DE1482068C - Schneidvorrichtung fur landwirtschaft lichen Selbstladewagen - Google Patents
Schneidvorrichtung fur landwirtschaft lichen SelbstladewagenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Schneidvorrichtung für Es zeigt
landwirtschaftliche Selbstladewagen, bei der das Fig. 1 den Antrieb der Schneidvorrichtung und
Erntegut von einer Aufnahmevorrichtung in einen in F i g. 2 die Ausführung und Anordnung der
den Laderaum des Wagens mündenden Förderkanal Schneidvorrichtung.
eingeführt wird, in den von der einen Seite her be- 5 An einer der beiden Längsseiten eines Ladewegliche
Förderzinken und von der gegenüberliegen- wagens, beispielsweise in Fahrtrichtung gesehen am
den Seite her bewegliche, auf einer gemeinsamen, vorderen Teil der linken Längsseite, sind alle
quer zur Wagenlängsachse verlaufenden Messerwelle Elemente, die zum Antrieb der einzelnen Vorrichgelagerte
Schneidmesser eingreifen, die in einer zur iungen des Selbstladewagens dienen, zu einer bau-Messerwelle
senkrechten Ebene aus dem Förder- io liehen Einheit zusammengefaßt. Ein Kettenrad 1
kanal herausschwenkbar sind. wird von der Schlepperzapfwelle (d. h. von einer
Bei einer bekannten, mit hin- und hergehen- Triebwelle des den Ladewagen ziehenden Traktors)
den segmentförmigen Schneidmessern arbeitenden über eine Gelenkwelle, ein Winkelgetriebe und eine
Schneidvorrichtung dieser Art können die Schneid- ausrückbare Kupplung angetrieben. Das Kettenrad 1
messer durch Verschwenken ihres Antriebshebels um 15 ist durch eine Kette 2 mit einem Kettenrad 3 vereine
feste Messerwelle aus dem Förderkanal heraus- bunden, das auf dem freien Ende der Antriebsgeschwenkt
werden, wenn eine Zerkleinerung des welle 4 eines Schwingkolbens befestigt ist. Ebenfalls
aufzuladenden Erntegutes nicht gewünscht wird. Das fest mit der Antriebswelle 4 des Schwingkolbens ver-Erntegut
trifft dann beim Passieren des Förderkanals bunden ist ein weiteres Kettenrad 5, das über eine
auf keinen Widerstand durch die Schneidmesser; 20 Kette 6 ein Kettenrad 7 antreibt, welches fest mit
außerdem können die herausgeschwenkten Schneid- einem Zahnrad 8 verbunden ist. Das Zahnrad 8
messer leicht gereinigt und gewartet, z. B. nach- treibt über ein weiteres Zahn- und Kettenrad 9 und
geschliffen werden. Es ist aber bei dieser bekannten eine Kette 10 eine Aufnahmevorrichtung 11 und
Voirichtung notwendig, vor dem Herausschwenken gleichzeitig über ein die.Drehrichtung umkehrendes
der segmentförmigen Schneidmesser eine Gelenk- 25 Zahnrad 12,, oder eventuell auch direkt, ein Zahnverbindung
zwischen dem Antriebshebel und einem rad 13 an, das fest mit einer Schneidmesserwelle 14
Gelenkzwischenhebel zu lösen, der die Bewegung verbunden ist, auf der die rotierenden Kreisscheibeneiner
Exzenterscheibe auf den Antriebshebel über- messer 15 angeordnet sind. Die Schneidmesserwelle
trägt. Diese Arbeit kann nur nach vorheriger Still- 14 ihrerseits ist in zwei oder mehreren Schwenksetzung
des Antriebs ausgeführt werden und bedingt 30 armen 16 gelagert, die um eine feste Achse 17
außerdem, daß der Wagen- oder Schlepperfahrer an- schwenkbar am Wagenrahmen 18 gelagert sind. Die
hält, seinen Fahrersitz verläßt, die Gelenkverbindung Schwenkarme 16 sind in zwei Stellungen arretierbar,
löst und die segmentförmigen Schneidmesser ver- In der einen Stellung ragen die Kreisscheibenmesser
schwenkt. Dies alles erfordert kostbare Zeit und ist 15 durch eine mit Schlitzen versehene hintere Beumständlich.
