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Schaltungsanordnung für wechselseitig betriebenc Zweidraht-Femmelde-,
insbesondere Fernsprechleitungen Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung
für wechselseitig betriebene Zweidraht-Fernmelde-, insbesondere Fernsprechleitungen,
an deren Enden Einrichtungen angeordnet sind, die den entgegeneesetzt gerichteten
Verbindungsweg sperren, sobald in einer Richtung eine Belegung erfolgt, und von
denen die eine Einrichtung, die bei einer gleichzeitigen oder nahezu gleichzeitigen
abgehenden Belegung beider Leitungsenden die Doppelbelegung erkennt, beide Einrichtungen
gegen jeden weiteren Verbindungsaufbau sperrt und vorzugsweise veranlaßt, daß von
beiden Enden der Leitung aus die Teilnehmer durch Aussendung eines Besetztzeichens
zum Auslösen der Verbindung aufgefordert werden.
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In Femmeldeanlagen werden zur besseren Ausnutzung der Leitungen diese
oftmals so geschaltet, daß über sie Verbindungen nach beiden Richtungen aufgebaut
werden können. Dabei muß natürlich Vorsorge getroffen werden, daß diese Leitungen
nur je-
weils in einer Richtung belegt werden: Bei einer Belegung in einer
Richtung wird die andere Richtung gesperrt.
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Wird nun aber eine Belegung in beiden Richtungen gleichzeitig oder
nahezu gleichzeitig vorgenommen, solange die Sperrung noch nicht wirksam vollzogen
ist, so kommt es zu einer Doppelbelegung, die so schnell wie möglich erkannt werden
sollte, damit jede weitere übertragung von Zeichen, die zu einer zählpflichtigen
- Zusammenschaltung beider wählenden Teilnehmer führen könnte, vermieden
wird.
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Eine Doppelbelegung einer Leitung zu erkennen, die diese Leitung an
beiden Enden abschließenden Einrichtungen gegen einen weiteren Verbindungsaufbau
zu sperren und den beiden wählenden Teilnehmern ein Besetztzeichen zu geben
- dafür gibt es schon mehrere bekannte Schaltungsanordpungen, Nach diesen
Maßnahmen muß die Leitung und alle Schaltglieder freigegeben werden, damit sie für
andere Verbindungen wieder zur Verfügung stehen. Auch dafür sind schon einige Schaltungsanordnungen
bekannt.
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Nach einer dieser bekannten Schaltungsanordnungen erfolgt die Auslösung
der Verbindung allein in Abhängigkeit von dem Teilnehmer, der nach der Doppelbelegung
zuerst Wahlstromstöße ausgesandt hatte. Die Leitung kann auch von der Seite dieses
Teilnehmers gleich wieder neu belegt werden, ohne das Einhängen des anderen Teilnehmers
abzuwarten; denn alle Schaltmaßnahm en des Teilnehmers am anderen Ende der Leitung,
z. B. Abgabe von Wahlstromstößen oder Auflegen des Hörers, beeinflussen den Schaltzustand
der Verbindungseinrichtungen nicht.
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Uni diesen Nachteil zu vermeiden, wird mit einer anderen bekannten
Schaltungsanordnung die Auslösung unabhängig von den Teilnehmern vorgenommen. Durch
die nach beiden Seiten nach dem Erkennen der Doppelbelegung gegebene Besetztrückineldung
wird eine Besetztrückauslösung der Verbindung nach beiden Richtungen bewirkt. Damit
ist die Verbindungsleitung mit den an ihren Enden liegenden Einrichtungen freigegeben
und für eine neue Belegung bereit. Diese Schaltungsanordnung hat den Nachteil, daß
sie nur in Systemen anwendbar ist, die eine Auslösung bei Besetztrückmeldung vorsehen,
z. B. wenn beiden Teilnehmern zentrale Impulsgeber (ZIG) zugeordnet sind.
