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Vorrichtung zum Formen von Hemdkragen Die Erfindung bezieht sich auf
eine Vorrichtung zum Formen von Kragen bei Faltmaschinen für Hemden mit angearbeitetem
Kragen, bei der das zu faltende Hemd mit der Kragenöffnung nach unten auf ein in
der Faltplattenebene angeordnetes Kragenformaggregat aufgelegt wird, bei der das
Kragenformaggregat aus drei Formstücken besteht, die an verschiedenen Abschnitten
des Halsbundes angreifen und durch eine Betätigungseinrichtung relativ zueinander
bewegbar sind, um die Formstücke auseinanderzuspreizen bzw. zusammenzuziehen, wie
sie beispielsweise zum Formen von weichen Umlegkragen bei Herrensportheinden Anwendung
finden kann.
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Es sind bereits Kragenforrnmaschinen dieser Art bekannt, bei welchen
die dem Halsbund zugewandten Außenseiten der Formstücke entweder senkrecht verlaufen
oder von ihrem freien Ende aus nach außen und unten geneigt sind, so daß der Kragen
beim Aufspreizen der Formstücke von dem Formaggregat leicht abrutscht. Mit diesen
bekannten Maschinen können deshalb die Kragen nicht im gewünschten Maß glatt ausgeformt
werden, und der Rückenteil des Hemdes ist in der Nähe des Kragenbundes meist faltig
oder verzogen.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Kragenformvorrichtung zu schaffen,
bei der ein Verziehen oder Faltigwerden des Kragens bzw. des Rückenteils vermieden
wird, mit der auch Hemden von sehr unterschiedlicher Kragengröße bearbeitet werden
können, und bei der sich Kragen und Forinstücke leicht aneinander anpassen lassen.
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Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art weisen
zur Lösung dieser Aufgabe erfindungsgemäß die seitlichen Kragenformstücke auf ihrer
dem Halsbund zugekehrten Außenseite von ihrem freien, dem inneren des Hemdes zugekehrten
Ende aus nach innen unten einfallende Schrägflächen im Bereich der seitlichen Kragenteile
auf, und das vordere Formstück zum Einleiten des Gleitens des Halsbundes des Hemdes
weist eine schräg in Richtung der Kragentrennlinie vorspringende Gleitnase im Bereich
der Trennlinie des Kragens auf.
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Vorzugsweise ist dabei die schräge Gleitnase am vorderen Formstück
als schmaler Steg mit abgerundeter Kante ausgebildet.
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Dabei kann die antriebsmäßige Verbindung zwischen dem vorderen Formstück
und der Betätigungseinrichtung der Formstücke lösbar sein, so daß das vordere Formstück
nach Lösen der Verbindung mit dem Betätigungsgestänge in einer wählbaren
Stellung feststellbar ist, wie dies an sich bereits in anderem Zusammenhang
bei einer andersgearteten Kragenformvorrichtung vorgeschlagen wurde.
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Schließlich können die Formstücke noch an ihrer freien, dem Hemdenrückenteil
zugekehrten Seite in an sich bekannter Weise mit einem über die Schrägflächen nach
außen vorspringenden Begrenzungsrand versehen sein.