35 grenzungswand 19 in einen durch diese und eine
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ebenfalls mit Schlitzen versehene vordere Beeine
Schneidvorrichtung zu schaffen, bei der die grenzungswand 20 gebildeten Förderkanal 21, wobei
Schneidmesser einfacher und rascher als bisher und die Zahnräder 12 und 13 bzw. 8 und 13 miteinander
auch während des Betriebes aus dem Förderkanal im Eingriff stehen. In dieser Stellung befindet sich
entfernt werden können. 4° die Schneidvorrichtung in ihrer Arbeitsstellung. In
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- der anderen Stellung der Schwenkarme 16 sind die
löst, daß unter Verwendung von an sich bekannten Zahnräder 12 und 13 bzw. 8 und 13 außer Eingriff
Kreisscheibenmessern die diese Kreisscheibenmesser gebracht und die Kreisscheibenmesser 15 aus dem
tragende Messerwelle in den freien Enden von Förderkanal 21 herausgeschwenkt.
Schwenkarmen gelagert ist, welche in an sich be- 45 Die Antriebswelle 4 des Schwingkolbens ist ein-
kannter Weise um eine zur Achse der Messerwelle oder mehrfach gekröpft. Auf den Kröpfungen sind
parallele feste Achse am Wagenrahmen verschwenk- Förderzinken 29 drehbar gelagert. Die Förderzinken
bar sind, und daß ein auf der Messerwelle sitzendes 29 sind über Hebel 22. an einem Festpunkt 23 am
Zahnrad in der Wirkstellung der Kreisscheiben- Wagenrahmen 18 angelenkt, so daß sie bei um-
messer mit einem Antriebszahnrad kämmt, von dem 50 laufender Antriebswelle des Schwingkolbens eine
es beim. Herausschwenken der Kreisscheibenmesser Greifbewegung in dem Förderkanal 21 ausführen,
aus dem Förderkanal selbsttätig gelöst wird. Die Spitzen der Förderzinken 29 beschreiben dabei
Durch die Erfindung wird erreicht, daß das Ver- eine Bahn 24.
schwenken der die Kreisscheibenmesser tragenden Im Zusammenwirken mit den anderen Vorrichtun-Schwenkarme
leicht vom Fahrersitz aus durch einen 55 gen des Selbstladewagens arbeitet die Schneidvoreinzigen
Handgriff, z. B. mittels eines Gestänges, richtung nun derart, daß das von der Aufnahmevorgenommen
werden kann, ohne daß der sonstige vorrichtung 11 hochgeworfene Ladegut von den Betrieb und die Fahrt des Ladewagens unterbrochen Förderzinken 29 des Schwingkolbens erfaßt und
zu werden braucht. Auch der Antrieb der Kreis- durch den Förderkanal 21 hindurch nach oben bescheibenmesser
kann unbedenklich weiterlaufen, weil 60 fördert wird, wobei es von den Kreisscheibendie
Drehung der herausgeschwenkten Kreisscheiben- messern zerkleinert wird. Während des weiteren
messer automatisch aufhört und keine Gefahren- Ladevorganges hebt der Schwingkolben mit den
quelle mehr bildet. Ebenso einfach und rasch kann Förderzinken das Ladegut auf die Wagenbrücke des
das Einschalten des Schneidwcrkes während des Be- Selbstladewagens, wo es von einem Roll- oder
triebes vom Fahrer durch eine einzige Verstell- 65 Kratzboden 28 in Richtung nach dem hinteren Teil
bewegung vorgenommen werden. des Selbstladewagens weiterbefördert wird. Falls das
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Erntegut beim Laden aber nicht zerkleinert werden
Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. soll, werden die Kreisscheibenmesscr in der vor-
stehend beschriebenen Weise durch einen einzigen Handgriff aus dem Förderkanal herausgeschwenkt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Schneidvorrichtung für landwirtschaftliche Selbstladewagen, bei der das Erntegut von einer Aufnahmevorrichtung in einen in den Laderaum des Wagens mündenden Förderkanal eingeführt wird, in den von der einen Seite her bewegliche Förderzinken und von der gegenüberliegenden Seite her bewegliche, auf einer gemeinsamen, quer zur Wagenlängsachse verlaufenden Messerwelle gelagerte Schneidmesser eingreifen, die in einer zur Messerwelle senkrechten Ebene aus dem Förderkanal herausschwenkbar sind, wobei die Antriebsverbindung zu den Schneidmessern gelöst wird, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung von an sich bekannten Kreisscheibenmessern (15) die diese Kreisscheibenmesser tragende Messerwelle (14) in den freien Enden von Schwenkarmen (16) gelagert ist, welche in an sich bekannter Weise um eine zur Achse der Messerwelle parallele feste Achse (17) am Wagenrahmen (18) verschwenkbar sind, und daß ein auf der Messerwelle (14) sitzendes Zahnrad (13) in der Wirkstellung der Kreisscheibenmesser mit einem Antriebszahnrad (12 oder 8) kämmt, von dem es beim Herausschwenken der Kreisscheibenmesser aus dem Förderkanal (21) selbsttätig gelöst wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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