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Es sind weiterhin noch Schaltungsanordnungen bekannt, die sich nicht
auf die Freigabe von Leitungen nach einer Doppelbelegung beziehen, sondern die zur
Auslösung regulär belegter doppeltgerichteter Verbindungsleitungen dienen. Wird
eine Einrichtung an einem Ende der Leitung durch die sie belegende Verbindungseinrichtung
freigegeben, so ist es bekannt, über die Leitung ein Auslösekriterium nach der Gegenseite
zu übertragen, das die Auslösung der dort angeordneten Verbindungseinrichtung zur
Folge hat. Damit nun nicht vor der vollständigen Auslösung der Einrichtungen der
Gegenseite die zunächst freigegebene übertragungseinrichtung erneut belegt werden
kann, ist es bekannt, in dieser Einrichtung Zeitschaltmittel vorzusehen, die diese
Einrichtung erst wieder belegungsfähig machen, wenn die Einrichtungen der Gegenübertragung
mit Sicherheit ausgelöst haben. Da dieser Sicherheitszeitraum sehr lang ist, bleibt
die Leitung für geraume Zeit unbenutzbar,
auch wenn die Leitungsabschnitte
an beiden Enden der wechselseitig betriebenen Zweidrahtleitung schon längst ausgelöst
haben.
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Eine andere bekannte Schaltungsanordnung löst die gleichf-- Aufgabe
dadurch, daß die Einrichtung an der Seite der Leitung, an der zuerst ausgelöst wird,
ein Zeitschaltmittel gleichzeitig mit dieser Auslösung eingeschaltet wird. Sobald
die Gegenseite durch ein Ruhestromkriterium mitteilt, daß auch dort ausgelöst wurde,
wird das Zeitschaltmittel unwirksam gemacht, so daß eine sofortige'Freigabe der
Zweidrahtleitung erfolgt. Bleibt aber das Ruhestromkriterium aus, weil der Teilnehmer
beispielsweise nicht einhängt, dann erfolgt nach Ablauf der durch das Zeitschaltmittel
abgemessenen Zeit die einseitige Freigabe der Zweidrahtleitung, so daß eine neue
Belegung von der freigegebenen Seite aus erfolgen kann, was dann zu einer Doppelbelegung
führt. Diese Schaltungsanordnung hat außerdem den Nachteil, daß über beide Sprechadem
der Leitung während der ganzen Zeit, in der die Leitung nicht belegt ist, Ruheströme
in beiden Richtungen fließen.
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Aufgabe der Erfindung ist es nun, die Nachteile der bekannten Schaltungsanordnungen
durch Schaffung einer Einrichtung zu vermeiden, die bei einer Doppelbelegung die
Auslösung der Verbindung veranlaßt und die zugleich jeden erneuten Verbindungsaufbau
in Abhängigkeit vom Aushängezustand jedes der beiden Teilnehmer sperrt. Sie erreicht
das bei Doppelbelegungen dadurch, daß die Einrichtung an einem Ende der Leitung
beim Erkennen einer Doppelbelegung zu der Einrichtung am anderen Ende der Leitung
zumindest so lange ein Doppelbelegungszeichen sendet, bis die Auslösung auf der
sendenden Seite erfolgt, daß sich gegebenenfalls ein in entgegengesetzter Richtung
übertragenes Zeichen anschließt und zumindest so lange andauert, bis auch dort die
Auslösung erfolgt ist, und daß während der übertragung jeglicher Zeichen beide Einrichtungen
gegen Neubelegungen gesperrt sind.
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Die Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung hat den Vorteil, daß sie
nicht nur in einem bestimmten Femmeldesystem angewendet werden kann. So kann sie
ohne Änderung in Systemen mit oder ohne Auslösung durch Besetztrückmeldung eingesetzt
weiden. Bei der Zusammenschaltung verschiedener Systeme ist sie besonders vorteilhaft,
weil sie von systemeigenen Kriterien nur wenig abhängig ist.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Einrichtungen
das Auslösen von Verbindungsleitungen zu beiden Teilnehmern überwachen und die Leitung
so lange gesperrt halten, bis die Auslösung an beiden Seiten durchgeführt ist, so
daß die Entstehung einer neuen Doppelbelegung mit Sicherheit verhindert wird, obgleich
die Einrichtung ohne Auslösequittung arbeitet.
