DE19603671C1 - Verwendung eines Etiketts - Google Patents
Verwendung eines EtikettsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Etiketts mit
runder Grundfläche, wobei die Grundfläche aus einer
ringförmigen Randfläche und einer runden Etikettfläche
besteht und die Randfläche Einkerbungen in Richtung auf die
Mitte des Etiketts aufweist.
Solche Etiketten finden beispielsweise als aufklebbare
Etiketten für gekrümmte Körper, wie zum Beispiel Obst und
Gemüse, Verwendung. So beschreibt die US-PS 4,547,001 ein
Etikett, das eine runde oder elliptische Form besitzt und
eine Vielzahl von radialen Einschnitten aufweist, wodurch
voneinander relativ unabhängige Zungen entstehen, die eine
Anpassung des Etiketts an eine konvexe oder auf andere Weise
unregelmäßige Oberfläche ermöglichen.
Die DE 82 15 907 U1 beschreibt eine Etikettiermaschine,
wobei durch die gleiche Maschine sowohl Brust- als auch
Boden-Etiketten aufbringbar sind. Diese, zumeist einen
Barcode enthaltenen Boden-Etiketten, können jedoch nur auf
plane Flaschenböden aufgebracht werden, da es ansonsten zu
einem "Verknittern" derselben kommt, wodurch der Code
unlesbar würde.
Einen kegelförmigen Einsatz offenbart die DE-GM 19 41 956.
Dieser Einsatz wird auf die Wände einer kegelförmigen
Einbuchtung eines Flaschenbodens aufgeklebt. Die Fertigung
solcher Einsätze stellt einen erheblichen Aufwand dar, da
für jede Flaschenform eigene Einsätze gefertigt werden
müssen.
Das internationale Geschmacksmuster DM/030 922 hat Boden-Etiketten
zum Gegenstand, deren Befestigung durch Aufkleben
auf die Standfläche der Flasche erfolgt.
Dies hat den Nachteil, daß die Etiketten
leicht abgerieben oder beschädigt werden, wenn die Flasche
auf ihre Standfläche gestellt wird.
Eine Befestigung an dem meist nach innen kegelstumpfartig
ausgeformten Flaschenboden ist wegen des nur linienartigen
Rand-/Verbindungsbereiches schwierig.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Möglichkeit aufzuzeigen, Etiketten auch in mit Einbuchtungen
versehenen Flaschenböden leicht anzubringen.
Die Lösung der Aufgabe ergibt sich einschließlich
vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildung der
Erfindung aus dem Inhalt der Patentansprüche, welche dieser
Beschreibung nachgestellt sind.
Flaschen weisen an ihrer Unterseite meist die erwähnten
kegelstumpfförmigen Einbuchtungen in Richtung auf den
Flaschenhals auf, so daß eine ringförmige Standfläche
entsteht, wodurch die Stabilität der stehenden Flasche
vergrößert wird. Die genannte Ausgestaltung der
Etiketten besitzt den Vorteil, daß die Etiketten nicht wie
bisher auf die Standfläche aufgeklebt werden müssen, sondern
in der Einbuchtung versenkt gegenüber der Standfläche über
ihre speziell ausgebildete Randfläche angebracht werden
können und damit geschützt sind vor Abrieb und
Verschmutzung. Gleichzeitig wird ein vergrößerter
Randstreifen zur Verbindung mit der Flasche zur Verfügung
gestellt.
Um eine sichere Anbringung des Etiketts in der Einbuchtung
zu gewährleisten, wird der Randbereich des Etiketts
umgebogen. Durch dieses Umbiegen wird erreicht, daß das
Etikett im Bereich seiner mehr oder weniger gesamten
Randfläche mit der Flasche in Kontakt steht, wodurch eine
ausreichend große Klebefläche entsteht. Durch die
vorgesehenen Einkerbungen der Randfläche in
Richtung auf die Mitte des Etiketts wird ein "Verknittern"
des Etiketts bei der Anbringung im Bereich der Einbuchtung
verhindert. Die Einkerbungen können grundsätzlich eine
beliebige Form aufweisen, zum Beispiel V-förmig (nach außen
"geöffnet") oder halbkreisförmig. Auch einfache radiale Ein
schnitte können vorgesehen sein. Durch die versenkte Anord
nung des Etiketts ist ein einfaches Einpassen und Befestigen
gewährleistet, wodurch auch die Optik der angebrachten
Etiketten verbessert wird.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen,
mindestens die Rückseite der Randfläche des Etiketts
selbstklebend auszubilden. Durch diese Ausgestaltung wird
das Anbringen der Etiketten erleichtert und es ist kein
Verschmutzen der Flasche oder des Etiketts durch Klebstoff
zu besorgen.
