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Echoloteinrichtung zur Vermessung von Wasserstraßen Die Erfindung
bezieht sich auf eine Echoloteinrichtung zur Vermessung von Wasserstraßen durch
Aufnahme von Längsprofilkurven mit einer Vielzahl von Sender-Empfängern, die an
einem Meßschiff quer zu seiner Fahrtrichtung verteilt angeordnet sind. In der Regel
ist ein solches Meßschiff mit Auslegern ausgerüstet, an denen die Sender-Empfänger
angeordnet sind. In.dem zugehörigen Registriergerät sind ebenso viele Registrierelemente
vorgesehen, die auf einem umlaufenden Träger, vorzugsweise einem umlaufenden Band,
angeordnet sind und auf einer gemeinsamen Papierfläche Längsprofilkurven untereinander
aufzeichnen. Die Längsprofilkurven sind auf Null-Linien zu beziehen, die entsprechend
der Versetzung der Registrierelemente ebenfalls gegeneinander versetzt sind.
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In der Regel werden die Sender bei einer solchen Einrichtung gleichzeitig
erregt. Bei extremen Geländeverhältnissen kann jedoch eine solche gleichzeitige
Erregung der Sender zu Fehlern in der Registrierung führen, beispielsweise dann,
wenn das Gelände zwischen zwei Sendern starke Niveauunterschiede aufweist, so daß
der von einem Sender ausgehende und am Boden diffus reflektierte Schallimpuls den
Empfänger des benachbarten Sender-Empfänger-Paares früher erreicht als der von dem
Sender des zuletzt genannten Sender-Empfänger-Paares herrührende Echoimpuls. Die
Erfindung vermeidet diesen Nachteil.
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Sie geht aus von einer Echoloteinrichtung zur Vermessung von Wasserstraßen
durch Aufnahme von Längsprofilkurven mit einer Vielzahl von Sender-Empfängern, die
an einem Meßschiff quer zu seiner Fahrtrichtung verteilt angeordnet sind und denen
im Registriergerät ebenso viele Registrierelemente zugeordnet sind, die auf einem
gemeinsamen umlaufenden Träger in Laufrichtung gegeneinander versetzt angeordnet
sind und eine Schar von Längsprofilkurven mit gegeneinander versetzten Null-Linien
auf einer geminsamen Schreibfläche aufzeichnen, wobei die Sender einzeln wenigstens
einmal während eines Umlaufs des Trägers ausgelöst werden; sie besteht darin, daß
die Sender in einer von der Reihenfolge ihrer Anordnung am Meßschiff abweichenden
springenden Folge erregt werden und daß die Anordnung der Registrierelemente in
einer die springende Folge der Erregung der Sender kompensierenden Weise ebenfalls
von der Reihenfolge der räumlichen Anordnung der Sender abweicht, derart, daß die
Lage der auf der Registrierfläche untereinander aufgezeichneten Längsprofilkurven
wieder mit der Reihenfolge der Sender am Meßschiff übereinstimmt.
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Sind beispielsweise zwölf Sender-Empfänger-Paare vorhanden, so können
diese Sender beispielsweise in der Folge 1, 4, 7, 10 - 2, 5, 8, 11 - 3, 6, 9, 12
erregt werden. Wenn also der Sender 1 zuerst erregt wird, so ist der danach erregte
Sender 4 relativ weit von dem Sender 1 entfernt, so daß Störimpulse, die von dem
Sender 4 herrühren, den Sender 1 nicht mehr oder durch nur in sehr abgeschwächter
Form erreichen. Man könnte diesen räumlichen Abstand noch größer machen, indem man
die Sender in der Reihenfolge 1, 7 - 2, 8 - 3, 9 - 4, 10 - 5, 11 und 6, 12 erregt.
In diesem Falle wäre aber der zeitliche Abstand zwischen der Erregung des Senders
1 und der des benachbarten Senders 2 relativ klein. Die erstgenannte Reihenfolge
1, 4, 7, 10 - 2, 5, 8, 11 usw. stellt einen Kompromiß zwischen einem möglichst großen
räumlichen und einem möglichst großen zeitlichen Abstand dar.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen weiter erläutert.
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F i g. 1 zeigt das Vermessungsschiff und die zugehörige Schwingeranordnung,
während in F i g. 2 ein Schema der Registriereinrichtung dargestellt ist.
