DE1693185B - l,3-Bis-carbamoylthio-2-aminopropane und diese enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel - Google Patents
l,3-Bis-carbamoylthio-2-aminopropane und diese enthaltende SchädlingsbekämpfungsmittelInfo
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Description
R1
CH2SCONH2
ίο
in der R1 und R2 niedere Alkylreste mit bis zu
6 Kohlenstoffatomen oder R1 und R2 zusammen
mit dem benachbarten Stickstoffatom einen Piperidin-, Pyrrolidin-, Morpholin- oder Piperazinring
bedeuten, so wie die Salze dieser Verbindungen.
2. 1,3 - Bis - carbamoylthio - 2 - dimethylaminopropan.
3. l,3-Bis-carbamoylthio-2-piperidinopropan.
4. 1 ,S-Bis-carbamoylthio^-morphoIinopropan.
5. Schädlingsbekämpfungsmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Verbindungen nach
Ansprüchen 1 bis 4.
25
Von der Anmelderin wurde bereits früher festgestellt, daß Verbindungen der allgemeinen Formeln
N-CH2
(ΙΓ)
ϊ
/
CH — SCN
CH, — SCN
CH,SCN
N-CH
(II)
CH7SCN
35
40
45
worin R1 und R2 die nachstehend genannte Bedeutung
haben, sowie Salze dieser Verbindungen ausgezeichnete pestizide Wirksamkeit haben und sich beispielsweise
zur Schädlingsbekämpfung in Haushalt, Landwirtschaft und für sanitäre Zwecke eignen. Es wurde
nun gefunden, daß die Toxizität der Verbindungen der Formeln II und ΙΓ gegenüber Warmblütern ohne Verschlechterung
der pestiziden Wirksamkeit erheblich gesenkt werden kann, wenn beide —SCN-Gruppen
jeweils durch eine — SCONH2-Gruppe ersetzt werden.
Gegenstand der Erfindung sind 1,3-Bis-carbamoylthio-2-aminopropane
der allgemeinen Formel
CH2SCONH2
60
N-CH
(I)
R2 CH2SCONH2
in der R1 und R2 niedere Alkylreste mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen
oder R1 und R2 zusammen mit dem
benachbarten Stickstoffatom einen Piperidin-, Pyrrolidin-j
Morpholin- oder Piperazinring bedeuten, sowie die Salze dieser Verbindungen. Beispiele für niedere
Alkylreste mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen sind Methyl, Äthyl, Propyl, IsopropyL Butyl tert-Butyl,
Amyl und HexyL
Die Verbindungen können Salze mit verschiedenen Säuren bilden, z.B. mit anorganischen Säuren, wie
Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Jodwasserstoffsäure, Chlorsäure, Bromsäure, Jodsäure, Perchlorsäure, Perbromsäure,
Perjodsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure und Arsensäure, und mit organischen
Säuren, wie Maleinsäure, Citronensäure, Weinsäure, Oxalsäure, Benzolsutfonsäure, ToluoJsulfonsäure,
Äthansulfonsäure und Picrinsäure. Die Verbindungen der Formel I werden hergestellt, indem die Verbindungen
der allgemeinen Formel II mit einer Mineralsäure, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Jodwasserstoffsäure
und Schwefelsäure, behandelt werden. Die Herstellung kann insbesondere beispielsweise
nach einem der folgenden Verfahren erfolgen:
1. Man bläst Halogenwasserstoff, wie Chlorwasserstoff,
Bromwasserstoff und Jodwasserstoff, im Überschuß in eine Lösung oder Suspension der
Verbindung der Formel II in einem niederen aliphatischen Alkohol, wie Methanol oder Äthanol,
und destilliert dann, zweckmäßig nach Erhitzen, den Alkohol vom erhaltenen Gemisch ab.