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Wird bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ein Hemd eingebracht
und das Kragenformaggregat dann aufgespreizt, so kann die Innenseite des Kragenbundes
in der Nähe des Kragenknopfes auf der geneigten Gleitnase entlanggleiten, bis der
Kragenbund an dem Begrenzungsrand angreift, wodurch verhindert wird, daß der Kragenbund
von diesem Formstück heruntergleitet. Dadurch wird vermieden, daß sich das Formaggregat
nicht zu weit in den Hauptteil des Hemdes hineinerstreckt und eine Faltenbildung
sowie ein Verziehen des Hemdes in der Umgebung des Kragens hervorruft. Im gleichen
Sinne dient die Neigung der Außenfläche der Formstücke dazu, die Gefahr zu vermeiden,
daß die seitlichen Teile des Kragenbundes von dem Forinaggregat heruntergleiten,
wenn das Aggregat aufgespreizt wird.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen
an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert, F i g. 1 zeigt eine Hemdenfaltmaschine
mit einer erfindungsgemäßen Kragenformvorrichtung; F i g. 2 zeigt eine Kragenformvorrichtung
im Grundriß, und zwar bei eingezogenen Formstücken; F i g. 3 zeigt die Kragenfornivorrichtung
im aufgespreizten Zustand;
F i g. 4 zeigt die Seitenansicht
eines Kragenformaggregates nach Fig. 2 mit aufgelegtem Hemdkragen; F i
g. 5 zeigt die Vorrichtung in Seitenansicht mit aufgespreizten Formstücken;
F i g. 6 und 7 zeigen die Vorrichtung von unten; F i g. 8 und
9 zeigen die Formstäcke in Vorderansicht und zwar im zusammengezogenen bzw.
aufgespreizten Zustand; F i g. 10 zeigt den Grundriß einer weiteren Ausführungsfonn
eines erfindungsgemäßen Kragenformaggregates; Fig. 11 zeigt dieses Kragenformaggregat
nach F i g. 10 von unten-5 -
F i g. 12 und 13 zeigen
die lösbare Verbindung zwischen dem vorderen Kragenformstück und der Betätigungseinrichtuni.
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Gemäß F i g. 1 ist eine erfindungsgemäß ausgebildete Kragenformvorrichtung
10 in einem Falttisch 11 eingebaut. Dieser Tisch besteht im vorliegenden
Fall aus einer Tischplatte 12, deren Oberseite 13 in Richtung auf die die
Hemden faltende Person nach unten geneigt ist, sowie einer senkrechten in der Höhe
verstellbaren Unterstützung 14, die an einem Sockel 15 befestigt ist. Aus
dem Sockel 15 ragt nach vorn ein Pedal 16 heraus, das über eine Stange
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mit der innerhalb der Platte 12 angeordneten Kragenformvorrichtung
10 verbunden ist, um das Zusammenziehen und/oder Aufspreizen des Kragenformaggregates
zu bewirken. Die Kragenformvorrichtung 10 ist in der geneigten Tischfläche
13 innerhalb einer Öffnung 18 etwas versenkt eingebaut.
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In F i g. 4 ist gezeigt, wie z. B. ein Sporthemd
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mit weichem Umlegkragen 19 a, der längs des Halsbundes 119
c am Hemdrücken 19 b angenäht ist, in das Formaggregat eingelegt wird.
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Die Kragenformvorrichtung 10 ist auf einer Grundplatte 21 angebracht,
die an der Unterseite der Tischplatte 13 derart befestigt ist, daß sie sich
mit der Tischöffnung 18 deckt. Auf der Grundplatte 21 ist das aufspreizbare
und zusamrnen iehbare Kragenformaggregat 22 befestigt, das ein mittleres Formstück
22 a und zwei seitliche Formstücke 22 b und 22 c umfaßt. Die Formstücke 22
a, 22 b und 22 c sind vorzugsweise aus Metall hergestellt und besitzen
eine hohe Wärmeleitfähigkeit.
