DE1611911C - Etikettiervorrichtung - Google Patents
EtikettiervorrichtungInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Etikettier- bewegung erfolgen. Bei der bekannten Vorrichtung
Vorrichtung zum Vereinzeln und Überführen von ist hierzu ein Schwenkhebel vorgesehen, an dessen
Etiketten aus einem Magazin auf eine Etiketten- einem Ende die Greifvorrichtung angebracht ist. Der
übertragungs- und -aufklebvorrichtung, mit mehreren Hebel muß mittels eines komplizierten Schwentauf
einer kontinuierlich rotierenden Umlauftrommel 5 hebelmechanismus und eines Kettenantriebs ständig
im gleichen Abstand von der Trommelachse drehbar hin- und herbewegt werden. Hierdurch ergibt sich
angeordneten und beim Umlauf an einer Beleimungs- ein sehr komplizierter Aufbau der gesamten Voreinrichtung,
dem Etikettenmagazin und der Über- richtung. Außerdem treten bei der Hin- und Hertragungsvorrichtung
vorbeigeführten Entnahmeglie- bewegung des Schwenkhebels starke Massenbeschleudern,
welche durch das Abrollen ihrer Antriebsritzel io nigungskräfte auf. Hierdurch wird die Laufgeschwinauf
einem feststehenden Sonnenrad eine Eigen- digkeit der bekannten Vorrichtung nach oben berotation
erhalten. grenzt. Außerdem müssen bei der bekannten Vor-
Es ist eine Etikettiervorrichtung der vorstehend richtung die einzelnen zu etikettierenden Güter
erläuterten Art bekannt, bei welcher jedes Entnahme- schrittweise diskontinuierlich durch die Vorrichtung
glied auf der Drehachse je eines an der Umlauf- 15 geführt werden, damit die Etiketten von den Greifern
trommel drehbar gelagerten Zahnrades sitzt, wobei der Übertragungsvorrichtung auf die Güter überdie
Zahnräder der Entnahmeglieder mit einem innen tragen werden können. Auch hierdurch wird die
verzahnten feststehenden Sonnenrad kämmen. Die Laufgeschwindigkeit der Vorrichtung, insgesamt stark
Umlauftrommel läuft mit konstanter Geschwindig- begrenzt. Die bekannte Vorrichtung hat somit infolge
keit um. Daher drehen sich auch die Entnahme- 20 ihres Aufbaues von vornherein nur eine sehr beglieder
bei dieser bekannten Vorrichtung mit kon- grenzte Durchsatzleistung und ist für das rasche
stanter Geschwindigkeit. Die Entnahmeglieder wer- Etikettieren von in großen Stückzahlen pro Zeitden
beim Umlauf der Umlauftrommel nacheinander einheit angelieferten Gütern nicht geeignet. Durch
an einer Beleimungswalze, einem Etikettenstapel und die konstante Eigenrotation der Entnahmeglieder bei
einer Anpreßfläche vorbeigeführt und schließlich 25 der bekannten Vorrichtung während des gesamten
einer Abnahmestelle zugeführt, an der eine Abnahme Umlaufweges der Umlauftrommel besteht auch keine
der Etiketten von den Entnahmegliedern erfolgt. Die Möglichkeit, die Geschwindigkeit der Entnahme-Entnahmeglieder
wälzen sich an allen genannten glieder im Bereich der Beleimungswalze oder im Stellen mit konstanter Geschwindigkeit ab. Jedes Bereich des Etikettenstapels zu verringern, um eine
Entnahmeglied rollt sich nach seiner Beleimung an 30 ausreichende Beleimung der Entnahmeglieder und
der Unterseite eines Etikettenstapels ab und ent- eine möglichst sanfte und stoßfreie Entnahme der
nimmt dabei ein Etikett. Dieses Etikett wird an der Etiketten zu erreichen. Bei der bekannten Vorrichtung
Entnahmestelle von dem Entnahmeglied mittels einer treten daher häufig Störungen wegen ungenügender
Greifervorrichtung abgenommen, die an einem Beleimung der Entnahmeglieder und wegen zu rascher
Schwenkhebel angeordnet ist, der rhythmisch zu der 35: Entnahme der Etiketten aus dem Stapel auf.
