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Omnibus mit hinten anc-zleordiietem Antriebsmotor Die Erfindung bezieht
sich auf Omnibusse mit hinten angeord-C> zietem, vorzugsweise mit unmittelbarer
Luftkühlung arbeitendem Antriebsr,o'or. Die Erfindung betrifft die Unterbringung
der Kühl-. luftkanäle sowie der-Leitungen für die Verbrennungsluft und die Abgase
des 'Motors. Dabei ist vornehmlich an eine Anordnung des Motors mit seiner Achse
in Längsrichtung des Fahrzeuges-und an einen Motor mit zwei Zylinderreihen gedacht,
für den naturgemäß erhöhte Schwierigkeiten bezüglich der Anordnung der Kanäle und
Leitungen sowie der Luftfilter und Auspuff-Schalldämpfer bestehen. Zudem müssen
lebenswichtige Teile des Motors, wie Zylinderköpfe und die Einrichtungen für die
Treibstoffzufuhr, für die erforderliche Wartung frei zugänglich sein. Vor allem
aber ist die Aufgabe gestellt, den hinteren Teil des Wagenraumes zur Unterbringung
von Fahrgästen möglichst vollkommen auszunutzen, also eine rückwärtige Sitzbank
unmittelbar vor der hinteren Rückwand des Wagenaufbaues anzuordnen und ihre Länge
in Querrichtung des Fahrzeuges nicht zu beeinträchtigen.
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Wegen der. a.F.,forderlichen verhä1 tnismäßig großen Strömungsquerschnitte
für die Kühlluft ist eine an sich bekannte Einführung der Luft durch Öffnungen in
den Seitenwäriden des Aufbaues vorausgesetzt. Die-Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch
gelöstp daß die von den Öffnungen in den Seitenwänden des Aufbaues ausgehenden Luftkanäle
in einem Bereich zwischen der Oberseite des Motors#und-der Unterseite der hinteren
Sitzbank diagonal nach
hinten in einen unmittelbar an der Rückwand
hinter dem-.Tiotor befindlichen Sammelraum geführt sind, während innerhalb der Eckrundungen
des Aufbaues angeordnete Leitungen für die Verbrennungslluft-und die Abgase des
Motors hinter den Kühllu-.L4»tkanälen vorbei zum Motor geführt sind. Damit ist es
gelungen, sowohl ausreichende Querschnitte für die Kühlluftkanäle vorzusehen, als
auch die hintere Sitzbank'bis nahe an-die Rückwand des Aufbaues heranzurücken, ohne
daß diese Sitzbank ungebührlich über die Höhe des übrigen Wagenbodens erhöht zu
werden braucht. Der Antriebsmotor kann dabei mit seinem Kühlluftgebläse ebenfalls
bisnahe an die Rückwand herangerückt werden, so daß eine noch ausreichende Länge
der Kardanwelle zwischen dem Wechselgetriebe und der Hinterachse des Fahrzeuges
möglich ist. Die innerhalb der Eckrundungen des Aufbaues angeordneten Leitur, gen
für die Verbrennungsluft und die Abgase des Mdtors ermöglichen in an sich bekannter
Weise eine Luftansaugung vom oberen Teil des Aufbaues herg d.h. aus einer staubfreien
Zone, sowie einem Austritt der Abgase in einer Höhe, in der sie Straßenpassanten
kaum noch belästigen. In diesem Zusammenhang bestehen jedoch besondere Schwierigkeiten
bei Anwendung eines Antriebsmotors mit zwei Zylinderreihen. Eine symmetrische Anordnung
der Leitungen für die Verbrennungsluft und die Abgase, d.h. mit Anordnung
je
einer Luftleitung und einer Abgasleitung in den Eckrundungen, würden sich
verhältnismäßig große. Querschnitte ergeben, zumal da eine a usreichende Wärmeisolierung
zwischen den Leitungen notwendig ist. Dies würde sehr breite Eckpfosten zwischen
dem Rück---.-fenster und den hinteren Seitenfenstern notwendig macheni,üiid außerdem
würde die Länge der hinteren'-Sitzbank In Querrichtungdes
Fahrzeuges
in unerwünschter Weise verkurzt.
