DE137815C - - Google Patents
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- DE137815C DE137815C DENDAT137815D DE137815DA DE137815C DE 137815 C DE137815 C DE 137815C DE NDAT137815 D DENDAT137815 D DE NDAT137815D DE 137815D A DE137815D A DE 137815DA DE 137815 C DE137815 C DE 137815C
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- G06G—ANALOGUE COMPUTERS
- G06G1/00—Hand manipulated computing devices
- G06G1/14—Hand manipulated computing devices in which a straight or curved line has to be drawn from given points on one or more input scales to one or more points on a result scale
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende, in gebräuchlicher Weise zu technischen Zeichnungen
benutzbare, rechtwinklig gleichschenklige Zeichendreieck läfst sich gleichzeitig zur
Ausführung von Rechnungen verwenden und bietet in dieser Beziehung einen vollwerthigen
Ersatz des bekannten Rechenschiebers, dem es an Genauigkeit und vielseitiger Verwendbarkeit
völlig gleichsteht, welchen es jedoch in Bezug auf Uebersichtlichkeit und Leichtigkeit der
Handhabung und Ablesung, ganz besonders jedoch in Bezug auf einfache Herstellbarkeit,
noch übertrifft.
Die Verwendung des neuen Zeichen- und Rechendreiecks zur Ausführung von Rechnungen
beruht auf folgenden theoretischen Grundlagen. Wenn man in einem rechtwinklig gleichschenkligen Dreieck def (Fig. 1)
die beiden Katheten d e und ef logarithmisch theilt und in irgend zwei Scalenpunkten α und b
dieser Theilungen die Senkrechten α g und b g errichtet, welche sich im Punkte g treffen, so
schneidet die durch den Schnittpunkt g zur Hypotenuse df gezogene Senkrechte die Kathete
d e in einem Punkte c, für welchen gilt:
de = d α -f- ac = d α -f- α g =
d a 4- e b = log α -f- log b = log c,
also: a X b = c.
also: a X b = c.
Projicirt man nun die Kathetenscalen d e und ef auf die Hypotenuse, so dafs auf der
letzteren die Doppelscala dhf entsteht, so schneidet die durch g gezogene Schräglinie
nicht allein die Kathete, sondern auch die Hypotenuse im Scalenpunkte c und es ergiebt
sich hieraus für das in Fig. 1 gezeichnete logarithmische Dreieck der Satz:
Sind die auf den drei Theilungen befindlichen Scalenpunkte a, b und c durch die Gleichung
α χ b = c verbunden, so schneiden sich die in den genannten Scalenpunkten auf
den betreffenden Dreieckseiten errichteten Senkrechten in einem Punkte.
Auf diesem Satze beruht die Anwendbarkeit des Rechendreiecks, welches in Fig. 2 in einer
Ausführungsform veranschaulicht ist, und das an seinen Innenkanten die drei erwähnten
logarithmischen Theilungen trägt. Da nämlich die drei sich in einem Punkte g schneidenden
Senkrechten ihre gegenseitige Lage stets beibehalten, so kann man sich dieselben mittels
der Zeichenschiene i und des Dreiecks k auf einer Unterlage, etwa vom Punkte g (Fig. 2)
aus, ein für alle Mal aufzeichnen, und es ergeben nunmehr bei allseitiger Parallelverschiebung
des Dreiecks k über diesen Linien die Schnittpunkte der letzteren mit den drei.zugehörigen
Dreieckscalen jedesmal drei zusammengehörige Werthe a, b und c (Fig. 2). Um ein
bestimmtes Product αχ. b zu bilden, verschiebt
man zweckmäfsig das Dreieck k zunächst mittels der Schiene i in senkrechtem Sinne, bis
der Scalenpunkt b mit der wagerechten Hülfslinie
zusammenfällt. Hierauf verschiebt man das Dreieck k längs der Schiene i in wage-,rechtem
Sinne, bis der Scalenpunkt α über der senkrechten Hülfslinie liegt, und man kann
nunmehr sofort das gesuchte Resultat c im Schnittpunkte der Schräglinie mit der Hypo-
tenusenscala ablesen. Die Stellenzahl des Productes c ist gleich der Summe der Stellenzahlen
der Factoren α und b, wenn das Resultat c, wie in Fig. 2 veranschaulicht, auf der
zweiten Hälfte der Hypotenusenscala liegt; die Stellenzahl des erwähnten Productes ist dagegen
um eins kleiner, wenn das Resultat c gemäfs Fig. ι auf die erste Hälfte der Hypotenuse zu
liegen kommt.
