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DE1212921B - Antrieb fuer am Abbaustoss entlangbewegte Gewinnungsgeraete, insbesondere im untertaegigen Grubenbetrieb - Google Patents

Antrieb fuer am Abbaustoss entlangbewegte Gewinnungsgeraete, insbesondere im untertaegigen Grubenbetrieb

Info

Publication number
DE1212921B
DE1212921B DEM38919A DEM0038919A DE1212921B DE 1212921 B DE1212921 B DE 1212921B DE M38919 A DEM38919 A DE M38919A DE M0038919 A DEM0038919 A DE M0038919A DE 1212921 B DE1212921 B DE 1212921B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drive
switching
pressure medium
reversing gear
gear
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM38919A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Baehre
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BEIEN MASCHFAB
Maschinenfabrik und Eisengiesserei A Beien
Original Assignee
BEIEN MASCHFAB
Maschinenfabrik und Eisengiesserei A Beien
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BEIEN MASCHFAB, Maschinenfabrik und Eisengiesserei A Beien filed Critical BEIEN MASCHFAB
Priority to DEM38919A priority Critical patent/DE1212921B/de
Publication of DE1212921B publication Critical patent/DE1212921B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C29/00Propulsion of machines for slitting or completely freeing the mineral from the seam
    • E21C29/04Propulsion of machines for slitting or completely freeing the mineral from the seam by cable or chains
    • E21C29/14Propulsion of machines for slitting or completely freeing the mineral from the seam by cable or chains by haulage cable or chain pulling the machine along the working face
    • E21C29/16Winches or other means for pulling cable or chain

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

  • Antrieb für am Abbaustoß. entlangbewegte Gewinnungsgeräte, insbesondere im untertägigen Grubenbetrieb Die Erfindung betrifft einen Antrieb für durch Zugmittel mit wechselnder Bewegungsrichtung am Abbaustoß entlangbewegte Gewinnungsgeräte, ins= besondere im untertägigen Grubenbetrieb, deren über mindestens eine Antriebswelle geführtes Zugmittel durch mindestens einen ständig mit gleichbleibendem Drehsinn umlaufenden Drehmotor über ein eine Umkehr der Antriebsrichtung des Zugmittels ermöglichendes schaltbares Getriebe antreibbar ist.
  • Bei den im untertägigen Grubenbetrieb verwendeten, durch Zugmittel mit wechselnder Bewegungsrichtung am Abbaustoß entlangbewegten Gewinnungsgeräten ist das Zugmittel in der Regel über zwei vorzugsweise am Strebende angeordnete Umkehrrollen geführt, von denen mindestens eine angetrieben ist. An dem meist als Kette ausgebildeten endlosen Zugmittel ist in den meisten Fällen ein schälendes Gewinnungsgerät befestigt, welches in beiden Bewegungsrichtungen den Abbaustoß abschält. Es ist jedoch auch bekannt, an einem endlos ausgebildeten Zugmittel mehrere, in vorzugsweise gleichmäßigen Abständen über die Abbaufront ver-. teilt angeordnete Schälgeräte zu befestigen, welche den Abbaustoß an mehreren im Abstand zueinander angeordneten Angriffspunkten gleichzeitig bearbeiten. Die schälenden Gewinnungsgeräte sind hierbei durchweg an einem parallel zum Abbaustoß angeordneten, als Ganzes nachrückbaren Strebförderer geführt. Die meist als Kettenräder ausgebildeten Umkehrrollen sind in diesem Fall an der dem Abbaustoß zugekehrten Seite des Strebförderers gelagert, während der Antrieb für das Gewinnungsgerät mit dem Ende des Strebförderers zu einer gemeinsam umrückbaren baulichen Einheit verbunden ist.
  • Um das Gewinnungsgerät mit wechselnder Bewegungsrichtung am Abbaustoß entlangbewegen zu können, müssen die Antriebswellen für das Zugmittel mit wechselnder Drehrichtung antreibbar sein. Als Antriebsmotoren verwendet man Druckluft- oder Elektromotoren, welche mit den Antriebswellen über mechanische Untersetzungsgetriebe getrieblich verbunden sind. Zwischen Getriebe und Motor ist ferner eine ausrückbare Kupplung vorgesehen, welche in der Regel - insbesondere bei Drehstrom-Asychronmotoren - als Strömungskupplung ausgebildet ist. Derartige Strömungskupplungen sind bei Drehstrom-Asynchron-Motoren erforderlich, um den Motor unter Last anfahren zu. können.
  • Die meisten bisher verwendeten Antriebe für am Abbaustoß entlangbewegte Gewinnungsgeräte besitzen den Nachteil, daß zur Umkehr der Bewegungsrichtung jeweils der oder die Antriebsmotoren stillgesetzt, auf entgegengesetzte Drehrichtung umgeschaltet und anschließend erneut eingeschaltet werden müssen. Hierzu ist es jeweils erforderlich, die teilweise erheblichen Schwungmassen der Drehmotoren abzubremsen, den Motor auf entgegengesetzte Drehrichtung umzusteuern und anschließend -unter öffnung der Kupplung zwischen Motor und Getriebe - wieder anlaufen zu lassen, bevor durch Schließen dieser Kupplung die Antriebswelle mit entgegengesetzter Drehrichtung angetrieben werden kann. Dieses Abschalten, Umsteuern und erneute Einschalten der Drehmotoren erfordert einen - je nach Größe und Art des Motors - unterschiedlichen Zeitaufwand, der für die eigentliche Gewinnungsarbeit verlorengeht. Der Anteil dieser Verlustzeit an der Gesamtgewinnungszeit wird um so größer, je kürzer die Fahrwege und je größer die Arbeitsgeschwindigkeiten der Gewinnungsgeräte sind. Besonders nachteilig sind diese Verlustzeiten daher bei mit großer Geschwindigkeit am Abbaustoß entlangbewegten Gewinnungsgeräten sowie Gewinnungseinrichtungen mit mehreren über die Streblänge in vergleichsweise geringen Abständen verteilt angeordneten Gewinnungsgeräten, welche durch das gleiche Zugmittel am Abbaustoß jeweils nur etwa um das Maß ihres Abstandes hin- und herbewegt werden. Um Drehstrom-Asynchron-Motoren mit wechselnder Drehrichtung antreiben zu können, ist außerdem eine verhältnismäßig komplizierte und kostspielige Ausbildung der Motoren erforderlich.
  • Damit der für die eigentliche Gewinnungsarbeit verlorengehende, beim Abschalten,. Umsteuern und erneuten Einschalten der Drehmotoren erforderliche Zeitaufwand nicht zu groß,. sondern möglichst klein gehalten wird, hat man--bereits vorgeschlagen, die Drehmotoren nach dem Abschalten auf mechanischem oder elektrischem Weg abzubremsen. So trat man z. B. mechanische Bandbremsen, konische Motorläufer und Schaltkupplungen angewendet, die sich jedoch in der Praxis nicht bewährt haben. Der Grund hierfür ist vor allem darin zu sehen, daß mechanisches Bremsen stets mit erheblichem Verschleiß und großer Wärmeentwicklung verbunden ist. Außerdem sind die Reibungsverhältnisse, insbesondere im untertägigen Grubenbetrieb mit der dort nicht zu vermeidenden starken Verschmutzung der Reibungsflächen kaum zu beherrschen. Beim elektrischen Abbremsen des Drehmotors, das beispielsweise durch einen Endschalter erfolgt, wird der Motor in entgegengesetztem Drehsinn erregt. Da sich der Läufer noch in der ursprünglichen Richtung weiterdreht, steigt bei gleichbleibender Spannung das Motormoment auf das Mehrfache-seines Nennmomentes. Dies bedeutet, daß es bei einer Abbremsung des Drehmotors durch Gegenstrom sowohl zu_ erheblichen elektrischen wie auch mechanischen Beanspruchungen des Motors kommt. Außerdem unterliegen auch die vom Motor angetriebenen Kupplungen, Getriebe, Lagerwellen, Hobelketten nsw. einer starken Stoßbelastung, die zu einem erheblichen Verschleiß dieser Teile führt.
