DE19706792C1 - Sendeeinheit für ein Diebstahlschutzsystem eines Kraftfahrzeugs und Verfahren zum Betreiben der Sendeeinheit - Google Patents
Sendeeinheit für ein Diebstahlschutzsystem eines Kraftfahrzeugs und Verfahren zum Betreiben der SendeeinheitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sendeeinheit für ein Diebstahl
schutzsystem eines Kraftfahrzeugs und Verfahren zum Betreiben
der Sendeeinheit, wobei Signale in der Sendeeinheit mit Hilfe
einer Trägerschwingung ausgesendet werden.
Mit einem periodischen Rechtecksignal uR(t) (vgl. Fig. 4)
als Trägerschwingung können Daten oder Energie ohne größere
Leistungsverluste von einer Sendeantenne drahtlos ausgesendet
werden. Jedes periodische Rechtecksignal uR läßt sich - wie
in der Fig. 4 dargestellt - mit Hilfe der Fourier-Analyse
bekanntermaßen in eine Summe von Teilschwingungen ui (mit i =
1 bis n) zerlegen. Als Teilschwingungen ergeben sich eine
Grundschwingung u1 und viele Oberschwingungen u3 bis u9 (in
der Fig. 4 sind der Übersichtlichkeit halber nur die Teil
schwingungen ui bis zur 9. Ordnung dargestellt). Die Amplitu
den der einzelnen Teilschwingungen ui hängen dabei von der
Form des Rechtecksignals uR ab. (Kopfmüller, Einführung in die theoretische
Elektrotechnik, 10. Auflage, 1973; Müller et al, Grundlagen
der Elektrotechnik, 16. Auflage, 1976)
Die Summe der Grundschwingung u1 und aller Oberschwingungen
ergibt dann das Rechtecksignal uR mit
seiner Amplitude û (das Rechtecksignal uR ist periodisch mit
einer Periodendauer T = 2π: es nimmt den Wert +û von 0 bis π
und den Wert -û von π bis 2π ein).
Nach Fourier kann jede Zeitfunktion u(t) für jede periodische
nichtsinusförmige Schwingung als eine unendliche Reihe ange
geben werden:
mit u(t) = Zeitfunktion, a0, an und bn = Fourier-
Koeffizienten, n = ganze Zahl, ω = 2π/T = Kreisfrequenz, T=
Periodendauer und t = Zeit.
Bei jeder Fourier-Analyse müssen die Fourier-Koeffizienten
a0, an und bn berechnet werden:
Wird das Rechtecksignal gemäß Fig. 4 nach Fourier zerlegt,
so ergibt sich gemäß der Gleichungen (1) bis (3):
Hieraus ist ersichtlich, daß die Grundschwingung u1 eine si
nusförmige Schwingung mit der Amplitude 4û/π ist, während die
dritte Oberschwingung u3 mit der dreifachen Frequenz (3ωt)
sinusförmig schwingt und die Amplitude 1/3 der Amplitude der
Grundschwingung u1 beträgt.
Bei diesem Rechtecksignal uR sind Oberschwingungen geradzah
liger Ordnung nicht vorhanden. Die Frequenz der Grundschwin
gung u1 ist identisch mit der Frequenz des Rechtecksignals.
Die Oberschwingungen ui weisen ganzzahlige Vielfache der
Grundfrequenz auf.
Für die drahtlose Daten- oder Energieübertragung in der Auto
mobiltechnik können die Rechtecksignale als Trägerschwingung
dienen, denen eine Information aufmoduliert wird. Für solche.
Übertragungen sind ganz bestimmte Frequenzbänder für die Trä
gerschwingung zugelassen. Falls ein Rechtecksignal als Trä
gerschwingung verwendet wird, so liegt die Grundschwingung u1
innerhalb von einem zugelassenen Frequenzband. Die dritte
Oberschwingung u3 (sie hat bei dem Rechtecksignal uR die
größte Amplitude aller Oberschwingungen) kann mit ihrer Fre
quenz in einem nicht zugelassenen Frequenzbereich liegen. Da
durch können bei der Signalübertragung andere Anwendungen au
ßerhalb des Kraftfahrzeugs gestört werden.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Sendeeinheit
für ein Diebstahlschutzsystem eines Kraftfahrzeugs zu schaf
fen, bei der einerseits nur wenig Störungen durch Oberschwin
gungen erzeugt werden und andererseits noch genügend große
Signale übertragen werden.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch eine Sendeeinheit
gemäß der Merkmale von Patentanspruch 1 und ein Verfahren zum
Betreiben dieser Sendeeinheit gemäß der Merkmale von Anspruch
4 gelöst. Dabei wird in der Sendeeinheit ein Bipolarsignal
erzeugt, das Impulspausen zwischen zwei Rechteckimpulsen mit
unterschiedlicher Polarität aufweist. Mit diesem Bipolarsi
gnal als Trägerschwingung wird eine Sendeantenne betrieben.
