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DE19706792C1 - Sendeeinheit für ein Diebstahlschutzsystem eines Kraftfahrzeugs und Verfahren zum Betreiben der Sendeeinheit - Google Patents

Sendeeinheit für ein Diebstahlschutzsystem eines Kraftfahrzeugs und Verfahren zum Betreiben der Sendeeinheit

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Publication number
DE19706792C1
DE19706792C1 DE19706792A DE19706792A DE19706792C1 DE 19706792 C1 DE19706792 C1 DE 19706792C1 DE 19706792 A DE19706792 A DE 19706792A DE 19706792 A DE19706792 A DE 19706792A DE 19706792 C1 DE19706792 C1 DE 19706792C1
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DE
Germany
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amplitude
oscillation
pulse
wave
square
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE19706792A
Other languages
English (en)
Inventor
Dieter Dr Sass
Herbert Froitzheim
Herbert Zimmer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental Automotive GmbH
Original Assignee
Siemens AG
Siemens Corp
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Publication date
Application filed by Siemens AG, Siemens Corp filed Critical Siemens AG
Priority to DE19706792A priority Critical patent/DE19706792C1/de
Priority to FR9801766A priority patent/FR2759825B1/fr
Priority to GB9803254A priority patent/GB2326565B/en
Priority to US09/026,664 priority patent/US6108377A/en
Application granted granted Critical
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R25/00Fittings or systems for preventing or indicating unauthorised use or theft of vehicles
    • B60R25/20Means to switch the anti-theft system on or off
    • B60R25/24Means to switch the anti-theft system on or off using electronic identifiers containing a code not memorised by the user

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Lock And Its Accessories (AREA)
  • Transmitters (AREA)
  • Burglar Alarm Systems (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Sendeeinheit für ein Diebstahl­ schutzsystem eines Kraftfahrzeugs und Verfahren zum Betreiben der Sendeeinheit, wobei Signale in der Sendeeinheit mit Hilfe einer Trägerschwingung ausgesendet werden.
Mit einem periodischen Rechtecksignal uR(t) (vgl. Fig. 4) als Trägerschwingung können Daten oder Energie ohne größere Leistungsverluste von einer Sendeantenne drahtlos ausgesendet werden. Jedes periodische Rechtecksignal uR läßt sich - wie in der Fig. 4 dargestellt - mit Hilfe der Fourier-Analyse bekanntermaßen in eine Summe von Teilschwingungen ui (mit i = 1 bis n) zerlegen. Als Teilschwingungen ergeben sich eine Grundschwingung u1 und viele Oberschwingungen u3 bis u9 (in der Fig. 4 sind der Übersichtlichkeit halber nur die Teil­ schwingungen ui bis zur 9. Ordnung dargestellt). Die Amplitu­ den der einzelnen Teilschwingungen ui hängen dabei von der Form des Rechtecksignals uR ab. (Kopfmüller, Einführung in die theoretische Elektrotechnik, 10. Auflage, 1973; Müller et al, Grundlagen der Elektrotechnik, 16. Auflage, 1976)
Die Summe der Grundschwingung u1 und aller Oberschwingungen
ergibt dann das Rechtecksignal uR mit seiner Amplitude û (das Rechtecksignal uR ist periodisch mit einer Periodendauer T = 2π: es nimmt den Wert +û von 0 bis π und den Wert -û von π bis 2π ein).
Nach Fourier kann jede Zeitfunktion u(t) für jede periodische nichtsinusförmige Schwingung als eine unendliche Reihe ange­ geben werden:
mit u(t) = Zeitfunktion, a0, an und bn = Fourier- Koeffizienten, n = ganze Zahl, ω = 2π/T = Kreisfrequenz, T= Periodendauer und t = Zeit.
Bei jeder Fourier-Analyse müssen die Fourier-Koeffizienten a0, an und bn berechnet werden:
Wird das Rechtecksignal gemäß Fig. 4 nach Fourier zerlegt, so ergibt sich gemäß der Gleichungen (1) bis (3):
Hieraus ist ersichtlich, daß die Grundschwingung u1 eine si­ nusförmige Schwingung mit der Amplitude 4û/π ist, während die dritte Oberschwingung u3 mit der dreifachen Frequenz (3ωt) sinusförmig schwingt und die Amplitude 1/3 der Amplitude der Grundschwingung u1 beträgt.