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Die Verwendung eines Dauerzeichens, dessen Aussendung erst durch das
Auslösen des einen Teilnehmers beendet wird, und ein entsprechendes Rückzeichen
gewährleistet einen einwandfreien Empfang dieser Zeichen; denn sie können nicht
so leicht wie kurze Zeichen durch atmosphärische oder andere Störungen nachgebildet
werden, insbesondere, wenn sie als-Wechselstrom- oder Tonfrequenzzeichen gegeben
werden.
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Gegenüber den Einrichtungen an den Enden der Leitung, die mit Impulsen
unterschiedlicher Länge arbeiten, hat die Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung
noch den Vorteil, daß beide Einrichtungen gleich ausgeführt sein können und keine
Sondereinstellung, unterschiedliche Zeitkreise usw. zu einem einwandfreien Funktionieren
benötigen.
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Das Doppelbelegungszeichen wird so lange gesendet - gegebenenfalls
auch noch verlängert durch einen zusätzlichen, in einer weiteren Ausbildung der
Erfindung vorgesehenen Auslöseimpuls -, daß ein Zeichen entsteht, welches im ordnungsgemäßen
Verbindungsaufbau nicht vorkommt. Das hat den Vorteil, daß mit anderen ähnlichen
Zeichen, aber von anderer Bedeutung, z. B. bei einer Störung oder einer rückwärtigen
Sperre, das gleiche Ergebnis wie bei einer Doppelbelegung erreicht wird, die Erfindung
also auch in diesen Fällen mit Vorteil angewendet werden kann. Der Einfachheit halber
soll jedoch dieses Zeichen im folgenden nur als Doppelbelegungszeichen bezeichnet
werden; die Erfindung ist deshalb aber nicht auf Doppelverbindungen beschränkt.
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Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung wird die Einrichtung,
die einen Auslöseimpuls zur Gegenübertragung gesendet hat, anschließend für eine
bestimmte Zeit gesperrt gehalten. Durch diese Sperrung wird unter anderem verhindert,
daß die Einrichtung von der Amtsseite her in der Zeit zwischen Aussendung des Doppelbelegungszeichens
und Empfang eines Doppelbelegungs- oder Auslösezeichens über die Leitung belegt,
so daß keine neue Doppelbelegung entstehen kann. Denn ein während dieser Sperrzeit
eintreffendes Zeichen bewirkt ebenfalls nur eine Sperrung.
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Ein Beispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Die gezeigte
Schaltungsanordnung ist eine übertragung, die die wechselseitig betriebene Zweidrahtleitung
an jedem Ende abschließt. Einzelheiten der Schaltung sind nur so weit dargestellt
und beschrieben, wie es zum Verständnis der Erfindung notwendig ist.
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Normale Verbindung Wird die Leitung von einem Wähler GW belegt, dann
spricht in bekannter Weise das Relais C an (das nicht dargestellte Relais
R ist bei arbeitsbereiten übertragungen und nachfolgenden Schaltgliedern dauernd
erregt): 1. +, ..., c, SpT, lek, 2bs, 3g, 4vs,
5ve, 6d,
7 r, C(I), -.
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über den Kontakt 8 c wird das Relais Ah erregt. 2.
+, 9i, Ah, 10d, 8c, llah, 12a, -.
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Der Kontakt 13 ah trennt die Erde ab, so daß das Relais
Ah nach der Entladung des Kondensators Co 4
über die Relaiswicklung
Ah abfällt. Der Kontakt 14 ah schließt einen Stromkreis für das Relais
D:
3. +, 15 c, 14 ah, D,
Nach dem- Abfall des Relais
Ah hält sich das Relais D über den Kontakt 16d weiter. Während der Standzeit
des Relais Ah wird mit den Kontakten 18 ah
und 19
ah ein Stromstoß über die Leitung Ltg zur Gegenübertragung geschickt (Belegungszeichen).
Da die Gegenübertragung genau so ausgebildet ist wie die dargestellte, so sollen
die'sich auf der Gegenseite abspielenden Vorgänge an Hand der gezeigten Schaltungsanordnung
beschrieben werden. Die gezeigte übertragung wird zur Unterscheidung der beiden
Seiten mit A, die Gegenübertragung mit B bezeichnet.