2. Man bläst Halogenwasserstoff der genannten Art im Überschuß in eine wäßrige Lösung oder
Suspension der Verbindung der Formel II und hält dann gegebenenfalls nach Neutralisation
des erhaltenen Gemisches mit einer Alkaliverbindung (z. B. Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd,
Natriumhydrogencarbonat oder Natriumcarbonat) bei Raumtemperatur oder darunter.
3. Man gibt die Verbindung der Formel II in konzentrierte Schwefelsäure, die etwa 15 bis 20%
(V/V) Wasser enthält, und gießt dann das Gemisch in gekühltes Wasser. Die so erhaltene
Verbindung ist ein Salz und kann in an sich bekannter Weise in die freie Base umgewandelt
werden. Durch Neutralisation des vorstehend genannten Gemisches wird unmittelbar eine freie
Base erhalten.
Als Schädlingsbekämpfungsmittel Tür landwirtschaftliche und sanitäre Zwecke werden die Verbindungen
im allgemeinen dem vorgesehenen Verwendungszweck entsprechend zu Fertigpräparaten
konfektioniert, z. B. zu benetzbaren Pulvern, Lösungen, emulgierbaren Lösungen, Stäubemitteln oder
Aerosolen.
Für die Herstellung der Fertigpräparate können die verschiedensten Hilfsstoffe verwendet werden. Bei
Verwendung als Lösung, emulgierbare Lösung oder Aerosol werden eine oder mehrere der Verbindungen
in einem geeigneten flüssigen Trägerstoff gelöst oder
dispergiert. Als flüssige Trägerstoffe eignen sich Lösungsmittel, z. B. Wasser, niedere Alkohole (z. B.
Methanol, Äthanol, Isopropanol, Butanol, Glycerin oder Äthylenglykol), Ketone (z. B. Aceton, Methyläthylketon,
Cyclohexanon oder Cyclopentanon), Äther (z. B. Dioxan, Tetrahydrofuran, Äthylenglykolmonomethyläther
oder Diäthylenglykolmonomethyläther), aliphatische Kohlenwasserstoffe (z. B. n-Hexan,
Benzin, Kerosin, Heizöl, Schmieröl oder Maschinenöl), aromatische Kohlenwasserstoffe (z. B. Benzol,
Toluol, Xylol, Lösungsbenzol oder Methylnaphthalin),
ätherische öle, Terpene, chloriertes Biphcnyl oder
BaumwollsaatöL Häufig werden Gemische der genannten Lösungsmittel verwendet, da diese nicht nur
ausgezeichnetes Lösungsvermögen, sondern auch geringe Giftigkeit für Pflanzen oder Menschen haben
sollen.
Zur Herstellung von Stäubemitteln und Strcumiueln
werden gewöhnlich staublonnige Streckmittel oder Trägermaterialien verwendet Eine oder mehrere Arten
der Verbindungen werden beispielsweise in einer Kugelmühle, einem Kollergang oder einer Schlagmühle
feinpulverisiert und dann mit den staubförmigen Streckmitteln oder Trägermaterialien gemischt Als
Streckmittel oder Trägermaterialieji eignen sich beispielsweise
pflanzliche Pulver (z. B. Sojabohnenmehl, Weizenmehl, Tabakpulver, Walnußschalenmehl oder
Sägemehl), Ton (z. B. Kaolin, Kaolinit, Saponit, Vermiculit,
Beidellit, Montmorillonit, Bentonit oder Fullererde
oder Attapulgit), Talkum, Pyrophylli' Kalk, Magnesiumkalk, Diatomeenerde, Siliciumdio\>il. Hydroxyapatit,
Calciumcarbonat, Dolomit, Calcit, Calciumsulfat, hydratisiertes Aluminiumoxyd, Ruß oder
Schwefel.
