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DE1219053B - Beschickungsvorrichtung fuer Schachtoefen, insbesondere Hochoefen - Google Patents

Beschickungsvorrichtung fuer Schachtoefen, insbesondere Hochoefen

Info

Publication number
DE1219053B
DE1219053B DER24490A DER0024490A DE1219053B DE 1219053 B DE1219053 B DE 1219053B DE R24490 A DER24490 A DE R24490A DE R0024490 A DER0024490 A DE R0024490A DE 1219053 B DE1219053 B DE 1219053B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pull rod
bell
locking bell
bells
double
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER24490A
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Kuehn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DER24490A priority Critical patent/DE1219053B/de
Publication of DE1219053B publication Critical patent/DE1219053B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B7/00Blast furnaces
    • C21B7/18Bell-and-hopper arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blast Furnaces (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Beschickungsvorrichtung für Schachtöfen, insbesondere Hochöfen Beschickungsvorrichtungen für Schachtöfen, Hochöfen od. dgl. haben den Zweck, das Beschickungsmaterial dem Ofen zuzuführen, wobei vermieden werden muß, daß ein Druckausgleich mit der freien Atmosphäre erfolgt.
  • Für Hochöfen mit zentralem Gasabzugsrohr hat man schon zum Heben und Senken der Verschlußglocken eines doppelten Gichtverschlusses mehrere rund um das Gasabzugsrohr angeordnete Druckzylinder vorgesehen, welche mit der oberen Glocke fest verbunden sind und welche an dem Gerüst oberhalb der Gicht verschiebbar aufgehängt sind, wobei die untere Verschlußglocke an den Kolbenstangen dieser Zylinder befestigt ist, so daß bei Zuführung von Druckwasser oberhalb der Kolben die Zylinder mit der oberen Glocke angehoben werden, während durch Zuführung von Druckwasser unterhalb der Kolben diese mit der unteren Glocke angehoben werden.
  • Durch das Anheben der Glocken öffnen diese und geben dadurch entsprechende Kreisringöffnungen für den Durchtritt der Beschickungsstoffe frei.
  • Abgesehen davon, daß für die Bewegung der Verschlußglocken hierbei mehrere Druckwasserzylinder erforderlich sind, die infolge ungleicher Beaufschlagung ein Verkanten der Verschlußglocken hervorrufen können, haben nach oben öffnende Verschlußglocken den Nachteil, daß sie bei im Inneren des Ofens auftretenden starken Überbrücken ungewollt öffnen können.
  • Bei Öfen mit seitlichen Gasabzugsrohren werden diese mit Gichtverschlüssen versehen, deren Glocken sich durch Absenken öffnen. Der oben beschriebene Nachteil, daß die Glocken sich bei hohem Druck im Ofen öffnen können, ist dadurch vermieden.
  • Hierbei ist die Stange der unteren Verschlußglocke in der hohlen Verschlußstange der oberen Verschlußglocke angeordnet, jedoch sind für beide Verschlußglocken gesonderte Antriebe vorhanden, wobei es erforderlich ist, daß die Stange der unteren Verschlußglocke aus der . Stange der oberen Verschlußglocke oben herausgeführt wird; trotz Anordnung von Stopfbüchsen ist hier schwer eine vollkommen sichere Gasdichtheit zu erzielen.
  • Es ist ferner bekannt (deutsches Patent 544 803), daß beide Verschlußglocken mit nur einem einzigen Treibglied gesondert bedient werden können. Diese Vorrichtung ist aber weit aufwendiger, weil sie aus zwei doppelarmigen Hebeln besteht und außerdem zwei unabhängige Seiltriebe besitzt, die über Umlenkrollen die Verbindung zur Winde herstellen müs= sen. Ferner ist hierbei auch von Nachteil, daß Stopfbüchsendichtungen angewendet werden müssen, um Gasaustritt zwischen Zugstange und hohler Zugstange zu reduzieren.
  • Es ist auch bekannt (deutsches Patent 589 090), daß hydraulische Zylinder für die Betätigung von Gichtglocken verwendet werden, nur ist dann jedes Verschlußaggregat mit je einem Zylinder ausgerüstet.
  • Ein anderer Vorschlag (deutsches Patent 1188 099) sieht die Betätigung beider Verschlußglocken auf hydraulischem Wege vor. In diesem Fall handelt es sich aber in der Wirkungsweise um ebenfalls zwei Zylinder (ein durch eine Zwischenwand geteilter Doppelzylinder) und zwei Kolben, die unabhängig voneinander betätigt und gesteuert werden müssen, wodurch Fehlschaltungen= und das unbeabsichtigte Öffnen beider Verschlußglocken gleichzeitig nicht ausgeschlossen ist.
  • Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, derartige doppelte Gichtverschlüsse mit nach unten öffnenden Verschlußglocken mit nur einer einzigen Einrichtung, wie beispielsweise mit nur einem einzigen Zylinder oder auch einer einzigen Winde, unter Vermeidung jeglicher Stellen, an denen Gase austreten können, zu betätigen.
  • Dies erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß die hohle Zugstange der oberen, durch Senken öffnenden Verschlußglocke an der einen Seite eines doppelarmigen Hebels mittels eines Zylinders angelenkt ist, wobei das Gewicht des ganzen beweglichen Systems, einschließlich des Lastanteiles, durch ein auf der anderen Seite des doppelarmigen Hebels vorgesehenes Gegengewicht zum mindesten ausgeglichen ist, und daß die in der hohlen Zugstange der oberen Verschlußglocke angeordnete Zugstange, der unteren, ebenfalls durch Senken öffnenden Verschlußglocke an einem Kolben befestigt ist (A b b. 1).
  • Es kann jedoch auch ein Gehäuse mit einer Motorwinde verwendet werden, wobei das Gehäuse mit der Zugstange der oberen Verschlußglocke und dem doppelarmigen- Hebel verbunden ist,: während -das Windenseil an der Zugstange .der unteren Verschlußglocke angreift (Ab b. 4).
  • Um in bestimmten Fällen - z. B. bei Ofenstillstand - beide Verschlußglocken gleichzeitig öffnen zu können, kann die das Gegengewicht tragende Hebelarmseite durch eine Hebevorrichtung, wie Winde od. dgl., anhebbar sein.
  • Durch Druck auf die Unterfläche des Kolbens wird der Zylinder mit der dadurch öffnenden oberen Verschlußglocke bei angehobener unterer Verschlußglocke gegen die Wirkung des Gegengewichtes gesenkt, so daß dadurch die in der oberen Schüssel befindliche Beschickung über die geöffnete obere Verschlußglocke auf die geschlossene untere Verschlußglocke heruntergleiten kann.
  • Bei Ablassen des Druckes von der Unterseite des Kolbens schließt sich die obere Verschlußglocke unter Wirkung des Gegengewichtes durch Anheben des Zylinders und bei weiterem Ablassen des Druckes öffnet sich alsdann die untere Verschlußglocke unter Wirkung ihres Eigengewichtes und der auf ihr ruhenden Beschickung, so daß dadurch die Beschickung in den Ofen gelangt.
  • Der Normaldruck auf die Unterseite des Kolbens für die Schließstellung beider.Verschlußglocken wird vorzugsweise auf einen Wert eingestellt, der höher ist als das Gewicht der unteren Verschlußglocke, zuzüglich deren Zugstange und dem Kolben, und der niedriger ist als die Differenz zwischen dem Gegengewicht und der oberen Verschlußglocke, einschließlich deren Zugstange, Zylinder und dem Lastanteil.
  • Die neue Einrichtung ist im Aufbau und in ihrer Arbeitsweise denkbar einfach und sie gewährleistet ein einwandfreies Öffnen und Schließen beider Glocken zu den jeweils gewünschten Zeitpunkten, wobei jegliche ungewollten Gasaustrittmöglichkeiten zwischen der Zugstange für die untere Glocke und der hohlen Zugstange für die obere Glocke vermieden sind.
  • Selbst bei Versagen der hydraulischen Einrichtung kann kein unbeabsichtigtes öffnen beider Verschlußglocken eintreten, da zum mindesten die obere Verschlußglocke durch die Wirkung des Gegengewichtes stets in ihre Verschlußlage gezogen wird.
  • In der Zeichnung sind. Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
  • A b b.1, 2 und 3 zeigen die Anordnung eines hydraulischen oder pneumatischen Zylinders, während A b b. 4 die Anwendung einer Motorwinde zeigt. Die obere Gichtschüssell wird durch die obere Verschlußglocke 2 und die untere Gichtschüssel 3 durch die untere Verschlußglöcke 4 abgeschlossen. Die obere Verschlußglocke 2 besitzt eine hohle Zugstange 5, die an dem hydraulischen Zylinder 6 befestigt ist. Die Zugstange 7 der unteren Verschlußglocke 4 ist mit dem in dem Zylinder 6 befindlichen Kolben 8 verbunden. Der Zylinder 6 ist mittels einer Stange 9 an dem einen Ende eines doppelarnügen Hebels 10 angelenkt, der in dem festen Drehpunkt 11 gelagert ist und dessen anderes Ende das Gegengewicht 12 trägt. 'Ab b.-1 zeigt die Stellung, in der beide Verschlußglocken geschlossen sind, wobei der Kolben 8 durch Einstellung eines bestimmten Normaldruckes in der unteren Zuführungsleitung 13 beispielsweise eine Mittellage in dem Zylinder 6 einnehmen kann.