Die Impulspausen werden dabei derart festgelegt, daß die
Grundschwingung in ihrer Amplitude noch genügend groß ist,
die Oberschwingungen dagegen sehr klein sind.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Un
teransprüchen gekennzeichnet. Dabei kann als Sendeantenne ein
einfacher RLC-Schwingkreis verwendet werden, über den die Si
gnale induktiv ausgesendet werden. Das Bipolarsignal kann
einfach durch Überlagern von zwei periodischen Rechtecksigna
len erzeugt werden. Die Rechtecksignale sind dabei zeitlich
zueinander versetzt, wodurch die Impulspausen des Bipolarsi
gnals entstehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an
hand der schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Bipolarsignal zum Steuern einer Sendeantenne,
Fig. 2 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Sendeein
heit,
Fig. 3a bis 3d Zeitdiagramme von Spannungsverläufen in
nerhalb der Sendeeinheit und
Fig. 4: ein Rechtecksignal, das durch Fourier-Analyse in
seine Teilschwingungen zerlegt ist.
Bei einem Diebstahlschutzsystem für ein Kraftfahrzeug werden
Energie- oder Datensignale von einer tragbaren Sendeeinheit
zum Kraftfahrzeug oder umgekehrt drahtlos übertragen. Die Si
gnale können Informationen enthalten (dann wird ein solches
Signal als Codesignal bezeichnet). Die Übertragung der Signa
le findet dabei in einem für die Automobiltechnik zugelasse
nen Frequenzbereich statt, beispielsweise bei einer Träger
frequenz von etwa 134 kHz oder etwa 433 MHz.
Vorteilhafterweise werden hochfrequente, periodische Recht
ecksignale als Trägerschwingungen für die Übertragung bei
Diebstahlschutzsystemen verwendet, denen niederfrequente In
formationen auf verschiedenste Arten aufmoduliert werden kön
nen. Jedes periodische Rechtecksignal kann nach Fourier - wie
oben näher erläutert - in viele Teilschwingungen ui (Grund
schwingung ui und Oberschwingungen ui (mit i = 2 bis n)) zer
legt werden.
Damit die Oberschwingungen ui möglichst geringe Amplituden
aufweisen, die Grundschwingung u1 jedoch noch genügend lei
stungsstark ist, wird erfindungsgemäß ein sogenanntes Bipo
larsignal uB als Trägerschwingung verwendet, wie es in der
Fig. 1 dargestellt ist. Das Bipolarsignal uB weist Rechteck
impulse mit einer vorgegebenen Impulsdauer tR1 bzw. tR2 und
unterschiedlicher Polarität auf, zwischen denen jeweils eine
Impulspause τ liegt, d. h. nach einem positiven Rechteckimpuls
mit der Amplitude +û folgt eine Impulspause τ und anschlie
ßend ein negativer Rechteckimpuls mit der Amplitude -û, an
den sich wiederum eine Impulspause τ anschließt. Dies setzt
sich periodisch fort. Da das Bipolarsignal uB mit einer Peri
odendauer von T schwingt, wird im folgenden nur eine einzige
Periode des Bipolarsignals uB stellvertretend für die gesamte
Schwingung betrachtet.
Für das periodische Bipolarsignal uB(t) gilt:
0 für 0 ≦ t ≦ α,
+û für α ≦ t ≦ (T/2 - α),
0 für T/2 - α ≦ t ≦ T/2 + α,
-ûfür T/2 + α ≦ t ≦ T - α und
0 für T - α ≦ t ≦ T (5).
+û für α ≦ t ≦ (T/2 - α),
0 für T/2 - α ≦ t ≦ T/2 + α,
-ûfür T/2 + α ≦ t ≦ T - α und
0 für T - α ≦ t ≦ T (5).
