DE19503594A1 - Asynchronmotor mit einem Kurzschlußkäfigläufer und einer elektromagnetisch lüftbaren Federdruckbremse - Google Patents
Asynchronmotor mit einem Kurzschlußkäfigläufer und einer elektromagnetisch lüftbaren FederdruckbremseInfo
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- H02K7/00—Arrangements for handling mechanical energy structurally associated with dynamo-electric machines, e.g. structural association with mechanical driving motors or auxiliary dynamo-electric machines
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Description
Die Erfindung betrifft einen Asynchronmotor gemäß dem Ober
begriff des Anspruchs 1.
Ein solcher Motor ist durch das DE-U-80 16 723 bekannt. Bei
diesem bekannten Motor sind an das Ständerblechpaket axial
vorstehende Magnetleitkörper angefügt. Durch diese
Magnetleitkörper wird ein Teil des Ständermagnetflusses zu
dem Bremsanker gelenkt, so daß dieser angezogen und damit die
Bremse gelöst wird, sobald der Motor an Spannung gelegt wird.
Die Herstellung und Montage der Magnetleitkörper ist relativ
aufwendig. Außerdem ergeben sich bei dem bekannten Motor
durch die Ableitung eines Teiles des Ständerflusses
Verzerrungen hinsichtlich des auf den Kurzschlußläufer
wirkenden Ständerflusses.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Asynchron
motor der gattungsgemäßen Art so weiterzubilden, daß die für
die Abzweigung eines Teiles des Ständerflusses notwendigen
Magnetleitkörper wesentlich weniger Herstellungs- und
Montageaufwand erfordern und ferner der auf den Kurzschluß
läufer wirkende Teil des Ständerflusses weniger stark
verzerrt wird.
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch die im Kenn
zeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale. Durch das axial
vom Ständerblechpaket überdeckte, mit dem Läuferblechpaket
gekoppelte Zusatzblechpaket wird der für das Lösen der Bremse
notwendige Flußanteil des Ständerflusses außerhalb des
eigentlichen Kurzschlußläufers abgezweigt, so daß
Verzerrungen des für die Momentenbildung wirksamen Flusses
klein gehalten werden. Das Zusatzblechpaket ist relativ
einfach herzustellen und an der entsprechenden Stirnseite des
Läuferblechpaketes anzubringen. Dieses Zusatzblechpaket weist
außerdem gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten
Magnetleitkörpern eine wesentlich größere Fläche auf, so daß
sich eine wesentlich höhere Anzugskraft für den Bremsanker
erzielen läßt.
In fertigungstechnischer Hinsicht ist es besonders vorteil
haft, daß die einzelnen Bleche des Zusatzblechpaketes die
Segmente bildende Segmentarme aufweisen, die in ihrem an die
Welle des Kurzschlußläufers angrenzenden Bereich durch einen
nachträglich entfernbaren Ringsteg oder durch einen
verbleibenden Sättigungssteg in Umfangsrichtung miteinander
verbunden sind. Infolge einer solchen Ausbildung der
einzelnen Bleche des Zusatzblechpaketes stehen für die
Herstellung desselben einteilige Blechlamellen zur Verfügung,
die leicht zu einem Paket geschichtet werden können, das dann
an das eigentliche Läuferblechpaket angefügt werden kann.
Bei einem mehrphasigen Asynchronmotor ist es besonders
vorteilhaft, daß die Anzahl der Segmente des Zusatzblech
paketes der Anzahl der Läufernuten entspricht und die
Segmente fluchtend zu den die Läufernuten begrenzenden Nut
zähnen des Läuferblechpaketes ausgerichtet und in Umfangs
richtung durch eine amagnetische Schicht voneinander getrennt
sind. Hierdurch ergibt sich eine gleichmäßig wirkende Halte
kraft der durch die einzelnen Phasenspannungen erzeugten
magnetischen Flüsse. Damit wird einem Brummgeräusch des
Bremsankers entgegengewirkt.