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Die F 1 g. 1 zeigt ein Vermessungsschiff 20, das mit anklappbaren
Auslegern 21 und 22 versehen ist.
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Diese Ausleger tragen in gleichmäßigen Abständen je fünf Sender-Empfänger-Paare,
und zwei weitere Sender-Empfänger-Paare sind unmittelbar unterhalb des Meßschiffes
angeordnet. Die Sender auf der Backbordseite sind mit la bis 6a und die Sender auf
der
Steuerbordseite mit 7 a bis 21 a bezeichnet, während die zugehörigen Empfänger die
Ziffern in bis 6b bzw. 7b bis 21 b tragen. F i g. 2 zeigt ein umlaufendes Band 33,
welches Registrierfedern lf bis 121 trägt, die über nicht gezeichnete Kontaktschienen
und Verstärker von den Empfängern 1 b bis 12 b gespeist werden. Das umlaufende Band
trägt außerdem ein kleines Eisenstück 50, welches zur Auslösung der Sender dient,
indem es in ortsfesten Eisenkernspulen Impulse induziert. Die Lage dieser Eisenkernspulen
ist durch waagerechte Striche 1s bis 12s angedeutet.
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Wenn also das Band in Pfeilrichtung umläuft, so erregt es der Reihe
nach die Sender 1, 4, 7, 10 - 2, 5, 8, 11 - 3, 6, 9, 12. Auf dem Registrierpapier
30 wird entsprechend dieser Folge zuerst ein Punkt der Kurve 1, dann ein Punkt der
Kurve 4, dann ein Punkt der Kurve 7 usw. gezeichnet. Die Registrierelemente lf bis
12f sind nun so angeordnet bzw. haben eine solche Reihenfolge und solche Abstände,
daß die gezeichneten Kurven in derselben Reihenfolge untereinanderliegen, in der
die Sender am Meßschiff angeordnet sind. Dies führt zu einer unregelmäßigen Reihenfolge
und teilweise auch zu unregelmäßigen Abständen der Registrierelementelf bis 12f.
Auf dem Papier sind die Kurven der Reihe nach mit 1k bis 12k und die zugehörigen
Null-Linien mit ln bis 12n gezeichnet.
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Die Erfindung ist auf die dargestellte Ausführungsform nicht beschränkt,
insbesondere kann die Auslösung auch in der Weise erfolgen, daß auf dem umlaufenden
Band ein Nocken angeordnet ist, der mit ortsfesten Kontakten zusammenarbeitet. Ferner
kann auf dem Band ein zweiter Satz von Registrierfedern, der gegenüber dem ersten
Satz um eine halbe Bandlänge versetzt ist, angeordnet, sowie eine zweite, ebenfalls
versetzte Auslösung vorgesehen sein, so daß auf jeden Bandumlauf zwei Lotungen je
Meßstelle entfallen.
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Patentansprüche: 1. Echoloteinrichtung zur Vermessung von Wasserstraßen
durch Aufnahme von Längsprofilen mit einer Vielzahl von Sender-Empfängern, die an
einem Meßschiff quer zu seiner Fahrtrichtung verteilt angeordnet sind, und denen
im Registriergerät ebenso viele Registrierelemente zugeordnet sind, die auf einem
gemeinsamen umlaufenden Träger in Laufrichtung gegeneinander versetzt angeordnet
sind und eine Schar von Längsprofilkurven mit gegeneinander versetzten Null-Linien
auf einer gemeinsamen Schreibfläche aufzeichnen, bei welcher Echoloteinrichtung
die Sender einzeln wenigstens einmal während eines Umlaufs des Trägers ausgelöst
werden, d a -durch gekennzeichnet, daß die Sender (1 a bis 12 a) in einer von der
Reihenfolge ihrer Anordnung am Meßschiff (20) abweichenden springenden Reihenfolge
erregt werden und daß die Anordnung der Registrierelemente (1! bis 12f) in einer
die abweichende Reihenfolge der Erregung der Sender (la bis 12a) kompensierenden
Weise ebenfalls von der Reihenfolge der Sender abweicht, derart, daß die Reihenfolge
der auf der Registrierfläche (30) untereinander aufgezeichneten Längsprofilkurven
mit der Reihenfolge der Anordnung der Sender (1 a bis 12 a) am Meßschiff (20) übereinstimmt.