Umlaufbahn der Umlauftrommel hin und von dieser Es besteht laufend die Gefahr, daß bei dem raschen
weg zu einem Förderer geschwenkt wird, auf die die Überrollen des Etikettenstapels durch ein Entnahmemit
den Etiketten zu versehenden Güter entlang- glied nicht nur das unterste Etikett aus dem Stapel
transportiert werden. Beim Abwärtsschwenken der entnommen wird, sondern ein weiteres Etikett mit-Greifer-Hebelvorrichtung
in Richtung auf die zu 40 gerissen oder teilweise aus dem Stapel gezogen
etikettierenden Güter zu wird das Etikett, das von wird. Insgesamt gesehen ist die bekannte Voreinem
Entnahmeglied abgenommen wurde, auf ein richtung daher für einen wirtschaftlichen und zuzu
etikettierendes Gut übertragen. verlässigen Hochleistungsetikettierbetrieb nicht ge-
Bei dieser bekannten Vorrichtung ist dadurch, daß eignet.
die Entnahmeglieder bei der bekannten Vorrichtung 45 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
nicht nur mit konstanter Geschwindigkeit mit der Etikettiervorrichtung der eingangs erläuterten Art zu
Umlauftrommel umlaufen, sondern auch mit kon- schaffen, welche bei einfachem Aufbau und wirtstanter
Eigendrehung auf dem feststehenden Sonnen- schaftlicher Herstellung geringe Massenbeschleuniradkranz
ablaufen, ein theoretisch schlupffreier Ab- gungen im Betrieb aufweist und mit hoher Geschwinwälzvorgang
der Entnahmeglieder nur auf Flächen 50 digkeit betrieben werden kann, exakt, zuverlässig
möglich, die tangential an der durch den Sonnenrad- und störungsfrei arbeitet und eine hohe Etikettierkranz
definierten Umlaufbahn liegen und stillstehen. Durchsatzleistung gewährleistet und bei welcher ins-Es
ist daher bei der bekannten Vorrichtung nicht besondere die Etikettenentnahmeglieder je nach den
möglich, die auf den Entnahmegliedern befindlichen Erfordernissen der jeweiligen Arbeitsstellung so verEtiketten,
wenn diese von den vorher beleimten Ent- 55 zögert bzw. beschleunigt werden, daß eine einwandnahmegliedern
aus dem Etikettenstapel gezogen wur- freie, von nachfolgenden Entnahmegliedern unden,
mittels einer sich relativ zu dem Sonnenradkranz gestörte Etikettenentnahme und -Überführung ■ z. B.
bewegenden Etikettenübertragungsvorrichtung von auch bei besonders langen Etiketten möglich ist.
den Entnahmegliedern wieder abzunehmen und auf Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge-
die zu etikettierenden Gegenstände zu übertragen, 60 löst, daß für jedes Entnahmeglied ein Räder-Diffesondern
es ist eine im Zeitpunkt der Abnahme der rentialgetriebe vorgesehen ist, welches über eine GeEtiketten
von den Entnahmegliedern relativ zum triebeschwinge gesteuert wird, die ihrerseits durch
Sonnenradkranz stillstehende Greifvorrichtung erfor- eine ortsfeste Nutkurve geführt und zwischen festderlich,
auf der sich das jeweilige Entnahmeglied stehendem Sonnenrad und Entnahmeglied vorgesehen
quasi abwälzt und dabei das Etikett abgibt. Diese 65 ist, so daß die Eigenrotation der Entnahmeglieder
Greifvorrichtung muß dann dem zu etikettierenden beschleunigt bzw. verzögert wird.