Bei einem Asynchronmotor mit einem gegossenen Kurzschlußkäfig
kann in fertigungstechnisch einfacher Weise beim Gießen des
Kurzschlußkäfigs der zwischen den Segmentarmen der einzelnen
Bleche des Zusatzblechpaketes in Umfangsrichtung bestehende
Freiraum mit dem gleichen Material ausgegossen werden. Dabei
wird die Herstellung des zwischen dem Läuferblechpaket und
dem Zusatzblechpaket liegenden Kurzschlußringes dadurch
ermöglicht, daß zwischen der betreffenden Stirnseite des
Läuferblechpaketes und dem Zusatzblechpaket ein aus amagneti
schem, jedoch elektrisch leitfähigem Material bestehendes
Abstandselement eingefügt ist. Das Abstandselement kann dabei
in den Kurzschlußring mit eingegossen werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Abstandselement eine
hinsichtlich ihrer Dicke und Form den Blechlamellen des
Läuferblechpaketes entsprechende Kupferscheibe ist. Damit
ergibt sich für den Kurzschlußring eine minimale axiale Dicke
und somit auch für das Ständerpaket eine minimale axiale
Länge. Außerdem wird eine sehr gute Ausnutzung des Ständer
feldes erzielt.
Um das Zusatzblechpaket gegen die beim Gießen des Kurzschluß
käfigs auftretenden Kräfte ausreichend abzustützen und
insbesondere einen gleichmäßigen Abstand zwischen dem Läufer
blechpaket und dem Zusatzblechpaket über den vollen Umfang zu
gewährleisten, ist es zweckmäßig, daß das Abstandselement aus
einem ringförmigen, auf die Läuferwelle auf steckbaren Teil
und mehreren sich strahlenförmig von dem ringförmigen Teil
weg erstreckenden, jeweils im Bereich zwischen zwei Nuten des
Läuferblechpaketes an dessen Stirnseite anliegenden Armen
besteht. Eine optimale Abstützung des Zusatzblechpaketes ist
dann gegeben, wenn die Anzahl der strahlenförmigen Arme des
Abstandselementes der Anzahl der Läufernuten entspricht,
wobei die Umfangsabstände zwischen den Armen so bemessen
sind, daß keine oder höchstens eine teilweise Überdeckung der
Läufernuten erfolgt.
Dadurch, daß die Läufernuten nicht von den strahlenförmigen
Armen des Abstandselementes überdeckt werden, können in einem
einzigen Gießvorgang der Kurzschlußkäfig und die
amagnetischen Schichten zwischen den Segmenten des Zusatz
blechpaketes hergestellt werden.
Eine axiale Sicherung der das Zusatzpaket bildenden Bleche
wird dadurch erreicht, daß an die den Raum zwischen den
Segmenten ausfüllende Zwischenschicht sich an der freien
Stirnseite der Segmente in Umfangsrichtung des Läufers
erstreckende Haltestege mit angegossen sind. Besonders zweck
mäßig ist es, die Haltestege nach Art eines jeweils zwischen
zwei Läufernuten durch einen Schlitz unterteilten Kurzschluß
ringes auszubilden.
Um ein sattes Anliegen des Bremsankers an der Stirnseite des
Zusatzblechpaketes zu ermöglichen, muß diese Stirnseite plan
gedreht oder -geschliffen werden. Hierbei ist es von Vorteil,
wenn auf der freien Stirnseite des Zusatzblechpaketes ein
dickeres Endblech angeordnet ist. Ein solches dickeres End
blech hält den Bearbeitungseingriffen besser stand.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungs
beispieles wird die Erfindung nachfolgend näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Asynchronmotor mit einer angebauten Federdruck
bremse im Teilschnitt,
Fig. 2 einen Kurzschlußkäfigläufer mit einem Zusatzblech
paket,
Fig. 3 das am Kurzschlußkäfigläufer angebaute Zusatzblech
paket in Stirnansicht,
Fig. 4 einen Bremsanker mit eingelegten Kurzschlußbügeln,
Fig. 5 ein zwischen dem Läuferblechpaket und dem Zusatz
blechpaket einfügbares Abstandselement.