Bei diesem Rechtecksignal uR sind Oberschwingungen geradzah­ liger Ordnung nicht vorhanden. Die Frequenz der Grundschwin­ gung u1 ist identisch mit der Frequenz des Rechtecksignals.
Die Oberschwingungen ui weisen ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz auf.
Für die drahtlose Daten- oder Energieübertragung in der Auto­ mobiltechnik können die Rechtecksignale als Trägerschwingung dienen, denen eine Information aufmoduliert wird. Für solche. Übertragungen sind ganz bestimmte Frequenzbänder für die Trä­ gerschwingung zugelassen. Falls ein Rechtecksignal als Trä­ gerschwingung verwendet wird, so liegt die Grundschwingung u1 innerhalb von einem zugelassenen Frequenzband. Die dritte Oberschwingung u3 (sie hat bei dem Rechtecksignal uR die größte Amplitude aller Oberschwingungen) kann mit ihrer Fre­ quenz in einem nicht zugelassenen Frequenzbereich liegen. Da­ durch können bei der Signalübertragung andere Anwendungen au­ ßerhalb des Kraftfahrzeugs gestört werden.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Sendeeinheit für ein Diebstahlschutzsystem eines Kraftfahrzeugs zu schaf­ fen, bei der einerseits nur wenig Störungen durch Oberschwin­ gungen erzeugt werden und andererseits noch genügend große Signale übertragen werden.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch eine Sendeeinheit gemäß der Merkmale von Patentanspruch 1 und ein Verfahren zum Betreiben dieser Sendeeinheit gemäß der Merkmale von Anspruch 4 gelöst. Dabei wird in der Sendeeinheit ein Bipolarsignal erzeugt, das Impulspausen zwischen zwei Rechteckimpulsen mit unterschiedlicher Polarität aufweist. Mit diesem Bipolarsi­ gnal als Trägerschwingung wird eine Sendeantenne betrieben. Die Impulspausen werden dabei derart festgelegt, daß die Grundschwingung in ihrer Amplitude noch genügend groß ist, die Oberschwingungen dagegen sehr klein sind.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Un­ teransprüchen gekennzeichnet. Dabei kann als Sendeantenne ein einfacher RLC-Schwingkreis verwendet werden, über den die Si­ gnale induktiv ausgesendet werden. Das Bipolarsignal kann einfach durch Überlagern von zwei periodischen Rechtecksigna­ len erzeugt werden. Die Rechtecksignale sind dabei zeitlich zueinander versetzt, wodurch die Impulspausen des Bipolarsi­ gnals entstehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an­ hand der schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Bipolarsignal zum Steuern einer Sendeantenne,
Fig. 2 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Sendeein­ heit,
Fig. 3a bis 3d Zeitdiagramme von Spannungsverläufen in­ nerhalb der Sendeeinheit und Fig. 4: ein Rechtecksignal, das durch Fourier-Analyse in seine Teilschwingungen zerlegt ist.
Bei einem Diebstahlschutzsystem für ein Kraftfahrzeug werden Energie- oder Datensignale von einer tragbaren Sendeeinheit zum Kraftfahrzeug oder umgekehrt drahtlos übertragen. Die Si­ gnale können Informationen enthalten (dann wird ein solches Signal als Codesignal bezeichnet). Die Übertragung der Signa­ le findet dabei in einem für die Automobiltechnik zugelasse­ nen Frequenzbereich statt, beispielsweise bei einer Träger­ frequenz von etwa 134 kHz oder etwa 433 MHz.
Vorteilhafterweise werden hochfrequente, periodische Recht­ ecksignale als Trägerschwingungen für die Übertragung bei Diebstahlschutzsystemen verwendet, denen niederfrequente In­ formationen auf verschiedenste Arten aufmoduliert werden kön­ nen. Jedes periodische Rechtecksignal kann nach Fourier - wie oben näher erläutert - in viele Teilschwingungen ui (Grund­ schwingung ui und Oberschwingungen ui (mit i = 2 bis n)) zer­ legt werden.