Gegenstand zugeführt werden. Diese Zuführung kann Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat wesentliche
nur in einer diskontinuierlichen Hin- und Her- Vorteile. Zur Erzeugung der auf den einzelnen Ab-
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schnitten der Umlaufbahn notwendigerweise erfor- Vorrichtung im Betrieb robust und zuverlässig, und
derlichen Rotationsbewegung der Entnahmeglieder sie arbeitet praktisch störungsfrei auch bei sehr
um ihre eigene Achse ist ortsfest in der Vorrichtung hohen Laufgeschwindigkeiten. Insgesamt gesehen ist
ein Sonnenrad angeordnet, mit dem jedes Entnahme- die erfindungsgemäße Etikettiervorrichtung damit
glied über mehrere Zahnräder kraftschlüssig verbun- 5 zur Verwendung als Hochleistungsetikettiermaschine
den ist und beim Umlaufen der Trommel somit um zum Etikettieren von großen Stückzahlen von Gütern
seine eigene Achse in Drehung versetzt wird. Da pro Zeiteinheit besonders geeignet,
diese Rotation der Entnahmeglieder infolge der kon- Mit Vorteil ist die Vorrichtung gemäß der Erfintinuierlich umlaufenden Trommel nun aber eine dung so ausgebildet, daß jedes Differentialgetriebe gleichmäßige ist, bei den einzelnen Arbeitsvorgängen io in bekannter Weise aus einem die koaxialen Antriebsauf der Umlaufbahn jedoch Beschleunigungen, Ver- und Abtriebsräder verbindenden Vorgelege gebildet zögerungen und eventuell auch ein gewisser Stillstand ist, welches auf der um die koaxialen Antriebsder Rotationsbewegung der Entnahmeglieder erfor- bzw. Abtriebsachsen vor- und zurückbewegbaren derlich ist, ist zwischen die Antriebs- und Abtriebs- Schwinge mittels einer gemeinsamen Welle gelagert seite des Zahnradgetriebes ein Ausgleichsgetriebe ein- 15 ist. Auf diese Weise ist es besonders günstig möglich, gebaut, das in Abhängigkeit von einer in einer orts- die Eigenrotation der Entnahmeglieder so zu steuern, festen Scheibe angeordneten Kurvennut über eine daß sie an die jeweiligen Anforderungen in jeder Gleitrolle und eine Differentialschwinge durch Vor- Phase des Umlaufs der Umlauf trommel und beim bzw. Rückwärtsrücken von zwei Zahnrädern die Zusammenwirken mit den einzelnen rund um den Drehbewegungen der Entnahmeglieder so beeinflußt, 20 Umlaufweg der Umlauftrommel angeordneten Eindaß je nach den Erfordernissen der jeweiligen richtungen, wie Beleimungsvorrichtung, Etiketten-Arbeitsstellung die Eigenrotation der Entnahme- behälter, Etikettierzylinder, anpaßbar ist. Die Eigenglieder beschleunigt, verzögert oder praktisch auch rotation der Entnahmeglieder ist in jeder Bewegungsaufgehoben werden kann. Bei der erfindungsgemäßen phase individuell steuerbar.