Mit 1 ist das mit einer Ständerwicklung 2 versehene Ständer
blechpaket eines Asynchronmotors bezeichnet. In der Ständer
bohrung 3 des Ständerblechpaketes 1 ist ein Kurzschlußkäfig
läufer 4 drehbar angeordnet, der ein mit einem Kurzschluß
käfig 5 versehenes Läuferblechpaket 6 aufweist. Axial vor dem
einen Kurzschlußring 25 des Käfigläufers 4 ist ein Zusatz
blechpaket 7 an dem Läuferblechpaket 6 angebaut. Das Ständer
blechpaket 2 erstreckt sich in axialer Richtung voll über das
Zusatzblechpaket 7. Die einzelnen Bleche des Zusatzblech
paketes 7 sind nach radial innen kürzer als die bis zur
Läuferwelle 9 reichenden Bleche des Läuferblechpaketes 6
ausgebildet, so daß hierdurch im Zusatzblechpaket 7 eine
Ausnehmung 8 gebildet ist. Vor der freien Stirnseite des
Zusatzblechpaketes 7 ist ein aus ferromagnetischem Material
bestehender Bremsanker 26 angeordnet. Dieser Bremsanker 26
ist mit einer in die Ausnehmung 8 ragenden, vorzugsweise aus
amagnetischem Material bestehenden Buchse 10 verbunden. Diese
Buchse 10 ist mittels einer Paßfeder 11, die in einer an der
Innenöffnung der Buchse 10 ausgebildete Nut 12 eingreift,
axial verschiebbar auf der Läuferwelle 9 angeordnet. Durch
die Paßfeder 11 ist die Buchse 10 und damit der Bremsanker 26
verdrehfest mit der Läuferwelle 9 gekoppelt.
In einem durch radiale Vergrößerung der Innenbohrung der
Buchse 10 zwischen dieser und der Läuferwelle 9 gebildeten
Hohlraum 18 ist eine Andrückfeder 19 eingesetzt. Diese
Andrückfeder 19 stützt sich mit ihrem einen Ende an dem
Kurzschlußring 25 und mit ihrem anderen Ende an einem Radial
vorsprung 21 der Buchse 10 ab. Der sich gegenüber der Buchse
10 nach radial außen erstreckende Bremsanker 26 bildet
gleichzeitig die Bremsscheibe der Federdruckbremse. Der
Bremsanker 26 wirkt mit einem die Gegenbremsfläche bildenden
Bremsbelag 17 zusammen, der an einem in den Wickelkopfraum 23
ragenden Axialansatz 24 des einen Lagerschildes 13 angeordnet
ist. Die Buchse 10 kann auch entfallen und die Andrückfeder
19 kann direkt in die Ausnehmung 8 eingesetzt sein, so daß
sie sich am Kurzschlußring 25 und dem Bremsanker 26 direkt
abstützt. In diesem Falle steht ein größerer Einbauraum für
die Andrückfeder 19 zur Verfügung, so daß der Einbau einer
stärkeren Feder möglich ist.
Das Zusatzblechpaket 7 besteht, wie die Fig. 3 zeigt, aus
mehreren Segmenten 14, die durch eine in den in
Umfangsrichtung zwischen den einzelnen Segmenten 14
bestehenden Raum eingebrachte amagnetische Zwischenschicht 15
beabstandet gehalten sind. Die amagnetische Zwischenschicht
15 kann bei einem Kurzschlußkäfigläufer 4 mit einem
gegossenen Kurzschlußkäfig 5 aus dem gleichen Material, z. B.
Aluminium, wie dieser bestehen und somit gleichzeitig beim
Gießvorgang des Kurzschlußkäfigs 5 zwischen den Segmenten 14
eingegossen werden. Gleichzeitig mit dem Gießen des
Kurzschlußkäfigs 5 und der Zwischenschicht 15 werden an der
freien Stirnseite des Zusatzblechpaketes 7 sich in
Umfangsrichtung erstreckende, mit der Zwischenschicht 15
verbundene Haltestege 16 angegossen. Die Haltestege 16 sind
nach der Art eines Kurzschlußringes gestaltet, wobei die
Ringgestalt jeweils durch einen zwischen zwei Läufernuten
bzw. zwischen zwei mit den Läufernuten fluchtenden
Zwischenschichten 15 liegenden Schlitz 20 unterbrochen ist.
Hierdurch wird ein Stromfluß in den Haltestegen 16
verhindert. Durch die sich auf der Stirnseite des
Zusatzblechpaketes 7 in Umfangsrichtung erstreckenden Halte
stege 16 werden die die Segmente 14 bildenden Blechteile in
axialer Richtung zusammengehalten.