Dies kann besonders einfach verwirklicht werden, indem
mindestens die Rückseite der Randfläche des Etiketts als
Klebefolie ausgebildet ist. Denkbar ist jedoch auch eine
Ausführungsform, bei der die Etiketten als Naßetiketten
gestaltet sind.
Das Etikett kann jedoch auch als doppelseitige Klebefolie
gestaltet sein. Eine solche Ausgestaltung ermöglicht
beispielsweise die Verwendung unbedruckter Etiketten
(Grundetiketten), die durch Abziehen der Schutzfolie auf der
Rückseite des Etiketts in der Flasche angebracht werden. Auf
der Vorderseite des Grundetiketts kann dann durch Abziehen
der Schutzfolie im Bereich der Etikettfläche ein zweites
rundes, der Größe der Etikettfläche entsprechendes,
bedrucktes Etikett (Zusatzetikett) eingeklebt werden.
Denkbar ist auch ein unbedrucktes Grundetikett nur
rückseitig oder zumindest im Bereich seiner rückseitigen
Randfläche selbstklebend auszubilden und das Befestigen des
bedruckten Zusatzetiketts mittels Klebstoff vorzunehmen,
beziehungsweise das bedruckte Zusatzetikett an seiner
Rückseite mit einer Klebefolie auszustatten. Eine solche
Ausführungsform bietet den Vorteil, die
Etiketten in großer Stückzahl herzustellen und herkömmliche
Aufkleber beziehungsweise Etiketten mit Beschriftung als
Zusatzetikett verwenden zu können.
Das Umbiegen der Randfläche in Richtung auf die Standfläche
der Flasche (bei angebrachtem Etikett) kann durch das
Anbringen einer Falzung, Prägung oder Perforierung entlang
der Trennlinie von Randfläche und Etikettfläche erleichtert
werden.
Eine solche Perforation erleichtert vor allem das Abziehen
der Schutzfolie, wenn das Etikett als Klebefolie ausgebildet
ist, und vermeidet eine Beschädigung des Etiketts durch sich
nicht vollständig ablösende Schutzfolie.
Um einen Luftaustausch zwischen der durch das Etikett
verschlossenen Einbuchtung des Flaschenbodens und der
Umgebung zu gewährleisten sieht eine Ausführungsform vor,
daß das Etikett mindestens ein Loch besitzt. Dieses Loch
erlaubt beispielsweise die Verdunstung von Flüssigkeit.
Hierdurch wird die Haltbarkeit des Etiketts verbessert.
Denkbar ist auch, das Loch so groß auszubilden, daß die
Etikettfläche eine ringförmige Form erhält.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele von Etiketten und
Flaschen wiedergegeben, welche nachstehend beschrieben sind.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Boden-Etikett,
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Flasche mit eingeklebten
Boden-Etikett gemäß Fig. 1,
Fig. 3 ein Zusatz- und ein Grundetikett.
In Fig. 1 ist ein Boden-Etikett 10 mit kreisförmigen
Querschnitt gezeigt, das aus einer ringförmigen Randfläche
12 sowie einer kreisförmigen Etikettfläche 14 besteht. Die
Trennlinie 16 zwischen den beiden Flächen ist hier durch
eine dicke schwarze Markierungslinie gekennzeichnet. Die
Etikettfläche 14 weist eine typische Etikettbeschriftung 15
auf, die Hinweise über die Herkunft, den Jahrgang sowie die
Weinsorte in der entsprechenden Flasche gibt. Die Randfläche
12 des Boden-Etiketts 10 ist mit Einkerbungen 18 in Richtung
auf die Mitte des Etiketts 17 im Winkelabstand von je 30
Grad versehen. Die Einkerbungen 18 sind als gleichschenklige
Dreiecke ausgeführt, wobei die Dreieckspitze 19 auf der
Trennlinie 16 zwischen Etikettfläche 14 und Randfläche 12
liegt. Die Basis der dreieckförmigen Einkerbungen 18
entspricht Sehnenstücken 20 des kreisbogenförmigen Umfanges
des Bodenetiketts 10.