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-'Die genannten Schwierigkeiten sind in Weiterbildung der'Erfindung
dadurch behoben, daß innerhalb einer der hinteren Eckrundungeh des Aufbäues eine
Zuführungsleitung für die Verbrennungslu-Pt , -und innerhalb der-anderen hinteren
Eckrundung eine Abgas-# samm - elle-itung vorgesehen und unterhalb der Kühlluftkanäle
in Leitungen-für die beider. Zylinderreihen verzweigt sind. Je eine 2we.i,gl-eitung
für di-e Verbrennungsluft und für die Abgase sind vorzugsweise am rückwärtigen Ende
des Motors oberhalb des" Kühlgebläses nach der jeweils gegenüberliegenden Zylinderreihe
geführt. Diese- Verbindungsleitungen liegen in einem Bereich vor dem mittleren,-Te'il
der Kühlluftkanäle, die hier in einem Sammelraum an der Rückwand des Aufbaues zusammengeführt
sind.
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Mit- der Anordnung nur einer leitung für die Verbrennungsluft innerhalb
der e inen Eckrundung des Fahrzeuges ergibt sich ferner die vorteilhafte Möglichkeit,
ein für beide Zylinderreihen gemeinsames Luftfilter unterhalb des einen Kühlluftkanals
anzuordr#en und die Verzweigung der Leitung für die beiden Zylinderreihen hinter
dem luftfilter voi-7,useheb.
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In entsprechender Weise ist es möglich, für beide Zylinderreihen einen
einzigen Auspufftopf vorzusehen. Dies geschieht vorteilhaft in der Weise, daß die
Abgasleitungen der beiden Zylinderre.ihen über-die Verbindungsleitung hintereinander
ges"chaltet und an einer Seite am vorderen Ende des Motors in den gemein--sameni--
in längsrichtung des Fahrzeuges angeordneten Auspufftopf ausräündeh.;-,1-, Die Erfiridung
ist#an# eInern Azusführtingsbeispiel in der Zeichtlun, dieg-.den 11interen
Teil eines Omnibusses in 1.--
verschiedenen Ansichten
wiedergibt. Die Motoranlage sowie die Luftkanäle und Leitungen sind darin in gestrichelten
Linien gezeichnet. Es zeigen Abb. 1 eine Seitenansicht von linksq Abb. 2
eine Seitenansicht von rechts, Abb. 3 eine Ansicht von hirten ge.sehen und
Abb. 4 einen waagerechten Schnitt mit Grundriß.
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Der mit zwei Reihen in V-Anordnung der Arbeitszylinder 1,
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ausgebildete Antriebsmotor 3 ist mit seiner Wellenachse in Längsrichtung
des Fahrzeuges in das Fahrgestell eingebaut. Hinter dem Motor schließen sic h-das
Kupplungsgehäuse 4 und das Wechselgetriebe 5 an, von dem aus die Ilinterachse'6-über
die Kardanwelle 7
angetrieben wird. Das Kühlluftgebläse 8 ist an das
hintere Ende des Motors angebaut. Die ringförmige Eiriström04'ffnung des Gebläses
ist nach hinten gerichtet und liegt in verhältnismäßig kleinem Abstand vor der Rückwand
des Iglagenaufbaues. Das Gebläse fördert in üblicher Weise die Luft in einen zwischen
den beiden Zylinderreihen vorgesehenen Verteilraum, von dem aus sie zwischen den
Kühlrippen der Arbeitszylinder -und Zylinderköpfe hindurch beiderseits nach außen
abströmt.