Damit die Oberschwingungen ui möglichst geringe Amplituden aufweisen, die Grundschwingung u1 jedoch noch genügend lei­ stungsstark ist, wird erfindungsgemäß ein sogenanntes Bipo­ larsignal uB als Trägerschwingung verwendet, wie es in der Fig. 1 dargestellt ist. Das Bipolarsignal uB weist Rechteck­ impulse mit einer vorgegebenen Impulsdauer tR1 bzw. tR2 und unterschiedlicher Polarität auf, zwischen denen jeweils eine Impulspause τ liegt, d. h. nach einem positiven Rechteckimpuls mit der Amplitude +û folgt eine Impulspause τ und anschlie­ ßend ein negativer Rechteckimpuls mit der Amplitude -û, an den sich wiederum eine Impulspause τ anschließt. Dies setzt sich periodisch fort. Da das Bipolarsignal uB mit einer Peri­ odendauer von T schwingt, wird im folgenden nur eine einzige Periode des Bipolarsignals uB stellvertretend für die gesamte Schwingung betrachtet.
Für das periodische Bipolarsignal uB(t) gilt:
0 für 0 ≦ t ≦ α,
+û für α ≦ t ≦ (T/2 - α),
0 für T/2 - α ≦ t ≦ T/2 + α,
-ûfür T/2 + α ≦ t ≦ T - α und
0 für T - α ≦ t ≦ T (5).
Wenn dieses Bipolarsignal uB nach Fourier in seine Teil­ schwingungen ui zerlegt wird, so müssen zunächst die Fourier- Koeffizienten a0, anund bn berechnet werden. Da es sich hier­ bei um eine ungerade Funktion handelt, sind die Fourier- Koeffizienten a0 und an gleich 0.
Die Fourier-Koeffizienten bn ergeben sich zu
Wenn Gl. (5) in Gl. (6) eingesetzt wird, so ergibt sich mit Hilfe von Gl. (1) das Bipolarsignal uB(t):
wobei der Winkel α der halben Impulspause τ entspricht (α ist dabei in Winkelgrad ausgedrückt, während die Impulspause τ eine Zeit ist; Zusammenhang zwischen Zeit und Winkel: die Pe­ riodendauer T entspricht dem Winkel 360°; eine Winkelangabe hat den Vorteil, daß sie unabhängig von der Frequenz ist).
Hieraus ist ersichtlich, daß die sinusförmige Grundschwingung u1 (in der Fig. 1 gestrichelt dargestellt) eine Amplitude von
aufweist. Die dritte Oberschwingung u3 dagegen weist eine Amplitude von
auf. Der Term
reduziert die Amplitude der dritten Oberschwingung u3 gegenüber der Amplitude der Grundschwingung u1.
In der folgenden Tabelle 1 werden die Amplituden des fourier­ zerlegten Rechtecksignals w ohne Impulspausen, wie es in der Fig. 4 und in der Gl. (4) dargestellt ist, den Amplituden des fourierzerlegten Bipolarsignals uB, wie es in der Fig. 1 und der Gl. (7) dargestellt ist, anhand eines konkreten Bei­ spiels gegenübergestellt. Hierzu sei beispielsweise angenom­ men, daß die Amplitude u des Bipolarsignals uB normiert ist und 1 betrage. Die Impulspause τ sei 1/10 der Periodendauer T. Dies ergibt einen Winkel α (= halbe Impulspause τ, also 1/20 von T) von 18°. Somit folgt für die Amplituden:
Tabelle 1
Aus der Tabelle 1 ist ersichtlich, daß sich die Amplitude der Grundschwingung u1 des Bipolarsignals uB nur wenig ernied­ rigt, während sich die Amplitude der dritten Oberschwingung u3 des Bipolarsignals uB stark verringert gegenüber der Amplitude des fourierzerlegten Rechtecksignals uR ohne Im­ pulspausen.
Die Impulspause τ zwischen den beiden Rechteckimpulsen unter­ schiedlicher Polarität darf allerdings nicht zu groß werden, da ansonsten die Grundschwingung u1 in ihrer Amplitude auf­ grund des Faktors cosα (wobei der Winkel α der halben Im­ pulspause, d. h. τ/2 entspricht) zu klein wird. Die Impulspau­ se τ darf aber auch nicht zu klein werden, da ansonsten die Amplitude der dritten Oberschwingung u3 zu groß wird.
Damit das übertragene Signal noch genügend große Amplituden aufweist, wird die nach der Fourier-Analyse ermittelte Ampli­ tude der Grundschwingung u1 des Bipolarsignals uB mit Hilfe der Impulspause τ auf größer als etwa 90% der Amplitude der Grundschwingung u1 des Rechtecksignals uR ohne Impulspausen festgelegt. Damit die Oberschwingungen ui nicht zu sehr in höheren Frequenzbereichen störend wirken, wird die Amplitude der dritten Oberschwingung u3 des Bipolarsignals uB mit Hilfe der Impulspause τ auf kleiner als etwa 25% der Amplitude der Grundschwingung u1 des Rechtecksignals uR festgelegt.