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Das mittlere Formstück 22 a ist an der Grundplatte 21 mittels Schrauben
23 befestigt. An gegenüberliegenden Seiten des mittleren Formstückes 22 a
sind Aussparungen 24 zur Aufnahme eines entsprechend ausgebildeten Abschnittes
30 des jeweils benachbarten seitlichen Formstückes 22b bzw. 22c in
deren eingezogenen Stellung vorgesehen. Gemäß F i g. 3 ist die freiliegende
Rückenfläche 25' des rückwärtigen Teils 25 des mittleren Formstückes
22 a von der Grundplatte 21 aus unter einem Winkel von etwa 80' nach
vorn und nach oben geneigt, was auch aus F i g. 4 und 5 ersichtlich
ist. Diese Neigung der Rückenfläche 25' kann jedoch je nach der Ausführung
des Kragens 19 a größer oder kleiner als 80'
seine Im vorliegenden
Fall wurde ein Neigungswinkel von 80' gewählt, da er als für die meisten
Hemden dieser Art geeignet erscheint. Der vordere Teil 26
des mittleren Formstücks
22a erstreckt sich dagegen im wesentlichen rechtwinklig von der Grundplatte 21 aus
und ist mit einer nach vorn ragenden Nase 26'
versehen, deren oberer Steg
27 von dem der Grundplatte 21 benachbarten vorderen Ende aus nach oben und
nach hinten unter einem Winkel A von etwa 20' geneigt ist (F i
g. 5). An den Steg 27 legt sich der vordere Teil des Halsbundes an,
wenn das Hemd zum Falten der Vorderseite nach unten auf die Tischfläche
13 und auf dem Kragen 19 a in die Öff-
nung
18 gelegt wird. Gemäß F i g. 4 berührt dann der vordere Teil des Halsbundes
19 c den Steg 27
der Nase 26' an einem zwischen deren
Enden liegenden Punkt, wobei'ein erheblicher Teil des Kragenformaggregates durch
die Kragenöffnung hindurch in den Hauptteil des Hemdes hineinragt. Wenn das Kragenformaggregat
22 aufgespreizt wird, d. h., wenn das Pedal 16 freigegeben wird und
die seitlichen Formstücke 22 b und 22 c ihre aufgespreizte Stellung gegenüber
dem mittleren Formstück 22 a einnehmen (F i g. 3), gleitet der den Steg berührende
vordere Teil des Halsbundes 19 c selbsttätig auf dem Steg 27 der Nase
26 nach oben, bis der Halsbund an einem Begrenzungsrand 28 angreift,
der an der Oberkante des vorderen Abschnitts 26 des mittleren Formstückes
22a ausgebildet ist. Dieser Begrenzungsrand 28 ragt teilweise in die freiliegenden
seitlichen Ab-
schnitte der seitlichen Formstücke 22 b bzw. 22 c hinein.
Wenn das Kragenformaggregat 22 innerhalb der Halsöffnung des Hemdes aufgespreizt
wird, gleitet somit der vordere Teil des Kragens längs des oberen vorderen Abschnitts
des Kragenformaggregates 22 nach oben, so daß keine Gefahr besteht, daß der Hemdrücken
19 b faltig wird.
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Die seitlichen Formstücke 22 b und 22 c sind einander ähnlich
bzw. spiegelbildlich ausgebildet, und ihre einander gegenüberliegenden Innenflächen
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sind so geformt, daß sie im wesentlichen zu der Umrißform der Aussparungen
24 in den beiden Seitenflächen des mittleren Formstückes 22a passen. Wenn die seitlichen
Formstücke 22 b und 22 c in Richtung auf das mittlere Formstück 22a eingefahren
sind, liegt somit die freiliegende Außenfläche jedes der seitlichen Formstücke
22b und 22c auf gleicher Höhe mit der benachbarten freiliegenden Fläche des
Vorderabschnittes 26 des mittleren Formstückes 22a, wodurch es leichter wird,
den Kragen 19 a auf das Kragenformaggregat 22 aufzubringen bzw. ihn von dem
Aggregat abzunehmen. An der Rückenseite 22 b'
bzw. 22c' jedes der beiden seitlichen
Formstücke 22 b bzw. 22 c, die jeweils in der gleichen Weise geneigt ist
wie die Rückseite25' des mittleren Formstückes 22a, ist eine dünne, langgestreckte
flache Zunge 29 befestigt, die sich in Richtun auf das andere seitliche Formstück
erstreckt und so ausgebildet ist, daß ihr freies Ende zwischen der geneigten Rückfläche
25' des mittleren Formstückes 22 a und einer Abdeckung 29' liegt,
die am rückwärtigen Teil 25
des mittleren Formstückes 22a angebracht ist.