  • Die Gegenstrombremsung hat darüber hinaus eine sehr intensive Erwärmung des Drehmotors zur Folge, die naturgemäß wesentlich höher ist als die Erwärmung bei normalem Nennbetrieb. Eine derartige Erwärmung des Motors ist bei den ohnehin vielfach hohen Wettertemperaturen im untertägigen Grubenbetrieb unerwünscht und nachteilig. Insbesondere bei häufigen Schaltungen- infolge großer Arbeitsgeschwindigkeiten und/oder kurzer Hobelwege, die beispielsweise beüri Hereingewinnen besonders fester Kohlennester notwendig werden, ist diese Erwärmung besonders stark. Eine derart starke Erwärmung der Motoren hat naturgemäß weiter- die nachteilige Folge, daß ihre Isolation in verhältnismäßig kurzer Zeit zerstört wird und erneuert werden muß, was ihre Betriebskosten erheblich erhöht. Außerdem führt die bei den bekannten Antrieben verwendete elektrische Abbremsung der Motoren zu einer sehr erheblichen Netzbelastung, die nur von besonders stark dimensionierten Stromnetzen aufgenommen werden kann. Wo derart stark dimensionierte Stromnetze nicht zur Verfügung stehen, ist eine solche Abbremsung überhaupt nicht zu verwirklichen.
  • Nachteilig ist ferner, daß für den bekannten, mit einer Strombremsung ausgerüsteten Antrieb ein ungewöhnlich großer technischer Aufwand, insbesondere an komplizierten und besonders störanfälligen Steuer- und Regeleinrichtungen erforderlich ist. Außerdem hat sich gezeigt, daß die zusätzlich erforderlichen komplizierten Schalt- und Steuervorrichtungen unter den rauhen Arbeitsbedingungen des untertägigen Grubenbetriebes sehr störanfällig sind, so daß sich trotz sorgfältiger Wartung Betriebsstörungen, die in der Regel einen längeren Stillstand der gesamten Gewinnungsarbeit zur Folge haben, nicht mit hinreichender Sicherheit vermeiden lassen. Schließlich müssen derartige Steuer- und Regeleinrichtungen, da es sich bei ihnen um elektrische Geräte handelt, nach den bergbehördlichen Sicherheitsvorschriften schlagwettergeschützt- ausgebildet wer= den, was sie naturgemäß weiterhin verteuert und darüber hinaus ihren ohnehin nicht geringen Platzbedarf um ein erhebliches Maß vergrößert.
  • Ein weiterer Nachteil der mechanisch oder elektrisch wirkenden Bremseinrichtungen besteht darin, daß sie nicht in der Lage sind, die Verlustzeiten zu vermeiden, die sich bei jedem Wechsel der Bewegungsrichtung des Gewinnungsgerätes durch das erforderliche Abschalten und Umsteuern der Motoren und das nach jedem Abschalten und Umsteuern erforderliche erneute Anlaufen der Motoren ergeben. Diese bekannten mechanisch oder elektrisch wirkenden Bremseinrichtungen vermögen lediglich das Abbremsen der Motoren zu beschleunigen, wobei in jedem Fall die Motoren zunächst bis zum Stillstand abgebremst, dann auf entgegengesetzte Drehrichtung umgesteuert und wieder bis, auf ihre Nenndrehzahl hochlaufen müssen. Eine Umsteuerung der Motoren ohne vorherige Stillsetzung derselben und des Gewinnungsgerätes würde derart große Schlag- und Stoßbeanspruchungen in den Getriebeteilen, den Kupplungen und dem Zugmittel zur Folge haben, daß diese einem unzumutbar starken Verschleiß ausgesetzt wären und bereits nach kurzer Betriebsdauer zerstört würden. Außerdem können mit Hilfe der bekannten mechanisch oder elektrisch wirkenden Bremseinrichtungen nicht die bei jedem Anlaufen der Motoren auftretenden starken Netzbelastungen vermieden werden.
  • Es sind ferner kombinierte Antriebsstationen für ein schälendes Gewinnungsgerät und einen Förderer bekannt, bei welchen für beide ein gemeinsamer Antrieb vorgesehen wird, der aus zwei am oberen und unteren Fördererende angeordneten Antriebsstationen besteht. Diese Antriebsstationen sind als sogenannte Zwillingsantriebe ausgebildet und besitzen jeweils zwei Elektromotoren, die über ein gesondertes Getriebe auf eine gemeinsame Antriebswelle einwirken, von der aus der Förderer angetrieben wird. Außerdem treibt jeder Zwillingsantrieb mit Hilfe eines gesonderten Kettentriebes von der gemeinsamen Antriebswelle aus eine als Kettenrad ausgebildete Umkehrrolle an, welche in ein. endloses, als Kette ausgebildetes Zugmittel eingreift, mit dessen Hilfe das Gewinnungsgerät am Kohlenstoß hin- und hergezogen wird.
  • Zwischen Kettentrieb und Kettenrad ist bei beiden Antriebsstationen eine ausrückbare Zahnkupplung vorgesehen, die eine getriebliche Verbindung zwischen Kettentrieb und Kettenrad sowie eine Trennung derselben ermöglicht. Während die an den entgegengesetzten Enden des Förderers angeordneten Zwillingsantriebe so ausgebildet sind, daß sie ständig in der gleichen Drehrichtung angetrieben werden, besitzen die Kettenräder und Kettentriebe eine solche Ausbildung, daß sie - sofern die Zahnkupphing eingerückt wird - in entgegengesetzter Drehrichtung angetrieben werden. Hierbei soll jeweils nur eines der Kettenräder mit dem dazugehörigen Zwillingsantrieb getrieblich verbunden werden, so daß - je nachdem, welche der beiden Kupplungen eingerückt ist - das Gewinnungsgerät in der einen oder anderen Richtung am Abbaustoß entlanggezogen wird.
  • Da bei dieser bekannten Bauart die ausrückbaren Kupplungen zwischen Kettenrad und Kettentrieb als Zahnkupplungen ausgebildet sind,. mit denen es bekanntlich ohne erhebliche Beschädigung der Kupplung nicht möglich ist, bei laufendem Antrieb zu kuppeln und auf diese Weise die Antriebsrichtung für das Gewinnungsgerät umzukehren, müssen auch bei ihr die an beiden Enden des Förderers vorgesehenen Antriebe einschließlich der Drehmotoren bei jeder Änderung der Bewegungsrichtung des Gewinnungsgerätes stillgesetzt werden, bevor die bislang gekuppelte Zahnkupplung ausgerückt und die andere, für die neue Bewegungsrichtung des Gewinnungsgerätes benötigte Zahnkupplung eingerückt werden kann. Dies ist im praktischen Betrieb nicht nur dann erforderlich, wenn das Gewinnungsgerät eine seiner beiden Endstellungen erreicht hat, sondern beispielsweise auch dann, wenn zur Hereingewinnung besonders fester Kohlennester das Gewinnungsgerät auf einem relativ kurzen Weg mehrfach hin- und herbewegt werden muß. Ein Umsteuern der Bewegungsrichtung ohne Stillsetzung der Antriebe würde, bei dem bekannten Antrieb zu einer hohen schlagartigen Beanspruchung der Kupplungszähne und damit zu einem frühzeitigen Verschleiß der Kupplungen führen, wenn es nicht gar zu einem Ausschlagen bzw. zu einem Bruch der Kupplungszähne kommt. Infolgedessen ist man bei der bekannten Bauart schon aus diesem Grund gezwungen, bei jeder Umkehr der Bewegungsrichtung des Gewinnungsgerätes die eine erhebliche Schwungmasse aufweisenden rotierenden Massen der Drehmotoren und der nachgeschalteten Getriebe - beispielsweise mit Hilfe einer Gegenstrombremsung - bis zum Stillstand abzubremsen, um das Ein- und Ausrücken der Zahnkupplungen durchführen zu können.
  • Eine Stillsetzung des gesamten Antriebes ist bei der bekannten Konstruktion aber auch deshalb erforderlich, weil mit absoluter Sicherheit die Kupplung des bislang angetriebenen Kettenrades ausgerückt sein muß, bevor die Kupplung des am entgegengesetzten Förderende vorgesehenen Kettenrades eingerückt werden darf, da sonst die beiden Antriebe direkt gegeneinander arbeiten, was erhebliche Schäden nach sich ziehen kann. Infolgedessen muß in jedem Falle nach dem Ausrücken der einen Kupphing und vor dem Einrücken der anderen Kupplung eine jegliche Möglichkeit von Irrtümern ausschließende Verständigung zwischen den die beiden Kupplungen betätigenden Arbeitskräften herbeigeführt werden.