Die erfindungsgemäßen Schädlingsbekämpfungsmittel können außerdem oberflächenaktive Mittel
enthalten, die als Klebmittel oder Entwickler. Emulgator oder Lösungsvermittler zur Verbesserung der
Wirksamkeit oder der Stabilität der Fertigpräparate dienen. Von den handelsüblichen oberflächenaktiven
Mitteln werden vorzugsweise Salze von sulfonierten! Rizinusöl, Salze von Alkylarylsuifonaten oder niclitionogene
oberflächenaktive Mittel, wie Polyoxyäihylendiaryläther, Polyoxyäthylenalkylaryläther uiid
Polyoxyäthylensorbitanmonoacylat (mit 10 bis 18 C-Atomen in der Acylgruppe) als Emulgatoren
und Lösungsvermittler für die erfindungsgemäßen Produkte verwendet.
Die Verbindung I und die unter ihrer Verwendung hergestellten Schädlingsbekämpfungsmittel gemäß der
Erfindung sind wirksam gegen die verschiedensten Insekten, Milben und Nematoden. Sie vertilgen die
nachstehend als Beispiele genannten Schädlinge oder verringern zumindest erheblich die Zahl der überlebenden
Tiere. Beispiele von pflanzenfressenden Insekten usw. sind:
Kartoffelkäfer (Leptinotarsa declemlineata),
Großer 28fleckiger Marienkäfer (Epilachna
Großer 28fleckiger Marienkäfer (Epilachna
vigintioctomaculata),
28fleckiger Marienkäfer (Epilachna sparsa orientalis),
28fleckiger Marienkäfer (Epilachna sparsa orientalis),
Gestreifter Erdfloh (Phyllotreta striolata),
Kürbisblattkäfer (Aulacophora femoralis, adult), Weinlaubkäfer (Acrothinium gackkwitchii,
Kürbisblattkäfer (Aulacophora femoralis, adult), Weinlaubkäfer (Acrothinium gackkwitchii,
adult),
Rote Bohnenlaus (Callosobruchus chinensis),
Schabe (Blattela germanica),
Reisblattkäfer (Lema oryzae),
Hausfliege (Musca domestica),
Kohlblattwespe (Athalia rosae japonensis, larva), Reisstengelbohrer (ChHo suppressalis),
Tabakschnittwurm (Plodenia litura),
Reispflanzenmade (Parnara guttata, larva),
Grüne Reisraupe (Naranga aenescens, larva),
»Cabbage armywonn« (Barathra brassicae,
Schabe (Blattela germanica),
Reisblattkäfer (Lema oryzae),
Hausfliege (Musca domestica),
Kohlblattwespe (Athalia rosae japonensis, larva), Reisstengelbohrer (ChHo suppressalis),
Tabakschnittwurm (Plodenia litura),
Reispflanzenmade (Parnara guttata, larva),
Grüne Reisraupe (Naranga aenescens, larva),
»Cabbage armywonn« (Barathra brassicae,
larva),
»Giant bagworm« (Cryptothelea formosicola,
»Giant bagworm« (Cryptothelea formosicola,
larva).
»Pea bagworm« (Cryptothelea minuscula,
larvae),
»Pale clouded yellow« (Colias hyale polio-
»Pale clouded yellow« (Colias hyale polio-
graphus, larvae),
Larve des großen Kohlweißlings (Pieris rapae,
Larve des großen Kohlweißlings (Pieris rapae,
larva),
Ciirus-Rotmilbe (Petranychus ckri),
Sojabohnenlaus (Aphis glycines),
Citrusblatt-Miner (Phyllocnistis dtrella),
Pfirsichblatt-Miner (Lyonetica clerkella),
Turnip-Laus (Rhapalosiphum pseudobrassicae), »Two-spitted mite« (Tetranychus bimaculatus).
Sojabohnenlaus (Aphis glycines),
Citrusblatt-Miner (Phyllocnistis dtrella),
Pfirsichblatt-Miner (Lyonetica clerkella),
Turnip-Laus (Rhapalosiphum pseudobrassicae), »Two-spitted mite« (Tetranychus bimaculatus).
