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DE1224070B - Einrichtung zum integrierenden Zaehlen von bestimmten Merkmalen von Signalen - Google Patents

Einrichtung zum integrierenden Zaehlen von bestimmten Merkmalen von Signalen

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Publication number
DE1224070B
DE1224070B DEC27182A DEC0027182A DE1224070B DE 1224070 B DE1224070 B DE 1224070B DE C27182 A DEC27182 A DE C27182A DE C0027182 A DEC0027182 A DE C0027182A DE 1224070 B DE1224070 B DE 1224070B
Authority
DE
Germany
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counting
stage
binary
output
phase
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC27182A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Dr Theo Stutz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinmetall Air Defence AG
Original Assignee
Oerlikon Contraves AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Oerlikon Contraves AG filed Critical Oerlikon Contraves AG
Publication of DE1224070B publication Critical patent/DE1224070B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K23/00Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains
    • H03K23/002Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains using semiconductor devices
    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K23/00Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains
    • H03K23/74Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains using relays

Landscapes

  • Transmission And Conversion Of Sensor Element Output (AREA)

Description

  • Einrichtung zum integrierenden Zählen von bestimmten Merkmalen von Signalen Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum integrierenden Zählen von bestimmten Merkmalen von Signalen, die von einem mehrphasigen Signalgeber bei jeder Veränderung einer physikalischen Größe um einen bestimmten Einheitswert je nach dem positiven oder negativen Änderungssinn der Größe in einer bestimmten Reihenfolge von Zustandskombinationen oder in umgekehrter Reihenfolge an mehr als eine Ausgangsleitung abgegeben werden.
  • Es sind mehrphasige Signalgeber bekannt, die auf mehreren Ausgangsleitungen Folgen von Zustandskombinationen für jede Veränderung der überwachten Größe um einen bestimmten Einheitswert abgeben, welche durch ihre Phasenfolge den Anderungssinn der Größe eindeutig kennzeichnen. So sind z. B. zweiphasige Geber bekannt, die auf zwei Ausgangsleitungen elektrische »Ja-Nein«-Signale abgeben, welche für den einen Zählsinn pro Veränderung der Eingangsgröße um einen bestimmten Einheitswert (Inkrementwert) der nachstehenden Kombinationsfolge entsprechen: Erste Leitung: Aus -Ein-Ein-Aus, d. h. 0 -L-L- 0 usw. Zweite Leitung: Aus -Aus-Ein-Ein,d.h.0-0-L-Lusw. Für den umgekehrten Änderungssinn der Eingangsgröße ergibt sich dann der umgekehrte Zyklus der vier möglichen Zustandskombinationen: Erste Leitung: Aus - Aus - Ein - Ein, d. h. 0 - 0 - L - L usw. Zweite Leitung: Aus-Ein-Ein-Aus, d. h. 0 - L - L - 0 usw. Man kann ein derartiges Signal mit Vorteil zweiphasiges Binärsignal nennen.
  • Die Ausgangssignale solcher Geber müssen dabei nicht elektrischer Natur sein; sie können z. B. auch optischer oder hydraulischer bzw. pneumatischer Natur sein.
  • Es sind außerdem Einrichtungen zum integrierenden Zählen der vorstehend erläuterten Signalfolgen, d. h. Vorwärts-Rückwärts-Zähler zum Zählen von vorzeichenbehafteten Inkrementsignalen bekannt. Sie werden vielfach zur Messung von physikalischen Größen eingesetzt, die sich frei und abwechslungsweise im zunehmenden wie auch abnehmenden Sinne verändern können, wie z. B. Längen- und Winkelgrößen, Temperaturen usw. Bekannte Vorwärts-Rückwärts-Zähler umfassen eine Kette von Binärzähl- bzw. -speicherstufen mit je einem umsteuerbaren bistabilen Schaltglied, z. B. einem Relais oder einem sogenannten Transistor-Flip-Flop, und jede dieser Zahlstufen ist mit Mitteln zur Umsteuerung des Zählsinnes in Abhängigkeit vom momentanen Zustand eines binären Vorzeichensignals ausgerüstet, das beispielsweise am Eingang der Zählstufenkette in Abhängigkeit von der Richtung der gegenseitigen Phasenverschiebung des vom Meßgrößengeber gelieferten zweiphasigen Binärsignals erzeugt und jeder Zählstufe zugeführt wird. Dabei wird der Charakter des Eingangssignals schon am Eingang der Zählstufenkette grundsätzlich geändert, indem nur die auf der einen Signalleitung erscheinenden Rechteckimpulse gezählt werden. Das hat einmal den Nachteil, daß die Zahl der zählbaren Änderungsschritte der Meßgröße gegenüber der Zahl der vom zweiphasigen Signalgeber angezeigten Änderungsschritte der Meßgröße, d. h. Inkremente, viermal kleiner wird, d. h. die Auflösung der Meßgröße viermal größer wird. Weiterhin wird dadurch das Aneinanderfügen gleichartiger Zählstufen erschwert, weil stets von den vorangehenden Zählstufen auch noch das binäre Vorzeichensignal übernommen werden muß. Ein weiterer wesentlicher Nachteil ist darin zu erblicken, daß diese bekannten Vorwärts-Rückwärts-Zähler unvermeidliche Störimpulse, die auf irgendeine Weise auf den Eingang oder eine Zwischenstufe der Zählkette kapazitiv oder induktiv oder sonstwie eingespeist werden, mit dem eingeschalteten -Zählsinn mitzählen, wodurch der Zählerstand entsprechend verfälscht wird und relativ oft kontrolliert und richtiggestellt werden muß.