Die Zunge 29 kann aus dem Raum hinter dem Abdekkungsteil 29' herausgleiten,
wenn das seitliche Formstück von dem mittleren Formstück 22 a wegbewegt wird, um
so eine ununterbrochene Rückenfläche zu bilden. An diese ununterbrochene Rückenfläche
legt sich der hintere Teil des Kragens 19 a an, so daß sich in dem
Kragen keine Beulen bilden können. An der Oberseite des mittleren Formstückes 22a
ist eine flache Platte 31 von im wesentlichen dreieckiger Form befestigt
(F i g. 2 und 3), und diese Platte entspricht hinsichtlich ihrer Form
der Gestalt der Oberseite des Kragenformaggregates, wenn letzteres zusanimengezogen
ist. Die Platte 31 bildet eine glatte Fläche, auf der ein Stück -des Hemdrückens
19b
ruhen kann, wenn der Kragen 19a um das Formag
eaat herumgelegt wird.
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"gr c
Die seitlichen Formstücke 22 b und 22 c sowie das
mittlere Formstück 22a sind mit Heizeinrichtungen versehen. Beispielsweise besitzt
jedes seitliche Formstück 22 b bzw. 22 c eine Bohrung 32, in der ein
elektrisches Heizelement 33 (F i g. 4 und 7) angeordnet ist.
Eine ähnliche Bohrung ist in dem mittleren Formstück 22 a ausgebildet, um gemäß
F i g. 4 und 7
ein Heizelement 33' aufzunehmen. Die Heizelemente
33 und 33' sind durch Leitungen 33 a mit einer elektrischen
Stromquelle verbunden.
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Durch die erwärmten Forinstücke wird ein besseres Formen und Glätten
des Kragens gewährleistet. Jedes seitliche Formstück 22 b und 22 c besitzt
einen nach unten ragenden Bolzen 34 bzw. 35, der sich je-
weils durch
einen der langgestreckten Schlitze 36 und 37 in der Grundplatte 21
erstreckt. An den Bolzen 34 bzw. 35 greift jeweils ein gegabeltes Ende eines
Armes 38 a bzw. 40 a eines von zwei Winkelhebeln
38 und 40 an, welch letztere bei 41 bzw. 42 an der Unterseite der Grundplatte
21 angelenkt sind (F i g. 6
und 7). Die anderen Arme 38 b und
40 b der Winkelhebel 38 und 40 sind ebenfalls an ihren Enden gegabelt,
so daß sie einen gemeinsamen Bolzen 43 umfassen können, der nach unten ragend an
einer Schiene 44 angebracht ist, welcher an der Unterseite der Platte 21 gleitend
beweglich geführt ist (F i g. 5).
Die Schiene 44 kann nur geradlinige
Bewegungen ausführen, da sie durch die Führungen 45 und 46 geführt wird, die mittels
Schrauben an der Unterseite der Platte 21 befestigt sind. Gemäß F i g. 6
und
7 ist die Führung 45 rechtwinklig zur Bewegungsrichtung der Schiene 44 angeordnet,
und in jedem ihrer seitlichen Abschnitte ist je ein langgestreckter Schlitz
47 vorgesehen; diese Schlitze 47 decken sich jeweils mit den Schlitzen
36 bzw. 37 in der Grundplatte 21. Die Schlitze 47 ermöglichen es den
Bolzen 34 und 35 sowie den Heizelementen 33 für die seitlichen Formstücke
22 b und 22 c, nach unten bis zur Unterseite der Grundplatte 21 vorzustehen.
