DE1771602C - Verfahren zur Verhinderung der Oxydation formierter negativer Elektroden von Bleiakkumulatoren - Google Patents
Verfahren zur Verhinderung der Oxydation formierter negativer Elektroden von BleiakkumulatorenInfo
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Description
35
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhinderung der Oxydation formierter negativer Elektroden
von Bleiakkumulatoren durch Tränkung der Elektrodenplatten mit einer Borsäurelösung durch
Tauchen oder Spritzen.
Im Patent 1088118 ist ein Verfahren zur Verhinderung
der Oxydation formierter negativer Elektroden durch Tauchen der Elektrodenplatten in eine
Borsäurelösung beschrieben. Durch eine solche Behandlung der Elektrodenplatten nach der Formation
in einer beispielsweise 5%igen Borsäurelösung wird die Oxydation der negativen Platten während der
Trocknung und Lagerung über mehrere Jahre vermieden. Besonders gute Ergebnisse erhält man durch
mehrmaliges Tauchen der Platten in Borsäurelösungen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Wiiterbildung des Verfahrens nach Patent 1 088 118.
Zweck der Erfindung ist es, die Lagerfähigkeit solcher negativer Elektrodenplatten für Bleiakkumulatoren
noch zu verbessern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Borsäurelösung
zusätzlich Salicylsäure enthält.
Besonders zweckmäßig ist es, die Elcktrodenplatten in einen ersten Verfahrensschritt mit Borsäurelösung
zu tränken und eine zweite Tauchung in einer Borsäurelösung, die zusätzlich Salicylsäure enthält,
anzuschließen. Es ist aber auch möglich, sämtliche Tränkungen in der erfindungsgemäßen Lösung vorzunehmen.
Die verwendete Lösung sollte etwa 0,5 bis 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise 2 bis 5 Gewichtsprozent,
Borsäure und einen Zusatz von 0,1 bis 5 Gewichtsprozent Salicylsäure enthalten. Bei
höheren Salicylsäuregehalten kann es sinnvoll sein, Methylalkohol zuzusetzen, um eine bessere Löslichkeit
der Salicylsäure zu erhalten. Vorzugsweise liegt der Gehalt an Salicylsäure bei 0,1 bis 0,3 Gewichtsprozent.
Höhere Zusätze von Salicylsäure bringen die Gefahr eines Kapazitätsverlustes der Elektrodenplatten mit sich, da organische Stoffe unter Kapazitätsverlust
an den positiven Platten verbrannt werden.
Die erfindungsgemäß erreichte Verbesserung des
Oxydationsschutzes konnte durch folgende Versuche nachgeprüft werden: Die negativen Elektrodenplatten
ν erden. nachdcTi sie mit dem Schutzmittel versehen
und re>o:k. 1* :;i;i", in einem verschlossenen Prüfbehälier
auf ein; Pivficnperatur von etwa 60° C
gebracht. Nach Abpumpen der Feuchtigkeit wird reiner, trockener Sauerstoff in den Behälter eingeleitet,
und daraufhin wird eine Ampulle mit einer bestimmten Menge Wasser im Behälter zerstört. Die
Druckänderung, die mich Reaktion des feuchten Sauerstoffs mit der negativen Elektrodenplatte im
Prüfbehälter auftritt, ist ein Maß für die Lagerfähigkeit der Plane. Jc geringer die Reaktion, d. h. je gtringer
der Druckabfall, desto besser ist die Lagerfähigkeit.
In der Figur sind mehrere mit einer solchen Vorrichtung gemessene Kurven dargestellt.
Kurve 1 zeigt dabei den Druckverlauf bei einer zweimaligen Tränkung in 5°/oiger Borsäurelösung
nach Patent 1 088 188,
Kurve 2 gilt für zweimalige Tränkung in 6,8°/niger Borsäurelösung und O,l°/oiger Salicylsäure bei 40° C,
Kurve 3 für zweimalige Tränkung in 6,8°/oiger Borsäurelösung und O,3°/oiger Salicylsäure bei 40°C,
Kurve 4 für zweimalige Tränkung in 6,8%>igcr
Borsäure und O,5°/oiger Salicylsäure,
Kurve 5 gilt für zweimalige Tränkung in 6,8°/oiger Borsäure und l%iger Salicylsäure,
Kurve 6 gilt für zweimalige Tränkung in 6,8°/oiger
Borsäure und l,5°/oiger Salicylsäure und
Kurve 7 gilt für eine Tränkung in 6,8%>iger Borsäure
bei 40° C und eine zweite Tränkung in 6,8°/oiger Borsäure und l°/oiger Salicylsäure.
Die besten Ergebnisse zeigen die Kurven 5 und 6. Insbesondere Kurve 6 zeigt, daß praktisch keine
Oxydation während der ersten 6 Stunden eintritt. Dies läßt auf einen praktisch vollkommenen Oxydationsschutz
der Elektroden schließen. Der Zusatz von Methylalkohol zur Verbesserung der Löslichkeit
der Salicylsäure kann bei einer 5u/oigen Borsäurelösung,
die 0,5% Salicylsäure enthält, etwa 50 ecm
pro Liter Lösung betragen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zur Verhinderung der Oxydation formierter negativer Elektroden von Bleiakkumulatoren
durch Tränkung der Elektrodenplatten mit einer Borsäurelösung durch Tauchen
oder Spritzen nach Patent 1 088 118, dadurch gekennzeichnet, daß die Borsäurelösung
zusätzlich Salicylsäure enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden nach Tränkung
in einer Borsäurelösung, nochmals in Borsäurelösung, die einen Zusatz von Salicylsäure enthält,
getränkt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden mehrmals in
Borsäurelösungen, die Salicylsäure enthalten, geiränkt werden.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Borsäurelösung 0,5 bis 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise 2 bis 5 Gewichtsprozent, Borsäure
enthält.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Borsäurelösung einen Zusatz von 0,1 bis 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,1 bis 0,3 Gewichtsprozent,
Salicylsäure enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung geringe Mengen
von Methyla'kohol enthält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681771602 DE1771602C (de) | 1968-06-14 | Verfahren zur Verhinderung der Oxydation formierter negativer Elektroden von Bleiakkumulatoren |
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| DE19681771602 DE1771602C (de) | 1968-06-14 | Verfahren zur Verhinderung der Oxydation formierter negativer Elektroden von Bleiakkumulatoren |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1771602A1 DE1771602A1 (de) | 1972-02-10 |
| DE1771602B2 DE1771602B2 (de) | 1972-08-31 |
| DE1771602C true DE1771602C (de) | 1973-04-19 |
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