Präparate zur direkten Aufbringung auf die Pflanzen kann die Verbindung i in Mengen von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent
oder mehr enthalten. Wenn das Präparat als Konzentrat zur Herstellung von Sprühmitteln
oder stärker verdünnten Stäubemitteln vorgesehen ist, kann der Gehalt an Verbindung I zwischen 10
und 90 Gewichtsprozent liegen.
Teil I
Herstellung von Carbamoylthioderivaten
Herstellung von Carbamoylthioderivaten
1. Chlorwasserstoffgas wird 2 Stunden in 12 g 1,3 - Dithiocyanato - 2 - dimethylaminopropanhydrochlorid
geleitet, das in 30 ml Methanol suspendiert ist, wobei eine Reaktion stattfindet Das Methanol
wird unter vermindertem Druck aus dem Reaktionsgemisch abdestilliert. Der Rückstand wird getrocknet
und aus Methanol umkristallisiert, wobei 13,7 g farblose, nadeiförmige Kristalle von 1,3-Bis-carbamoylthio
- 2 - dimethylaminopropanhydrogenchlorid vom Schmelzpunkt 175° C erhalten werden.
2. Chlorwasserstoffgas wird 9 Stunden in ein Gemisch von 3,6 g Wasser und 23,7 g 1,3-Dithipcyanato-2-dimethylaminopropanhydrogenchIorid
geleitet, wobei eine Reaktion stattfindet. Das glasartige Reaktionsgcmisch
wird eine Weile bei Raumtemperatur stehengelassen und dann mit 99%igem Äthanol verrührt,
wobei Kristalle gebildet werden, die abfiltriert und auf die unter 1 beschriebene Weise gereinigt werden.
Hierbei werden 12 g farblose, nadeiförmige Kristalle von !,S-Bis-carbamoylthio^-dimethylaminopropanhydrochlorid
vom Schmelzpunkt 175° C erhalten.
Elementaranalyse Tür C7H16N3O2S2Cl:
Berechnet ... C 30,70, H 5,89, N 15,35;
gefunden .... C 30,55, H 5,85, N 15,27.
gefunden .... C 30,55, H 5,85, N 15,27.
3. Chlorwasserstoffgas wird 7 Stunden in ein Gemisch von 1,8 g Wasser und 11,9 g 1,3-Dithiocyanato-2-dimethylaminopropanhydrogenchlorid
geleitet, wobei eine Reaktion stattfindet Das Reaktionsgemisch
wird in 20 ml Wasser gelöst, mit Natriumhydrogencarbonat neutralisiert und mit Eis gekühlt, wobei
sich Kristalle abscheiden. Die abfiltrierten Kristalle werden getrocknet und aus 99%igem Äthanol umkristallisiert,
wobei 5,8 g farblose Prismen von 1,3-Biscarbamoylthio - 2 - dimethylaminopropan vom
Schmelzpunkt 130 bis 13 Γ C erhalten werden.
Elementaranalyse für C7Hi5N3O2S2:
Berechnet ... C35,41, H6,37, N 17,70;
gefunden .... C 35,53, H 6,18, N 17,99.
gefunden .... C 35,53, H 6,18, N 17,99.
4. 2g M-DiüiJocyanato-2-dimethylainiQopropan
werden tropfenweise unter Rühren zu 20 ml 95%iger (V/V) konzentrierter Schwefelsäure gegeben, die durch
Kühlung bei einer Temperatur unter O0C gehalten wird. Nach 30 Minuten wird das Reaktionsgemisch
tropfenweise unter Rühren in eisgekühltes Wasser gegossen. Durch Aufarbeitung auf die unter 3 beschriebene
Weise werden 0,6 g l^-Bis-carbamoylthio-2-dimethylaminopropan
vom Schmelzpunkt i 29 bis 130° C erhalten.
1,845 dieser Verbindung und OJg wasserfreie Oxalsäure
werden unter Erwärmung in 100 ml wasserfreiem Methanol gelöst Das Methanol wird unter
vermindertem Druck abdestilliert, wobei Kristalle ausgefällt werden, die abfiltriert und getrocknet werden,
wobei 1,6 g farblose, nadeiförmige Kristalle von !,S-Bis-carbamoylthio-l-dimethylaminopropanhydrogenoxalat
vom Schmelzpunkt 147 bis 148°C (Zers.) erhalten werden.