  • Bei den bekannten elektronischen Vorwärts-Rückwärts-Zählern hängt der Zählsinn jedes bistabilen Schaltgliedes von den Ladungen zweier Kopplungskondensatoren ab, die ihrerseits vom momentanen Zustand des Vorzeichensignals abhängen und bei jedem Vorzeichenwechsel geändert werden müssen. Ein derartiger Ladungswechsel von Kondensatoren benötigt relativ viel Zeit. Außerdem müssen bei den bekannten Vorwärts-Rückwärts-Zählern bei jedem Vorzeichenwechsel zuerst alle Stufenkopplungen auf den neuen Zählsinn umgesteuert werden, bevor das nachfolgende Inkrementsignal, d. h. der nächste Impuls, in die Zählstufenkette eintreten darf. Besonders diese letztgenannte Eigenschaft bekannter Vorwärts-Rückwärts-Zähler ist die Ursache dafür, daß bei Vorwärts-Rückwärts-Zählern bisher die mögliche Zählgeschwindigkeit, d. h. die verarbeitbare Impulsfolgefrequenz, um Größenordnungen kleiner ist als bei reinenVorwärtszählern mit elektronischenTransistor-Flip-Flop-Stufen.
  • - Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorwärts-Rückwärts-Zähler ist, daß an die formgetreue Übertragung der zu zählenden Impulse bzw. Impulsfolgen relativ hohe Anforderungen gestellt werden müssen, weil nicht die Durchschreitung eines vorgegebenen Grenzwertes an sich, sondern die Steilheit der Impulsflanken die Umkippung der betreffenden Zählstufe zu verursachen hat. In dieser Hinsicht können nach einem vorbekannten Vorschlag Verbesserungen dadurch erzielt werden, daß die Zählstufen gleichstrommäßig miteinander gekoppelt- werden. Dieser bekannte Vorschlag bezieht sich zwar nicht auf einen Vorwärts-Rückwärts-Zähler zur Verarbeitung einer zweiphasigen Binärsignalfolge, sondern zur Verarbeitung einer Rechteckimpulsreihe mit veränderlicher Impulsfolgefrequenz, zeigt aber eine Möglichkeit zur Erzeugung einer zweiphasigen Binärsignalfolge am Ausgang einer gleichstromgekoppelten Flip-Flop-Untersetzerstufe.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun im besonderen auf eine Einrichtung zum integrierenden Zählen von bestimmten Merkmalen von Signalen, die von einem mehrphasigen Signalgeber bei jeder Veränderung einer physikalischen Größe um einen bestimmten Einheitswert je nach dem positiven oder negativen Änderungssinn der Größe in einer bestimmten Reihenfolge von Zustandskombinationen oder in umgekehrter Reihenfolge an mehr als einer Ausgangsleitung abgegeben werden. Durch die Erfindung werden wesentliche Verbesserungen solcher Vorwärts-Rückwärts-Zähler gegenüber dem Stand der Technik angestrebt und erreicht.
  • Diese Verbesserungen betreffen vor allem die Möglichkeit, auch eine extrem hohe Folgefrequenz der Eingangssignale störungsfrei verarbeiten zu können und das Mitzählen von Störimpulsen praktisch mit Sicherheit zu vermeiden. Der allgemeine und wesentliche Erfindungsgedanke ist darin zu erblicken, daß zur Erreichung dieser Ziele alle Binärzählstufen eines Vorwärts-Rückwärts-Zählers so ausgebildet werden, daß jede von ihnen das ihr zugeführte zwei-oder mehrphasige Binärsignalsystem in seinem Charakter unverändert, lediglich mit ganzzahlig vervielfachter Periodenlänge weiterleitet oder, anders ausgedrückt, daß jede Zählstufe in idealer Weise einem mechanischen Zahnraduntersetzungsgetriebe entspricht, in welchem der Drehrichtungssinn der angetriebenen Eingangswelle automatisch auf alle Teiluntersetzungsstufen übertragen wird.
  • Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Zählstufen einer Binärzählstufe enthaltenden Zählstufenkette für jede Ausgangsleitung des mehrphasigen Signalgebers bzw. der vorgeschalteten Zählstufe je ein umsteuerbares bistabiles Schaltglied enthalten, welche Schaltglieder miteinander sowie mit den Eingangs- und Ausgangsleitungen der betreffenden Zählstufen derart logisch verknüpft sind, daß jede Zählstufe ihrerseits als entsprechend mehrphasiger Geber für Signale gleicher Art und Reihenfolge der Zustandskombinationen wie die Eingangssignale, aber mit je ganzzahlig vervielfachter Periodenlänge wirkt.
  • Damit an die Kurvenformen der Signale keine besonderen Anforderungen gestellt werden müssen, werden die bistabilen Schaltglieder mit Vorteil in an sich bekannter Weise gleichstrommäßig gekoppelt, d. h., es werden zwischen den Zählstufen keine Kopplungsorgane verwendet, wie Kondensatoren und überträger, welche nur Zustandsänderungen des vorausgehenden Gliedes übertragen, sondern die Zustände an sich werden über Gleichstromverbindungen übertragen. Auch bei hydraulischen und pneumatischen Zähleinrichtungen ist eine derartige Kopplung möglich.
  • Eine erfindungsgemäße Zähleinrichtung zählt dabei mit Vorteil als Ereignis nicht die einzelnen »Ein-Aus«-Perioden auf den Eingangsleitungen, sondern vollständige Folgen bzw. Zyklen von Zustandskombinationen der verschiedenen Eingangsleitungen, wodurch erreicht wird, daß einzelne Störsignale, die fälschlicherweise einen Wechsel von einem »Ein«-Zustand in einen »Aus«-Zustand oder umgekehrt auf einer Eingangsleitung vortäuschen, nicht gezählt werden. Damit wird die geforderte Störunempfindlichkeit erreicht.