Wenn dieses Bipolarsignal uB nach Fourier in seine Teil
schwingungen ui zerlegt wird, so müssen zunächst die Fourier-
Koeffizienten a0, anund bn berechnet werden. Da es sich hier
bei um eine ungerade Funktion handelt, sind die Fourier-
Koeffizienten a0 und an gleich 0.
Die Fourier-Koeffizienten bn ergeben sich zu
Wenn Gl. (5) in Gl. (6) eingesetzt wird, so ergibt sich mit
Hilfe von Gl. (1) das Bipolarsignal uB(t):
wobei der Winkel α der halben Impulspause τ entspricht (α ist
dabei in Winkelgrad ausgedrückt, während die Impulspause τ
eine Zeit ist; Zusammenhang zwischen Zeit und Winkel: die Pe
riodendauer T entspricht dem Winkel 360°; eine Winkelangabe
hat den Vorteil, daß sie unabhängig von der Frequenz ist).
Hieraus ist ersichtlich, daß die sinusförmige Grundschwingung
u1 (in der Fig. 1 gestrichelt dargestellt) eine Amplitude
von
aufweist. Die dritte Oberschwingung u3 dagegen
weist eine Amplitude von
auf. Der Term
reduziert die Amplitude der dritten Oberschwingung u3 gegenüber
der Amplitude der Grundschwingung u1.
In der folgenden Tabelle 1 werden die Amplituden des fourier
zerlegten Rechtecksignals w ohne Impulspausen, wie es in der
Fig. 4 und in der Gl. (4) dargestellt ist, den Amplituden
des fourierzerlegten Bipolarsignals uB, wie es in der Fig. 1
und der Gl. (7) dargestellt ist, anhand eines konkreten Bei
spiels gegenübergestellt. Hierzu sei beispielsweise angenom
men, daß die Amplitude u des Bipolarsignals uB normiert ist
und 1 betrage. Die Impulspause τ sei 1/10 der Periodendauer
T. Dies ergibt einen Winkel α (= halbe Impulspause τ, also
1/20 von T) von 18°. Somit folgt für die Amplituden:
Tabelle 1
Aus der Tabelle 1 ist ersichtlich, daß sich die Amplitude der
Grundschwingung u1 des Bipolarsignals uB nur wenig ernied
rigt, während sich die Amplitude der dritten Oberschwingung
u3 des Bipolarsignals uB stark verringert gegenüber der
Amplitude des fourierzerlegten Rechtecksignals uR ohne Im
pulspausen.
Die Impulspause τ zwischen den beiden Rechteckimpulsen unter
schiedlicher Polarität darf allerdings nicht zu groß werden,
da ansonsten die Grundschwingung u1 in ihrer Amplitude auf
grund des Faktors cosα (wobei der Winkel α der halben Im
pulspause, d. h. τ/2 entspricht) zu klein wird. Die Impulspau
se τ darf aber auch nicht zu klein werden, da ansonsten die
Amplitude der dritten Oberschwingung u3 zu groß wird.
Damit das übertragene Signal noch genügend große Amplituden
aufweist, wird die nach der Fourier-Analyse ermittelte Ampli
tude der Grundschwingung u1 des Bipolarsignals uB mit Hilfe
der Impulspause τ auf größer als etwa 90% der Amplitude der
Grundschwingung u1 des Rechtecksignals uR ohne Impulspausen
festgelegt. Damit die Oberschwingungen ui nicht zu sehr in
höheren Frequenzbereichen störend wirken, wird die Amplitude
der dritten Oberschwingung u3 des Bipolarsignals uB mit Hilfe
der Impulspause τ auf kleiner als etwa 25% der Amplitude der
Grundschwingung u1 des Rechtecksignals uR festgelegt.
Mit diesen Vorgaben errechnen sich Grenzwerte, zwischen denen
die Impulspause τ variiert werden kann (ausgedrückt durch den
Winkel α), etwa zu:
15° < α < 26° (8).
Anhand der Fig. 2 und 3a bis 3d wird eine Realisierung der
Sendeeinheit für ein Diebstahlschutzsystem näher erläutert.
Die Sendeeinheit weist eine Steuereinheit 1 (Fig. 2) auf,
der an ihren Eingängen zum einen ein Taktsignal Clk (Fig.
