DE1511869C - Etikettiervornchtung fur das Über fuhren von Heißsiegeletiketten - Google Patents
Etikettiervornchtung fur das Über fuhren von HeißsiegeletikettenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Etikettiervorrichtung für das Überführen von Heißsiegeletiketten und geht
aus von einer Etikettiervorrichtung, welche die Etiketten von einer Bereitstellungslage auf Gegenstände
überträgt, mit einer beheizbaren, mit Luftöffnungen versehenen Überführungsplatte, mit einem die Lage
der Etiketten auf der Überführungsplatte bestimmenden, dieselbe schwenkbar umgreifenden, gestellfesten
Führungsrahmen sowie mit einer Saug- und Druckluftquelle zur abwechselnden Aufbringung eines
Saug- oder Blasluftstromes auf die Unterseite der überführten Etiketten (französische Patentschrift
1344 544).
Bei Vorrichtungen der angegebenen Art besteht im Zusammenhang mit dem Überführen von Heiß- 1S
Siegeletiketten eine Schwierigkeit, die bisher in zufriedenstellender Weise nicht ausgeräumt werden
konnte. Dieselbe ist darauf zurückzuführen, daß die Heißsiegeletiketten während des Überführens von
der Bereitstellungslage auf die Gegenstände erwärmt werden, um eine Klebrigkeit des Klebstoffes zu erzielen.
Hierdurch bildet sich eine starke Neigung zum Verwerfen und Abheben aus. Bisher hat man
versucht, dieser Schwierigkeit dadurch Herr zu werden, daß relativ verwickelte mechanische Hilfsmittel
herangezogen wurden.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, vermittels derer es
gelingt, in schneller und einwandfreier Weise unter geringstmöglichem Aufwand Heißsiegeletiketten glatt
und in einwandfreier Weise von der Bereitstellungslage auf den zu etikettierenden Gegenstand zu überführen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nun dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsrahmen eine
Anzahl von gegen die Überführungsplatte geneigten Blasluftbohrungen aufweist, durch welche von einer
weiteren, taktweise betätigten Blasluftquelle ein Blasluftstrom beim Beginn der Überführungsbewegung
auf die Etiketten zur vollständigen Anlage derselben an die saugluftbeaufschlagte Überführungsplatte
aufbringbar ist.
Der .erfindungsgemäß erzielbare Vorteil ist im wesentlichen darin zu sehen, daß mit Sicherheit ein
Verwerfen oder Zusammenrollen der Etiketten während, des Überführens verhindert wird und man mit
hoher Arbeitsgeschwindigkeit den Etikettiervorgang ausführen kann. .
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden
näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 einen Seitenaufriß der Vorrichtung teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die in der Fig. 1
gezeigte Vorrichtung,
F i g. 3 eine vergrößerte Ansicht eines Teils der Vorrichtung im Schnitt, wie er in dem oberen linken
Teil der F i g. 1 wiedergegeben ist,
F i g. 4 eine diagrammförmige Ansicht bestimmter so
Arbeitsnocken, die hier in einer bezüglich der F i g. 1 unterschiedlichen Lage gezeigt sind,
Fig. 5 eine weitere Ansicht der Nocken in einer sich in der von der Fig. 4'unterscheidenden Lage,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der Etikettenübertragungsteile
und der Etikettenführungen, wie sie einander zugeordnet sind.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen weist die Vorrichtung einen Transportmechanismus auf, wie
allgemein durch das Bezugszeichen 32 angegeben, der eine Packung 145 zu einer Etikettierstation, allgemein
bei 33 gezeigt, zuführt, wo ein durch die Bedruckungseinheit, allgemein durch das Bezugszeichen 34 gezeigt, zugeführtes Etikett an der Pakküng
befestigt wird, wobei das Etikett von der Bedruckungseinheit auf eine Schütte 37 so abgegeben
wird, daß die Klebseite des Etiketts nach oben zeigt.
Ein Überführungsteil 200 weist eine erhitzte Uberführungsplatte
201 für die Einwirkung auf den Etikettenklebstoff auf und ist an einer Welle 42 zwecks
Drehbewegung mit derselben und Ausführen einer nach oben und unten gerichteten Bewegung befestigt.
Diese Ausführungsform betrifft im wesentlichen die Anwendung einer Saugkraft für das Halten des Etiketts
am Überführungsteil sowie das Anwenden eines Luftstoßes zwecks Entfernen des Etiketts von
der Überführungsplatte 201 und zum festen Anordnen desselben auf einer Packung 145. .