diese Rotation der Entnahmeglieder infolge der kon- Mit Vorteil ist die Vorrichtung gemäß der Erfintinuierlich umlaufenden Trommel nun aber eine dung so ausgebildet, daß jedes Differentialgetriebe gleichmäßige ist, bei den einzelnen Arbeitsvorgängen io in bekannter Weise aus einem die koaxialen Antriebsauf der Umlaufbahn jedoch Beschleunigungen, Ver- und Abtriebsräder verbindenden Vorgelege gebildet zögerungen und eventuell auch ein gewisser Stillstand ist, welches auf der um die koaxialen Antriebsder Rotationsbewegung der Entnahmeglieder erfor- bzw. Abtriebsachsen vor- und zurückbewegbaren derlich ist, ist zwischen die Antriebs- und Abtriebs- Schwinge mittels einer gemeinsamen Welle gelagert seite des Zahnradgetriebes ein Ausgleichsgetriebe ein- 15 ist. Auf diese Weise ist es besonders günstig möglich, gebaut, das in Abhängigkeit von einer in einer orts- die Eigenrotation der Entnahmeglieder so zu steuern, festen Scheibe angeordneten Kurvennut über eine daß sie an die jeweiligen Anforderungen in jeder Gleitrolle und eine Differentialschwinge durch Vor- Phase des Umlaufs der Umlauf trommel und beim bzw. Rückwärtsrücken von zwei Zahnrädern die Zusammenwirken mit den einzelnen rund um den Drehbewegungen der Entnahmeglieder so beeinflußt, 20 Umlaufweg der Umlauftrommel angeordneten Eindaß je nach den Erfordernissen der jeweiligen richtungen, wie Beleimungsvorrichtung, Etiketten-Arbeitsstellung die Eigenrotation der Entnahme- behälter, Etikettierzylinder, anpaßbar ist. Die Eigenglieder beschleunigt, verzögert oder praktisch auch rotation der Entnahmeglieder ist in jeder Bewegungsaufgehoben werden kann. Bei der erfindungsgemäßen phase individuell steuerbar.
Etikettiervorrichtung laufen die Entnahmeglieder mit 25 Um bei möglichst flach gestalteten Richtungsder
Umlauftrommel auf konstanten Radien um, übergängen der Nutkurve trotzdem schnell einweisen
jedoch im Gegensatz zu der Vorrichtung nach setzende Beschleunigungen bzw. Verzögerungen der
der eingangs diskutierten bekannten Vorrichtung Rotationsgeschwindigkeit der Entnahmeglieder zu erkeine
konstante Eigenrotationsgeschwindigkeit auf, zielen, können die durch die Nutkurve mittels der
sondern sind bezüglich der Geschwindigkeit ihrer 30 Differentialschwinge verschiebbaren zwei Zahnräder
Eigenrotation in der Weise gesteuert, daß die Eigen- zu ihrem Antriebs- bzw. Abtriebszahnrad bzw. zu
rotation der Entnahmeglieder in jedem Bereich des beiden in ein entsprechendes Übersetzungsverhältnis
Umlaufwegs an die jeweiligen Erfordernisse an- gesetzt sein.
gepaßt ist. Auf diese Weise ist es möglich, die Eigen- Eine vorteilhafte Ausbildung der erfindungsrotation
der Entnahmeglieder während des Vorbei- 35 gemäßen Etikettiervorrichtung ist dadurch gegeben,
bewegens der Entnahmeglieder am Etikettenstapel daß der Etikettenbehälter bzw. Etikettenstapel in
so einzurichten, daß jedes Etikett möglichst ruckfrei an sich bekannter Weise so angeordnet ist, daß er
und doch zügig aus dem Etikettenstapel entnommen nur mit einem Teil seiner Vorderseite im Bereich des
wird. Auch im Bereich der Beleimungsvorrichtung Umkreises der umlaufenden Entnahmeglieder liegt,
kann die Eigenrotation der Entnahmeglieder so ein- 40 und daß jedem Entnahmeglied ein an sich bekanntes
gerichtet werden, daß eine ausreichende und zu- Anstreichglied zugeordnet ist. Diese Ausbildung ist
verlässige Beleimung der Entnahmeglieder erfolgt. insbesondere für die Verarbeitung sehr langer Eti-Schließlich
kann die Eigenrotation im Bereich der ketten geeignet. Bei dieser Ausbildung kann die
Übergabestelle, an der die auf den Entnahmegliedern Steuerkurve für die Entnahmeglieder so ausgelegt
befindlichen Etiketts an eine Übertragungsvorrichtung 45 sein, daß, nachdem das Entnahmeglied einen Teil
zur weiteren Übertragung auf die zu etikettierenden der Etikettenlänge aus dem Etikettenstapel durch
Gegenstände übergeben werden, so eingerichtet Abwälzung direkt entnommen und sich anschließend
werden, daß eine schlupffreie und ruckfreie Über- vom Stapel entfernt hat, die Eigenrotation der Entgabe
an ein sich tangential zur Umlaufrichtung der nahmeglieder so lange fortgesetzt wird, bis das ganze
Umlauftrommel bewegendes Übertragungsglied mög- 50 Etikett auf dem Entnahmeglied aufgewickelt und
Hch ist. Die erfindungsgemäße Etikettiervorrichtung durch den Engpaß zwischen Entnahmeglied und Anweist
als Übertragungsvorrichtung einen an sich be- streichglied hindurchgeführt und somit in seiner
kannten, dauernd rotierenden Etikettierzylinder auf, ganzen Länge an das Entnahmeglied angelegt und
auf den die Etiketts an der Übergangsstelle von den beleimt ist.