Mit diesen Vorgaben errechnen sich Grenzwerte, zwischen denen die Impulspause τ variiert werden kann (ausgedrückt durch den Winkel α), etwa zu:
15° < α < 26° (8).
Anhand der Fig. 2 und 3a bis 3d wird eine Realisierung der Sendeeinheit für ein Diebstahlschutzsystem näher erläutert.
Die Sendeeinheit weist eine Steuereinheit 1 (Fig. 2) auf, der an ihren Eingängen zum einen ein Taktsignal Clk (Fig. 3a) und zum anderen ein Steuersignal CS zugeführt wird. Die Steuereinheit 1 erzeugt mit Hilfe des Taktes zwei Rechtecksi­ gnale UR1 und UR2 (Fig. 3b und 3c) . Die Rechtecksignale uR1 und uR2 werden über zwei Verstärker 2 einer Sendeantenne 3 zugeführt werden. Die Sendeantenne 3 ist hier als RLC- Serienschwingkreis ausgebildet, der aus einem Widerstand R, einer Spule L und einem Kondensator C besteht.
Über die beiden Verstärker 2 werden die Rechtecksignale uR1 und UR2 verstärkt dem RLC-Schwingkreis zugeführt. Die beiden Rechtecksignale uR1 und uR2 weisen jeweils periodisch wieder­ kehrende Rechteckimpulse auf, deren Impulsdauern tR1 bzw. tR2 eine vorgegebene Anzahl von Taktperioden lang sind. Nach den Rechteckimpulsen folgen jeweils Pausendauer τ1 bzw. τ2. Der Rechteckimpuls des ersten Rechtecksignals uR1 liegt innerhalb der Pausendauer τ2 des zweiten Rechtecksignals uR2 (und umge­ kehrt) d. h. die Rechteckimpulse sind zueinander zeitversetzt. Die Impulsdauern tR1 und tR2 sowie die Pausendauern τ1 und τ2 werden der Steuereinheit 1 durch das Steuersignal CS mitge­ teilt. Somit können diese von außen einfach verändert werden.
Die beiden Rechtecksignale uR1 und uR2 werden in dem RLC- Schwingkreis überlagert (Differenzbildung der beiden Recht­ ecksignale uR1 und uR2). Die Überlagerung der beiden Rechteck­ signale uR1 und uR2 führt zu dem Bipolarsignal uB (Fig. 3d), mit dem der Schwingkreis zum Schwingen angeregt wird.
Durch die Schwingung des Schwingkreises entsteht in der Spule L ein hochfrequentes Magnetfeld, das in einer nicht darge­ stellten, in der Nähe befindlichen Spule einer Empfangsein­ heit eine Wechselspannung induziert, die analog zu der Schwingung im Schwingkreis und somit analog zu dem Bipolarsi­ gnal uB ist. Dieser Schwingung kann zusätzlich eine Informa­ tion aufmoduliert werden, die dann zusammen mit dem Träger als Codesignal zu der Empfangseinheit übertragen und dort auf Berechtigung überprüft wird.
Die beiden Rechtecksignale uR1 und uR2 sind um den Winkel 180° zueinander zeitverschoben. Der Abstand zwischen der abfallen­ den Flanke des ersten Rechtecksignals uR1 und der ansteigen­ den Flanke des zweiten Rechtecksignals uR2 entspricht der Im­ pulspause τ, die gleich dem Winkel 2α ist.
Bei diesem Ausführungsbeispiel hat sich der Winkel α = 18° als optimal erwiesen, bei dem die Grundschwingung u1 genügend groß und die dritte Oberschwingung u3 genügend gedämpft ist. Für ein Bipolarsignal uB mit dem Winkel α = 18° sind die Amplituden der Grundschwingung u1 und der dritten Oberschwin­ gung u3 in der Tabelle 1 aufgeführt.
Die Amplitude der Grundschwingung u1 beträgt dabei 95,13% und die Amplitude der dritten Oberschwingung u3 beträgt 19,56% von der Amplitude der Grundschwingung u1 eines Rechtecksi­ gnals uR- ohne Impulspause τ.
