DE19500200A1 - Verfahren zur Fertigung eines Rings, insbesondere eines Fingerrings, sowie ein derartiger Ring - Google Patents
Verfahren zur Fertigung eines Rings, insbesondere eines Fingerrings, sowie ein derartiger RingInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Fertigung eines
Rings, insbesondere eines Fingerrings gemäß den
Merkmalen des Oberbegriffs des Einspruchs 1, sowie einen
derartigen Ring.
Ein derartiges Verfahren sowie ein nach diesem bekannten
Verfahren hergestellter Fingerring ist aus der
DE-PS 32 04 343 bekannt. Hierbei ist vorgesehen, daß der
Ringkörper an einer oder mehreren Stellen eine
Materialschwächung, z. B. eine Abflachung, eine
Ausnehmung oder eine Bohrung, aufweist, und daß er dann
durch Verkleinerung der Ringform mittels Preßdruck bei
vorgegebenem Außenumfang eine oder mehrere Faltungen,
die ggf. zur Aufnahme eines Schmuck- oder Edelsteins
dienen, erhält. Der Schmuck- oder Edelstein wird hierbei
in eine durch Preßdruck hergestellte Nut eingesetzt.
Eine derartige Vorgangsweise besitzt den Nachteil, daß
der Edel- oder Schmuckstein in weiten Bereichen vom
Ringkörper umgeben ist, so daß in nachteiliger Art und
Weise ein großer Bereich des Steins verdeckt ist und
daher keine optische Wirkung entfalten kann.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur
Fertigung eines Rings der eingangs genannten Art derart
weiterzuentwickeln, daß in einfacher Art und Weise eine
sichere Befestigung eines Steins oder eines sonstigen
Schmuckelements am Ringkörper möglich ist, wobei aber
gleichzeitig gewährleistet sein soll, daß der Stein oder
das Schmuckelement seine volle optische Wirkung
entfalten kann.
Diese Aufgabe wird in vorteilhafter Art und Weise
dadurch gelöst, daß das Schmuckelement in einem offenen
Ringkörper zwischen seinen beiden Endbereichen
asymmetrisch geklemmt wird.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird in
vorteilhafter Art und Weise erreicht, daß das
Schmuckelement, insbesondere ein Schmuck- oder
Edelstein, von dem als Schmuckelement-Fassung
fungierenden Ringkörper deutlich freier gehalten wird
als dies bei einem nach dem bekannten Verfahren
hergestellten Ring möglich ist. In vorteilhafter Art und
Weise wird somit eine deutlich gesteigerte optische
Präsenz des Schmuckelements erreicht, welche sich in
vorteilhafter Art und Weise auf den optischen
Gesamteindruck des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten erfindungsgemäßen Ringes auswirkt.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind dem
Ausführungsbeispiel zu entnehmen, das im folgenden
anhand der beiden Figuren beschrieben wird. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines
Ausführungsbeispiels,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das
Ausführungsbeispiel der Fig. 1,
und
Fig. 3 eine Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel
aus der Richtung III der Fig. 1.
Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte
Ausführungsbeispiel eines Rings 1 mit einem asymmetrisch
geklemmten Schmuckelement
3, insbesondere eines Schmuck- oder Edelsteins, weist
einen offenen Ringkörper 2 auf, dessen beide Enden 2a
und 2b durch einen Spalt entsprechender Größe getrennt
sind. Das in Fig. 1 und Fig. 2 linke Ende 2a des
gleichzeitig als Ringschiene und Ringfassung
fungierenden Ringkörpers 2 weist eine Halteeinrichtung 4
für das asymmetrisch geklemmte Schmuckelement 3 auf, die
ein Widerlager ausbildet, gegen das das Schmuckelement
3, welches mit seinem unteren Ende 3a auf dem in den
Fig. 1 und 2 rechten Endbereich 2b des Ringkörpers 2
aufsetzt, durch die radial nach außen wirkende
federartige Kraft des entsprechend verformten
Ringkörpers 1 gepreßt wird.