in ihrer Eigenrotation entsprechend gesteuerten Ent- 55 im folgenden sind zwei Ausführungsbeispiele der
nahmegliedern übergeben werden. Ein derartiger erfindungsgemäßen Etikettiervorrichtung in Verbin-Etikettierzylinder
hat keinerlei hin- und hergehende dung mit der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
Bewegung, und somit treten im Gegensatz zu der F i g. 1 eine schematische Draufsicht auf ein erstes bekannten Vorrichtung bei der erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel der Etikettiervorrichtung,
Vorrichtung auch im Bereich der Übertragungsvor- 60 F i g. 1 a ebenfalls eine schematische Ansicht der richtung keine schädlichen stoßartigen Beschleuni- Steuerelemente der Stützrollen,
gungskräfte auf. Mittels des Etikettierzylinders ist eine F i g. 2 eine Draufsicht auf die Steuerelemente der Etikettierung von sich bewegenden Gegenständen Entnahmeglieder,
Bewegung, und somit treten im Gegensatz zu der F i g. 1 eine schematische Draufsicht auf ein erstes bekannten Vorrichtung bei der erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel der Etikettiervorrichtung,
Vorrichtung auch im Bereich der Übertragungsvor- 60 F i g. 1 a ebenfalls eine schematische Ansicht der richtung keine schädlichen stoßartigen Beschleuni- Steuerelemente der Stützrollen,
gungskräfte auf. Mittels des Etikettierzylinders ist eine F i g. 2 eine Draufsicht auf die Steuerelemente der Etikettierung von sich bewegenden Gegenständen Entnahmeglieder,
möglich. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann F i g. 3 einen Schnitt gemäß der Linien A-B und
somit insgesamt schneller laufen als bekannte Vor- 65 C-D in F i g. 2,
richtungen und weist eine erheblich größere Etikettier- F i g. 4 eine Draufsicht auf ein zweites Ausfüh-
leistung als bekannte Vorrichtungen auf. Infolge rungsbeispiel, insbesondere die Entnahmeglieder der
ihres einfachen Aufbaues ist die erfindungsgemäße Etikettiervorrichtung, und
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Fig. 4a eine Ansicht eines Entnahmegliedes mit Nutkurve 33 der in der Vorrichtung feststehenden
Anstreichglied des Ausführungsbeispiels nach F i g. 4. Scheibe 34 verläuft und die auf einer drehbar in ihr
Im einzelnen bedeutet 1 die Antriebswelle, die gelagerten Achse 35 die Zahnräder 36, 37 trägt, von
über Zahnräder 2 und 3 die Vorrichtungswelle 4 und denen ersteres mit dem Zahnrad 29 der Antriebsdamit
die auf ihr verkeilte Umlauftrommel 5 in Dre- .5 seite und letzteres mit dem Zahnrad 30 der Abtriebshung
versetzt. Im gleichen Abstand von der Mittel- seite in dauerndem Eingriff steht. Beim Rotieren der
achse 4, also auf einer Kreislinie sind auf der Trom- Umlauftrommel 5 werden der Differentialschwinge 31
mel 5 Achsen 6 vorgesehen, auf denen Entnahme- durch die in der Nutkurve 33 ablaufende Rolle 32 in
glieder 7 drehbar angeordnet sind. Zwischen je zwei Abhängigkeit zu den jeweiligen Erfordernissen auf
Entnahmegliedern sitzen auf Achsen 8 ebenfalls dreh- io den betreffenden Phasen der Umlaufbahn Ausschläge