Ein Ende der Schiene 44, nämlich das in F i g. 4 und 5 sichtbare rechte
Ende, trägt einen nach unten ragenden Fortsatz 48, dessen unteres Ende an einer
Betätigungsstange 50 angelenkt ist (F i g. 4 bis 7). Die Stange
50 erstreckt sich durch einen nach unten vorspringenden gegabelten Abschnitt
46' der Führung 46 und ist über den größten Teil ihrer Länge von einer Schraubenfeder51
umgeben, die ständig unter Druck steht und sich zwischen einer Beilegscheibe
52,
die auf das eine Ende der Stange lose aufgesteckt ist und an einer Seite
des gegabelten Fortsatzes 46' der Führung 46 anliegt, und einer auf das andere Ende
der Stange aufgeschraubten Mutter 53 abstützt. Die Feder 51 ist normalerweise
bestrebt, die Stange 50
gemäß F i g. 4 und 5 nach links zu verschieben.
Das mit Gewinde versehene Ende der Stange ist an einem Hebel 54 angelenkt, der einen
sich nach oben oder in Querrichtung erstreckenden Armabschnitt 55 trägt,
welcher seinerseits an seinem freien Ende 56 mit einem Teil der Platte 21
gelenkig verbunden ist. Das linke Ende des Hebels 54 (nicht dargestellt) greift
an der Verbindungsstange 17 (F i g. 1) an, die mit dem Betätigungspedal
16 verbunden ist. Im vorliegenden Fall ist vorgesehen, daß die Betätigung
der Stange 50
durch die Bedienungsperson auf mechanischem Wege über den Hebel
54, die Stange 17 und das Pedal 16
erfolgt; es sei jedoch bemerkt,
daß naturgemäß auch andere geeignete Betätigungsmittel, z. B. pneumatische, hydraulische
oder elektrische Kraftbetätigungsmittel vorgesehen sein können. Da die Feder
51 die Stange 50 gemäß F i g. 4 und 5 nach links drückt,
wird auch die Schiene 44 in die gleiche Richtung gedrückt, so daß die Winkelhebel
38 und 40 die geradlinige Bewegung der Schiene gleichzeitig auf die seitlichen
Formstücke 22 b und 22 c übertragen, wodurch bewirkt wird, daß sich diese
Forinstücke von dem mittleren Formstück 22a weg nach außen bewegen, bis sie die
in F i g. 3 gezeigte Stellung erreicht haben.
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Wenn das Pedal 16 niedergedrückt wird, wird der Hebel 54 entgegen
dem Uhrzeigersinn um das freie Ende 56 geschwenkt, und die Stange
50 wird gemäß F i g. 4 und 5 nach rechts bewegt. Eine Bewegung
der Stange 50 nach rechts bewirkt, daß sich die Schiene im wesentlichen in
der gleichen Richtung verschiebt, so daß sich die seitlichen Formstücke 22
b
und 22 c gleichzeitig auf das mittlere Formstück 22 a
zu bewegen,
bis sie die in F i g. 2 gezeigte Stellung erreicht haben. In diesem Zustand
ist das Kragenformag-regat 22 vollständig zusammengezogen, so daß man den Kragen
19 a leicht auf das Aggregat aufbringen bzw. ihn von dem Aggregat abnehmen
kann. Wenn das Pedal 16 freigegeben wird, nimmt der Kragenbund 19c selbsttätig
die richtige Lage gegenüber dem Umfang des Kragenfonnaggregates ein, wie es weiter
oben bereits erläutert worden ist.
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In F i g. 8 und 9 ist gezeigt, wie die Außenseiten F
der seitlichen Formstücke 22 b und 22 c unter einem Winkel von etwa 12' derart
über der Senkrechten geneigt sind, daß die Oberseite dieser seitlichen Formstücke
nach außen überhängt. Hierdurch wird gewährleistet, daß der Kragen beim Aufspreizen
des Formaggregates nicht mit seinem rückwärtigen Teil von dem Formaggregat abrutscht.
