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Schneidwerkzeuge, vorzugsweise Schrämmeissel und deren Halterungen
Zusatz zu Patent No.1283777 (Anmeldung P 1483831.4) Die Erfindung betrifft eine
Zusatzanmeldung zu Patent No.1283777 (Patentanmeldung P 14 83 83lo4) und bezieht
sich auf Schneidwerkzeuge, insbesondere Sohlenschrämmeissel sowie deren Halterungen,
die insbesondere, jedoch nicht ausschliesslich, für Kohlenschrämmaschinen, wie z.B.Scheibenschrämtrommeln,
SchrämköpSe für Streckenauffahrmaschinen oder Schrämketten vorgesehen sind.
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Gemäss der Erfindung wird ein Gesteins-Schrämmeissel vorgeschlagen,
der auf einer Schrnmmaschine angeordnet ist, und der während seiner fortschreitenden
Bewegung eine Schneidbewegung ausübt. Der genannte auswechselbare Gsteins-SchräMleissel
ist dadurch gekennzeichnet, dass der Körper des Schrämmeissels an der Vorderseite
mindestens einen Vorsprung besitzt, der schmäler als der genannte Körper ist, und
der sich aus der Tiefe des Körpers erstreckt, sowie eine Schneidkante trägt.
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Die Art der Befestigung des Schrämmeissels ermöglicht es, dass eine
sichere Montage für einen Schrämmeissel bei einem Körper von einer wesentlichen
Breite erhalten wird. Die Breite des Körpers und die Anordnung des genannten Vorsprungs
bzw.der genannten Vorsprünge ermöglicht
die Anordnung einer beträchtlichen
Vielzahl von Schneidkanten, indem eine geeignete Stellung der Vorsprünge und der
Schneidkanten vorgesehen wird.
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Während eine Schneidkante oder Schneidkanten sich quer zu der vorderen
Pläche des Körpers des Schrämmeissels erstreckt, kann es für einige besondere Zwecke
zweckmässig sein (beispielsweise bei Schrämmeisseln für Kohlen mit ausgesprochenen
Ebenen der Abspaltung, in denen die Kohle in kleinen Stücken gebrochen wird,wobei
Schwierigkeiten auftreten können), sowie bei anderen Anwendungen (beispielsweise
beim Schneiden starker zusammenhängender Gesteine, wie beispielsweise Potasche und
gewisser Kohlen), dass die sehneidende Kante bzw.
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Kanten sich aus der Tiefe von dem Körper des Schrämmeissels aus vorzugsweise
parallel zu einer Mittelt ebene erstrecken, die in der Schneidrichtung verläuft.
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Die nach vorn gerichteten Vorsprünge sowie Schneidkanten können an
beiden Seiten dieser Mittelebene unterteilt werden. Alternativ kann eine Schneidkante
oder Schneidkanten nur in einer Stellung quer zu der genannten Vorderfläche angeordnet
werden. Die Schneidkanten können in der Nähe des Oberteils und Bodens der Vorderfläche
derart angeordnet werden, dass der Schrämmeissel umgekehrt werden kann0 Die Schneidkanten
können an mehr als zwei entgegengesetzten quer zu der Vorderfläche liegenden Stellungen
angeordnet werden.
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Die Ausnehmung in dem Schrämmeisselkörper ist vorzug 5-weise derart
konisch ausgebildet, dass der Körper mit einer Keilwirkung auf einem konisehen Vorsprung
des Meisselhalters angeordnet werden kann. Die Åussparung ist im Querschnitt vorzugsweise
kreisförmig, und eine sich nach rfieXwärts erstreckende Zunge wird an dem
Körper
ausgebildet und ist vorgesehen, in einer Nut in dem Meisselhalter aufgenommen zu
werden, so dass eine Drehung des Schrämmeissels verhindert wird. Die Zunge kann
einen Dübelbolzen aufnehmen. Ein Durchgang für Wasser oder Durchgänge für Wasser
können sich von der Ausnehmung aus durch den Schrämmeissel erstrecken, um das Gestein,
das geschnitten werden soll, zu besprühen.