Das Überführungsteil dreht sich zunächst mit der Welle 42, um ein Etikett so zu wenden, daß dessen
Klebseite nach unten kommt und sodann wird das Überführungsteil in eine Berührung mit einer Pakkung
abgesenkt. Das Überführungsteil wird sodann nach oben geführt und wieder in eine entsprechende
Lage bezüglich der Schütte 37 zurückgedreht. Die Drehbewegung des Überführungsteils wird durch den
Nocken 69 bedingt, der auf einen Nockenstößelarm 69 α mit einer Rolle 69 c einwirkt. Eine Nockenwelle
66 dreht sich von der in der F i g. 1 gezeigten Lage aus, wobei das Überführungsteil fluchtend mit der
Schütte 37 vorliegt in eine Lage, bei der das Überführungsteil durch die Steuerung über die Rolle 69 c
umgekehrt ist, die sich auf einer Vertiefung des Nockens 69 (wie es in der F i g. 4 gezeigt ist) befindet,
wobei diese Figur die Lage der Bauteile zeigt, wenn das Überführungsteil nach unten auf eine
Packung geführt ist. Nach der Umkehr des Überführungsteils liegt die Vertiefung eines Nockens 67 in
Berührung mit der Rolle 85 α auf einem Stößelarm 85 vor, der über ein Verbindungsglied 88 die nach
unten gerichtete Bewegung des Uberführungsteils unter der Einwirkung einer Feder 86 ermöglicht,
während sich die Stößelrolle 85 a zur Vertiefung des Nockens 67 bewegt. Da diese Bewegung nachgebend
durch die Feder 86 bewirkt wird, können verschiedene Höhen der Verpackung gehandhabt werden.
Um ein Etikett auf der Überführungsplatte 201 zu
halten, sind eine Reihe Luftöffnungen 205 darin ausgebildet,
die sich in das Innere der Platte erstrecken, wobei das Innere mit einer Luftleitung 206 verbunden
ist, die im Inneren der hohlen Welle 42 angeordnet ist. Die Luftleitung 206 führt zu einem Luftventil
und von dort aus erstreckt sich die Leitung 206 zu einer Verbindung 207 eines balgenartigen Bauteils
208, das im Rahmen der Vorrichtung durch eine Befestigungsplatte 209 getragen wird. Dieser Balgen
kann jede beliebige geeignete Bauart aufweisen, wobei das Beispiel einen Stoßdämpfer für Fahrzeuge
darstellt. Die Luftleitung 206 weist.einen Abschnitt eines flexiblen Rohres 210 auf, so daß ein Verdrehen
des Rohres bei dem Drehen des Überführungsteils zusammen mit der Welle 42 ermöglicht wird. Der
Balgen wird zwischen äußersten Lagen bewegt, die in der F i g. 1 voll ausgezogen und gestrichelt gezeigt
sind. Die voll ausgezogene Lage stellt die Anord-
nung zu Beginn eines Saughubes dar, und die gestrichelte
Linie entspricht der Lage, die nach Abschluß des Saughubes und dem Beginnen des Luftausstoß-Hubes
eingenommen wird. Der Balgen wird durch einen Schaft 215 betätigt, der mit einem
Nockenstößelarm 216 mit einer Stößelrolle 217 verbunden ist, die mit einem Nocken 218 auf der
Nockenwelle 66 in . Eingriff kommen kann. Der Nocken 218 weist einen Kreisbogen auf, der einen
Buckel bildet. Eine Nockenvertiefung erstreckt sich zwischen den Punkten 218 α und 218 b, wobei eine
geringfügige Erhebung 218 c zwischen den Enden der Nockenvertiefung vorliegt.
Der Bewegungszyklus läßt sich nun leicht verstehen.
Die zunächst für die Aufnahme eines Etiketts *5 angeordneten Bauteile sind in der Fig. 1 gezeigt,
wobei sich ein Arbeitszyklus durch die entgegengesetzt der Uhrzeigerrichtung erfolgende Bewegung
der Nockenwelle66, siehe Fig. 1, ergibt. Zu Beginn eines Arbeitszyklus liegt das Uberführungsteil 200
fluchtend mit der Schütte 37 vor und der Balgen ist unverformt. Sobald sich die Nockenwelle 66 dreht,
tritt die erste Wirkung ein, sobald der Punkt 218 a des Nockens 218 sich der Stößelrolle 217 nähert,
wodurch sich eine nach unten gerichtete Bewegung des Schaftes 215 ergibt, die durch eine Feder 220
unterstützt wird. Diese Feder ist mit dem Arm 216 verbunden, so daß sich eine Saugkraft an den
Öffnungen 205 der Druckplatte zum Festhalten eines Etiketts an dieser Druckplatte ergibt. Praktisch
gleichzeitig ermöglicht eine am Punkt 221 auf dem Nocken 69 beginnende Vertiefung die nach innen gerichtete
Bewegung der Stößelrolle 69 c, wodurch die Umkehrbewegung des Überführungsteils in Gang
gesetzt wird. Bei der weiteren Drehung der Nockenwelle 66 ermöglicht eine an dem Punkt 221 α .auf
dem Nocken 67 beginnende Vertiefung das Herunterführen des Überführungsteils auf eine Packung
vermittels der Feder 86. Die gesamte Zuordnung der Bewegung ist diagrammförmig in der F i g. 4 gezeigt.