Hieraus ist ersichtlich, daß die Grundschwingung u1 noch ge­ nügend groß ist, die dritte Grundschwingung u3 hingegen er­ heblich in ihrer Amplitude reduziert ist. Störungen durch die dritte Oberschwingung u3 werden dadurch vermindert. Die wei­ teren Oberschwingungen u5, u7, usw. brauchen nicht weiter be­ achtet zu werden, da ihre Amplituden vernachlässigbar klein gegenüber der Amplitude der Grundschwingung u1 sind.
Falls die Frequenz des Bipolarsignals uB geändert wird, so ändert sich auch die Frequenz der Grundschwingung u1. Das Bi­ polarsignal uB kann dadurch in seiner Frequenz geändert wer­ den, daß die Pausendauern τ1 und τ2 und die Impulsdauern tR1 und tR2 der Rechteckimpulse uR1 bzw. uR2 (vgl. Fig. 3b und 3c) nach Vorgabe durch das Steuersignal CS verändert werden.
Bei einer konstanten Taktfrequenz kann die Länge der Impuls­ dauer tR1 und tR2 und der anschließenden Pausendauern τ1 bzw. τ2 bis zum nächsten Rechteckimpuls durch eine vorgegebene An­ zahl von Taktimpulsen festgelegt werden. Bei einer Oszilla­ torfrequenz von 16 MHz (T = 62,5 ns) und einer gewünschten Schwingungsfrequenz von etwa 134,4 kHz kann die Impulspause τ beispielsweise etwa 12 Taktperioden (= 0,75 µs) und die Im­ pulsdauern tR1 und tR2 jeweils etwa 48 Taktperioden (= 3 µs) lang sein.
Somit ergibt sich die Periodendauer T des Bipolarsignals uB zu etwa T = 7,5 µs (dies entspricht der Frequenz f = 1/T= 133,3 kHz). Die 12 Taktperioden für die Impulspause τ dauern dann 1/10 der Impulsdauer T. Dies führt somit zu dem Winkel α von etwa 18°. Für andere Schwingungsfrequenzen können jeweils die Anzahl der Taktperioden für die Impulsdauern tR1 und tR2 verändert werden, während die Impulspause τ bei 12 Taktimpul­ sen konstant bleiben kann. Allerdings sind die Grenzwerte nach Gl. (8) zu beachten.
Somit entsteht eine Sendeeinheit, die eine Sendeantenne 3 mit einem Bipolarsignal uB oberwellenreduziert steuert. Solche Sendeeinheiten können beispielsweise für Schließsysteme eines Kraftfahrzeugs verwendet werden, bei denen ein Codesignal von einem Handsender bei Betätigung einer Taste zum Kraftfahrzeug zum Ver- oder Entriegeln der Türen gesendet wird. Ebenso kann diese Sendeeinheit dazu verwendet werden, Codesignale von ei­ nem Transponder, der auf einem Zündschlüssel angeordnet ist, zu einer elektronischen Wegfahrsperre zu senden, sobald der Zündschlüssel im Zündschloß verdreht und der Zündschalter eingeschaltet wird. Vorteilhafterweise kann auch Energie von der Sendeantenne zu dem Transponder ausgesendet werden. Gera­ de für die Energieübertragung eignet sich besonders das Bipo­ larsignal uB.
Das Codesignal wird nach Empfang auf seine Berechtigung über­ prüft, wozu es mit einem erwarteten Sollcodesignal verglichen wird. Bei Übereinstimmung (d. h. bei erfolgreicher Authentifi­ kation) wird die Wegfahrsperre gelöst oder Türschlösser ver- oder entriegelt. Die Codesignale können auch sonstige Steue­ rinformationen enthalten, mit denen bei Berechtigung Funktio­ nen wie Schließen/Öffnen der Fenster/Schiebedach/Verdeck fernbedient gesteuert werden können.
Die Steuereinheit 1 kann durch einen Mikroprozessor oder funktionell gleichwertige Bauelemente realisiert werden. Als Verstärker 2 können übliche Treiberstufen verwendet werden.
Ein Bipolarsignal uB ist einfach zu erzeugen. Eine konstante Spannung braucht zu bestimmten Zeiten nur ein- und ausge­ schaltet und gegebenenfalls verstärkt zu werden. Gegenüber einem sinusförmigen Träger hat dies den Vorteil, daß dabei weniger Verlustleistung entsteht, da ein Sinussignal stetig verstärkt werden muß.