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Gemäss einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird
ein Schrämmeissel vorgeschlagen, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Körper
des Meissels mindestens zwei entgegengesetzt angeordnete Paare von seitlich unterteilten
Schneidspitzen besitzt, von denen jede mit einer Schneidkante versehen ist, die
sich aus der Tiefe in einer Richtung erstreckt, in der der Schnitt von dem Meissel
ausgeführt werden soll, und die Anordnung derart ist, dass ein Paar der Schneidspitzen
zur gleichen Zeit benutzbar ist, und wenn dieses Paar der Schneid spitzen abgestumpft
ist, der Meissel in eine unterschiedliche Stellung bewegbar ist, 90 dass das andere
Paar von Schneid spitzen in Arbeitsstellung gebracht wird.
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Vorzugsweise wird das vordere-Ende des Meissels mit einem Paar von
seitlich unterteilten Vorsprüngen versehen wobei eine Schneidspitze von jedem Paar
auf Jedem Vorsprung angeordnet ist.
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Der Schrämmeissel ist vorzugsweise mit einer nach hinten sich erstreckenden
Zunge versehen, die in einer entsprechend ausgeformten Aussparung in dem lEeisselhalter
aufgenommen wird Hierbei ist die Zunge und die Aussparung mit ausgerichteten Bohrungen
versehen, in denen
ein Dübelbolsen aufgenommen wird. Vorzugsweise
ist die Bohrung in dem Meisselhalter mit einem grösseren Durchmesser als die Bohrung
in dem Leissel ausgebildet, so dass der Dübelbolzen in dem Halter einen losen Sitz
aufweist. Vorzugsweise ist der Vorsprung auf dem Meisselhalter konisch ausgebildet,
und die Ausnehmung ist entsprechend derart ausgebildet, dass der Meissel auf dem
Halter im Betrieb aufgekeilt wird. Vorzugsweise besitzt jedeSchneidspitze einen
Einsatz aus Hartmetall, beispielsweise aus Wolfrainkarbid.
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Die Erfindung soll nachstehend anhand von Ausführungsbeispielem unamit
Bezug auf die beiliegendea Zeiehnungen näher erläutert werden. Es zeigen Fig.1 eine
perspektivische Ansieht eines Schrämmeissele, Fig.2 eine Drauf sicht auf den Schrämmeissei,der
in Fig.l abgebildet ist, Fig.3 eine weitere perspektivische Ansicht eines Schrämmeissels,
der in Fig .1 und 2 gezeigt ist, Fig.4 eine Draufsicht auf eine abgeänderte Form
eines Schrämmeissels, Fig.5 eine Draufsicht aug eine weitere abgeänderte Form eines
Schrämmeissels, Fig.6 eine perspektivische Ansicht eines weiteren Kohlenschränim.issels,
Fig.7 eine Endansicht auf den Schrämmeissel, der in Fig.6 gezeigt ist,
Fig.8
eine Draufsicht auf den Schrämmeissel, der in Fig06 und 7 gezeigt ist, Fig.9 einen
Querschnitt durch einen Schrämmeissel, der in den Fig,6-8 gezeigt ist, der auf einem
Meisselhalter befestigt ist, Fig. 10 bis 15 abgeänderte Formen von Schrämmeisseln
gemäss der Erfindung.
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In den Fig.l bis 3 besteht ein Gesteins-Schrämmeissel aus einem Körper
2 von im allgemeinen rechteckigem Querschnitt, der eine breite konische Ausnehmung
6 besitzt, die einen kreisförmigen Querschnitt aufweist, und mittels derer er mit
Keilwirkung auf einem gleichen konischen Vorsprung eines Meisselhalters auf einer
Schrämmaschine befestigbar ist. Der Körper 2 des Schrämmeissels besitzt eine sich
nach hinten erstreckende Zunge 1, die in einer Aussparung oder in einer Nut 7 in
dem genannten Halter aufgenommen wird, so dass eine Drehung des Schrämmeissels auf
den Vorsprung verhindert wird. Ein Diibelboleen 10 wird durch die Bohrung 18 in
der Zunge 1 in eine Bohrung 9 in dem genannten Halter eingetrieben, so dass der
Schrämmeissel auf dem Vorsprung festgehalten wird.