  • Hieraus ergeben sich für die bekannte, mit Zwillungsantrieben ausgerüstete Bauart im wesentlichen die gleichen Nachteile, wie sie vorstehend bereits im Zusammenhang mit den verschiedenen Möglichkeiten einer Abbremsung dargelegt worden sind. Verzichtet man auf eine derartige Abbremsung, so nimmt das Stillsetzen und erneute Anfahren des Gewinnungsgerätes derart viel Zeit in Anspruch, daß erhebliche Stillstandszeiten die Folge sind, die vor allem bei großen Arbeitsgeschwindigkeiten und/oder relativ kurzen Fahrwegen des Gewinnungsgerätes nach Möglichkeit vermieden werden müssen. Außerdem wird bei diesem bekannten kombinierten Förderer- und Hobelantrieb bei der bei jeder Änderung der Bewegungsrichtung des Gewinnungsgerätes erforderlichen Abschaltung der Antriebe auch der Förderer mit stillgesetzt, so daß dieser immer wieder unter Last angefahren werden muß, was zu einer außerordentlich großen Belastung der Motore, Getriebe und Kupplungen führt. Ein weiterer Nachteil dieser kombinierten Förderer- und Hobelantriebe besteht darin, daß es bei ihnen überhaupt nicht möglich ist, das Gewinnungsgerät am Abbaustoß hin- und herzubewegen, ohne daß gleichzeitig auch der Förderer mit angetrieben wird. Infolgedessen muß dann, wenn aus irgendwelchen Gründen, beispielsweise wegen Mangels an Leerwagen oder aber infolge irgendwelcher Störungen an den Streckenfördermitteln oder wegen Vornahme irgendwelcher besonderen Arbeiten im Streb, der Strebförderer stillgesetzt werden muß, jeweils auch der Hobel außer Betrieb genommen werden. Somit haben alle Stillstandszeiten des Strebförderers bzw. alle in der Förderung auftretenden Störungen und Betriebsunterbrechungen zwangläufig auch eine Unterbrechung der Gewinnungsarbeit zur Folge. Ein weiterer wesentlicher Nachteil der bekannten Antriebsart besteht darin, daß das Verhältnis zwischen Hobel- und Förderergeschwindigkeit ein für allemal festgelegt ist und daß überdies sowohl bei der Bergfahrt als auch bei der Talfahrt des Hobels mit genau dem gleichen Geschwindigkeitsverhältnis zwischen diesen beiden Einrichtungen gearbeitet werden muß. Es besteht daher bei der bekannten Bauart keinerlei Möglichkeit, die Hobel- und Förderergeschwindigkeit an unterschiedliche Verhältnisse, beispielsweise wechselnde Flözmächtigkeiten, anzupassen, geschweige denn für die Berg- und Talfahrt des Hobels ein unterschiedliches Verhältnis zwischen Hobel-und Förderergeschwindigkeit zu wählen, um eine möglichst weitgehende Kapazitätsausnutzung der vorhandenen Gewinnungs- und Fördereinrichtungen zu erzielen.
  • Der der bekannten Bauart zugrunde liegende Gedanke, für den Förderer und den Hobel zwei gemeinsame, am oberen und unteren Fördererende angeordnete Antriebsstationen vorzusehen, beruht auf der irrigen Vorstellung, daß die Spitzenleistung des Förderer- und des Hobelantriebes praktisch nie zur selben Zeit verlangt wird. Tatsächlich fallen jedoch die Belastungsspitzen des Förderer- und des Hobelantriebes in vielen Fällen zusammen, und zwar beispielsweise dann, wenn bei besonders starker Belastung des Hobelantriebes infolge besonders großer Schältiefe der Förderer auch entsprechend stark beladen und der Fördererantrieb entsprechend stark belastet wird. Demzufolge hat es sich als Trugschluß erwiesen, daß man bei gemeinsamen Antrieben für Gewinnungsgerät und Förderer insgesamt mit einer geringeren installierten Leistung auskommt als bei getrennten Antrieben.
  • Da bei der bekannten Antriebsbauart die gesamte Antriebsleistung für den Förderer und das Gewinnungsgerät über die an beiden Enden des Förderers angeordneten Antriebswellen des Fördererkettenbandes übertragen werden, müssen diese einschließlich ihrer Lager sowie der zu ihrer Lagerung dienenden Teile der Fördererendschüsse eine etwa doppelt so starke Ausbildung erhalten, wie dies bei getrennten Antrieben für Förderer und Hobel notwendig ist. Abgesehen von der hierdurch bewirkten Erhöhung, der Anlagekosten führt dies zu einer derartigen Vergrößerung des Durchmessers der Fördererantriebswellen, daß eine für den untertägigen Grubenbetrieb außerordentlich nachteilige Vergrößerung der Fördererbauhöhe unumgänglich ist.
  • Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß von den beiden Antriebswellen jeweils nur eines der beiden Kettenräder des Hobelzugmittels angetrieben wird, so daß die gesamte Antriebskraft für den Hobel an einer Stelle auf dessen Zugmittel übertragen werden muß. Infolgedessen ist es erforderlich, dem Zugmittel sowie auch den Wellen der Kettenräder und deren Lagerungen eine etwa doppelt so starke Ausbildung zu geben, wie dies bei einem gleichzeitigen Antrieb beider Kettenräder erforderlich wäre. Außerdem nimmt infolge dieser Eigenart jeweils nur eine der beiden Antriebsstationen unmittelbar .am Antrieb des Hobels teil,-. während die andere.-Antriebsstation lediglich über das Föidererkettenband zum Antrieb des Hobels- beizutragen vermag. Um dies. zu ermöglichen, müssen auch die- Fördererketten. eine etwa ebenfalls doppelt so starke-Ausbildung erhalten,. wie dies ohne Kraftübertragung für den Hobel. über:. die Fördererketten notwendig wäre.
  • Die -Erfiridurig hat sich die Aufgabe gestellt, die vorstehend erörterten Nachteile der bekannten Antriebe für durch Zugmittel mit- wechselnder Bewegungsrichtung am -Abbaustoß entlang-bewegte- Gewinriungsgeräte @zu beseitigen, deren über mindestens eine Antriebswelle geführtes Zugmittel durch mindestens einen ständig mit gleichbleibendem Drehsinn umlaufenden Drehmötor über ein .eine Umkehr der Antriebsrichtung des Zugmittels 'ermöglichendes; schaltbares Getriebe antreibbar ist.» Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst; daß jeder Antriebswelle des Zugmittels ein gekapseltes selbsttätig umsteuerbares, an sich bekanntes - Wendegetriebe zugeordnet ist, das ' zwei von. einem _ vom Fördererantrieb unabhängigen Drehmotor ständig mit entgegengesetztem Drehsinn angetriebene Antriebshälften besitzt, welche wahlweise mit der Antriebswelle des- Zugmittels unter Umkehr ihrer Antriebsdrehrichtung ohne Stillsetzung des Drehmotors kraftschlüssig küppelbar sind und daß für die wahlweise Kupplung mit der Antriebswelle -des Zugmittels jededer beiden Antriebshälften des Wendegetriebes einevorzugsweise hydraulisch -oder - pneumatisch gesteuerte Umschaltkupplung zugeordnet ist.
  • Hierdurch ergibt sich zunächst der Vorteil, daß im Gegensatz zu den bekannten Antrieben am Ende jeder Arbeitsfahrt des oder der am -gleichen Zugmittel befestigten Gewinnungsgeräte es nicht erforderlich ist, den bzw. die die Antriebswellen antreibenden Motoren -stillzusetzen, umzusteuern und mit entgegengesetzter Drehrichtung wieder anlaufen zu lassen, sondern daß die Umsteuerung der Bewegungsrichtung des oder der Gewinnungsgeräte unabhängig von den ständig mit gleicher Drehrichtung umlaufenden Drehmotoren vorgenommen werden kann. Da hierbei im wesentlichen nur die Massen des mit relativ geringer Geschwindigkeit am Abbaustoß entlangbewegten Gewinnungsgerätes und eines Teils der Wendegetriebe abgebremst zu werden brauchen, verringern sich die für das Umsteuern der Bewegungsrichtung erforderlichen Stillstandszeiten in solchem Maß, daß sie auch bei relativ kurzen Fahrwegen und hohen Arbeitsgeschwindigkeiten des Gewinnungsgerätes praktisch nicht mehr ins Gewicht fallen. .So ist es bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Antrieb ohne weiteres möglich, innerhalb von wenigen Sekunden die Wendegetriebe umzusteuern. und auf diese Weise die Bewegungsrichtung des Gewinnungsgerätes umzukehren, während bei den bekannten Antrieben hierzu Stillstandszeiten in der Größenordnung von einer oder mehreren Minuten benötigt werden. Diese durch den erfindungsgemäß'' vorgeschlagenen Antrieb erzielte Verringerung der Verlustzeiten bei einer Umkehr der Bewegungsrichtung des Gewinnungsgerätes fällt naturgemäß um sog stärker ins Gewicht, je größer die Arbeitsgeschwindigkeit des Gewinnungsgerätes und je kürzer sein. Bewegungsbereich ist, so daß sie vor allem bei relativ kurzen .Streblängen, beim Abbau besonders fester-Kohlennester sowie bei solchen Gewinnungsgeräten . von Bedeutung ist, bei denen mehrere, über die--' Streblänge -durc h- verteilt angeordnete Gewinnungsgerätedurch das gleiche Zugmittel jeweils nur um das Maß-' ihres Abstandes hin- und herbewegt werden.
