Hand eingeführt
Ankerstange mit 5 Konen
Anschlußgewinde M12
Bohrlochdurchmesser: 14 mm
Verankerungstiefe: 100 mm
Konuswinkel: 19°
Spreizfläche: 978 mm2
Ankerstange mit 5 Konen
Anschlußgewinde M12
Bohrlochdurchmesser: 14 mm
Verankerungstiefe: 100 mm
Konuswinkel: 19°
Spreizfläche: 978 mm2
Verbundfläche: 4.400 mm2
Verhältnis Verbundfläche/Spreizfläche: 4,5
Aushärtezeit: 1 h
gerissener Beton B25
Istfestigkeit: 33,4 N/mm2
Aushärtezeit: 1 h
gerissener Beton B25
Istfestigkeit: 33,4 N/mm2
Rißbreite: 0,5 mm
Auszugswert: 52 kN
Versagen: Herausziehen der Ankerstange aus der Mörtelschale
Auszugswert: 52 kN
Versagen: Herausziehen der Ankerstange aus der Mörtelschale
Claims (2)
1. Verbundanker insbesondere für eine Verankerung in der Zugzone, der
aus einer Ankerstange besteht, die wenigstens einen sich in Richtung
auf das Einsteckende erweiterten Konusabschnitt aufweist und mittels
einer Verbundmasse in einem Bohrloch eines Befestigungsgrundes
verankerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß im
verankerten Zustand der Ankerstange das Verhältnis der Verbundfläche
(5) zur Konusfläche (2a) zwischen 3 und 4,5, und das Verhältnis
Bohrloch-Ringspaltfläche (8) zum Bolzenquerschnitt (9) zwischen 0,3
und 0,5 liegt, und daß die Verbundmasse einen unter 5 Gew.-% liegenden
Anteil von Füllstoffen aufweist.
2. Verbundmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Ankerstange mit mehreren gleichartigen
beschichtungsfreien Konusabschnitten (2) versehen ist, deren
Konuswinkel zwischen 12° bis 20° beträgt.
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