  • Im folgenden werden vielfach logische Verknüpfungen gemäß Boolescher Algebra in einer etwas vereinfachten Schreibweise geschrieben. Dabei gelten durchgängig folgende Regeln: A, B usw.: Wirkliche, d. h. bejahende Zustände von binären Zustandsgrößen, welche die Werte 0 = Nein oder L = Ja haben können.
  • Ä, usw.: Invertierte, d. h. verneinte Zustände der binären Zustandsgrößen A, B usw.
  • A, B, C usw., d. h. Produktschreibung: Konjunktive »Und«- bzw. »Sowohl-als-auch«-Verknüpfung der betreffenden Zustandsgrößen. A + B + C usw., d. h. Summenschreibung: Disjunktive »Oder«-,Verknüpfung der Zustandsgrößen.
  • Für zweiphasige Eingangssignale kann z. B. zur Lösung der gestellten Aufgabe folgendes Gleichungssystem in Boolescher Algebra aufgestellt werden: R=R (A-T+#I -b@+S S=R (A-U+Ä-T)+R T=B.(A-R+Ä-S) +U P= B-(A-S +Ä-R) +T worin z. B. vier Ausgangstransistoren R, S, T, U vorgesehen sind, welche entweder leitend oder nichtleitend sind, d. h. sich in den Zuständen L, 0, befinden, je nachdem, ob die ihnen zugeordneten Eingangspaare A, B sich in dem Zustand L oder 0 befndeni Wenn im oben angegebenen Gleichungssystem die Eingangsleitungen bzw. deren Zustandsmöglichkeiten mit A, oder ;I, bzw. B, oder U, bezeichnet werden und man davon Gebrauch macht, daß die Ausgangstransistoren paarweise als Flip-Flop-Glieder mit den Ausgängen Aa oder Äa bzw. Ba oder U" wirken, ergeben sich folgende simultan gültige vereinfachte Gleichungspaare: Im folgenden wird für die Definitionen der logischen Verknüpfungen der Teilstufen der einzelnen Zählstufen diese vereinfachte Darstellungsform verwendet.
  • Derartige schaltungslogische Bedingungen können bekanntlich durch Parallelanordnungen von einander seriengeschalteten Relaiskontakten oder durch entsprechende Kombinationen von »Und«- oder »Oder«-Torschaltungen am Eingang von elektronischen, hydraulischen oderpneumatischen Flip-Flop-Gliedern realisiert werden.
  • Mit verhältnismäßig einfachen Zusatzmitteln läßt sich eine erfindungsgemäße, nur Binärzählstufen enthaltende Zähleinrichtung in eine dekadische Zähleinrichtung verwandeln. Es ist zu diesem Zweck nur notwendig, je einer Gruppe von vier aufeinanderfolgenden Binärzählstufen, die zu einer Zähldekade kombiniert werden, eine Hilfssteuer- bzw. Umschaltstufe zuzuordnen, die von den sechzehn möglichen Stellungskombinationen der vier Binärzählstufen nur deren zehn auswählt und verwertet, so daß ein entsprechender Code für dekadische Ziffern entsteht.
  • Für den Fall einer zweiphasigen Binärzählstufenkette kann beispielsweise je zwischen der ersten und der zweiten Binärzählstufe jeder Zähldekade eine als zweiphasige Schaltvorrichtung ausgebildete Hilfssteuerstufe eingeschaltet werden, die unter dem Einfluß der Eingangssignale A., B, der Zähldekade, der Ausgangssignale A1, Bi der ersten Binärzählstufe der Dekade und der einen Ausgangssignale B3 bzw. B¢ der dritten bzw. der vierten Binärzählstufe der Zähldekade an die zweite Binärzählstufe für jede Folge von zehn vollständigen Eingangskombinationsfolgen zuerst zwei Perioden der Ausgangskombinationen der ersten Binärzählstufe, dann sechs Perioden der Eingangskombinationen der ersten Binärzählstufe und dann wieder zwei Perioden der Ausgangskombinationen der ersten Binärzählstufe weitergeleitet. Zur Realisierung dieses Zieles genügt es, wenn die zweiphasige Schaltvorrichtung bezüglich ihrer an die zweite Binärzählstufeweitergeleiteten SignalwerteAl* und Bi* in Boolescher Algebra folgenden Bedingungen genügt: Al* =H3#U4#A1+Ao#(B3+B4) B1* - -U3 ' H4 # Bi + BO # (B3 '+' B4) Man erreicht dadurch einen sehr vorteilhaften Dekadencode, indem die Kombinationen der Schaltzustände der der A-Phase zugeordneten bistabilen Schaltglieder A1, A2, A3, A4 der vier Binärzählstufen jeder Zähldekade den zehn Ziffern einer Dekade nach folgender Codetabelle zugeordnet sind:
    Gewicht
    Dekadenziffer 4 2 1 2 1
    Schaltglieder
    Aa I As I Az I Ai
    0 0 0 0 0
    1 0 0 0 L
    2 0 0 L 0
    3 0 L 0 L
    4 0 L L 0
    5 L 0 0 L
    6 L 0 L 0
    7 L L 0 L
    8 L L L 0
    9 L L L L
    Dieser Code erfüllt alle bisher an derartige Codedarstellungen von Dezimalziffern gestellten Anforderungen, nämlich: 1. Die dargestellten Binärzahlen wachsen monoton. 2. Durch Vertauschung aller L in 0 und aller 0 in L in der Codedarstellung einer Ziffer entsteht die Codedarstellung der Ergänzungsziffer zur Ziffer 9.
  • 3. Er ist durch eine übersichtliche Gewichtszuordnung zu den einzelnen Codestellungen leicht lesbar bzw. entsprechend einfach in Analogwerte umzuwandeln.