In Fig. 2 ist eine Flasche 22 mit einer in Richtung auf den
Flaschenhals 24 weisenden Einbuchtung 26 des Flaschenbodens
28 gezeigt. In der Einbuchtung 26 ist ein Boden-Etikett 10
gegenüber der Standfläche 29 versenkt angebracht.
Zum Anbringen des Boden-Etiketts 10 ist die Randfläche 12
entlang der Trennlinie 16 zwischen der Randfläche 12 und der
Etikettfläche 14 umgebogen worden. Die Randfläche 12 weist
nun in Richtung der Standfläche 29 der Flasche 22. Das
Etikett 10 ist an seiner Rückseite im Bereich der Randfläche
12 mit einer Klebefolie ausgestattet, so daß die
Anbringung des Bodenetiketts 10 nach dem Umbiegen der
Randfläche 12 durch einfaches Andrücken erfolgt ist, wobei
die Einkerbungen 18 in der Randfläche 12 gespreizt worden
sind.
Die Fig. 3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel des
Etiketts, wobei das Etikett hier aus einem
Grundetikett 30 sowie einem Zusatzetikett 32 gebildet ist.
Das Grundetikett 30 entspricht dem in Fig. 1 beschriebenen
Bodenetikett, weist jedoch keinen Aufdruck auf. Ausgehend
vom Rand 34 des kreisförmigen Grundetiketts 30 sind in
diesem ebenfalls dreiecksförmige Einkerbungen 36 im
Winkelabstand von 30 Grad angebracht. Solche Grundetiketten
30 können in großer Stückzahl hergestellt werden und sind
universell verwendbar. Ihre Anbringung in der Einbuchtung
des Flaschenbodens erfolgt wie in Fig. 2 gezeigt. Um den
Inhalt der Flasche zu kennzeichnen, finden Zusatzetiketten
32 Verwendung. Während das Grundetikett 30 an seiner einen
Seite im Bereich der Randfläche 38 mit einer Klebefolie
ausgestattet ist, ist seine andere Seite so gestaltet, daß
das Zusatzetikett 32 leicht angebracht werden kann. Das
Zusatzetikett 32 ist als Aufkleber ausgebildet, das heißt
seine Rückseite ist selbstklebend, nachdem sie von einer
Schutzfolie befreit worden ist. Die Befestigung des
Zusatzetiketts 32 auf dem Grundetikett 30 kann vor dessen
Anbringung in der Einbuchtung des Flaschenbodens erfolgen,
es ist jedoch auch möglich, das Grundetikett 30 zuerst zu
befestigen und danach auf dieses das Zusatzetikett 32
aufzukleben.
Claims (8)
1. Verwendung eines Etiketts mit runder Grundfläche, wobei
die Grundfläche aus einer ringförmigen Randfläche (12)
und einer runden Etikettfläche (14) besteht und die
Randfläche (12) Einkerbungen (18) in Richtung auf die
Mitte des Etiketts (17) aufweist, zur Verklebung der Randfläche (12) in
einer gegenüber einer Standfläche (29) versenkten
Einbuchtung (26) eines Bodens einer Flasche (22).
2. Verwendung eines Etiketts nach Anspruch 1, bei dem
mindestens die Randfläche (12) auf der Etikettrückseite
selbstklebend ist.
3. Verwendung eines Etiketts nach Anspruch 1 oder 2, bei dem
mindestens die Randfläche (12) der Etikettrückseite als
Klebefolie ausgebildet ist.
4. Verwendung eines Etiketts nach Anspruch 3, bei dem das
gesamte Etikett (10) doppelseitig selbstklebend
ausgebildet ist.
5. Verwendung eines Etiketts nach einem der Ansprüche 1 bis
4, bei dem zwischen Randfläche (12) und Etikettfläche
(14) eine Falzung, Prägung oder Perforierung vorgesehen
ist.
6. Verwendung eines Etiketts nach einem der Ansprüche 1 bis
5, bei dem die Einkerbungen (18) eine sich nach außen
öffnende V-Form aufweisen.
7. Verwendung eines Etiketts nach einem der Ansprüche 1 bis
6, bei dem die Einkerbungen (18) in gleichen
Winkelabständen auf dem Umfang der Randfläche (12)
verteilt angeordnet sind.
8. Verwendung eines Etiketts nach einem der Ansprüche 1 bis
7, mit mindestens einem Loch.
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