  • Derart kurze Stillstandszeiten sind bei dem erfin-' dungsgemäß vorgeschlagenen Antrieb vor allem des-' halb möglich, weil- die eine erhebliche kinetische.# Energie aufweisenden rotierenden Massen der Dreh-; motoren nicht bei jedem Umschaltvorgang zunächst; abgebremst, -umgesteuert und mit entgegengesetzter Drehrichtung wieder bis auf -ihre Nenndrehzahl beschleunigt werden -müssen. Aber nicht nur die erstrebenswerten kurzen Stillstandszeiten werden mit dem erfindungsgemäß ausgebildeten Antrieb erreicht, sondern es entfallen" außerdem die zahlreichen son--- stigen Nachteile der bekannten, Bauarten, die sich aus der bisherigen Notwendigkeit einer Abbremsung, . Umsteuerung und nachfolgenden Beschleunigung der Drehmotoren ergeben. So werden vor allem die Schwierigkeiten behoben, die sich beim mechanischen oder elektrischen Abbremsen, insbesondere unter den besonderen Arbeitsbedingungen des unter-; tägigen Grubenbetriebes, bemerkbar machen. Beidem Antrieb nach der Erfindung ist z. B. die Wärmeentwicklung im Gegensatz zu den bekannten Bauarten äußerst gering, da eine Abbremsung der Drehmotoren mit mechanischen oder elektrischen Mitteln nicht erforderlich ist. Daher läßt sich der erfindungsgemäße Antrieb auch in solchen Abbaubetrieben verwenden, in denen mit besonders hohen Wettertemperaturen gerechnet werden muß. Auch häufige Schaltungen wirken sich in keiner Weise nachteilig auf den Antrieb nach der Erfindung aus bzw: _ bewirken keinerlei Erhöhung der normalen Betriebs- . temperatur der Antriebsmotoren. Dies hat wiederum den Vorteil, daß bei Verwendung von Elektromotoren deren Isolation weniger belastet und daher eine um ein Vielfaches größere Lebensdauer zu -erwarten ist, so daß die Betriebskosten erheblich gesenkt werden können.
  • Ein. weiterer Vorteil besteht darin, daß infolge des nicht mehr erforderlichen Abbremsens und erneuten _ Beschleunigens der Drehmotoren sich beträchtliche Energieeinsparungen erreichen lassen. Da die Motoren ständig durchlaufen, steht außerdem unmittelbar nach Umsteuerung der Wendegetriebe ihre volle Antriebskraft für- die überwindung des Schälwider= Standes des oder der Gewinnungsgeräte zur Verfügung, so daß diese ohne Anlaufschwierigkeiten in sehr kurzer Zeit auf die jeweils vorgesehene Arbeitsgeschwindigkeit beschleunigt werden können. Belastungsspitzen des Netzes beim Anlaufen der meist als Drehstrom-Asynchron-Motoren ausgebildeten Motoren werden auf diese Weise ebenfalls vermieden. Dies ist für den Grubenbetrieb von besonderer Bedeutung, weil infolge des Fortfalls übermäßiger Netzbelastungen -man mit wesentlich schwächer dimensionierten Stromnetzen auskommen kann als bei den bekannten Antrieben. Außerdem ist der erfindungsgemäß vorgeschlagene Antrieb völlig unabhängig von komplizierten und störungsanfälligen Steuer- und Regeleinrichtungen. Die Teile, die bei ihm das Umsteuern der Bewegungsrichtung des Gewinnungsgerätes bewirken, brauchen nicht schlagwettergeschützt ausgebildet zu werden. Vielmehr genügen besonders einfache und robust ausgebildete Antriebselemente, deren Lebensdauer weitaus höher ist als die komplizierten Steuer- und Regeleinrichtungen der bekannten Antriebe. Außerdem ergibt sich der Vorteil, daß jede Antriebswelle des Hobelzugmittels nicht nur in einer, sondern in beiden Drehrichtungen von dem ihr zugeordneten, vom Fördererantrieb unabhängigen Drehmotor angetrieben werden kann. Infolgedessen wird die zum Antrieb des Gewinnungsgerätes insgesamt erforderliche Antriebskraft durch die in der Regel vorhandenen beiden Antriebswellen je zur Hälfte auf das Zugmittel übertragen, was eine entsprechende Verringerung seiner Zugbelastung zur Folge hat. Außerdem entfällt die bei der bekannten Bauart für den Antrieb des Gewinnungsgerätes erforderliche Kraftübertragung durch die Fördererkette, so daß diese ebenso wie die Hobelkette eine wesentlich leichtere Ausbildung erhalten kann. In gleichem Maß können auch die Antriebswellen für das Hobelzugmittel und die Fördererketten einschließlich sämtlicher, zu ihrer Lagerung beitragenden Teile schwächer dimensioniert werden, was eine erhebliche Ersparnis an Material, Gewicht, Kosten und Platzbedarf bedeutet.
  • Ein besonderer Vorteil besteht darin, daß der erfindungsgemäß vorgeschlagene Antrieb in seiner Arbeitsweise von dem Antrieb für den Strebförderer sowie auch von der konstruktiven Ausbildung und der Arbeitsweise des Strebförderers völlig unabhängig ist. Infolgedessen sind alle Schwierigkeiten und Nachteile vermieden, die sich bei der bekannten Konstruktion aus der dort vorhandenen zwangläufigen Kupplung von Hobel- und Fördererantrieb ergeben. Es ist für die Arbeitsweise des erfindungsgemäß ausgebildeten Antriebes des Gewinnungsgerätes völlig gleichgültig, ob der Strebförderer läuft oder stillsteht sowie mit welcher Geschwindigkeit sowie in welcher Richtung sich der Förderer bewegt. Ferner ist der erfindungsgemäß vorgeschlagene Antrieb nicht an die Verwendung bestimmter Fördererkonstruktionen gebunden, sondern läßt sich bei jeder beliebigen Ausbildung des Strebförderers, beispielsweise auch bei Bandförderern, verwenden. Eine besonders starke Dimensionierung des Förderers, insbesondere der Fördererketten, wie bei den bekannten Bauarten, ist nicht erforderlich, was die Anlagekosten erheblich verringert.
  • Des weiteren läßt sich das bei der Erfindung verwendete Wendegetriebe ohne Schwierigkeiten schmutz- und wasserfest kapseln. Außerdem kann das Wendegetriebe ohne weiteres bei bereits vorhandenen Hobelantrieben verwendet werden, und zwar ohne daß hierzu komplizierte zusätzliche Vorrichtungen sowie in besonderer Weise ausgebildete Motoren erforderlich sind. Ferner braucht bei einer Umkehr der Bewegungsrichtung des Gewinnungsgerätes lediglich eine der beiden Umschaltkupplungen des Wendegetriebes ein- und die andere ausgeschaltet zu werden, wobei nach dem Schalten der Kupplungen sofort die gesamte Antriebsleistung des entsprechenden Drehmotors zur Verfügung steht Die hierfür vorgesehenen Umschaltkupplungen sind vorzugsweise als Reibungs- bzw. Lamellenkupplungen ausgebildet, die lediglich einem verhältnismäßig geringen Verschleiß unterliegen und bei denen mit relativ einfachen Mitteln bei geringem Zeit- und Kostenaufwand die verschlissenen Lamellen gegen neue ausgewechselt werden können. Die vorzugsweise hydraulisch oder pneumatisch gesteuerten Umschaltkupplungen lassen sieh auch bei großen bei der Verzögerung des Gewinnungsgerätes wirksamen Last- und Schwungmomenten verhältnismäßig weich schalten, so daß sich mit ihnen auch ein hohes Maß an Betriebssicherheit erreichen läßt.