  • 4. Durch die letzte Stelle wird eindeutig entschieden, ob die Ziffer gerade oder ungerade ist (0 = gerade, L = ungerade).
  • 5. Durch die erste Stelle wird eindeutig entschieden, ob die Ziffer kleiner oder größer als 5 ist (erste Stelle 0 : Ziffer < 5; erste Stelle L : Ziffer > 5).
  • 6. Derartig codierte Ziffern können als vierstellige Binärzahlen betrachtet und als solche addiert werden. Dabei wird eine Korrektur, aber nur einer Stelle, notwendig, wenn der Ausgang des betreffenden Addierwerkes einem Digital-Analog-Wandler zugeführt werden soll. Es kann wünschenswert sein, in der erfindungsgemäßen Zähleinrichtung die algebraischen Summen von zwei Signalgebern zählen zu können, beispielsweise zur fortlaufenden Bildung des veränderlichen Unterschiedes zwischen einem durch einen ersten Geber bestimmten Sollwert und einem durch einen zweiten Geber bestimmten Istwert einer zu steuernden physikalischen Größe, zum Zwecke der Steuerung oder Regelung der betreffenden Größe nach Umwandlung des Unterschiedswertes in eine Steuer-oder Regelgröße. Dies kann in einfacher Weise dadurch geschehen, daß ein in seiner Wirkung einem mechanischen Differentialgetriebe analoges, mehrphasiges Addierwerk verwendet wird. So können z. B. die Ausgangsleitungen X, Y eines zweiphasigen Addierwerkes, das an die Ausgangsleitungspaare AB und CD von zwei zweiphasigen Signalgebern angeschlossen ist, an die beiden Eingänge einer zweiphasigen Zähleinrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung direkt angeschlossen werden. Bei einem zweiphasigen Addierwerk müssen dazu z. B. folgende Bedingungen nach Boolescher Algebra erfüllt sein: X =A-U-IY+Ä-C-D+B#U-D+ li-C-D Y=A-B-D+A-Ii-C+;1-li-D+Ä-B-C Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Signalzähleinrichtungen in elektrischer Ausführung und Anwendungsbeispiele in. Kombination mit zusätzlichen Schaltungsanordnungen sind in der Zeichnung dargestellt.
  • In F i g. 1 ist zur Veranschaulichung des Prinzips ein Beispiel eines zweiphasigen elektrischen Signalgebers IG dargestellt, der einen an den einen Pluspol einer Gleichspannungsquelle angeschlossenen, um die Welle W, wahlweise im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn drehbaren Schleifkontakt Kg und zwei sich über je über 180° erstreckende, gegeneinander um 90° verdrehte Kontaktbahnen K", Kb umfaßt. Diese Kontaktbahnen sind je über ein Relais Ao bzw. B, an Erde angeschlossen. Die beiden Relais werden also beim fortwährenden Drehen des Schleifkontaktes Kg im Uhrzeigersinn, d. h. im Sinne des Pfeiles -I-«, gemäß den in F i g. 2 gezeichneten Zeitdiagrammen Da o und Db o abwechslungsweise eingeschaltet und abgeschaltet. Dabei ist das Diagramm Db o identisch mit dem Diagramm D"" eilt aber diesem um ein Viertel einer Periodenlänge Po vor. Der zweiphasige Signalgeber IG betätigt also bei Veränderungen des Einstellwinkels a seines Schleifkontaktes Kg im Sinne des Pfeiles -f- a seine Ausgangsrelais Ao, B, nacheinander in folgenden Kombinationszyklen: 00 - OL - LL- L0 usw.
  • und bei entgegengesetzer Drehbewegung in Kombinationszyklen 00 - L0 -LL-OL usw. Es sind optisch-elektrische Zweiphasen-Signalgeber für Winkelveränderungen bekannt, welche an ihren beiden Ausgangsleitungen für sehr kleine Winkelschritte dieselben Kombinationszyklen erzeugen und zur genauen digitalen Messung von Drehbewegungen an Stelle der dargestellten Umdrehungsgeber IG verwendet werden können.
  • Es ist bekannt, daß jedes zweiphasige Drehfeldsystem in ein dreiphasiges umgewandelt werden kann, und umgekehrt. In F i g. 3 ist z. B. in gleicher Weise wie in F i g. 1 ein dreiphasiger Signalgeber IG * dargestellt, der drei je um 120° gegeneinander verdrehte, sich je über 180° erstreckende und an je ein Relais Ao*, B o*, Co" angeschlossene Kontaktbahnen K,*, Kb*, K,* und einen um die Welle Wg* drehbaren Schleifkontakt Kg* umfaßt.
  • In F i g. 1 ist eine Zweiphasen-Binärzählstufe zur vorzeichengerechten Zählung der Kombinationszyklen Ao, Ba des Gebers IG dargestellt. Sie umfaßt zwei Ausgangsrelais Al, Bi als elektrisch umsteuerbare bistabile Glieder, die an die Pluspole und Erde der genannten Geichspannungsquelle über Kontaktanordnungen mit Kontakten ao, bo der Geberrelais A0, B, und eigenen Kontakten a1, bi angeschlossen sind. Es ist leicht nachzuprüfen, daß mit der in F i g. 2 dargestellten Kontaktanordnung die beiden Relais Al. Bi nach den Zeitdiagrammen Da i, Db 1 von F i g. 2 erregt werden, wenn die Geberrelais Ao, BO nach den Diagrammen Da o, Db o betätigt werden. Die beiden Relais Al, Bi werden also nach einem zweiphasigen Kombinationszyklus betätigt, der demjenigen der Geberrelais Ao, BO in Art und Phasenfolge genau entspricht, während die Periodenlänge P1 des Ausgangs-Kombinationszykuls doppelt so groß ist wie die Periodenlänge des Eingangs-Kombinationszyklus, was einer Untersetzung der Zählgeschwindigkeit im Verhältnis 1: 2 entspricht.