Es sei jedoch bemerkt, daß sich dieser überhang der freiliegenden Seitenflächen
der seitlichen Formstücke in Richtung auf den vorderen Teil des Kragenformaggregates
allmählich verkleinert. Wie bereits erwähnt, bildet der freiliegende Vorderteil
26 des mittleren Formstückes 22 a mit der Grundplatte 21 im wesentlichen
einen rechten Winkel. Die gegenseitige Anordnung und die Neigungswinkel der Rücken-,
Seiten- und Vorderflächen des Kragenformaggregates sind so gewählt, daß sich das
Aggregat der natürlichen Gestalt des Kragens 19 a anpaßt, damit der Kragen
beim Aufspreizen des Formaggregates nicht verzogen oder verdrückt wird.
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F i g. 10 bis 13 zeigen eine abgewandelte Ausbildungsform
eines Kragenformaggregates 57, bei dem nicht das ganze mittlere Formstück
58 gegenüber der Grundplatte 21 ortsfest angeordnet ist, wie es bei dem vorstehend
beschriebenen Kragenformaggregat 22 der Fall ist, sondern vielmehr einen Vorderabschnitt
58 a aufweist, der sich gleichzeitig mit dem Aufspreizen der seitlichen Formstücke
22 b oder 22c oder unabhängig von dieser Bewegung nach vorn, d. h.
in F i g. 10 nach links verschieben läßt. Gegebenenfalls kann der vordere
Abschnitt58a gegenüber der Grundfläche 21 feststehen, während die seitlichen Formstücke22b
und 22c aufeinander zu und voneinander weg bewegt werden. Es liegt auf der Hand,
daß man die Anordnung dieser Aggregate hinsichtlich ihrer Beweglichkeit und Einstellbarkeit
in der gewünschten Weise ändern kann. Das mittlere Formstück 58 umfaßt einen
rückwärtigen Abschnitt
58 b, der unmittelbar an der
Grundfläche 21 befestigt ist und somit ohne Rücksicht auf die Art und Weise, in
der der Vorderabschnitt 58 a eingestellt wird, an Ort und Stelle
verbleibt. Die bereits in Verbindung mit dem Kragenformaggregat 22 beschriebene
flache Platte 31 ist an dem rückwärtigen Abschnitt 58 b des
mittleren Formstückes 58 angebracht. Abgesehen von der Tatsache, daß das
mittlere Formstück 58
einen vorderen und einen hinteren Abschnitt umfaßt,
ist die Umfangsform des mittleren Formstücks und der seitlichen Formstücke bei den
beiden Kragenformen 22 und 57 gleich, so daß sich hier eine nähere Erläuterung
erübrigt.
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# Um eine gleichzeitige Bewegung des Vorderteils 58a des mittleren
Forrastückes 58 zu ermöglichen, ist die weiter oben beschriebene langgestreckte
Schiene 44 des Formaggregates 22, die an der Unterseite der Grundfläche 21 angeordnet
ist, durch eine Schiene 60 größerer Länge (F i g. 11) ersetzt, deren
vorderes Ende 60 a mit einem langgestreckten Schlitz 61 versehen
ist, der mit der Längsachse der Schiene 60 fluchtet. Die Schiene
60 ist am vorderen und hinteren Ende durch die Führungsstücke 62 und
46 unterstützt. Die Schiene 60 trägt einen nach unten ragenden Bolzen
23, der ähnlich wie der Bolzen 43 bei der Schiene 44 nahe dem hinteren Ende
der Schiene 60 angebracht ist, um eine gleichzeitige Bewegung der seitlichen
Formstücke 22 b und 22 c über zwei Winkelhebel 38 und 40 zu bewirken,
wenn die Schiene 60 in Längsrichtung bewegt wird. Der langgestreckte Schlitz
61 der Schiene nimmt einen nach unten ragenden Gewindestift 63 auf,
der an der Unterseite des Vorderteils 58 a des mittleren Formstückes
angeordnet ist. Dieser Gewindestift ragt ferner durch einen langgestreckten Schlitz
64 in der Grundfläche 21. Die Länge des Schlitzes 64 begrenzt die Bewegungsstrecke
des Vorderteils 58 a. Die Schlitze 61 und 64 fluchten miteinander
(F i g. 10, 12 und 13),
und der Schlitz 64 ist etwas breiter als der
Schlitz 61.