Um eine
Verwechslung sicher auszuschließen, sind alle Bezugszeichen, die sich auf die Übertragung
B beziehen, am Ende mit einem x versehen.
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In der Gegenübertragung B wird das ankommende Belegungszeichen über
den Kontakt 20ahx vom Relais Jx oder einer anderen geeigneten Empfangseinrichtung
aufgenommen. Sein Kontakt 21ix schließt den Stromkreis 4. +, 21 !x,
22 cx, 23 bs, EKx, in dem das Relais EKx anzieht und damit
die Übertragung B als ankommend belegt kennzeichnet. Ein Kontakt 24 ekx schaltet
das Relais Gx an: 5. +, 25cx, 26vex, 24ekx, Gx, -,
dessen
Kontakt 27 gx für das Relais Ux einen Stromkreis schließt: 6. +, 27
gx, Ux, Die Kontakte 28 ux und 29 ux schalten die ankommende Verbindung
zu weiteren dafür vorgesehenen Einrichtungen Ankx des Amtes B durch. Der Kontakt
1 ekx trennt gleichzeitig die Steuerader cx auf und sperrt sie gegen eine
Belegung von der anderen Seite. Diese Sperrung wird durch den Kontakt
3 gx weiter aufrechterhalten.
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Wählt nun der Teilnehmer, dann spricht in der Übertragung A im Rhythmus
der Wahlimpulse in bekannter Weise das Relais A an: 7. +, . .
., a, L(II), 30bs, 31y, A,
Durch Relais
A wird im Stromkreis 8. +, 32a, W(I), -
das Relais W
erregt. Es hält sich dann in dem Stromkreis 9. +, 33c, 34d, 35w, 36eg, W(II),
Der Kontakt 37w schließt für das Relais Sg den Stromkreis 10. +,
33c, 34d, 37w, 38z, Sg, W14,
In bekannter Weise wird das Relais
Ah, das gleichzeitig zur Impulskorrektur dient, unter Mitwirkung des Kondensators
Co 4 mit den Kontakten 12a und 39a so gesteuert, daß für jeden aufgenommenen Gleichstromwahlimpuls
ein entsprechender Wechselstromimpuls über die Leitung Ltg gesendet wird. Auf der
ankommenden Seite B der Leitung nimmt das Relais Ix diese Wechselstromimpulse auf.
Der Kontakt 21 ix läßt das Relais EKx im Rhythmus der Wahlimpulse ansprechen.
Das Relais Vex wird in dem Stromkreis 11. +, 40gx, 4lekx, Ve(11)x,
Ve(1)x, -
gleichfalls erregt; es hält sich aber in den Wahlpausen,
weil seine Wicklung 11 durch die Kontakte 42gx und 43vex kurzgeschlossen
ist und damit eine Abfallverzögerung gewährleistet ist.
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Die Wahlimpulse der Impulsserie werden in bekannter Weise beispielsweise
durch einen weiteren Kontakt des Relais EKx, an das nächste Schaltglied im Verbindungsaufbau
weitergegeben.
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Wird die Übertragung, beispielsweise nach beendetem Gespräch, durch
Wegnahme des Erdpotentials von der Steuerader c freigegeben, so fällt das Relais
C ab. Über den Kontakt 44c wird das Relais Ah
wiederum erregt 12.
+, 9i, Ah, 17d, 44c, Bei Abfall des Relais C wurde auch
der Stromkreis 3 durch den Kontakt 15c aufgetrennnt. Das Relais
D fällt nach Entladung des Kondensator Col ab. Der Kontakt 17d unterbricht
den Stromkreis 12, das Relais Ah fällt verzögert durch die Entladung des
Kondensators Co4 über den Gleichrichter Grl und den Kontakt 13ah ab. Während der
Standzeit des Relais Ah wird mit den Kontakten 18ah und 19ah ein langer Auslöseimpuls
über die Leitung Ltg gesendet. Die Länge dieser Auslöseimpulse wird durch die Abfallzeit
der Relais D und Ah bestimmt.