  • Die Betätigung der Relais A1 und Bi in Funktion der Betätigung der Geberrelais Ao, BO entspricht dabei folgender Tabelle:
    AO Bo AI Bi Erläuterungen und Bemerkungen
    0 0 0 0 Ausgangslage nach F i g.1
    0 L 0 0 Kg läuft auf Kb auf. BO wird erregt
    L- L 0 L Bi über ao-bo2-a11-Bi- Wb1
    L 0 0 L Bi hält sich über bi, -Bi - Wb 1
    * 0 0 L L Al über ao-boi-b12-A1- Wal
    * * 0 L L L Al hält sich über a13 - Wal
    L L L 0_ Bi über a. - bot - a11- Wb 1 kurzgeschlossen
    L 0 L 0
    0 0 0_ 0 A1 über ao-boi-b12-Wai kurzgeschlossen
    0 0 0 0 Ausgangslage nach F i g.1
    L 0 L 0 A1 über a0-b02-bii-Ai-Wai
    L L L_ 0 Al hält sich über a13-A.-W.,
    *** 0 L L L Bi über ao-boi-a,2-Bi-Wbi
    0 0 L L Bi hält sich über b" - Bi - Wb 1
    L 0 0_ L Al kurzgeschlossen über ao - bot - bii - Wa 1
    L L 0 L
    0 L 0 0_ Bi kurzgeschlossen über a. - bei - a12 - Wb 1
    p 0 0 0 0
    Störungen, die fälschlicherweise eine Erregung des Aö oder Bö Relais außerhalb des normalen Kombinationszyklus vortäuschen oder umgekehrt die Anzeige einer Erregung eines der beiden Relais unterdrücken, können zwar ein Fortschalten der Ausgangsrelais Al, Bi bewirken, aber bei Verschwinden der Störung erfolgt die Rückschaltung der Relais Al, Bi in den vorherigen Zustand.
  • Wenn z. B. an der mit * bezeichneten Stelle der vorstehenden Tabelle ein falscher A.- Impuls empfangen würde (Ao fällt z. B. zu spät ab!), dann würde der Zustand der vorausgehenden Zeile beibehalten, bis.; dieser falsche Impuls letzten Endes doch verschwindet. Falls ein solcher falscher A.-Impuls aber an der mit ** bezeichneten Stelle auftreten würde, so würde das Bi Relais wie in der nächsten Zeile kurzgeschlossen, d. h., es würde die nächste Zustandsphase zu früh erreicht; wenn der falsche A.-Impuls aber wieder verschwinden würde, ergäbe sich ein Zurückfallen in den richtigen Zustand wie an der mit *** bezeichneten Stelle der Tabelle. Damit ist aber eine sehr bedeutende Störungsunempfindlichkeit der dargestellten zweiphasigen Binärzählstufe nachgewiesen. Es ist auch leicht ersichtlich, daß in einer derartigen zweiphasigen Binärzählstufe als Ereignisse nicht das Auftreten einzelner Impulse, sondern nur jeweils ein vollständiger Kombinationsyklus von vier Teilschritten gezählt wird, und daß der Änderungssinn der Eingangssignalfolgen gleichzeitig auch an den Ausgang der Binärzählstufe mit einem Untersetzungsverhältnis 1: 2 übertragen wird, genau gleich, wie das bei einer entsprechend untersetzten mechanischen Getriebeverbindung der Fall wäre.
  • Wenn hinter der in F i g. 1 dargestellten Binärzählstufe eine weitere, gleichartige, mit Ausgangsrelais A2, B2 angefügt ist, in welcher Kontakte der Relais Al, Bi dieselbe Rolle wie die Kontakte der Relais A., B, in der dargestellten Stufe spielen, ergibt sich eine zweiphasige Kette von Binärzählstufen, deren jede für die nachfolgende genau gleich, wie der Impulsgeber IG für die in F i g. 1 dargestellte Binärzählstufe wirkt.
  • In der Binärzählstufe nach F i g. 1 ist mit Hilfe von gleichstromgekoppelten Relais A., B, und Al . Bi und ihren Kontakten eine Anordnung mit zwei Eingängen A o, B, und zwei Ausgängen Al, B1 geschaffen worden, die nach Boolescher Algebra folgenden Bedingungen genügt: A1=-qo-Bo-Bl+Ao-Bo-BI+A1=Bo-(Ä,0 'Bl+Aa-1J1)+A1 _Z1 = Ä0 . BO . B1 + A0 . BO . B1 + ;'1 = BO . J0 . lf1 + A0 . B1) + i1 Bi +AO-BO-#TI + B1 = BO -(ÄO-A1 +A0-711) + B1 B1 = J0 - BO - Ä'1 + A0 - BO # Al + B1 = BO - (Ä O - _T1 + A0 - A,) + B1 In bezug auf die Schaltungsanordnung nach F i g. 1 sind im oben aufgeführten Gleichungssystem mit Ao, BO die wirklichen Zustände der zum Impulsgeber IG gehörigen Relais, mit Al, Bi die wirklichen Zustände dar zur ersten Binärzählstufe gehörigen Relais bezeichnet, während mit Ä0, NO bzw. Ä1, Hl die jeweils nicht vorhandenen, d. h. gegenteiligen Relaiszustände bezeichnet sind. Selbstverständlich ist es möglich, einen zweiphasigen Impulsgeber so zu gestalten und mit einer der Schaltungslogik von F i g.1 entsprechenden Binärzählstufe so zu verknüpfen, ohne daß sie dabei dem Impulsgeber A., B, zugeordnet sein müssen.