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An einem nach vorn liegenden Ende des Schrämmeissele sind zwei Hartmetalleinsätze
4 (die.beiapielsweise aus Wolframkarbid hergeatellt sind) vorgesehen, wobei diese
Einsätze auf den Vorsprüngen 3 aufgelötet sind, die sich aus dem Körper 2 heraus
erstrecken. Die Einsätze können selbstverständlich in einer bekannten Form ausgebildet
sein. Jeder Einsatz besitzt eine Schneidkante, die sich in einer Ebene parallel
zu der Schneid ebene des Sohr -meissels
eretrenkt. Die Schneidkanten
sind symmetrisch auf entgegengesetzten Seiten der genannten Ebene in der Nähe der
seitlichen Begrenzungen des Körpers ángeordnet. Zwischen den Vorsprüngen 3 besitzt
der Körper 2 des Meissels eine gebogene Aussparung 8. Im Betrieb schneiden die Einsätze
zwei parallele Nuten in dem betreffenden Gestein ein, so dass das Gestein zwischen
diesen Nuten brioht und Ton der Arbeitsfläche durch die obengenannte Aussparung
zwischen den Einsätzen abgleitet.
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Falls ea erwünscht ist, können mehr als zwei Spitzeneinsätze vorgesehen
werden.
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In Fig.4 ist ein Schrämmeissel von im allgemeinen gleicher Sorm,wie
derjenige mit Bezug auf die Sig.l bis 3, gezeigt, mit der Ausnahme, dass sich die
Einsätze des Schrämmeissels ausserhalb der seitlichen Begrenzung des Körpers erstrecken.
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In Fig.5 ist ein Schrämmeissel dargestellt, der nur einen Einsatz
4a besitzt, der sich ausserhalb der seitlichen Begrenzung des Körpers des Schrämmeissels
erstreckt,ferner ist ein weiterer Einsatz 4b vorgesehen, der innerhalb der genannten
seitlichen Begrenzung angeordnet ist.
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Es kann festgestellt werden, dass, falls es erforderlich ist, der
Körper 2 auch einen anderen als rechteckigen Quersohnitt aufweisen kann. Beispielsweise
kann der Körper kreisförmig oder als eine Kombination eines Kreises und eines Rechtecks
ausgebildet sein.
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In den Fig.6 bis 9 der Zeichnungen ist ein Schrämmeissel ge*igt, der
als ein Gesteins-Schräinieissel außgebildet ist, der aus einem Körper 2 von dem
allgemein rechtéckigen
Querschnitt besteht, der eine breite sich
verjüngende Ausnehmung 6 mit einem kreisförmigen Querschnitt besitzt, mit der das
Werkzeug unter Keilwirkung auf einem gleich ausgebildeten Vorsprung 14 auf einem
Meisselhalter 5 einer Schrämmaschine befestigt wird. Der Körper 2 des Schrämmeissels
besitzt eine sich nach h inten erstreckende Zunge 1, die in einem -Schlits oder
in einer Nut 7 in dem Halter 5 aufgenommen wird, so dass eine Drehung des Schrämmeissels
auf dem Vorsprung 14 verhin- -dert wird. Ein Dübelbolzen 10 wird in eine Bohrung
18 in der Zunge 1 hineingetrieben und erstreckt sich durch eine entsprechende Bohrung
9 in dem Halter,so dass der Schrämmeissel feet auf dem Vorsprung 14 gehalten wird.
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An dem vorderen Ende des Schrämmeissels ist ein entgegengesetzt angeordnetes
Paar von seitlich unterteilten Vorsprüngen 3 vorgesehen, die sich aus dem Körper
2 hinaus erstrecken. Zwei entgegengesetzt angeordnete Paare von Schneid spitz en
4 sind auf den Vorsprüngen 3 ausgebildet, wobei die Anordnung derart ist, dassteine
Schneidspitze eines jeden Paares auf jedem Vorsprung befestigt ist. Die Schneidspitzen
sind von einer an sich bekannten Form, beispielsweise aus Wolframkarbid hergestellt
und sind vorzugsweise auf den Vorsprüngen aufgelötet. Jede Schneidspitze besitzt
eine Schneidkante, die sich in einer Ebene parallel zu der Schneidebene des Meissels
erstreckt. Die Schneidkanten sind symmetrisch an entgegengesetzten Seiten der genannten
Ebene in der Nähe der seitlichen Begrenzungen des Körpers des ßchramv meissels angeordnet.
Die Schneidebene des Schrammeinsels ist eine Mittelebene, die sich durch den Schrämmeissel
entlang und aus der Tiefe des Schnitts erstreckt, der Ton dem Sehrämmeissel ausgeführt
werden soll. Zwischen den VorsprUngen 9 besitzt der Schrämmeissel eine gebogene
Aussparung 8.