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In der Gegenübertragung B wird der lange Impuls wieder vom Relais
Ix aufgenommen. über den Kontakt 21 ix wird das Relais EKx im Stromkreis
4 erregt. über den Kontakt 4lekx wird wie bei der Wahl (Stromkreis 11) das
Relais Vex zum Ansprechen gebracht. Der Kontakt 26vex trennt das Relais Gx im Stromkreis
5 von der Erde ab. Dadurch fällt dieses Relais nach Entladung des Kondensators
Co 3 ab. Wenn auch der Kontakt 40gx geöffnet ist, hält sich das Relais Vex bis zum
Ende des Auslöseimpulses über den Kontakt 45vex weiter. Nach öff-
nen des
Kontaktes 4lekx fällt es jedoch unverzögert ab, denn der Kontakt 42gx ist geöffnet.
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Beim Abfall des Relais Gx war durch Kontakt 27gx das Relais Ux ausgeschaltet
worden. Mit den Kontakten 46ux und 47ux wird die Leitung Ltg wieder von den ankommenden
Einrichtungen Ank abgetrennt.
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Doppelbelegung a) Erkennen der Doppelbelegung bei der Belegung Da
von der Belegung der Übertragung A bis zur Sperrung der Übertragung B durch
Auftrennen der Steuerader c mit Hilfe des Kontaktes lekx eine bestimmte Zeit vergeht,
kann es vorkommen, daß beide Übertragungen abgehend belegt werden. Tritt dieser
Fall ein, dann wird in der Übertragung A durch den Kontakt 46c das Relais
U eingeschaltet. Die Kontakte 28u und 29u trennen vorsorglich zunächst die
Sprechadern auf.
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In der Gegenübertragung B geschieht entsprechend das gleiche. Spricht
in der Übertragung A das Relais C unmittelbar vor dem Relais
J an, so wird nicht das Relais EK erregt, wie im Stromkreis 4 beschrieben,
sondern das Relais BS: 13. +, 21i, 47e, 48w, BS(I), Das Relais BS hält sich
im Stromkreis 14. +, 49 e, 50 bs, BS (11), -
weiter.
Der Kontakt 51bs legt den Besetztton aus dem Tongenerator Bes über die Wicklung
III der Induktionsspule L an die zum Teilnehmer A führenden Sprechadern a
und b.
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Durch öffnen des Kontaktes 30 bs wird die Aufnahme der Wahlimpulse
unterbunden.
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Nach Abfall des Relais J wird der Ansprechstromkreis für das
Relais Ah geschlossen: 15. +, 9i, Ah, 53bs,
54c, -.
Es wird erfindungsgemäß über die Kontakte
18 ah
-und 19 ah eine Wechselspannung an die Leitung
angelegt: Das Doppelbelegungszeichen wird gesendet.
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In der Gegenübertragung B sprechen die Relais Jx und BSx an,
wie für die, Übertragung A beschrieben, die Wahl wird unterbunden und- die
Sprech-I,eiMng aufgetrennt.
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Wird die Übertragung A auf das Besetztzeichen hin ausgelöst,
so fällt das Relais C ab. Die Aussendung des Wechselstromes wird jedoch nicht
unterbrochen, sondern das Doppelbelegungszeichen geht in den Auslöseimpuls über.
Denn das Relais Ah
bleibt nach Abfall der Relais C und Bs im
Stromkreis 12 erregt, bis auch das Relais D nach Entladung des Kondensators
Col abfällt.
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Durch das Anhängen des Auslöseimpulses wird eine A%destlänge des Dauerzeichens
sichergestellt. In der Gegenübertragung B fällt am Ende des Dauerzeichens das Relais
Jx ab. Die Übertragung B sendet nun ihrerseits das Doppelbelegungszeichen über die
Leitung Ltg. Die ausgelöste Übertragung A
wird weiterhin gesperrt, weil die
Relais J und davon ,abhängig das Relais Ek entsprechend dem Stromkreis 4 erregt
werden.
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In der Zeit zwischen Ende des abgehenden Zeichens und Ansprechen des
Relais EK infolge des ankornmenden Zeichens wird die Übertragung A durch
ein Zeitschaltglied gesperrt, das durch das abfallverzögerte Relais VS gebildet
wird.