  • Dieselbe Schaltungslogik und damit auch dieselbe Zählwirkung kann auch mit zweiphasigen Binärzählstufen nach F i g. 4 erreicht werden, die als elektrisch umsteuerbare bistabile Schaltglieder Fhp-Flop-Stufen an sich bekannter Bauart mit je zwei Transistorschaltungen Tat, Tat bzw. Tb2, T'b2 mit Ausgangsleitungen A2, Ä2 bzw. B2, $2 enthalten und an je zwei Eingangsleitungen Al, ;il , bzw. Bi, B1 angeschlossen sind. Dabei geschieht die Verknüpfung nach den oben angeführten Booleschen Bedingungen mittels aus an sich ebenfalls bekannten Diodenanordnungen bestehenden »Und«-Toren U und »Oder«-Toren 0r. Es ist dabei zu beachten, daß in dieser Schaltung, mit pnp-Transistoren die »Aus«-Zustände dem entprechend abgeschalteten Zustand der betreffenden Leitung (Spannung 0) und die »Ein«-Zustände das Vorhandensein einer negativen Spannung von mindestens 6 Volt bedeuten.
  • Derartige rein elektronische Zählstufen lassen natürlich eine erheblich höhere Zählgeschwindigkeit zu als relaisbestückte Zählstufen nach F i g. 1. Es ist zu beachten, daß in F i g. 4 die Eingänge Al, Ä1 bzw. B7, lil die Rolle der Eingänge A., A, bzw. B., B, der Anordnung nach F i g. 1 und die Ausgänge A2, ;2 bzw. B2, B2 die Rolle der Ausgänge Al, Al bzw. B2, B2 der Anordnung nach F i g. 1 spielen. Weiterhin ist im Schema nach F i g. 1 noch eine durchgehende Rückstelleitung R eingezeichnet, über welche die Binäxzählstufe in den Ruhezustand (0-Stellung) zurückgestellt werden kann.
  • Auch für Dreiphasengeber nach F i g. 3 lassen sich Zählerketten mit je drei gleichstromgekoppelten bistabilen Schaltgliedern pro Zählstufe in derartiger logischer Verknüpfung herstellen, daß jede Zählstufe wieder als dreiphasiger Signalgeber, aber mit doppelter Periodenlänge wirkt.
  • F i g. 5 zeigt eine an die Ausgangsadern A0, B" eines zweiphasigen Impulsgebers IG angeschlossene Binärzählerkette mit den Binärzählstufen BSl, BS2, BS3, BS4, die je entweder nach F i g. 1 oder 4 ausgebildet sind und Ausgangsadern Al, B1 bzw. A2, B2 bzw. A3, B3 bzw. A4, B4 haben. Die Gruppe dieser vier Binärzählstufen bildet dabei mit Hilfe einer Hilfssteuerstufe HST eine Dekadenstufe eines dekadischen Signalzählwerkes. An die zwischen der ersten Binärzählstufe BSl und der zweiten Binärzählstufe BS2 eingeschaltete Hilfssteuerstufe HST sind die Ausgangsadern A., B, des Impulsgebers IG, die Ausgangsadern Al, Bi der ersten Binärzählstufe BSl und die einen Ausgangsadern B3 bzw. B4 der Binärzählstufen BS3 bzw. BS4 angeschlossen, wobei die entsprechenden »Ja«-Signale der Ausgangsadern B3, B4 je ein Relais B3 bzw. B4 erregen. Die Ausgangsleitungen Al, B1 der Hilfssteuerstufe HST, welche die Eingangsadern der Binärzählstufe BS2 bilden, sind durch Kontakte der genannten Relais mit den genannten Eingangsadern gemäß folgenden Booleschen Bedingungen verknüpft: A1* $3-N4-A1+A0-(B3+B4) B7 * = B3 - B4. - B1 + BO - (B3 + B4) Dies bedeutet,. daß, die- Ausgänge Al*, Bi*,der Hilfssteuerstufe, d. h. die Eingänge_der zweiten Binärzählstufe BS2, entweder an die Ausgänge Ao, Ba des Signalgebers IG oder an die Ausgänge A1, Bi der ersten Binärzählstufe BSi angeschlossen- sind, je nachdem, ob mindestens eine der Ausgangsadern B3, B4 oder keine davon erregt ist. Die führt zu einer Betätigungsfolge der Ausgangs- bzw. Eingangsleitungen der vier Binärzahlen und der Hilfssteuerstufe gemäß der nachfolgenden Tabelle:
    Dezimal_ IG BS, HST BSG BS. BS4
    wert AO BO Al - @. BI Al* Bl* A2 B2 As Bs A4 B4
    #
    0 0- 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
    0 L 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
    0 L L 0 L 0 L 0 0 0 0 0 0
    L 0 0 L 0 L 0 0 0 0 0 0
    0 0 L L L L 0 L 0 0 0 0
    1 0 L L L L L 0 L 0 0 0 0
    L - L L 0 L 0 0 L 0 0 0 0
    L 0 L 0 L 0 0 L 0 0 0 0
    0 0 0 0 0 0 L L 0 L 0 0
    0 L 0 0 0 L L L 0 L 0 0
    LL 0 L L L L 0 0 L 0 0
    L 0 0 L L 0 L 0 0 L 0 0
    0 0 L L 0 0 0 0 L L 0 L
    0 L L L 0 L 0 0 L L 0 L
    L L L 0 L - L 0 L L L 0 L
    L 0 L 0 L-- 0 0 L L L 0 L
    0 0 .0 0 0 0 L L L 0 0 L
    0 L 0. 0. :-L @ L L L 0 0 L
    L L 0 L " ` L 'L L 0 L 0 0 L
    L 0 0 L L 0 L 0 L 0 0 L
    0 0 L L 0 0 0 0 0 0 L L
    0 L L L 0 L 0 0 0 0 L L
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    L 0 L 0 L 0 L 0 L 0 L 0
    Die den A-Leitungen zugeordneten Teilstufen A1, A2, A3 und A4 der vier Binärzählstufen BSi, BS2, BS3, BS4werden also. durch zehn sich folgende vollständige Zyklen der Eingangs-Signalkombinationen nach der in der Einleitung (Spalte 6) tabellarisch definierten Kombinationsfolge in den »Aus«-Zustand (0) bzw. in den »Ein«-Zustand (L) geschaltet, so daß sich die dort definierte Codedarstellung für Dezimalziffern ergibt.