bar Stützrollen 9 von vorzugsweise etwas geringerem erteilt, durch die die Zahnräder 36, 37 in ihren EinDurchmesser
als die Entnahmeglieder. Jede Stütz- griffszahnrädern vor- bzw. rückwärts gerückt werden,
rolle besteht aus mehreren auf einer Achse 8 drehbar wodurch das auf der Achse 6 sitzende Entnahmeangeordneten,
sich nach ihrem Umfang hin verjün- glied 7 eine Beschleunigung bzw. Verzögerung seiner
genden kreisrunden Scheiben 10 (F i g. 3). Das über 15 Rotationsgeschwindigkeit erfährt,
zwei Rollen 11,12 laufende Beleimungsband 13 wird Eine weitere Ausgestaltung der Vorrichtung gein der in F i g. 1 gezeigten Stellung durch eine Stütz- stattet es, daß die durch die kreisförmige Umlaufbahn rolle 9 gespannt gehalten, bis das nachfolgende Ent- der Entnahmeglieder ermöglichte schnelle Umlaufnahmeglied?' auf dem Band zum Abrollen und geschwindigkeit der Vorrichtung insbesondere bei damit zur Beleimung gelangt. 20 der Verarbeitung extrem langer Etiketts voll aus-
zwei Rollen 11,12 laufende Beleimungsband 13 wird Eine weitere Ausgestaltung der Vorrichtung gein der in F i g. 1 gezeigten Stellung durch eine Stütz- stattet es, daß die durch die kreisförmige Umlaufbahn rolle 9 gespannt gehalten, bis das nachfolgende Ent- der Entnahmeglieder ermöglichte schnelle Umlaufnahmeglied?' auf dem Band zum Abrollen und geschwindigkeit der Vorrichtung insbesondere bei damit zur Beleimung gelangt. 20 der Verarbeitung extrem langer Etiketts voll aus-
Da die Stützrollen, weil sie beim Vorbeigehen am genutzt werden kann. Abgesehen davon, daß die
Etikettenstapel diesen nicht berühren dürfen, nor- Entnahme von Etiketts sehr großer Länge durch
malerweise näher an der Vorrichtungswelle 4 liegen, Abrollung zylinderförmiger Entnahmeglieder an festwird
die jeweils am Beleimungsband vorbeigehende stehenden Etikettenbehältern sehr große Umlauf-Stützrolle
mit der in Fig. 1 a schematisch dargestell- 25 durchmesser erfordert, würde dies, um zu vermeiden,
ten Einrichtung nach außen, also gegen das Be- daß gleichzeitig zwei Entnahmeglieder mit dem
leimungsband gedrückt. In.der Achse 8 der Stützrolle Etikettenstapel Kontakt haben, auch eine große Teigleitet
ein in der Umlauftrommel 5 schwenkbar ge- lung, d. h. große leere Zwischenräume zwischen den
lagerter Doppelhebel 14, dessen Rolle 15 auf einem einzelnen Entnahmegliedern bedingen. Es wird daher
feststehenden, unterhalb des Beleimungsriemens lie- 30 der Etikettenbehälter so angeordnet, daß die Vordergenden
feststehenden Nocken 16 abläuft, wodurch seite des Etikettenstapels nur noch zum Teil im
der andere Hebelarm über die Achse 8 die Stütz- Bereich des Umkreises der umlaufenden Entnahmerolle
9' gegen den Zug einer Feder in einer Nut 17 glieder liegt, das Etikett also nur in diesem Bereich
nach außen drückt und damit das Beleimungsband direkt durch das Entnahmeglied vom Stapel abgenomgespannt
hält. 35 men, der restliche Teil indessen nachgezogen und
Eventuelle geringe Korrekturen in der Spannung von einem an sich bekannten Anstreichglied an das
des Bandes werden durch eine an sich bekannte unter Entnahmeglied gedrückt und somit beleimt wird.