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Der Wagenbod.en 10 bildet in bekannter Weise hinten über dem
Motor eine Stufe 11, über der die hintere Sitzbank 12 aufgebaut ist. Die
Rüc1.#enlehne 13 der Sitzbank befindet sich unmittelbar vor der Rückwand
14 des Wagenaufbau-es.
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Die Einströ-möffnungen 16, 17 der Kühlluftkanäle
181 19 befinden sich in den Seitenwänden des Aufbaues in kurzem Abstand vor
den hintereti Echrundungen. Aus den Abbildungen ist erkennbar, da2 die waager-echt,
verlaufenden Kanäl e gerade den Höhenabstand
zwischen der Oberseite
des Motors und der Unterseite der Sitz-bank ausfüllen. Die Vorderkante der Einströmöffnungen
169 17
und der erste Teil der Kanäle 18, 19 schließen zugleich-mit!-der
Vorderkante der Sitzbank 12 ab. Die Kanäle verlaufen, wie Abb. 4 zeigt,- diagonal
nach hinten und münden in einen an der Rückwand -hinter dem Klotor befindlichen,
die ringförmige Einströmöffnung des Kühlluftgebläses 8 allseitig umgebenden
Sammelraum, dessen Wandun gen in bekannter Weise an einer hinteren Klappe 20 der
Rückwand fest angebracht und mit dieser zusammen um eine obere waagerechte Achse
herausschwenkbar sind. Mit der Zuströmung der Kühlluft von beiden Fahrzeugseiten
her wurde es ermöglicht, ausreichende Strömungsquerschnitte in dem begrenzten Raum
unterhalb der hinteren Sitzbank unterzubringen.
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Innerhalb der rechten hinteren Eckrundung des.Aufbaues ist die Zuführungsleitung
22 für die Verbrennungsluft des Motors angeordnet. Die EinStrömöffnungen
23 in diese LeiLtung befinden sich in dem Eckpeosten zwischen dem Rückwandferister
24. und dem hinteren Seitenfenster 25. Die Leitung ist hinLer dem Kühlluftkanal
19 nach unten geführt und an ein für beide Zylinderreihen gemeinsames Luftfilter
21 angeschlossen, das unterhalb des Kühlluftkanals Platz findet. Vom Filt#--r ströml,
die Luft in eine Leltun- 28, die sich in zwei Verteillfeltungen
269 27 für die beiden Zylinderreihen verzweigt. Letztere tst h#riter dem
Kühl-Luft-Sammelraum oberhalb des Kühlluftgebläses 8 vorbeigeführt.
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innerhalb der hinteren linken Eckrundung des Aufbaue-s befindet sich
die Auspuffleitung 299 die im Eckpfosten zwischen dem Rückwandfenster- 24
uhd dem 1.Lriken hinteren SeitenfensLer 30
nahe unter dem
Dach 31 in einer Öffnung 32 ins Freie- mündet. Die Auspuffleitung
ist innerhalb des Aufbaues wärmeisoliert.
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Die Abgas-Sammelleitungen 33, 34 der beiden Zylinderreihen
sind über eirie Verbindungsleitung hintereinander geschaltet, die oberhalb des Kühlluftgebläse
s hinter der Leitung 27 für Jie Verbrennungsli#ft geführt ist. Die Sammelleitung
34 mündet am vorderen Ende des Motors in den für sämtliche Zylinder C>
Auspufftopf
35, der an seinem hiiiteren Ende i n die Auspufflei.I.uii" 29 mündet.
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Der Grundriß Abb. 4 läßt erkennen, daß mit der Anoranun. nur
je einer Zuführungsleitung 22 für die Verbrennungsluft und Auspuffleitung
29 in den Eckruiidtingc#"n des Aifbaues nur verhältnismäßig kleine (:#iorschnitte
beansprucht werden, so daß die. hintere Sitzbank die volle Breite des Intienraitmes
einnehmen kann.