  • F i g. 6 zeigt eine Realisierungmöglichkeit der Hilfssteuerstufe HST für die Dekadencodierung mit Hilfe von »Und«-Torschaltungen U oder »Oder«-Torschaltungen 0r, die je in an sich bekannter Weise aus Dioden-Schaltungsanordnungen bestehen und je auf ein bistabiles Flip-Flop-Glied mit Transistoren TI., Tza bzw. Tzb, Tzb einwirken.
  • In. F i g. 7 ist dargestellt, wie die je zweiphasigen Ausgangssignale A, B und C, D von zwei IG, und 1G2 gemäß F i g. 1 auf einem Paar von Ausgangsleitungen X, Y eines Zweiphasen-Addierwerkes Add additiv oder subtraktiv vereinigt werden können. Dieses Addierwerk entspricht in seiner Funktion einem mechanischen Differentialgetriebe, wobei die Drehbewegungen der einen Eingangswelle durch die Signalfolgen A, B des ersten Signalgebers und die Drehbewegungen der zweiten Eingangswelle durch die Signalfolgen C, D des zweiten Impulsgebers nachgebildet werden, während die resultierenden Drehbewegungen der Ausgangswelle des Differentialgetriebes durch die Ausgangssignalfolgen des Addierwerkes nachgebildet werden. Ein derartiges Zweiphasen-Addierwerk ist beispielsweise notwendig für die Bestimmung eines veränderlichen Differenzwertes zwischen einem veränderlichen Sollwert einer Größe und einem ebenfalls veränderlichen Istwert der Größe. Es kann dann der sich ergebende Differenzwert ebenfalls in einem Zweiphasen-Zählwerk nach F i g. 1 oder 4 laufend gezählt werden und, gegebenenfalls nach Umwandlung in eine Analoggröße, als Steuergröße für eine den Istwert der betreffenden Größe selbsttätig dem Sollwert angleichende Stellvorrichtung verwendet werden.
  • Die logische Verknüpfung der Ausgangsleitungen X, Y mit den beiden Eingangsleitungspaaren AB und CD der beiden Impulsgeber 1G1 und 1G2 in der Zweiphasen-Additionsschaltung Add mit Relaiskontakten a, b, c, d gemäß F i g. 7 genügt folgenden Bedingungen nach Boolescher Algebra: X=A-Z7-D+B-C-D+Ä-C-D+B-C-D Y=Ä-$-D+Ä-B-C+A-BJD+A-B-C Gleichwertig dazu wäre z. B. auch die Verknüpfung nach folgenden Bedingungen: X=Ä-D-C+Ä-B-D+A-B-C+A-B-D Y=BC-D+Ä-C-D+B-C-D+A@C-D Bei einer Summenbildung zwischen den Ausgangssignalen der beiden Signalgeber IG, und 1G2 müßten Maßnahmen getroffen werden, um die genaue zeitliche Koinzidenz zwischen den beiden Ausgangssignalfolgen unmöglich zu machen.
  • In F i g. 8 ist schematisch ein Zählwerk mit zwei Dekadenzählstufen DSi und DS2, die je gemäß F i g. 5 aus je vier Binärzählstufen BSi + BS4 und je einer Hilfssteuerstufe HST bestehen, dargestellt, wobei zu seinen Eingängen die Ausgangssignale Xo, Ya eines Zweiphasen-Addierwerkes Add gemäß F i g. 7 geleitet werden. Den Eingangsleitungen des zweiphasigen Addierwerkes werden die Ausgangssignale AB bzw. CD von zwei Zweiphasen-Signalgebern IG, bzw. 1G2 zugeführt.
  • Die beiden Dekadenzählstufen DSi und DS2 bilden dabei Geber für zweiphasige Signalfolgen X,', Yö bzw. Xö ', Yö ' gleicher -Art und Kombinationsfolge wie die Eingangssignale Xo, Yo, die aber je im Verhältnis 1:10 bzw. 1:100 untersetzt sind.
  • In F i g. 9 endlich ist wiederum dargestellt, wie ein Zweiphasen-Addierwerk anstatt mit Relaiskontakten gemäß F i g. 7 mit »Und«-Toren U und »Oder«-Toren 0r und zwei Flip-Flop-Stufen X, X; Y, Y realisiert werden kann.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Einrichtung zum integrierenden Zählen von bestimmten Merkmalen von Signalen, die von einem mehrphasigen Signalgeber bei jeder Veränderung einer physikalischen Größe um einen bestimmten Einheitswert je nach dem positiven oder negativen Änderungssinn der Größe in einer bestimmten Reihenfolge von Zustandskombinationen oder in umgekehrter Reihenfolge an mehr als eine Ausgangsleitung abgegeben werden, : d adurch .gekennzeichnet, daß die Zählstufen (BS) einer Binärzählstufen enthaltenden Zählstufenkette für jede Ausgangsleitung des mehrphasigen Signalgebers bzw. der vorgeschalteten Zählstufe je ein umsteuerbares bistabiles Schaltglied enthalten, welche Schaltglieder miteinander und mit den Eingangs- und Ausgangsleitungen der betreffenden Zählstufen derart logisch verknüpft sind, daß jede Zählstufe ihrerseits als entsprechend mehrphasiger Geber für Signale gleicher Art und Reihenfolge der Zustandskombinationen wie die Eingangssignale, aber mit je ganzzahlig vervielfachter Periodenlänge wirkt.