Für die Herstellung des Zusatzblechpaketes 7 ist es von
Vorteil, wenn die einzelnen Bleche des Zusatzblechpaketes 7
zunächst einteilig ausgebildet sind. Dies wird dadurch
erreicht, daß an einem radial innen zur Läuferwelle 9 hin
liegenden Bereich ein Ringsteg 22, wie in Fig. 3 durch
Strichpunktierung angedeutet, vorgesehen ist, an dem im
geschichteten Zustand der Bleche die Segmente 14 bildende
Segmentarme angestanzt sind. Nach dem Vergießen des Käfig
läufers 4 kann dieser Ringsteg 22 entfernt werden, so daß in
Umfangsrichtung kein magnetischer Schluß zwischen den
Segmenten 14 besteht. Es besteht auch die Möglichkeit, die
Segmentarme der einzelnen Bleche durch einen sehr dünnen
Sättigungssteg, der dann im geschichteten Zustand des
Zusatzblechpaketes erhalten bleiben kann, miteinander zu
verbinden. Durch einen solchen Sättigungssteg wird ebenfalls
ein magnetischer Schluß zwischen den benachbarten Segmenten
14 weitgehend verhindert.
Um den für das Gießen des zwischen dem Läuferblechpaket 6 und
dem Zusatzblechpaket 7 liegenden Kurzschlußringes 25
notwendigen Raum zu erhalten, wird zwischen den beiden Blech
paketen 6 und 7 ein Abstandselement 29, wie es beispielsweise
in Fig. 5 gezeigt ist, eingefügt. Dieses Abstandselement 29
ist vorteilhafterweise eine Kupferscheibe, die hinsichtlich
ihrer Dicke und Form wie eine Blechlamelle des
Läuferblechpaketes ausgebildet ist, d. h. an einem
geschlossenen inneren Ring 30, der mit einer Durchsteck
öffnung 32 für die Läuferwelle 9 versehen ist, sind sich
strahlenförmig erstreckende Arme 31 angestanzt. Das
Abstandselement 29 wird so auf die entsprechende Stirnseite
des Läuferblechpaketes 6 aufgelegt, daß sich die Arme 31 mit
den zwischen den Läufernuten liegenden Nutzähnen decken.
Damit fluchten dann die zwischen den Armen 31 bestehenden
Lücken 33 mit den Läufernuten und dem für die amagnetische
Zwischenschicht 15 zwischen den Segmenten 14 bestehenden
Raum, so daß, wie bereits erwähnt, der Kurzschlußkäfig 5, die
Zwischenschicht 15 und der zwischen den beiden Blechpaketen 6
und 7 liegende Kurzschlußring 25 in einem Gießvorgang
hergestellt werden können.
Bei einer Ausbildung des Asynchronmotors als Einphasen-Motor
läßt sich das durch den Einphasenbetrieb bedingte Brummen des
Bremsankers 26 dadurch vermeiden, daß am Bremsanker 26
einzelne Segmentbereiche 27, wie dies in Fig. 4 dargestellt
ist, von einem Kurzschlußbügel 28 umgeben sind. Hierdurch
werden am Bremsanker belastete und unbelastete Pole gebildet,
so daß der diese Pole durchsetzende magnetische Fluß phasen
verschoben und somit die auf den Bremsanker 26 wirkende
magnetische Haltekraft vergleichmäßigt wird.
Eine Vergleichmäßigung der magnetischen Haltekraft bei einem
einphasigen Asynchronmotor läßt sich auch dadurch erreichen,
daß auf der freien Stirnseite des Zusatzblechpaketes 7 etwa
radial mittig zu den Segmenten 14 ein zusätzlicher
Kurzschlußring vorgesehen ist. Dieser Kurzschlußring kann zur
Vereinfachung der Herstellung materialeinheitlich mit der
Zwischenschicht 15 ausgeführt sein. Dieser zusätzliche Kurz
schlußring bewirkt neben seiner mechanischen Funktion als
Halteelement für die Segmente 14 eine Phasenverschiebung
zwischen den die radial äußere und die radial innere Hälfte
der Segmente 14 durchsetzenden magnetischen Flüsse. Damit
wird wiederum ein Brummen des Bremsankers 26 bei einem ein
phasigen Asynchronmotor vermieden.
Der Asynchronmotor arbeitet wie folgt: Im Ruhezustand des
Asynchronmotors wird die Buchse 10 durch die Andrückfeder 19
auf der Läuferwelle 9 axial verschoben, so daß der mit der
Buchse 10 verbundene Bremsanker 26 mit seiner Außenfläche,
die als Bremsfläche dient, an dem am Axialansatz 24 des
Lagerschildes 13 vorgesehenen Bremsbelag 17 zur Anlage kommt.