  • Während man bei den bekannten Antrieben die Umsteuerung der Drehrichtung der Antriebsmotoren meist von Hand hat vornehmen lassen, ist es bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Antrieb unter Verwendung von vergleichsweise einfachen Steuermitteln möglich, das Wendegetriebe selbsttätig umzusteuern. Hierdurch ergibt sich nicht nur eine Einsparung von Bedienungspersonal, sondern auch die Möglichkeit, bei der Handumschaltung im praktischen Betrieb nicht völlig zu vermeidende Bedienungsfehler - die meist auf die schlechten Sichtverhältnisse bzw. Mißverständnisse bei der Signalgebung zurückzuführen sind - mit absoluter Sicherheit auszuschalten. Da Schaltfehler bei der Umsteuerung des Gewinnungsgerätes in der Regel mit erheblichen Betriebsstörungen verbunden sind, die größere Förderausfälle nach sich ziehen können, ist die Möglichkeit, mit vergleichsweise einfachen Steuermitteln eine selbsttätige Umsteuerung der Bewegungsrichtung des oder der Gewinnungsgeräte vorzunehmen, für die Praxis von erheblicher Bedeutung. Aut anderen Ciebiet'en der Technik, insbesondere im Werkzeugmaschinenbau, ist die Verwendung von Wendegetrieben seit vielen Jahrzehnten bekannt. So werden Wendegetriebe beispielsweise bei Drehbänken für die Drehrichtungsänderung der Leitspindel benutzt. Abgesehen davon, daß es sich hierbei um völlig andere Anwendungszwecke handelt als bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Antrieb für durch Zugmittel bewegte Gewinnungsgeräte, sind auch die Arbeits- und Wirkungsweise, die Arbeitsbedingungen, die gestellten Anforderungen und die angestrebten Wirkungen völlig andere als bei einem Antrieb für schälende Gewinnungsgeräte im untertägigen Grubenbetrieb.
  • Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung sind die Antriebswelle des Drehmotors und die Antriebswelle des Wendegetriebes durch eine an sich bekannte Strömungskupplung getrieblich gekuppelt. Das Wendegetriebe kann somit auch bei stillstehenden Umschaltkupplungen und völlig unabhängig von dem mit gleichbleibender Drehrichtung und Drehzahl weiterlaufenden Drehmotor abgebremst und umgesteuert werden, was den Verschleiß derartiger Kupplungen erheblich senkt. Die Verwendung von an sich bekannten Strömungskupplungen bietet ferner den Vorteil, daß die beim Abbremsen und Umsteuern des Wendegetriebes in der Strömungskupplung auftretende Wärmeenergie ohne Gefahr unzulässig hoher Erwärmungen zuverlässig vernichtet werden kann. Dabei ist es durch Änderung der Flüssigkeitsfüllung ohne weiteres möglich, die Drehmotoren auch in den Fällen durchlaufen zu lassen, in denen aus besonderen Gründen ein längeres Stillsetzen der Wendegetriebe bzw. Gewinnungsgeräte erforderlich ist. Strömungskupplungen besitzen außerdem den . Vorteil, daß sie praktisch keinerlei Verschleiß ausgesetzt sind sowie beispielsweise durch Änderung der Flüssigkeitsfüllung günstige Beschleunigungsverhältnisse für das oder die Gewinnungsgeräte ermöglichen.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Wendegetriebe in Abhängigkeit von@der Arbeitsbewegung - insbesondere vom Fahrweg - des Gewinnungsgerätes selbsttätig umsteuerbar. Auf diese Weise läßt sich eine vollautomatische Umsteuerung der Bewegungsrichtung des oder der am Abbaustoß entlangbewegten Gewinnungsgeräte erreichen, die nicht nur den Vorteil eines hohen Maßes an Betriebssicherheit besitzt, sondern außerdem beträchtliche Personaleinsparungen ermöglicht. In der Regel empfiehlt es sich, die zur Umsteuerung des Wende-Betriebes vorgesehenen Schalt- und Steuermittel so auszubilden, daß das Wendegetriebe an beiden Enden des Fahrweges des Gewinnungsgerätes selbsttätig umsteuerbar ist. Abgesehen davon, daß -sich auf diese Weise die Bewegungsrichtung des oder der Gewinnungsgeräte finit: absoluter Sicherheit an der jeweils gewünschten Stelle umkehren läßt und durch menschliche Unzulänglichkeiten bedingte Fehler praktisch ausgeschlossen werden, wird das Ausmaß der für die Gewinnungsarbeit verlorengehenden Stillstandszeiten auf ein geringstmögliches Maß verringert. Sofern das Zugmittel- über mehr als eine angetriebene Antriebswelle geführt ist, werden die diesen zugeordneten Wendegetriebe derart Betrieblich miteinander verbunden, daß sie jeweils gleichzeitig und in gleicher Weise umgesteuert werden.
  • Die selbsttätige Umsteuerung des Wendegetriebes kann in manchen Fällen durch vom Gewinnungsgerät - gegebenenfalls mittelbar - betätigte Schaltvorrichtungen erfolgen. Diese Schaltvorrichtungen können unmittelbar durch das Gewinnungsgerät betätigt werden, wobei es jedoch auch möglich ist, nur eine mittelbare Betätigung der Schaltvorrichtungen durch das Gewinnungsgerät - beispielsweise durch an dem meist als Kette ausgebildeten Zugmittel angeordnete Anschlagnocken od. dgl. - vorzusehen. Beispielsweise ist es möglich, an dem parallel zum Abbaustoß verlegten Förderer im Bereich der Endstellung des Gewinnungsgerätes Endschalter vorzusehen, welche durch das Gewinnungsgerät betätigt werden und am Ende jeder Arbeitsfahrt des oder der Gewinnungsgeräte die Wendegetriebe sämtlicher auf das Zugmittel einwirkender Antriebswellen umsteuern.
  • Eine andere vorteilhafte Lösung besteht darin, daß für die Umsteuerung des Wendegetriebes mindestens eine den Fahrweg des Gewinnungsgerätes messende und in Abhängigkeit von diesem betätigte Schaltvorrichtung vorgesehen ist. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, auf vom Gewinnungsgerät unmittelbar betätigte Schaltelemente zu verzichten und die Umsteuerung der Wendegetriebe durch deren Fahrweg messende Schaltvorrichtungen vorzunehmen, welche außer der Umsteuerung des Wendegetriebes auch die Möglichkeit bieten, die Arbeitsbewegung des Gewinnungsgerätes von einem am Strebende oder in der Strecke angeordneten Steuerstand aus genau zu verfolgen. Derartige Schaltvorrichtungen besitzen ferner den Vorteil, daß sie sich auf einfachste Weise auf den jeweils gewünschten Fahrweg des Gewinnungsgerätes einstellen lassen, während bei Verwendung von durch das Gewinnungsgerät unmittelbar betätigten Schaltern diese zur Änderung des Fahrweges auf verhältnismäßig umständliche Weise aus- und erneut eingebaut werden müssen. Bei -den Fahrweg des Gewinnungsgerätes messenden und in Abhängigkeit von diesem betätigten Schaltvorrichtungen bereitet es ferner keine Schwierigkeiten, die Länge des Fahrweges in beiden Bewegungsrichtungen beliebig zu verändern, und zwar - was bei vom Gewinnungsgerät unmittelbar betätigten Schaltelementen ebenfalls nicht möglich ist = auch ohne Unterbrechung der Gewinnungsarbeit. Der Fortfall von auf der Abbaustoßseite des Förderers angeordneten Schaltelementen hat ferner den Vorteil, daß keine in besonderer Weise ausgebildete Fördererschüsse erforderlich sind und daß störungsanfällige Übertragungsmittel zwischen diesen Schaltelementen und den die Umsteuerung des Wendegetriebes bewirkenden Steuermitteln in Fortfall kommen.
  • Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform ist eine Schaltvorrichtung in Abhängigkeit von der Umdrehungszahl eines zwischen Motor und Antriebswelle des Zugmittels angeordneten, in wechselnder Drehrichtung angetriebenen Getriebeelementes gesteuert. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, die Schaltvorrichtung zusammen mit den zwischen Motor und Antriebswelle vorgesehenen Getriebeelementen zu einer baulichen Einheit zu verbinden und innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses anzuordnen. Dabei wird zweckmäßig von der Drehbewegung des Getriebeelementes eine hin- und hergehende Bewegung eines Schaltelementes abgeleitet, welches bei Erreichen seiner Endstellungen die den Kupplungswellen des Wendegetriebes zugeordneten Umschaltkupplungen mittelbar betätigt. Das Schaltelement kann als auf einer von dem Getriebeelement angetriebenen Steuerspindel axial verschiebbar geführter Hebel ausgebildet sein, welcher über verstellbare Anschläge eine die Umschaltkupplungen des Wendegetriebes betätigende Steuervorrichtung schaltet. Diese Schaltvorrichtung ist infolge ihrer mechanischen Betriebsweise außerordentlich betriebssicher und in der Herstellung billig, wobei sie ferner den Vorteil eines nur geringen Raumbedarfs besitzt. Durch Verstellung der dem Schalthebel zugeordneten Anschläge läßt sich innerhalb kürzester Zeit der Fahrweg des Gewinnungsgerätes, und zwar auch während des Betriebes, in der jeweils gewünschten Weise verändern.
  • Die den Kupplungswellen des Wendegetriebes zugeordneten Umschaltkupplungen werden zweckmäßig in der Weise ausgebildet, daß diese durch Druckmittelbeaufschlagung gegen eine Rückstellkraft zu schließen sind. Auf diese Weise wird nicht nur ein einfaches und betriebssicheres Einrücken der Umschaltkupplungen erreicht, sondern außerdem gewährleistet, daß die Kupplungen sofort ausrücken und damit den Drehmotor von der Antriebswelle trennen und diese stillsetzen, wenn aus irgendeinem Grund das zur Steuerung des Antriebes erforderliche Druckmittel nicht mehr vorhanden ist, was beispielsweise durch die Beschädigung einer Steuerleitung, eines Schiebers oder der Druckmittelpumpe bzw. ihres Antriebes verursacht sein könnte. Würde das Gewinnungsgerät in einem solchen Fall nicht stillgesetzt, sondern weiterlaufen, so könnte es zu erheblichen Beschädigungen des Gewinnungsgetätes sowie des Förderers kommen, wenn nicht eine rechtzeitige Umschaltung bzw. Ausschaltung des Antriebes- von Hand erfolgt. Eine- solche rechtzeitige Um- bzw. Ausschaltung von Hand ist jedoch insbesondere bei einem plötzlich auftretenden Druckmittelausfall, der meist unbemerkt bleibt, nicht möglich, so daß ein automatisches Trennen des Drehmotors von der Antriebswelle bei Ausfall des Druckmittels sehr vorteilhaft ist.
  • In der Regel empfiehlt es sich, daß die Steuervorrichtung als ein in ein Druckmittelnetz eingeschalteter Steuerschieber ausgebildet ist, durch dessen Verstellung den Umschaltkupplungen zugeordnete Schaltzylinder zu beaufschlagen sind. Ferner hat es sich als zweckmäßig erwiesen, daß der Steuerschieber mittels einer außerhalb des Schiebergehäuses angeordneten Schaltstange verstellbar ist, auf welcher die von dem Schalthebel der Steuerspindel betätigten Anschläge verstellbar befestigt sind. Eine solche Ausbildung ist nicht nur besonders einfach und betriebssicher, sondern besitzt außerdem den Vorteil, daß die in Abhängigkeit vom Fahrweg des Gewinnungsgerätes erfolgende Schaltbewegung unmittelbar und ohne Verzögerung auf die Steuervorrichtung übertragen wird. Aus dem gleichen Grund empfiehlt es sich, die Schaltstange als axiale Verlängerung des Steuerschiebers auszubilden und parallel zu der mit dem Schalthebel ausgerüsteten Steuerspindel anzuordnen.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung besitzt der Steuerschieber zwei in festem axialem Abstand angeordnete Kolben, durch welche über je eine Druckmittelleitung die Schaltkolben der beiden Umschaltkupplungen abwechselnd gegen eine Rückstellkraft im Schließsinne der Kupplung mit Druckmittel zu beaufschlagen bzw. unter öffnung der Kupplung durch die Rückstellkraft vom Druckmitteldruck zu entlasten sind. Dabei ist es ratsam, wenn die Druckbeaufschlagung des einen Schaltzylinders etwa gleichzeitig mit der Druckentlastung des anderen Schaltzylinders erfolgt. Auf diese Weise ist einerseits gewährleistet, daß die beiden Kupplungen nie zu gleicher Zeit eingerückt sind, was zu erheblichen Beschädigungen des Antriebs, zumindest jedoch zu einem starken Verschleiß der Kupplungslamellen führen würde. Andererseits wird durch die gleichzeitige Umschaltung praktisch jegliche Verlustzeit beim Umschalten des Fördererantriebes vermieden.
  • Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Druckmittelbeaufschlagung der Schaltzylinder mittels eines in die zum Steuerschieber führende Druckmittelleitung eingeschalteten Mehrwegehahnes von Hand umgekehrt und abgeschaltet werden kann. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn aus irgendeinem Grund die automatische Schalteinrichtung ausfallen sollte, da dann die Möglichkeit besteht, den Antrieb von Hand zu steuern, so daß die Förderung bzw. die Arbeit des Gewinnungsgerätes nicht" sofort eingestellt zu werden braucht.
  • Darüber hinaus ist es vorteilhaft, daß mit der Antriebswelle des Wendegetriebes eine an das Druckmittelnetz angeschlossene Druckmittelpumpe getrieblich verbunden ist. Auf diese Weise wird ein gesonderter Antriebsmotor für die Druckmittelpumpe eingespart, was nicht nur eine Kosten- und Gewichtsersparnis bedeutet, sondern auch den Platzbedarf des Antriebes verringert. Zweckmäßigerweise werden die Schaltzylinder des Wendegetriebes durch den Steuerschieber wechselweise an eine zur Druckmittelpumpe führende Druckmittelleitung bzw. an eine zu einem Sammelbehälter führende Rückstromleitung angeschlossen. Es ist jedoch statt dessen auch möglich, die Schaltzylinder des Wendegetriebes durch den Steuerschieber wechselweise an eine. Druckluftleitung anzuschließen bzw. zu entlüften. In diesem Fall kann auf eine gesonderte Druckmittelpumpe zur Speisung der Steuereinrichtung in vorteilhafter Weise verzichtet werden.
  • In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand zweier Ausführungsbeispiele schematisch veranschaulicht. Es zeigt F i g. 1 einen druckflüssigkeitsgesteuerten Antrieb für ein schälendes Gewinnungsgerät und F i g. 2 einen Antrieb gemäß F i g. 1 mit Druckluftsteuerung.
  • Der insbesondere für schälende Gewinnungsgeräte im untertägigen Grubenbetrieb vorgesehene Antrieb besteht aus einem Wendegetriebe 1, das mit einem ständig in einer Drehrichtung umlaufenden Drehstrom-Asynchron-Motor 2 über eine Strömungskupplung, z. B. eine Turbokupplung 3, getrieblich verbunden ist. Andererseits ist die Abtriebswelle 4 des Wendegetriebes mit einer in dem Endschuß eines parallel zum Abbaustoß angeordneten Förderers 5 gelagerten Antriebswelle 6 gekuppelt, deren dem Abbaustoß zugekehrtes Stirnende als Kettenrad 6 a ausgebildet ist. Das Kettenrad 6 a treibt über ein endloses Zugmittel, z. B. eine Kette 7, einen Kohlenhobel 8 an. Der Kohlenhobel 8 ist an beiden Seiten mit Schälwerkzeugen versehen und in den Bewegungsrichtungen x-xl an der dem Abbaustoß zugekehrten Seite des Förderers 5 geführt, dessen Antriebswelle 9 in üblicher Weise durch ein aus Motor und Getriebe bestehendes Antriebsaggregat 10 angetrieben wird. Das dem Abbaustoß abgekehrte Stirnende der Antriebswelle 6 ist als mit der Abtriebswelle 4 des Wendegetriebes kämmendes Zahnrad 11 ausgebildet.