5. Auf die unter I bis 4 beschriebene Weise werden
weitere Carbamoylthioderivate synthetisiert. Folgende Ergebnisse werden erhalten:
1,3-Bis-carbamoylthio-
2-piperidinopropan- Schmelzpunkt, »C
hydrochlprid 173 bis 17<t(Zers.)
1,3-Bis-carbamoylthio-2-morpholinopropanhydrochlorid
172 bis 172,5 (Zers.)
35
1,3-Bis-carbamoyIthio-2-dipropylaminopropanhydrochlorid
165 bis 170 (Zers.)
1,3-Bis-carbamoyl$io-2-methyläthylamißopropanhydrochlorid
.
1,3-Bis-carbamoylihio-2-pyrrolidinopropanhydrochlorid
1,3-Bis-carbamoylthio-2-diäthylaminopropanhydrochlorid
.. 172 bis 174 (Zers.) .. 170 bis 175 (Zers.)
.. 173 {Zers.)
Beispiel Teil II
Prüfung der Carbamoylthioderivate auf pestizide
Wirksamkeit und Toxizität gegenüber warmblütigen Tieren
1. Eine Emulsion wird durch Mischen von 10 Gewichtsteilen der zu prüfenden Verbindungen mit
90 Raumteilen eines wäßrigen Äthanolgemisches hergestellt, das 20 Raumteile Sorbitanlauratpolyoxyäthvlenüther
(»Tween 20«) enthält. Die Emulsion wird mit Leitungswasser so verdünnt, daß die Konzentration
der Testverbindung auf 0,05% eingestellt wird. Junge Blätter von chinesischem Kohl werden
mehrere Sekunden in die «o hergestellte Emulsion getaucht. Die nassen Blätter werden an der Luft liegengelassen,
bis sie trocken sind. Die behandelten Blätter werden in Petrischalen gelegt. Die Testinsekten, nämlich
gestreifte Erdflöhe (Phyllotreta striolata, ausgewachsen)
und Larven des großen Kohlweißlings (Pieris rapae, larvae) werden auf die Blätter ausgesetzt.
Nach 24 Stunden wird die Zahl der getöteten Insekten gezählt. Die Ergebnisse sind nachstehend in Tabelle 2
aufgeführt.
!,S-Bis-carbamoylthio^-dimethylaminopropan
l^-Bis-carbanioylthio^-dirnethylarninopropanhydrogenchlorid
l^-Bis-carbamoylthio^-diäthylatninopropan
U-Bis-carbamoylthio^-diäthylaminopropanhydrogenoxalat
l,3-Bis-carbamoyIthio-2-methyläthylaminopropan
l,3-Bis-carbamoyIthio-2-methyläthylaminopropansulfat
l^-Bis-carbamoylthio^-piperidinopropan
l,3-Bis-carbamoylthio-2-piperidinhydrochlorid
l,3-Bis-carbamoylthio-2-morpholinopropan
Vergleich
O,O-Diäthyl-2-isopropyl-4-methyl-6-pyrimidinylphosphorthionat
(Diazinon)
Kontrolle
Zahl der Insekten, getötet/ausgesetzt Pieris rapae, larvae Phyllotreta striolata
10/10
10/10
10/10
10/10
10/10
10/10
9/10
9/10
10/10
6/10
0/10
0/10
10/10
10/10
10/10
10/10
10/10
10/10
9/10
9/10
9/10
4/10 0/10
2. 1 ml Acetonlosung, die 0,1% (Gew./V) der Testverbindungen