Man sieht, daß bei Erreichen der untersten Lage des Überführungsteils oder wenigstens zu dem Zeitpunkt
während des Arbeitszyklus wenn eine höhere Pakkung die nach unten gerichtete Bewegung des Überführungsbauteils
angehalten hat, der geringfügige Buckel 218 c des Nockens 218 die Saugwirkung des
Balgens 208 zum Abschluß bringt sowie den Schaft 215 geringfügig anhebt, so daß Luft durch die
öffnungen 205 der Druckplatte abgegeben wird.
Hierdurch wird das Etikett von der Überführungsplatte gelöst und auf der Packung befestigt. Im Anschluß
an die in der Fig. 4 gezeigte Lage kehren die Bauteile wieder in die ursprüngliche Lage zurück,
wobei in der Fig. 5 diagrammförmig eine Zwischenlage gezeigt ist.
Es ist ein beweglicher Etikettenführungsrahmen, der dem Überführungsteil zugeordnet ist, vorgesehen,
um ein von der Schütte 37 zugeführtes Etikett genau auf die Überf ührungsplatfe 201 zu führen. Dieser go
Führungsrahmen 230, wie insbe:ondere in den F i g. 2, 3 und 6 gezeigt, weist ein U-förmiges Bauteil
mit einem Paar im Abstand zueinander angeordneter
Führungen 231 und 232 auf, die benachbart zu den gegenüberliegenden Seiten der Druckplatte 201 vorliegen.
Dieser Führungsrahmen umgibt die Überführungsplatte teilweise und ist bei 233 zwecks Bewegen
über eine feststehende Achse zwischen einer Arbeitslage, voll ausgezogen in der Fig. 3 gezeigt,
und einer äußersten Schwcnklage, gestrichelt in der
Fig. 3 gezeigt, schwenkbar angelenkt. Eine Zwischenlage ist punktiert-gestrichelt gezeigt, in der die
Führung bei ihrer Rückwärtsbewegung anhält, damit das Überführungsteil 200 wieder in eine mit der
Schütte 37 ausgerichtete Lage zurückschwingen kann, wie sie sich durch die verschiedenen Höhen
der Nocken 69 und 218 sowie insbesondere zwischen den Punkten 218 d und 69 rf dieser Nocken, wie in
Fig. 5, ergibt.
Die Bewegungen, der Etikettenführung ergeben sich durch den Nockenstößelarm 216, der mittels
eines Verbindungsgliedes 235 mit einem an der Welle 156 schwenkbar angelenkten Winkelhebel verbunden
ist, mit einem ersten Arm 236 und einem zweiten Arm 237, der mittels einer Stange 238 mit
der Etikettenführung über einen Stift 239 verbunden ist.
Sobald ein Etikett an der Überführungsplatte 201 zwecks Klebrigmachen des darauf befindlichen Klebstoffs
erwärmt worden ist, weist das Etikett eine Neigung auf sich zusammenzurollen. Dies kann dazu
führen, daß ein sicheres Festhalten des Etiketts an
der Überführungsplatte 201 auf Grund der durch die Öffnungen 205 der Platte beaufschlagten Saugkraft
verhindert wird.