Der Schaftabschnitt des Gewindestiftes 63 nimmt ein Zwischenstück
65 auf, das durch eine Flügelmutter 66
in seiner Lage gehalten wird.
Das in F i g. 12 und 13
in größerem Maßstab wiedergegebene Zwischenstück
65 ermöglicht es, daß sich der Vorderteil 58 a gleichzeitig mit den
seitlichen Formstücken 22 b und 22 c oder unabhängig von letzteren bewegt,
je nachdem, welche Seite des Zwischenstückes 65 der Unterseite der
Grundfläche 21 zugewandt ist. Auf der einen Seite 65 a des
Zwischenstückes ist eine Mittelrippe 67
vorgesehen, die in den Schlitz
61 der Schiene 60 hineinragen kann, wenn das Zwischenstück so angeordnet
ist, wie es in F i g. 12 angedeutet ist. Die gegenüberliegende Seite
65 b des Zwischenstückes besitzt zwei parallele Nuten 68 a
und 68 b, die durch eine Rippe 70 voneinander getrennt sind; diese
Rippe ragt über die Ebene der Fläche 65 b hinaus. Wenn das Zwischenstück
so eingebaut ist, wie es in F i g. 13
angedeutet ist, und wenn die Flügelmutter
66 festgezogen ist, ragt die Rippe 70 durch den Schlitz
61
hindurch in den Schlitz 64 hinein, und die Unterseite des Vorderteils
58 a berührt die freiliegende Seite der Grundfläche 21, so daß der Vorderteil
58 a seine Lage nicht verändert, wenn die Schiene 60 hin- und hergeschoben
wird, um die seitlichen Formstücke 22 b und 22 c aus- und einzufahren. Gemäß
F i g. 13
besitzen die Nuten 68 a und 68 b eine ausreichende
Breite und Tiefe, um eine freie Bewegung der Schiene 60 gegenüber dem Zwischenstück
65 zuzulassen, wenn dieses die Stellung nach F i g. 13 einnimmt. Befindet
sich das Zwischenstück in der Stellung nach F i g. 12, verwendet man einen
Abstandsring 71, der den Schaft des Gewindestiftes 63 umgibt und zwischen
der Oberseite der Schiene 60 und der Unterseite des Vorderteils
58 a angeordnet ist. Die Breite des Abstandsstückes 71 ist gemäß F
i g. 12-geringer als diejenige des Schlitzes 64 in der Grund fläche 21, jedoch
größer als diejenige des Schlitzes 61
in der Schiene 60. Wenn das Zwischenstück
65 die Stellung nach F i g. 12 einnimmt und die Mutter 66
auf
dem Gewindestift 63 festgezogen ist, macht der Vorderteil 58 a die
Längsbewegung der Schiene 60
mit. Befindet sich das Zwischenstück dagegen
in der Stellung nach F i g. 13, läßt man das Abstandsstück 71 weg,
damit die Unterseite des Vorderteils 58 a die freiliegende Seite der Grundfläche,
21 berühren kann.
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Da die Schiene, 60 den Schlitz 61 aufweist, kann die
Bedienungsperson die Länge der Bewegungsstrecke des Vorderteils 58
a sowie den Endpunkt variieren, an dem das Kragenformaggregat 57 aus-oder
eingefahren wird. Das abgeänderte Kragenformaggregat 57 kann somit für Hemden
benutzt werden, die weiche Umlegekragen der verschiedensten Größe und Form besitzen.
Da das abgeänderte, Kragenformaggregat einstellbar ist, kann man ferner die Form
der Kragenöffnung derart variieren, daß das Hemd im gefalteten Zustand das gewünschte
Aussehen erhält.