  • Über die Turbokupplung 3 ist der Elektromotor 2 mit der Antriebswelle 12 des Wendegetriebes verbunden, die ständig mit einem Kupplungszahnrad 13 im Eingriff steht. Das Kupplungszahnrad 13 ist auf einer Kupplungswelle 13 a angeordnet und überträgt seine Drehbewegung unmittelbar auf ein entsprechend ausgebildetes weiteres Kupplungszahnrad 14, das auf einer Kupplungswelle 14 a gelagert ist. Auf den Kupplungswellen 13 a, 14 a sind jeweils Wellenritzel 15 bzw. 16 befestigt, die ständig mit dem Zahnrad 4a der Abtriebswelle 4 des Wendegetriebes im Eingriff stehen. Die Kupplungszahnräder 13, 14 sind auf den Kupplungswellen 13 a, 14 a frei drehbar gelagert, jedoch durch Umschaltkupplungen 17 bzw. 18 mit den Kupplungswellen im Drehsinn starr kuppelbar. Die Umschaltkupplungen 17, 18 sind koaxial zu den Kupplungswellen 13 a, 14 a angeordnet und zweckmäßig als Lamellenkupplungen ausgebildet. Die Betätigung der Umschaltkupplungen 17, 18 erfolgt bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel durch hydraulisch beaufschlägbare Schaltkolben 21 bzw. 22, welche in koaxial zu den Kupplungswellen 13 a bzw. 14 a angeordneten Schaltzylindern 23, 24 gegen die Wirkung von Druckfedern 19 bzw. 20 längsverschieblich und dichtend geführt sind. Zum Schließen der Kupplungen 17 bzw. 18 werden die Schaltkolben 21, 22 über Druckmittelleitungen 25 bzw. 26 mit einem vorzugsweise aus öl bestehenden Druckmittel beaufschlagt. Die Druckmittelleitungen 25 bzw. 26 münden in die den Druckfedern 19, 20 abgekehrte Seite der Schaltzylinder 23, 24 und sind an eine Steuervorrichtung 27 angeschlossen.
  • Das Wendegetriebe besitzt somit zwei im entgegengesetzten Drehsinn angetriebene Antriebshälften, die bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel im wesentlichen aus den Kupplungszahnrädern 13 bzw. 14 bestehen. Durch Betätigung der Umschaltkupplungen 17 bzw. 18 können diese Antriebshälften wahlweise über die Kupplungswellen 13 a bzw. 14 a und die an diesen vorgesehenen Wellenritze115 bzw. 16 mit der Antriebswelle 6 für das Zugmittel 7 kraftschlüssig verbunden werden.
  • Die Steuervorrichtung 27 ist mittels einer Druckleitung 28 an eine Druckmittelpumpe 29 angeschlossen, die über eine Saugleitung 30 und mittels eines Überdruckventils 31 über eine Rückströmleitung 32 an einen Sammelbehälter 33 angeschlossen ist. Die Druckmittelpumpe 29 wird von der Antriebswelle 12 des Wendegetriebes über eine Welle 34 angetrieben.
  • Außerdem sind die Schaltzylinder 23, 24 über die Steuervorrichtung 27 und eine Rückströmleitung 35 an den Sammelbehälter 33 angeschlossen, der zweckmäßig über Filter od. dgl. mit dem Ölbehälter für das Wendegetriebe 1 unmittelbar verbunden ist.
  • Die Druckmittelleitung 25 des Schaltzylinders 23 ist über Leitungen 25, 25 a, 25 b, 25 c an die Steuervorrichtung 27 angeschlossen, während die Druckmittelleitung 26 des Schaltzylinders 24 über die Leitungen 26, 26 a, 26 b, 26 c mit der Steuervorrichtung 27 verbunden ist. Die Leitungen 25 a bzw. 26 a sind als Ausgleichsleitungen ausgebildet. Die Leitung 25 b liegt mit einer Abzweigleitung 28 a der Druckleitung 28 in der gleichen Querschnittsebene der Steuervorrichtung 27. In der gleichen Weise sind die Leitung 26 b und eine Abzweigleitung 28 b der Druckleitung 28 am anderen Ende der Steuervorrichtung 27 in einer Querschnittsebene angeordnet. Die Leitungen 25c bzw. 26c liegen - jeweils mit einer Abzweigleitung 35 a, 35 b der Rückströmleltung 35 in denselben Querschnittsebenen der Steuervorrichtung 27.
  • Die Steuervorrichtung 27 besteht aus einem Steuerschieber 36, der zwei in festem axialem Abstand angeordnete Kolben 36a, 36b besitzt. Der Steuerschieber 36 ist in einem Steuergehäuse 37 längsverschieblich und dichtend geführt. Er ist ferner mit einer Schaltstange 38 fest verbunden, die die axiale Verlängerung des Steuerschiebers bildet und aus dem Steuergehäuse herausragt. Die Schaltstange 38 ist mit im Abstand zueinander angeordneten, verstellbaren Anschlägen 39a, 39b ausgerüstet. Der Schaltstange 38 ist ein Schalthebel 40 zugeordnet, der mittels einer parallel zur Schaltstange angeordneten Steuerspindel 41 in Richtung der Pfeile y-y. hin- und tierbewegbar und an der Schaltstange 38 geführt ist. Die die Drehbewegung des Wendegetriebes 1 in eine hin- und hergehende Bewegung des Schalthebels 40 umsetzende Steuerspindel 41 ist über Getriebeelemente 42 im Drehsinn mit dem Wellenritzel16 der Kupplungswelle 14 a verbunden, so daß die wechselnde Drehbewegung des Wellenritzels 16 ständig auf die Steuerspindel 41 derart übertragen wird, daß der Schalthebel 40 der Bewegung des Gewinnungsgerätes 8 entsprechend auf der Steuerspindel 41 hin- und herpendelt und dabei über die Anschläge 39 a, 39 b der Schaltstange 38 die Steuervorrichtung 27 umsteuert. Durch Verstellung der Anschläge 39 a, 39 b kann der jeweils gewünschte Fahrweg des Gewinnungsgerätes eingestellt werden.
  • Bei der in der Zeichnung dargestellten Stellung des Steuerschiebers 36 ist die Druckmittelzufuhr zu der Druckmittelleitung 25 des Schaltzylinders 23 durch den Schieberkolben 36a gesperrt, jedoch über die Leitung 25 c und den zwischen den Schieberkolben 36a und 36b liegenden Ringraum innerhalb der Steuervorrichtung 27 und über die Abzweigleitung 35a an die Rückströmleitung 35 angeschlossen, so daß das in dem Schaltzylinder 23 und in der Druckmittelleitung 25 enthaltene Drucköl unter der Wirkung der Druckfeder 19 der Umschaltkupplung 17 in den Sammelbehälter 33 zurückströmen kann. Dagegen unterbricht gleichzeitig der Schieberkolben 36 b die Verbindung der Druckmittelleitung 26 des anderen Schaltzylinders 24 gegenüber der Rückströmleitung 35, so daß über die Abzweigleitung 28 b der Druckölleitung 28, ferner über die Leitung 26 b und 26 der Schaltzylinder 24 mit Druckmittel entgegen der Wirkung der Druckfeder 20 im Schließsinn beaufschlagt ist. In dem Fall, in dem der Drehmotor 2 sich im Uhrzeigersinn dreht, wird dessen Antriebsbewegung über die Kupplungszahnräder 13 und 14 übertragen, wobei die Drehbewegung des Kupplungszahnrades 14 infolge der geschlossenen Kupplung 18 zwangläufig auf das Wellenritze116 und die Abtriebswelle 4 des Wendegetriebes 1 übertragen wird. Infolgedessen wird der Kohlenhobel 8 durch die Antriebswelle 6 in Richtung x1 bewegt. Während der Arbeitsbewegung des Kohlenhobels 8 in Richtung x1 wird die Steuerspindel 41 derart gedreht, daß der Schalthebel 40 sich in Richtung y1 auf den Anschlag 39a zu bewegt. Nachdem der Schalthebel 40 die Strecke zwischen den Anschlägen 39 a, 39 b zurückgelegt hat, die der Länge des Arbeitsweges des Kohlenhobels 8 entspricht und durch Verstellung der Anschläge 39 a, 39 b nach beiden Richtungen hin verändert werden kann, drückt der Schalthebel 40 den Anschlag 39 a in Richtung y1. Hierdurch wird der Steuerschieber 36 derart umgesteuert,. daß der Schaltzylinder 24 über die Leitungen 26e, 35b und 35 druckentlastet wird und die Umschaltkupplung 18 sich öffnet. Etwa gleichzeitig wird der Schaltzylinder 23 über die Leitungen 28a und 25b mit Druckmittel beaufschlagt, so daß die Drehbewegung des Kupplungszahnrades 13 im Antriebssinn auf das Wellenritzel 15 übertragen wird. Hierdurch wird die Abtriebswelle 4 des Wendegetriebes und somit die Antriebswelle 6 für das Zugmittel 7 des Gewinnungsgerätes 8 im umgekehrten Drehsinn angetrieben. Da die Kupplung 18 geöffnet ist, läuft das durch das Kupplungszahnrad 13 angetriebene Kupplungszahnrad 14 frei mit. In ähnlicher Weise wird das mit der Kupplungswelle 14 a im Drehsinn starr gekuppelte Wellenritzel 16 durch das Zahnrad 4 a der Abtriebswelle 4 freilaufend mitgenommen.