3a) und zum anderen ein Steuersignal CS zugeführt wird. Die
Steuereinheit 1 erzeugt mit Hilfe des Taktes zwei Rechtecksi
gnale UR1 und UR2 (Fig. 3b und 3c) . Die Rechtecksignale uR1
und uR2 werden über zwei Verstärker 2 einer Sendeantenne 3
zugeführt werden. Die Sendeantenne 3 ist hier als RLC-
Serienschwingkreis ausgebildet, der aus einem Widerstand R,
einer Spule L und einem Kondensator C besteht.
Über die beiden Verstärker 2 werden die Rechtecksignale uR1
und UR2 verstärkt dem RLC-Schwingkreis zugeführt. Die beiden
Rechtecksignale uR1 und uR2 weisen jeweils periodisch wieder
kehrende Rechteckimpulse auf, deren Impulsdauern tR1 bzw. tR2
eine vorgegebene Anzahl von Taktperioden lang sind. Nach den
Rechteckimpulsen folgen jeweils Pausendauer τ1 bzw. τ2. Der
Rechteckimpuls des ersten Rechtecksignals uR1 liegt innerhalb
der Pausendauer τ2 des zweiten Rechtecksignals uR2 (und umge
kehrt) d. h. die Rechteckimpulse sind zueinander zeitversetzt.
Die Impulsdauern tR1 und tR2 sowie die Pausendauern τ1 und τ2
werden der Steuereinheit 1 durch das Steuersignal CS mitge
teilt. Somit können diese von außen einfach verändert werden.
Die beiden Rechtecksignale uR1 und uR2 werden in dem RLC-
Schwingkreis überlagert (Differenzbildung der beiden Recht
ecksignale uR1 und uR2). Die Überlagerung der beiden Rechteck
signale uR1 und uR2 führt zu dem Bipolarsignal uB (Fig. 3d),
mit dem der Schwingkreis zum Schwingen angeregt wird.
Durch die Schwingung des Schwingkreises entsteht in der Spule
L ein hochfrequentes Magnetfeld, das in einer nicht darge
stellten, in der Nähe befindlichen Spule einer Empfangsein
heit eine Wechselspannung induziert, die analog zu der
Schwingung im Schwingkreis und somit analog zu dem Bipolarsi
gnal uB ist. Dieser Schwingung kann zusätzlich eine Informa
tion aufmoduliert werden, die dann zusammen mit dem Träger
als Codesignal zu der Empfangseinheit übertragen und dort auf
Berechtigung überprüft wird.
Die beiden Rechtecksignale uR1 und uR2 sind um den Winkel 180°
zueinander zeitverschoben. Der Abstand zwischen der abfallen
den Flanke des ersten Rechtecksignals uR1 und der ansteigen
den Flanke des zweiten Rechtecksignals uR2 entspricht der Im
pulspause τ, die gleich dem Winkel 2α ist.
Bei diesem Ausführungsbeispiel hat sich der Winkel α = 18°
als optimal erwiesen, bei dem die Grundschwingung u1 genügend
groß und die dritte Oberschwingung u3 genügend gedämpft ist.
Für ein Bipolarsignal uB mit dem Winkel α = 18° sind die
Amplituden der Grundschwingung u1 und der dritten Oberschwin
gung u3 in der Tabelle 1 aufgeführt.
Die Amplitude der Grundschwingung u1 beträgt dabei 95,13% und
die Amplitude der dritten Oberschwingung u3 beträgt 19,56%
von der Amplitude der Grundschwingung u1 eines Rechtecksi
gnals uR- ohne Impulspause τ.
Hieraus ist ersichtlich, daß die Grundschwingung u1 noch ge
nügend groß ist, die dritte Grundschwingung u3 hingegen er
heblich in ihrer Amplitude reduziert ist. Störungen durch die
dritte Oberschwingung u3 werden dadurch vermindert. Die wei
teren Oberschwingungen u5, u7, usw. brauchen nicht weiter be
achtet zu werden, da ihre Amplituden vernachlässigbar klein
gegenüber der Amplitude der Grundschwingung u1 sind.
Falls die Frequenz des Bipolarsignals uB geändert wird, so
ändert sich auch die Frequenz der Grundschwingung u1. Das Bi
polarsignal uB kann dadurch in seiner Frequenz geändert wer
den, daß die Pausendauern τ1 und τ2 und die Impulsdauern tR1
und tR2 der Rechteckimpulse uR1 bzw. uR2 (vgl. Fig. 3b und
3c) nach Vorgabe durch das Steuersignal CS verändert werden.