  2. 2. Zähleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bistabilen Schaltglieder aller Zählstufen in an sich bekannter Weise gleichstrommäßig miteinander gekoppelt sind.
  3. 3. Zähleinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie zum Zählen von vollständigen Zyklen der Zustandskombinationen der verschiedenen Ausgangsleitungen des Gebers ausgebildet ist.
  4. 4. Zähleinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Zählstufe (BS) als Ereignis je ein vollständiger Zyklus (0 0 L L 0 usw.) (0 L L 0 0 usw.)
    für den einen Zählsinn und der umgekehrte Zyklus , (0 L L 0 0 usw.) (0 0 L L 0 usw.)
    für den entgegengesetzten Zählsinn gezählt und, in einem ganzzahligen Verhältnis untersetzt, an die folgende Zählstufe weitergeleitet wird.
  5. 5. Zähleinrichtung nach Anspruch 4 zum Zählen der Zyklen von zweiphasigen Signalgebern, dadurch gekennzeichnet, daß die gleichstromgekoppelten bistabilen Schaltglieder jeder Zählstufe untereinander und mit den Eingangs- und Ausgangsleitungen der betreffenden Zählstufe derart logisch verknüpft sind, daß nach Boolescher oder gleichwertiger Algebra folgende Paare von simultan gültigen Bedingungen erfüllt werden: Aa= $e.(Ae.Ua+Äe.Ba)+,Aa Äa(Ae'Ba+Äe'Ua)+Äm Ba = De . (Ae . Ä« + Äe . Aa) + Ba Na=Be-(Ae-Aa+Äe-Äa)+UQ wobei mit Ae, B, bzw. Aa, Ba die wirklichen Zustände der Eingangsleitungen bzw. der Ausgangsleitungen und mit Äe, De bzw. Ä", $a die entgegengesetzten Zustände der betreffenden Leitungen bezeichnet sind.
  6. 6. Zähleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß je eine Gruppe von mindestens vier aufeinanderfolgenden Binärzählstufen (BSi + BS4) der Zählstufenkette mit einer zugeordneten Hilfssteuerstufe (HST) zu einer Zähldekade (DS) einer dekadischen Zähleinrichtung vereinigt ist, wobei die genannte Hilfssteuerstufe aus den möglichen Zustandskombinationen der Binärzählstufen deren zehn zur Verwertung auswählt. 7. Zähleinrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6 mit vier Binärzählstufen pro Zähldekade, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der ersten und der zweiten Zähldekade eine als zweiphasige Schaltvorrichtung ausgebildete Hilfssteuerstufe (HST) eingeschaltet ist, die unter dem Steuereinfluß der einen Ausgangssignale (B3 bzw. B4) der dritten bzw. vierten Binärzählstufe der Zähldekade abwechslungsweise entweder die Eingangssignale (A0, BO) der ersten Binärzählstufe der Zähldekade oder die Ausgangssignale (A1, Bi) der ersten Binärzählstufe an die zweite Binärzählstufe weiterleitet, derart, daß die Zustandskombinationen der der einen Phase zugeordneten bistabilen Schältglieder (A) der vier Binärzählstufen den zehn Dekadenzifern nach folgender Codetabelle entsprechen: Gewicht Dekaden- 4 2 1 2 1 ziffer Schaltglieder Aa I As , Az , AI eauu 0 0 1# 0 0 1 0 I 0 0 L 2 0 0 L 0 3 0 L 0 L 4 0 L L 0 5 L 0 0 L 6 L 0 L 0 7 L L 0 i, 8 L L L 0 9 L L L L
    B. Zähleinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfssteuerstufe bezüglich ihrer an die zweite Binärzählstufe der Zähldekade weitergeleiteten Signale (Ai*, Bl*) m Abhängigkeit von den einen Ausgangssignalen (B3, B4) der dritten und vierten Binärzählstufen und den Eingangssignalen (A., BO) der ersten Binärzählstufe und deren Ausgangssignalen (A1, Bi) folgenden Bedingungen genügt: Al *=AiB3-B4+Au.(Ba+B4) Bi* = Bi ' B3 ' B4 + B1 - (B3 +-B4) 9. Zähleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum additiven bzw. subtrak tiven Vereinigen der Ausgangssignalzyklen (A, B bzw. C, D) zweier Signalgeber mit mehrphasigen Ausgangsleitungen auf einer mehrphasigen Ausgangsleitung ein in seiner Wirkung einem mechanischen Differentialgetriebe analoges mehrphasiges Addierwerk (Add) dient. 10. Zähleinrichtung nach den Ansprüchen 5 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsleitung (X, Y) des Addierwerkes (Add), die ihrerseits an die erste Binärzählstufe der nachfolgenden Zählkette angeschlossen sind,. mit den Ausgangsleitungen (A, B bzw. C, D) von zwei Zweiphasengebern (JG, bzw. JG2) nach folgenden oder gleichwertigen Bedingungen in Boolescher Algebra verknüpft sind: X=A-Z7-D+Ä-C-D+B-C.D+B.C.IS Y=A-B-D+A-B-C+Ä-B.D+Ä.B.Z7 In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1111669; Elektronik, 1960, Nr.
  7. 7, S. 209 bis 214.
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DE1263085B (de) 1962-05-04 1968-03-14 Contraves Ag Vorwaerts-Rueckwaerts-Zaehlwerk fuer zweiphasige Binaersignalfolgen mit gleichstromgekoppelten Untersetzerstufen
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