Das als Trägerschwingung verwendete Bipolarsignal uB kann auf sehr einfache Weise mit einer niederfrequenten Information moduliert werden, indem das Bipolarsignal uB für eine vorge­ gebene Zeit lang ausgeschaltet bleibt und für eine andere vorgegebene Zeit eingeschaltet wird. Die verschiedenen Zeiten bestimmen dann die in dem übertragenen Signal enthaltene In­ formation. So kann das Bipolarsignal uB bei dem Ausführungs­ beispiel für den logischen H-Pegel 500 µs lang aus und 500 µs lang eingeschaltet werden. Für den logischen L-Pegel dagegen kann es 100 µs aus und 400 µs eingeschaltet werden. Durch Mes­ sen der Zeiten beim Empfang eines übertragenen Signals kann der Informationsinhalt des Signals erfaßt werden.
Bei diesem Ausführungsbeispiel hat das Bipolarsignal uB eine Periodendauer T = 7,5 µs, was einer Trägerfrequenz f = 1/T = 133,33 kHz entspricht.
Die erfindungsgemäße Sendeeinheit kann als integrierte Schal­ tung auf einem Halbleiterchip angeordnet sein. Dadurch wird sie in ihren Abmessungen sehr klein und kann daher auf einem Schlüsselgriff oder einer scheckkartengroßen Karte (Chip­ karte, Smard Card) gut untergebracht werden.

Claims (7)

1. Sendeeinheit für Diebstahlschutzsystem eines Kraftfahr­ zeugs mit einer Sendeantenne (3), die eine hochfrequente Schwingung aussendet, und einer Steuereinheit (1), die ein periodisches Bipolarsignal (uB) als Trägerschwingung erzeugt, das Impulspausen (τ) zwischen zwei Rechteckimpulsen mit un­ terschiedlicher Polarität aufweist und mit dem die Sendean­ tenne (3) betrieben wird, wobei die Länge der Impulspausen (τ) in der Steuereinheit (1) derart festgelegt wird, daß die nach der Fourier-Analyse ermittelte Amplitude der Grund­ schwingung (u1) der ausgesendeten Schwingung größer als 90% und die Amplitude der dritten Oberschwingung (u3) kleiner als 25% im Vergleich zu der Amplitude der Grundschwingung einer Rechteckschwingung (uR) ohne Impulspausen ist.
2. Sendeeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeantenne (3) ein RLC-Schwingkreis ist, über den die hochfrequente Schwingung induktiv ausgesendet wird.
3. Sendeeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß der RLC-Schwingkreis zwischen zwei Ausgangstreibern (2) der Steuereinheit (1) angeordnet ist, wobei über die Ausgangstreiber (2) zeitlich zueinander ver­ setzte Rechtecksignale (uR1 und uR2) dem RLC-Schwingkreis zu­ geführt werden, die sich in dem RLC-Schwingkreis zu dem Bipo­ larsignal (uB) überlagern.
4. Verfahren zum Betreiben einer Sendeeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Steuereinheit (1) ein periodisches Bipolarsignal (uB) als Trägerschwingung erzeugt wird, das Impulspausen (τ) zwischen zwei Rechteckimpulsen mit unterschiedlicher Polarität aufweist und das einer Sendean­ tenne (3) zugeleitet wird, wobei die Länge der Impulspausen (τ) in der Steuereinheit derart festgelegt werden, daß die nach der Fourier-Analyse ermittelte Amplitude der Grund­ schwingung (u1) der ausgesendeten Schwingung größer als 90% und die Amplitude der dritten Oberschwingung (u3) kleiner als 25% im Vergleich zu der Amplitude der Grundschwingung einer Rechteckschwingung ohne Impulspausen ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Sendeantenne (3) eine Differenzbildung von zwei zeitlich zueinander versetzten, periodischen Rechtecksignalen (uR1 und uR2) stattfindet, wodurch das Bipolarsignal (uB) entsteht.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulspausen (τ) des Bipolarsignals (uB) durch Ändern der Impuls-Pausen-Verhältnisse (tR11 und tR22) der beiden Rechtecksignale (uR1 bzw. uR2) eingestellt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Periodendauer (T) des Bipolarsignals (uB) durch Ändern der Impulsdauern (tR1 oder tR2) und/oder der Pausendauern (τ1 oder τ2) der beiden Rechtecksignale (uR1 bzw. uR2) eingestellt wird.
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