Bei einer konstanten Taktfrequenz kann die Länge der Impuls
dauer tR1 und tR2 und der anschließenden Pausendauern τ1 bzw.
τ2 bis zum nächsten Rechteckimpuls durch eine vorgegebene An
zahl von Taktimpulsen festgelegt werden. Bei einer Oszilla
torfrequenz von 16 MHz (T = 62,5 ns) und einer gewünschten
Schwingungsfrequenz von etwa 134,4 kHz kann die Impulspause τ
beispielsweise etwa 12 Taktperioden (= 0,75 µs) und die Im
pulsdauern tR1 und tR2 jeweils etwa 48 Taktperioden (= 3 µs)
lang sein.
Somit ergibt sich die Periodendauer T des Bipolarsignals uB
zu etwa T = 7,5 µs (dies entspricht der Frequenz f = 1/T=
133,3 kHz). Die 12 Taktperioden für die Impulspause τ dauern
dann 1/10 der Impulsdauer T. Dies führt somit zu dem Winkel α
von etwa 18°. Für andere Schwingungsfrequenzen können jeweils
die Anzahl der Taktperioden für die Impulsdauern tR1 und tR2
verändert werden, während die Impulspause τ bei 12 Taktimpul
sen konstant bleiben kann. Allerdings sind die Grenzwerte
nach Gl. (8) zu beachten.
Somit entsteht eine Sendeeinheit, die eine Sendeantenne 3 mit
einem Bipolarsignal uB oberwellenreduziert steuert. Solche
Sendeeinheiten können beispielsweise für Schließsysteme eines
Kraftfahrzeugs verwendet werden, bei denen ein Codesignal von
einem Handsender bei Betätigung einer Taste zum Kraftfahrzeug
zum Ver- oder Entriegeln der Türen gesendet wird. Ebenso kann
diese Sendeeinheit dazu verwendet werden, Codesignale von ei
nem Transponder, der auf einem Zündschlüssel angeordnet ist,
zu einer elektronischen Wegfahrsperre zu senden, sobald der
Zündschlüssel im Zündschloß verdreht und der Zündschalter
eingeschaltet wird. Vorteilhafterweise kann auch Energie von
der Sendeantenne zu dem Transponder ausgesendet werden. Gera
de für die Energieübertragung eignet sich besonders das Bipo
larsignal uB.
Das Codesignal wird nach Empfang auf seine Berechtigung über
prüft, wozu es mit einem erwarteten Sollcodesignal verglichen
wird. Bei Übereinstimmung (d. h. bei erfolgreicher Authentifi
kation) wird die Wegfahrsperre gelöst oder Türschlösser ver-
oder entriegelt. Die Codesignale können auch sonstige Steue
rinformationen enthalten, mit denen bei Berechtigung Funktio
nen wie Schließen/Öffnen der Fenster/Schiebedach/Verdeck
fernbedient gesteuert werden können.
Die Steuereinheit 1 kann durch einen Mikroprozessor oder
funktionell gleichwertige Bauelemente realisiert werden. Als
Verstärker 2 können übliche Treiberstufen verwendet werden.
Ein Bipolarsignal uB ist einfach zu erzeugen. Eine konstante
Spannung braucht zu bestimmten Zeiten nur ein- und ausge
schaltet und gegebenenfalls verstärkt zu werden. Gegenüber
einem sinusförmigen Träger hat dies den Vorteil, daß dabei
weniger Verlustleistung entsteht, da ein Sinussignal stetig
verstärkt werden muß.
Das als Trägerschwingung verwendete Bipolarsignal uB kann auf
sehr einfache Weise mit einer niederfrequenten Information
moduliert werden, indem das Bipolarsignal uB für eine vorge
gebene Zeit lang ausgeschaltet bleibt und für eine andere
vorgegebene Zeit eingeschaltet wird. Die verschiedenen Zeiten
bestimmen dann die in dem übertragenen Signal enthaltene In
formation. So kann das Bipolarsignal uB bei dem Ausführungs
beispiel für den logischen H-Pegel 500 µs lang aus und 500 µs
lang eingeschaltet werden. Für den logischen L-Pegel dagegen
kann es 100 µs aus und 400 µs eingeschaltet werden. Durch Mes
sen der Zeiten beim Empfang eines übertragenen Signals kann
der Informationsinhalt des Signals erfaßt werden.