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Löst auch die Gegenübertruagung B aus, so wird nach Abfall der Relais
Cx und Ahx das Dauerzeichen beendet und beide Übertragungen werden entsperrt.
Auch hier sorgt das Zeitschaltglied dafür, daß die Übertragung noch für eine gewisse
Zeit gesperrt bleibt.
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Löst nun während der Übertragung des Dauerzeichens von der Übertragung
A zur Gegenübertragung B diese Gegenübertragung zuerst aus, dann wird durch
Abwerfen des Relais Cx die Entsperrung vorbereitet.
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Das Relais Bsx hält sich bei Abfall des Relais Cx im Stromkreis
- 16. +, 21ix, 22cx, 76bs, BS(I)x, -
weiter.
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Wenn das von der Übertragung A gesendete Doppelbelegungszeichen
aufhört, fällt das RelaisJx ab. Damit kann in der Übertragung B entsprechend Stromkreis12
das RelaisAhx ansprechen. Während der Standzeit des Relais Ahx wird der Auslöseimpuls
gesendet und im Stromkreis 17. 89cx, 88ahx, VSx(H), VSx(1), -
das
Relais YSx erregt, welches bis zu seinem verzögerten Abfall die Steuerader cx sperrt.
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In der Übertragung A trifft der Auslöseimpuls während der Standzeit
des Relais VS ein; im Stromkreis entsprechend 4 wird während der Standzeit
des Relais J das Relai s EK erregt. Im Stromkreis 18. +, 25e, 26ve,
24ek, G,
wird das Relais G, im Stromkreis 19. +,
40 g, 41 ek, Ve (II), Ve (I), -
das Relais Ve erreat. Der Stromkreis
19 wird durch C
den Kontakt 26 ve aufgetrennt, so daß das Relais
G
nach Entladung des Kondensators Co 3 abfällt. Das Relais Ve hält sich bis
zum Abfall des Relais EK -über seinen Kontakt 45ve weiter. Nach Abfall des Relais
V- e wird die Sperrung der Steuerader c aufgehoben.
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b) Erkennen der Doppelbelegung bei der Wahl Es ist nun auch
der Fall möglich, daß die Doppelbelegung beim Belegungsvorgang nicht erkannt wird.
Das ist z. B. mögli ch, wenn die Relais Ah beider Übertragungen den Belegungsimpuls
gleichzeitig senden. Beim Senden ist ja das Empfangsrelais J abgetrennt.
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In diesem Fall kann eine Doppelbelegung von einer der beiden Übertragungen
daran erkannt werden, daß nach Beendigung des Belegungszeichens ein beliebiges Zeichen
empfangen wird, z. B. ein Wahlimpuls.
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Erhält beispielsweise die Übertragung B von ihrem Wähler GWx Wahlimpulse
und gibt diese als Wechselstromiinpulse über die Leitung Ltg weiter, so sprechen
in der Übertragung A die Relais J und BS an. Damit ist die Doppelbelegung
erkannt.
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Wie schon beschrieben, wird daraufhin nach Ab-
fall des Relais
J das Doppelbelegungszeichen ausgesendet, das mindestens die Länge eines Auslöseimpulses
hat.
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In der Übertragung B wurde bei der Aufnahme der Wahlimpulse das Relais
Wx erregt. Der Kontakt 55wx hatte den Abfall des Relais Ux und damit die DurchschaltuTig
der Sprechadern bewirkt.
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Das Doppolbt,-legungszeichen läßt die Relais Jx und davon abhängig
das Relais EGx ansprechen: 20. +, 21 ix, 47 cx, 55 wx, EGx,
Der Kontakt 36 egx öffnet den Haltestromkreis 9
des Relais Wx. Dieses
Relais fällt nach Entladung des Kondensators Co 5 x ab. Wegen der
Verzögerung des Relaisabfalles durch die Kondensatorentladung muß das Doppelbelegungszeichen
eine gewisse Mindestlänge überschreiten, um als Doppelbelegungskriterium erkannt
zu werden.