Federdruck stehende Spannrolle 18 vorgenommen. Fig.4 zeigt eine Ausführungsmöglichkeit dieser 19 stellt den Etikettenbehälter und 20 den Etikettier- Ausgestaltung. Von der Breite B des Etikettenstapels, zylinder dar. Aus F i g. 3 ist der Steuernocken 21 40 die der Etikettenlänge entspricht, liegt nur noch dieersichtlich, auf dem eine Rolle 22 abläuft und über Strecke s im Umfangsbereich der umlaufenden Enteinen Hebel 23 das Zurückgehen des Etikettenbehäl- nahmeglieder 7, während der Etikettenstapel auf der ters bei der Etikettenentnahme gegen den Druck Strecke s' vom Entnahmeglied nicht mehr berührt einer Feder 24 bewirkt. Die Feder 24 drückt den wird. Der auf der Strecke s direkt vom Entnahme-Etikettenbehälter wieder in seine Ausgangsstellung 45 glied 7 entnommene Teil des Etiketts 38 ist in zurück. F i g. 4 bereits auf das Entnahmeglied aufgebracht
Federdruck stehende Spannrolle 18 vorgenommen. Fig.4 zeigt eine Ausführungsmöglichkeit dieser 19 stellt den Etikettenbehälter und 20 den Etikettier- Ausgestaltung. Von der Breite B des Etikettenstapels, zylinder dar. Aus F i g. 3 ist der Steuernocken 21 40 die der Etikettenlänge entspricht, liegt nur noch dieersichtlich, auf dem eine Rolle 22 abläuft und über Strecke s im Umfangsbereich der umlaufenden Enteinen Hebel 23 das Zurückgehen des Etikettenbehäl- nahmeglieder 7, während der Etikettenstapel auf der ters bei der Etikettenentnahme gegen den Druck Strecke s' vom Entnahmeglied nicht mehr berührt einer Feder 24 bewirkt. Die Feder 24 drückt den wird. Der auf der Strecke s direkt vom Entnahme-Etikettenbehälter wieder in seine Ausgangsstellung 45 glied 7 entnommene Teil des Etiketts 38 ist in zurück. F i g. 4 bereits auf das Entnahmeglied aufgebracht
Da bei einer kontinuierlich rotierenden Umlauf- und dabei zwischen dem Entnahmeglied und einem
trommel mit einem einfachen Zahnradantrieb auch seitlich von ihm frei drehbar angeordneten Anstreichnur
ein kontinuierliches Rotieren der Entnahme- glied 39 hindurchgelaufen, während der sich noch
glieder um ihre eigene Achse erreicht werden könnte, 50 auf der Strecke s' befindliche Teil des Etiketts von
die Entnahmeglieder auf den einzelnen Phasen ihrer dem sich nun vom Etikettenstapel trennenden, jedoch
Umlaufbahn aber beschleunigende bzw. verzögernde weiterhin rotierenden Entnahmeglied nachgezogen
Rotationsbewegungen aufweisen müssen, ist zwischen und durch das Anstreichglied 39 an das Entnahme-Antriebs-
und Abtriebsseite eines Zahnradgetriebes glied angestrichen.und somit beleimt wird. Fig.4a
ein durch eine Kurvennut gesteuertes Differential- 55 veranschaulicht das Anstreichglied 39, das den ringgetriebe
eingeschaltet, von dem mit Bezugnahme auf förmig verlaufenden Aussparungen 41 am Mantel des
den in Fig.3 gezeigten Schnitt nach den Linien v4-B Entnahmegliedes gegenüberliegt und z. B. aus lamel-
und C-D der F i g. 2 eine Ausführungsmöglichkeit in lenartigen Fingern oder aus frei drehbaren Scheibfolgendem
beschrieben ist: chen40 bestehen kann. Auf der gleichen Achse wie
Auf der durch die Antriebswelle 1 über die Zahn- 60 das Anstreichglied kann auch die von einem Doppelräder
2, 3 angetriebenen Vorrichtungswelle 4 sitzt hebel 14 ungefähr in radialer Richtung schwenkbare
drehfest die Umlauftrommel 5, in der auf der An- Stützrolle 9 angeordnet sein.