enthält, wird auf den Boden einer Petrischale von 9 cm Durchmesser getropft. Nach der Entfernung
des Acetons durch leichtes Belüften werden 20 rote Bohnenkäfer (Callosobruchus chinensis) in
der Petrischale ausgesetzt. Nach 24 Stunden wird
die Zahl der getöteten Insekten gezählt, um die mittlere Sterblichkeit zu berechnen. Die Ergebnisse
sind nachstehend in Tabelle 3 genannt:
Testverbindung
l,3-Bis-carbamoylthio-2-dimethylaminopropan
l^-Bis-carbamoylthio^-dimethylaminopropanhydrogenchlorid
!,S-Bis-carbamoylthio^-diäthylaminopropanhydrogenchlorid
l^-Bis-carbanioylthio-^-niethyläthylaminopropanhydrogenoxalat
l,3-Bis-carbamoylthio-2-piperidinopropan
l^-Bis-carbanioylthio^-pyrrolidmopropanhydrogenchlorid
Vergleich
O,O-Dimethyl-2,2-dichlorvinylphosphat (DDVP)
Kontrolle
Mittlere Sterblichkeit
20 0
100 100 100 100 100 100
15
25
3. Eine Emulsion wird durch Mischen von 10 Gewich tsteilen der Testverbindungen mit 90 Raumteilen
einer Acetonlösung, die 20 Raumteile Sorbitanlauratpolyoxyäthylenäther (»Tween 20«) enthält, und durch
Verdünnen der Emulsion mit Leitungswasser auf eine Wirkstoffkonzentration von 0,05% hergestellt. In
Töpfe eingesetzte Reispnanzen werden auf einen Drehtisch gestellt und pro Topf mit 20 ml der vorstehend
genannten Emulsion mit Hilfe einer Spritzpistole aus einem Abstand von 80 cm von den
Pflanzen besprüht. Einige Tage nach dem Besprühen werden reife Eier des Reisstengelbohrers (Chilo
suppressalis) auf die besprühten Reispflanzen gesetzt. Eine Woche später werden die Stengel aufgeschnitten,
um die Zahl der überlebenden Larven zu zählen. Die Ergebnisse sind nachstehend in Tabelle 4 angegeben.
Testverbindung
l,3-Bis-carbamoylthio-2-dimethylaminopropan 0
!,B-Bis-carbamoylthio^-dimethylaminopropanhydrogenchlorid
0
!,S-Bis-carbamoylthio^-diäthylaminopropanhydrogenchlorid 0
!,S-Bis-carbamoylthio^-methyläthylaminopropanhydrogenchlorid 0
l,3-Bis-carbamoylthio-2-piperidinopropan 0
l,3-Bis-carbamoylthio-2-pyrrolidinopropanhydrogenc!i";orid 0
Vergleich
0,0-Dimethyl-0-(3-methyi-4-nitrophenyl)-phosphorthionat
(Sumithion)
Kontrolle
4. Reife Eier des Reisstengelbohrers (Chilo suppres- Reispflanzen gesprüht 4 Tage später werden die
salis) werden auf Reispflanzen gesetzt, die in Töpfe Stengel aufgeschnitten, um die Zahl der überlebenden
eingepflanzt sind. Nach 5 Tagen wird die unter 3 be- 50 Larven zu zählen. Die Ergebnisse sind nachstehend in
schriebene Emulsion auf die gleiche Weise auf die Tabelle 5 angegeben.