Um Divisionen auszuführen, hat man den Dividendus auf der Hypotenuse, den Divisor
auf der einen Kathete zu nehmen und erhält den gesuchten Quotienten auf der anderen
Kathete. Die Stellenzahl des Quotienten ist, ähnlich wie vorher, davon abhängig, ob der
Dividendus auf der ersten oder auf der zweiten Hälfte der Hypotenuse lag.
Soll eine fortgesetzte Multiplication ausgeführt, d. h. ein auf der Hypotenuse erhaltenes
Product· c noch weiter mit anderen Zahlen multiplicirt werden, so überträgt man dieses
Product c in einfacher Weise dadurch auf eine der Katheten, dafs man den Schnittpunkt der
durch den Hypotenusenpunkt c gehenden Schräglinie mit der einen oder anderen Kathete
mittels einer Nadel, eines Bleistiftstriches oder auch mittels eines längs der Kathete verschiebbaren
Zeigers / festlegt, so dafs man nunmehr die auf der Kathete festgehaltene
Zahl c wieder als Factor benutzen kann. Ein gleicher Zeiger kann gegebenenfalls längs der
anderen Kathete und ein dritter längs der Hypotenuse verschiebbar sein, so dafs sich jedes
Hypotenusenresultat auf die Kathete und umgekehrt übertragen läfst und auf diese Weise
alle fortgesetzten Multiplicationen ausgeführt werden können. Bei richtiger Handhabung
des Rechendreiecks ist jedoch eine Festlegung z. B. mittels Zeigers niemals erforderlich und
daher die Anbringung eines Zeigers / oder dergl. stets entbehrlich.
Wie ohne Weiteres aus Fig. 1 ersichtlich, schneiden die in den Scalenpunkten α und b
auf den betreffenden Katheten errichteten Senkrechten die Hypotenuse in den Scalenpunkten
a2 bezw. b2, da die Hypotenuse die logarithmische
Scala doppelt trägt. Wenn man also in Fig. 2 das Dreieck k senkrecht (oder auch
wagerecht) verschiebt, so erhält man in den Schnittpunkten der wagerechten (oder auch
senkrechten) Hülfslinie mit der Katheten- und Hypotenusenscala alle zusammengehörigen
Werthe b und b2 (oder auch α und a2).
Für das Aufsuchen höherer Potenzen und Wurzeln lassen sich ebenfalls leichte Regeln
aufstellen.
Die logarithmischen Scalen sind bei der gezeichneten Ausführungsform an den zweckmäfsig
zugeschärften Innenkanten des Zeichendreiecks aufgetragen und können auch unmittelbar
als logarithmische Mafsstäbe (zum Auftragen logarithmischer Theilungen auf das
Zeichenpapier) benutzt werden. Das Dreieck einerseits und die (gegebenenfalls in das letztere
eingelegten) logarithmischen Scalen andererseits können natürlich aus beliebigem Material
(Holz, Celluloid, Metall u. s. w.) hergestellt sein.
Selbstverständlich können unmittelbar neben den logarithmischen Scalen auf den Dreieckschenkeln
noch andere Theilungen aufgetragen werden, welche im Verein mit den ersteren das unmittelbare Ablesen der Logarithmen, der
Quadrat-, Cubikzahlen u. s. w. sowie der Kreisfunctionen zulassen, wie solche bereits
bekannt sind.
Natürlich kann man das Dreieck gegebenenfalls auch in anderer Lage, als gekennzeichnet,
zum Rechnen benutzen. Auch können die Theilungen auf beiden Seiten des Dreiecks angebracht
sein.
Anstatt die drei Theilungen, wie in Fig. 2 veranschaulicht, in den Ecken scharf zusammenstofsen
zu lassen, was Schwierigkeiten in der Herstellung und Handhabung des Rechendreiecks
bieten würde, kann man auch ent-, weder alle drei Theilungen oder aber lediglich
diejenigen der Katheten auf Aequidistanten zu den betreffenden Dreieckseiten
auftragen.
Claims (1)
- Pate nt-An SPRU c η :
Rechen- oder Zeichendreieck, dadurch gekennzeichnet, dafs auf den drei Schenkeln eines rechtwinklig gleichschenkligen Zeichendreiecks (etwa längs der Innenkanten desselben) logarithmische Theilungen aufgetragen sind, und zwar auf den beiden Katheten je eine einfache logarithmische Scala in gleichen Mafsstäben, auf der Hypotenuse eine logarithmische Doppelscala, deren Gesammtlänge das j/2 fache jeder Kathetenscala ist, zum Zwecke, durch Parallelverschiebung des Dreiecks über drei sich in einem Punkte (g) schneidenden Senkrechten zu den Dreieckseiten Rechnungen ausführen zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE137815C true DE137815C (de) |
Family
ID=405665
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT137815D Active DE137815C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE137815C (de) |
-
0
- DE DENDAT137815D patent/DE137815C/de active Active
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