  • Nach Aufgabe des Beschickungsgutes 14 in die obere Gichtschüssel1 wird durch Zufuhr eines Druckmittels durch die Leitung 13 und Erhöhung des Druckes auf der Unterseite des Kolbens 8 der Zylinder 6 gegen die Wirkung des Gegengewichtes 12 abgesenkt, so daß die obere Glocke 2 dadurch öffnet und das Beschickungsgut auf die untere Glocke 4 abrutscht, wie dies in A b b. 2 dargestellt ist.
  • Durch Verringerung des Druckes auf der Unterseite des Kolbens 8 und Ablassen des Druckmittels durch die Leitung 13 wird durch die Wirkung. des Gegengewichtes 12 der Zylinder 6 mit der oberen Verschlußglocke 2 wieder nach oben bewegt, bis die Verschlußglocke 2 die Gichtschüssel 1 wieder abschließt. Bei weiterem Ablassen des Druckmittels unterhalb des Kolbens 8 bewegt sich dieser unter Wirkung des Gewichtes der unteren Verschlußglocke 4 und der darauf lastenden Beschickung abwärts, so daß die untere Verschlußglocke 4 dadurch öffnet und die Beschickung in den Ofen abgleitet, wie dies in A b b. 3 veranschaulicht ist.
  • Dabei kann dieser Vorgang noch durch Zuführung eines Druckmittels durch die Leitung 15 auf die Oberseite des Kolbens 8 unterstützt bzw. beschleunigt werden.
  • Zum Schließen der unteren Verschlußglocke 4 wird durch Zuleiten von Druckmittel unter den Kolben 8 dieser wieder in seine Normallage im Zylinder 6 gebracht.
  • Abb.4 veranschaulicht die Verwendung einer Motorwinde, wobei die untere Verschlußglocke 4 über die Zugstange 7 an dem Windenseil 19 befestigt ist. Die Welle der Windentrommel17 ist mit der Welle des umkehrbaren Motors 18 fest verbunden, während das ganze Windensystem über die Stange 9 am doppelarmigen Hebel 10 aufgehängt ist.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Beschickungsvorrichtung für Schachtöfen, insbesondere Hochöfen, bestehend aus zwei trichterförmigen oder zylindrischen Gichtschüsseln, die in einem über der Gicht des Schachtofens vorgesehenen Gehäuse mit Abstand übereinander angeordnet sind, und aus zwei jeweils durch senken öffnenden Verschlußglocken, welche die öffnungen in den Gichtschüsseln abschließen und mit Hilfe einer Antriebsvorrichtung mittels je einer Zugstange gesenkt und gehoben werden können, wobei die Zugstange der unteren Verschlußglocke in der hohlen Zugstange der oberen Verschlußglocke angeordnet ist, dadurch .g e k e n n -z e i c h n ä t, daß für die Betätigung beider Verschlußglocken (2, 4) nur ein einziger hydraulischer oder pneumatischer Zylinder vorgesehen ist, dessen Gehäuse (6) einerseits durch die hohle Zugstange (5) mit der oberen Verschlußglocke (2) verbunden ist und der andererseits an einem doppelarmigen Hebel (10) angelenkt ist, dessen Gegengewicht (12) das ganze System mindestens ausgleicht, während die Kolbenstange des Zylinders (6) die Zugstange (7) für die untere Verschlußglocke (4) bildet. z. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zwischen der Zugstange (5) der oberen Verschlußglocke (2) und den doppelarmigen Hebel (10) eingeschaltete Gehäuse aus einer Motorwinde besteht, deren, Gehäuse bzw. Trommel (17) mit der Zugstange (5) der oberen Verschlußglocke (2) und dem doppelarmigen Hebel (10) verbunden ist, während das Windenseil (19) an der Zugstange (7) der unteren Verschlußglocke (4) angreift. 3. Beschickungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die das Gegengewicht (12) tragende Hebelarmseite (10) durch eine Hebevorrichtung, wie Winde od. dgl., zum Senken und dadurch erfolgendem gleichzeitigem Öffnen beider Verschlußglocken anhebbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 544 803, 589 090.. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1188 099.
DER24490A 1958-12-01 1958-12-01 Beschickungsvorrichtung fuer Schachtoefen, insbesondere Hochoefen Pending DE1219053B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE544803C (de) * 1928-01-26 1932-02-22 Otis Aufzugswerke G M B H Getriebe fuer Ofenbeschickungsvorrichtungen
DE589090C (de) * 1932-11-10 1933-12-02 Demag Akt Ges Beschickungsvorrichtung fuer Gaserzeuger
DE1188099B (de) * 1958-10-01 1965-03-04 Demag Ag Gichtverschlussantrieb

Patent Citations (3)

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