triebsseite zwei auf Achsen 25, 26 mit dem in der Während bei stark unrunden oder gar eckigen
Vorrichtung feststehenden Sonnenrad 27 im Ein- Umlaufbahnen an den Stellen der Richtungsänderungriff
stehende Planetenräder 28, 29 und auf der Ab- 6s gen unweigerlich Stoßkräfte auftreten, die in den
triebsseite auf der Achse 6 ein Zahnrad 30 angeordnet Lagern der betreffenden Teile aufgefangen werden
ist. Auf der Achse 26 ist schwenkbar eine Differen- müssen und Erschütterungen der ganzen Vorrichtung
tialschwinge 31 angebracht, deren Rolle 32 in einer und Geräusche verursachen, ergibt die absolut kreis-
runde Umlaufbahn unter anderem den erheblichen Vorteil, daß, da die einzelnen Entnahmeglieder stets
genau gleich weit von der Rotationsachse der Umlauftrommel entfernt sind und alle Glieder stets mit
der gleichen Umlaufgeschwindigkeit rotieren, auch stest gleich starke und in bezug auf den Achsmittelpunkt
sich gegenseitig aufhebende Zentrifugalkräfte vorhanden, die rotierenden Teile der Vorrichtung
also genau ausgewuchtet sind, was einen erschütterungsfreien sanften Lauf der Maschine zur Folge hat.
Claims (3)
1. Etikettiervorrichtung zum Vereinzeln und Überführen von Etiketten aus einem Magazin auf
eine Etikettenübertragungs- und -aufklebvorrichtung, mit mehreren auf einer kontinuierlich rotierenden
Umlauftrommel im gleichen Abstand von der Trommelachse drehbar angeordneten und beim Umlauf an einer Beleimungseinrichtung,
dem Etikettenmagazin und der Übertragungsvorrichtung vorbeigeführten Entnahmegliedern,
welche durch das Abrollen ihrer Antriebsritzel auf einem feststehenden Sonnenrad eine Eigenrotation
erhalten, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes Entnahmeglied (7) ein Räder-Differentialgetriebe
(29, 36, 37, 30) vorgesehen ist, welches über eine Getriebeschwinge (31) gesteuert
wird, die ihrerseits durch eine ortsfeste Nutkurve (33) geführt und zwischen feststehendem
Sonnenrad (27) und Entnahmeglied vorgesehen ist, so daß die Eigenrotation der Entnahmeglieder
beschleunigt bzw. verzögert wird.
2. Etikettiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Differentialgetriebe
(29, 36, 37, 30) in bekannter Weise aus einem die koaxialen Antriebs- und Abtriebsräder
(29, 30) verbindenden Vorgelege (36, 37) gebildet ist, welches auf der um die koaxialen Antriebs-
bzw. Abtriebsachsen (6,26) vor- und zurückbewegbaren Schwinge (31) mittels einer
gemeinsamen Welle (35) gelagert ist.
3. Etikettiervorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Etikettenbehälter
bzw. Etikettenstapel (19) in an sich bekannter Weise so angeordnet ist, daß er nur
mit einem Teil seiner Vorderseite im Bereich des Umkreises der umlaufenden Entnahmeglieder
liegt, und daß jedem Entnahmeglied (7) ein an sich bekanntes Anstreichglied (39) zugeordnet ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 009 526/128
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2517442A1 (de) * | 1975-04-19 | 1976-10-28 | Jagenberg Werke Ag | Etikettiermaschine |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2517442A1 (de) * | 1975-04-19 | 1976-10-28 | Jagenberg Werke Ag | Etikettiermaschine |
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