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Nach Abfall des Relais Wx bei noch anstehendem Doppelbelegungszeichen
bildet sich der Stromkreis 13 aus, in dem das Relais BSx erregt wird. Der
geschlossene Kontakt 55w bewirkt die Wiederauftrennung der Sprechadern. Nach Abfall
des Relais J
sendet die Übertragung B ihrerseits Dauerzeichen über die Leitung,
bis die Auslösung in der beschriebenen Art erfolgt.
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In seltenen Ausnahmefällen kann es vorkommen, daß die Doppolbelegung
auch bei der ersten Wahlserie nicht erkannt wird, z, B. wenn nach einem gleichzeitigen
Belegungszeichen gleich lange Wahlimpulse in der gleichen Zahl und praktisch zur
Gleis chen Zeit über die Leitung gesendet werd#cii.
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Da in solchem Falle nach der ersten Wahlserie die beiden Relais W
erregt sind, würde ein Impuls der zweiten Serie nicht zum Anzug des Relais Bs bzw.
BSx führen. Sind die Schaltelemente der übertra gungen so bemessen, daß beim Aufbau
einer normalen Verbindung das erste über die Leitung zu sendende Zeichen, das entgegen
der Richtung des Verbindungsaufbaus läuft, z. B. ein Beginnzeichenimpuls, wesentlich
länger ist als ein Wahlimpuls, so kann aus dem Empfang eines kürzere-ii Zeichens
geschlossen werd den, daß es sich um eine Doppelbelegung oder auch um eine andere
Störung handelt. Die Unterscheidung, ob es sich um einen kurzen oder län
e en Impuls . g.r handelt, erfolgt durch eine Zeitausscheidungsschaltung,
und zwar durch das Relais Sg.
Nach Ansprechen des Relais W hat über
den Kontakt 37 w das Relais Sg gemäß Stromkreis 10 angesprochen. Beim
Eintreffen eines Rückwärtsimpulses wird das Relais EG im Stromkreis
16 erregt. Die Kontakte 38 z, 37 iv und 56 eg
schließen die Wicklung des Relais Sg kurz, so daß es verzögert abfällt. Der Kondensator
Co 2 war im Ruhezustand aufgeladen worden; er wird beim Ansprechen des Relais
EG
durch den Kontakt 57 eg über den Widerstand Wi 1
kurzgeschlossen,
so daß er sich entladen kann.
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Ist der Impuls nur so lang, daß das Relais Sg während der Standzeit
des Relais EG abfällt, so kann das Relais BS über seine Wicklung
111 nicht ansprechen, weil der Kontakt 58 sg offen ist, wenn der Kontakt
59 eg die Erde wieder an den Kondensator C 2 anschaltet.
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Ist der eintreffende Impuls jedoch kürzer als die Abfallzeit des Relais
Sg bei Kurzschluß seiner Wicklung, so wird das Relais Sg nicht abgeworfen. Sobald
der Kontakt 59 eg schließt, wird das Relais Bs durch den Aufladestrom des
Kondensators Co 2 erregt 21. +, 59 eg, Co 2, 60 sg,
61 y, BS (III), -
und dadurch die Doppelbelegung oder Störung
kenntlich gemacht. Dieses Relais hält sich weiter im Stromkreis 14.
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Daraufhin wird, wie schon beschrieben, mit der Aussendung der Zeichen
über die Leitung begonnen. In der Gegenübertragung B wird das Relais Wx abgeworfen
und das Relais BSx erregt.
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Die Belegungszeit im Falle der Doppelbelegung kann auch abgekürzt
werden, wenn beispielsweise der Kontakt 2 bs in den Eingang der Steuerader c so
eingeschaltet wird, daß gleichzeitig die zum Kontakt 62 c und die zur Taste
SpT führenden Leitungen durch Betätigen dieses Kontaktes 2 bs nach Erkennen der
Doppelbelegung aufgetrennt werden.
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Die übertragung wird freigegeben, das Relais C
fällt ab. Es
wird der Auslöseimpuls gesendet, der in der Gegenübertragung das Ansprechen des
Relais BS - eventell nach Abwurf des Relais W - bewirkt. Auch bei
der Gegenübertragung besteht die Möglichkeit, die Freigabe durch Unterbrechung der
Belegungsader c vorzunehmen.