Um nun die Saugkraft voll wirksam werden zu lassen, ist eine Anordnung für das Blasen von Luft
nach unten der Etikettenführung 230 zugeordnet, um so das Etikett fest nach unten auf die Führungsplatte
zu drücken. Diese Anordnung weist einen waagerecht angeordneten Balgen 250 auf, der an einem
nach unten gerichteten Abschnitt der Befestigungsplatte 209 befestigt ist und einen Auslaßschlauch 251
aufweist, der mit einem Luftventil 252 verbunden ist. Das Luftventil steht in Verbindung mit einem
Schlauch 253, der sich nach oben in Richtung auf die obere Seite des Gehäuses und sodann nach vorn
hin für eine Verbindung mit den Etikettenführungsteilen 230 bei 254 erstreckt. Die Verbindung 254
stellt eine Verbindung mit einem allgemein U-förmigen inneren Kanal mit Zweigen 255 und 256 in den
Führungen 231 und 232 dar. Wie in der F i g. 6 gezeigt, weist der Zweig 255 des Kanals seitliche Kanäle
257 auf, die mit einer Reihe öffnungen 258 in Verbindung stehen, durch die Luft nach unten gegen
ein Etikett geführt wird, das auf der Führungsplatte 201 ruht. Der Zweig 256 weist ähnliche seitliche
Kanäle 259 auf, die mit öffnungen in Verbindung stehen, die ähnlich den öffnungen 258 sind,
durch welche Luft gegen das Etikett gerichtet wird. Bei dieser Anordnung wird eine Reihe Luftstrahlen
mit nach unten geneigtem Winkel auf das Etikett von jeder Seite aus gerichtet.
Das Betätigen des Balgens 250 ergibt sich durch einen Nocken 260, der an der Welle 66 (F i g. 1) angeordnet
und mit einem schwenkbar angeordneten Hebel 261 zusammenwirkt, der eine Rolle 262 trägt.
Der Hebel 261 wird in Uhrzeigerrichtung, siehe Fig. 1, durch eine Feder 263 gezogen, die zwischen
dem Gehäuserahmen und einem oberen Ende des Arms angeordnet ist. Die Feder 263 zieht den Hebel
261 aus dem Eingriff mit dem Balgen 250.
Der Nocken 260 weist ein relativ niedrig angeordnetes Teil 264 auf und wenn sich die Rolle 262 in
der unteren Lage befindet, wie es durch das Einwir-
ken der Feder 263 bewirkt wird, befindet sich der
Hebel weg von dem Balgen 250. Bei dem Drehen der Welle 66 bewegt sich die Rolle 262 weg von dem
niedrigen Teil 264 in die hohe Lage des Nockens, und der Hebel 261 wird entgegengesetzt der Uhrzeigerrichtung
geschwenkt, wodurch der Balgen 250 in die in der Fig. 1 gezeigte Lage zusammengedrückt
wird. Die anfängliche Bewegung der Rolle 262 in die Ruhelage des Nockens 260 führt zum
Ausbilden des Luftdrucks, wodurch die Luft aus deh öffnungen in dem Führungsrahmen 230 gedrückt
wird.
Der Nocken 260 ist auf der Welle 66 im Verhältnis zu dem Nocken 218 so angeordnet, daß der
Saugbalgen 208 betätigt und der Führungsrahmen 230 geschwenkt wird, wodurch der Luftdruck an die
Führungen zum gleichen Zeitpunkt abgegeben wird, zu dem eine Saugkraft beaufschlagt wird und das
Führungsteil 230 sich zu drehen beginnt.
Bei der hier beschriebenen Anordnung wird ein Etikett längs der Schütte 37 nach unten auf die
Überführungsplatte 201 abgegeben. Bei Arbeiten des Mechanismus wird Luft durch die Öffnungen auf das
Etikett abgegeben und gleichzeitig Saugkraft durch die öffnungen 205 beaufschlagt, so daß das Etikett
auf der Uberführungsplatte gehalten wird und der Führungsrahmen 230 seine Schwenkbewegung beginnt,
so daß die Überführungsplatte 201 wieder den Arbeitszyklus zum Aufbringen eines Etiketts auf
eine Packung beginnen kann.
Claims (1)
- Patentanspruch:Etikettiervorrichtung für das Überführen von' Heißsiegeletiketten von einer Bereitstellungslage auf Gegenstände, mit einer beheizbaren, mitίο Luftöffnungen versehenen Überführungsplatte, mit einem die Lage der Etiketten auf der Uberführungsplatte bestimmenden, dieselbe schwenkbar umgreifenden, gestellfesten Führungsrahmen sowie mit einer Saug- und Druckluftquelle zurabwechselnden ' Aufbringung eines Saug- oder Blasluftstromes auf die Unterseite der überführten Etiketten, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsrahmen (230) eine Anzahl von gegen die Überführungsplatte (201) ge-so neigten Blasluftbohrungen (258) aufweist, durch welche von einer weiteren, taktweise betätigten Blasluftquelle (250) ein Blasluftstrom beim Beginn der Überführungsbewegung auf die Etiketten zur vollständigen Anlage derselben an die saugluftbeaufschlagte Überführungsplatte aufbringbar ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Family
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