überlebende Larven in %
OTage I 3 Tage | 5 Tage
nach dem Besprühen
| 0 | |
| 0 | 0 |
| 0 | 0 |
| 0 | 0 |
| 0 | — |
| 0 | |
| 0 | 24.7 |
| 57.2 |
Konzentration, %
überlebende Larven, %
13-Bis-<arbamoyltlüo-2-dimeAylaiiimopropan
l^-Bis-carbamoyltMo^-dhnethylaimnopropanhydrogencfclorid
l^-Bis-csu-bamoyltlno-l-diäthylammopTopaiihydrogenchlorid
13-Bis<arbamoyltido-2-metilyiäthyla^ninopΓopallhydrogenoxalat
1 ^-Bis-carbanioylthio-l-pTperidinopropan
0,0125
0,025
0,025
0,0125
0,025
0,025
0,0125
0,025
0,025
0,0125
0,025
0,025
0,0125
0,025
0,025
0 0
0 0
02 0
1,0 0
Ut 0
Fortsetzung
10
| Testverbindung | Konzentration, % | überlebende Larven, % |
| l^-Bis-carbanioylthio^-piperidinopropanhydrogenchlorid .... | 0,0125 0,025 |
1,6 0 |
| 1 ^-Bi"!-carhamovlthio-2-rnoroholinoDrODan | 0,0125 0,025 |
1,1 0 |
| 0,0125 0,025 |
1,5 0 |
|
| l^-Bis-carbamoylthio^-pyrrolidinopropanhydrogenchlorid ... | ||
| Vergleich | 0,0125 0,025 |
3,8 0 |
| Ο,Ο-Diäthyl-O-p-nitrophenyl-phosphorothioat (Parathion) | — | 64,4 |
| Kontrolle |
5. Zur Feststellung der akuten Toxizität von 1,3-Di- (CF1-Stamm, männlich, 4 Wochen alt) verabfolgt,
thiocyanatderivaten und 1,3-Bis-carbamoylthioderi- 20 Die LD50 und die 95-%-Sicherheitsgrenze werden
vaten gegenüber warmblütigen Tieren wurde der folgende Versuch durchgeführt.
Eine Gummiarabikum-Emulsion, die 10% (Gew./ Gew.) jeder Testverbindung enthält, wird oral Mäusen
nach der Lichfield-Wilcoxon-Methode an Hand der Zahl der Mäuse berechnet, die im Zeitraum bis 7 Tage
nach der Verabfolgung eingingen. Die Ergebnisse sind nachstehend in Tabelle 6 genannt.
l.S-Bis-carbamoylthio^-dimethylaminopropan
i^-Bis-carbamoylthio^-dimethylaminopropanhydrogenchlorid
Kontrolle
O,O-Diäthyl-S-(2-äthylthioäthyl)-phosphorothiolothionat
(Disulfoton)
LD50 (95% Sicherheitsgrenze)
bei Mäusen, mg/kg
92 (82,9 bis 102,1)
165 (138,6 bis 196,3)
165 (138,6 bis 196,3)
14,1 (12,3 bis 15,9)
Beispiel
Teil III
Teil III
Herstellung von Fertigpräparaten
1. Ein festes, wasserlösliches Schädlingsbekämpfungsmittel
wird hergestellt, indem 50 Gewichtsleile 1,3 -Bis - carbamoylthio - 2 - dimethylaminopropanhydrogenchlorid
und 50 Gewichtsteile Lactose gemischt werden.
2. Ein Schädlingsbekämpfungsmittel in Form einer Lösung wird hergestellt, indem 10 Gewichtsteile
1,3 - Bis - carbamoylthio - 2 - dimethylaminopropan, 2 Gewichtsteile Laurylbenzolsulfonat und 73 Gewichtsteile
Methanol gemischt werden.
3. Ein Schädlingsbekämpfungsmittel in Form einer Emulsion wird hergestellt, indem 25 Gewichtsteile
1,3 - Bis - carbamoylthio - 2 - dimethylaminopropan, 25 Raumteile Sorbitar.lauratpolyoxyäihyicnäihcr
(»Tween 20«) und 25 Raum teile Xylol gemischt werden.
4. Ein Schädlingsbekämpfungsmittel in Pulverform wird hergestellt, indem 2 Gewichtsteile 1,3-Bis-carbamoylthio
- 2 - piperidinopropanhydrogenoxalat und 98 Gewichtsteile Talkum gemischt werden.
Claims (1)
1. lI3-Bis-carbamoyl&io-2-atninopre>paneder
allgemeinen Formel
R, CH2SCONH2
N-CH
(D
Family
ID=
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