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Im Betrieb schneiden die Spitzen des Schrämmeissels zwei parallele
Nuten in dem betreffenden Gestein ein,und das gestein, das zwischen diesen Nuten
liegt, bricht ab und gleitet von der Arbeitsfläche durch die genannte Aussparung
zwischen den Schneidspitzen ab.
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Es kann festgestellt werden, dass im Betrieb das Werkzeug auf der
Halterung derart angeordnet ist, dass nur ein Paar der Schneidspitzen das betreffende
Gestein schneidet, während das andere Paar der Schneidspitzen unwirksam ist. Wenn
das eine Paar der Schneidspitzen stumpf geworden ist, kann das Werkzeug um 180 auf
dem Halter gedreht werden, so dass das andere Paar der Sehneidspitzen in Arbeitsstellung
gebracht wird. Auf diese Weise wird die Lebensdauer des Schrämmeissels verdoppelt
gegenüber einem bekannten normalen Schrämmeissel. Es kann festgestellt werden, dass
der Halter zwei Schlitze 7 zur Aufnahme der Zunge 1 besitzen muss, die an zwei entgegengesetzten
Seiten des Halters angeordnet sind.
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Fig.lO zeigt eine abgeänderte Form eines Schrämmeissels, der mit Bezug
auf die Figuren 6 bis 9 beschrieben wurde, bei der einer der Vorsprünge 3 und die
damit zusammenhängenden zwei Spitzen fortgelassen sind.
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In Fig.ll ist eine weitere abgeänderte Form eines Schrämmeissels gezeigt,
der im allgemeinen mit Bezug auf die Figuren 6 bis 9 beschrieben wurde, bei dem
jedoch eine Spitze und das damit zusalzmenhängende Teil des Vorsprungs an jeder
Seite der Spitze von Fig.6 fortgelassen ist, so dass nur zwei diagonal entgegengesetzt
angeordnete Spitzen 4 vorhanden sind. In beiden dieser Ausführungsbeispiele ist
eine Umkehrung des Schrämmeissels möglich, und es ist tatsächlich möglich, die
Arbeitsstellung
einer Spitze auf die andere umzuändern.
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In einer anderen Ausführungsform ist der Sohrämmeissel gemäß der Erfindung
in den Fig.12 und 13 dargestellt, wobei der eine oder der andere der Vorsprünge
3 des Schrämmeissels, der in Sig.l gezeigt ist, fortgelassen wurde. In einem weiteren
Äusführungsbeispiel' ist der Schrämmeissel im allgemeinen gleich demjenigen von
Pig.l (Fig.l4), wobei nur ein einziger mittlerer Vorsprung 3 mit einer Spitze 4
vorgesehen ist.
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In einer noch weiteren anderen Ausführungsform des Schrämmeissels
(Fig.15) ist ein zusätzlicher Vorsprung 3 vorgesehen, der in der Mitte zwischen
den Vorsprüngen 3 von Fig.l angeordnet ist.
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Falls es erforderlich ist, kann ein Durchgang 12 für Wasser (Fig.9)
durch den Schrämmeissel vorgesehen werden, der sich von der Ausnehmung 6 aus erstreckt
Das Wasser wird zu der Ausnehmung durch eine Bohrung in dem Vorsprung, der diese
Ausnehmung aufnimmt, zugeführt, und dieses Wasserfliesst durch den Durchgang 12,
so dass das Gestein, das geschnitten werden soll, besprüht wird, um die Staubbildung
zu unterdrücken. Der Austritt aus dem Durchgang 12 kann speziell (beispielsweise
geschlitzt) ausgebildet werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Sprühstrahl
aus dem Durchgang direkt rückwärts gegen den Halter austritt, so dass der Wasserstrahl
auf den Halter auf trifft und den Sprühstrahl bildet.
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Falls ein Schrämmeissel umkehrbar, wie in Pig.9 ausgebildet ist, kann
er mit zwei entgegengesetzt angeordneten Zungen 1 versehen werden, so dass beide
Nuten 7 stets benutzt werden und nicht durch Schmutz verstopft werden können.
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Es kann festgestellt werden, dass bei allen Ausführungsbeispielen
die Anordnung des Vorsprungs 14 eine starre und feste Halterung dicht hinter der
vorderen Fläche des Schrämmeissels gewährleistet, so dass die Schneidkräfte des
Schrämmeissels auf diesen Vorsprung übertragen werden Der Schrämmeissel selbst ist
tief sitzend und starr befestigt.
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Patentansprüche :