  • In die Leitungen 25 und 26 ist zwischen der Steuervorrichtung 27 und den Schaltzylindern 23, 24 ein Vierwegehahn 43 geschaltet, so daß unabhängig von der Einstellung der Steuervorrichtung 27 durch Umkehrung der Druckmittelzufuhr zu den Schaltzylindern 23, 24 bzw. durch Unterbrechung der Dxuckmittelzufuhr die Arbeitsrichtung des Kohlenhobels geändert bzw. die gesamte Anlage stillgesetzt werden kann.
  • Bei der in F i g. 2 dargestellten Ausführungsform ist eine an ein Druckluftnetz angeschlossene Druckluftleitung 45 durch Abzweigleitungen 45 a, 45 b an die Steuervorrichtung 27 angeschlossen. Die Einmündungen der Abzweigleitungen 45 a, 45 b in die Steuervorrichtung 27 liegen jeweils mit der Leitung 25 b der Druckmittelleitung 25 bzw. der Leitung 26 b der Druckmittelleitung 26 in gleichen Querschnittsebenen der Steuervorrichtung 27, während die Leitungen 25 c und 26 c mit Auslaßleitungen 46 a, 46 b in je einer anderen Querschnittsebene des Gehäuses der Steuervorrichtung 27 angeordnet sind. Die Schaltstellung des Steuerschiebers 36 entspricht derjenigen gemäß F i g. 1, so daß die Druckmittelleitung 25 über die Leitung 25 c und den von dem Steuerschieber gebildeten Ringraum sowie ferner über die Auslaßleitung 46 a entlüftet ist. Infolgedessen ist die Kupplung 17 geöffnet. Andererseits ist durch den Schieberkolben 36 b die Druckmittelleitung über die Leitung 26 b zur Beaufschlagung mit Druckluft durch die Leitung 45 b freigegeben, so daß der Schaltkolben 22 entgegen der Wirkung der Feder 20 im Schließsinn mit Druckluft beaufschlagt ist. Durch die Bewegung des Schalthebels 40 in Richtung zum Anschlag 39 a hin wird die Schaltstange 38 in der zu F i g. 1 beschriebenen Weise in Richtung y1 bewegt, so daß der Steuerschieber 36 im Sinne einer Umsteuerung des Wendegetriebes 1 und der Arbeitsrichtung des Kohlenhobels 8 umgesteuert wird.
  • Selbstverständlich ist es möglich, den Erfindungsgedanken auch bei Stromförderern mit einem endlos umlaufenden Fördermittel anzuwenden, und zwar insbesondere bei solchen, die häufig auf wechselnde Laufrichtung umgeschaltet werden müssen.

Claims (14)

  1. Patentansprüche: 1. Antrieb für durch Zugmittel mit wechselnder Bewegungsrichtung am Abbaustoß entlangbewegte Gewinnungsgeräte, insbesondere im untertägigen Grubenbetrieb, deren über mindestens eine Antriebswelle geführtes Zugmittel durch mindestens einen ständig mit gleichbleibendem Drehsinn umlaufenden Drehmotor über ein eine Umkehr der Antriebsrichtung des Zugmittels ermöglichendes, schaltbares Getriebe antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Antriebswelle (6) des Zugmittels (7) ein gekapseltes, selbsttätig umsteuerbares, an sich bekanntes Wendegetriebe (1) zugeordnet ist, das zwei von einem vom Fördererantrieb unabhängigen Drehmotor (2) ständig mit entgegengesetztem Drehsinn angetriebene Antriebshälften (13, 14) besitzt, welche wahlweise mit der Antriebswelle (6) des Zugmittels (7) unter Umkehr ihrer Antriebsdrehrichtung ohne Stillsetzung des Drehmotors (2) kraftschlüssig kuppelbar sind, und daß für die wahlweise Kupplung mit der Antriebswelle (6) des Zugmittels (7) jeder der beiden Antriebshälften (13, 14) des Wendegetriebes (1) eine vorzugsweise hydraulisch oder pneumatisch gesteuerte Umschaltkupplung (17, 18) zugeordnet ist.
  2. 2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle des Drehmotors (2) und die Antriebswelle (12) des Wendegetriebes (1) durch eine an sich bekannte Strömungskupplung (3) getrieblich gekuppelt sind.
  3. 3. Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schaltvorrichtung (38, 39 a; 39 b; 40, 41) in Abhängigkeit von der Umdrehungszahl eines zwischen Motor (2) und Antriebswelle (6) des Zugmittels (7) angeordneten, in wechselnder Drehrichtung angetriebenen Getriebeelementes (42) gesteuert ist.
  4. 4. Antrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß von der Drehbewegung des Getriebeelementes (42) eine hin- und hergehende Bewegung eines Schaltelementes (40) abgeleitet wird, welches bei Erreichen seiner Endstellungen die den Kupplungswellen (13 a, 14 a) des Wendegetriebes zugeordneten Umschaltkupplungen (17, 18) mittelbar betätigt.
  5. 5. Antrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltelement als auf einer von dem Getriebeelement (42) angetriebenen Steuerspindel (41) axial verschiebbar geführter Hebel (40) ausgebildet ist, welcher über verstellbare Anschläge (39a, 39b) eine die Umschaltkupplungen (17, 18) des Wendegetriebes betätigende Steuervorrichtung (27) schaltet.
  6. 6. Antrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltkupplungen (17, 18) des Wendegetriebes durch Druckmittelbeaufschlagung gegen eine Rückstellkraft zu schließen sind.
  7. 7. Antrieb nach Anspxüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (27) als ein in ein Druckmittelnetz eingeschalteter Steuerschieber (36) ausgebildet ist, durch dessen Verstellung den Umschaltkupplungen (17,18) zugeordnete Schaltzylinder (23, 24) zu beaufschlagen sind. B.
  8. Antrieb nach Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (36) mittels einer außerhalb des Schiebergehäuses (37) angeordneten Schaltstange (38) verstellbar ist, auf welcher die von dem Schalthebel (40) der Steuerspindel betätigten Anschläge (39 a, 39 b) verstellbar befestigt sind.
  9. 9. Antrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstange (38) die axiale Verlängerung des Steuerschiebers (36) bildet und parallel zu der mit dem Schalthebel (40) ausgerüsteten Steuerspindel angeordnet ist.
  10. 10. Antrieb nach Anspruch 9 oder einem der vorhergehenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (36) zwei in festem axialem Abstand angeordnete Kolben (36a, 36b) besitzt, durch welche über je eine Druckmittelleitung (z. B. 25, 26) die Schaltkolben (21, 22) der beiden Umschaltkupplungen abwechselnd gegen eine Rückstellkraft (19, 20) im Schließsinn der Kupplung mit Druckmittel zu beaufschlagen bzw. unter Öffnung der Kupplung durch die Rückstellkraft vom Druckmitteldruck zu entlasten sind.
  11. 11. Antrieb nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbeaufschlagung des einen Schaltzylinders (23) etwa gleichzeitig mit der Druckentlastung des anderen Schaltzylinders (24) erfolgt.
  12. 12. Antrieb nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbeaufschlagung der Schaltzylinder (23, 24) mittels eines in die zum Steuerschieber (36) führende Druckmittelleitung eingeschalteten Mehrwegehahnes (43) von Hand umgekehrt und abgeschaltet werden kann.
  13. 13. Antrieb nach Anspruch 6 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Antriebswelle (12) des Wendegetriebes (1) eine an das Druckmittelnetz angeschlossene Druckmittelpumpe (29) getrieblich verbunden ist.
  14. 14. Antrieb nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltzylinder (23, 24) des Wendegetriebes durch den Steuerschieber (36) wechselweise an eine Druckluftleitung (45) anschließbar bzw. zu entlüften sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 81.5 945, 956 573; Zeitschrift »Glückauf«, 1950, S. 752;1:956, S. 491; »Demag-Nachrichteni<, Heft 1.5.., S. 26.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE815945C (de) * 1950-09-03 1951-10-08 Gewerkschaft Rheinpreussen Verfahren zur Steuerung des elektromagnetischen Pressluftventils fuer die Kupplung eines elektrisch angetriebenen Kohlenhobels
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