Infolge der verdrehfesten Kopplung der Buchse 10 mit der
Läuferwelle 9 wird der Kurzschlußkäfigläufer 4 damit
festgebremst.
Wird der Asynchronmotor durch Anschalten an ein elektrisches
Netz in Betrieb genommen, so wird der vom Ständerblechpaket 1
in das Zusatzblechpaket 7 des Käfigläufers 4 eintretende
magnetische Fluß in axialer Richtung umgelenkt und zieht den
vor der Stirnseite des Zusatzblechpaketes 7 axial beweglich
auf der Läuferwelle 9 angeordneten Bremsanker 26 an. Der
Bremsanker 26 nimmt dabei die Buchse 10 in axialer Richtung
mit, wodurch die Andrückfeder 19 gespannt wird. Gleichzeitig
kommt der Bremsanker 26 auch außer Eingriff mit dem
Bremsbelag 17. Diese Betriebsstellung des Asynchronmotors ist
in Fig. 1 gezeigt. Solange der Asynchronmotor eingeschaltet
ist, bleibt der Bremsanker 26 angezogen, so daß sich der
Kurzschlußläufer 4 frei drehen kann. Sobald der
Asynchronmotor abgeschaltet wird, verschwindet das den
Bremsanker 26 haltende magnetische Feld und der Bremsanker 26
wird durch die Andrückfeder 19 gegen die Bremsfläche 17
bewegt und gegen diese gedrückt, so daß der Kurzschlußläufer
4 in seiner Drehbewegung abgebremst und anschließend in
seiner erreichten Stillstandsstellung gehalten wird. Da sich
mit Hilfe des Zusatzblechpaketes 7 eine hohe magnetische
Anzugskraft für den Bremsanker 26 erreichen läßt, kann die
Andrückfeder 19, deren Federkraft beim Anziehen des
Bremsankers 26 überwunden werden muß, entsprechend stark
ausgelegt werden, wodurch sich dann auch eine entsprechend
hohe Bremskraft ergibt.
Claims (14)
1. Asynchronmotor mit einem Kurzschlußkäfigläufer und einer
elektromagnetisch lüftbaren Federdruckbremse, die einen aus
magnetisch leitfähigem Material bestehenden, verdrehfest jedoch
axial verschiebbar angeordneten Bremsanker (26) aufweist, der
durch eine Andrückfeder (19) bei abgeschaltetem Motor derart
auf der Läuferwelle (9) verschoben ist, daß er an einer
Gegenbremsfläche (17) zur Anlage kommt und der bei ange
schaltetem Motor durch ein vom Ständerfeld des Motors mittels
entsprechender Magnetleitkörper (7) abgezweigtes magnetisches
Feld gegen die Kraft der Andrückfeder 19 angezogen ist, so daß
der Bremsanker (26) außer Eingriff mit der Gegenbremsfläche
(17) kommt, dadurch gekennzeichnet,
daß als Magnetleitkörper axial vor mindestens einem der
Kurzschlußringe (25) des Läuferblechpaketes (6) des
Käfigläufers (4) ein vom Ständerblechpaket (1) des Motors axial
überdecktes Zusatzblechpaket (7) angeordnet ist, das aus
mindestens zwei in Umfangsrichtung magnetisch voneinander
entkoppelten Segmenten (14) besteht und daß ferner der
Bremsanker (26) verdrehfest mit dem Läufer (4) verbunden und
gegenüber diesem axial verschiebbar vor der Stirnseite der
Segmente (14) angeordnet ist.
2. Asynchronmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Bleche des Zusatzblechpaketes (7) die
Segmente (14) bildende Segmentarme aufweisen, die in ihrem an
die Welle (9) des Kurzschlußläufers (4) angrenzenden Bereich
durch einen nachträglich entfernbaren Ringsteg (22) oder durch
einen verbleibenden Sättigungssteg in Umfangsrichtung
miteinander verbunden sind.
3. Asynchronmotor nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der Segmente (14) des Zusatzblechpaketes (7)
entweder der Anzahl der Läufernuten oder der Polzahl des
Motors entspricht bzw. die Anzahl der Segmente (14) mit der
Läufernutzahl einen gemeinsamen Teiler besitzt, daß ferner die
Segmente (14) fluchtend zu den die Läufernuten begrenzenden
Nutzähnen des Läuferblechpaketes (6) ausgerichtet und in
Umfangsrichtung durch eine amagnetische Zwischenschicht (15)
voneinander getrennt sind.