Bei diesem Ausführungsbeispiel hat das Bipolarsignal uB eine
Periodendauer T = 7,5 µs, was einer Trägerfrequenz f = 1/T =
133,33 kHz entspricht.
Die erfindungsgemäße Sendeeinheit kann als integrierte Schal
tung auf einem Halbleiterchip angeordnet sein. Dadurch wird
sie in ihren Abmessungen sehr klein und kann daher auf einem
Schlüsselgriff oder einer scheckkartengroßen Karte (Chip
karte, Smard Card) gut untergebracht werden.
Claims (7)
1. Sendeeinheit für Diebstahlschutzsystem eines Kraftfahr
zeugs mit einer Sendeantenne (3), die eine hochfrequente
Schwingung aussendet, und einer Steuereinheit (1), die ein
periodisches Bipolarsignal (uB) als Trägerschwingung erzeugt,
das Impulspausen (τ) zwischen zwei Rechteckimpulsen mit un
terschiedlicher Polarität aufweist und mit dem die Sendean
tenne (3) betrieben wird, wobei die Länge der Impulspausen
(τ) in der Steuereinheit (1) derart festgelegt wird, daß die
nach der Fourier-Analyse ermittelte Amplitude der Grund
schwingung (u1) der ausgesendeten Schwingung größer als 90%
und die Amplitude der dritten Oberschwingung (u3) kleiner als
25% im Vergleich zu der Amplitude der Grundschwingung einer
Rechteckschwingung (uR) ohne Impulspausen ist.
2. Sendeeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sendeantenne (3) ein RLC-Schwingkreis ist, über den die
hochfrequente Schwingung induktiv ausgesendet wird.
3. Sendeeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der RLC-Schwingkreis zwischen zwei
Ausgangstreibern (2) der Steuereinheit (1) angeordnet ist,
wobei über die Ausgangstreiber (2) zeitlich zueinander ver
setzte Rechtecksignale (uR1 und uR2) dem RLC-Schwingkreis zu
geführt werden, die sich in dem RLC-Schwingkreis zu dem Bipo
larsignal (uB) überlagern.
4. Verfahren zum Betreiben einer Sendeeinheit nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Steuereinheit (1) ein
periodisches Bipolarsignal (uB) als Trägerschwingung erzeugt
wird, das Impulspausen (τ) zwischen zwei Rechteckimpulsen mit
unterschiedlicher Polarität aufweist und das einer Sendean
tenne (3) zugeleitet wird, wobei die Länge der Impulspausen
(τ) in der Steuereinheit derart festgelegt werden, daß die
nach der Fourier-Analyse ermittelte Amplitude der Grund
schwingung (u1) der ausgesendeten Schwingung größer als 90%
und die Amplitude der dritten Oberschwingung (u3) kleiner als
25% im Vergleich zu der Amplitude der Grundschwingung einer
Rechteckschwingung ohne Impulspausen ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Sendeantenne (3) eine Differenzbildung von zwei zeitlich
zueinander versetzten, periodischen Rechtecksignalen (uR1 und
uR2) stattfindet, wodurch das Bipolarsignal (uB) entsteht.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Impulspausen (τ) des Bipolarsignals (uB) durch Ändern
der Impuls-Pausen-Verhältnisse (tR1/τ1 und tR2/τ2) der beiden
Rechtecksignale (uR1 bzw. uR2) eingestellt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Periodendauer (T) des Bipolarsignals
(uB) durch Ändern der Impulsdauern (tR1 oder tR2) und/oder der
Pausendauern (τ1 oder τ2) der beiden Rechtecksignale (uR1 bzw.
uR2) eingestellt wird.
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- 1998-02-20 US US09/026,664 patent/US6108377A/en not_active Expired - Lifetime
Non-Patent Citations (2)
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|---|
| Kupfmüller: Einführung in die theoretische Elektrotechnik, 10. Aufl., 1973 * |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2007112717A1 (de) * | 2006-04-06 | 2007-10-11 | Conti Temic Microelectronic Gmbh | Verfahren sowie schaltungsanordnung zum ansteuern einer sendeantenne |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| FR2759825B1 (fr) | 2003-10-10 |
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