Durch das Zusammenwirken des als Widerlager
ausgebildeten Halteelements 4 des ersten Endbereichs 2a
des Ringkörpers 2 und des das Schmuckelement 4 gegen das
Widerlager 4 pressenden zweiten Endbereichs 2b wird eine
sowohl in technischer als auch in optischer Hinsicht
besonders vorteilhafte asymmetrische Klemmung des
Schmuckelements 3 erreicht, welche den Vorteil besitzt,
daß das Schmuckelement 3 nun deutlich freier in dem
zugleich als Ringschiene und Ringhalterung fungierenden
Ringkörper 2 gehalten ist. Diese Maßnahme resultiert in
vorteilhafter Art und Weise in einer deutlich
verbesserten optischen Präsenz des Schmuckelements 3, so
daß in vorteilhafter Art und Weise die Aufmerksamkeit
des Betrachters in noch stärkerem Maße auf das
Schmuckelement 3 gelenkt wird als dies bei bekannten
Ausgestaltungen eines derartigen Rings, insbesondere
eines Fingerrings, der Fall ist.
Dem Fachmann ist aus obiger Beschreibung des Rings 1 mit
asymmetrisch geklemmtem Schmuckelement 3 bereits das zu
dessen Herstellung anzuwendende Verfahren erkennbar, so
daß dieses im folgenden nurmehr kurz umrissen erläutert
wird: In einem zwei Endbereiche 2a, 2b aufweisenden
offenen Ringkörper 2 wird in den ersten Endbereich 2a
eine als Widerlager für das Schmuckelement 3 fungierende
Halteeinrichtung 4 angebracht, indem durch entsprechende
Mittel oder Arbeitsvorgänge diese im Endbereich 2a des
Ringkörpers 1 ausgebildet wird.
In einem darauffolgenden Arbeitsschritt wird einer der
beiden Endbereiche 2a oder 2b elastisch nach außen bzw.
nach innen gebogen und das Schmuckstück 3 wird in die
dadurch entstandene Ausweitung derart eingesetzt, daß
sein oberer Bereich 3b an der als Widerlager
fungierenden Halteeinrichtung 4 des ersten Endbereichs
2a anliegt. Durch ein Freigeben des aus seiner Ruhelage
ausgelenkten Endbereichs 2a bzw. 2b wird dann das untere
Ende 3a des Schmuckstücks 3 gegen den zweiten Endbereich
2b des Ringkörpers gepreßt und derart im Ringkörper 2
fixiert.
Bei der Beschreibung der in den Fig. 1 und 2
dargestellten Variante des Verfahrens sowie des danach
hergestellten Rings wurde davon ausgegangen, daß der
gleichzeitig als Ringschiene und Ringfassung fungierende
Ringkörper 2 lediglich eine einzige Halteeinrichtung 4
an einem Endbereich 2a aufweist. Es ist aber auch
durchaus möglich, daß eine weitere Halteeinrichtung 4′
im rechten Endbereich 2b vorhanden ist, welche
vorzugsweise wie die erste Halteeinrichtung 4
ausgebildet ist. Hierzu wird auf die Fig. 3 verwiesen,
in der eine Draufsicht auf einen Ring 1 dargestellt ist,
wie sie sich ergeben würde, wenn der Ring der Fig. 1
mit einer weiteren Halteeinrichtung 4′ versehen sein
würde. Die Fig. 3 macht auch deutlich, daß der untere
Bereich 3a des Schmuckstücks 3 nun von der ebenfalls als
Widerlager fungierenden weiteren Halteeinrichtung 4′
umfaßt und derart sicher asymmetrisch im Ringkörper 2
geklemmt wird.
Wie außerdem noch in Fig. 3 durch die strichlierten
Linien 7 und 7′ angedeutet ist, ist es nicht unbedingt
erforderlich, daß die Halteeinrichtung 4 und/oder die
weitere Halteeinrichtung 4′ den oberen Bereich 3a
und/oder den unteren Bereich 3b des Schmuckstücks 3 in
einem weiten Bereich umfassen. Vielmehr ist es auch
möglich, daß sich der Ringkörper 2, wie durch die
strichlierten Linien 7, 7′ angedeutet, zum Schmuckstück
3 hin verjüngt, so daß sich durch eine derartige
Ausgestaltung des Ringkörpers 2 in besonders
vorteilhafter Art und Weise eine noch weiter gesteigerte
optische Präsenz des Rings 3 erzielen läßt.
Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung eines Rings mit einem
Schmuckelement,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schmuckelement (3)
in einem offenen Ringkörper (2) zwischen seinen
beiden Endbereichen (2a, 2b) asymmetrisch geklemmt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß in den ersten
Endbereich (2a) des offenen Ringkörpers (2) eine
Halteeinrichtung (4) für das Schmuckelement (3)
eingebracht wird, die ein Widerlager ausbildet, und
daß zwischen dem ersten (2a) und dem zweiten
Endbereich (2b) des Ringkörpers (2) das
Schmuckelement (3) asymmetrisch eingeklemmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß in den zweiten
Endbereich (2b) des offenen Ringkörpers (2) eine
weitere Halteeinrichtung (4′) für das
Schmuckelement (3) eingebracht wird, die ein
weiteres Widerlager ausbildet, und daß zwischen der
Halteeinrichtung (4) des ersten Endbereichs (2a)
und der weiteren Halteeinrichtung (4′) des zweiten
Endbereichs (2b) des Ringkörpers das Schmuckelement
(3) asymmetrisch eingeklemmt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß einer der beiden
Endbereiche (2a, 2b) des offenen Ringkörper (2) aus
seiner Ruhelage elastisch ausgelenkt wird, und daß
in die dadurch entstandene Ausweitung das
Schmuckelement (3) eingesetzt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einsetzen des
Schmuckelements (3) in die Halteeinrichtung (4)
und/oder die weitere Halteeinrichtung (4′) des
Ringkörpers (2) der ausgelenkte Endbereich (2a, 2b)
des Ringkörpers (2) freigegeben wird.
6. Ring mit Schmuckelement,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schmuckelement (3)
in einem Ringkörper (2) des Rings (1) asymmetrisch
geklemmt ist.
7. Ring nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der offene Ringkörper
(2) in mindestens einem Endbereich (2a bzw. 2b)
eine als Widerlager für das Schmuckelement (3)
dienende Halteeinrichtung (4 bzw. 4′) aufweist.
8. Ring nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schmuckelement (3)
ein Schmuck- oder ein Edelstein, eine Perle oder
ein Metallelement ist.
9. Ring nach einem der Ansprüche 5-8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ring ein Fingerring
(1) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995100200 DE19500200C2 (de) | 1995-01-05 | 1995-01-05 | Verfahren zur Fertigung eines Rings, insbesondere eines Fingerrings, sowie ein derartiger Ring |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995100200 DE19500200C2 (de) | 1995-01-05 | 1995-01-05 | Verfahren zur Fertigung eines Rings, insbesondere eines Fingerrings, sowie ein derartiger Ring |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19500200A1 true DE19500200A1 (de) | 1996-07-11 |
| DE19500200C2 DE19500200C2 (de) | 1998-09-03 |
Family
ID=7751032
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995100200 Expired - Fee Related DE19500200C2 (de) | 1995-01-05 | 1995-01-05 | Verfahren zur Fertigung eines Rings, insbesondere eines Fingerrings, sowie ein derartiger Ring |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19500200C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19702782A1 (de) * | 1997-01-27 | 1998-07-30 | Atelier Bunz Gmbh | Ringförmiges Schmuckteil |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3104396A1 (de) * | 1981-02-07 | 1982-08-12 | Gebr. Niessing, 4426 Vreden | Verfahren zum fassen von edelsteinen und nach dem verfahren hergestelltes schmuckstueck |
| DE4339603A1 (de) * | 1993-01-20 | 1994-07-21 | Udo Rasch | Ringförmiges Schmuckstück |
-
1995
- 1995-01-05 DE DE1995100200 patent/DE19500200C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3104396A1 (de) * | 1981-02-07 | 1982-08-12 | Gebr. Niessing, 4426 Vreden | Verfahren zum fassen von edelsteinen und nach dem verfahren hergestelltes schmuckstueck |
| DE4339603A1 (de) * | 1993-01-20 | 1994-07-21 | Udo Rasch | Ringförmiges Schmuckstück |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19702782A1 (de) * | 1997-01-27 | 1998-07-30 | Atelier Bunz Gmbh | Ringförmiges Schmuckteil |
| DE19702782C2 (de) * | 1997-01-27 | 2000-11-16 | Atelier Bunz Gmbh | Ringförmiges Schmuckteil |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19500200C2 (de) | 1998-09-03 |
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