4. Asynchronmotor nach Anspruch 3, dessen Kurzschlußläufer mit
einem gegossenen Kurzschlußkäfig (5) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Gießen des Kurzschlußkäfigs (5) der zwischen den
Segmentarmen der Bleche des Zusatzblechpaketes (7) in Umfangs
richtung bestehende Freiraum mit dem gleichen Material ausge
gossen ist.
5. Asynchronmotor nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der betreffenden Stirnseite des Läuferblechpaketes
(6) und dem Zusatzblechpaket (7) ein aus amagnetischem, jedoch
elektrisch leitfähigem Material bestehendes Abstandselement
(29) eingefügt ist.
6. Asynchronmotor nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstandselement (29) eine hinsichtlich ihrer Dicke und
Form den Blechlamellen des Läuferblechpakets (6) entsprechende
Kupferscheibe ist.
7. Asynchronmotor nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstandselement (29) aus einem ringförmigen, auf die
Läuferwelle (9) aufsteckbaren Teil (30) und mehreren sich
strahlenförmig von dem ringförmigen Teil (30) weg
erstreckenden, jeweils im Bereich zwischen zwei Nuten des
Läuferblechpaketes (6) an dessen Stirnseite anliegenden Armen
(31) besteht.
8. Asynchronmotor nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der strahlenförmigen Arme (31) des Abstands
elementes (29) der Anzahl der Läufernuten entspricht, wobei die
Lücken (33) zwischen den Armen (31) so bemessen sind, daß keine
oder höchstens eine teilweise Überdeckung der Läufernuten durch
die Arme (31) erfolgt.
9. Asynchronmotor nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß an die den Raum zwischen den Segmenten (14) ausfüllenden
Zwischenschichten (15) sich an der freien Stirnseite der
Segmente (14) in Umfangsrichtung des Läufers (4) erstreckende
Haltestege (16) mit angegossen sind.
10. Asynchronmotor nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltestege (16) nach Art eines jeweils zwischen zwei
Läufernuten durch einen Schlitz (20) unterteilten Kurzschluß
ringes ausgebildet sind.
11. Asynchronmotor nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
daß auf der freien Stirnseite des Zusatzblechpaketes (7) ein
dickeres Endblech angeordnet ist.
12. Asynchronmotor nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß am Bremsanker (26) durch sich radial erstreckende Nuten
Segmentbereiche (27) gebildet sind und in die Nuten die
Segmentbereiche (27) umschließende Kurzschlußbügel (28)
eingelegt sind.
13. Asynchronmotor nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
daß auf der freien Stirnseite des Zusatzblechpaketes (7) etwa
radial mittig zu den Segmenten (14) ein zusätzlicher
Kurzschlußring angeordnet ist.
14. Asynchronmotor nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zusätzliche Kurzschlußring materialeinheitlich mit den
Zwischenschichten (15) ausgeführt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| EP94102249 | 1994-02-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19503594A1 true DE19503594A1 (de) | 1995-08-17 |
Family
ID=8215684
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995103594 Withdrawn DE19503594A1 (de) | 1994-02-14 | 1995-02-03 | Asynchronmotor mit einem Kurzschlußkäfigläufer und einer elektromagnetisch lüftbaren Federdruckbremse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19503594A1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO2001059914A1 (en) * | 2000-02-13 | 2001-08-16 | Stridsberg Innovation Ab | Compact motor with integrated brake |
| DE10217667A1 (de) * | 2002-04-19 | 2003-11-06 | Geiger Gerhard Gmbh & Co | Bremsvorrichtung |
| DE102009014308A1 (de) * | 2009-03-25 | 2010-09-30 | Gerhard Geiger Gmbh & Co. | Antriebsvorrichtung mit Motorbremse |
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| CN113489270A (zh) * | 2021-06-11 | 2021-10-08 | 北京精密机电控制设备研究所 | 一种模块化复合电机组件 |
| CN116495653A (zh) * | 2023-06-26 | 2023-07-28 | 纽科伦(新乡)起重机有限公司 | 电机轴向磁通制动器及其制成的电机 |
-
1995
- 1995-02-03 DE DE1995103594 patent/DE19503594A1/de not_active Withdrawn
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